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Dokumentenidentifikation DE19655059A1 02.06.1999
Titel Spinnmaschine
Anmelder Maschinenfabrik Rieter AG, Winterthur, CH
Erfinder Lattion, André, Seuzach, CH
Vertreter Weiß, P., Dipl.-Forstwirt, Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 78234 Engen
DE-Anmeldedatum 17.12.1996
DE-Aktenzeichen 19655059
File number of basic patent 19652483.0
Offenlegungstag 02.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.06.1999
IPC-Hauptklasse D01H 1/16
IPC-Nebenklasse D01H 11/00   
Zusammenfassung In einer Spinnmaschine mit einem Maschinengestell (1, 2), das aus Zwischenschilden (11) oder Querträgern (2) sowie Längsteilen (1, 9) besteht, sind wenigstens ein Längsteil (1, 9) und ein Zwischenschild (11) oder ein Querträger (2) miteinander verzahnt und verschraubt. Der Absaugkanal (9) kann mit dem Maschinengestell (1, 2) über die Zwischenschilde (11) verbunden sein, wobei die Verbindung zwischen dem Absaugkanal (9) und dem Zwischenschild (11) so ausgestaltet ist, daß der Absaugkanal (9) mit zur Stabilität des Maschinengestells (1, 2) beiträgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Spinnmaschine mit einem Maschinengestell, das aus Zwischenschilden oder Querträgern und Längsteilen besteht, sowie mit einem Absaugkanal.

Derartige Ringspinnmaschinen werden in der Regel im Herstellungsbetrieb teilweise montiert und erst am Aufstellungsort komplettiert, wobei die Maschinenteile exakt zueinander ausgerichtet werden müssen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Beitrag dazu zu leisten, den Aufwand bei der Montage verringern, ohne daß dabei die Stabilität und Lagegenauigkeit der Teile zueinander leidet.

Zur Lösung dieser Aufgabe führt, daß der Absaugkanal mit dem Maschinengestell über die Zwischenschilde verbunden ist, wobei die Verbindung zwischen dem Absaugkanal und einem Zwischenschild so ausgestaltet ist, daß der Absaugkanal mit zur Stabilität des Maschinengestells beiträgt.

Das bedeutet beispielsweise, daß der Absaugkanal, als Längsteil mit Verschraubungen und Verzahnungen mit Zwischenschilden verbunden, zur Erhöhung der Stabilität der gesamten Ringspinnmaschine mit einbezogen wird.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist auch vorgesehen, den Absaugkanal als Auflage für Zylindersupporte für Streckwerkzylinder zu benutzen. Dies hat den Vorteil, daß keine zusätzlichen Tragelemente für diese Zylindersupporte notwendig sind, sondern eine Schrägfläche des Absaugkanals hierfür benutzt werden kann.

Bevorzugt soll die Ringspinnmaschine im Herstellungsbetrieb in Einzelteilen bzw. Sektionen hergestellt werden können, so daß der Transportaufwand für diese Sektionen wesentlich vermindert ist. Das bedeutet aber, daß der Zusammenbau der Sektionen vor Ort wesentlich erleichtert sein muß. Dies wird dadurch erreicht, daß der Absaugkanal und die Zwischenschilde miteinander verzahnt und verschraubt sind. Hierdurch wird ihre Lage zueinander zwangsläufig bestimmt, so daß bei der Endmontage aufwendige Einstellarbeiten wegfallen.

Die Verzahnung wird bevorzugt durch vom Zwischenschild abragende Vorsprünge, Zähne od. dgl., erreicht, die in Rastausnehmungen von beispielsweise Flanschstreifen am Absaugkanal eingreifen. Die endgültige Befestigung erfolgt dann über verschraubte Haltewinkel.

Da die Ringspinnmaschine in Sektionen geliefert wird, muß auch der Absaugkanal aus mehreren Teilen bestehen. Bevorzugt wird zwischen diese Teile beim Zusammenbau jeweils eine Stirndichtung eingelegt, welche Paßungenauigkeiten zwischen den einzelnen Teilen ausgleicht. Hierzu ist vorgesehen, daß die Stirndichtung mit der Seite, auf der Dichtlippen sitzen, auf die Randkante des einen Teils aufgeschoben wird, zu dem anderen Teil aber einen kompressiblen Hohlraum aufweist, der bei stumpfem Aneinanderstoßen der einzelnen Teile zusammengedrückt wird. Die endgültige Befestigung der Teile erfolgt dann durch Verschraubung.

Die vorliegende Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beschreibung der Zeichnungen näher erläutert; in dieser zeigt

Fig. 1 eine schematisch dargestellte Ansicht auf eine Ringspinnmaschine;

Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer schematisch dargestellten Ansicht einer Ringspinnmaschine;

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht von Teilen der Ringspinnmaschine gemäß Fig. 2 in Explosionsdarstellung;

Fig. 4 einen Schnitt durch einen Absaugkanal einer Ringspinnmaschine im Grundriß.

In Fig. 1 sind von einer Ringspinnmaschine Teile eines Maschinengestells als Hohlprofile 1 und Querträger 2 dargestellt. Ferner ist eine Spindelbank 3 und ein Spindeloberteil 4 angedeutet, dem ein Streckwerk 5 zugeordnet ist. Entsprechende Streckwerkzylinder 6 sind in Zylinder Supporten 7 gelagert, die wiederum auf einer Schrägfläche 8 eines Absaugkanals 9 liegen. Zur Befestigung der Supporte 7 auf dem Absaugkanal 9 dienen Haltewinkel 10.

Erfindungsgemäß ist der Absaugkanal 9 mit dem Maschinengestell 1, 2 über Zwischenschilde 11 verbunden, wobei dies durch entsprechende Befestigungswinkel 12 und Verzahnungen geschieht. Eine hierzu dienende Verschraubung ist mit 13 gekennzeichnet.

Die Verbindung zwischen Absaugkanal 9 und Zwischenschild 11 soll so ausgestaltet sein, daß der Absaugkanal mit zur Stabilität des Maschinengestells beiträgt, was auch durch entsprechende Verzahnungen erfolgt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel werden seitlich abkragende Randstreifen 14 und 15 des Absaugkanals 9 in entsprechende Ausnehmungen 16und 17 des Zwischenschildes 11 eingeschoben und danach der Absaugkanal 9 mit dem Zwischenschild 11 über den Befestigungswinkel 12 verbunden. Der Absaugkanal wird in mehreren Teilen hergestellt und an den Aufbauort der Ringspinnmaschine angeliefert, wie dies noch später beschrieben wird.

In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines Zwischenschildes 11.1 gezeigt, bei welchem zwischen zwei Schenkeln 18.1 und 18.2 eine Ausnehmung 19 zur Aufnahme eines Absaugkanals 9.1 ausgebildet ist. Die beiden Schenkel 18.1 und 18.2 tragen jeweils einen Zylindersupport 7.1 und 7.2, wobei diese über entsprechende Haltewinkel 20 und Schrauben 21 mit den Schenkeln 18.1 und 18.2 verbunden sind.

Auch hier ragen seitlich vom Absaugkanal 9.1 Flanschstreifen 22.1 und 22.2 in entsprechende Schlitze 23.1 und 23.2 des Zwischenschildes 11.1 ab und sind dort verzahnt festgelegt, wie dies in Fig. 3 angedeutet wird. Hierzu besitzt das Zwischenschild 11.1 einen Zahn 24, der in eine Rastausnehmung 25 in dem Flanschstreifen 22.2 einrasten kann. Eine Befestigung erfolgt dann mittels des oben genannten Haltewinkels 10 und einer entsprechenden Verschraubung. Andere Längs- und Querträger der Spinnmaschine können auf dieselbe Art verbunden werden, z. B. ein Hohlprofil 1 und ein Querträger 2.

Wie oben erwähnt, sollte der Absaugkanal aus mehreren, in Fig. 4 gezeigten Teilen 11a und 11b hergestellt werden. Er trägt in dem dort gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Zylindersupporte 7a und 7b über die Haltewinkel 10a und 10b.

Die Teile 11a und 11b stoßen stirnwärtig stumpf aufeinander, wobei zwischen die beiden Teile 11a und 11b eine Stirndichtung 26 gelegt ist. Diese Stirndichtung besitzt einen Schlitz 27, in den jeweils ein Teil 11a eingeschoben ist, so daß die Stirndichtung 26 mit beidseitigen Dichtlippen 28 und 29 eine Randkante des Teils 11a übergreift. Zum Teil 11b hin besitzt die Stirndichtung 26 einen kompressiblen Hohlraum 30, durch den Paßungenauigkeiten zwischen den beiden Teilen 11a und 11b ausgeglichen werden können.

Die Verbindung der beiden Teile 11a und 11b erfolgt über Platten 31 und 32 des Zwischenschilds, die durch Distanzstücke 33 zusammengehalten werden. Jede Platte 31 bzw. 32 ist über einen Winkel 34 und entsprechende Befestigungsmittel 35 mit jeweils einem Teil 11a und 11b des Absaugkanals verbunden, außerdem durch eine Verzahnung.

Auch andere Längsteile des Spinnmaschine werden in derselben Art mit den Zwischenschilden verbunden, wie es für den Absaugkanal beschrieben wurde. Bezugszeichenliste 1 Hohlprofil, Längsteil

2 Querträger

3 Spindelbank

4 Spindeloberteil

5 Streckwerk

6 Streckwerkszylinder

7 Zylindersupport

8 Schrägfläche

9Absaugkanal

10 Haltewinkel

11 Zwischenschild

12 Befestigungswinkel

13 Verschraubung

14 Randstreifen

16 Ausnehmung

17 Ausnehmung

18 Schenkel

19 Ausnehmung

20 Haltewinkel

21 Schraube

22 Flanschstreifen

23 Schlitz

24 Zahn

25 Rastausnehmung

26 Stirndichtung

27 Schlitz

28 Dichtlippe

29 Dichtlippe

30 Hohlraum

31 Platte

32 Platte

33 Distanzstück

34 Winkel

35 Befestigungsmittel


Anspruch[de]
  1. 1. Spinnmaschine mit einem Maschinengestell (1, 2), das aus Zwischenschilden (11) oder Querträgern (2) und Längsteilen (1, 19) besteht, sowie mit einem Absaugkanal (9, 9.1), dadurch gekennzeichnet, daß der Absaugkanal (9) mit dem Maschinengestell (1, 2) über die Zwischenschilde (11) verbunden ist, wobei die Verbindung zwischen dem Absaugkanal (9) und einem Zwischenschild (11) so ausgestaltet ist, daß der Absaugkanal (9) mit zur Stabilität des Maschinengestells (1, 2) beiträgt.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung durch Verzahnungen und Verschraubungen erfolgt.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein seitlich abkragender Randstreifen (14, 15) des Absaugkanals (9) in entsprechende Ausnehmungen (16, 17) eines Zwischenschildes eingeschoben ist.
  4. 4. Maschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Absaugkanal (9) mit einem Zwischenschild (11) durch Befestigungswinkel (12) und eine Verschraubung (13) verbunden ist.
  5. 5. Maschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Streckwerk mit Streckwerkszylinder (6), die in Zylindersupporten (7) gelagert sind, auf einer Schrägfläche (8) des Absaugkanals (9) aufliegt.
  6. 6. Maschine nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylindersupporte (7) am Absaugkanal (9) mit Haltewinkeln (10) befestigt sind.
  7. 7. Maschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zwischenschild (11.1) zwischen zwei Schenkeln (18.1 und 18.2) eine Ausnehmung (19) zur Aufnahme eines Absaugkanals (9.1) aufweist.
  8. 8. Maschine nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schenkel (18.1, 18.2) einen Zylindersupport (7.1, 7.2) trägt, wobei dieser über Haltewinkel (20) und Schrauben (21) mit einem Schenkel (18.1, 18.2) verbunden ist.
  9. 9. Maschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Platten (31, 32) eines Zwischenschildes (11) durch Distanzstücke (33) zusammengehalten sind, wobei eine Platte (31, 32) über einen Winkel (34) und entsprechende Befestigungsmittel (35) mit jeweils einem Teil (11a, 11b) des Absaugkanals (9) verbunden ist.
  10. 10. Maschine nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß jede Platte (31, 32) durch eine Verzahnung mit einem Teil (11a, 11b) des Absaugkanals (9) verbunden ist.






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