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Dokumentenidentifikation DE19851321A1 27.05.1999
Titel Spinneinheit einer Spinnmaschine
Anmelder Rieter Elitex a.s., Usti nad Orlici, CZ
Erfinder Tesar, Oldrich, Ustí nad Orlicí, CZ;
Mládek, Milos, Ustí nad Orlicí, CZ;
Pirkl, Ladislav, Ustí nad Orlicí, CZ
Vertreter Canzler & Bergmeier, Patentanwälte, 85055 Ingolstadt
DE-Anmeldedatum 06.11.1998
DE-Aktenzeichen 19851321
Offenlegungstag 27.05.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.1999
IPC-Hauptklasse D01H 4/36
Zusammenfassung Spinneinheit einer Spinnmaschine, die eine Zuführvorrichtung des Faserbandes (3) und eine Faserauflösevorrichtung enthält, zu der eine Schmutzabscheidungs- und -abführungsvorrichtung zugeordnet ist, die einen Schmutzabscheidungskanal (7) enthält, der in einen mit einem Zentralabsaugsystem der Maschine gekoppelten Schmutzabführungskanal (8) mündet. Der Schmutzabführungskanal (8) ist als Höhle eines im Körper (1) der Spinneinheit herausnehmbar gelagerten Tubus (11) gebildet.

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet der Erfindung

Die Erfindung bezieht sich auf die Spinneinheit einer Spinnmaschine, die eine Zuführvorrichtung des Faserbandes und eine Faserauflösevorrichtung enthält, zu der eine Schmutzabscheidungs- und -abführungsvorrichtung zugeordnet ist, die einen Schmutzabscheidungskanal enthält, der in einen mit dem Zentralabsaugsystem der Maschine gekoppelten Schmutzabführungskanal mündet.

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen

In der technischen Praxis war die Problematik der zuverlässigen und gesteuerten Abführung des von den Fasern im Verlauf ihrer Auflösung abgeschiedenen Schmutzes durch die Auflösevorrichtung der Maschine schon immer ein wichtiger Teil der komplexen Lösung der Arbeitsstelle der Maschine.

CS A0 263 806 beschreibt eine Lösung, bei der zum Körper der Spinneinheit im Bereich des Austritts des Schmutzabscheidungskanals an der Seitenwand dieses Körpers ein an den zentralen Schmutzabführungskanal angeschlossenes Abführungsrohr durch seinen Anschlußteil anknüpft. Der Anschlußteil des Abführungsrohres enthält einen offenen, im Bereich des Vordereintritts des Abführungsrohres am Austritt des Schmutzabscheidungskanals situierten Seitenausschnitt, wobei dieser Anschlußteil mit einem Zwischenraum entlang dieser Seitenwand des Körpers der Spinneinheit geführt wird und vor der Hinterwand des Körpers der Spinneinheit endet.

Der Nachteil dieser Lösung besteht besonders in hohem negativem Einfluß der Umgebung der Maschine auf den Übergang des abgeschiedenen Schmutzes und der kurzen abgeflogenen Fasern aus dem Schmutzabscheidungskanal in das Abführungsrohr, wo der Schmutz unkontrolliert in die Umgebung der Maschine entweichen kann.

Zur Beseitigung dieses Mangels wurde eine Lösung vorgeschlagen, bei der im Körper der Spinneinheit ein System von an ein Zentralabsaugsystem der Maschine angeschlossenen Kanälen vorgesehen ist. Diese Kanäle sind schon im voraus, bei der Herstellung des eigentlichen Körpers der Spinneinheit, vorgefertigt und werden nachträglich nur auf die vorgeschriebenen Maße und besonders auf die Rauhigkeit der Flächen nachgearbeitet. Der Schmutzabscheidungskanal ist bei einigen konkreten Ausführungen des Körpers der Spinneinheit in einem selbständigen Körper ausgebildet, der dann im eigentlichen Körper der Spinneinheit auf der entsprechenden Stelle fest gelagert ist, und dessen eine Seitenwand eine Wand des Schmutzabscheidungskanals bildet, wobei die andere Seitenwand und der Boden durch den Körper der Spinneinheit gebildet sind. Dieser ganze Teil der Spinneinheit ist mit einem Deckel verdeckt, der so die vierte Wand des Schmutzabführungskanals, eventuell auch des Schmutzabscheidungskanals bildet, wobei die Aufsaugmundung des Schmutzabführungskanals auf der Vorderseite des Körpers der Spinneinheit und sein Austritt auf der gegenüberliegenden Hinterwand des Körpers der Spinneinheit situiert sind.

Der Nachteil dieser Anordnung besteht in den Fugen zwischen der Kontaktfläche des Körpers der Spinneinheit, besonders im Bereich der Ausmündung des Schmutzabscheidungskanals in den Schmutzabführungskanal und zwischen der gegenüberliegenden Seitenwand des Schmutzabführungskanals und dem Deckel des Körpers der Spinneinheit, weil sich in diesen Fugen der Schmutz aus der Ausstoßwalze und abgeflogene Fasern nach und nach sammeln. Im Verlauf der Zeit führt es zum Verstopfen des Schmutzabscheidungskanals mit nachfolgendem intensivem Sammeln des Schmutzes und der kurzen abgeflogenen Fasern, bis das so entstandene Agglomerat des Schmutzes und der kurzen abgeflogenen Fasern die Arbeitsoberfläche des Auflösezylinders erreicht, von wo es dann abgenommen und in den Spinnrotor eingetragen wird, wo es durch örtliche Verstärkung des Garnes oder durch periodisch sich wiederholende Fehler die Qualität des Garnes beeinträchtigt oder das Garn bricht.

Eine diese negative Erscheinung beseitigende Lösung ist in EP 0 717 132 beschrieben, wo der Körper der Spinneinheit einen an seinem Unterteil vorgesehenen Schmutzsammelbehälter enthält, in den die Schmutzpartikeln direkt aus der Auflosevorrichtung durch den Schmutzabscheidungskanal hinausfallen. Unter diesem Schmutzsammelbehälter wird entlang der Gesamtlänge der Maschine, das heißt unter allen Spinneinheiten der jeweiligen Maschinenseite, ein bewegliches Sammelband geführt, in das der im Schmutzsammelbehälter gesammelte Schmutz ausgeschüttet und in einen zentralen Sammelraum der Maschine gebracht wird.

Der Nachteil dieser Lösung besteht gerade darin, daß die Schmutzpartikeln auf dem Sammelband relativ frei gelagert sind, was wegen der drohenden Gefahr ihrer Zerstreuung in die Umgebung bei der Manipulation in diesem Raum Vorsicht erforderlich macht.

Dieser Nachteil wurde teilweise dadurch behoben, daß der Behälter durch die Mündung eines mit dem zentralen Aufsaugsystem der Maschine verbundenen Aufsaugrohres ersetzt wurde, wobei zwischen der Mündung des Aufsaugrohres und der zuständigen Wand des Körpers der Spinneinheit an der Austrittsöffnung ein Zwischenraum vorgesehen ist.

Der Nachteil dieser Lösung besteht besonders in der Anordnung des Aufsaugrohres unter der eigentlichen Spinneinheit, wodurch der zum Aufstellen der gefüllten Spinnkannen zur Verfügung stehende Raum begrenzt wird.

Die Erfindung bezweckt, die Nachteile des bisherigen Standes der Technik zu beseitigen oder wenigstens auf ein Minimum zu senken.

Darlegung des Wesens der Erfindung

Das Ziel der Erfindung wird durch die Spinneinheit einer Spinnmaschine erreicht, deren Prinzip darin besteht, daß der Schmutzabführungskanal als Höhle eines im Körper der Spinneinheit herausnehmbar gelagerten Tubus gebildet ist.

Der Tubus ist mit seiner Seitenöffnung mit Vorteil auf einem am Umfang des Austritts des Schmutzabscheidungskanals im Körper der Spinneinheit situierten Verbindungsrahmen dicht aufgesetzt, wobei der Verbindungsrahmen in den Innenraum des Tubus hinter die Ebene der anliegenden Innenwand des Tubus eingreift.

Diese Lösung eliminiert vollstandig das Haftenbleiben der Schmutzpartikeln und der kurzen abgeflogenen Fasern auf ihrem Weg vom Auflösezylinder zur zentralen Schmutzabführung der ganzen Maschine, erhöht dadurch die Kontinuität des Maschinenganges und vermindert das Risiko der Beeinträchtigung der Garnqualität durch die in den Spinnrotor eingedrungenen Schmutzpartikeln.

Der Tubus ist mit Vorteil durch wenigstens einen Teil seiner Unter- und seiner zum Körper der Spinneinheit zugekehrten Seitenwand auf Auflageflächen gelagert, mit denen der Körper der Spinneinheit versehen ist.

Der Tubus ist mit Vorteil als dünnwandiges, mit Mitteln zur Herstellung der Verbindung mit den entsprechenden Maschinenteilen ausgestattetes Profilrohr veränderlichen Querschnitts ausgebildet.

Der Tubus enthält mit Vorteil einen Mündungsteil, der in einen Mittelteil übergeht, der wieder in einen Teil der Änderung des Innenquerschnitts des Tubus und von dort in einen Austrittsteil übergeht, wobei der Austrittsteil des Tubus wenigstens auf einem Teil seines Umfangs im Bereich des Austritts mit Mitteln zur Koppelung mit dem zentralen Absaugsystem der Maschine versehen ist.

Nach einer vorteilhaften Ausführung haben der Mündungsteil und der Mittelteil des Tubus einen vierkantigen Innenquerschnitt, dessen Größe im Mündungsteil in Richtung zum Mittelteil steil abnimmt, wobei in einem Teil der Änderung des Innenquerschnitts des Tubus dieser Innenquerschnitt des Tubus sich vermindert und gleichzeitig fließend in einen ovalen Innenquerschnitt des Austrittsteils des Tubus übergeht.

Der Tubus ist mit Vorteil gegen ungewollte Lockerung aus seiner Lagerung am Körper der Spinneinheit gesichert.

In einer konkreten Ausführung ist der Tubus gegen ungewollte Lockerung seiner Lagerung am Körper der Spinneinheit durch ein Paar elastischer Bänder gesichert, die in gegenseitigem Abstand durch ihre Enden am Körper der Spinneinheit abnehmbar gelagert sind, wobei sie auf wenigstens eine Außenfläche des Tubus aufliegen.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist der Tubus gegen ungewollte Lockerung aus seiner Lagerung am Körper der Spinneinheit durch Ankleben an den Körper der Spinneinheit gesichert.

Weil der Tubus als ein dünnwandiger Körper mit sehr glatter innerer Oberfläche ausgebildet ist, wird bei der Beibehaltung der gesamten Außenmaße des Körpers der Spinneinheit ein größerer Querschnitt des Schmutzabführungskanals erzielt, wobei die einteilige Ausführung dieses Schmutzabführungskanals gleichzeitig zur perfekten Abführung der Schmutzpartikeln und der kurzen abgeflogenen Fasern aus der Spinneinheit in den Abfall beiträgt.

Übersicht der Abbildungen

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch dargestellt in den beiliegenden Zeichnungen, in denen bedeuten Abb. 1 eine Spinneinheit mit einem Schmutzabscheidungskanal und einem Schmutzabführungskanal, situiert in einem Tubus, der an einer Seitenwand eines Körpers der Spinneinheit herausnehmbar gelagert ist, Abb. 2 die Spinneinheit mit dem Schmutzabscheidungskanal, mit einem Kanal zum Aufsaugen der Luft zur Oberfläche eines Auflösezylinders und mit dem Schmutzabführungskanal, situiert in einem Tubus, der an einer Seitenwand eines Körpers der Spinneinheit herausnehmbar gelagert ist, Abb. 3 eine konkrete Ausführung des Tubus für die Spinneinheit nach der Abb. 1 und Abb. 4 eine konkrete Ausführung des Tubus für die Spinneinheit nach der Abb. 2.

Ausführungsbeispiele der Erfindung

Die Spinneinheit enthält einen bekannten Körper 1 aus Alu-Feinguß, in dem neben den anderen bekannten Funktionsteilen auf bekannte Weise ein bekannter Auflösezylinder 2 drehbar gelagert ist, zu dessen bekannter Arbeitsoberfläche 20 in der vorderen Hälfte des Körpers 1 eine bekannte Zuführvorrichtung des Faserbandes 3 zugeordnet ist, die einen bekannten Verdichter 4 des Faserbandes 3 mit einem Zuführtisch 5 enthält, der das Faserband 3 auf bekannte Weise zur auf gerauhten Arbeitsoberfläche eines drehbaren Einzugzylinders 6 andrückt. Der Eintritt des Verdichters 4 der Fasern 3 ist auf bekannte Weise auf der Vorderseite des Körpers 1 der Spinneinheit situiert, wie in den Abb. 1 und 2 dargestellt.

Am ganzen Umfang des Auflösezylinders 2 mit Ausnahme des Bereichs der Zuführung des Faserbandes 3 der Arbeitsoberfläche 20 des Auflösezylinders 2 ist die Arbeitsoberfläche 20 dieses Auflösezylinders 20 auf bekannte Weise von einer bekannten Wand umgeben, die gemeinsam mit der Arbeitsoberfläche 20 des Auflösezylinders 2 auf seinem ganzen Umfang und auf seiner ganzen Höhe einen bekannten Arbeitskanal 21 bildet.

In der Drehrichtung X des Auflösezylinders 2 von der Zuführvorrichtung des Faserbandes 3 ist diese den Auflösezylinder 2 umgebende Wand auf bekannte Weise durch die Eintrittsöffnung eines Schmutzabscheidungskanals 7 unterbrochen, der auf seinem gegenüberliegenden Ende in einen Schmutzabführungskanal 8 mündet, wie in den Abb. 1 und 2 dargestellt.

In der Drehrichtung X des Auflösezylinders 2 hinter dieser Eintrittsöffnung des Schmutzabscheidungskanals 7 ist die oben genannte, den Auflösezylinder 2 umgebende Wand durch eine bekannte Eintrittsöffnung eines Speisekanals der aufgelösten Fasern unterbrochen, der an seinem anderen Ende auf bekannte Weise in den Innenraum 100 eines bekannten Spinnrotors 10 mündet.

In dem in den Abb. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Schmutzabscheidungskanal 7 in einem selbständigen Körper untergebracht, der auf bekannte Weise am Körper 1 der Spinneinheit gelagert ist, wobei eine von seinen Wänden im gehörigen Bereich die Arbeitsoberfläche 20 des Auflösezylinders 2 umgibt und dadurch den entsprechenden Teil des oben beschriebenen Arbeitskanals 21 bildet.

In einem anderen nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Auflösezylinder 2 durch einen Teil des Körpers 1 der Spinneinheit umgeben, die nur im Bereich der Zuführvorrichtung des Faserbandes, der Eintrittsöffnung des Schmutzabscheidungskanals 7 und der Eintrittsöffnung des Speisekanals 9 der auf gelösten Fasern durch die oben genannten Elemente unterbrochen ist.

Der Schmutzabführungskanal 8 ist in einem selbständigen, auf der entsprechenden Seite des Körpers 1 der Spinneinheit abnehmbar gelagerten Tubus 11 vorgesehen, dessen Luftaufsaugeintrittsöffnung 110 auf der Vorderseite des Körpers 1 der Spinneinheit untergebracht ist, wie in den Abb. 1 und 2 dargestellt. Eine Seitenwand des Tubus 11 liegt an einer Seitenwand des Körpers 1 der Spinneinheit an und ist auf eine der bekannten Weisen gegen ungewollte Lockerung geschützt.

Der Schmutzabführungskanal 8 ist durch einen im Hinterteil des Körpers 1 der Spinneinheit vorgesehenen Austritt 114 des Tubus 11 auf bekannte Weise an ein zentrales Absaugsystem 13 der Maschine angeschlossen, wobei dieser Tubus 11 auf seinen beiden Enden wenigstens an einem Teil dr Umfangs dieser Enden für seine verbesserte Verbindung mit dem entsprechenden Teil der Spinnmaschine mit bekannten Befestigungsvorsprüngen 115 versehen ist, wie in den Abb. 3 und 4 dargestellt.

Auf der Stelle, wo er sich mit dem Austritt des Schmutzabscheidungskanals 7 überdeckt, ist der Tubus 11 mit einer Seitenöffnung 111 für den Eintritt der abgeschiedenen Schmutzpartikeln und der vom Auflösezylinder 2 abgeflogenen kurzen Fasern 2 versehen. Dieser Austritt des Schmutzabscheidungskanals 7 ist in den dargestellten Ausführungsbeispielen auf seinem ganzen Umfang mit einem Verbindungsrahmen 70 versehen, der durch die Seitenöffnung 111 im Tubus 11 durchgeht und bis in den Schmutzabführungskanal 8 hinter die Innenfläche der entsprechenden Seitenwand des Tubus 11 eingreift, so daß dieser Übergang des Schmutzabscheidungskanals 7 in den Schmutzabführungskanal 8 in der Richtung der Bewegung der Schutzpartikeln und der kurzen abgeflogenen Fasern keine Fuge aufweist, in der sie haftenbleiben, sich sammeln, dann den Schmutzabscheidungskanal 7 verstopfen, in den Spinnrotor 10 eindringen und sich in das in Bildung befindliche Garn oder auf die Arbeitsoberfläche des Spinnrotors legen und so das Garn durch örtliche Verstärkung oder periodische Fehler beeinträchtigen könnten.

Die Größe des Querschnitts der einzelnen Teile des Tubus 11 ist durch die bekannten Forderungen an die Strömungsgeschwindigkeit und die Durchflußmenge der Luft durch den jeweiligen Teil des Tubus 11 bestimmt. Die Form des Querschnitts der einzelnen Teile des Tubus 11 ist dabei beliebig und nur zur Vermeidung des Haftenbleibens der Schmutzpartikeln im Tubus 11 sind etwaige Übergange der einzelnen Wände abgerundet. Gegen das Haftenbleiben der Schmutzpartikeln direkt auf dieser Oberfläche sind die den Schmutzabführungskanal 8 mitbestimmenden Innenwände des Tubus 11 mit sehr glatter Oberfläche ausgeführt.

Im in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der Tubus 11 aus einem Mündungsteil A, an den ein Mittelteil B anknüpft, der durch einen Teil C der Änderung der Innenquerschnitts des Tubus 11 in einen Austrittsteil D übergeht.

Der Mündungsteil A des Tubus 11 enthält eine Luftaufsaugeintrittsöffnung 110, wobei der Querschnitt dieses Mündungsteils A des Tubus 11 in Richtung zum Mittelteil B des Tubus 11 bis zur Größe des Querschnitts dieses Mittelteils B stark abnimmt wegen der Senkung der Eintrittsgeschwindigkeit der aufgesaugten Luft und der dadurch bedingten Senkung des Aufsaugens der Schmutzpartikeln aus der Umgebung der Maschine.

Die Größe des Innequerschnitts des Mittelteils B des Tubus 11 nimmt in der Richtung vom Mündungsteil A zum Teil C entlang der ganzen Länge dieses Mittelteils B durch Verminderung der Breite und der Höhe des Tubus 11 sehr sanft ab, bedingt durch die Fertigungstechnologie des Tubus 11, bei der im Innenraum des Tubus 11 ein bekannter Kalibrierungsdorn untergebracht ist, der dann entfernt wird. Auf der Stelle des Übergangs des Mittelteils B in den Teil C der Änderung des Innenquerschnitts des Tubus 11 ist die entsprechende Seitenwand des Tubus 11 mit der oben beschriebenen Seitenöffnung 111 versehen, die den Außenumfang des Verbindungsrahmens 70 dicht umgibt, wie in den Abb. 1 und 2 dargestellt.

Im Teil C der Änderung des Innenquerschnitts des Tubus 11 ist die die Seitenöffnung 111 des Tubus 11 enthaltende Seitenwand des Tubus 11 in der Richtung in den Innenraum des Tubus 11, das heißt in der Richtung in den Schmutzabführungskanal 8, abgeschrägt und geht fließend in die entsprechende Seite des Austrittsteils D des Tubus 11 über, wie in der Zeichnung dargestellt.

Im Ausführungsbeispiel nach der Abb. 2 enthält die Spinneinheit einen bekannten Kanal 71 zum Ansaugen der Luft zur Oberfläche des Auflösezylinders 2 im Bereich der Abscheidung der Schmutzpartikeln. In diesem Ausführungsbeispiel ist die entsprechende Seitenwand des Tubus 11 mit einer weiteren Öffnung 111a versehen, wie in den Abb. 2 und 4 dargestellt, wobei dieser Öffnung 111a eine Ansaugöffnung 710 dieses Kanals zugeordnet ist, die ähnlich wie der Austritt des Schmutzabscheidungskanals 7 mit dem Verbindungsrahmen 70 versehen ist, so daß durch den Tubus 11 Luft zur Oberfläche des Auflösezylinders 2 zugeführt wird und gleichzeitig die abgeschiedenen Schmutzpartikeln und die kurzen abgeflogenen Fasern abgeführt werden.

Im Ausführungsbeispiel nach den Abb. 3 und 4 haben der Mündungsteil A und der Mittelteil B einen vierkantigen Querschnitt, wobei die der Seitenöffnung 111 gegenüberliegende Seitenwand des Tubus 11 in der ganzen Länge des Mittelteils B des Tubus 11 über den Teil C der Änderung des Innenquerschnitts des Tubus 11 gerade ist und nur seine Übergange in die untere und obere Wand des Tubus 11 abgerundet sind. Der Austrittsteil D des Tubus 11 hat in diesem konkreten Ausführungsbeispiel einen ovalen Innenquerschnitt, dessen Bogenabschnitte sich auf der Ober- und Unterseite des Tubus 11 befinden. Der Bogendurchmesser der Übergänge der obengenannten, gegenüber der Seitenöffnung 111 liegenden Seitenwand des Tubus 11 zur unteren und oberen Wand des Tubus 11 vergrößert sich in Richtung von der Luftaufsaugeintrittsöffnung 110 zum Austritt des Tubus 11, wobei im Teil C der Änderung des Innenquerschnitts des Tubus 11 diese Übergange direkt kontinuierlich in den Bogen (in die Abrundung) des Austrittsteils D des Tubus 11 übergehen.

In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist der Tubus 11 gegen ungewollte Lockerung durch ein Paar elastischer Bänder 12 gesichert, die an den entsprechenden Flächen des Körpers 1 der Spinneinheit abnehmbar gelagert sind, an freien Flachen des Tubus 11 anliegen und ihn so im Körper 1 der Spinneinheit festhalten. In einem anderen, nicht dargestellten Fall ist der Tubus 11 gegen ungewollte Lockerung durch Zukleben zu den entsprechenden Flächen des Körpers 1 der Spinneinheit gesichert, wobei in einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel der Tubus 11 gegen ungewollte Lockerung durch eine Sperrklinke gesichert ist, die auf eine der bekannten Weisen an der Seitenwand des Körpers 1 der Spinneinheit gelagert ist.

In den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen ist der Tubus 11 an seiner unteren Fläche mit einem Sicherungsvorsprung 113 versehen, der in eine Öffnung in der entsprechenden Fläche des Körpers 1 der Spinneinheit eingeht, an der der Tubus 11 liegt, wobei der Tubus 11 aus technologischen Gründen an seiner äußeren Seitenfläche mit einem Paar der Vorsprunge 112 versehen ist, wie in den Abb. 1 bis 4 dargestellt. Bezugszeichenliste 1 Körper der Spinneinheit

2 Auflösezylinder

20 Arbeitsoberfläche des Auflösezylinders

21 Arbeitskanal

3 Faserband

4 Faserbandverdichter

5 Zuführtisch des Faserbandes

6 Einzugzylinder des Faserbandes

7 Schmutzabscheidungskanal

70 Verbindungsrahmen

71 Kanal zum Ansaugen der Luft zur Oberfläche des Auflösezylinders

710 Ansaugöffnung des Kanals zum Ansaugen der Luft zur Oberfläche des Auflösezylinders

8 Schmutzabführungskanal

9 Speisekanal der aufgelösten Fasern

10 Spinnrotor

100 Innenraum des Spinnrotors

11 Tubus

110 Luftaufsaugeintrittsöffnung

111 Seitenöffnung des Tubus

111a Öffnung des Tubus

112 Vorsprung an der Seitenwand des Tubus

113 Sicherungsvorsprung

114 Austritt des Tubus

115 Befestigungsvorsprunge am Ein- und Ausgang des Tubus

12 elastisches Band

13 zentrales Absaugsystem der Maschine

A Mündungsteil des Tubus

B Mittelteil des Tubus

C Teil der Änderung des Innenquerschnitts des Tubus

D Austrittsteil des Tubus

X Drehsinn des Auflösezylinders


Anspruch[de]
  1. 1. Spinneinheit einer Spinnmaschine, die eine Zuführvorrichtung des Faserbandes und eine Faserauflösevorrichtung enthalt, zu der eine Schmutzabscheidungs- und -abführungsvorrichtung zugeordnet ist, die einen Schmutzabscheidungskanal enthält, der in einen mit einem Zentralabsaugsystem der Maschine gekoppelten Schmutzabführungskanal mündet, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmutzabführungskanal (8) als Höhle eines im Körper (1) der Spinneinheit herausnehmbar gelagerten Tubus (11) gebildet ist.
  2. 2. Spinneinheit einer Spinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tubus (11) mit seiner Seitenöffnung (111) auf einem am Umfang des Austritts des Schmutzabscheidungskanals (7) im Körper (1) der Spinneinheit situierten Verbindungsrahmen (70) dicht aufgesetzt ist, wobei der Verbindungsrahmen (70) in den Innenraum des Tubus (11) hinter die Ebene der anliegenden Innenwand des Tubus (11) eingreift.
  3. 3. Spinneinheit einer Spinnmaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tubus (11) durch wenigstens einen Teil seiner Unter- und seiner zum Körper, (1) der Spinneinheit zugekehrten Seitenwand auf Auflageflächen gelagert ist, mit denen der Körper (1) der Spinneinheit versehen ist.
  4. 4. Spinneinheit einer Spinnmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tubus (11) als dünnwandiges, mit Mitteln zur Herstellung der Verbindung mit den entsprechenden Maschinenteilen ausgestattetes Profilrohr veränderlichen Querschnitts ausgebildet ist.
  5. 5. Spinneinheit einer Spinnmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tubus (11) einen Mündungsteil (A) enthält, der in einen Mittelteil (B) übergeht, der wieder durch einen Teil (C) der Änderung des Innenquerschnitts des Tubus (11) in einen Austrittsteil (D) des Tubus (11) übergeht, wobei der Austrittsteil (D) des Tubus (11) wenigstens auf einem Teil seines Umfangs im Bereich des Austritts (114) mit Mitteln zur Koppelung mit dem zentralen Absaugsystem (13) der Maschine versehen ist.
  6. 6. Spinneinheit einer Spinnmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Mündungsteil (A) und der Mittelteil (B) des Tubus (11) einen vierkantigen Innenquerschnitt haben, dessen Größe im Mündungsteil (A) in Richtung zum Mittelteil (B) steil abnimmt, wobei im Teil (C) der Änderung des Innenquerschnitts des Tubus (11) dieser Innenquerschnitt des Tubus (11) sich vermindert und gleichzeitig fließend in einen ovalen Innenquerschnitt des Austrittsteils (D) des Tubus (11) übergeht.
  7. 7. Spinneinheit einer Spinnmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Tubus (11) in seiner Lagerung am Körper (1) der Spinneinheit gegen ungewollte Lockerung gesichert ist.
  8. 8. Spinneinheit einer Spinnmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Tubus (11) gegen ungewollte Lockerung seiner Lagerung am Körper (1) der Spinneinheit durch ein Paar elastischer Bänder (2) gesichert ist, die in gegenseitigem Abstand durch ihre Enden am Körper (1) der Spinneinheit abnehmbar gelagert sind, wobei sie auf wenigstens eine Außenfläche des Tubus (11) aufliegen.
  9. 9. Spinneinheit einer Spinnmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Tubus (11) gegen ungewollte Lockerung aus seiner Lagerung am Körper der Spinneinheit durch Zukleben zum Körper (1) der Spinneinheit gesichert ist.






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