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Dokumentenidentifikation DE19603632C2 02.06.1999
Titel Adapter für ein Fluidentnahmesystem
Anmelder Backes, Claus H., Dr.-Ing., 66113 Saarbrücken, DE
Erfinder Backes, Claus H., Dr.-Ing., 66113 Saarbrücken, DE
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Anmeldedatum 01.02.1996
DE-Aktenzeichen 19603632
Offenlegungstag 07.08.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.06.1999
IPC-Hauptklasse B65D 51/22
IPC-Nebenklasse B65D 45/30   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Adapter für ein Fluidentnahmesystem nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Derartige Adapter werden zur Kopplung von einem Entnahmesystem an eine Vorratsflasche verwendet. Insbesondere ist es durch den Adapter möglich, ein bestimmtes Entnahmesystem an verschiedenartig geformte Vorratsflaschen zu koppeln. Als Vorratsbehälter werden beispielsweise Flaschen verwendet, die mit einem Stopfen verschlossen sind. Für solche Flaschen sind Adapter bekannt, die einen Punktionsdorn zur Perforation des Stopfens aufweisen. Mittels des an den Adapter gekoppelten Entnahmesystems kann ein Fluid aus der Vorratsflasche entnommen werden.

Im folgenden wird ein konventioneller Adapter anhand der Fig. 7 erläutert. Der mit 30 bezeichnete Adapter weist einen Punktionsdorn 31 auf. Mit diesem Punktionsdorn 31 wird der Stopfen einer Vorratsflasche durchstochen. Innerhalb des Punktionsdorns 31 befindet sich ein Entnahmekanal 33 mit den Entnahmeöffnungen 32 an der Spitze des Punktionsdorns 31. Der Entnahmekanal 33 führt durch den Punktionsdorn 31 und den Dornhalter 35 zum gegenüberliegenden Ende des Adapters 30 und mündet in einem Anschluß 36 für ein (nicht gezeigtes) Entnahmesystem. Für den Fall, daß zum Druckausgleich in der Flasche Luft eingeführt wird, ist von dem Entnahmekanal 33 ein Druckausgleichskanal 34 abgezweigt, der an seiner auswärtigen Öffnung einen Sterilfilter 37 aufweisen kann.

Um mit einem solchen Adapter 30 Fluid aus einer Vorratsflasche zu entnehmen, durchsticht eine Person den Stopfen der Vorratsflasche mit dem Punktionsdorn 31. Daraufhin wird über das am Anschluß 36 angekoppelte Entnahmesystem Fluid über den Entnahmekanal 33 aus dem Vorratsbehälter entnommen.

Bei der Verwendung eines solchen Adapters 30 ergeben sich bei der Perforation des Stopfens die folgenden Nachteile. Da die Perforation freihändig erfolgt, wird eine Person zum leichteren Durchstechen des Stopfens dazu tendieren, den Punktionsdorn 31 durch ruckartige Bewegungen oder auch durch eine Drehbewegung durch den Stopfen hindurchzuführen. Dabei können sich Stopfenpartikel insbesondere an Vorsprüngen, wie sie z. B. an der Entnahmeöffnung 32 auftreten, ablösen und so in das Vorratsfluid gelangen. Solche Partikel stellen eine unerwünschte Kontamination des Vorratsfluids dar, da sie bei der Entnahme des Fluids durch den Entnahmekanal 33 beispielsweise an einen Patienten abgegeben werden könnten. Weiterhin ist durch das freihändige Durchstechen des Stopfens nicht ausgeschlossen, daß der Punktionsdorn in mehreren Versuchen in verschiedenen Richtungen eingestochen wird. Dies führt dazu, daß der Stopfen an der Perforationsstelle den Punktionsdorn 31 unter Umständen nicht so eng umschließen kann, daß kein Vorratsfluid durch die Perforationsstelle lecken kann. Ferner können solche Lecks auch zu einer Verkeimung des Vorratsfluids durch die Umgebung führen. Ferner ist nachteilig, daß der Adapter 30 jederzeit abgenommen werden kann und erneut auf den gleichen Stopfen oder den Stopfen einer anderen Vorratsflasche aufgebracht werden kann. Auch dieses führt zu einer Verkeimung bzw. Kontamination des Vorratsfluids in dem Vorratsbehälter. Des weiteren ist der Adapter 30 nicht unabhängig vom Punktionsdorn 31 an der Vorratsflasche befestigt, so daß Bewegungen des Adapters möglich sind, die die Perforationsstelle des Stopfens vergrößern kann, was Lecks zur Folge hat oder die sogar ein Herausziehen des Punktionsdorns bewirken können.

DE 30 41 972 offenbart einen Adapter für ein Fluidentnahmesystem zur Punktion eines Stopfens eines Vorratsbehälters, wobei der Adapter Mittel zum Andocken an den Vorratsbehälter und einen an einen Dornhalter befestigten Punktionsdorn mit einem Entnahmekanal aufweist, der Punktionsdorn gegenüber dem Adapter bewegbar ist und bei der Perforation des Stopfens in seiner axialen Richtung in dem Adapter geführt ist. GB 1,572,866 offenbart ebenfalls einen Adapter für ein Fluidentnahmesystem zur Punktion eines Stopfens eines Vorratsbehälters.

Der Adapter der vorliegenden Erfindung ist insbesondere für eine Anwendung mit keimfrei zu haltenden oder vor Kontamination zu schützenden Fluiden entworfen worden. Es soll also bei dem erfindungsgemäßen Adapter gewährleistet sein, daß bei der Verwendung des Adapters mit einem Vorratsbehälter, der von einem Stopfen verschlossen ist, keine Verkeimung bzw. Kontamination des Vorratsfluids in dem Vorratsbehälter auftreten kann. Eine solche Kontamination stellen auch Partikel des Stopfens dar, die bei der Perforation abgelöst werden.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Adapter für ein Fluidentnahmesystem zu schaffen, bei dem eine Verkeimung bzw. Kontamination des Vorratsfluids insbesondere durch die Perforation des Stopfens wirksam verhindert wird.

Diese Aufgabe wird durch einen Adapter mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Der erfindungsgemäße Adapter ist dabei dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Andocken an den Vorratsbehälter als Lamellen ausgebildet sind, die einen Vorsprung zum Eingriff an dem Vorratsbehälter aufweisen, wobei sich die eingreifenden Enden der Lamellen vor der Perforation auseinanderbiegen lassen und sie nach der Perforation von dem Dornhalter in festem Eingriff mit dem Vorratsbehälter gehalten werden. Diese Anordnung bietet beispielsweise in Verbindung mit Sperrklinken in der Führungskulisse den Vorteil, daß der Adapter nach der Perforation nicht mehr ohne Zerstörung desselben von dem Vorratsbehälter entfernt werden kann. Es ist also gewährleistet, daß der erfindungsgemäße Adapter nicht für mehrere Vorratsbehälter verwendet werden kann, was wiederum das Vorratsfluid vor Verkeimung schützt.

Bei einer weiteren Ausbildung der vorliegenden Erfindung ist die Führung des Punktionsdorns bei der Perforation so ausgebildet, daß eine Drehung des Punktionsdorns um seine Achse ausgeschlossen ist. Auch diese Ausbildung trägt zu einer minimalen Partikulation des Stopfens bei.

Weiterhin kann der Adapter aus einer Führungshülse aufgebaut sein, die eine Führungskulisse aufweist, die die Bewegung des Dornhalters führt. Die Führung mittels einer Führungskulisse bietet den Vorteil einer besonders genauen Führung des Punktionsdorns, die jeweils an verschiedene Anwendungen durch unterschiedliche Ausbildungen der Kulisse angepaßt werden kann. So ist es mittels dieser Führungskulisse auch möglich, den Dornhalter vor bzw. nach der eigentlichen Perforation zu führen.

Weiterhin ist es möglich, auf Abschnitten der Führungskulisse Sperrklinken vorzusehen, die den Bewegungsablauf des Dornhalters bei der Perforation unumkehrbar machen. Solche Sperrklinken bieten den Vorteil, daß die Perforation nicht in mehreren Versuchen vorgenommen werden kann, da, falls der Punktionsdorn den Stopfen auch schon teilweise perforiert hat, eine Zurückführung des Punktionsdorns aufgrund der Sperrklinken nicht mehr möglich ist.

In einer weiteren Ausgestaltung sind die Lamellen zum formschlüssigen Andocken an den Vorratsbehälter an der Führungshülse angeordnet.

Weiterhin kann die Führungshülse einen oder mehrere Haltedorne aufweisen, die sich bei der Befestigung des Adapters an dem Vorratsbehälter an dem Stopfen desselben festkrallen. Hierdurch wird eine Drehung um die Punktionsdornachse bei der Perforation verhindert. Auch diese Anordnung trägt zu einer minimalen Partikulation des Stopfens bei der Perforation bei.

Weiterhin kann der Dornhalter in einer weiteren Ausbildung der Erfindung einen Kragen aufweisen, der die Perforationsstelle im Stopfen nach außen hin abdichtet. Durch einen solchen Kragen wird ein mögliches Leck zwischen dem Punktionsdorn und dem Stopfen nach außen abgedichtet, so daß kein Vorratsfluid unerwünscht austreten kann und keine Keime in das Vorratsfluid durch dieses Leck gelangen könnten.

Ferner weist der erfindungsgemäße Adapter Mittel zur Befestigung eines Fluidentnahmesystems und ggf. zur Befestigung eines Sterilfilters auf. Im letzteren Fall weist der Punktionsdorn zusätzlich zum Entnahmekanal einen Druckausgleichskanal auf, der mit dem Sterilfilter verbunden ist. Der Sterilfilter dient dazu, daß auch über die druckausgleichende Luft keine Kontamination des Vorratsfluids auftreten kann.

Um auch eine Verkeimung durch geringfügige Rückströmungen des Fluids bei der Entnahme zu verhindern, sind in dem erfindungsgemäßen Adapter oligodynamisch wirksame Substanzen wie z. B. ein Schwermetall oder eine Schwermetall-Legierung angeordnet, die in metallischer oder ionischer Form wirksam sind. Ferner kann eine Verkeimung oder Kontamination durch irgendeine Anordnung von keimreduzierenden Mitteln in dem Entnahmekanal des Punktionsdorns gewährleistet werden.

Es soll nun die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug zu den Zeichnungen erläutert werden. Es zeigen:

Fig. 1 einen Seitenschnitt durch den erfindungsgemäßen Adapter mit einem Entnahmesystem,

Fig. 2 schematisch wie der Adapter der Fig. 1 auf einen Vorratsbehälter aufgesetzt ist,

Fig. 3 die Seitenansicht der Führungshülse des erfindungsgemäßen Adapters,

Fig. 4 bis 6 verschiedene Schnitte durch die Führungshülse der Fig. 3 und

Fig. 7 einen herkömmlichen Adapter.

Der erfindungsgemäße Adapter 1 setzt sich aus einer Führungshülse 6 und einem Dornhalter 7 zusammen. Die Führungshülse 6 dient zur Befestigung des Adapters an einem Vorratsbehälter und zur Führung des Dornhalters bei einer Perforation. Hierzu weist sie Lamellen 3 mit Vorsprüngen 4 auf. In Fig. 2 ist zu sehen, wie die Lamellen 3 den Hals 23 einer Vorratsflasche 18 umfassen und die Vorsprünge 4 der Lamellen 3 in den Vorsprung 21 des Flaschenhalses 23 eingreifen, um die Führungshülse 6 formschlüssig an die Vorratsflasche 18 anzudocken. Zur Befestigung der Führungshülse 6 an der Vorratsflasche 18 lassen sich die hervorstehenden Enden der Lamellen 3 radial aufbiegen, um über den oberen Teil des Flaschenhalses 23 gestülpt zu werden. Sie halten die Führungshülse 6 auf der Vorratsflasche 18 durch elastisches Eingreifen der Vorsprünge 4 an dem Vorsprung 21 des Flaschenhalses 23. Bei diesem Aufsetzen des Adapters 1 wird der Stopfen 19 des Vorratsbehälters 18 noch nicht perforiert und auch eine Abnahme des Adapters von dem Vorratsbehälter 18 ist noch möglich. Weiterhin weist die Führungshülse 6 Haltedorne 5 auf, die sich bei der Befestigung des Adapters 1 an dem Stopfen 19 des Vorratsbehälters 18 so festkrallen, daß eine Drehung um die Achse des Flaschenhalses nicht möglich ist.

Auf die Führungshülse 6 aufgesetzt ist ein Dornhalter 7. An diesen ist ein Punktionsdorn 8 befestigt, der zur Perforation des Stopfens 19, der z. B. aus Gummi bestehen kann, vorgesehen ist. Der Punktionsdorn 8 weist einen Entnahmekanal 17 auf, der in der Nähe der Spitze des Punktionsdorns 8 in eine Entnahmeöffnung 9 mündet, die zur Entnahme des Fluids aus dem Vorratsbehälter 18 dient. Auf der anderen Seite mündet der Entnahmekanal 17 in die Entnahmeöflhung des Entnahmesystems 2, welches in diesem Ausführungsbeispiel als Ventilsystem ausgebildet ist. Falls der erfindungsgemäße Adapter 1 in einem System verwendet wird, bei dem zur Fluidentnahme ein Druckausgleich in dem Vorratsbehälter 18 erforderlich ist, kann der Punktionsdorn 8 zusätzlich zu dem Entnahmekanal 17 einen Druckausgleichskanal 24 der in die Druckausgleichsöffnung 22 in der Nähe der Spitze des Punktionsdorn 8 mündet aufweisen. An der Einlaßseite des Druckausgleichskanals 24 ist vorzugsweise ein Sterilfilter 13 vorgesehen, um die druckausgleichende Luft zu sterilisieren. Das Ventilsystem 2 weist auf der Fluidausgangsseite beispielsweise einen Luer-Lock-Anschluß 12 auf, um einen Schlauch oder dergl. an das Fluidentnahmesystem 2 anschließen zu können.

Die Führungshülse 6 weist weiterhin eine Kulissenführung 11 auf, die im folgenden anhand der Fig. 3 bis 6 näher erläutert werden soll. Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Führungshülse 6 bei der der Verlauf der Kulissenführung 11 zu erkennen ist. In die Kulissenführung 11 der Führungshülse 6 greift ein Vorsprung 20 des Dornhalters 7 ein, so daß der Dornhalter 7 durch die Kulisse 11 in seiner Bewegung bezüglich der Führungshülse 6 geführt wird. Da die Führungshülse 6 vor der Perforation des Stopfens 19 an dem Vorratsbehälter 18 angedockt wird und der Punktionsdorn 8 an dem Dornhalter 7 befestigt ist, wird die Bewegung des Punktionsdorn 8 durch die Kulissenführung 11 festgelegt.

Im folgenden wird die Bewegung des Punktionsdorns 8 wie er durch die Kulisse 11 dieses Ausführungsbeispiels geführt wird, beschrieben. Zu Beginn des Punktionsvorgangs befindet sich der Vorsprung 20 des Dornhalters 7 in dem Abschnitt 11a der Führungskulisse 11. Eine Sperrklinke 161 verhindert, daß der Dornhalter 7 von der Führungshülse 6 abgekoppelt werden kann. Nachdem die Führungshülse 6 auf den Vorratsbehälter 18 aufgesetzt worden ist, und sie elastisch durch die Lamellen 3 an diesem gehalten wird, wird der Dornhalter 7 so weit gedreht, bis der Vorsprung 20 sich in dem Abschnitt 11b der Führungskulisse 11 befindet. Bei dieser Drehung des Dornhalter 7 und somit des Punktionsdorns 8 ist die Spitze des Punktionsdorns 8 von dem Stopfen 19 beabstandet. Daraufhin wird der Dornhalter 7 geführt von dem Abschnitt 11c der Kulissenführung 11 über die Führungshülse 6 geschoben, bis der Vorsprung 20 den Anschlag im Abschnitt 11d erreicht. Bei dieser Bewegung wird die eigentliche Perforation des Stopfens 19 vorgenommen, da der Punktionsdorn 8 mit dem Dornhalter 7 so weit über die Führungshülse 6 geschoben und damit auf den Stopfen 19 der Vorratsflasche 18 zu bewegt wird, bis er den Stopfen 19 durchstochen hat. Befindet sich der Vorsprung 20 in Abschnitt 11d der Führungskulisse 11, hat sich der Dornhalter 7 so weit über die Lamellen 3 der Führungshülse 6 geschoben, daß sie sich nicht mehr auseinanderbiegen lassen, um den Adapter 1 von dem Vorratsbehälter 18 zu entfernen. Ferner verhindern die Sperrklinken 161, 162, 163 und 164, daß sich der Vorsprung 20 auf den jeweiligen Abschnitten der Führungskulisse 11 zurückbewegt. Dadurch wird die Bewegung des Perforationsdorns 8 unumkehrbar gemacht. Somit verhindern die Sperrklinken 16 in Verbindung mit dem Zusammenhalten der Lamellen 3 durch den Dornhalter 7 nach der Perforation, daß der Adapter nach der Öffnung des Vorratsbehälters 18 von diesem entfernt werden kann, wodurch eine Kontamination des Vorratsfluids in dem Vorratsbehälter 18 auftreten könnte. Abschließend wird der Dornhalter 7 in einer leicht abwärts gerichteten Drehbewegung durch den Abschnitt 11c der Führungskulisse 11 bis zu seiner Endposition geführt, bei der sich der Vorsprung 20 in dem Abschnitt 11f der Führungskulisse 11 befindet. In dieser Endposition wird der Vorsprung 20 von der Sperrklinke 164 gehalten. Bei der Drehung auf den Abschnitt 11c wird eine gleichzeitige Drehung der Führungshülse 6 um die Punktionsdornachse durch die Haltedorne 5 verhindert. In der Endposition drückt ein Kragen 10 des Dornhalters 7 auf den vorzugsweise elastischen Stopfen 19, um die Perforationsstelle in radialer Richtung abzudichten. Diese zusätzliche Abdichtung kann ein Austreten des Vorratsfluids durch die Perforationsstelle nach außen sicher verhindern. Des weiteren können keine Keime von Außen durch die Perforationsstelle in den Vorratsbehälter 18 gelangen.

Die Fig. 4 bis 6 zeigen solche verschiedenen Querschnitte durch die Führungshülse 6, wie sie durch die Buchstaben A, B und C in Fig. 3 angezeigt sind. Aus Fig. 4 ergibt sich, daß auf dem Umfang der Führungshülse 6 drei Führungskulissen 11 vorgesehen sind. Bei dieser Schnittansicht erkennt man die Abschnitte 11a und 11b mit der dazwischenliegenden Sperrklinke 162. Bei der oben beschriebenen Bewegung wird der Vorsprung 20 vom Abschnitt 11a über die Sperrklinke 162 in den Abschnitt 11b der Führungskulisse 11 bewegt. Die Sperrklinke 162 verhindert dabei, die Rückwärtsbewegung des Vorsprungs 20.

In Fig. 5 ist ein Schnitt entlang der Linie B-B der Fig. 3 gezeigt. Hierbei ist der Abschnitt 11d der Führungskulisse 11 zu erkennen.

Schließlich ist in Fig. 6 ein Schnitt entlang der Linie C-C der Fig. 3 gezeigt. Zu beachten ist, daß dieser Schnitt nicht senkrecht zur Achse der Führungshülse 6 ist. Somit zeigen sich die Abschnitte 11d, 11c und 11f der Führungskulisse 11. In der Endposition 11f verhindert die Sperrklinke 164 eine Bewegung des Vorsprungs 20 des Dornhalters 7 entgegen dem Uhrzeigersinn.

Da der erfindungsgemäße Adapter 1 vorzugsweise bei der Entnahme von keimfrei zu haltenden bzw. von vor Kontamination zu schützenden Fluiden angewendet wird, ist es vorteilhaft, insbesondere die Spitze des Punktionsdorns und auch den Entnahmekanal 17 vor Verkeimung zu schützen. Aus diesem Grund sind in dem Entnahmekanal 17 keimreduzierende Mittel vorzusehen. Beispielsweise können innerhalb des Entnahmekanals Substanzen angeordnet sein, die eine oligodynamische Wirkung aufweisen. Für solche Substanzen kommen Schwermetalle oder Schwermetall-Legierungen in Frage, die in metallischer oder ionischer Form wirksam sind. Beispielsweise kann für den oligodynamischen Schutz Silber verwendet werden.

Es wird bemerkt, daß sich die Erfindung nicht auf die oben beschriebene Ausführungsform beschränkt. So kann der Adapter 1 an jeden Vorratsbehälter 18 durch geeignete Mittel formschlüssig angedockt werden. Auch kann die Führung des Punktionsdorns 8 in jeder für die entsprechende Anwendung geeigneten Form erfolgen.


Anspruch[de]
  1. 1. Adapter (1) für ein Fluidentnahmesystem zur Punktion eines Stopfens (19) eines Vorratsbehälters (18), wobei der Adapter (1) Mittel zum Andocken an den Vorratsbehälter und einen an einem Dornhalter (7) befestigten Punktionsdorn (8) mit einem Entnahmekanal (17) aufweist, der Punktionsdorn (8) gegenüber dem Adapter (1) bewegbar ist und bei der Perforation des Stopfens (19) in seiner axialen Richtung in dem Adapter (1) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Andocken an den Vorratsbehälter (18) als Lamellen (3) ausgebildet sind, die einen Vorsprung (4) zum Eingriff an dem Vorratsbehälter (18) aufweisen, wobei sich die eingreifenden Enden der Lamellen (3) vor der Perforation auseinanderbiegen lassen und sie nach der Perforation von dem Dornhalter (7) in festem Eingriff mit dem Vorratsbehälter (18) gehalten werden.
  2. 2. Adapter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung des Punktionsdorns (8) bei der Perforation eine Drehung des Punktionsdorns (8) um seine Achse ausschließt.
  3. 3. Adapter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter eine Führungshülse (6) mit einer Führungskulisse (11), die die Bewegung des Dornhalters (7) führt, aufweist.
  4. 4. Adapter (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf Abschnitten der Führungskulisse (11) Sperrklinken (16) vorgesehen sind, die den Bewegungsablauf des Dornhalters (7) bei der Perforation unumkehrbar machen.
  5. 5. Adapter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (3) zum formschlüssigen Andocken an den Vorratsbehälter an der Führungshülse (6) angeordnet sind.
  6. 6. Adapter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungshülse (6) einen Haltedorn (5) aufweist, der sich bei der Befestigung an dem Vorratsbehälter (18) an dessen Stopfen (19) so festkrallt, daß keine Drehung um die Punktionsdornachse möglich ist.
  7. 7. Adapter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Dornhalter (7) einen Kragen (10) aufweist, der die Perforationsstelle im Stopfen (19) abdichtet.
  8. 8. Adapter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter (1) Mittel zur Befestigung eines Fluidentnahmesystems (2) aufweist.
  9. 9. Adapter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter (1) Mittel zur Befestigung eines Sterilfilters (13) aufweist.
  10. 10. Adapter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Punktionsdorn (8) zusätzlich zu dem Entnahmekanal (17) einen Druckausgleichskanal (18) aufweist, der mit einem Sterilfilter (13) verbunden ist.
  11. 11. Adapter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Entnahmekanal (17) des Punktionsdorns (8) Substanzen angeordnet sind, die eine oligodynamische Wirkung aufweisen.
  12. 12. Adapter (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die oligodynamisch wirksame Substanz ein Schwermetall und/oder eine Schwermetall- Legierung ist, die in metallischer und/oder ionischer Form wirksam ist.
  13. 13. Adapter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Entnahmekanal (17) des Punktionsdorns (8) keimreduzierende Mittel vorgesehen sind.






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