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Dokumentenidentifikation DE69416290T2 02.06.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0661865
Titel Fernmeldegerät
Anmelder Hewlett-Packard Co., Palo Alto, Calif., US
Erfinder King III, Clarence Ray, Solana Beach, CA 92075, US
Vertreter Schoppe & Zimmermann, 81479 München
DE-Aktenzeichen 69416290
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 02.12.1994
EP-Aktenzeichen 943089870
EP-Offenlegungsdatum 05.07.1995
EP date of grant 27.01.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.06.1999
IPC-Hauptklasse H04M 19/04
IPC-Nebenklasse H04N 1/327   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf eine Telekommunikationsvorrichtung, zum Beispiel auf eine Vorrichtung, die angepaßt ist, um auf eine unverwechselbare Klingelkadenz anzusprechen, die über das öffentliche Telephonnetz (PSTN; PSTN = Public Switched Telephon Network) erfahren wird.

Das "unverwechselbare Klingeln" ist ein Dienst, der durch die lokalen Telephongesellschaften auf der Welt geliefert wird. Auf dieses Merkmal wird ferner als "RingMate" ( Klingelfreund), "Identa-Ring", "Ring Master" ( = Klingelmaster), "Personalisiertes Klingeln" etc. Bezug genommen. Der Dienst des unverwechselbaren Klingelns ermöglicht es einem Kunden, eine einzige Telephonleitung zu besitzen, über die auf zwei oder mehrere Telephonnummern zugegriffen werden kann. Ein derartiger Zugriff wird durch das Zieltelephon oder die Zielvorrichtung ermöglicht, die auf die unverwechselbare Klingelkadenz anspricht, die einer speziellen der Telephonnummern zugeordnet ist. Unter Bezugnahme auf Faksimilegeräte ermöglicht das Merkmal des unverwechselbaren Klingelns eine Programmierung des Faksimilegeräts, um lediglich eine Klingelkadenz zu erkennen, und um folglich lediglich auf geeignete Anrufe, d. h. Faksimileanrufe, zu antworten.

Derzeit vermarktete Faksimilegeräte sehen Menüs von unterschiedlichen Klingelkadenzen vor, aus denen ausgewählt werden kann. Dies ermöglicht es einem Kunden, aus einem langen Klingeln, einem Zweimal-Kurz-Klingeln, einem Einmal-Kurz- Einmal-Lang-Einmal-Kurz-Klingeln etc. auszuwählen. Eine derartige Implementation weist eine Anzahl von Nachteilen auf. Zunächst können Faksimilegeräte nicht für eine Klingelkadenz programmiert werden, die durch die lokale Telephongesellschaft des Kunden geliefert wird, jedoch nicht in dem Faxgerät implementiert ist. Ferner muß der Kunde etwas über die Klingelkadenzbeschreibung des Faksimilegeräts wissen, und die Beschreibung dem anpassen, was durch die lokale Telephongesellschaft geliefert wird. Schließlich ist es aufgrund der vielen Variationen der angebotenen unverwechselbaren Klingelkadenzen schwierig, eine ausreichende Anzahl von Benutzerauswahlen vorzusehen, um eine Übereinstimmung mit allen derartigen Angeboten zu ermöglichen.

Beispielsweise bietet die Bell South Services einen Dienst an, der "RING MASTER" genannt wird, der unverwechselbare Klingelkadenzen vorsieht, die jeweils 6 Sekunden lang sind. Die Klingelkadenz kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt beginnen, und dieselbe besteht aus einem 700 bis 1000 ms langen Klingeln, gefolgt von einem 350 bis 500 ms langen stillen Intervall, gefolgt von einem 700 bis 1000 ms langen Klingeln, gefolgt von einem 3,5 bis 4,25 Sekunden langen zweiten stillen Intervall. Das Klingelmuster kann ferner aus einem 400 ms langen Klingeln, gefolgt von einem 200 ms langen stillen Intervall, gefolgt von einem 400 ms langen Klingeln, gefolgt von einem 200 ms langen stillen Intervall, gefolgt von einem 800 ms langen Klingeln, gefolgt von einem 4 Sekunden langen stillen Intervall, bestehen.

Ein ähnliches unverwechselbares Klingelangebot von Bellcor spezifiziert die Dauer zwischen Klingelkadenzen von 3 Sekunden, wobei das Klingelmuster ein-aus-ein-aus-ein ist. Das erste und das dritte "Ein-"Segment sind bezüglich der Dauer identisch und "kurz" (d. h. 200-500 ms). Das zweite "Ein- "Segment ist bezüglich der Dauer "lang" (d. h. 800-1000 ms). Das resultierende Klingelmuster, das durch den Kunden gehört wird, ist folglich "kurz-lang-kurz". Es ist daher offensichtlich, daß sich Klingelkadenzen, die "ähnlich" erscheinen, sich im Detail wesentlich unterscheiden, was es erschwert, ein Faksimilegerät für viele derartige "ähnliche" Angebote zu programmieren.

Telephongesellschaften außerhalb der Vereinigten Staaten bieten ferner unverwechselbare Klingelkadenzmerkmale an, die Kadenzen sind jedoch nicht notwendigerweise identisch zu den US-basierten Angeboten. Für Produkte, die vorprogrammiert sind, um auf unverwechselbare Klingelkadenzen anzusprechen, und die auf einer internationalen Basis vermarktet werden, stellen folglich vorbestimmte, festgelegte Kadenzen nicht sicher, daß ein Produkt auf alle Klingelkadenzangebote ansprechen wird.

Der Stand der Technik hat dieses Problem durch Befestigen einer getrennten Steuerung zwischen den Geräten, die angerufen werden und dem PSTL angegangen, um eine Erkennung eines unverwechselbaren Klingelsignals zu ermöglichen. In dem US-Patent 5,040,209 an Greenberg u. a., spricht eine Steuerung auf eine Anzahl von unterschiedlichen Klingelkadenzen an. Die Steuerung umfaßt eine Anzahl von Ausgangstoren, wobei jedes derselben einem jeweiligen der Klingeleinleitenden Signale zugeordnet ist, und angeordnet ist, so daß ein Telephon, ein Fax, einen Anrufbeantworter oder ein anderer Typ eines Geräts, mit demselben verbunden ist. Die Steuerung verhindert beim Erfassen eines unverwechselbaren Klingelsignals, daß dasselbe alle anderen verbundenen Geräte erreicht, und leitet dasselbe lediglich zu dem Gerät um, zu dem das Klingelsignal gerichtet ist.

Ein weiterer Stand der Technik vermeidet ein automatisches Ansprechen auf ein unverwechselbares Klingelsignal und erfordert eine Auswahlhandlung durch den Benutzer. Beispielsweise wird in dem US-Patent 5,086,458 an Bowen eine Verbindung mit einem anrufenden Telephon eingerichtet, und der Anrufer muß eine Taste auf dem Tastwahltastaturfeld drücken, um eine spezifische Erweiterung auszuwählen. Eine entfernte Einheit erzeugt ein Klingelsignal für diese Erweiterung. In dem US-Patent 5,062,133 an Melrose ermöglicht es ein Telephonanrufverwaltungssystem einem Anrufer rekursiv eine Mehrzahl von Merkmalen basierend auf Tastendruckeingaben zu aktivieren. Durch eine dieser Eingaben kann ein Anrufer ein unverwechselbares Klingeln aktivieren, um eine spezielle Alarmfunktion vorzusehen.

In dem US-Patent 4,910,764 an Bowen wartet ein Schnittstellengerät darauf, um zu bestimmen, ob ein Ton, der charakteristisch für eine Faksimileübertragung ist, gehört wird. Wenn ein derartiger Ton erfaßt wird, wird der Anruf mit einem Faksimilegerät durch eine lokale Klingelhandlung verbunden. Wenn kein derartiger Ton erfaßt wird, wird der Anruf mit einem Telephon über eine lokale Klingelhandlung verbunden. Bei jedem dieser Systeme ist eine zusätzliche Vorrichtung erforderlich, um es zu ermöglichen, daß mehrere Geräte mit einer einzigen Telephonleitung verbunden werden, um selektiv auf Anrufe anzusprechen. Die Hinzufügung einer derartigen Vorrichtung, um die Anrufleitfunktion zu steuern, trägt sowohl zu den Kosten als auch zu der Komplexität des Systems bei.

Eine verbesserte Telekommunikationsvorrichtung, die in der US 5,253,289A offenbart ist, ist mit einer Mehrparteienleitung von einer Quelle von unverwechselbaren Klingelkadenzen verbunden, wobei die Quelle wirksam ist, um an die Leitung eine unverwechselbare Klingelkadenz für jede einer Mehrzahl von Adressen anzulegen, und wobei verschiedene Komponenten der Vorrichtung wirksam sind, um unverwechselbare Klingeldaten zu überwachen und zu speichern, und um danach empfangene unverwechselbare Klingeldaten zu vergleichen, um es der Telekommunikationsvorrichtung zu ermöglichen, auf die empfangenen, unverwechselbaren Klingeldaten anzusprechen.

Die vorliegende Erfindung strebt es an, eine verbesserte Telekommunikationsvorrichtung zu schaffen.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Telekommunikationsvorrichtung gemäß Anspruch 1 geschaffen.

Es ist möglich ein auf eine unverwechselbare Klingelkadenz ansprechendes Gerät zu schaffen, das an viele Variationen von unverwechselbaren Klingelkadenzen, die durch mehrere PSTNs angeboten werden, anpaßbar ist.

Das bevorzugte Ausführungsbeispiel schafft ein Telekommunikationsgerät mit einem unverwechselbaren Klingelkadenzansprechmerkmal, das wenig oder keine zusätzliche Ausrüstung erfordert.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist eine Telekommunikationsvorrichtung mit einer Leitung verbindbar, auf die durch mehrere Telephonnummern von dem öffentlichen Telephonnetz (PSTN) zugegriffen werden kann. Das PSTN identifiziert durch Anlegen einer unverwechselbaren Klingelkadenz an die Leitung, welche Telephonnummer auf der Leitung angerufen wird. Die Telekommunikationsvorrichtung umfaßt vorzugsweise einen Prozessor, eine Schnittstelle zum Verbinden mit dem PSTN, einen Speicher zum Speichern einer unverwechselbaren Klingelkadenzlernprozedur und einen nichtflüchtigen Speicher. Der Prozessor spricht auf die Betätigung der Lernprozedur des unverwechselbaren Klingelns an, um eine empfangene Klingelkadenz zu überwachen, und um Daten für ein unverwechselbares Klingeln abzuleiten, die die Charakteristika der empfangenen Klingelkadenz anzeigen. Der Prozessor speichert die Daten des unverwechselbaren Klingelns in dem nichtflüchtigen Speicher und spricht danach auf die empfangenen Klingelkadenzen an, um Klingeldaten aus denselben abzuleiten. Diese Klingeldaten werden mit den gespeicherten Daten des unverwechselbaren Klingelns verglichen, und wenn eine wesentliche Übereinstimmung bestimmt wird, bewirkt dies, daß die Telekommunikationsvorrichtung auf die Klingeldaten anspricht.

Zur Vermeidung eines Zweifels soll das Wort "Kadenz", wie es hierin verwendet wird, folgendes umfassen: Rythmusmuster und jeder beliebige Codetyp, der für die gegebenen Zwecke geeignet ist.

Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist im folgenden durch lediglich ein Beispiel unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:

Fig. 1 ein Blockdiagramm ist, das mehrere Beispiele von Telekommunikationsvorrichtungen zeigt, die mit einer einzigen Telephonleitung von einem PSTN verbunden sind.

Fig. 2 ein Blockdiagramm auf einer hohen Ebene ist, das verschiedene Komponenten eines Ausführungsbeispiels der Telekommunikationsvorrichtung darstellt.

Fig. 3 ein Signalformdiagramm ist, das ein empfangenes Klingelsignal und die Umwandlung desselben in Binärformdaten darstellt.

Fig. 4 ein logisches Flußdiagramm ist, das ein Ausführungsbeispiel des Betriebsverfahrens der Vorrichtung von Fig. 2 darstellt.

Bezugnehmend nun auf Fig. 1 sind ein Faksimilegerät 10, ein Telephonanrufbeantworter (TAM; TAM = Telephone Answering Machine) 12 und das Telephon 14 alle gemeinsam mit einer einzigen Telephonleitung 16 verbunden, die von dem PSTN 18 ausgeht. Das Faxgerät 10, der TAM 12 und das Telephon 14 sprechen jeweils auf eine andere, unverwechselbare Klingelkadenz an, die auf der Leitung 16 durch das PSTN 18 eingeprägt wird.

Nun Fig. 2 zuwendend weist das Faksimilegerät 10 mehrere Faxvorrichtungen 20, einen Mikroprozessor 22, einen Direktzugriffsspeicher (RAM) 24 und einen Nur-Lese-Speicher (ROM) 26 auf. Der ROM 26 umfaßt das Betriebssystem des Faksimilegeräts, eine Klingelerfassungsprozedur und eine Lernprozedur. Die Lernprozedur ermöglicht es dem Faksimilegerät 10, unverwechselbare Merkmale einer ankommenden, unverwechselbaren Klingelkadenz zu "lernen". Der RAM 24 umfaßt unter vielen Einträgen eine Menüauflistung, die die Lernprozedur als eine Benutzer-auswählbare Option auflistet. Die Kommunikationen zwischen den verschiedenen Modulen des Faxgeräts 10 werden über einen Bus 28 ausgeführt, mit dem ferner eine An zeige 30 und ein nichtflüchtiger Speicher 32 verbunden sind.

Das Faxgerät 10 umfaßt eine Netzschnittstelleneinheit 34, die Eingabe/Ausgabe-Funktionen vorsieht, die notwendig sind, um das Faksimilegerät 10 mit dem PSTN zu koppeln. Die meisten E/A-Funktionen sind direkt auf Faksimileoperationen bezogen, und verwenden das Modem 36 für Verbindungen zu und von dem Bus 28. Um die Prozeduren für das unverwechselbare Klingeln und das Lernen zu ermöglichen, umfaßt das E/A-Modul ein Pegelerfassungsmodul 38, eine Trennvorrichtung 40 und einen Puffer 42. Der letztere ermöglicht in Kombination mit dem Mikroprozessor 22 und dem ROM 26 eine Analyse einer ankommenden Klingelkadenz und die Speicherung der unverwechselbaren Merkmale derselben in dem Puffer 42 für eine spätere Übertragung zu dem nichtflüchtigen Speicher 32.

Die Pegelerfassungsschaltung 38 spricht auf ein empfangenes Klingelsignal 44 (siehe Fig. 3) an, um zu erfassen, wann das Klingelsignal 44 durch einen Pegel 46 läuft. Das Ausgangssignal von der Pegelerfassungsschaltung 38 ist eine Rechtecksignalform 48. Die Dauer jedes Rechtecksignals zeigt die Zeit zwischen den steigenden und fallenden Abschnitten der Klingelsignalform 44 in Bezug auf den Pegel 46 an. Das Ausgangspegelsignal von der Pegelerfassung 38 wird durch die Trennvorrichtung 40 geleitet und in dem Puffer 42 gespeichert, wo dasselbe durch den Mikroprozessor 22 abgetastet wird. Der Mikroprozessor 22 kann folglich den Pegel in dem Pufferspeicher 42 abtasten, und die Dauer bestimmen, mit der der Pegel aufrechterhalten wird. Die resultierenden abgetasteten Werte werden analysiert, um die Zeitdauer zu bestimmen, mit der die Signalform 48 sich auf dem Eins- bzw. dem Null-Pegel befindet, um Charakteristika des unverwechselbaren Klingelsignals zu erhalten.

In Fig. 4 stellt ein logisches Flußdiagramm eines Betriebsverfahrens eines Faksimilegeräts 10 dar. Das Faksimilegerät umfaßt in der Weise von anderen bekannten Faksimilegeräten mehrere Einträge in einem Menü, das auf einer Anzeige 30 anzeigbar ist. Durch Auswählen eines der Menüeinträge kann der Faksimilebenutzer einen Aspekt des Faksimilegeräts 10 steuern. Nimmt man an, daß einer der Menüeinträge der "Antwortmodus" (Kasten 60) ist, kann der Benutzer diesen Eintrag auswählen, was eine Anzeige 30 von verschiedenen darunter verfügbaren Optionen (siehe Kasten 62) bewirkt. Einer der benutzerauswählbaren, angezeigten Einträge, ist ein Eintrag für ein "unverwechselbares Klingeln". Wenn der Benutzer einen Cursor zu dem "unverwechselbaren Klingeln" bewegt, werden mehrere Alternativen aktiviert, wobei eine derselben eine vorher programmierte, unverwechselbare Klingelerkennungsfähigkeit ist, und die andere derselben einen "Lern"-Modus aufruft.

Wie in Kasten 64 gezeigt, wählt der Benutzer den "Lern-"Modus aus, um es zu ermöglichen, daß das Faksimilegerät 10 eine spezifische, unverwechselbare Ringkadenz analysiert, auf die dasselbe im Folgenden ansprechen soll. Bei diesem Punkt wählt der Benutzer die Faxtelephonnummer eines anderen Telephons (Kasten 66), wodurch derselbe bewirkt, daß das PSTN eine unverwechselbare Klingelkadenz an die Netzschnittstelleneinheit 34 gemäß der Telephonnummer anlegt, die dem Faksimilegerät 10 zugewiesen ist. Solange kein Klingelsignal erfaßt wird (siehe Entscheidungskasten 68) springt die Prozedur zyklisch zurück und wartet auf ein Klingeln. Sobald ein Klingelsignal erfaßt wird, bewegt sich die Prozedur zu einem Entscheidungskasten 70.

Es ist bekannt, daß eine erste unverwechselbare Klingelkadenz, die an eine Eingangsleitung angelegt wird, ein erstes Signal zeigen kann, das verkürzt oder auf eine andere Weise verzerrt ist. Um sicherzustellen, daß ein vollständiges Signal einer unverwechselbaren Klingelkadenz analysiert wird, wartet das System solange, bis die erste Kadenz abgeschlossen ist, eine stille Periode vergangen ist, und eine zweite unverwechselbare Klingelkadenz empfangen wird. Die Periode zwischen den unverwechselbaren Klingelkadenzen wird durch Erfassen einer Zeitlänge einer stillen Periode auf der an kommenden Telephonleitung bestimmt. Wenn die stille Periode eine erste Schwelle überschreitet, wird angenommen, daß die stille Periode sich nicht zwischen zwei folgenden Klingelsignalen in einer einzigen unverwechselbaren Klingelkadenz befindet. Wenn die stille Periode eine zweite Schwelle überschreitet, wird angenommen, daß das Signal, von dem angenommen wurde, daß dasselbe ein Klingelsignal war, und das dasselbe die Erfassungsperiode der Stille gestartet hat, kein Klingelsignal sondern eine Signalanomalie, d. h. ein Blitzschlag, Rauschen etc., war. Wenn bestimmt wird, daß die stille Periode zwischen dem ersten und dem zweiten Schwellenwert liegt, wird eine gültige stille Periode angenommen.

Man nimmt beispielsweise an, daß die erste Schwelle auf 2 Sekunden und die zweite Schwelle auf 5 Sekunden eingestellt ist. Wenn die stille Periode 2 Sekunden überschreitet, wird angenommen, daß die stille Periode keine Periode zwischen zwei aufeinanderfolgenden Klingelsignalen in der gleichen Kadenz ist. Wenn keine unverwechselbare Klingelkadenz vor der stillen Periode (Zeit zwischen den Klingelsignalen) erfaßt wird, die sich mehr als 5 Sekunden erstreckt, wird angenommen, daß keine unverwechselbare Klingelkadenz empfangen wurde. Die Prozedur springt dann zyklisch zurück, und fährt fort, um auf eine Klingelerfassung (Kasten 68) zu warten. Wenn im Gegensatz dazu eine unverwechselbare Klingelkadenz innerhalb des 2-bis-5-Sekunden-Zeitfensters empfangen wird, wird dieselbe analysiert, wie es in einem Kasten 72 gezeigt ist, und die resultierenden Daten werden in den nichtflüchtigen Speicher 32 als die unverwechselbare Klingelkadenz geschrieben. Die geschriebenen Daten umfassen Zeit-Ein- und Zeit-Aus-Werte für die unverwechselbare Klingelkadenz, und Toleranzen können erfaßt und gemittelt werden, um eine genauere Kadenzbestimmung zu erhalten. Folglich können N Kadenzen (wobei N > = 1) analysiert werden.

Die Zeit-Ein/Zeit-Aus-Werte werden nun in dem nichtflüchtigen Speicher 32 gespeichert, und die "Lern-"Prozedur des unverwechselbaren Klingelns ist abgeschlossen, und der Be nutzer bewirkt, daß das Faksimilegerät 10 in den Antwortmodus des unverwechselbaren Klingelns plaziert wird. Dann wird, wenn eine folgende unverwechselbare Klingelkadenz durch die Netzschnittstelleneinheit 34 empfangen wird, bestimmt, ob die neu empfangene Kadenz mit derselben übereinstimmt, die in dem nichtflüchtigen Speicher 32 gespeichert ist. Eine Übereinstimmung wird bestimmt, wenn die neu empfangene Kadenz sich innerhalb einer vorgespeicherten Toleranz der gespeicherten Kadenz befindet. Die Toleranzwerte sind vorprogrammierte Werte, die in dem Speicher gespeichert sind. Wenn eine Übereinstimmung bestimmt wird, wird bewirkt, daß das Faksimilegerät 10 den normalen Faxbetrieb beginnt und einen Standardquittungsaustauschmodus betritt. Wenn keine Übereinstimmung vorgefunden wird, ignoriert das Faksimilegerät 10 das Klingelsignal.

Die oben beschriebene Prozedur ermöglicht es daher, daß ein Faksimilegerät oder jedes beliebige andere Gerät auf jede beliebige unverwechselbare Klingelkadenz angepaßt werden kann. Die Lernprozedur kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt betrieben werden, um eine neue Klingelkadenz aufzunehmen.

Obwohl das bevorzugte Ausführungsbeispiel im Zusammenhang auf das Ansprechen auf ein unverwechselbares Klingeln von einem PSTN beschrieben wurde, wird dasselbe unabhängig von der Quelle des unverwechselbaren Klingelns (z. B. PBX) identisch arbeiten.


Anspruch[de]

1. Telekommunikationsvorrichtung, die mit einer Mehrparteienleitung von einer Quelle (18) von unverwechselbaren Klingelkadenzen verbindbar ist, wobei die Quelle (18) wirksam ist, um an die Leitung eine unverwechselbare Klingelkadenz für jede einer Mehrzahl von Adressen anzulegen, wobei die Telekommunikationsvorrichtung (10) folgende Merkmale aufweist:

eine Schnittstelleneinrichtung (34) zum Verbinden der Telekommunikationsvorrichtung (10) mit der Quelle (18);

eine Speichereinrichtung (26) zum Speichern einer Unverwechselbare-Klingelkadenz-Lernprozedur;

eine Nichtflüchtiger-Speicher-Einrichtung (32); und eine Prozessoreinrichtung (22), die auf eine Benutzerbetätigung der Unverwechselbare-Klingelkadenz-Lernprozedur anspricht, um eine unverwechselbare Klingelkadenz zu überwachen, die über die Schnittstelleneinrichtung (34) empfangen wird, und um daraus eine unverwechselbare Klingeldatendarstellung von Charakteristika der unverwechselbaren Klingelkadenz abzuleiten, und um die unverwechselbaren Klingeldaten in der Nichtflüchtiger-Speicher-Einrichtung (32) zu speichern, wobei die Prozessoreinrichtung (22) danach auf eine empfangene, unverwechselbare Klingelkadenz anspricht, um Klingeldaten abzuleiten, die die empfangene, unverwechselbare Klingelkadenz anzeigen, um die Klingeldaten mit den gespeicherten unverwechselbaren Klingeldaten zu vergleichen, und wenn eine wesentliche Übereinstimmung zwischen denselben bestimmt wird, es zu ermöglichen, daß die Telekommunikationsvorrichtung (10) danach auf die empfangene, unverwechselbare Klingelkadenz anspricht, wobei die Prozessoreinrichtung (22) durch die Unverwechselbare-Klingelkadenz-Lernprozedur gesteuert wird, um die Anwesenheit einer stillen Periode zwischen Klingelsignalen zu bestimmen, die mindestens eine erste bestimmte Zeit überschreitet, bevor fortgefahren wird, um eine unverwechselbare Klingelkadenz zu analysieren, um Charakteristika derselben zu bestimmen.

2. Telekommunikationsvorrichtung gemäß Anspruch 1, bei der die Prozessoreinrichtung (22), wenn dieselbe eine unverwechselbare Klingelkadenz überwacht, die während der Unverwechselbare-Klingelkadenz-Lernprozedur empfangen wird, wirksam ist, um die unverwechselbaren Klingeldaten aus einer anderen als einer ersten empfangenen, unverwechselbaren Klingelkadenz abzuleiten.

3. Telekommunikationsvorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, bei der die Prozessoreinrichtung (22) durch die Unverwechselbare-Klingelkadenz-Lernprozedur gesteuert wird, um jedes beliebige Signal als ein Artifakt zu ignorieren, das nach einer zweiten bestimmten stillen Periode empfangen wird, wobei die zweite bestimmte stille Periode länger als die erste bestimmte Zeit plus einer Konstanten ist.

4. Telekommunikationsvorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, bei der die Prozessoreinrichtung (22) auf jedes beliebige Signal wirkt, das nach einer stillen Periode zwischen Klingelsignalen auftritt, die kürzer als die erste bestimmte Zeit ist.

5. Telekommunikationsvorrichtung gemäß einem beliebigen vorhergehenden Anspruch, bei der die Telekommunikationsvorrichtung ein Faksimilegerät ist.







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