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Dokumentenidentifikation DE19626481C2 10.06.1999
Titel Schaltschrank für eine elektrische Niederspannungs- oder Mittelspannungsschalt-, -steuer- oder -regelanlage
Anmelder ABB Patent GmbH, 68309 Mannheim, DE
Erfinder Forstbach, Matthias, Dipl.-Ing., 64646 Heppenheim, DE;
Schmitt, Hans-Jürgen, 69493 Hirschberg, DE
DE-Anmeldedatum 02.07.1996
DE-Aktenzeichen 19626481
Offenlegungstag 08.01.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.06.1999
IPC-Hauptklasse H02B 1/38
IPC-Nebenklasse H05K 5/00   E05F 7/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schaltschrank gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Wenn in einem Schaltschrank der eingangs genannten Art ein Störlichtbogen entsteht, dann steigt der Druck innerhalb des Schaltschrankes aufgrund der hohen Temperaturen des Störlichtbogens stark an. Schaltschranktüren, die lediglich an den Scharnieren und an einem Schloß mit dem Schaltschrank verbunden sind, können sich dadurch verformen, d. h. aufbiegen, so daß die heißen Gase nach außen austreten können.

Es ist bekannt, die vertikalen Längsseitenkanten der Tür mit Haken und die vertikalen Längsseitenkanten der Türöffnung mit entsprechenden Vorsprüngen zu versehen, welche bei verschlossener und verriegelter Tür ineinandergreifen, so daß die Druckbelastung auf mehrere Stellen verteilt wird.

Zum Schließen oder Öffnen der Tür wird diese abgesenkt oder angehoben, je nach Ausgestaltung der Haken bzw. der Vorsprünge, wie folgt:

  • - Wenn die Tür geöffnet werden soll, dann muß zunächst die Tür angehoben oder abgesenkt werden, erst danach kann die Tür aufgeklappt werden;
  • - soll die Tür verschlossen werden, dann wird die Tür zunächst zugeklappt und danach angehoben oder abgesenkt, so daß die Haken und Vorsprünge ineinandergreifen.

Ein entsprechend ausgebildeter Schaltschrank ist beispielsweise der DE 34 38 603 A1 oder der DE-C 27 15 579 zu entnehmen.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Schaltschrank der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem der Anhebe- oder Absenkmechanismus für die Tür vereinfacht ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zum Anheben oder Absenken der Tür beim Öffnungsvorgang an der Tür eine Spiralkulisse drehbar gelagert ist, in der ein vorzugsweise mit dem oberen Sturz der Türöffnung verbundener Kulissenstein gleitet, dergestalt, daß beim Drehen der Spiralkulisse die Tür angehoben oder abgesenkt wird.

Es besteht auch die Möglichkeit, daß die Spiralkulisse ortsfest am Schaltschrank drehbar gelagert ist und in ihr ein Kulissenstein gleitet, der mit der Tür fest verbunden ist.

Die Spiralkulisse ist in einer Scheibe eingebracht; der Kulissenstein kann dabei als Rad oder Rolle ausgebildet sein.

Es besteht die Möglichkeit, daß die Spiralkulisse die Scheibe durchdringt oder lediglich durch einen Spiralkanal gebildet ist.

Aus dem DE 18 00 621 U ist ein hakenförmiger Hebe- und Senkteil zum Heben und Senken von Fenstern und Türen bekannt geworden, bei dem ein mit einem spiralförmigen Schlitz versehenes Senkteil-Hebeteil verschwenkt wird, wobei an einem Gegenstück ein Steg vorgesehen ist, hinter den der Haken greift. Welche Wirkung mit dem Anheben oder Absenken des Rahmenteils erreicht werden soll, geht aus dem DE 18 00 621 U nicht hervor.

Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Aufsicht auf die Innenseite der Tür, von innen aus,

Fig. 2 eine Schnittansicht gemäß Schnittlinie II-II der Fig. 1, und

Fig. 3 eine Schnittansicht ähnlich derjenigen gemäß Schnittlinie II-II, mit einer weiteren Ausführungsform der Scheibe.

An dem oberen Sturz 10 der Türöffnung 11 eines Schaltschrankes 12 ist ein den Sturz 10 durchgreifender senkrecht verlaufender Träger 13 befestigt, der durch eine obere Umkantung der Tür 14 hindurchgreift und am inneren Ende eine senkrecht dazu vorspringende und um eine senkrecht dazu verlaufende Achse drehbare Rolle 15 trägt. An der Innenfläche des Türblattes 16 ist eine Scheibe 17 drehbar gelagert, indem an der Scheibe 17 ein Drehzapfen 18 vorgesehen ist, der eine Öffnung 19 im Türblatt 16 durchgreift und nach außen aus der Tür 14 hervorragt, so daß an dem Drehzapfen 18 eine Handkurbel angeschlossen werden kann. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, daß der Drehzapfen 18 innerhalb der Tür 14, also innerhalb des Schaltschrankes 12 verbleibt, so daß die Handkurbel durch die Öffnung 19 hindurch nach innen ins Innere des Schaltschrankes 12 eingeführt werden muß.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich, besitzt die Scheibe 17 einen spiralförmigen, sie durchdringenden Schlitz 20, in dem die Rolle 15 gleitet bzw. abrollt. Der Schlitz 20 bildet dann eine Spiralkulisse, deren eines Ende 21, auch als äußeres Ende bezeichnet, einen größeren Abstand von der Mittelachse M der Scheibe aufweist, wogegen das andere Ende 22, auch als inneres Ende bezeichnet, einen kleineren Abstand von der Mittelachse M besitzt; die Spiralkulisse 20 ist so ausgebildet, daß sich die Enden 21 und 22 überlappen. Dies wäre allerdings nicht erforderlich.

Wenn sich nun die Rolle 15 oder der Kulissenstein in der in Fig. 1 gezeigten Stellung im Bereich des äußeren Endes 21 befindet, dann ist die Tür bezogen auf den Sturz 10 abgesenkt, was je nach Ausgestaltung der Türverriegelung bedeutet, daß die Tür verriegelt oder entriegelt ist. Wenn nun die Scheibe gemäß Fig. 1 entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht wird, dann gleitet oder rollt die Rolle 15 in der Spiralkulisse ab, bis sie sich im Bereich des Endes 22 befindet; in diesem Fall ist die Tür angehoben, was bedeutet, daß die Türverriegelung entriegelt oder verriegelt ist.

Zum Absenken wird die Scheibe 17 in Uhrzeigersinn verschwenkt.

Gemäß der Ausführung nach Fig. 2 ist die Spiralkulisse 20 als Schlitz ausgebildet, der die Scheibe durchgreift; bei der Ausführung gemäß Fig. 3 ist die Spiralkulisse durch einen von einer Seite der Scheibe 30 eingebrachten spiralförmigen Kanal 31 gebildet. Eine entsprechende Rolle würde in gleicher Weise innerhalb des Kanales ablaufen und abrollen wie innerhalb des Schlitzes.

In obiger Beschreibung ist angegeben, daß der Träger 13 mit der Rolle 15 am oberen Türsturz befestigt ist. Selbstverständlich könnten der Träger 13 und die Scheibe 17 auch an anderen Stellen angeordnet werden. Wichtig ist nur, daß durch das Zusammenwirken von Träger 13, Scheibe 17 mit Spiralkulisse 20 und Rolle 15 die Tür vertikal bewegt wird, damit die Haken und Vorsprünge voneinander freikommen oder zum Verriegeln ineinander in Eingriff gebracht werden können.


Anspruch[de]
  1. 1. Schaltschrank für eine elektrische Mittelspannungs- oder Niederspannungsschalt-, -steuer- oder -regelanlage, mit einer nach außen aufklappbaren Tür, die vor dem Aufklappen zum Öffnen zunächst abgesenkt oder angehoben wird, so daß an der Tür oder dem Schaltschrank angeordnete Haken von Vorsprüngen am Schaltschrank oder an der Tür freikommen, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anheben oder Absenken der Tür beim Öffnungsvorgang an dieser eine Spiralkulisse (20, 31) drehbar gelagert ist, in der ein vorzugsweise mit dem oberen Sturz (10) der Türöffnung verbundener Kulissenstein (15) gleitet, dergestalt, daß beim Drehen der Spiralkulisse die Tür angehoben oder abgesenkt wird.
  2. 2. Schaltschrank für eine elektrische Mittelspannungs- oder Niederspannungsschalt-, -steuer- oder -regelanlage, mit einer nach außen aufklappbaren Tür, die vor dem Aufklappen zum Öffnen zunächst abgesenkt oder angehoben wird, so daß an der Tür oder dem Schaltschrank angeordnete Haken von Vorsprüngen am Schaltschrank oder an der Tür freikommen, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anheben oder zum Absenken der Tür beim Öffnungsvorgang am Schaltschrank eine Spiralkulisse drehbar gelagert ist, in der ein mit der Tür verbundener Kulissenstein gleitet, dergestalt, daß beim Drehen der Spiralkulisse die Tür angehoben oder abgesenkt wird.
  3. 3. Schaltschrank nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiralkulisse (20, 31) an einer Scheibe (17, 30) angeordnet ist.
  4. 4. Schaltschrank nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiralkulisse durch einen die Scheibe durchdringenden Schlitz (20) gebildet ist.
  5. 5. Schaltschrank nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiralkulisse durch einen von der einen Seitenfläche der Scheibe (30) aus eingeformten Kanal (31) gebildet ist.
  6. 6. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kulissenstein als Rad oder Rolle (15) ausgebildet ist.






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