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Dokumentenidentifikation DE69506934T2 27.05.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0678441
Titel Gerät für den Zusammenbau von verschiedenen Unterrahmen für Kraftfahrzeuge
Anmelder Fiat Auto S.p.A., Turin/Torino, IT
Erfinder Gandiglio, Romolo, I-10020 Cambiano, (Torino), IT
Vertreter H. Weickmann und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69506934
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 03.04.1995
EP-Aktenzeichen 951049329
EP-Offenlegungsdatum 25.10.1995
EP date of grant 30.12.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.1999
IPC-Hauptklasse B62D 21/11

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft eine Baugruppe, um eine Vielzahl von Nebenrahmen für Kraftfahrzeuge zusammenzubauen.

Es ist bekannt, dass die Technik im modernen Kraftfahrzeugbau Nebenrahmen verwendet, die im vorderen und/oder im hinteren Teil des Kraftfahrzeugs angeordnet werden, um die Schwenkarme der entsprechenden Aufhängungen zu tragen. Diese Arme werden normalerweise an den Nebenrahmen mit Hilfe von Buchsen befestigt, die in Halterungen, Ösen oder ähnliches eingreifen.

Die oben beschriebenen Rahmen dienen normalerweise auch dazu, um das Triebwerk des Kraftfahrzeugs sowie andere Vorrichtungen zu tragen, beispielsweise den Kühler, den Ölkühler, die Klimaanlage usw.

Die oben erwähnten Rahmen werden neben der Fertigungsstrecke vormontiert und fertiggestellt, worauf sie an der Karosserie befestigt werden.

EP-A-0,530.594 offenbart einen Nebenrahmen für ein Kraftfahrzeug, der zwei Seitenplatten besitzt, die in Längsrichtung des Fahrzeugs verlaufen und durch Querelemente miteinander verbunden sind.

Der Nebenrahmen kann in Fahrzeugen verwendet werden, die verschiedene Anforderungen erfüllen.

Der Nebenrahmen kann den örtlichen Gegebenheiten der Fahrzeugkarosserie, der Antriebseinheit oder einem Fahrzeug mit Radsteuerung angepasst sein.

Rahmen, wie sie oben erwähnt wurden, besitzen normalerweise ein Paar von Seitenelementen, die in der Betriebslage im wesentlichen parallel zur Längsachse des Autos liegen und miteinander über zwei Querelemente verbunden sind, von denen in der Betriebslage eines nahe dem hinteren Teil des Kraftfahrzeugs angeordnet ist, während das andere Element in der Nähe des Fahrgastraums liegt.

Da, wie oben erwähnt, die Seitenelemente die Punkte für die Befestigung der Aufhängungen enthalten, werden die oben erwähnten Rahmen durch die Spurbreite jenes Kraftfahrzeugs eingeschränkt, für das sie vorgesehen sind. Anders ausgedrückt: jedes Kraftfahrzeug mit einer vorgegebenen Spurbreite benötigt seinen eigenen Nebenrahmen. Weiters ist ersichtlich, dass es in der modernen Automobilindustrie, in der viele verschiedene Kraftfahrzeugsmodelle gebaut werden müssen, wobei üblicherweise jedes Modell eine andere Spurbreite besitzt, notwendig ist, für praktisch jedes Produktionsmodell einen Nebenrahmen vorzusehen. Dazu muss eine Anzahl von Nebenrahmen auf Lager gelegt werden, die bereits zusammengebaut sind, wobei jeder Nebenrahmen dem Modell zugeordnet werden kann, das die entsprechende Spurbreite besitzt, oder es können jedenfalls lose Teile für einen Aufbau gelagert werden, um jenen Nebenrahmen herzustellen, der für jedes Produktionsmodell benötigt wird.

Aus der obigen Beschreibung ist ersichtlich, dass eine große Belastung hinsichtlich der Lagerkosten sowie jenes Raums gegeben ist, den das Lager einnimmt. Ein anderer Gesichtspunkt, der zur Kostenerhöhung beiträgt, besteht darin, dass Formen gebaut werden müssen, mit denen jene Teile hergestellt werden, die nach dem Zusammenbau den Nebenrahmen bilden. Da der Rahmen, wie oben erwähnt, aus vier Teilen besteht, werden für jedes im Fertigungsprogramm aufscheinende Modell vier Formen benötigt, wobei diese Zahl mit der Anzahl von Modellen multipliziert werden muss, die eine unterschiedliche Spurbreite besitzen.

Gegenstand dieser Erfindung ist es, eine Baugruppe für den Zusammenbau von einer Vielzahl von Nebenrahmen für Kraftfahrzeuge zu liefern, mit der die oben erwähnten Probleme verhindert werden, wobei Nebenrahmen für Kraftfahrzeuge mit unterschiedlicher Spurbreite montiert werden können und nur eine kleine Anzahl von Bauteilen verwendet werden muss.

Diese Erfindung erreicht die oben erwähnten Gegenstände mit Hilfe einer Baugruppe, um eine Vielzahl von Nebenrahmen für Kraftfahrzeuge zusammenzubauen, wobei die Baugruppe jene bestimmten Merkmale besitzt, die in den angeschlossenen Ansprüchen angeführt sind.

Weitere Merkmale und Vorteile dieser Erfindung werden aus der nun folgenden ausführlichen Beschreibung eines nichteinschränkenden Beispiels und im Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen ersichtlich, in denen zeigt:

Fig. 1 den Explosionsschrägriss eines Nebenrahmens gemäß der Erfindung;

Fig. 2 den Schrägriss des Rahmens von Fig. 1 im zusammengebauten Zustand;

Fig. 3 den Explosionsschrägriss eines zweiten Rahmens gemäß der Erfindung;

Fig. 4 den Schrägriss des Rahmens von Fig. 3 im zusammengebauten Zustand;

Fig. 5 den Schrägriss eines hinteren Tragrahmens für die Aufhängung gemäß der Erfindung; und

Fig. 6 den Schrägriss des Rahmens von Fig. 5 in einer anderen Anordnung.

Im Zusammenhang mit Fig. 1 und 2, in denen entsprechende Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind, tragen Seitenelemente, die im wesentlichen gleich lang sind, die Bezugszeichen L&sub1; und L&sub2;, während Querelemente, die in der Betriebslage an den Seitenelementen L&sub1; und L&sub2; befestigt sind, um einen Rahmen F&sub1; gemäß der Erfindung zu bilden, mit den Bezugszeichen T&sub1; und T&sub2; versehen sind.

In der Betriebslage ist das Querelement T&sub2; neben dem äußeren Teil des Kraftfahrzeugs angeordnet, während das Querelement T&sub1; in einer Stellung gegenüber dem Fahrgastraum liegt.

Die Seitenelemente L&sub1; und L&sub2; sowie das Querelement T&sub1; können beispielsweise aus Aluminiumguss hergestellt werden, während das Querelement T&sub2; beispielsweise aus Stahl gepresst wird.

Das Querelement T&sub2; trägt die Sitze (nicht dargestellt) für die Befestigung des Kühlers, des Ölkühlers sowie von anderen Vorrichtungen.

Die Seitenelemente L&sub1; und L&sub2; sind mit entsprechenden Öffnungen 2 und 4 versehen, in denen eine erste Buchse (nicht dargestellt) für eine Befestigung der Tragarme aufgenommen wird, wobei die zweite Buchse zwischen die Öffnungen 6 und 8 im Querelement T&sub1; und die Öffnungen 10 und 12 in den Seitenelementen L&sub1; und L&sub2; eingesetzt wird.

Die Seitenelemente L&sub1; und L&sub2; sind mit Sitzen S versehen, um die Karosserie zu befestigen, beispielsweise anzuschrauben.

Die Querelemente T&sub1; und T&sub2; besitzen ein Profil, das im Befestigungsbereich zu den Profilen der Seitenelemente L&sub1; und L&sub2; komplementär ist, wobei die Elemente miteinander verschweisst werden.

Das Querelement T&sub1; trägt einen Sitz 20, der einen Block für die Motoraufhängung (nicht dargestellt) aufnimmt.

Im Zusammenhang mit Fig. 3 und 4, in denen Details, die den Details von Fig. 1 und 2 ähnlich sind oder entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen versehen wurden, sind die Seitenelemente L&sub1; und L&sub2; über Querelemente T&sub3; und T&sub4; miteinander verbunden, die kürzer als die entsprechenden Querelement T&sub1; und T&sub2; von Fig. 1 und 2 sind, wobei sie jedoch gleichartige Endteile besitzen und aus dem gleichen Material hergestellt sind, um einen Rahmen F&sub2; gemäß der Erfindung zu bilden.

Wie Fig. 4 zeigt, besitzt der zusammengebaute Rahmen F&sub2; die gleichen Merkmale wie der Rahmen F&sub1; von Fig. 2, wobei er jedoch mit kleineren Querabmessungen versehen ist, wodurch er sich für Kraftfahrzeuge eignet, die eine kleinere Spurbreite wie die Fahrzeuge im Fall von Fig. 2 besitzen, während alle baulichen Merkmale des Rahmens von Fig. 2 beibehalten werden.

Es sei darauf hingewiesen, dass der Sitz 20 für den Block für die Motoraufhängung im Rahmen F&sub2; von Fig. 4 in einen Bereich verschoben wurde, in dem diese Verschiebung keine Störungen mit den Hilfsaggregaten des Motors (zumindest bei querliegenden Motoren) verursacht.

Die Einsparung von Bauteilen im Vergleich zu Rahmen gemäß dem Stand der Technik ist klar ersichtlich. Tatsächlich sind die Seitenelemente L&sub1; und L&sub2; bei den Ausführungsformen von Fig. 1, 2, 3 und 4 ident, wobei die Enden der Querelemente T&sub1; T&sub2;; T&sub3; T&sub4; für die Befestigung der Seitenelemente L&sub1; und L&sub2; entsprechend gleich bleiben.

Im Zusammenhang mit Fig. 5, in der ein hinterer Rahmen für die Aufhängung F&sub3; dargestellt ist, sind zwei Seitenelemente mit den Bezugszeichen L&sub3; und L&sub4; versehen, die mit Sitzen 44, 46, 48 bzw. 50, 52, 54 ausgestattet sind, um Querelemente T&sub5;, T&sub6;, T&sub7; aufzunehmen und zu befestigen, die als Stäbe oder Rohre mit Querschnitten ausgebildet sind, die den Querschnitten der Sitze 44, 46, 48 und 50, 52, 54 entsprechen.

Die beiden Seitenelemente L&sub3; und L&sub4; besitzen Arme 80 bzw. 82, um die Arme der entsprechenden Aufhängung zu befestigen, sowie Sitze 84 und 86, um die Federn der Aufhängung zu halten. Die Seitenelemente L&sub3; und L&sub4; von Fig. 5 sind weiters mit entsprechenden Durchgangsöffnungen 88 und 90 sowie mit entsprechenden Paaren von Halterungen 92 und 94 versehen, um den Rahmen an der Karosserie zu befestigen, beispielsweise anzuschrauben.

Im Zusammenhang mit Fig. 6, in der Teile, die Teilen von Fig. 5 gleichen oder entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind, besitzt der Nebenrahmen F&sub4; kleinere Querabmessungen, da Stäbe oder Rohre T&sub8;, T&sub9;, T&sub1;&sub0; verwendet werden, die kürzer als die entsprechenden Stäbe T&sub5;, T&sub6;, T&sub7; von Fig. 5 sind und damit in Kraftfahrzeuge mit kleinerer Spurbreite eingebaut werden können.

Die Rohre oder Stäbe T&sub5;, T&sub6;, T&sub7;, T&sub8;, T&sub9; und T&sub1;&sub0; können aus Stahl oder Aluminium hergestellt werden, wobei sie an den entsprechenden Sitzen 44, 46, 48 und 50, 52, 54 beispielsweise angeschweisst oder angeklebt werden können.

Die Vorteile der Baugruppe gemäß der Erfindung sind aus der obigen Beschreibung deutlich zu ersehen. Es können modulare Nebenrahmen, die für den Einbau in Kraftfahrzeuge mit verschiedenen Spurbreiten geeignet sind, hergestellt werden, wobei die Seitenelemente unverändert bleiben, während die Querelemente, Rohre oder Stäbe, mit denen die Seitenelemente verbunden werden, in Übereinstimmung mit der gewünschten Spurbreite verändert werden, wobei deutliche Einsparungen bei der Anzahl der Bauteile möglich sind, die man für den Aufbau benötigt.

Selbstverständlich bleibt die Grundlage der Erfindung unverändert, wobei Details im Aufbau und Arten der Ausführungsform gegenüber der Beschreibung und den Zeichnungen sowie gegenüber der vorgesehenen Absicht weit verändert werden können, ohne dadurch vom Gebiet dieser Erfindung abzuweichen, wie sie in den Ansprüchen festgelegt ist.


Anspruch[de]

1. Baugruppe, um eine Viel zahl von Nebenrahmen (F&sub1;, F&sub2;, F&sub3;, F&sub4;) für Kraftfahrzeuge zusammenzubauen, um die Arme der Aufhängungen zu tragen, wobei die Baugruppe enthält:

- zumindest zwei Paare von Seitenelementen (L&sub1;, L&sub2;, L&sub3;, L&sub4;), die im wesentlichen gleich lang sind,

- zumindest zwei Garnituren von Querelementen (T&sub1;, T&sub2;, T&sub3;, T&sub4;, T&sub5;, T&sub6;, T&sub7;, T&sub8;, T&sub9;, T&sub1;&sub0;), von denen jede zumindest zwei Querelemente besitzt; wobei jedes Paar von Seitenelementen (L&sub3;, L&sub4;) mit Sitzen (44, 50, 46, 52, 48, 54) versehen ist, um in den Sitz von Querelementen (T&sub5;, T&sub6;, T&sub7;, T&sub8;, T&sub9;, T&sub1;&sub0;) einzugreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die Querelemente von einer Garnitur (T&sub1;, T&sub2;, T&sub5;, T&sub6;, T&sub7;) entsprechende vorgegebene Längen besitzen, die sich von den Längen der entsprechenden Querelemente der anderen Garnitur (T&sub3;, T&sub4;, T&sub8;, T&sub9;, T&sub1;&sub0;) unterscheiden, wobei die Querelemente einer jeden Garnitur (T&sub1;, T&sub2;, T&sub3;, T&sub4;, T&sub5;, T&sub6;, T&sub7;, T&sub8;, T&sub9;, T&sub1;&sub0;) wahlweise einem entsprechenden Paar von Seitenelementen (L&sub1;, L&sub2; L&sub3;, L&sub4;) zugeordnet und an diesen befestigt werden können, um zumindest zwei verschiedene Nebenrahmen (F&sub1;, F&sub2;, F&sub3;, F&sub4;) zu liefern, die für eine Verwendung in Kraftfahrzeugen mit unterschiedlichen Spurbreiten geeignet sind.

2. Baugruppe gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Paare von Seitenelementen (L&sub1;, L&sub2;, L&sub3;, L&sub4;) an den entsprechenden Garnituren von Querelementen (T&sub1;, T&sub2;, T&sub3;, T&sub4;, T&sub5;, T&sub6;, T&sub7;, T&sub8;, T&sub9;, T&sub1;&sub0;) angeschweisst werden.

3. Baugruppe gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Querelemente (T&sub5;, T&sub6;, T&sub7;, T&sub8;, T&sub9;, T&sub1;&sub0;) aus Stahlrohren hergestellt werden.

4. Baugruppe gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Querelemente (T&sub5;, T&sub6;, T&sub7;, T&sub8;, T&sub9;, T&sub1;&sub0;) aus Aluminiumrohren hergestellt werden.

5. Baugruppe gemäß irgendeinem der bisherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Paare von Seitenelementen (L&sub1;, L&sub2;) aus Aluminiumguss hergestellt werden.

6. Baugruppe gemäß irgendeinem der bisherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querelemente (T&sub1;, T&sub3;) aus Aluminiumguss hergestellt werden.

7. Baugruppe gemäß irgendeinem der bisherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querelemente (T&sub2;, T&sub4;) aus Stahl gepresst werden.







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