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Dokumentenidentifikation DE19753585A1 10.06.1999
Titel Steuerung für eine Industrie-Nähmaschine und Verfahren zum Betrieb, zur Wartung und zur Diagnostizierung einer derartigen Steuerung
Anmelder Frankl & Kirchner GmbH & Co KG Fabrik für Elektromotoren u. elektrische Apparate, 68723 Schwetzingen, DE
Erfinder Böhm, Rainer, 69121 Heidelberg, DE;
Knop, Michael, 68804 Altlußheim, DE
Vertreter Patentanwälte Rau, Schneck & Hübner, 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 03.12.1997
DE-Aktenzeichen 19753585
Offenlegungstag 10.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.06.1999
IPC-Hauptklasse D05B 69/00
IPC-Nebenklasse D05B 19/00   
Zusammenfassung Bei einer Steuerung für Industrie-Nähmaschinen, wobei die Steuerung einen Signalgeber aufweist zur Abgabe von Steuersignalen an die Nähmaschine und Signalerfassungseinrichtungen zur Erfassung von Betriebszustandssignalen aus der Nähmaschine, ist vorgesehen, daß der Steuerung ein elektroakustischer Wandler zugeordnet ist, der mit den in der Steuereinrichtung verarbeiteten elektronischen Signalen zur Umwandlung in akustische Signale koppelbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf eine Steuerung für eine Industrie-Nähmaschine, wobei die Steuerung einen Signalgeber aufweist zur Abgabe von Steuersignalen an die Nähmaschine und Signalerfassungseinrichtungen zur Erfassung von Betriebszustandssignalen aus der Nähmaschine.

Derartige Steuerungen für Industrie-Nähmaschinen müssen in der Lage sein, Nähmaschinen so anzusteuern, daß eine Vielzahl unterschiedlicher Nähaufgaben bewerkstelligt werden können, wobei es erforderlich ist, daß die Steuerung auch individuell anpaßbar ist an bestimmte Nähmaschinenklassen oder Herstellertypen. Die zu bewältigenden Nähaufgaben beinhalten es, daß der Antrieb der Nähmaschine gestartet und gestoppt werden und über bestimmte Strecken mit geregelter Geschwindigkeit laufen muß, daß zu einem bestimmten Zeitpunkt Einrichtungen wie Fadenschneider oder dergleichen angesteuert werden müssen u.s.w. Dabei treten im Betrieb auch bei installierten Steuerungen immer wieder Probleme auf, die der Entwickler und Hersteller von Steuerungen in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Anwender lösen muß.

Herkömmlicherweise besteht insoweit der Nachteile, daß im Falle von Kundenrückfragen oder beim Auftreten von Problemen der Zustand der Steuerung und des Antriebes, insbesondere die Einstellung der Parameter, die das Verhalten des Antriebes bestimmen, durch telefonische Konversation mit dem jeweiligen Anwender ermittelt werden müssen. Dieses Verfahren ist umständlich und beinhaltet insbesondere eine erhebliche Gefahr, daß Mißverständnisse oder Übermittlungsfehler auftreten. Zudem ist eine direkte Einflußnahme auf die Steuerung nicht möglich.

Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Steuerung und ein Verfahren zu deren Betrieb so auszugestalten, daß der Steuerungshersteller erforderlichenfalls unmittelbar die steuerungs- und antriebsspezifischen Parameter erfassen, auswerten und gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Ergebnisses auf die Steuerung einwirken kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Steuerung ein elektroakustischer Wandler zugeordnet ist, der mit den in der Steuereinrichtung verarbeiteten elektronischen Signalen zur Umwandlung in akustische Signale koppelbar ist.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der elektronische Wandler eine integrierte elektronische Schaltungsanordnung aufweist.

Gemäß einem weiteren Merkmal ist vorgesehen, daß die Steuerung ein Mikrofon zur Umwandlung eingehender Akustiksignale in elektronische Signale aufweist, wodurch es möglich ist, über eine Telefonverbindung den Betriebszustand der Steuerung oder den Speicher der Steuerung zu ändern.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Betrieb, zur Wartung und zur Diagnostizierung des Betriebszustandes einer Steuerung für eine Industrie-Nähmaschine, wobei die Befehlssignale und Zustandsinformationssignale in der Steuerung erfaßt werden, welches sich dadurch auszeichnet, daß die elektronischen Signale in akustische Signale umgewandelt und mittels einer Telefonverbindung erfaßt bzw. verändert werden.

Zusammenfassend ist festzustellen, daß die erfindungsgemäße Ausgestaltung es ermöglicht, mit einer an sich bekannten Steuerungs-Hardware auszukommen. Gleichwohl kann dem jeweiligen Kunden eine sehr effiziente Hilfe angeboten werden, da beim Auftreten von Problemen der Kunde lediglich den Telefonhörer an die Steuerung zu halten braucht, um die Datenübermittlung zu vollziehen.

Sofern an der Steuerung auch ein Mikrofon angebracht ist, können Daten von einem externen Rechner, der beispielsweise bei dem Hersteller der Steuerung steht, für ein Programm-Update, für eine Fernwartung, für die Umstellung der Anwendung bei programmierbaren Nahtstrecken oder für eine freie Programmierung herangezogen werden.

Es können also umfassende Informationen über den aktuellen Betriebszustand der jeweiligen Steuerung bzw. des Antriebs erlangt und damit sofort Ansätze zur Problemlösung geschaffen werden, wobei fehlerhafte Zustandsbeschreibungen durch den jeweiligen Anwender vermieden werden. Da aufgrund der vorliegenden umfassenden Informationen eine schnellere Bearbeitung möglich ist, werden Kosten eingespart und dem jeweiligen Anwender kann ein umfassender Wartungsservice angeboten werden.

Eine andere Variante sieht noch vor, daß eine vorhandene Schnittstelle der Steuerung softwaremäßig so programmiert wird, daß daran ein handelsübliches Modem angeschlossen werden kann, um so eine Halb- oder Vollduplexverbindung herzustellen. Es ist dann auch eine direkte Anbindung über ein digitales Telefonnetz, wie ISDN, oder ein firmeninternes Netzwerk möglich.


Anspruch[de]
  1. 1. Steuerung für eine Industrie-Nähmaschine, wobei die Steuerung einen Signalgeber aufweist zur Abgabe von Steuersignalen an die Nähmaschine und Signalerfassungseinrichtungen zur Erfassung von Betriebszustandssignalen aus der Nähmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerung ein elektroakustischer Wandler zugeordnet ist, der mit den in der Steuereinrichtung verarbeiteten elektronischen Signalen zur Umwandlung in akustische Signale koppelbar ist.
  2. 2. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektroakustische Wandler eine integrierte elektronische Schaltungsanordnung aufweist.
  3. 3. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Mikrofon zur Umwandlung eingehender Akustiksignale in elektronische Signale aufweist.
  4. 4. Verfahren zum Betrieb, zur Wartung und Diagnostizierung des Betriebszustandes einer Steuerung für eine Industrie-Nähmaschine, wobei die Befehlssignale und Zustandsinformationssignale in der Steuerung erfaßt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronischen Signale in akustische Signale umgewandelt und mittels einer Telefonverbindung erfaßt bzw. verändert werden.






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