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Dokumentenidentifikation DE19821336C1 10.06.1999
Titel Einbaustück-Montagevorrichtung und Walzenlager
Anmelder Maschinen- und Werkzeugbau GmbH, 44225 Dortmund, DE
Vertreter Patentanwälte Gesthuysen, von Rohr, Weidener, Häckel, 45128 Essen
DE-Anmeldedatum 13.05.1998
DE-Aktenzeichen 19821336
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.06.1999
IPC-Hauptklasse B21B 31/10
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Einbaustück-Montagevorrichtung (1) eines Walzenlagers (W) oder einer Walzenwerkstatt, mit einem entlang von Hürden (5) zur Ablage von Walzen (3) in Verfahrrichtung (R) verfahrbaren Montagewagen (4), mit einem auf dem Montagewagen (4) quer zur Verfahrrichtung (R) des Montagewagens (4) verfahrbaren Montageschlitten (6) und einem einen Auflagebereich (8) für ein Einbaustück (2) aufweisenden höhenverfahrbaren Montagetisch (7) auf dem Montageschlitten (6). Um eine Einbaustück-Montagevorrichtung (1) zur Verfügung zu stellen, die in ergonomischer Hinsicht den zu stellenden Anforderungen genügt, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Montageschlitten (6) und/oder der Montagetisch (7) eine längs der Verfahrrichtung (R) des Montagewagens (4) seitlich überkragende Verlängerung (16) aufweisen/aufweist, so daß der Auflagebereich (8) zumindest teilweise seitlich über den Montagewagen (4) übersteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einbaustück-Montagevorrichtung eines Walzenlagers oder einer Walzenwerkstatt, mit einem entlang von Hürden zur Ablage von Walzen in Verfahrrichtung verfahrbaren Montagewagen, mit einem auf dem Montagewagen quer zur Verfahrrichtung des Montagewagens verfahrbaren Montageschlitten und einem einen Auflagebereich für ein Einbaustück aufweisenden, höhenverfahrbaren Montagetisch auf dem Montageschlitten.

Eine Montagevorrichtung für Einbaustücke von in Hürden in einem Walzenlager eines Walzwerks abgelegten Walzen ist bereits aus der DE 42 11 100 C2 bekannt. Montagevorrichtungen für Einbaustücke gehen ebenfalls aus den Fachzeitschriften "Iron and Steel Engineer, Sept. 1984, Seite 53" und "Metallurgical Plant and Technology, 5/1985, Seite 76" hervor. Grundsätzlich lassen sich mit Montagevorrichtungen der zuvor genannten Art Einbaustücke auf Walzenzapfen der Walzen in einfacher Weise montieren und von diesen demontieren. Problematisch ist allerdings, daß die Monteure, um das Abziehen bzw. Aufsetzen der Einbaustücke von die jeweiligen Walzenzapfen vornehmen zu können, zum Teil in gebückter Haltung auf dem Montagewagen arbeiten müssen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Einbaustück-Montagevorrichtung der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, die in ergonomischer Hinsicht den zu stellenden Anforderungen genügt.

Die zuvor hergeleitete und genannte Aufgabe ist bei einer Einbaustück-Montagevorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß der Montageschlitten und/oder der Montagetisch längs der Verfahrrichtung des Montagewagens derart verlängert sind/ist, daß der Auflagebereich zumindest teilweise über den Montagewagen übersteht. Es versteht sich, daß es in diesem Zusammenhang natürlich besonders günstig ist, wenn der gesamte Auflagebereich seitlich über den Montagewagen übersteht. Durch das seitliche Überkragen des Auflagebereichs ist es dem Monteur möglich, bei der Montage oder Demontage seitlich neben oder stirnseitig vor dem Einbaustück auf dem Boden zu stehen, so daß die am Einbaustück vorzunehmenden Arbeiten in stehender Haltung vorgenommen werden können und nicht, wie dies beim Stand der Technik nur möglich ist, in gebückter Haltung. Bei der Erfindung muß der Monteur also nicht auf dem Montagewagen stehen. Die Arbeitserleichterung für den Monteur durch das aufrechte Arbeiten ist erheblich.

Grundsätzlich ist es möglich, den Montageschlitten und/oder den Montagetisch längs der Verfahrrichtung des Montagewagens zu verlängern bzw. über den Montagewagen überkragen zu lassen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist lediglich der Montageschlitten und nicht der Montagetisch längs der Verfahrrichtung des Montagewagens verlängert. Diese Ausgestaltung hat im Gegensatz zum seitlich verlängerten Montagetisch den Vorteil, daß auf die Höhenverstelleinrichtung des Montagetisches kein Moment bei aufgelegtem Einbaustück wirkt.

Um die durch die seitlich überkragende Verlängerung insbesondere bei aufliegendem Einbaustück wirkenden Momente auszugleichen, kann am Montagewagen an der der Verlängerung gegenüberliegenden Seite wenigstens ein Gegengewicht vorgesehen sein. Das Gegengewicht verhindert damit ein etwaiges Kippen des Montagewagens. Zusätzlich zum Gegengewicht, aber auch alternativ dazu, können die an jedem Montagewagen grundsätzlich vorhandenen Laufrollen zum Verfahren des Montagewagens entlang den Fahrschienen in Verfahrrichtung in die Fahrschienen eingreifen und diese unter- bzw. hintergreifen. Dies setzt natürlich eine entsprechende Ausbildung der Fahrschienen voraus, die einen entsprechenden Untergriff bzw. Eingriff der Laufrollen des Montagewagens ermöglichen müssen.

Zum Ausgleich der durch die überkragende Verlängerung bei aufgelegtem Einbaustück wirkenden Momente kann aber auch vorgesehen sein, daß an der der Verlängerung gegenüberliegenden Seite des Montagewagens wenigstens eine Aufwickeltrommel vorgesehen ist. Hierbei kann es sich um eine Kabeltrommel für Elektrokabel zur elektrischen Versorgung und/oder um eine Schlauchtrommel für einen Druckluftschlauch zur Druckluftversorgung handeln. In jedem Falle ist die Montagevorrichtung insgesamt aber so auszulegen (hinsichtlich der wirkenden Kräfte bei aufliegendem Einbaustück und Hebelarme), daß unter Berücksichtigung eines vorgegebenen Sicherheitsfaktors (z. B. 1,8) ein Gleichgewichtszustand bei aufgelegtem Einbaustück herrscht.

Um die Montage und Demontage der Einbaustücke in einfacher Weise und ohne Behinderungen durchführen zu können, ist bei einem Walzenlager mit einer erfindungsgemäßen Einbaustück-Montagevorrichtung wenigstens eine Fahrschiene an den Hürden vorgesehen, so daß sich am Boden im Bereich unterhalb der Einbaustücke keine Fahrschiene befindet. Bei der Erfindung wird die beim Stand der Technik am Boden verlegte hürdennahe Fahrschiene vom Boden weg an die Hürden verlegt. Durch diese Verlegung der hürdennahen Fahrschiene vom Boden an die Hürden fällt die dadurch verursachte Gefahrenquelle vollständig weg.

Hierbei sind zwei grundsätzliche Alternativen vorgesehen, nämlich einerseits die Verlegung sämtlicher Fahrschienen an die Hürden, wobei der Montagewagen dann an den Fahrschienen aufgehängt ist. Die zweite Alternative sieht vor, daß nur eine Fahrschiene an den Hürden vorgesehen bzw. befestigt ist, während die andere, nämlich die hürdenferne Fahrschiene, am Boden verbleibt. Bei dieser Ausführungsform weist dann - wie auch im Stand der Technik - der Montagewagen auf seiner hürdenfernen Seite sich auf dem Boden bzw. der dort befindlichen Fahrschiene abstützende Laufrollen auf.

Beide Ausführungsformen haben den erwähnten Vorteil, daß im Arbeitsbereich des Monteurs unterhalb der Walzenzapfen keine Fahrschiene und damit auch keine Stolpermöglichkeit mehr vorhanden ist. Der Monteur kann also die Montagearbeiten in einfacher Weise durchführen, ohne daß die Gefahr eines unbeabsichtigten Stolperns besteht, was beim Stand der Technik möglich ist.

Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Es zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Walzenlagers mit mehreren Einbaustück-Montagevorrichtungen,

Fig. 2 eine vergrößerte Draufsicht eines Teils des Walzenlagers aus Fig. 1,

Fig. 3 eine Ansicht des Walzenlagers aus Fig. 1 in Verfahrrichtung gesehen,

Fig. 4 eine Ansicht eines Teils des Walzenlagers quer zur Verfahrrichtung gesehen,

Fig. 5 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht einer anderen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Walzenlagers,

Fig. 6 eine der Fig. 3 entsprechende Ansicht des Walzenlagers aus Fig. 5,

Fig. 7 eine der Fig. 4 entsprechende Ansicht des Walzenlagers aus Fig. 5,

Fig. 8 eine vergrößerte Darstellung des Details X aus Fig. 6 und

Fig. 9 eine Ansicht eines Teils einer anderen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Walzenlagers.

In den Figuren ist ein Walzenlager W eines Walzwerkes dargestellt. Das Walzenlager W weist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 vier Montagevorrichtungen 1 für Einbaustücke 2 von Walzen 3 auf. Das Walzenlager W weist weiterhin eine Vielzahl von Hürden 5 auf, die hintereinander angeordnet sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind 16 Hürden 5 vorgesehen. Jede der Hürden 5 dient jeweils zur Ablage einer Walze 3. Die einzelnen Montagevorrichtungen 1 sind in Verfahrrichtung R entlang den Hürden 5 verfahrbar, und zwar beidseits der Hürden 5, wobei die Längsrichtung der Hürden 5 quer zur Verfahrrichtung R ist. Vorliegend sind auf jeder Seite der Hürden 5 zwei Montagevorrichtungen 1 vorgesehen.

Jede der Montagevorrichtungen 1 weist einen Montagewagen 4 auf, der letztlich in Verfahrrichtung R verfahrbar ist. Weiterhin ist jede Montagevorrichtung 1 mit einem auf dem Montagewagen 4 quer zur Verfahrrichtung R des Montagewagens 4 verfahrbaren Montageschlitten 6 versehen. Außerdem weist jede Montagevorrichtung 1 einen einen Auflagebereich 8 für ein Einbaustück 2 aufweisenden höhenverfahrbaren Montagetisch 7 auf dem Montageschlitten 6 auf. Um die Höhenverstellung zwischen dem Montagetisch 7 und dem Montageschlitten 6 zu gewährleisten, ist eine Höhenverstelleinrichtung 9 vorgesehen. Zur manuellen Bedienung des Montagewagens 4 und des Montageschlittens 6 sowie des Montagetisches 7 dienen Bedienpulte 4a, 6a am Montagewagen 4 sowie am Montageschlitten 6.

Im Montagewagen 4 befinden sich Antriebe 10 zum Verfahren des Montagewagens 4 in Verfahrrichtung R, während sich im Montageschlitten 6 zumindest ein Antrieb 11 zum Verfahren des Montageschlittens 6 auf dem Montagewagen 4 quer zur Verfahrrichtung R befindet. Die Antriebe 10, 11 werden elektrisch betrieben. Zu diesem Zweck weist jede Montagevorrichtung 1 eine Kabeltrommel 12 auf, die mit dem Montagewagen 4 fest verbunden ist und auf dem Boden läuft.

Des weiteren ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 4 eine Schlauchtrommel 13 vorgesehen, die ebenfalls am Montagewagen 4 befestigt ist und auf dem Boden läuft. Die Schlauchtrommel 13 dient zum Aufwickeln eines Druckluftschlauches 14 zur Zuführung von Druckluft zur Montagevorrichtung 1, insbesondere um pneumatisch betätigbare Schlagschrauber am Montagewagen 4 für Arbeiten am Einbaustück 2 verwenden zu können oder zum Antrieb der Bewegungsachsen. Die pneumatische Einspeisung erfolgt über den Druckluftschlauch 14, der hinter der Montagevorrichtung 1 auf dem Boden liegt, während die Einspeisung elektrischer Energie über das am Boden liegende Kabel 15 erfolgt. Dabei liegt das elektrische Kabel 15 auf einer hürdennahen Fahrschiene 19 auf, während der Schlauch 14 auf einer hürdenfernen Fahrschiene 20 aufliegt. Die Fahrschienen 19, 20 verlaufen längs der Hürden paarweise und parallel zueinander. Die Bewegung des Montagewagens 4 erfolgt jeweils über Laufrollen 17, 18, die auf den Fahrschienen 19, 20 laufen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Paare von Laufrollen 17, 18 an jedem Montagewagen 4 vorgesehen.

Wesentlich ist nun grundsätzlich, daß der Montageschlitten 6 und/oder Montagetisch 7 eine längs der Verfahrrichtung R des Montagewagens 4 seitlich überkragende Verlängerung 16 aufweisen/aufweist, so daß Auflagebereich 8 zumindest teilweise seitlich über den Montagewagen 4 übersteht. Die überkragende Verlängerung 16 befindet sich dabei lediglich auf einer Seite der Montagevorrichtung 1, wobei ihre Länge so gewählt ist, daß der gesamte Auflagebereich 8 seitlich über den Montagewagen 4 übersteht, wie aus den einzelnen Figuren gut hervorgeht. Dies ist deshalb vorgesehen, um eine gute Zugänglichkeit zum Einbaustück zu gewährleisten.

Bei der dargestellten Ausführungsform ist lediglich der Montageschlitten 6, nicht aber der Montagetisch 7 in Verfahrrichtung R des Montagewagens 4 seitlich verlängert. Die Verlängerung 16 ist also lediglich am Montageschlitten 6 vorgesehen. Während die Verlängerung 16 an der einen Seite des Montagewagens 4 überkragt, befinden sich gegenüberliegend auf der anderen Seite des Montagewagens 4 die Kabeltrommel 12 und die Schlauchtrommel 13. Das Gewicht des Montagewagens 4, die Gewichte der Kabeltrommel 12 und der Schlauchtrommel 13 und auch die Abmaße der zuvor genannten Teile sind so gewählt, daß sich hierdurch Gegenmomente ergeben, die unter Berücksichtigung eines vorgegebenen Sicherheitsfaktors ein Kippen des Montagewagens 4 mit Sicherheit ausschließen, auch wenn ein Einbaustück 2 auf den Auflagebereich 8 aufgelegt ist.

Im übrigen versteht es sich, daß der Montageschlitten 6 derart am Montagewagen 4 gehalten ist, daß zwar ein Verfahren des Montageschlittens 6 auf dem Montagewagen 4 quer zur Verfahrrichtung R möglich ist, daß jedoch ein Kippen des Montageschlittens 6 aufgrund der Verlängerung 16 insbesondere bei aufgelegtem Einbaustück 2 ausgeschlossen ist. Zu diesem Zweck sind entsprechende Hinterschneidungen o. dgl. am Montagewagen 4 zum Zusammenwirken mit entsprechenden Anschlägen am Montageschlitten 6 vorgesehen.

In den Fig. 5 bis 9 sind andere Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Walzenlagers W dargestellt. Dabei ist in den Fig. 5 bis 8 eine erste Ausführungsform, in Fig. 9 eine weitere Ausführungsform dargestellt. Bei beiden Ausführungsformen ist wenigstens eine Fahrschiene 19 an den Hürden 5 vorgesehen, so daß sich am Boden im Bereich unterhalb der Einbaustücke 2 keine Fahrschiene befindet. Letztlich ist die beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 4 am Boden vorgesehene hürdennahe Fahrschiene 19 an die Hürden 5 verlegt, so daß der hürdennahe Bodenbereich frei von etwaigen Stolperkanten ist.

Im übrigen unterscheiden sich die in den Fig. 5 bis 9 dargestellten Ausführungsformen von den zuvor beschriebenen dadurch, daß Aufwickeltrommeln nicht vorgesehen sind. Eine Druckluftversorgung entfällt bei den Ausführungsformen gemäß den Fig. 5 bis 9 vollständig.

Wie sich insbesondere aus den Fig. 5 und 7 ergibt, erstreckt sich die an die Hürde 5 verlegte Fahrschiene 19 auch zwischen den Hürden 5, um eine permanente Führung des Montagewagens 4 in der Fahrschiene 19 zu gewährleisten.

Bei der in den Fig. 5 bis 8 dargestellten Ausführungsform ist auch die andere Fahrschiene 20, die der bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 4 hürdenfernen äußeren Fahrschiene entspricht, vom Boden weg an die Hürden 5 verlegt. Auch die Fahrschiene 20 erstreckt sich dann zwischen den Hürden 5. Hierbei ist der Montagewagen 4 an den beiden Fahrschienen 19, 20 aufgehängt und schwebt über dem Boden. Die Laufrollen 17, 18 greifen in die Fahrschienen 19, 20 ein und hintergreifen diese, so daß der Montagewagen 4 lediglich in Verfahrrichtung R bewegbar, ansonsten aber in den Fahrschienen 19, 20 gefangen ist. Hierzu haben, wie sich insbesondere aus Fig. 8 ergibt, die Fahrschienen 19, 20 jeweils einen etwa C-förmigen Querschnitt.

Am Montagewagen 4 sind beim dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Paar Laufrollen 17, 18 vorgesehen, wobei die beiden Laufrollen 17, 18 eines Paares übereinander angeordnet sind. Die obere Laufrolle 17 ist um eine vertikale Achse drehbar und greift in die nach unten offene Fahrschiene 19 ein. Die untere Laufrolle 18 ist um eine schräg geneigte Achse drehbar und greift in die schräg nach unten geöffnete Fahrschiene 20 ein.

In Fig. 9 ist eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Walzenlagers W dargestellt. Dabei befindet sich lediglich eine Fahrschiene 19 an den Hürden 5, während die andere hürdenferne Fahrschiene 20 am Boden verlegt ist, wie dies auch bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 4 vorgesehen ist. Beide Laufrollen 17, 18 sind um horizontale Achsen drehbar. Die Fahrschiene 19 ist hierbei C- bzw. U-förmig ausgebildet und nach oben offen, so daß der Montagewagen 4 ohne weiteres in Verfahrrichtung R verfahrbar ist, ansonsten aber in der Fahrschiene 19 gefangen ist, also nicht quer zur Verfahrrichtung R aus der Fahrschiene 19 bewegt werden kann.

Wie zuvor bereits ausgeführt worden ist, ist im Gegensatz zu der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform keine Kabeltrommel vorgesehen. Die elektrische Energieversorgung erfolgt derart, daß am Montagewagen 4 auf seiner den Hürden 5 zugewandten Seite Schleifkontakte 21 vorgesehen sind, während an den Hürden 5 im Bereich zumindest einer der Fahrschienen, vorliegend im Bereich der Fahrschiene 19, Schleifleitungen 22 zur elektrischen Versorgung vorgesehen sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Einbaustück-Montagevorrichtung (1) eines Walzenlagers (W) oder einer Walzenwerkstatt, mit einem entlang von Hürden (5) zur Ablage von Walzen (3) in Verfahrrichtung (R) verfahrbaren Montagewagen (4), mit einem auf dem Montagewagen (4) quer zur Verfahrrichtung (R) des Montagewagens (4) verfahrbaren Montageschlitten (6) und einem einen Auflagebereich (8) für ein Einbaustück (2) aufweisenden höhenverfahrbaren Montagetisch (7) auf dem Montageschlitten (6), dadurch gekennzeichnet, daß der Montageschlitten (6) und/oder der Montagetisch (7) eine längs der Verfahrrichtung (R) des Montagewagens (4) seitlich überkragende Verlängerung (16) aufweisen/aufweist, so daß der Auflagebereich (8) zumindest teilweise seitlich über den Montagewagen (4) übersteht.
  2. 2. Montagevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Auflagebereich (8) seitlich über den Montagewagen (4) übersteht.
  3. 3. Montagevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der der Verlängerung (16) gegenüberliegenden Seite des Montagewagens (4) wenigstens ein in den Montagewagen (4) eingelegtes oder mit diesem verbundenes Gegengewicht vorgesehen ist.
  4. 4. Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der der Verlängerung (16) gegenüberliegenden Seite des Montagewagens (4) wenigstens eine mit dem Montagewagen (4) verbundene Aufwickeltrommel vorgesehen ist.
  5. 5. Montagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Montagewagen (4) Laufrollen (17, 18) zum Verfahren des Montagewagens (4) an Fahrschienen (19, 20) vorgesehen sind und daß die Laufrollen (17, 18) des Montagewagens (4) zum Gewichtsausgleich für die seitlich überkragende Verlängerung (16) in die Fahrschienen (19, 20) eingreifen und diese unter- bzw. hintergreifen.
  6. 6. Walzenlager mit einer Einbaustück-Montagevorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Fahrschiene (19) an den Hürden (5) vorgesehen ist, so daß sich am Boden im Bereich unterhalb der Einbaustücke (2) keine Fahrschiene befindet.
  7. 7. Walzenlager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Fahrschienen (19, 20) an den Hürden (5) vorgesehen sind und daß der Montagewagen (4) an den Fahrschienen (19, 20) aufgehängt ist.
  8. 8. Walzenlager nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufrollen (17, 18) in die Fahrschienen (19, 20) eingreifen und diese unter- bzw. hintergreifen.
  9. 9. Walzenlager nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß am Montagewagen (4) wenigstens ein Paar Laufrollen (17, 18) vorgesehen ist und daß die beiden Laufrollen (17, 18) eines Paares übereinander angeordnet sind.
  10. 10. Walzenlager nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Laufrolle (17) um eine vertikale Achse und die untere Laufrolle (18) um eine schräg geneigte Achse drehbar sind.
  11. 11. Walzenlager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der den Hürden (5) abgewandten Seite des Montagewagens (4) wenigstens eine Laufrolle (18) zum Verfahren auf einer am Boden verlegten Fahrschiene (20) vorgesehen ist.
  12. 12. Walzenlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Montagewagen (4) auf seiner den Hürden (5) zugewandten Seite Schleifkontakte (21) und an den Hürden (5) im Bereich zumindest einer Fahrschiene (19) Schleifleitungen (22) zur elektrischen Versorgung vorgesehen sind.






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