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Reibradgetriebe - Dokument DE19757017A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19757017A1 01.07.1999
Titel Reibradgetriebe
Anmelder ZF Friedrichshafen AG, 88046 Friedrichshafen, DE
Erfinder Bart, Jörg, 88085 Langenargen, DE
DE-Anmeldedatum 20.12.1997
DE-Aktenzeichen 19757017
Offenlegungstag 01.07.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.07.1999
IPC-Hauptklasse F16H 63/06
IPC-Nebenklasse F16H 15/38   F15B 15/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Reibradgetriebe mit einer stufenlos verstellbaren Übersetzung und einer koaxial zu einer Antriebsscheibe angeordneten Abtriebsscheibe mit einander gegenüberliegenden Halbtoroidflächen sowie mit mindestens einer Reibrolle, die auf den Toroidflächen abrollt und ein Drehmoment von einer Scheibe auf die andere überträgt, wobei die Reibrolle drehbar in einem Rollenträger gelagert ist, der in einer Haltevorrichtung in einem Gehäuse um eine Schwenkachse quer zu einer Antriebswelle schwenkbar gelagert ist und von einer hydraulischen Betätigungsvorrichtung mit einem Zylinder und einem doppelt wirkenden Kolben in Richtung der Schwenkachse verstellt und dabei geschwenkt wird.
Es wird vorgeschlagen, daß eine Ventileinrichtung (28) mit einem Kolbenschieber (33) mittels Steuerkanten (38, 39, 40, 41) eine dem gewünschten, zu übertragenden Drehmoment proportionalen Druckdifferenz erzeugt, mit der die beiden Kolbenseiten (24, 25) und einander gegenüberliegende Stirnflächen (42, 43) des Kolbenschiebers (33) beaufschlagt werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Reibradgetriebe nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Ein Reibradgetriebe mit einer stufenlos verstellbaren Übersetzung, das zumindest zwei Scheiben mit toroidförmigen Laufflächen hat, zwischen denen Reibrollen abrollen, um ein Drehmoment von der einen Scheibe auf die andere zu übertragen, sind vielfach bekannt. Dabei ist eine der Scheiben mit einer Antriebswelle und die andere mit einer Abtriebswelle triebmäßig verbunden. Um die Übersetzung zu verändern, werden die Rotationsachsen der Reibrollen zur Antriebsachse so verschwenkt, daß die Reibrollen an der Antriebsscheibe auf einem Kontaktradius laufen, der von dem Kontaktradius an der Abtriebsscheibe verschieden ist. Das Verhältnis der beiden Kontaktradien zueinander ergibt das Übersetzungsverhältnis.

Die DE 28 07 971 A zeigt ein einfaches, derartiges Reibradgetriebe, bei dem die Reibrollen in einer Haltevorrichtung gelagert sind und über eine axial verschiebbare Trommel verschwenkt werden.

Aus der EP 0 415 391 31 ist ein Reibradgetriebe bekannt, bei dem zwei Reibrollen diametral zu einer Antriebswelle zwischen einer Antriebsscheibe und einer Abtriebsscheibe angeordnet sind, die einander gegenüberliegende Halbtoroidflächen aufweisen. Die Reibrollen sind auf Exzenterwellen zweier Rollenträger gelagert, die in einer mit einem Getriebegehäuse verbundenen Haltevorrichtung schwenkbar gelagert sind. Mittels hydraulischer Stellvorrichtungen können die Rollenträger in Richtung ihrer Schwenkachse verstellt werden, wobei sie gleichzeitig geschwenkt werden. Da die Reibrollen diametral zur Antriebswelle angeordnet sind, werden sie gegenläufig geschwenkt, d. h. wenn die eine Rolle im Uhrzeigersinn geschwenkt wird, so wird die andere im Gegenuhrzeigersinn geschwenkt.

Die hydraulische Stellvorrichtung besitzt einen doppelt wirkenden Kolben, dessen Kolbenseiten von einer Druckdifferenz beaufschlagt werden, die von einer Ventileinheit mit einem Kolbenschieber mit vier Steuerkanten erzeugt wird. Eine Steuereinheit verstellt mittels eines Schrittmotors über Regelfedern den Kolbenschieber und stellt somit ein gewünschtes Übersetzungsverhältnis ein. Ein mechanisches Rückführsystem, das einen Nocken- und Hebelmechanismus enthält und die Schwenkbewegung des Rollenträgers erfaßt, wirkt ebenfalls auf den Kolbenschieber und sorgt dafür, daß das eingestellte Übersetzungsverhältnis eingehalten wird.

Die Ventileinrichtung weist eine starke, nicht lineare Verstärkung der Druckdifferenz gegenüber der Übersetzungsabweichung auf, die nur schwer beherrschbar ist und insbesondere bei extrem hohen Übersetzungen, z. B. bei geared neutral-Systemen, schwer kontrollierbare Fahrzustände beim Anfahren ergibt. Bei solchen Getrieben ist die stufenlos regelbare Übersetzungsstufe, der sogenannte Variator, in einem Leistungszweig eines leistungsverzweigten Getriebes angeordnet und kann so geregelt werden, daß in einem Betriebszustand die Abtriebswelle einer Summierungsstufe die Drehzahl Null annimmt und damit ein Fahrzeug mit einem solchen Antrieb steht. Dabei treten bei sehr niedrigen Abtriebsdrehzahlen sehr hohe Drehmomente auf, die zwar zum Anfahren erwünscht sind, aber im Stillstand des Fahrzeugs von den Betriebsbremsen nicht abgebremst werden können und somit zum Kriechen des Fahrzeugs führen. Ferner sind die für die Drehzahlregelung erforderlichen Drehzahlsensoren nicht in der Lage, beliebig kleine Drehzahlen, die gegen Null streben, zu erfassen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Anfahreigenschaften eines gattungsgemäßen Getriebes zu verbessern und sicherer zu kontrollieren. Sie wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Nach der Erfindung erzeugt die Ventileinrichtung eine dem gewünschten, zu übertragenden Drehmoment proportionale Druckdifferenz, die durch die Rückführung auf gegenüberliegende Stirnflächen des Kolbenschiebers eingeregelt wird. Dadurch erreicht man gut kontrollierbare Anfahreigenschaften und eine stabile Regelung bei guten Reibkontaktverhältnissen zwischen den Reibrollen und den Halbtoroidflächen, weil im Stillstand kein Drehmoment an der Abtriebswelle ansteht, während es beim Anfahren beliebig bis zum maximalen Drehmoment gesteigert werden kann. Da die auf die Kolbenseiten wirkende Druckdifferenz, die der drehmomentproportionalen Abstützkraft entspricht, hydraulisch auf den Kolbenschieber der Ventileinrichtung rückwirkt, kann die recht komplexe mechanische Rückführung nach dem Stand der Technik entfallen. Ferner kann die Ventilbuchse mit dem Ventilgehäuse fest verbunden oder ein integraler Bestandteil des Ventilgehäuses sein.

Der Kolbenschieber besitzt in der Regel vier Steuerkanten, um das Druckverhältnis an den beiden Kolbenseiten einzustellen. Dabei sind jeweils zwei Steuerkanten einer Kolbenseite zugeordnet, und zwar eine, die die Verbindung zum Zulauf kontrolliert, und die andere, die die Verbindung zum Rücklauf kontrolliert.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung besitzt der Kolbenschieber nur zwei Steuerkanten. Diese sind einer Kolbenseite zugeordnet, während die andere Kolbenseite mit einem konstanten Druck beaufschlagt wird. Somit ergibt sich der Differenzdruck bei dieser einfachen Anordnung aus der Differenz zwischen dem konstanten Druck und dem variablen Druck.

Wenn sich die Richtung des zu übertragenden Drehmoments im Schubbetrieb umkehrt, wird auch die Abstützkraft und damit die Druckdifferenz an den Kolbenseiten negativ, d. h. die im Zugbetrieb mit einem höheren Druck beaufschlagte Kolbenseite wird im Schubbetrieb mit einem niedrigeren Druck beaufschlagt. Dies würde dazu führen, daß die auf den Kolbenschieber wirkende Druckkraft beim Wechsel vom Zugbetrieb zum Schubbetrieb ihre Wirkrichtung ändert. Um dies zu vermeiden, wird vorgeschlagen, daß die vom Druck der Kolbenseiten beaufschlagten Stirnflächen des Kolbenschiebers ungleich groß und so aufeinander abgestimmt sind, daß die auf den Kolbenschieber wirkende Druckkraft bei Umkehr der Richtung des zu übertragenden Drehmoments ihre Wirkrichtung beibehält.

Zweckmäßigerweise wird der Kolbenschieber stirnseitig von einem Steuerdruck beaufschlagt, der dem gewünschten, zu übertragenden Moment proportional ist. Dieser Steuerdruck kann mittels einer Steuereinheit über einen Druckregler eingestellt werden und beaufschlagt eine Teilstirnfläche der gesamten Stirnfläche des Kolbenschiebers, die als Stufe ausgebildet ist. Die übrige Teilstirnfläche wird dann zweckmäßigerweise von dem Druck einer Kolbenseite beaufschlagt. Im Gleichgewichtsfall entspricht der vom Kolbenschieber eingestellte Differenzdruck an den Kolbenseiten dem vom Druckregler vorgegebenen Druck. Dabei ist es zweckmäßig, daß die Teilfläche, die vom Steuerdruck beaufschlagt wird, auf der Seite des Kolbenschiebers angeordnet ist, die die kleinere Stirnfläche aufweist, die von dem Druck einer Kolbenseite beaufschlagt wird.

Eine weitere, allerdings aufwendigere Alternative besteht darin, daß bei gleichen Stirnflächen des Kolbenschiebers, die vom Druck der Kolbenseiten beaufschlagt werden, an beiden Seiten des Kolbenschiebers Teilflächen für einen Steuerdruck vorgesehen werden, die mit unterschiedlichen Steuerdrücken beaufschlagt werden können, und zwar auf der einen Seite zum Einstellen eines Zugmoments und auf der anderen Seite zum Einstellen eines Schubmoments.

Um das zu übertragende Drehmoment zu ändern, wird der Differenzdruck und damit die Abstützkraft der Reibrollen geändert. Dadurch ändert sich gleichzeitig die Übersetzung, was zu einer entsprechenden Drehmomentenerhöhung führt. Die Ventileinrichtung besitzt ohne Drosseleinrichtungen, Regelfedern und Speicher eine starke differenzierende Wirkung. Durch den Einsatz von Regelfedern kann dieses Verhalten abgeschwächt werden. Mit Drosseleinrichtungen und Speichern kann ein dämpfendes und/oder integrierendes Verhalten aufgeprägt werden, um ein optimales Verstellverhalten einzustellen. Dabei ist es zweckmäßig, daß die Drosseleinrichtungen einstellbar sind. Ist antriebsseitig vor der stufenlos verstellbaren Übersetzungsstufe eine Umkehrgetriebestufe geschaltet, kehrt sich mit der Umkehr der Drehrichtung in dem Reibradgetriebe die Wirkrichtung der Abstützkräfte um. Um trotzdem die Ansteuerung des Kolbenschiebers für beide Druckrichtungen beibehalten zu können, führen die Leitungen zu den Kolbenseiten über ein Umschaltventil, das von einem Rückfahrsignal angesteuert wird und die Beaufschlagung der Kolbenseiten entsprechend dem Signal wechselt.

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

Fig. 1 einen schematisch gehaltenen Längsschnitt durch ein Reibradgetriebe mit Halbtoroidflächen,

Fig. 2 einen Schnitt entsprechend der Linie II-II in Fig. 1,

Fig. 3 einen schematisch gehaltenen Schnitt durch eine Ventileinrichtung und

Fig. 4 eine Variante einer Ventileinrichtung nach Fig. 3.

Das dargestellte Reibradgetriebe 1 hat eine Antriebswelle 2, die in einem Gehäuse 20 mittels eines Schrägkugellagers 62 und am anderen Ende mittels eines Wälzlagers 66 gelagert ist. Auf der Antriebswelle 2 ist eine Stützscheibe 4 befestigt, die direkt oder indirekt über die Antriebswelle 2 mit einer Antriebsscheibe 3 drehfest verbunden ist. Die Antriebsscheibe 3 besitzt an der Seite, die der Stützscheibe 4 abgewandt ist, eine Halbtoroidfläche 7, zu der spiegelbildlich zu einer Ebene senkrecht zur Antriebsachse 2 eine Halbtoroidfläche 8 einer Abtriebsscheibe 6 angeordnet ist. Die Abtriebsscheibe 6 ist drehfest mit einem Abtriebszahnrad 60 verbunden, das gegenüber dem Gehäuse 20 mittels eines Schrägkugellagers 61 gelagert ist. Außerdem ist die Abtriebsscheibe 6 auf der Antriebswelle 2 mittels eines Wälzlagers 66 gelagert. Die Schrägkugellager 61, 62 sind über einen Lagerring 63, eine Tellerfeder 64 und eine Wellenmutter 65 spielfrei vorgespannt.

Zwischen der Antriebsscheibe 3 und der Abtriebsscheibe 6 sind zwei Reibrollen 9, 10 diametral zur Antriebswelle 2 angeordnet, die mit ihrem Umfang auf den Halbtoroidflächen 7, 8 abrollen. Dabei wird im Zugbetrieb ein Drehmoment von der Antriebsscheibe 3 auf die Abtriebsscheibe 6 und im Schubbetrieb in umgekehrter Richtung übertragen. Das Drehmoment wird über Rollenträger 15 und 16 abgestützt, auf deren Exzenterwellen 13, 14 die Reibrollen 9, 10 über Axiallager 11 und Radiallager 12 drehbar gelagert sind.

Zwischen der Stützscheibe 4 und Antriebsscheibe 3 ist eine Anpreßvorrichtung 5 vorgesehen, um die Anpressung der Reibrollen 9, 10 an ihren Kontaktflächen an den Halbtoroidflächen 7, 8 dem zu übertragenden Drehmoment anzupassen. Die Anpreßvorrichtung 5 kann mechanisch oder hydraulisch wirken.

Die Rollenträger 15, 16 sind um Schwenkachsen 17, 18 in einer Haltevorrichtung 19 mittels sphärischer Lager 21 drehbar gelagert. Sie sind mit doppelt wirkenden Kolben 22, 23einer Stellvorrichtung verbunden, durch die sie in Richtung der Schwenkachsen 17, 18 verstellt werden können. Durch die Verlagerung werden die Reibrollen 9, 10 infolge der geometrischen Verhältnisse an den Kontaktflächen um die Schwenkachsen 17, 18 gegensinnig verschwenkt, wodurch sich das Übersetzungsverhältnis und das zu übertragende Moment ändert. Über die Stellvorrichtung stützt sich das zu übertragende Drehmoment in Form einer axial wirkenden Abstützkraft ab. Dazu werden die einander gegenüberliegenden Kolbenseiten 24, 25 über die Leitungen 29, 30 mit einem Differenzdruck beaufschlagt, der von einer Ventileinrichtung 28 (Fig. 3, 4) erzeugt wird. Anstelle der doppelt wirkenden Kolben 22, 23 können auch jeweils zwei getrennte Kolben verwendet werden, die in gleicher Weise zusammenwirken.

Die Ventileinrichtung 28 besitzt einen Kolbenschieber 33, der in einer Ventilbuchse 32 axial verschiebbar ist. Diese ist integraler Bestandteil eines Ventilgehäuses 31. Der Kolbenschieber 33 besitzt zwei Steuerbünde 34, 35, die mit ihren Steuerkanten 38, 39, 40, 41 mit entsprechenden Steuernuten 36, 37 der Ventilbuchse 32 zusammenwirken. Von den Steuernuten 36, 37 führen die Leitungen 29, 30 zu den entsprechenden Kolbenseiten 24, 25. Eine Pumpe 47 fördert Druckmittel aus einem Sumpf 50 über einen Zulauf 48 in einen Zwischenraum zwischen den Steuerbünden 34 und 35. Das Druckmittel gelangt über einen Rücklauf 49 an den äußeren Seiten der Steuerbünde 34, 35 zum Sumpf 50 zurück.

Eine Stirnfläche 43 des Kolbenschiebers 33 wird über eine Verbindungsleitung 59, die von der Leitung 29 abzweigt, mit dem gleichen Druck beaufschlagt wie die Kolbenseite 25, während die gegenüberliegende Stirnfläche 42 des Kolbenschiebers 33 über eine Verbindungsleitung 58, die von der Leitung 30 abzweigt, mit dem gleichen Druck wie die Kolbenseite 24 beaufschlagt wird. Die Stirnflächen 43 und 42, die jeweils eine Teilstirnfläche einer gestuften gesamten Stirnfläche darstellen können, sind so aufeinander abgestimmt, daß bei Richtungsumkehr des zu übertragenden Drehmoments im Schubbetrieb die Wirkrichtung der auf den Kolbenschieber 33 zurückgeführten Druckkräfte erhalten bleibt. Dadurch kann der Kolbenschieber 33 unabhängig vom Zug-Schubbetrieb stets von der gleichen Seite mit einem dem gewünschten Drehmoment proportionalen Steuerdruck angesteuert werden.

Die Stirnfläche 42 stellt nur eine Teilstirnfläche der in der Fig. 3 dargestellten rechten Stirnfläche des Kolbenschiebers 33 dar. Eine weitere Teilstirnfläche 44 ist durch eine Stufe 45 axial versetzt angeordnet und wird über eine Steuerleitung 68 und ein Druckregelventil 67 mit dem Steuerdruck beaufschlagt. Eine elektronische Steuereinheit 69 aktiviert das Druckregelventil 67, so daß dieses einen Steuerdruck erzeugt, der dem gewünschten, zu übertragenden Drehmoment entspricht.

In der Gleichgewichtslage, in der der Differenzdruck, der die beiden Kolbenseiten 24, 25 beaufschlagt, dem gewünschten, zu übertragenden Drehmoment entspricht, der vom Steuerdruck vorgegeben ist, drosseln die Steuerbünde 34, 35 den Durchfluß vom Zulauf 48 bzw. vom Rücklauf 49 zu den Leitungen 29, 30 (negative Überdeckung). Wird die Gleichgewichtslage gestört, verschiebt sich der Kolbenschieber 33 und öffnet an einer Steuerkante 40 oder 41 die Verbindung vom Zulauf 48 zu einer der Leitungen 29 bzw. 30. Während die eine Leitung 29 oder 30 mit dem Zulauf 48 verbunden ist, wird gleichzeitig die jeweils andere Leitung 29 bzw. 30vom Zulauf 48 getrennt und mit dem Rücklauf 49 verbunden, so daß sich schnell wieder ein Differenzdruck einstellen kann, der der Gleichgewichtslage entspricht.

Die Ventileinrichtung 28 zeigt grundsätzlich eine stark differenzierende Wirkung. Durch Regelfedern 51, 52, 53 kann diese Wirkung abgeschwächt werden. Ferner dienen Drosseleinrichtungen 54 und 55 in den Verbindungsleitungen 58, 59 für ein dämpfendes Verhalten, dem zusätzlich durch Speicherelemente 56 und 57 ein integrierendes Verhalten aufgeprägt werden kann. Somit kann die Ventileinrichtung auf ein optimales Stellverhalten abgestimmt werden. Hierzu sind die Drosseleinrichtungen 54, 55 zweckmäßigerweise einstellbar.

Anstelle des in Fig. 3 dargestellten Kolbenschiebers 33 mit vier Steuerkanten 38 bis 41 kann auch ein vereinfachter Kolbenschieber 72 (Fig. 4) mit nur zwei Steuerkanten 38, 40 verwendet werden, wenn die andere Leitung 29 mit einem konstanten Druck über Ventil "X" versorgt wird. Die Abstützkraft an den Kolben 22, 23 ergibt sich dann aus der Differenz zwischen dem konstanten Druck und dem vom Steuerdruck modulierten Druck.

Die Leitungen 29 und 30 sind über ein Umschaltventil 46 geführt, durch das die Druckbeaufschlagung der Kolbenseiten 24, 25 zur Rückwärtsfahrt vertauscht werden kann. Dies ist zweckmäßig, wenn antriebsseitig vor der stufenlos verstellbaren Getriebestufe eine Umkehrstufe vorgesehen ist, so daß sich bei Rückwärtsfahrt die Drehrichtungen der Antriebsscheiben und der Abtriebsscheibe umkehren und sich damit die Wirkrichtung der Abstützkraft ändert. Alternativ könnte der Steuerdruck bei Rückwärtsfahrt eine Teilstirnfläche 70 auf der gegenüberliegenden Seite des Kolbenschiebers 33 beaufschlagen (Fig. 4) . Bei einer solchen Anordnung könnten auch die von den Kolbenseiten 29, 30 beaufschlagten Teilstirnflächen 42, 43 gleichgehalten werden, wenn der Steuerdruck auch beim Wechsel vom Zugbetrieb auf Schubbetrieb auf die jeweils andere Teilstirnfläche 42, 70 geschaltet wird. Das Umschaltventil 46 könnte durch ein Umschaltventil 71 ersetzt werden, das entsprechend von der Steuereinheit 69 angesteuert wird. Bezugszeichenliste 1 Reibradgetriebe

2 Antriebswelle

3 Antriebsscheibe

4 Stützscheibe

5 Anpreßvorrichtung

6 Abtriebsscheibe

7 Halbtoroidfläche

8 Halbtoroidfläche

9 Reibrolle

10 Reibrolle

11 Axiallager

12 Radiallager

13 Exzenterwelle

14 Exzenterwelle

15 Rollenträger

16 Rollenträger

17 Schwenkachse

18 Schwenkachse

19 Haltevorrichtung

20 Gehäuse

21 sphärisches Lager

22 doppelt wirkender Kolben

23 doppelt wirkender Kolben

24 Kolbenseite

25 Kolbenseite

26 Zylinder

27 Zylinder

28 Ventileinrichtung

29 Leitung

30 Leitung

31 Ventilgehäuse

32 Ventilbuchse

33 Kolbenschieber

34 Steuerbund

35 Steuerbund

36 Steuernut

37 Steuernut

38 Steuerkante

39 Steuerkante

40 Steuerkante

41 Steuerkante

42 Stirnfläche

43 Stirnfläche

44 Teilstirnfläche

45 Stufe

46 Umschaltventil

47 Pumpe

48 Zulauf

49 Rücklauf

50 Sumpf

51 Regelfeder

52 Regelfeder

53 Regelfeder

54 Drosseleinrichtung

55 Drosseleinrichtung

56 Speicherelement

57 Speicherelement

58 Verbindungsleitung

59 Verbindungsleitung

60 Abtriebszahnrad

61 Schrägkugellager

62 Schrägkugellager

63 Lagerring

64 Tellerfeder

65 Wellenmutter

66 Wälzlager

67 Druckregelventil

68 Steuerleitung

69 Steuereinheit

70 Teilstirnfläche

71 Umschaltventil

72 Kolbenschieber


Anspruch[de]
  1. 1. Reibradgetriebe (1) mit einer stufenlos verstellbaren Übersetzung und einer koaxial zu einer Antriebsscheibe (3) angeordneten Abtriebsscheibe (6) mit einander gegenüberliegenden Halbtoroidflächen (7, 8) sowie mit mindestens einer Reibrolle (9, 10), die auf den Toroidflächen (7, 8) abrollt und ein Drehmoment von einer Scheibe (3, 6) auf die andere überträgt, wobei die Reibrolle (9, 10) drehbar in einem Rollenträger (15, 16) gelagert ist, der in einer Haltevorrichtung (19) in einem Gehäuse (20) um eine Schwenkachse (17, 18) quer zu einer Antriebswelle (2) schwenkbar gelagert ist und von einer hydraulischen Betätigungsvorrichtung mit einem Zylinder (26, 27) und einem doppelt wirkenden Kolben (22, 23) in Richtung der Schwenkachse (17, 18) verstellt und dabei geschwenkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ventileinrichtung (28) mit einem Kolbenschieber (33) mittels Steuerkanten (38, 39, 40, 41) eine dem gewünschten, zu übertragenden Drehmoment proportionalen Druckdifferenz erzeugt, mit der die beiden Kolbenseiten (24, 25) und einander gegenüberliegende Stirnflächen (42, 43) des Kolbenschiebers (33) beaufschlagt werden.
  2. 2. Reibradgetriebe (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenschieber (33) vier Steuerkanten (38, 39, 40, 41) besitzt, von denen jeweils eine die Verbindung zwischen einem Zulauf (48) und den beiden Kolbenseiten (24, 25) und jeweils die andere die Verbindung zwischen den beiden Kolbenseiten (24, 25) und einem Rücklauf (49) steuert.
  3. 3. Reibradgetriebe (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenschieber (33) zwei Steuerkanten (38, 40) hat, von denen die eine (40) die Verbindung vom Zulauf (48) zu der einen Kolbenseite (24) und die andere (38) die Verbindung von der einen Kolbenseite (24) zum Rücklauf (49) steuert, während die andere Kolbenseite (25) mit einem konstanten Druck beaufschlagt wird.
  4. 4. Reibradgetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Druck der Kolbenseiten (24, 25) beaufschlagten Stirnflächen (42, 43) des Kolbenschiebers (33) so aufeinander abgestimmt sind, daß die auf den Kolbenschieber (33) wirkende Druckkraft bei Umkehr der Richtung des zu übertragenden Drehmoments ihre Wirkrichtung beibehält.
  5. 5. Reibradgetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Stirnfläche (42) des Kolbendschiebers (33) eine Stufe (45) bildet, wobei eine Teilstirnfläche (42) von dem Druck einer Kolbenseite (24) und die andere Teilstirnfläche (44) von einem Steuerdruck beaufschlagt wird, der dem gewünschten, zu übertragenden Drehmoment entspricht.
  6. 6. Reibradgetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den mit Druck beaufschlagten Stirnflächen (42, 43, 44) des Kolbenschiebers (33) Regelfedern (51, 52, 53) angeordnet sind.
  7. 7. Reibradgetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in Verbindungsleitungen (58, 59) zwischen den zu den Kolbenseiten (24, 25) führenden Leitungen (29, 30) und den Stirnflächen (42, 43) des Kolbenschiebers (33) Drosseleinrichtungen (54, 55) vorgesehen sind.
  8. 8. Reibradgetriebe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosseleinrichtungen (54, 55) einstellbar sind.
  9. 9. Reibradgetriebe nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitungen (58, 59) zwischen den Drosseleinrichtungen (54, 55) und den Stirnflächen (42, 43) des Kolbenschiebers (33) an Speicherelemente (56, 57) angeschlossen sind.
  10. 10. Reibradgetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen (29, 30) zu den Kolbenseiten (24, 25) über ein Umschaltventil (46) führen, das von einem Rückfahrsignal angesteuert wird.






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