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Dokumentenidentifikation DE19750925A1 27.05.1999
Titel Multifunktionstafel
Anmelder Tomarchio, Roberto, 91757 Treuchtlingen, DE
Erfinder Tomarchio, Roberto, 91757 Treuchtlingen, DE
DE-Anmeldedatum 17.11.1997
DE-Aktenzeichen 19750925
Offenlegungstag 27.05.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.1999
IPC-Hauptklasse B43L 1/00
IPC-Nebenklasse B42D 19/00   
Zusammenfassung Technisches Problem der Erfindung bzw. technische Aufgabe
Beim Arbeiten mit Flipcharts ist der Nachteil, daß Aufzeichnungen auf einzelnen Blättern gemacht werden, ältere Aufzeichnungen liegen meist unter den neueren Aufzeichnungen. Beim Arbeiten auf Rohmaterial ist der Nachteil, daß Aufzeichnungen, die wieder aufgerollt wurden, nicht mit den sich in Arbeit befindlichen Aufzeichnungen gegenübergestellt werden können.
Lösung des Problems bzw. der technischen Aufgabe
Um diese Problematik zu lösen, wurde zum einen die ortsfeste Aufzeichnung (ähnlich dem Flipchart) mit einer aufwickelbaren Aufzeichnungsform vereint. Zum anderen wurde mittels einer Schneide- und Klebevorrichtung die Möglichkeit geschaffen, einzelne Aufzeichnungen aus dem fortlaufenden Darstellungsmedium herauszutrennen und das Darstellungsmedium wieder zusammenzufügen.
Anwendungsgebiet
Anwendung bei Präsentations-, Werbungs- und Schulungsveranstaltungen. Zum Entwerfen, Planen, Präsentieren, Aufzeichnen, Daten gegenüberstellen usw.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Schreibtafeln, die mit Papier bespannt sind, das von der einen Rolle diesseits der Tafel abgewickelt wird und nach der Beschriftung auf einer Rolle jenseits der Tafel wieder aufgewickelt wird, sind bekannt. Ebenso bekannt sind Schreibtafeln, die mit großflächigen Papierblöcken (Flipchart) versehen sind. Fundstellen Patentschrift DE 31 22 916 C2

Gebrauchsmuster DE 296 01 532 U1

Offenlegungsschrift 29 08 508

Problem

Aufzeichnungen, die wieder aufgewickelt bzw. umgeblättert sind, stehen für einen Vergleich oder eine Gegenüberstellung mit den derzeit in Arbeit befindlichen Aufzeichnungen nicht zur Verfügung.

Lösung

Um diese Problematik zu lösen, wurde zum einen die ortsfeste Aufzeichnung (ähnlich dem Flipchart) mit einer aufwickelbaren Aufzeichnungsform vereint. Zum anderen wurde mittels einer Schneide- und Klebevorrichtung (4) die Möglichkeit geschaffen, einzelne Aufzeichnungen aus dem fortlaufenden Darstellungsmedium (3) herauszutrennen und das Darstellungsmedium (3) wieder zusammenzufügen.

Erreichte Vorteile

Die oben genannte Schneide- und Klebeeinrichtung (4), welche durch eine Schiene (11) geführt wird, erlaubt es, die fortlaufenden Aufzeichnungen zu unterbrechen, einzelne Daten herauszunehmen und die fortlaufenden Aufzeichnungen wieder zusammenzufügen. Die herausgenommenen Aufzeichnungen können mittels der in Patentanspruch 9 genannten Klemmvorrichtung (5) an der Tafel (1) angebracht werden. Diese nicht beweglichen Aufzeichnungen beeinträchtigen jedoch die Beweglichkeit der fortlaufenden Darstellungsmedien (3) nicht.

Ein weiterer Vorteil ist gegeben, da einzelne Daten nachträglich in bereits erstellte Aufzeichnungen aufgenommen werden können, um diese zu aktualisieren.

Ausgestaltung

Die Führungsrichtung der Darstellungsmedien (3) kann je nach Ausführung entweder horizontal (Fig. 1) oder vertikal (Fig. 7) erfolgen. Bei der in Fig. 1 dargestellten Multifunktionstafel handelt es sich um die Basisversion, welche verschiedenartig abgewandelt, und dem Einsatzgebiet entsprechend angepaßt werden kann.

In der vertikalen Ausführung (Fig. 7) können die Klemmvorrichtungen (5) auf einer beweglichen Brücke (20) angebracht sein. Diese Brücke (20) läßt sich in den Führungsnuten (7) anbringen und bewegen. Somit kann die gewünschte Position der ortsfest anzubringenden Aufzeichnungen frei gewählt werden. Natürlich kann in der vertikalen Ausführung der Multifunktionstafel die Schneide- und Klebeeinrichtung (4) oben, sowie als auch unten angebracht werden.

Wie in Fig. 7 dargestellt, kann in der vertikalen Ausführung der Multifunktionstafel, das Darstellungsmedium (3) hinter der Ablage für Schreibutensilien (6) durchgeführt werden.

Wie in Fig. 8 dargestellt, können auch mehrere Darstellungsmedien (3) parallel zueinander eingesetzt werden, dies gilt für die horizontale Ausfürung (Fig. 1) ebenso wie für die vertikale Ausführung (Fig. 7) der Multifunktionstafel. Um dies zu ermöglichen, werden zwischen den Halterungen für Darstellungsmedienrollen (10) Wellen (21) eingesetzt. Auf diesen Wellen (21) können nun nach belieben Distanzscheiben (22) angebracht werden. Die Distanzscheiben (22) haben die Aufgabe, die parallel zueinander angebrachten Darstellungsmedienrollen (2) auf Distanz zu halten, um die unabhängige Beweglichkeit der einzelnen Darstellungsmedienrollen (2) zu gewährleisten.

Als Darstellungsmedien (3) sind alle auf- und abwickelbaren Materialien geeignet, insbesondere Papier und Kunststoffolien, welche auch transparent sein können. Ferner ist auch der Einsatz von textilen Werkstoffen als Darstellungsmedium (3) möglich. Durchaus ist auch der Einsatz von verschiedenen Darstellungsmedien (3) parallel zueinander bzw. in Schichten aufeinander möglich und sinnvoll. Dies würde zum Beispiel ermöglichen, daß ein vorbereitetes Darstellungsmedium (3), das Notizen enthält, mit einem transparenten Darstellungsmedium (3) überdeckt wird und so ergänzt werden kann. Hierzu kann es zweckmäßig sein, die Multifunktionstafel mit zusätzlichen Halterungen für Darstellungsmedienrollen (10) auszustatten.

Ferner ist eine Variante mit angetriebenen Wellen (21) möglich. So könnte ein Vortrag bzw. eine Präsentation auf Darstellungsmedienrollen (2) vorbereitet und bei Bedarf abgespult werden. Das Abspulen eines so vorbereiteten Vortrages kann über eine programmierbare Steuerung erfolgen. Mittels der in Patentanspruch 10 genannten Anpreßleisten (9) wird zum einen das Darstellungsmedium (3) glatt auf die Tafel (1) gepreßt. Zum anderen verhindern diese Anpreßleisten (9) das Herunterfallen oder das ungewollte Wiederaufwickeln des Darstellungsmediums (3), nachdem dieses durchtrennt wurde. Ebenso erleichtern die Anpreßleisten (9) das Positionieren des Darstellungsmediums (3), um es wieder zusammenzufügen (kleben bzw. schweißen). Um den Anpreßeffekt zu verstärken, können die Anpreßleisten (9) in die Tafel (1) versenkt sein (Fig. 2b). Sie werden mittels Anpreßfedern (16) und/oder Magnetismus in die Vertiefung der Tafeloberfläche gepreßt.

Die in Patentanspruch 11 genannte Ablage für Schreibutensilien (6) dient der Aufnahme von Werkzeugen und Hilfsmitteln.

Die in Patentanspruch 12 genannte Schweißvorrichtung kann entweder alternativ zur in Patentanspruch 2 genannten Klebevorrichtung (4), oder zusätzlich zur Klebevorrichtung (4) angebracht werden. Dies ermöglicht das Zusammenschweißen von schweißbaren Darstellungsmedien (3), so zum Beispiel Kunststoffolie oder schweißbare Textilmaterialien.

Die Tafel (1) wird mittels einer auf der Tafelrückseite (Fig. 5b) angebrachten, konisch ausgebildeten Befestigungsplatte (19) gemäß Patentanspruch 14 mit dem vorher an die Wand montierten, in Patentanspruch 13 genannten Grundrahmen (Fig. 6b) (17) und mittels der konischen Aufnahme (18) zusammengesteckt. Dies erleichtert die Montage der Multifunktionstafel und erlaubt zum anderen die schnelle Demontage, um die Multifunktionstafel an verschiedenen Einsatzorten nutzen zu können. Ferner erlaubt die konische Befestigungsplatte (19) den mobilen Einsatz, zum Beispiel auf einem Stativ oder Dreibein.

Die in Patentanspruch 15 genannten Führungsnuten (7) dienen der Aufnahme und Führung von Linealen und anderen Hilfsmitteln, ähnlich einem Reißbrett. So können zum Beispiel bewegliche Lineale (8) und andere Zeicheninstrumente angebracht werden.

Ebenso ist es möglich in den Führungsnuten (7) eine Scannvorrichtung (12) anzubringen, um die aufgezeichneten Daten auf den Computer zu übernehmen. Die Scannvorrichtung (12) kann in den Führungsnuten (7) bewegt werden (ähnlich einem Handscanner). Ferner ist auch eine ortsfeste Anbringung der Scannvorrichtung (12) möglich. Unter einer ortsfesten Scannvorrichtung (12) müßte dann während des Scannvorganges das bzw. die Darstellungsmedien (3) bewegt werden. Um eine möglichst hohe Qualität der eingescannten Daten zu erreichen, ist eine gleichmäßige Scanngeschwindigkeit notwendig. Um dies zu erreichen, sollten die beweglichen Darstellungsmedien (3), bei einer Multifunktionstafel mit stationärer Scannvorrichtung angetrieben sein.

Um einen mobilen Einsatz der Multifunktionstafel zu erleichtern, kann die Tafelfläche aus mehreren Segmenten bestehen. Eine segmentäre Multifunktionstafel besteht aus mindestens einem Seitensegment mit Schneide- und Klebeeinrichtung (Fig. 2) und einem einfachen Seitensegment ohne Schneide- und Klebeeinrichtung (Fig. 3). Die Multifunktionstafel kann um beliebig viele Mittelsegmente (Fig. 4) erweitert werden und somit vollkommen an die Bedürfnisse des Anwenders angepaßt werden. Die einzelnen Segmente werden mittels Steckverbindungen (13 und 15) zusammengefügt und lassen sich so jederzeit wieder trennen, um den Transport der Tafel (1) zu erleichtern.

Um die Variabilität der Multifunktionstafel zu steigern, ist es möglich, die Tafeloberfläche zu magnetisieren gemäß Patentanspruch 17. Somit können magnetische Symbole oder ähnliches eingesetzt werden. Diese magnetischen Symbole schränken jedoch die Beweglichkeit des aufrollbaren Darstellungsmediums (3) ein, sofern sie auf dem Darstellungsmedium (3) befestigt werden.

In einer weiteren Variante ist es möglich, eine diffus lichtdurchlässige Tafeloberfläche gemäß Patentanspruch 18 zu verwenden. Diese Tafeloberfläche erzeugt, wenn sie von hinten beleuchtet wird, ein diffuses Licht, ähnlich dem eines Röntgenbildbetrachters. Dies kann, wenn erwünscht, für verschiedene Präsentationsformen eingesetzt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Multifunktionstafel zum notieren, aufzeichnen, skizzieren und entwerfen, sowie zur Darstellung und Gegenüberstellung von Aufzeichnungen und Informationen mit wenigstens einem beweglichen Darstellungsmedium (3), gekennzeichnet durch wenigstens eine Schneidevorrichtung (4) für die Darstellungsmedien (3).
  2. 2. Tafel nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch wenigstens eine Klebevorrichtung (4).
  3. 3. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, daß das Darstellungsmedium (3) auf- und 1 oder abwickelbar ist.
  4. 4. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auf- und oder Abwickelrichtung horizontal (Fig. 1) oder vertikal (Fig. 7) verlaufen kann.
  5. 5. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch Rollen, die der Aufnahme des Darstellungsmediums (Darstellungsmedienrolle) (2) dienen.
  6. 6. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch unabhängig voneinander bewegbaren Darstellungsmedienrollen (2).
  7. 7. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch Wellen (21), die der Aufnahme der Darstellungsmedienrollen (2) dienen.
  8. 8. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Antrieb, der die Wellen (21), die der Aufnahme der Darstellungsmedienrollen (2) dienen, antreibt.
  9. 9. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens eine Klemmvorrichtung (5), die wenigstens ein Darstellungsmedium vor bzw. hinter dem beweglichen Darstellungsmedium (3) fixiert.
  10. 10. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens eine Anpreßleiste (9), die das Darstellungsmedium (3) an die Tafel (1) andrückt.
  11. 11. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Ablage für Schreibutensilien (6).
  12. 12. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schweißvorrichtung für schweißbare Darstellungsmedien (3).
  13. 13. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Grundrahmen (17), von dem sich die Tafel (1) abnehmen läßt.
  14. 14. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch eine konische Befestigungsplatte (19), die der Befestigung am Grundrahmen (17) bzw. an einem transportablen Ständer dient.
  15. 15. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch Führungsnuten (7), die parallel ober- und unterhalb bzw. links und rechts zur Bewegungsrichtung des Darstellungsmediums (3) verlaufen, die der Aufnahme von Hilfsmitteln bzw. Werkzeugen dient.
  16. 16. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch ein bewegliches Lineal (8).
  17. 17. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch eine magnetisierte Tafeloberfläche.
  18. 18. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch eine diffus lichtdurchlässige Tafeloberfläche.
  19. 19. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Scannvorrichtung (12), die der Datenübertragung auf den Computer dient.
  20. 20. Tafel nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, gekennzeichnet durch einen segmentären Aufbau der Tafel (Fig. 2, 3 und 4).






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