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Verfahren und Vorrichtung zum Pulver-Sprühbeschichten - Dokument EP0913204
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation EP0913204 10.06.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0913204
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Pulver-Sprühbeschichten
Anmelder ITW Gema AG, St. Gallen, CH
Erfinder Mauchle, Felix, 9030 Abtwil, CH
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 13.08.1998
EP-Aktenzeichen 981152390
EP-Offenlegungsdatum 06.05.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.06.1999
IPC-Hauptklasse B05B 12/12

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein verfahren und eine Vorrichtung zum Pulver-Sprühbeschichten von Objekten gemäß den Patentansprüchen 1 und 14.

Aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 718 043 A1 ist eine Pulverbeschichtungsanlage bekannt, bei welcher ein Förderluftstrom in einem Unterdruckbereich eines Injektors einen Unterdruck erzeugt und dadurch Pulver aus einem Behälter ansaugt und in eine Pulverleitung fördert. Stromabwärts des Unterdruckbereiches wird dem Förderluft-Pulver-Strom Zusatzluft über einen Zusatzlufteinlaß zugeführt, um in der Pulverleitung eine vorbestimmte Gesamtluftmenge zu erreichen. Ferner ist aus der europäischen Patentschrift 0 412 289 B1 eine elektrostatische Pulverbeschichtungsanlage mit einem Injektor bekannt, welchem Förderluft und Zusatzluft zugeführt wird. Die Zusatzluft kann als Steuerluft in den Unterdruckbereich des Injektors gefördert werden. Die deutsche Patent-Offenlegungsschrift DE 44 19 987 A1 zeigt eine Injektor-Fördereinrichtung für Beschichtungspulver mit einem Saugrohr, welches an den Unterdruckbereich des Injektors angeschlossen ist und sich nach unten in einen Pulverbehälter erstreckt, so daß aus diesem Pulver in den Unterdruckbereich gesaugt wird. Dem vom Unterdruckbereich abgewandten Endabschnitt des Saugrohres wird Ausgleichsluft zugeführt, um Schwankungen des Saugdruckes auszugleichen. Wie die US-Patentschrift 3 746 254 zeigt, kann der Pulverbehälter auch oberhalb, statt unterhalb, des Unterdruckbereiches des Injektors angeordnet sein, so daß sich seine Pulveransaugöffnung über dem Unterdruckbereich befindet. Aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 769 327 A2 ist eine Pulverbeschichtungsvorrichtung bekannt, bei welcher sich der Injektor am unteren Ende eines Rohres befindet, welches in einen Pulverbehälter eintauchbar ist, um daraus Pulver zu fördern.

Vorliegende Erfindung umfaßt alle vorgenannten Ausführungsformen und ist nicht auf eine bestimmte Ausführungsform beschränkt.

Bei Pulverbeschichtungsanlagen ist es bekannt, die Pulverleitung, normalerweise ein Schlauch, und die Sprühvorrichtung von Zeit zu Zeit von abgelagerten Pulverpartikeln zu reinigen. Dies ist notwendig, um ein unkontrolliertes Austreten von abgelagerten, alten Pulverpartikeln zu vermeiden, da diese zu Störungen der beschichteten Oberfläche eines Objektes führen würden. Zum Spülen des Pulverschlauches und der Sprühvorrichtung wird normalerweise Druckluft an den Injektor angeschlossen und durch den Injektor und den Pulverschlauch hindurch durch die Sprühvorrichtung geblasen. Ein Nachteil dieser bekannten Spülart besteht darin, daß die Spülluft nicht nur zur Sprühvorrichtung strömt, sondern sich auch im Injektor auf andere an ihn angeschlossene Leitungen aufteilt. Ein weiterer Nachteil besteht bei den bekannten Systemen darin, daß für den Reinigungsvorgang mit Spülluft der Pulverbeschichtungsvorgang abgeschaltet werden muß und anschließend die Förderluft und gegebenenfalls verwendete Zusatzluft neu auf die gewünschten Druckverhältnisse und die gewünschte Fördermenge Pulver eingestellt werden müssen. Pulverablagerungen im Pulverschlauch können zwar stark reduziert werden, in dem der Schlauch aus einem dafür geeigneten Material hergestellt wird, jedoch ist bei großen Längen des Pulverschlauches die Summe der abgelagerten Pulverpartikel immer noch relativ hoch.

Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, große Serien von Objekten mit sehr guter Beschichtungsqualität zu beschichten, ohne daß die Serienproduktion dieser Objekte für Reinigungsarbeiten oder Einstellarbeiten der Sprühbeschichtungsvorrichtung gestört wird oder unterbrochen werden muß. Durch die Erfindung sollen beispielsweise auch Autokarosserien in der Serienproduktion mit so guter Oberflächenqualität beschichtet werden können, wie dies von der Beschichtung mit Flüssiglack bekannt ist. Das Ziel ist somit, höchste Ansprüche an die Pulverbeschichtungsqualität zu erfüllen hinsichtlich Haftung am Objekt, Geschlossenheit der Pulverschicht nach ihrem Aufbrennen auf das Objekt, extreme Gleichmäßigkeit und Glattheit der Beschichtung. Das Verfahren und die Vorrichtung hierfür sollen eine sehr hohe Zuverlässigkeit im Dauerbetrieb haben.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 und 14 gelöst.

Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.

Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen anhand von bevorzugten Ausführungsformen als Beispiel beschrieben.

In den Zeichnungen zeigen

Fig. 1
schematisch und unmaßstäblich eine Pulver-Sprühbeschichtungsvorrichtung gemäß der Erfindung,
Fig. 2
einen Teil einer weiteren Ausführungsform einer Pulver-Sprühbeschichtungsvorrichtung nach der Erfindung, deren fehlender Teil identisch mit dem betreffenden Teil von Fig. 1 ist.

Die in Fig. 1 dargestellte Pulver-Sprühbeschichtungsvorrichtung enthält eine Sprühvorrichtung 2, welche ein Sprühorgan 4 zum Sprühen von Beschichtungspulver auf Objekte 6 aufweist, beispielsweise Autokarosserien, welche an einer Transportvorrichtung 8 in Richtung eines Pfeiles 10 im Dauerbetrieb quer zum Sprühorgan 4 an dessen Vorderseite vorgeführt werden, so daß sie in den Sprühbeschichtungsbereich des Sprühorgans 4 gelangen. Die Objekte 6 haben zwischen sich einen kleinen Abstand oder eine Lücke 12. Das Sprühorgan 4 kann entsprechend Fig. 1 eine Sprühdüse oder ein Rotationskörper sein, beispielsweise eine rotierende Sprüh-Glocke. Das Sprühorgan 4 ist mit einer oder mehreren Hochspannungs-Elektroden 14 zur elektrostatischen Aufladung des Pulvers versehen. Die Elektrode 114 kann aus einem Trägerrohr 16 herausragen, aus welchem Luft über die Elektrode 14 strömt, damit sich an ihr keine Pulverpartikel ablagern. Die Hochspannung für die Elektrode 14 kann von einem Hochspannungserzeuger erzeugt werden, welcher in der Sprühvorrichtung 2 oder extern von ihr angeordnet sein kann. Das Sprühorgan 4 befindet sich am stromabwärtigen Ende eines Pulverkanals 18 der Sprühvorrichtung 2, dessen stromaufwärtiger Anfang 20 über eine Pulverleitung 22 an den Pulverauslaß 24 eines Injektors 26 angeschlossen ist. Dem Pulverauslaß 24 liegt ein Förderlufteinlaß 28 axial gegenüber, welcher über eine Förderluftleitung 30, in welcher sich ein Druckregler 32 befindet, und einen Verteiler 34 an eine Druckquelle 36 angeschlossen ist. Ein Injektorkanal 38 hat benachbart zum Förderlufteinlaß 28 einen Unterdruckbereich 40 mit erweitertem Durchmesser und dann einen im Querschnitt wieder kleineren Pulverauslaßkanal 42. Vom Unterdruckbereich 40 führt über eine Pulvereinlaßöffnung 44 ein Pulveransaugrohr 46 in einen Pulverbehälter 48, so daß der Förderluftstrom der Förderluftleitung 30 im Unterdruckbereich 40 einen Unterdruck oder Vakuum erzeugt und dadurch aus dem Pulverbehälter 48 Pulver ansaugt und über die Pulverleitung 22 zur Sprühvorrichtung 2 fördert, welche das Pulver in Form einer Sprühwolke oder eines Sprühkegels auf die Objekte 6 sprüht.

In den Unterdruckbereich 40 des Injektors 26 mündet ein Steuerlufteinlaß 50, welcher über eine Steuerluftleitung 52, die einen Druckregler 54 enthält, und den Verteiler 34 an die Druckluftquelle 36 angeschlossen ist. Durch Einleiten von Steuerluft in den Unterdruckbereich 40 kann dessen Unterdruck oder Vakuum soweit reduziert oder aufgehoben werden, daß die Pulverförderung aus dem Behälter 48 unterbrochen wird, wenn die Förderluft der Förderluftleitung 32 mit unveränderter Strömungsrate durch den Injektor 26 strömt.

In den Pulverauslaßkanal 42 mündet ein Zusatzlufteinlaß 56, welcher über eine Zusatzluftleitung 58, welche einen Druckregler 60 enthalten kann, und den Verteiler 34 an die Druckquelle 36 angeschlossen. Die Zusatzluft ergibt zusammen mit der Förderluft eine Gesamtluftmenge, welche in der Pulverleitung 22 Pulsationen des Pulverstromes und größere Pulverablagerungen verhindert. Anstatt mit der Zusatzluft der Zusatzluftleitung 58 könnte auch mit der Steuerluft der Steuerluftleitung 52 die Gesamtluftmenge beeinflußt werden, was aber ungünstig ist, weil die Steuerluft die Unterdruckwirkung im Unterdruckbereich 40 und damit auch die Förderwirkung der Förderluft der Förderluftleitung 30 beeinflußt, so daß die Förderluft ebenfalls geändert werden müßte, wenn die Steuerluft zum Ausgleich von Luftmengenänderungen in der Pulverleitung 22 verwendet werden würde. Deshalb wird gemäß der Erfindung die Steuerluft der Steuerluftleitung 52 nur zum Aufheben des Unterdruckes im Unterdruckbereich 40 verwendet, um dadurch die Pulverförderung abzuschalten, nicht nur zu reduzieren. Während dieser Unterbrechung der Pulverförderung wird gemäß der Erfindung die Förderluft der Förderluftleitung 30 und die Zusatzluft der Zusatzluftleitung 58 unverändert dem Injektor 26 und der Pulverleitung 22 zugeführt, während sich eine Objektlücke 12 vor dem Sprühorgan 4 befindet. Wenn dann das nächste Objekt 6 vor dem Sprühorgan 4 ist, wird die Pulverförderung wieder eingeschaltet, indem die Steuerluft der Steuerluftleitung 52 abgeschaltet wird. Das Einschalten und Abschalten in Abhängigkeit von der Fördergeschwindigkeit und der Größe der Objekte 6 erfolgt automatisch durch eine prozessorgesteuerte elektronische Steuereinrichtung 62. Dadurch werden folgende Vorteile erreicht: Beim Abschalten der Pulverförderung wird noch das restliche Pulver aus dem Pulver-Luft-Weg (38, 42, 22, 2) herausgefördert und durch das Sprühorgan 4 versprüht. Dadurch ergibt sich beim erneuten Einschalten der Pulverförderung kein Pulverstoß, und damit auch keine Beschichtungsfehler auf dem nächsten zu beschichtenden Objekt 6. Vorzugsweise ist die Steuerung 62 derart programmiert, daß die Pulverförderung nicht erst in der Objektlücke 12 abgeschaltet wird, sondern kurz vor Ende des gerade beschichteten Objektes 6, so daß das gesamte im Pulverweg vorhandene Pulver noch auf dieses Objekt aufgetragen wird, ohne Beschichtungsfehler zu erzeugen. Damit wird der weitere Vorteil erzielt, daß der Verlust an Pulver, welches nicht auf den Objekten 6 haftet, reduziert wird.

Das Ansaugrohr 26 ist an seinem vom Injektor 26 abgewandten unteren Endabschnitt 64 mit einem Ausgleichsluft-Einlaß 66 versehen, durch welchen Druckluft als Ausgleichsluft in das Ansaugrohr 46 gefördert wird, um im Ansaugrohr 36 entstehende Druckschwankungen zu kompensieren oder zu dämpfen. Der Ausgleichsluft-Einlaß 66 ist über eine Ausgleichsluft-Leitung 68, in welcher sich ein Druckregler 70 befinden kann, an den Verteiler 34 der Druckluftquelle 36 angeschlossen. Die Ausgleichsluft wird sowohl während der Pulverförderung als auch während Pulverförderungspausen mit konstantem Druck und gleichbleibender Luftrate zugeführt.

Um die Sprühvorrichtung 2 und gewünschtenfalls auch die Pulverleitung 22 sauber zu halten, ist eine Spülluftvorrichtung 72 mit mindestens einem Spülluft-Einlaß 73 vorgesehen. Der Spülluft-Einlaß 73 liegt vorzugsweise an einer Stelle, von wo aus der Strömungswiderstand für diese Spülluft im Luft-Pulver-Weg, welcher durch die Pulverleitung 22, die Sprühvorrichtung 2 und den Injektor 26 gebildet ist, in Richtung stromabwärts bis durch die Sprühvorrichtung 2 hindurch kleiner ist als stromaufwärts bis durch den Injektor 26 hindurch. Dadurch wird erreicht,daß die Spülluft nur in Richtung zum Sprühorgan 4 und aus diesem in Richtung zu den Objekten 6 hin strömt, jedoch nicht in entgegengesetzter Richtung zum Injektor 26 hin. Demzufolge liegt der Spüllufteinlaß 73, wobei in abgewandelter Ausführungsform auch mehrere solche Stellen oder Spüllufteinlässe vorgesehen sein können, zwischen der halben Länge der Pulverleitung 22 und dem Sprühorgan 4. Je besser das Material der Pulverleitung 22, normalerweise ein Schlauch, dazu geeignet ist, Pulverablagerungen in ihr zu verhindern, desto weiter kann der Spüllufteinlaß 73 stromabwärts in Richtung zum Sprühorgan 4 verlagert werden. Der Pulverweg in der Sprühvorrichtung 2 kann aus ähnlichem Material gebildet sein, um Ablagerungen von Pulverpartikeln zu reduzieren. Jedoch das Sprühorgan 4, selbst wenn es aus dem gleichen Material besteht, muß mit Spülluft innen gereinigt werden, weil die Pulverpartikel nicht nur an den Innenflächen des Sprühorgans 4 entlanggleiten, sondern auch quer auf diese Innenflächen auftreffen. Bevorzugte Ausführungsformen bestehen deshalb darin, den mindestens einen Spüllufteinlaß 73 an einer Spülluft-Zufuhrstelle zwischen der halben Länge der Pulverleitung 22 oder auf einer Länge von 75% stromabwärts der Pulverleitung 22, oder unmittelbar am Pulvereinlaß 20 der Sprühvorrichtung 2, oder entsprechend Fig. 2 der Zeichnungen in der Sprühvorrichtung 2 mit kurzem Abstand stromaufwärts von dem Sprühorgan 4 anzuordnen, so daß die Spülluft ungedrosselt auf die Innenflächen des Sprühorgans 4 auftrifft und dort eventuell vorhandene Pulverpartikel wegspült.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist die Pulverleitung 22 ein Schlauch, welcher auf einen mehr als die halbe Länge ausmachenden stromaufwärtigen Schlauchteil 22-1 und einen wesentlich weniger als die halbe Schlauchlänge ausmachenden kurzen Schlauchteil 22-2 aufgeteilt ist. Die beiden Schlauchteile 22-1 und 22-2 sind durch den Spülluft-Einlaß 73, welcher eine ringförmige Schlitzdüse 74 aufweist, miteinander verbunden. Die Spülluft strömt von der Schlitzdüse 74 durch den stromabwärtigen Schlauchteil 22-2 und danach durch die Sprühvorrichtung 2, ohne daß ein Teil dieser Spülluft in entgegengesetzter Richtung zum Injektor 26 strömt.

Die Spülluft wird nicht während der Pulverförderung, sondern bei abgeschalteter Pulverförderung entweder bei jeder Objekt-Lücke 12 oder jeweils nur bei einer von mehreren Objekt-Lücken 12 vor dem Sprühorgan 4 eingeschaltet. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird die Spülluft nicht als Dauer-Druckluftstrom zugeführt, sondern in Form von mindestens einem oder vorzugsweise mindestens zwei, drei oder vier kurzzeitig aufeinanderfolgenden Druckluftstößen oder Druckluftpulsen. Zur Erzeugung dieser stoßartigen Druckluftpulse ist der Spülluft-Einlaß 73 über eine Druckluftleitung 76, in welcher sich in Strömungsrichtung nacheinander ein Druckregler 78, ein Druckmesser 80 und ein Umschaltventil 82 befinden, an die Druckluftquelle 36 oder deren Verteiler 34 angeschlossen. Das Umschaltventil 82 ist vorzugsweise ein elektromagnetisches oder pneumatisches Zwei/Zwei-Wegeventil, welches von der elektronischen Steuereinrichtung 62 gesteuert wird. Der Spülluft-Einlaß 73 ist mit einer Rückflußsperre 84 versehen, welches ein Filtermaterial zum Filtern von Pulverpartikeln und/oder ein Rückschlagventil sein kann, welches nur in Strömungsrichtung der Spülluft zum Spülluft-Einlaß 73 hin öffnet, jedoch bei einem in Gegenrichtung wirkenden Fluiddruck schließt. Die als Spülluft dienende Druckluft wird dem Spülluft-Einlaß 73 vorzugsweise in einer Menge im Bereich von 15-40 Nm3/h und einem Druck bis maximal 6 bar, vorzugsweise bis 5 bar zugeführt. Entsprechend ist der Druck der Spülluft an ihrem Regler 78 einstellbar.

Die Spülluft kann eingeschaltet werden entweder wenn alle Luftanschlüsse des Injektors 26 ausgeschaltet sind oder gemäß der bevorzugten Ausführungsform während alle Luftanschlüsse oder mindestens die Förderluft des Injektors 26 eingeschaltet bleiben. Dadurch strömen bei der bevorzugten Ausführungsform durch das Sprühorgan 4, während ihm ein zu beschichtendes Objekt 6 gegenüberliegt, Förderluft der Förderluftleitung 30, Zusatzluft der Zusatzluftleitung 58 und Ausgleichsluft der Ausgleichsluftleitung 68; wenn jedoch eine Objekt-Lücke 12 dem Sprühorgan 4 gegenüberliegt und die Pulverförderung durch Steuerluftzufuhr der Steuerluftleitung 52 abgeschaltet ist, dann strömen durch das Sprühorgan 4 die Förderluft der Förderluftleitung 30, Steuerluft der Steuerluftleitung 52, Zusatzluft der Zusatzluftleitung 58, Ausgleichsluft der Ausgleichsluftleitung 68 und, während der Reinigungsphase, auch Spülluft des Spülluft-Einlasses 73. Gemäß einer besonderen Ausführungsform wird die Spülluft bereits dann eingeschaltet, wenn sich ein Endabschnitt eines beschichteten Objektes 6 noch im Sprühbereich des Sprühorgans 4 befindet, damit das gesamte Pulver für den Beschichtungsvorgang verwendet wird. Die Pulverschicht auf dem Objekt 6 erhält dadurch keine andere Schichtdicke oder andere Veränderung, wenn die Pulverförderung ebenfalls kurz vor dem Ende des gerade beschichteten Objekts 6 abgeschaltet wird, indem die Steuerluft der Steuerluftleitung 52 eingeschaltet und damit in den Unterdruckbereich 40 gefördert wird. Die zeitliche Koordination der verschiedenen Luftarten erfolgt durch die elektronische Steuereinrichtung 62.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 hat der Spülluft-Einlaß 73 mindestens eine ringförmige Schlitzdüse 74 um den Luft-Pulver-Weg herum, damit diesem eine große Spülluftmenge zugeführt werden kann, ohne daß dafür ein besonders hoher Druck erforderlich ist. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 hat der Spülluft-Einlaß 73 stattdessen eine Vielzahl von Bohrungen 75, welche in den Luft-Pulver-Weg münden und diesen ringförmig umgeben. Mit dieser Ausführungsform wird eine ähnliche Wirkung wie mit einer ringförmigen Schlitzdüse erzielt, jedoch mit einem etwas größeren Strömungswiderstand. Die Ringschlitzdüse 74 von Fig. 1 und die Spülluft-Bohrungen 75 von Fig. 2 sind vorzugsweise unter einem Winkel von ungefähr 45 Grad in Strömungsrichtung des Luft-Pulverstromes schräg angeordnet.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Pulversprühbeschichten von Objekten, enthaltend
    • pneumatisches Fördern des Pulvers von einem Behälter (48) über einen Injektor (26) und eine Pulverleitung (22) zu einer Sprühvorrichtung (2), wobei ein Förderluftstrom (30) durch den Injektor (26) geleitet wird, welcher in einem Unterdruckbereich (40) des Injektors einen Unterdruck erzeugt und dadurch Pulver aus dem Behälter ansaugt und durch die Pulverleitung zur Sprühvorrichtung fördert;
    • automatisches Transportieren der Objekte (6) nacheinander durch den Sprühbeschichtungsbereich der Sprühvorrichtung (2);
    • Unterbrechen der Pulverförderung in den Objekt-Lücken (12) zwischen aufeinanderfolgenden Objekten (6);

      dadurch gekennzeichnet,
    • daß während der gesamten Dauer der Unterbrechung der Pulverförderung, wenn sich im Sprühbeschichtungsbereich der Sprühvorrichtung (2) eine Objekt-Lücke (12) befindet, der Förderluftstrom aufrechterhalten wird,
    • daß zur Unterbrechung der Pulverförderung in den Objekt-Lücken (12) Steuerluft (52) in den Unterdruckbereich (40) des Injektors (26) geleitet wird, welche den Unterdruck so weit reduziert, daß die Pulverförderung unterbrochen wird,
    • daß bei jeder oder bei jeweils einer von mehreren Unterbrechungen der Pulverförderung der Luft-Pulver-Weg, welcher von dem Injektor (26) bis zu dem Sprühorgan (4) der Sprühvorrichtung (2) gebildet ist, mindestens in seinem stromabwärtigen Abschnitt mit Spül-Druckluft automatisch gespült wird;
    • und daß am Ende einer Objekt-Lücke (12) die Pulverförderung automatisch wieder eingeschaltet wird durch Ausschalten oder entsprechendes Reduzieren der Steuerluft;
    • daß alle vorgenannten Verfahrensschritte von einer elektronischen Steuereinrichtung (62) gesteuert werden, so daß sie aufeinander abgestimmt automatisch ablaufen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Spül-Druckluft automatisch eingeschaltet wird so kurz bevor ein zu beschichtendes Objekt (6) den Sprühbeschichtungsbereich der Sprühvorrichtung (2) verläßt, daß sie Pulverreste über die Sprühvorrichtung (2) noch auf dieses Objekt (6) aufträgt und damit das Objekt fertig beschichtet.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Spül-Druckluft mit einer Menge von 15 bis 40 Nm3/h dem Luft-Pulver-Weg zugeführt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Spül-Druckluft als Druckluftpulse stoßartig zugeführt wird, mit einer Pulslänge von weniger als 10 Sekunden und je mindestens einem Druckluftpuls je Spülung.
  5. Verfahren nach Anspruch 4,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß je Spülung je mindestens drei Spül-Druckluftpulse erzeugt werden.
  6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Pulslänge im Bereich zwischen 0,5 und 3,0 Sekunden liegt.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Spülluft mit einem Druck im Bereich von 2 bis 5 bar dem Luft-Pulver-Weg zugeführt wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß dem Luft-Pulver-Weg am Injektor (26), an einer mit Abstand stromabwärts von dessen Unterdruckbereich gelegenen Stelle, Zusatz-Druckluft zugeführt wird, sowohl während der Pulverförderung als auch während der Unterbrechung der Pulverförderung.
  9. Verfahren nach Anspruch 8,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Strömungsrate des Zusatz-Druckluftstromes in Abhängigkeit von der Strömungsrate des Förderluftstromes automatisch erhöht oder erniedrigt wird, umgekehrt zu einer Erniedrigung oder Erhöhung der Strömungsrate des Förderluftstromes.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß einer an den Unterdruckbereich (40) des Injektors (26) angeschlossenen Pulveransaugleitung (46), an ihrem vom Injektor (26) abgewandten Endabschnitt, Ausgleichs-Druckluft zum Ausgleich von Druckschwankungen in der Ansaugleitung (46) zugeführt wird.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Spül-Druckluft dem Luft-Pulver-Weg (26, 22, 2, 4) an mindestens einer Spülluft-Zufuhr-Stelle (73) zugeführt wird, von wo aus der Strömungswiderstand stromabwärts bis durch die Sprühvorrichtung (2) hindurch kleiner ist als stromaufwärts bis durch den Injektor (26) hindurch.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Spül-Druckluft dem Luft-Pulver-Weg an seinem Einlaß (20) in die Sprühvorrichtung (2) zugeführt wird.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Spül-Druckluft der Sprühvorrichtung (2) an einer Stelle zugeführt wird, die zwischen ihrem Einlaß (20) für das Pulver und ihrem Sprühorgan (4) liegt.
  14. Pulver-Sprühbeschichtungsvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß sie eine Sprühvorrichtung (2) mit einem Sprühorgan (4) aufweist und über eine Luft-Pulver-Leitung (22) an den Pulverauslaß (24) eines Injektors (26) angeschlossen ist, und daß diese Teile Mittel zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweisen.






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