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Dokumentenidentifikation DE19730982C2 02.06.1999
Titel Fahrtschreiber
Anmelder EK Design GmbH, 85221 Dachau, DE
Erfinder Hanke, Michael, 80469 München, DE
Vertreter Patentanwälte Splanemann Reitzner Baronetzky, 80331 München
DE-Anmeldedatum 18.07.1997
DE-Aktenzeichen 19730982
Offenlegungstag 11.02.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.06.1999
IPC-Hauptklasse G07C 5/12
IPC-Nebenklasse G01P 1/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Fahrtschreiber gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Ein derartiger Fahrtschreiber ist aus der US-PS 4 507 963 bekannt. Dieser Fahrtschreiber weist ähnlich wie weitere bekannte Fahrtschreiber oder Tachographen zwei Papierscheiben als Aufzeichnungsmedium auf, die entsprechend den Vorschriften kontinuierlich von einer Uhr gesteuert gedreht werden und die die Fahrtgeschwindigkeit, die Ruhezeit und weitere Parameter des Fahrzeugs aufnehmen.

Die bekannten Fahrtschreiber weisen regelmäßig eine direkte Verbindung zwischen der die Geschwindigkeit des Fahrzeugs aufzeichnenden Nadel und der Tachowelle des Fahrzeugs auf. Aus diesem Grund ist eine Montage des Fahrtschreibers im Bereich des Armaturenbretts des Fahrzeugs sinnvoll und notwendig. Andererseits muß, alleine schon um einen Mißbrauch des Fahrtschreibers zu verhindern, sichergestellt sein, daß die Papierscheibe, auf welcher die Aufzeichnung vorgenommen wird, nicht ohne entsprechende Markierung gewechselt wird. Beim Wechseln der Scheiben muß sichergestellt sein, daß die für die Markierungselemente verwendete Nadeln der Papierscheibe abgehoben werden und die Papierscheibe von ihrem Antrieb freigegeben wird.

Andererseits ist häufig eine zusätzliche Scheibe für den Beifahrer vorgesehen, die ebenfalls mit einem Markierungselement beschriftet wird und ebenfalls angetrieben werden muß. Um die Entnahme und das Auswechseln der Papierscheiben zu gewährleisten, ist es bekannt geworden, die Antriebseinheit wegzuschwenken, um die Papierscheiben seitlich entnehmen zu können.

Gemäß einer weiteren Lösung sind Umlenkführungen vorgesehen, mit welchen die Papierscheiben um etwa 90 Grad umgelenkt werden können, um sie an den erwünschten Ort zu bringen.

Nachdem mindestens eine Nadel für die Aufzeichnung auf der Beifahrerscheibe erforderlich ist, besteht das Problem, daß diese Nadel in den Zwischenraum zwischen den Scheiben eingeführt werden muß, bzw. die Scheiben so geführt werden müssen, daß eine Berührung mit der Nadel während des Einführens ausgeschlossen ist. Dies bedingt eine entsprechend präzise Fertigung mit geringen Toleranzen, so daß die bekannten Fahrtschreiber vergleichsweise aufwendig zu fertigen sind.

Aus der DE 44 38 926 ist ferner ein Fahrtschreiber bekannt, bei dem eine seitlich in einem Rahmen geführte Schublade den Aufzeichnungsträger trägt. Diese Lösung erlaubt es zwar, als Einbauort den Einbauschacht für Autoradios oder dergleichen vorzusehen. Diese Lösung ist räumlich so gedrängt, daß es praktisch nicht möglich ist, zwei Diagrammscheiben - anstelle einer Datenkarte und einer Diagrammscheibe - dort unterzubringen und auch zielgerichtet entnehmen zu können, so daß sich diese Lösung nicht durchgesetzt hat.

Demgegenüber ist aus der WO 97/06515 ein Fahrtschreiber mit Schublade bekannt, bei dem zwei Chipkarten 11a, 11b in Schlitze 10a, 10b zusätzlich zu einem Aufzeichnungsträger eingeführt werden können. Auch hier sind die räumlichen Verhältnisse eher beengt.

Ferner ist aus der DE 36 42 270 ein Fahrtschreiber bekannt, bei dem eine Umlenkung von Chipkarten erfolgen soll. Hier handelt es sich um eine Lösung, die der vorstehend angefügten Lösung mit den Umlenkführungen entspricht, wobei jedoch anstelle von Papierscheiben Chipkarten verwendet werden.

Trotz der zahlreichen vorliegenden Entwicklungen werden die bekannten Fahrtschreiber vielfach als problematisch empfunden. Wenn sie beispielsweise neben der Lenksäule des Lastwagens oder Omnibusses angebracht sind, besteht ein Platzproblem hinsichtlich der Anordnung der mechanisch an die Tachowelle gekoppelten Fahrtschreiber. Eine Anordnung im Armaturenbrett macht diese unübersichtlicher, und zudem wird durch die bislang bekanntgewordenen Fahrtschreiber ein erheblicher Bauraum verbraucht, der insbesondere bei platzoptimierten Fahrzeugen unerwünscht ist.

Aus der EP 0 624 856 A2 ist ein Fahrtschreiber bekannt, der eine Schublade für die Aufnahme einer Diagrammscheibe und zusätzlich für die Aufnahme von Datenkarten aufweist. Der bekannte Fahrtschreiber soll Datenkarten zugriffs- und verschmutzungssicher aufnehmen und verriegeln. Durch die Anordnung der Datenkarten samt der entsprechenden Elektronik in der Schublade ist zwar eine Verriegelung der Datenkarten über die Schublade möglich. Die Schublade wird hierdurch jedoch ziemlich voluminös und schwer.

Ferner läßt sich dieser bekannte Fahrtschreiber zwar von der Lenksäule entfernt anordnen. Es ist jedoch aus praktischen Gründen unmöglich, den Fahrtschreiber oberhalb der Windschutzscheibe in dem dort befindlichen Raum, der vielfach nicht ausgenutzt ist, anzubringen, da Bedienung praktisch nur äußerst umständlich möglich wäre, indem der Fahrer sich in den Bereich unmittelbar unterhalb des Dachs der Fahrerkabine bemüht und dann dort in diesem - in der Regel nicht automatisch beleuchteten - Bereich die erforderlichen Manipulationen für Wechsel der Diagrammscheiben und Datenkarten vornimmt.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Fahrtschreiber gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 zu schaffen, der hinsichtlich seiner konstruktiven Anordnung leichter zu plazieren ist, ohne daß die Fertigungskosten besonders hoch wären.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Der erfindungsgemäße Fahrtschreiber ermöglicht eine wesentlich vergrößerte Freiheit in der Plazierung des Fahrtschreibers auch außerhalb des beengten Bereichs des Armaturenbretts und/oder der Lenksäule. Es ist möglich, den Fahrtschreiber in einen Einbauschacht für ein handelsübliches Autoradio einzusetzen, so daß sich erhebliche Kosteneinsparungsmöglichkeiten ergeben, zumal moderne Lastwagen in vielen Fällen mehr als einen Einbauschacht, nämlich einen für ein Autoradio und einen weiteren universellen, beispielsweise für einen CD-Spieler, aufweisen.

Der erfindungsgemäße Fahrtschreiber weist eine zwangsgeführte Schublade auf, die neben ihrer translatorischen Beweglichkeit eine Schwenkbewegung in der Auszugsstellung ermöglicht. Mit dieser Lösung läßt sich der erfindungsgemäße Fahrtschreiber sogar oberhalb des Gehäuses des Fahrers in dem dort vorgesehenen Bedienfeld integrieren, ohne daß für den Bediener das fällige Auswechseln der Papierscheiben erschwert wäre.

Überraschend bietet die erfindungsgemäße Anordnung des Aufzeichnungsmediums wie der Papierscheibe auf der Schublade trotz des kompakten Bauraums eine günstige Möglichkeit, auch ein fünftes Markierungselement in Form einer Nadel für die Beifahrerscheibe zu realisieren, ohne daß eine besondere Toleranzempfindlichkeit gegeben wäre. Aufgrund der kompakten Bauform sind die erforderlichen Bewegungswege gering, so daß insofern die Führung der Nadel weniger problematisch ist als beim Stand der Technik.

Bevorzugt ist der Fahrtschreiber so ausgebildet, daß die Schublade über ein Schiebe-/Schwenklager an dem Rahmen oder dem Gehäuse gelagert ist. Die Schwenkachse erstreckt sich bevorzugt im rechten Winkel zur Auszugsrichtung, so daß die Haltevorrichtung, die in Form einer Klappe ausgebildet sein kann, die Möglichkeit bietet, die Aufzeichnungsscheiben bezogen auf die Schublade nach oben zu schwenken, so daß sie beim Öffnen der Schublade automatisch freigegeben werden.

Gemäß einem weiteren, besonders vorteilhaften Aspekt der vorliegenden Erfindung ist es möglich, die elektronische Ansteuerung wahlweise so umzuschalten, daß die Schublade beim Ausfahren in einem Zuge zunächst eine lineare und dann eine Schwenkbewegung ausführt und in der Auszugsstellung, also in der mechanisch maximal ausgefahrenen Stellung, anhält, wahlweise aber auch den Betrieb zu programmieren, der eine Zwischenstellung als Endanschlag fixiert, die als Freigabestellung bezeichnet wird und in welcher eine Entnahme und eine Einführung sowohl der Diagrammscheiben als auch der SmartCards ohne weiteres möglich ist und zwischen der und der Einschubstellung die Schublade ausschließlich eine lineare Bewegung vornimmt.

Mit dieser Ausgestaltung ist es möglich, mit ein und derselben Ausführungsform eines Fahrtschreibers wahlweise einen herkömmlichen wie auch einen Schwenkbetrieb zu realisieren, ohne daß Mehrkosten hierdurch entstehen.

Gemäß einem weiteren, besonders günstigen Gesichtspunkt der Erfindung ist eine Gleichlaufsteuerung der Schublade vorgesehen. Die Gleichlaufsteuerung bewirkt, daß beide seitlichen Führungsbereiche der Schublade sich synchron zueinander bewegen, so daß eine Verkantung der Schublade ausgeschlossen ist. Hierzu ist es vorgesehen, daß eine beidendig getrieberad-, insbesondere zahnradbestückte Welle sich quer über die Schublade erstreckt und auch für den Antrieb der Schublade sorgt.

Bevorzugt ist das Getrieberad formschlüssig mit einem rahmenfesten Zahnsegment in Eingriff, und zwar mit je einem auf jeder Seite der Schublade. Hierdurch wird erreicht, daß die bei einer Verkantung regelmäßig erzeugte Selbstverstärkung der Verkantungskräfte sicher vermieden wird, wenn der Antrieb leichtlaufend und damit nicht ganz spielfrei ausgebildet ist, da bei einem formschlüssigen Antrieb der spielbedingt nacheilende Antrieb von zwei synchronen Antrieben stets stärker beschleunigt.

Erfindungsgemäß besonders bevorzugt in diesem Zusammenhang ist es, daß die Kulissenführung auch eine Bewegung in einer anderen Raumachse als in Auszugsrichtung der Schublade erlaubt, nämlich praktisch eine Schwenkbewegung um eine Achse, die im wesentlichen quer zur Auszugsrichtung der Schublade verläuft.

Unter Schwenkbewegung sei hier auch eine Kombination von Schwenk- und translatorischer Bewegung zu verstehen, also eine Bogenbewegung.

Erfindungsgemäß bietet die bevorzugte Ausgestaltung ferner den Vorteil, daß mit einer konstruktiv besonders einfachen und damit preisgünstig herzustellenden Ausführung sowohl der Antrieb als auch die - an sich aufwendige - Bewegung störsicher gesteuert vollzogen werden kann. Hierzu ist die Kulissenführung mit einer Kulissennut verbunden, in welcher die Antriebswelle der Schublade läuft und die dem Getriebesegment unmittelbar benachbart ist. Bevorzugt wird ein ziemlich kleines Zahnrad eingesetzt, so daß die Stirnflächen der Zähne des Zahnsegments sich im wesentlichen bis zur Kulissen-Führungsnut erstrecken.

Diese Führung ist bevorzugt kombiniert mit einer Schiebe- Schwenkführung, die ein Schwenk-Gleitelement aufweist, das in rahmenfesten Nuten oder Kanälen läuft. Das Schwenk-Gleitelement ist mindestens mit einer Schwenkachse in Auszugsrichtung beabstandet von dem Getrieberad der Kulissenführung, so daß eine ausreichend präzise Vierpunktaufhängung der Schublade, die dennoch - wie vorstehend ausgeführt - verkantungssicher ist, gewährleistet wird.

Zusätzlich können bei Bedarf Fest-Gleitelemente den Schwenk- Gleitelementen vorgeschaltet sein, die in der gleichen Nut laufen und die Schublade bis knapp vor das Erreichen des Schwenkbeginns sicher abstützen.

Es versteht sich, daß anstelle der hier vorgestellten Ausgestaltung mit einer Nut und in dieser gleitenden Schwenk- bzw. Fest-Gleitelementen in gleicher Weise eine Kombination einer entsprechenden, rahmenfesten Schiene mit entsprechenden, an dieser laufenden Gleitelementen möglich ist, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen.

Gemäß einer weiteren, besonders bevorzugten Ausgestaltung ist eine zentrierende und justierende Einführschräge auf dem von der Kreisform abweichenden Zentrierdorn des Diagrammscheibenantriebs vorgesehen. Mit einer derartigen Einführschräge, die in den Figuren untertrieben dargestellt ist, ist es auch möglich, eine lediglich ziemlich grob voreingestellte Diagrammscheibe um einen Winkel von beispielweise 45° zu verdrehen, wenn die Diagrammscheibe lediglich sehr ungenau eingeführt wird.

Besonders günstig ist, daß die Außenabmessungen des Gehäuses, das bevorzugt den erfindungsgemäßen Rahmen umgibt, ISO 7736- 1984 entsprechen, also eine Länge von ≤148,5 mm, eine Breite ≤179 mm und eine Höhe ≤51 mm aufweisen.

Hiermit lassen sich die Standard-Zusatzfächer im Armaturenbrett von Kraftfahrzeugen einsetzen, wie sie regelmäßig für die Aufnahme von Radiogeräten, Kassettengeräten und/oder CD- Abspielgeräten, heute häufig auch mehrfach, vorgesehen sind.

Gemäß einer weiteren, besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, daß eine automatische Abschaltung der Antriebsvorrichtung für die Schublade beim Endanschlag erfolgt. Hierzu kann in an sich bekannter Weise ein Stromsensor vorgesehen sein, der den Antrieb des Elektromotors abschaltet, sobald das aufzubringende Drehmoment - und damit der Speisestrom des Elektromotors - einen Schwellenwert übersteigt. Besonders günstig ist es, daß diese Endabschaltung zugleich als Sicherheitsabschaltung für die Schublade fungieren kann. Wenn durch ein Hindernis das Hinein- oder Herausfahren der Schublade behindert oder verhindert wird, erfolgt mit der erfindungsgemäß bevorzugt vorgesehenen Abschaltung zugleich eine Abschaltung des Motors. Es ist dann möglich, nach der Art einer Folgeschaltung durch eine erneute Betätigung der Tiptaste für die Betätigung der Schublade die Fahrtrichtung der Schublade umzukehren und nach Beseitigung des Hindernisses dann einen erneuten Hinein- oder Herausfahrprozeß einzuleiten, nachdem die je zugeordnete Endstellung erreicht ist.

Gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung wird durch die Auslösung des Schwellenschalters, der insofern ein Hindernis in der Bewegung anzeigt, dann bereits die Fahrtrichtung der Schublade umgekehrt, wenn die Auslösung des Schwellenschalters nicht an einer Endposition der Bewegung erfolgt.

Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung ist es vorgesehen, daß der Motor der Schublade zugleich als Generator ausgebildet ist. Der Antriebszug für die Schublade ist bei dieser Ausgestaltung nicht selbsthemmend, sondern dementsprechend freilaufend. Wenn der Benutzer die Schublade beispielsweise aus ihrer Auszugsstellung leicht anhebt, dreht sich bei dieser Ausführungsform der Motor und erzeugt damit an seinen Klemmen eine Signalspannung, wobei er insofern als Generator wirkt. Diese Signalspannung wird erfaßt und von der Ansteuerelektronik als Signal für den Antrieb des Motors in die betreffende Richtung interpretiert, so daß eine vom Benutzer manuell eingeleitete Bewegung der Schublade von der Ansteuerelektronik fortgesetzt wird.

Gemäß einem weiteren besonders vorteilhaften Aspekt der Erfindung ist es vorgesehen, daß die Datenkarten oder Smart- Cards im Gehäusebereich angeordnet sind. Diese Ausgestaltung erlaubt die kompakte und montagefreundliche Anordnung der Führungen für die SmartCards, die je unmittelbar auf der Steuerplatine angebracht sein können. Dennoch kann die von innen an der Front der Schublade angebrachte Blende sich so überlappend über die SmartCards erstrecken, daß eine Entnahme bei geschlossenen Schublade nicht zerstörungsfrei möglich ist. Ein mißbräuchlicher Tausch der SmartCards ist damit ausgeschlossen.

Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Fahrtschreibers in einer Ausführungsform mit vollständig ausgefahrener Schublade;

Fig. 2A bis 2C die Einschubstellung, die Freigabestellung und die ausgezogene Stellung der Schublade in seitlicher Ansicht für einen Fahrtschreiber gemäß der Ausführung in Fig. 1;

Fig. 3A einen Schnitt entlang der Linie 3A-3A aus Fig. 2A;

Fig. 3B einen Schnitt entlang der Linie 3B-3B aus Fig. 2A;

Fig. 4A und 4B eine perspektivische Darstellung der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fahrtschreibers in Explosionsdarstellung, wobei die Bauteile gemäß Fig. 4A oberhalb der Bauteile gemäß Fig. 4B angeordnet sind; und

Fig. 5 eine Ansicht eines Teils des erfindungsgemäßen Fahrtschreibers gemäß Fig. 1, nämlich die Führung eines Markierungselements.

Der in Fig. 1 dargestellte Fahrtschreiber 10 weist einen Rahmen 12 und eine Schublade 14 auf, die in dem Rahmen beweglich geführt ist. Die Schublade 14 dient der Aufnahme eines Aufzeichnungsmediums wie einer Diagrammscheibe, das auf einem von der Kreisform abweichenden Zentrierdorn 16 verdrehsicher gehalten ist und über das Markierungselemente, die nachstehend im einzelnen beschrieben sind, Markierungen aufgebracht werden können. Ein Aufzeichnungsmedium ist bevorzugt als Diagrammscheibe ausgebildet, auf dem Kurven zur Darstellung mindestens der Geschwindigkeit des Fahrzeugs, bevorzugt aber zusätzlich auch der Motordrehzahl, der Wach-/Schlafzeit des Fahrers weiterer Parameter vorgesehen ist.

Die Diagrammscheibe, die meist aus Reaktionsdurchschreibepapier aufgebaut ist, ist auf den Zentrierdorn 16 aufbringbar und von diesem manuell entfernbar. Bevorzugt ist hierzu die in Fig. 1 dargestellte, geschlitzte Haltevorrichtung 18 vorgesehen, die das Aufzeichnungsmedium trägt und die in der in Fig. 1 dargestellten Position der Schublade das Aufzeichnungsmedium von dem Zentrierdorn 16 abhebt.

Der Rahmen 12 trägt und führt die Schublade 14 in einer erfindungsgemäß besonderen Weise, wobei die Schublade sich zwangsgeführt bei der Auszugbewegung zunächst translatorisch, also bei waagrechter Einbaulage waagrecht, bewegt, um dann nach unten geschwenkt zu werden. Diese Bewegung wird über eine Kulissenführung gesteuert, deren Einzelheiten nachfolgend unter Bezugnahme auf die weiteren Figuren erläutert werden.

Der Rahmen trägt nebeneinander angeordnete Führungen 20 und 22 für Datenkarten oder SmartCards 23, die dem Fahrer und dem Beifahrer zugeordnet sind und die die auf der Papierscheibe aufgezeichneten Daten auch elektronisch aufzeichnen. Die Führungen 20 und 22 sind in einer Stirnfläche 24 des Rahmens 12 ausgebildet und zwar zwischen der Schublade und dem oberen Rand des Rahmens. Beide Führungen erstrecken sich waagrecht und sind auf eine gemeinsame - hier nicht dargestellte - Platine oder gedruckte Schaltung montiert.

Obwohl eine einstückige Bauweise des Rahmens möglich ist, zeigt das hier dargestellte Ausführungsbeispiel einen mehrgliedrigen Rahmen 12, wobei Seitenschenkel, von denen aus Fig. 1 ein Seitenschenkel 26 ersichtlich ist, über Befestigungselemente 28 und 30, beispielsweise über Schrauben, an weiteren Teilen des Rahmens 12 befestigt ist.

Der Rahmen 12 ist von einem Gehäuse 32 umgeben, das in Fig. 1 teilweise aufgebrochen dargestellt ist.

Die Schublade trägt an ihrem vorderen Ende eine Blende 34, die von hinten an der Schublade angeschraubt ist. Bevorzugt nimmt die Blende 34 Bedienungs- und Anzeigeelemente auf, wobei in dem dargestellten Ausführungsbeispiel je ein Bedientaster 36 und 38 für den Fahrer und den Beifahrer vorgesehen sind, mit welchen beispielsweise zwischen Fahrzeiten, Pausezeiten und Schlafzeiten umgeschaltet werden kann.

Ferner ist ein Anzeigefeld 40 vorgesehen, das über eine Menüführung verschiedene Informationen hinsichtlich der abgespeicherten Werte bereitstellt. So ist es beispielsweise möglich, die maximale pausenfreie Fahrtzeit entweder additiv anzuzeigen, oder nach der Art eines Countdowns die verbleibende mögliche Fahrtzeit wiederzugeben. Die Bediener können gewünschtenfalls auch ein Alarmsignal kurz vor Ablauf der Fahrtzeit einprogrammieren, das auch akustisch unterstützt sein kann. Für die Kommunikation insofern ist ein Bedienknopf 42 vorgesehen, der eine Point-and-Shoot-Funktion im Rahmen der Menüführung erlaubt.

Darüberhinaus ist eine Öffnungstaste 44 vorgesehen, deren Betätigung zum Ausfahren der Schublade führt, wenn die Schublade eingefahren ist, und deren Betätigung die Schublade einfährt, wenn sie in der ausgezogenen Stellung ist. Es versteht sich, daß die Art und Anordnung der Bedienelemente in weiten Bereichen an die Erfordernisse anpaßbar ist. So ist es grundsätzlich auch möglich, eine Mehrzahl an Tasten vorzusehen, die die Menüführung entbehrlich macht. Alternativ ist die Öffnungstaste 44 gehäusefest gelagert.

In Hinblick auf die vergleichsweise geringen Kosten von Anzeigen, die entweder als hinterleuchtete Flüssigkeitskristallanzeigen oder beispielsweise als Leuchtdioden- Matrixanzeigen aufgeführt sein können, ist die hier dargestellte Ausgestaltung bevorzugt. Zudem ist erfindungsgemäß besonders günstig, daß durch die Bedienungsoptionen, über welche Fahrer und Beifahrer je die gewünschten Signalisierungen einstellen können, die Akzeptanz des erfindungsgemäßen Fahrtschreibers gefördert wird.

In Fig. 2A ist die Schublade 14 in der eingefahrenen Stellung dargestellt. Hier wie auch in den weiteren Figuren weisen gleiche Bezugszeichen auf gleiche Teile hin. Die Schublade 14 trägt ein Getrieberad 46, das auf einer Welle 48 drehfest gelagert ist und auf einem Getriebesegment 50 läuft. Das Getriebesegment 50 ist nach der Art einer Zahnstange ausgebildet, mit der das Getrieberad 46 in Eingriff steht, jedoch endseitig in der weiter unten näher erläuterten Weise gebogen.

Zur Gewährleistung der Gleichlaufsteuerung ist auf beiden Enden der Welle 48 ein Getrieberad 46 angeordnet, das je auf einer entsprechenden Kulissenführung oder einem Getriebesegment 50 abläuft.

Das Getriebesegment 50 ist am Rahmen 12 ausgebildet. Um das Getrieberad 46 in Eingriff zu halten, ist die Welle 48 in einer Führungsnut 52 geführt, die sie durchtritt, und die dem Getriebesegment 50 unmittelbar benachbart ist. Das Getriebesegment 50, das mit dem Getrieberad 46 in Eingriff steht, bildet zusammen mit der Kulissen-Führungsnut 52 und der in dieser laufenden Welle 48 eine Kulissenführung 53. Der Durchmesser des Getrieberads 46 ist besonders klein gewählt, so daß lediglich die Zähne gegenüber der Welle 48 vorstehen, und damit die Möglichkeit besteht, daß die Zähne des Getriebesegments 50 unmittelbar an die Führungsnut 52 angrenzen, wodurch ein vergleichsweise kleines Drehmoment für den Antrieb der Schublade erforderlich ist und eine hohe Untersetzung der Motordrehzahl bereitgestellt werden kann.

Die Schublade 14 trägt ferner ein Schwenk-Gleitelement 54 und ein Fest-Gleitelement 56. Das Schwenk-Gleitelement 54 ist an einer besser aus Fig. 2b ersichtlichen Schwenkachse 58 an der Schublade gelagert, wobei die Ausrichtung der Schwenkachse senkrecht zur Auszugsrichtung 60 der Schublade verläuft und sich im wesentlichen waagrecht erstreckt. Wie sich aus dem Vergleich der Fig. 2B und 2C ergibt, läßt sich die Schublade um die Schwenkachse 58 verschwenken. Beide Gleitelemente 54 und 56 laufen in einer gemeinsamen Nut 62, die nach vorne offen ist, so daß das Fest-Gleitelement 56 außer Eingriff der Führungsnut gelangen kann.

Während in Fig. 2A die eingeschobene Stellung der Schublade 14 in dem Rahmen 12 dargestellt ist, zeigt Fig. 2B eine mittlere Stellung der Schublade, die auch als Freigabestellung bezeichnet wird. Zwischen der eingeschobenen Stellung gemäß Fig. 2A und der Freigabestellung gemäß Fig. 2B wird die Schublade 14 ausschließlich linear, also translatorisch bewegt. Die Führung erfolgt zwischen dem Schwenk-Gleitelement 54 und der Nut 62 einerseits, der Welle 48 und der Kulissenführungsnut 52 andererseits. Die Welle 48 ist von der Schwenkachse 58 sowohl horizontal als auch vertikal beabstandet, wobei der horizontale Abstand weniger als die Höhe des Gehäuses 32 beträgt. Bevorzugt beträgt der horizontale Abstand 8 Prozent bis 60 Prozent, und insbesondere etwa 20 Prozent der Auszugslänge der Schublade.

Bei der Bemessung des Abstands ist zu berücksichtigen, daß der durch den Abstand vorgegebene Hebelarm so gering wie möglich sein sollte, um die Materialbeanspruchung geltend zu halten. Andererseits muß auch bei nach unten verschwenkter Schublade das Getrieberad 46 und die Welle 48 deutlich innerhalb der Rahmens verbleiben, so daß der Abstand dann größer gewählt werden kann, wenn der maximale Schwenkwinkel geringer sein soll.

Der vertikale Abstand kann nach den räumlichen Erfordernissen gewählt werden, wobei es grundsätzlich auch möglich wäre, die Kulissenführung 53 auf der gleichen vertikalen Ebene wie die Fest- und Schwenkgleitelemente 56 und 54 anzuordnen, nämlich nebeneinander.

Das Getriebesegment 50 und die Kulissen-Führungsnut 52 sind an dem vorderen Ende in besonderer Weise gebogen ausgebildet, wobei die dort vorliegende Form im wesentlichen die Form eines schrägliegenden, flach geschwungenen S aufweist. Diese Form stellt sicher, daß die Schublade 14 bei Annäherung an die ausgezogene Stellung gemäß Fig. 2C mit ihrem hinteren Ende 64 zunächst leicht und dann stärker angehoben und entsprechend mit ihrem vorderen Ende 66 abgesenkt wird. Die Bewegung erfolgt als Schwenkbewegung um die Schwenkachse 58, wobei sich aus dem Vergleich der Fig. 2A und 2C ergibt, daß die Schwenkachse 58 sich bezogen auf den Rahmen 12 nach vorne verlagert. Insgesamt ergibt sich somit eine Kreisbewegung oder gewünschtenfalls eine Bogenbewegung der Schublade von der Freigabestellung in die ausgezogene Stellung gemäß Fig. 2C. Es ist bevorzugt, daß das Getriebesegment 50 als Teil der Kulissenführung 53 ausgebildet und damit ebenfalls geschwungen ist, während es grundsätzlich auch möglich wäre, das Getriebesegment der Nut 62 benachbart, und damit das Getrieberad der Schwenkachse 58 benachbart vorzusehen. Die hier bevorzugte Ausführungsform erlaubt jedoch eine sanftere und lagerschonendere Bewegung der Schublade 14, denn die aufgebrachten Antriebskräfte unterstützen je die Schwenkbewegung der Schublade 14.

Wie aus Fig. 2B und 2C ersichtlich ist, weist die das Fest- Gleitelement 56 eine Einführschräge 68 auf, die das Einführen des Fest-Gleitelements 56 in die Nut 62 erleichtert.

In der herausgefahrenen Stellung der Schublade 14 ist die Diagrammscheibe oder Papierscheibe frei zugänglich und gemäß Fig. 1 auf der Haltevorrichtung 18 von der Schublade 14 abgehoben. Zudem sind auch die Datenkarten oder SmartCards 23 frei zugänglich.

Aus Fig. 3A ist ein Schnitt entlang der Linie 3A-3A aus Fig. 2A ersichtlich. Die Welle 48 ist durchgehend durch die Schublade 14 ausgebildet, wobei sie endseitig je Abflachungen 70 und 72 aufweist, auf die die Getrieberäder 46 und 47 aufgesteckt sind. Aus Fig. 3A ist auch ersichtlich, daß der Rahmen 12 dreiteilig ausgebildet ist und zusätzlich zu dem Hauptkörper je dort angeflanschte Seitenschenkel 26 und 27 aufweist. Die dreiteilige Ausgestaltung erleichtert die Montage der Schubladenführung. Wie aus Fig. 3A und Fig. 3B ersichtlich ist, sind sowohl die Schublade 14 als auch der Rahmen 12 nicht glatt ausgebildet, sondern weisen Absätze und unterschiedliche Bauhöhen auf. Hierdurch läßt sich je die erforderliche Funktionalität für den Einbau bestimmter Teile bereitstellen, und zudem dienen die Absätze der Aussteifung sowohl der Schublade 14 als auch des Rahmens 12.

Aus Fig. 3B ist die Anordnung der Schwenkachsen 58 und 59 ersichtlich. Die Schwenkachsen 58 und 59 sind als Zapfen ausgebildet, die in den Schwenk-Gleitelementen 54 und 55 eingepreßt sind und in entsprechenden Bohrungen in der Schublade schwenkbeweglich geführt sind.

Aus den Fig. 4A und 4B sind die Einzelheiten des erfindungsgemäßen Fahrtschreibers in perspektivischer Ansicht in Explosionsdarstellung ersichtlich. Der Rahmen 12 nimmt auf seiner Oberseite eine Platine 70 auf, die die nicht im einzelnen dargestellten elektronischen Ansteuerelemente für den Fahrtschreiber aufweist und zudem die Führungen 20 und 22 für die SmartCards 23 trägt. Bevorzugt trägt die Platine auch alle Steppermotoren für die Ansteuerung von Markierungselementen 72, 74, 76 und 78, so daß ein kompakter Aufbau der elektronischen Ansteuerelemente möglich ist. Die Verbindung zur Bedienelektronik, die hinter der Blende 34 angeordnet ist, erfolgt bevorzugt über ein geschwungen verlegtes und dementsprechend ausziehbares und der Bewegung folgendes Flachbandkabel, das hier nicht dargestellt ist.

Der Rahmen 12 ist im wesentlichen wannenförmig ausgebildet, wobei die Elemente der elektronischen Ansteuerung je in die Wannen je nach Bedarf hereinragen. Die in Fig. 4A rechts dargestellte Wanne nimmt zudem die Führungen für die Markierungselemente 72 bis 78 auf, wobei die Führungen zwei Führungsstangen 80 und 82 aufweisen, auf denen je Markierungselement-Haltevorrichtungen 84, 86, 88 und 89 hintereinander laufen. Jede Markierungselement-Haltevorrichtung 84 bis 90 weist eine Dreipunktauflage auf den Führungsstangen 80 und 82 auf, wobei die Ausgestaltung so vorgesehen ist, daß einerseits eine sichere Gleitführung möglich ist und andererseits aneinander angrenzende Bereiche des Aufzeichnungsmediums, also unterschiedliche Radienbereiche der Diagrammscheibe, von dem je zugehörigen Markierungselement 72 bis 78 angesteuert und mittels der den je hier nicht dargestellten Steppermotoren markiert werden können.

Ein Markierungselement zusammen mit seiner Haltevorrichtung, nämlich das Markierungselement 76 mit der Haltevorrichtung 88, ist in Fig. 5 vergrößert dargestellt.

In Fig. 4B ist die erfindungsgemäße Schublade 14 mit ihren Einzelheiten dargestellt. Die Schublade 14 ist ebenfalls im wesentlichen wannenförmig ausgebildet und nimmt in einer kreisförmigen Vertiefung 92 die Papierscheibe auf, die auf der Haltevorrichtung 18, die einen entsprechenden Führungsschlitz 94 aufweist, gelagert ist, wenn die Papierscheibe von der Schublade 14 abgehoben werden soll. Die Papierscheibe ist in der Betriebsposition auf einem Teller oder Getrieberad 96 abgestützt, das den Führungsdorn 16 trägt und in einer gegenüber der Vertiefung 92 noch weiter nach unten verlagerten Vertiefung 98 angeordnet ist. Das Getrieberad 96 ist über ein Getriebe 100 mit einem kontinuierlichen laufenden Motor 102 verbunden, der vorschriftsgemäß zeitsynchronisiert die Papierscheibe antreibt, um eine Ablesung der dort markierten Kurven für die Geschwindigkeit usw. zu ermöglichen. Die Kurven werden über die aus Fig. 4A ersichtlichen Markierungselemente 72 bis 80 aufgetragen, die eine Ausnehmung 104 in dem Rahmen 12 durchtreten und auf die nach oben weisende Aufzeichnungsfläche der Papierscheibe wirken.

Bevorzugt ist eine weitere Papierscheibe gemeinsam mit der oberen Papierscheibe unterhalb dieser gelagert, die die Ruhe- bzw. Schlafzeiten des Beifahrers aufnehmen soll. Auf diese Papierscheibe wirkt ein weiteres Markierungselement, dessen Haltevorrichtung 106 aus Fig. 4B ersichtlich ist. Das Markierungselement wird über einen Hebel 108 betätigt, wobei die gesamte Ansteuerung für das fünfte Markierungselement in der Schublade 14 aufgenommen ist, also einschließlich eines entsprechenden Antriebsmotors 108.

Aus Fig. 4B ist ferner die Anordnung des Antriebs für die translatorische Schwenkbewegung der Schublade ersichtlich. Die Antriebsvorrichtung weist ein Getriebe 110 und einen Antriebsmotor 112 auf, die auf die Welle 48 und damit die Getrieberäder 46 und 47 wirken. Die Antriebsvorrichtung für die Bewegung der Schublade 14 ist in einer Raumecke der Schublade angeordnet, so daß der Bauraum der Schublade insgesamt optimal ausgenutzt wird. Der Antrieb für das Drehen des Aufzeichnungsmediums ist - wie es aus Fig. 4B ersichtlich ist - in der vorderen rechten Raumecke der Schublade vorgesehen, der Antrieb für die Bewegung der Schublade ist in der hinteren rechten Raumecke der Schublade vorgesehen, und der Antrieb für das fünfte Markierungselement ist in der hinteren linken Raumecke der Schublade vorgesehen. Überraschend läßt sich mit dieser Kompaktanordnung die bedienungsfreundliche Funktionalität des erfindungsgemäßen Fahrtschreibers gewährleisten.

Aus Fig. 5 ist die Lagerung und Betätigung des Markierungselements 76 ersichtlich. Die Haltevorrichtung 88 für das Markierungselement 76 ist auf den Führungsstangen 80 und 82 gelagert, wobei die Lagerung auf der Führungsstange 82 zum Toleranzausgleich über ein Langloch 120 erfolgt. Die Haltevorrichtung 88 erstreckt sich unter Bildung einer Dreipunktführung über die Führungsstangen, sie lagert das Markierungselement 76 über eine Gabelführung 122, deren oberer Schenkel 124 wie auch deren unterer Schenkel 126 je eine Durchtrittsausnehmung für die Aufnahme des Lagerelements 76 aufnimmt. Eine Verdickung 128 ist auf dem Lagerelement ausgebildet, die als während der Montage in Preßpassung aufgebrachter Ring vorgesehen sein kann und das Markierungselement 76 unverlierbar in der Gabelführung 122 hält. Die Verdickung 128 bietet zudem eine Angriffsfläche für eine allen Markierungselementen gemeinsame Hubvorrichtung, die betätigt wird, wenn die obere Papierscheibe entnommen werden soll. Zur Bereitstellung einer definierten Andruckskraft ist zwischen der Verdickung 128 und dem Schenkel 124 eine Druckfeder vorgesehen, die hier nicht dargestellt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrtschreiber, mit einem Rahmen, der ein Aufzeichnungsmedium und mindestens ein Markierungselement für die Aufzeichnung eines fahrzeugbezogenen Parameters auf dem Aufzeichnungsmedium aufnimmt, wobei das aus dem Fahrtschreiber entnehmbare Aufzeichnungsmedium dem Fahrer des Fahrzeugs und insbesondere ein weiteres aus dem Fahrtschreiber entnehmbares Aufzeichnungsmedium dem Beifahrer zugeordnet ist, wobei das Aufzeichnungsmedium auf einer seitlich im Rahmen (12) geführten Schublade (14) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schublade ihre Antriebsvorrichtung (46, 47, 48, 110, 112) trägt und insbesondere in oder kurz vor ihrer Auszugsstellung nach unten verschwenkbar gelagert ist.
  2. 2. Fahrtschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schublade (14) über eine Kulissenführung (53) gelagert ist, die insbesondere mindestens ein Getrieberad (46, 47) und mindestens ein Getriebesegment (50) aufweist, die miteinander in Eingriff stehen und daß die Schublade (14) insbesondere im wesentlichen im rechten Winkel zu ihrer Auszugsrichtung um eine Schwenkachse (58) schwenkbar ist.
  3. 3. Fahrtschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (46, 47, 48, 110, 112) der Schublade (14) insbesondere einen Elektromotor (112) aufweist, der insbesondere über ein Getriebe (110) und eine durchgehende Welle (48) beidseitig der Schublade (14) auf dort angebrachte, insbesondere längsseitig gekrümmte Getriebesegmente (50) wirkt.
  4. 4. Fahrtschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Öffnen der Schublade (14) auf dem Aufzeichnungsmedium eine Markierung hinterläßt.
  5. 5. Fahrtschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (12) zwei einander zugewandte Nuten (62) für die Aufnahme von Gleitelementen (54, 55, 56) aufweist, die an der Schublade (14) seitlich nach außen weisend ausgebildet sind.
  6. 6. Fahrtschreiber nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig der Schublade (14) je ein Schwenk- (54, 55) und ein Fest-Gleitelement (56) ausgebildet sind, wobei das Fest- Gleitelement (56) in der ausgezogenen Stellung der Schublade (14) außer Eingriff der Nuten (62) des Rahmens (12) ist, und das Schwenk-Gleitelement (54, 55) eine Schwenkachse (58, 59) aufweist, über welche es schwenkbeweglich an der Schublade (14) gelagert ist.
  7. 7. Fahrtschreiber nach Anspruch 1, 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kulissenführung (53) für die Führung der Schublade (14) am Rahmen (12) eine gehäusefeste Kulissen-Führungsnut (52) aufweist, in welcher ein an der Schublade (14) angebrachter oder drehbar gelagerter Zapfen (48) gleitbeweglich geführt ist.
  8. 8. Fahrtschreiber nach Anspruch 1, 2, 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der Schublade (14) angebrachter Zapfen (48) der Kulissenführung (53) ein Getrieberad (46, 47), insbesondere ein Zahnrad, trägt, das auf einem Getriebesegment (50), insbesondere auf einem Zahnsegment, läuft und insbesondere die beidseitig der Schublade (14) vorgesehenen Getrieberäder (46, 47) über die durchgehende, je den Zapfen bildende Welle (48) miteinander verbunden sind.
  9. 9. Fahrtschreiber nach Anspruch 1, 2 oder 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schwenklager (58, 59) für ein Schwenk-Gleitelement (54, 55) der Kulissenführung (53) der Schublade (14) von einem Führungszapfen (48) für die Kulissen- Führungsnut (52) der Kulissenführung (53) horizontal und insbesondere auch vertikal beabstandet ist, wobei der horizontale Abstand 8 Prozent bis 60 Prozent, und insbesondere etwa 20 Prozent der Auszugslänge der Schublade (14) beträgt.
  10. 10. Fahrtschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufzeichnungsmedium mindestens ein elektronisches Aufzeichnungselement, insbesondere eine sogenannte SmartCard (23), aufweist, deren Entnahme bei geöffneter Schublade (14) möglich und bei geschlossener Schublade (14) blockiert ist, wobei insbesondere für Fahrer und Beifahrer je eine separate SmartCard (23) als elektronisches Aufzeichnungsmedium in einem gehäusefesten Schlitz (20, 22) vorgesehen ist.
  11. 11. Fahrtschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schublade (14) mindestens eine Diagrammscheibe, insbesondere je eine Papierscheibe für Beifahrer und Fahrer, als beschriftbares Aufzeichnungsmedium auf einem gemeinsamen Teller (96) drehbar lagert und daß der Teller (96) über einen Motor (102) und ein Getriebe (100) angetrieben ist, der in einer der vier Ecken der Schublade (14) angeordnet ist.
  12. 12. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 1, 4 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Markierungselement (106), insbesondere für die Beifahrerscheibe, zusammen mit seiner Antriebsvorrichtung (107, 108), an der Schublade (14) gelagert ist, wobei die Antriebsvorrichtung (107, 108) in einer weiteren Ecke der Schublade (14) angeordnet ist.
  13. 13. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Antriebsvorrichtung (110, 112) für die Schublade (14), die auf ein Getrieberad (46, 47) der Kulissenführung (53) wirkt, in einer weiteren Ecke der Schublade (14) aufgenommen ist.
  14. 14. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 7 bis 9 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (12) seitlich Getriebesegmente (50) als Teil von Kulissenführungselementen (26, 27) trägt, und daß die Schublade (14) sich im wesentlichen über die Höhe der Kulissenführungselemente (26, 27) erstreckt und den Fahrtschreiber (10), insbesondere dessen Unterseite, in ihrer Einschubstellung abschließt.
  15. 15. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 7 bis 9 oder 13, 14, dadurch gekennzeichnet, daß seitliche Kulissenführungselemente (26, 27) und der Rahmen (12) eine feste Einheit bilden und die Bewegung der Schublade (14) bei dem Einschieben und dem Ausfahren führen und daß die Schublade (14) eine Gleichlaufsteuerung für das verkantungsfreie Ein- und Ausfahren aufweist.
  16. 16. Fahrtschreiber nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (12) Führungen (80, 82) für Markierungselemente (72, 74, 76, 78) für die Markierung des dem Rahmen zugewandten Aufzeichnungsmediums trägt, wobei mindestens ein, insbesondere vier Markierungselemente (72 bis 78) (Nadeln) auf mindestens einer gemeinsamen Führungsstange (80, 82) hintereinander angeordnet sind, wobei die Markierungselemente (72, 74, 76, 78) insbesondere den Rahmen (12) über eine Durchtrittsausnehmung (104) durchtreten und in der Einschubstellung der Schublade (14) auf dem Aufzeichnungsmedium in Anlage bringbar sind.
  17. 17. Fahrtschreiber nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (122) für die Markierungselemente (72 bis 80) gabelförmig ausgebildet sind, wobei sich zwischen den Schenkeln (124, 126) der Gabelführung (122) ein Hubhebel erstreckt, der an je einem Markierungselement angelenkt ist, und mit welchem selektiv jedes Markierungselement gesteuert von dem Aufzeichnungsmedium abhebbar ist.
  18. 18. Fahrtschreiber nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine gemeinsame Führung für die Markierungselemente (72 bis 80) eine Hubvorrichtung aufweist, die auf an dem Rahmen (12) gelagerte Markierungselemente (72 bis 80) wirkt und mit welcher die Markierungselemente (72 bis 80) von dem Aufzeichnungsmedium für die Bewegung der Schublade (14) abhebbar sind.
  19. 19. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 16 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Schublade (14) auf eine Hubvorrichtung wirkt, die Markierungselemente (72 bis 80) für die Vorbereitung der Bewegung der Schublade (14) von der Einschubstellung in die Auszugsstellung anhebt.
  20. 20. Fahrtschreiber nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schublade (14) eine Haltevorrichtung (18) für mindestens eine Papierscheibe als Aufzeichnungsmedien um eine horizontale Schwenkachse schwenkbeweglich lagert, die bei Annäherung an die Auszugsstellung zwangsgeführt oder federgeführt von der Schublade (14) abhebt und damit die Papierscheiben dem Benutzer griffgünstig darbietet.
  21. 21. Fahrtschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenabmessungen eines Gehäuses (32) für den Rahmen (12) ISO 7736-1984 entsprechen.
  22. 22. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 1, 3 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (112) für die Schublade (14) mit einem Stromsensor ausgestattet ist, der beim Erreichen der Endposition (Einschubstellung oder Auszugsstellung) die Antriebsvorrichtung (112) abschaltet und der ein manuelles Eindrücken der Schublade (14) über den dann als Generator wirkenden Motor (112) der Antriebsvorrichtung erfaßt und den Motor für das Schließen der Schublade (14) antreibt.
  23. 23. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 1, 16 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (12) eine den Fahrtschreiber (10) oben abdeckende Platine (70) aufweist, die die elektronischen Ansteuerelemente für den Fahrtschreiber (10) trägt und insbesondere die Steppermotoren für die Markierungselemente (72 bis 80) lagert.
  24. 24. Fahrtschreiber nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die SmartCards (23) von einer Blende (34) der Schublade (14) in der Einschubstellung der Schublade (14) verschlossen sind.
  25. 25. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 16 bis 19, 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Schublade (14) von der Einschubstellung in die Auszugsstellung eine Markierung der Markierungselemente (72 bis 80) auf dem Aufzeichnungsmedium auslöst, wobei insbesondere eine Diagrammscheibe mit einem radialen Strich markiert wird.
  26. 26. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 16 bis 19 oder 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Betätigung einer Taste (44) für das Ausfahren der Schublade (14) mindestens ein Markierungselement (72 bis 80, 106) eine Marke auf dem Aufzeichnungsmedium markiert, die einem Ausfahren der Schublade (14) entspricht, wobei das Markierungselement (72 bis 80, 106) hierzu über eine elektronische Ansteuerung angesteuert wird.
  27. 27. Fahrtschreiber nach einem der Ansprüche 1 bis 16, 18 bis 20, 22 oder 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Schublade (14) so steuerbar ist, daß eine Freigabestellung vor der Auszugsstellung erreichbar ist, in welcher die Diagrammscheiben und/oder die SmartCards (23) wechselbar sind, zwischen welcher und der Einschubstellung die Schublade (14) ausschließlich eine lineare Bewegung ausführt.
  28. 28. Fahrtschreiber nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Freigabestellung über die elektronischen Ansteuerelemente anstelle der Auszugsstellung wählbar ist, so daß der Fahrtschreiber (10) eine lineare Bewegung kombiniert mit einer Schwenkbewegung zwischen der Einschub- und der Auszugsstellung.






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