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Dokumentenidentifikation DE69415551T2 15.07.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0723395
Titel AEROBEN FILTERANORDNUNG FÜR AQUARIEN
Anmelder Warner-Lambert Co., Morris Plains, N.J., US
Erfinder WOLTMANN, Klaus, Demarest, NJ 07626, US
Vertreter Grättinger & Partner (GbR), 82319 Starnberg
DE-Aktenzeichen 69415551
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 11.10.1994
EP-Aktenzeichen 949300891
WO-Anmeldetag 11.10.1994
PCT-Aktenzeichen US9411501
WO-Veröffentlichungsnummer 9510181
WO-Veröffentlichungsdatum 20.04.1995
EP-Offenlegungsdatum 31.07.1996
EP date of grant 23.12.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.07.1999
IPC-Hauptklasse A01K 63/04

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen das Filtern von Aquarien und insbesondere einen kombinierten physikalischen und aeroben Filter. Im einzelnen betrifft die vorliegende Erfindung eine Kombination aus Filtermitteln zum biologischen und physikalischen Filtern gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1; darüberhinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum kombinierten Filtern von Aquariumwasser, wie es im Oberbegriff von Anspruch 6 definiert ist.

Beschreibung des Standes der Technik

Um das Problem des Zuwachses an giftigem Abfall zu lösen, werden im allgemeinen drei Arten von Filterlösungen verwendet. Eine Lösung ist das physikalische Filtern, bei dem das schwebende Abfallmaterial durch mechanische Filter physikalisch eingefangen wird. Die Filter verwenden Filtermaterial in Form von flaumigen Massen von Kunstharzfasern. Sand- oder Mischbetten werden auch zum physikalischen Filtern in Unterkiesfiltern verwendet.

Die zweite bekannte Filterart ist das chemische Filtern, das das Entfernen oder die Deaktivierung der meisten organischen Stoffe betrifft. Aktivkohle und Ionenaustauschharze sind häufig verwendete Materialien zum chemischen Filtern. Die oben genannten Filterarten sind zwar sehr bekannt und werden oft angewendet, jedoch genügen sie im allgemeinen nicht, um das Wasser zu reinigen und einige der üblichen bekannten giftigen Abfallprodukte der im Wasser lebenden Tiere zu beseitigen.

Die dritte Filterart, die wahrscheinlich die wichtigste und dennoch die am wenigsten verwendete ist, ist das biologische Filtern. Solch biologisches Filtern wird mit Hilfe von lebenden Organismen, hauptsächlich Bakterien erzielt. In einem Aquarium ist das aerobe Filtern wichtig, da es dazu beiträgt, den Behälter von giftigem Ammoniak zu befreien.

Zwei grundlegende Anforderungen müssen erfüllt sein, damit die aeroben nitrifizierenden Bakterien ihre Funktion erfüllen. Die erste ist, daß genügend Sauerstoff vorhanden sein muß. Die zweite ist, daß die Bakterien einen Ort brauchen, an den sie sich anheften können.

Filter aus dem Stand der Technik, die verbesserte aerobe Filtrierung boten, waren komplexe, große und teure Vorrichtungen. Diese Filter, die als Nass/Trockenfilter bezeichnet werden, umfassen eine Kammer, in der mechanisch gefiltert wird, was den nassen Teil darstellt, und eine aerobe Kammer, die wegen der großen Sauerstoffmengen in ihr den trockenen Teil darstellt. Ein Kombinationsfilter der gattungsgemäßen Art zum Filtern von Aquariumwasser und ein entsprechendes Filterverfahren sind in der US-A-4915828 beschrieben, die den nächstkommenden Stand der Technik darstellt. Zusätzlich zu einer physikalischen und einer biologischen Filtereinrichtung umfaßt diese Vorrichtung jedoch auch eine chemische Filterstufe flußabwärts von der biologischen Filtereinrichtung. Eine Pumpe zieht Wasser durch eine physikalische Filter einrichtung aus dem Aquariumbehälter und zusätzlich Wasser, das die biologische aerobe Filtereinrichtung und die chemische Filterstufe durchlaufen hat. Das von der Pumpe gelieferte Wasser wird zum Teil zurück in den Aquariumbehälter und zum Teil zur biologischen Filtereinrichtung befördert. Dieser Stand der Technik führt dazu, daß Wasser direkt von der chemischen Filtereinrichtung in den Aquariumbehälter geführt wird, was zu einer Verunreinigung des Aquariumwassers mit Substrat aus der chemischen Filterstufe führen könnte. Wenn die chemische Filterstufe und/oder die biologische Filterstufe verstopft ist, kommt es außerdem zu einem Verschütten aus dem Wasserüberlauf.

In der US-A-3774776 vom 27. November 1973 ist ein physikalisch-biologischer Kombinationsfilter beschrieben, der Heberrohre verwendet, um Wasser aus dem Behälter zu entfernen, und eine Pumpe, um gefiltertes Wasser wieder in den Behälter zurückzuführen. Diese Vorrichtung ist dazu geeignet, daß man sie außen am Aquariumbehälter anbringt. Dieser Filter erfordert einen Siphon, um Aquariumwasser in den ersten Filter zu ziehen, und eine Pumpe, um das aerob gefilterte Wasser zurück in das Aquarium zu pumpen. Im Ergebnis erfordert der Filter einen Ausgleich zwischen Eingabe in den Filter und Ausgabe aus dem Filter, um zu vermeiden, daß entweder die aerobe Kammer überläuft oder daß nicht genügend Wasser für die Pumpe vorhanden ist, die das Wasser zum Aquarium zurückführt, um wirksam zu funktionieren. Es ist auch erforderlich, das Wasser, das durch die aerobe Kammer tropft, zu sammeln, um eine genügende Menge zu haben, um das Zurückpumpen des Wassers in das Aquarium zu unterstützen. Der Filter ist nicht zur Verwendung mit einem Schwerkraftrückführungs-Mechanismus geeignet, sondern verwendet eine Pumpe, um das Wasser zurückzuführen. Außerdem verfügt die Einheit über keinerlei Sicherung im Falle einer Verstopfung der Pumpe und der Überfüllung der Kammern.

Die US-A-5176824 des vorliegenden Anmelders vom 5. Januar 1993 beschreibt einen verbesserten Nass/Trockenfilter, der eine Schwerkraftrückführung durch einen Schlitz im Boden der Kammer und eine Einflügelradpumpe verwendet, um das Wasser in den Filter zu pumpen. Der aerobe Filter muß innerhalb des oder über dem Aquariumbehälter angeordnet sein. Der Filter muß sich in einer Höhe über dem Wasserstand befinden und muß dennoch hoch genug sein, um zu ermöglichen, daß das Wasser durch aerobes Medium zum richtigen Filtern heruntertröpfeln kann.

Während frühere Filter erstes und aerobes Filtern vorsahen, sind weitere Entwicklungen und Verbesserungen nützlich. Es wäre wünschenswert, daß ein solcher Filter vollständig außerhalb des Aquariumbehälters angeordnet werden könnte, so daß er einfach gereinigt werden kann und nicht über dem Wasserstand in dem Behälter positioniert werden muß. Er sollte auch einen größeren Raum für aerobes Filtern haben, eine einzige Pumpvorrichtung für den Wasserfluß in die Leitung und eine Schwerkraftrückführung in den Aquariumbehälter. Diese und andere Vorteile werden durch die vorliegende Erfindung erzielt, wie aus der folgenden Beschreibung ersichtlich wird.

Zusammenfassung der Erfindung

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten kombinierten Nass/Trockenfilter zu schaffen.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen kombinierten Nass/Trockenfilter zu schaffen, der komplett außerhalb des Aquariumbehälters positioniert wird.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt in der Schaffung eines kombinierten Nass/Trockenfilters, der Wasser viele Male durch die Filter laufen lassen kann, um zusätzliches Filtern zu bieten.

Noch eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, das gefilterte Wasser unter Verwendung einer Schwerkraftrückführung zum Aquarium zurück zu befördern.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines doppelten Pfades, auf dem das gefilterte Wasser fließen kann, nämlich von der physikalischen Kammer zu sowohl dem Aquariumbehälter als auch zum aeroben Filter.

Eine ergänzende Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Verschütten von Wasser und ein Überlaufen des Filters zu vermeiden.

Diese Aufgaben werden durch die Filtervorrichtung gemäß Anspruch 1 und durch das in Anspruch 6 definierte Filterverfahren gelöst.

Kurz zusammengefaßt ist erfindungsgemäß ein Nass/Trockenfilter zum Filtern von Aquariumwasser vorgesehen. In der nassen Kammer ist ein physikalischer Filter in Form eines groben Schwammes und eine Filter patrone untergebracht. Der aerobe Filter enthält Medien, an die sich aerobe Bakterien anheften können. Der Kombinationsfilter ist völlig außerhalb des Aquariumbehälters angeordnet, insbesondere an dessen Außenseite, und führt das gefilterte Wasser durch eine Schwerkraftrückführung zurück in den Behälter, wodurch die Möglichkeit des Überlaufens des Filters und des Verschüttens von Wasser außerhalb des Aquariumbehälters ausgeschaltet wird.

Im Betrieb wird Wasser durch einen Pumpmechanismus von dem Aquariumbehälter in den Filter gezogen. Das Wasser wird durch ein Fließrohr zu einer physikalischen Filterkammer in dem Filtergehäuse geführt. Während sich die physikalische Filterkammer füllt, läuft das Wasser durch einen physikalischen Filter. Wenn das Wasser das obere Ende der physikalischen Filterkammer erreicht, stößt es auf zwei Überlaufkanäle. Einer davon führt das Wasser zurück in den Aquariumbehälter und der andere führt es in eine aerobe Filterkammer innerhalb des Filtergehäuses. Das zur aeroben Filterkammer geführte Wasser tröpfelt durch das aerobe Filtermedium und füllt die aerobe Kammer. Während der Wasserstand in der aeroben Filterkammer ansteigt, steigt gleichzeitig ein schwimmender Kragen auf dem Fließrohr, wodurch ein Loch in dem Fließrohr freigelegt wird. Das Wasser in der aeroben Kammer tritt in das Fließrohr ein, läuft mit dem aus dem Aquariumbehälter gezogenen Wasser zusammen, und der kombinierte Wasserfluß fließt weiter zur physikalischen Filterkammer, wo der Vorgang wiederholt wird.

In einer Ausführungsform der Erfindung umfaßt die aerobe Kammer ein inneres Kammergehäuse, aerobe Filtermedien und eine äußere Kammer, in der das Fließrohr angeordnet ist, und das Wasser aus der inneren Kammer fließt in die äußere Kammer.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen kombinierten Nass/Trockenfilters;

Fig. 2 zeigt den Flußpfad des Aquariumwassers durch den erfindungemäßen kombinierten Nass/Trockenfilter;

Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht des Filters von Fig. 1 ohne das äußere Gehäuse;

Fig. 4 ist eine detailliertere Ansicht des Filters von Fig. 3, die den Flußpfad des Wassers durch die Filter zeigt; und

Fig. 5 ist eine perspektivische Ansicht des Filters von Fig. 1 von unten ohne das äußere Gehäuse.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

In Fig. 1 ist eine Filteranordnung für ein Aquarium gezeigt, die allgemein mit 10 bezeichnet ist. Die Anordnung ist umschlossen von einem äußeren Gehäuse 12. Das äußere Gehäuse 12 hat einander gegenüberliegende Vorder- und Rückseiten 14 und 16, einander gegenüberliegende linke und rechte Seiten 18 und 20 und eine Grundwand 22. Die Oberseite 24 ist offen. Die Vorderseite 14 hat einen Vorsprung 26, der sich horizontal über ihre Breite erstreckt. Die Vorderseite 14 weist auch zwei Aussparungen 28 und 30 an einander gegenüberliegenden Enden an ihrem oberen Teil auf. Ein Einlaßrohr 32 erstreckt sich vom Inneren des Gehäuses 12 und durch die Aussparung 28. Ein Überlaufkanal 34 erstreckt sich durch die Aussparung 30.

Wie in den Fig. 3 und 5 gezeigt, umschließt das Gehäuse 12 ein Fließrohr 36, das mit dem Einlaßrohr 32 verbunden ist, wobei das Fließrohr 36 an seiner unteren Seite ein Durchgangsloch 38 aufweist. Ein schwimmender Kragen 40 umgibt das Fließrohr 36 und ist gleitbar darauf montiert. Am Boden des Fließrohrs 36 befindet sich ein Flügelradgehäuse, das allgemein mit Bezugszahl 42 bezeichnet ist. Eine Energiequelle 44 ist mit der gegenüberliegenden Seite des Flügelradgehäuses 42 verbunden. Die Energiequelle und das Flügelrad sind von bekannter Bauweise und sind vollständig im US-Patent Nr. 4735715 des vorliegenden Anmelders vom 5. April 1988 erklärt. Mit dem Fließrohr 36 ist auch ein Durchfluß 46 verbunden. Das Fließrohr 36 ist mit dem Durchfluß an einem Punkt unterhalb des Durchgangslochs 38 am Ausgang des Flügelrads 42 verbunden. Der Durchfluß 46 verbindet das Fließrohr 36 mit einer Nasskammer 48. Die Nasskammer 48 enthält einen Filter, der aus einem Sieb 50, einem groben Schwamm 52 und einem "Bio Bag"-Filter 54 oder aus einem dieser Teile bestehen kann. Der "Bio Bag"-Filter 54 ist ein Beispiel für eine zu verwendende Filterpatrone. Zwischen der Nasskammer 48 und dem Fließrohr 36 ist ein aerober Filter angeordnet, der als Trockenkammer 56 bezeichnet wird. Zwischen der Nasskammer 48 und der Trockenkammer 56 befindet sich ein zweiter Überlaufkanal 70, der oberhalb der oberen Fläche der Trockenkammer 56 angeordnet ist. Auf der Trockenkammer 56 befindet sich eine Tropfrinne 58. Die Tropfrinne 58 enthält eine Anzahl von Löchern 60. Entlang der Seitenwände der Trockenkammer 56 sind Öffnungen oder Schlitze 62 vorgesehen. Innerhalb der Trockenkammer 56 befindet sich ein Medium 72 zur Unterstützung des aeroben Bakterienwachstums, beispielsweise thermoplastische Röhrchen. Durchgangslöcher 64 sind entlang der Unterseite der Trockenkammer 56 ebenfalls vorgesehen. An einem Punkt zwischen dem Einlaßrohr 32 und dem Fließrohr 36 befindet sich ein Ventil 66. Ebenfalls zwischen dem Einlaßrohr 32 und dem Fließrohr 36 ist eine Stützvorrichtung 68.

Im folgenden wird der Betrieb dieser Anordnung mit Bezug auf die Fig. 2 und 4 beschrieben. Die Filteranordnung wird außen auf einen Aquariumbehälter aufgesetzt und wird dort durch den Vorsprung 26 gehalten, der sich horizontal entlang der Außenseite des Filtergehäuses 12 erstreckt. Das Einlaßrohr 32 ruht in dem den Aquariumbehälter füllenden Wasser, und ein Überlaufkanal 34 erstreckt sich über die Wand des Aquariumbehälters und sitzt über dem Behälter. Das Einlaßrohr 32 wird von der Stützvorrichtung 68 in Position gehalten.

Wenn die Energiequelle 44 angeschaltet wird, beginnt die Flügelradvorrichtung innerhalb des Gehäuses 42 sich zu drehen und bewirkt, daß Wasser aus dem Aquariumbehälter in das Einlaßrohr 32 gezogen wird. Der Betrieb der Energiequelle 44 und der Flügelradvorrichtung ist auch im US Patent Nr. 4735715 vom 5. April 1988 erörtert. Die in das Einlaßrohr 32 gezogene Wassermenge wird von einem Ventil 66 am oberen Ende des Rohres 32 reguliert. Das in das Einlaßrohr 32 gezogene Wasser fließt durch das Fließrohr 36, durchläuft die Flügelradvorrichtung und fließt durch den Durchfluß 46 in die Nasskammer 48.

Während immer mehr Wasser in die Nasskammer 48 läuft, beginnt sich die Nasskammer 48 zu füllen. Dadurch steigt der Wasserstand in der Nasskammer 48 an und drängt das Wasser durch ein Sieb 50, einen groben Schwamm 52 und eine Filterpatrone 54. Dadurch wird das Wasser physikalisch gefiltert. Sobald der Wasserstand das obere Ende der Nasskammer 48 erreicht, verläßt es die Kammer über beide Überlaufkanäle 34 und 70. Der erste Überlaufkanal 34 befördert das Wasser zurück in den Aquariumbehälter. Der zweite Überlaufkanal 70 legt das Wasser oben auf der Trockenkammer 58 ab. Eine Tropfrinne 60 bedeckt die Trockenkammer 58. Die Tropfrinne 60 verteilt den Wasserfluß in die Trockenkammer 58 und erzeugt ein gleichmäßiges Tröpfeln von Wasser über der gesamten Trockenkammer 58. Das in die Trockenkammer 58 fließende Wasser fließt über ein aerobes Stützmedium 72, wie z. B. thermoplastische Röhrchen. Auf diesem Medium 72 können Bakterien wachsen. Durch die Anwesenheit dieser Bakterien wird giftiges Ammoniak aus dem Behälter beseitigt. Das Filtern durch solche Mittel ist bekannt und im US-Patent 5176824 vom 5. Januar 1993 beschrieben. Die aerobe Filterkammer kann auch mit mehreren Innenwänden gebildet sein, die miteinander verbunden sind, um kreisförmige Pfade und Nuten zu bilden. Dadurch wird eine vergrößerte Oberfläche geschaffen, auf der die Bakterien sich anheften können.

Während das Wasser über das Medium fließt, verläßt es die Trockenkammer 58 durch die Löcher 64 entlang ihres Bodens und fließt in das äußere Gehäuse 12. Das äußere Gehäuse 12 ist dazu ausgelegt, das Wasser zu halten. Während der Wasserstand innerhalb des äußeren Gehäuses 12 ansteigt, wird der schwimmende Kragen 40 um das Fließrohr 36 vom Wasserstand getragen und steigt nach oben. Beim Ansteigen legt der schwimmende Kragen 40 das Durchgangsloch 38 in dem Fließrohr 36 frei. Ein Absenken des Kragens bedeckt einen größeren Teil des Lochs 38, um den Wasserfluß zu reduzieren. Während des Betriebs des Filters erreicht der Kragen 40 im allgemeinen eine Gleichgewichtsposition bezüglich des Lochs 38. Diese Position wird im allgemeinen eingehalten, falls keine Verstopfung oder ein anderes Problem auftaucht.

Das Wasser innerhalb des äußeren Gehäuses 12 tritt durch dieses Loch 38 in das Einlaßrohr 36 ein und wird mit dem vom Aquariumbehälter durch den Durchfluß 46 in die Nasskammer 48 gepumpten Wasser vermischt. Das Wasser wird so in der Nasskammer 48 gefiltert und läuft über den ersten Überlaufkanal 34 zurück in den Aquariumbehälter und über den zweiten Überlaufkanal 70 in die Trockenkammer 58. Dieser Vorgang wird ununterbrochen wiederholt, solange der Filter in Betrieb ist. Die Schlitze 62 versorgen das aerobe Medium mit Luft.

Da der gesamte Filter auf der Außenseite des Aquariumbehälters aufgesetzt werden kann, werden viele der Einschränkungen, die mit früheren Filtern verbunden waren, aufgehoben. Nachteile von früheren Filtern umfaßten eine Einschränkung der Höhe des aeroben Filters, während eine Schwerkraftrückführung des Wassers zurück zum Aquariumbehälter beibehalten wurde. Diese Filter mußten, um eine Schwerkraftrückführung beizubehalten, innerhalb des Aquariumbehälters und oberhalb des Wasserstandes in dem Behälter positioniert werden. Frühere Filter, die aerobe Filtrierung boten, waren, wenn sie außerhalb des Aquariumbehälters angeordnet waren, nicht in der Lage, eine Schwerkraftrückführung zu verwenden und erforderten eine zweite Pumpe, um das Wasser in den Aquariumbehälter zurückzuführen. Der erfindungsgemäße Filter nutzt eine Schwerkraftrückführung auf dem Filter und verwendet eine Pumpvorrichtung, um Wasser zu diesem Filter zu befördern. Darüberhinaus werden durch den vorliegenden Filter alle Einschränkungen des Standes der Technik bezüglich der Größe des aeroben Filters auf gehoben. Dadurch wird ermöglicht, daß in dem aeroben Filter mehr Medien zur Unterstützung des Bakterienwachstums untergebracht sind, wodurch das Wasser besser aerob gefiltert werden kann.

Die Tatsache, daß der gesamte Filter außen am Aquariumbehälter angebracht ist, führt auch dazu, daß sich die Filter leicht austauschen lassen. Wenn die Energiequelle ausgeschaltet wird, kann das gesamte überschüssige Wasser in der Kammer in den Behälter überlaufen. Das verbleibende Wasser im Behälter ist sicher und der Filter kann durch einfaches Anheben vom Behälter entfernt werden. Da der Filter vollständig außen am Aquariumbehälter ruht, kommt es zu keinem Bruch innerhalb des Behälters. Wenn die Filter gewechselt worden sind, kann der gesamte Filter wieder auf den Aquariumbehälter aufgesetzt werden.

Vorstehend wurde eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben.


Anspruch[de]

1. Aerobe Filtereinrichtung (56) zum biologischen Filtern von verunreinigtem Aquariumwasser in einem Aquariumbehälter in Kombination mit einer Filtereinrichtung (48) zum physikalischen Filtern von Aquariumwasser, wobei die Kombination folgendes umfaßt: Mittel zum Positionieren (26) der aeroben Filtereinrichtung (56) und der physikalischen Filtereinrichtung (48) im ganzen auf einer äußeren Seitenwand des Aquariumbehälters; Wasserleitungsmittel (34, 70), welche das aus der physikalischen Filtereinrichtung (48) austretende Wasser zum Aquariumbehälter und der aeroben Filtereinrichtung (56) führen und auf einer oberen Seite der Filtereinrichtung positioniert sind; und Wasserabzugsmittel (32) zum Abziehen von Wasser aus dem Aquariumbehälter und Befördern des abgezogenen Wassers zur physikalischen Filtereinrichtung (48), wobei die Wasserabzugsmittel (32) auch durch die aerobe Filtereinrichtung (56) gefiltertes Wasser sammeln,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Wasserabzugsmittel (32)- das biologisch gefilterte Wasser direkt (46) zu der physikalischen Filtereinrichtung (46) fördern, damit es dort ein weiteres Mal physikalisch gefiltert wird.

2. Kombinationsfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

daß die Leitungsmittel einen ersten und einen zweiten Überlaufkanal (34, 70) umfassen, wobei der erste Überlaufkanal (34) so angeordnet ist, daß er über dem Aquariumbehälter hängt, um Wasser durch Schwerkraftfluß zurück zum Aquariumbehälter zu leiten, und der zweite Überlaufkanal (70) so angeordnet ist, daß er über der aeroben Filtereinrichtung (56) hängt, um Wasser durch Schwerkraftfluß zur aeroben Filtereinrichtung (56) zu leiten.

3. Kombinationsfilter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserabzugsmittel des weiteren ein Einlaßrohr (36), einen an einer Basis des Einlaßrohres (36) angeschlossenen Durchfluß (46) und Pumpmittel (42) umfaßt, welche auch an der Basis des Einlaßrohres (36) angeschlossen ist, wobei das Aquariumwasser mittels der Pumpmittel (42) in das Einlaßrohr (36) gepumpt und durch den Durchfluß zu der physikalischen Filtereinrichtung (48) befördert wird.

4. Kombinationsfilter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Einlaßrohr (36) ein Loch (38) an seiner Basis und einen schwimmenden Kragen (40) umfaßt, der gleitbar um das Einlaßrohr (36) angeordnet ist, um den Wasserfluß von der aeroben Filtereinrichtung (56) durch das Loch (58) und in das Einlaßrohr (36) zur Förderung zur physikalischen Filtereinrichtung (48) zu regulieren.

5. Kombinationsfilter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Verteilungsmittel (60) auf einer oberen Seite der aeroben Filtereinrichtung (56) angeordnet sind, um den zu dieser geführten Wasserfluß zu verteilen, so daß ein gleichförmigeres Sickern durch die aerobe Filtereinrichtung (56) erzielt wird.

6. Verfahren zum Filtern von Wasser in einem Aquariumbehälter, umfassend Pumpen von Wasser von dem Aquariumbehälter in eine physikalische Filterkammer (48), Filtern des Wassers in der Kammer (48), Fördern des gefilterten Wassers sowohl zum Aquariumbehälter als auch zu einer aeroben Filterkammer (56) durch einen ersten und einen zweiten Überlaufkanal (34, 70), wobei das zu der aeroben Filterkammer (56) geförderte Wasser aerob gefiltert wird,

dadurch gekennzeichnet,

daß das aerob gefilterte Wasser zurück zur physikalischen Filterkammer (48) zum Filtern befördert wird, wobei die oben genannten Schritte wiederholt werden, solange Wasser gepumpt wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet,

daß das von dem Aquariumbehälter zur physikalischen Filterkammer (48) gepumpte Wasser durch ein Fließrohr (36) fließt.

8. Verfahren nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet,

daß das aerob gefilterte Wasser durch ein Loch (38) in dem Fließrohr (36) in dieses zurückfließt und durch das Fließrohr (36) zur physikalischen Filterkammer (48) fließt.

9. Verfahren nach Anspruch 8,

dadurch gekennzeichnet,

daß das zu dem Fließrohr (36) geförderte Wasser durch einen schwimmenden Kragen (48) reguliert wird.

10. Verfahren nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet,

daß das zur aeroben Filterkammer (56) geförderte Wasser mittels Verteilungsmitteln (60) gleichmäßig über die aerobe Filterkammer (56) verteilt wird.







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