PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69506954T2 29.07.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0691387
Titel Fluoreszierende Tintenzusammensetzung für Markierungsstifte
Anmelder Sakura Color Products Corp., Osaka, JP
Erfinder Ueda, Hiroaki, c/o Sakura Color Products Corp., Osaka, JP;
Yokoi, Masakazu, c/o Sakura Color ProductsCorp., Osaka, JP;
Okuda, Yasushi, c/o Sakura Color Products Corp., Osaka, JP
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69506954
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 08.06.1995
EP-Aktenzeichen 951088277
EP-Offenlegungsdatum 10.01.1996
EP date of grant 30.12.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.07.1999
IPC-Hauptklasse C09D 11/16

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung bezieht sich auf eine fluoreszierende Tintenzusammensetzung zur Verwendung in einem Markierungsstift, insbesondere auf eine fluoreszierende Tintenzusammensetzung auf Ölbasis, welche praktisch nichttoxisch, klar in der Farbe, von hoher Fluoreszenzstärke und guter Lagerfähigkeit ist. Die Erfindung bezieht sich weiter auf einen Markierungsstift, welcher die obengenannte fluoreszierende Tintenzusammensetzung auf Ölbasis enthält.

Hintergrund der Erfindung

Die konventionelle Tintenzusammensetzung zur Verwendung in einem Markierungsstift enthält ein organisches Lösungsmittel wie Methylcellosolve oder Ethylcellosolve. Diese organischen Lösungsmittel haben relativ niedrige Toxizität, jedoch können sie immer noch gesundheitsschädlich sein. Andererseits sind eine Vielzahl von fluoreszierenden Tintenzusammensetzungen bereits bekannt. Eine fluoreszierende Tintenzusammensetzung, welche einen fluoreszierenden Farbstoff als fluoreszierendes farbgebendes Mittel, aufgelöst in einem Lösungsmittel, enthält, ist zur Verwendung in einem Markierungsstift geeignet, jedoch ist sie nicht klar in der Färbung. Andererseits liefert eine fluoreszierende Tintenzusammensetzung, welche ein fluoreszierendes Pigment vom Dispersionstyp als fluoreszierendes farbgebendes Mittel verwendet, Beschriftungen, welche unscharf oder ungleichmäßig hinsichtlich der Fluoreszenzstärke aufgrund der Sedimentation des Pigmentes in der Tintenzusammensetzung sind. Die Tintenzusammensetzung hat von Natur aus schlechte Lagerfähigkeit und ist weitgehend ungeeignet zur Verwendung in einem Markierungsstift.

Daher gab es Nachfrage nach einer fluoreszierenden Tintenzusammensetzung auf Ölbasis, welche im wesentlichen nichttoxisch und geeignet zur Verwendung in einem Markierungsstift ist.

Zusammenfassung der Erfindung

Eine Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung einer fluoreszierenden Tintenzusammensetzung auf Ölbasis, welche im wesentlichen nichttoxisch, klar in der Färbung und von hoher Fluoreszenzstärke und ausgezeichneter Lagerfähigkeit ist, und zusätzlich zur Verwendung in einem Markierungsstift geeignet ist.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines Markierungsstiftes, der eine solche fluoreszierende Tintenzusammensetzung auf Ölbasis enthält.

Die Erfindung stellt eine fluoreszierende Tintenzusammensetzung auf Ölbasis bereit, welche umfaßt:

(a) ein organisches Lösungsmittel, das Propylenglykolmonomethylether umfaßt,

(b) ein fluoreszierendes Pigment vom Lösungstyp, aufgelöst in dem organischen Lösungsmittel, und

(c) ein Ketonharz.

Die Tintenzusammensetzung der Erfindung ist besonders zur Verwendung in einem Schreibinstrument geeignet, das als Markierungsstift bezeichnet wird, der einen aus einem porösen Körper, wie Filz oder einem Faserbündel, welcher/welches mit einer Tintenzusammensetzung imprägniert und innerhalb eines hohlen Halters angeordnet ist, bestehenden Tintenvorratsbehälter und eine aus porösem Material wie Filz, Faser oder Harz bestehende poröse Stiftspitze, zu welcher die Tintenzusammensetzung aus dem Vorratsbehälter unter Ausnutzung der Kapillarerscheinung angeliefert wird, wodurch das Schreiben ermöglicht wird, aufweist.

Somit liefert die Erfindung weiterhin einen Markierungsstift zum Schreiben, welcher einen Tintenvorratsbehälter umfaßt, bestehend aus einem porösen Körper, der mit einer solchen Öl-Tintenzusammensetzung, wie zuvor erwähnt, imprägniert ist. Die Tintenzusammensetzung ist homogen, so daß sie den Vorratsbehälter oder die Stiftspitze nicht verstopft, und der Markierungsstift schreibt gut während einer langen Zeitdauer.

Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen

Die Tintenzusammensetzung enthält ein organisches Lösungsmittel, welches hauptsächlich aus Propylenglykolmonomethylether besteht, und es ist bevorzugt, daß das Lösungsmittel aus 80-100 Gew.-% Propylenglykolmonomethylether und wahlweise zusammen mit 20-0 Gew.-% wenigstens eines Gliedes, ausgewählt aus der aus einem niederen aliphatischen Alkohol mit 1 bis 3 Kohlenstoffen und Dipropylenglykolmonomethylether bestehenden Gruppe, zusammengesetzt ist. Der niedere aliphatische Alkohol schließt beispielsweise Methanol, Ethanol, n- Propanol, i-Propanol oder eine Mischung von zwei oder mehreren von diesen ein. Gemäß der Erfindung erlaubt die Verwendung eines solchen Lösungsmittels, wie es zuvor erwähnt wurde, eine vollständige Auflösung des in dem Lösungsmittel verwendeten fluoreszierenden Pigmentes, so daß die erhaltene Tintenzusammensetzung im wesentlichen nichttoxisch ist und Beschriftungen mit der gewünschten dunklen Färbung liefert.

Die Tintenzusammensetzung enthält das Lösungsmittel üblicherweise in einer Menge von 45-95 Gew.-%, bevorzugt 65-90 Gew.-%, obwohl es keine Beschränkung hierauf gibt. Die Verwendung von Lösungsmittel im Überschuß ergibt Beschriftungen mit einem Mangel an dunkler Färbung, während bei Verwendung von Lösungsmittel in zu geringen Mengen die erhaltene Tintenzusammensetzung eine zu hohe Viskosität hat und schlecht schreibt.

Die Tintenzusammensetzung enthält ein fluoreszierendes Pigment vom Lösungstyp. Im allgemeinen wird das fluoreszie rende Pigment ein organisches fluoreszierendes Pigment oder ein bei Tageslicht fluoreszierendes Pigment genannt, und es ist wohlbekannt, daß ein solches Pigment fluoreszierende oder brillante Färbung besitzt, wenn es Tageslicht oder dergleichen aufnimmt. Das fluoreszierende Pigment ist üblicherweise als ein Pulver erhältlich, bestehend aus einer transparenten synthetischen Harzmatrix, welche hierin aufgelösten fluoreszierenden Farbstoff enthält zusammen mit einem Absorbens für ultraviolette Strahlung. Das synthetische Harz dient als eine Matrix oder Trägermaterial für den fluoreszierenden Farbstoff, um eine feste Lösung zu bilden ("Coloring Material", Vol. 58[2], S. 73-79 (1985)). Das fluoreszierende Pigment, wie zuvor beschrieben, wird als ein fluoreszierendes Pigment vom Typ einer festen Lösung in einem synthetischen Harz bezeichnet. Mehr spezifisch wird dieser Typ von fluoreszierendem Pigment beispielsweise dadurch hergestellt, daß ein fluoreszierender Farbstoff zusammen mit einem Absorber für ultraviolette Strahlen in einem transparenten synthetischen Harz aufgelöst wird und dann die erhaltene Masse von gefärbtem Harz gemahlen und pulverisiert wird. Ein fluoreszierender Farbstoff und ein Absorbens für ultraviolette Strahlen kann aufgelöst werden, wenn das Harz erzeugt wird. Das fluoreszierende Pigment vom Typ einer festen Lösung in einem synthetischen Harz kann ebenfalls dadurch hergestellt werden, daß Emulsionspolymerisation bei der Herstellung des Harzes angewandt wird.

Das fluoreszierende Pigment vom Typ einer festen Lösung in einem synthetischen Harz wird in einen Lösungstyp und einen Dispersionstyp unterteilt. Das fluoreszierende Pigment vom Dispersionstyp ist üblicherweise ein in einem organischen Lösungsmittel unlösliches Pulver, so daß es in einem organischen Lösungsmittel bei seiner Anwendung dispergiert wird. Andererseits ist das fluoreszierende Pigment vom Lösungstyp in einem organischen Lösungsmittel löslich, so daß es bei seiner Anwendung in einem organischen Lösungsmittel aufgelöst ist. Wenn ein in einem üblichen organischen Lösungsmittel unlösliches Harz als Matrix des, Pigmentes verwendet wird, gehört das resultierende fluoreszierende Pigment zum Dispersionstyp. Wenn ein in einem üblichen organischen Lösungsmittel lösliches Harz als Matrix des Pigmentes verwendet wird, gehört das resultierende fluoreszierende Pigment zum Lösungstyp.

Die Erfindung verwendet fluoreszierendes Pigment vom Lösungstyp und daher ist die Tintenzusammensetzung der Erfindung eine homogene Lösung. Jedoch ist das fluoreszierende Pigment vom Lösungstyp, wie es in der Erfindung verwendet wird, nicht hinsichtlich des Verfahrens, nach welchem es erzeugt wird, beschränkt.

Das in der Erfindung verwendete fluoreszierende Pigment vom Lösungstyp ist kommerziell erhältlich, hierzu gehören beispielsweise MPI-Reihen von Nippon Keiko Kagaku K. K. wie MPI-501, 502, 503, 504, 505, 506, 507, 508, 501C, 503C, 504C, 505C, 506C, 507C oder 508C; die Reihen FM-10 und FM-100 von Sinloich Co., Ltd. wie FM-11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 25, 27, 103, 104, 105, 106, 107 oder 108; die Reihen Flare 410 von Sterling Industrial Colours Ltd. wie 41031 Gelb, 41035 Rose, 41037 Magenta, 41042 Brightener oder 41022 N Brightener. Das fluoreszierende Pigment vom Lösungstyp kann einzeln oder als Mischung verwendet werden.

Die Tintenzusammensetzung der Erfindung enthält das fluoreszierende Pigment vom Lösungstyp in einer Menge von 0,5-30 Gew.-%, bevorzugt 5-20 Gew.-%, bezogen auf die Tintenzusammensetzung. Wenn das Pigment im Überschuß verwendet wird, hat die erhaltene Tintenzusammensetzung eine zu hohe Viskosität und darüber hinaus wird ein die Tintenzusammensetzung enthaltender Markierungsstift entweder im Vorratsbehälter oder an der Stiftspitze verstopft und schreibt schlecht, während bei Verwendung des Pigmentes in einer zu geringen Menge die erhaltene Tintenzusammensetzung mit nicht ausreichender Farbstärke schreibt.

Die Tintenzusammensetzung der Erfindung kann einen fluoreszierenden Farbstoff oder einen üblichen öllöslichen Farbstoff enthalten, um die Kontrolle der fluoreszierenden Farbe und die Stärke der resultierenden Tintenzusammensetzung einzustellen.

Die Tintenzusammensetzung der Erfindung enthält weiterhin ein Ketonharz, so daß die resultierende Tintenzusammensetzung eine verbesserte Lagerfähigkeit, einen Verlaufeffekt und Wasserfestigkeit wie auch gute Haftung an einer Schreiboberfläche aufweist. Das Ketonharz ist ein Harz, welches durch Kondensation von aliphatischen oder aromatischen Ketonen mit Aldehyden, üblicherweise Formaldehyd, erhalten wurde. Es ist besonders bevorzugt, daß das verwendete Ketonharz eine Viskosität von 2,7-3,5, bevorzugt 2,8-3,4 Centipoise bei 20ºC, gemessen an einer 10 Gew.-%igen Lösung des Harzes in Propylenglykolmonomethylether mit einem EL-Viskosimeter, besitzt.

Das Ketonharz, so wie es zuvor beschrieben wurde, ist ebenfalls kommerziell erhältlich, beispielsweise als Halon 80 (mit einer Viskosität, von 2,87 Centipoise bei 20ºC, gemessen an einer 10 Gew.-%igen Lösung des Harzes in Propylenglykolmonomethylether mit einem EL-Viskosimeter; gilt auch im folgenden) oder Halon 110H (mit einer Viskosität von 3,29 Centipoise) erhältlich von Honshu Kagaku Kogyo K. K.; Hilac 11OH (mit einer Viskosität von 3,34 Centipoise) erhältlich von Hitachi Kasei Kogyo K. K.; Ketone Resin 90 (mit einer Viskosität von 2,99 Centipoise) erhältlich von Arakawa Kagaku Kogyo K. K..

Die Verwendung von anderen Harzen als dem Ketonharz als eine Harzkomponente von zehn macht die resultierende Tintenzusammensetzung weniger lagerfähig oder bewirkt eine Veränderung der Farbe mit dem Ablauf der Zeit, obwohl der Grund hierfür noch nicht geklärt wurde und daher andere Harze als das Ketonharz zur Verwendung als einzige Harzkomponente in der Tintenzusammensetzung nicht geeignet ist. Jedoch können andere Harze als das Ketonharz in einer kleinen Menge verwen det werden, falls solche Probleme wie zuvor nicht damit verbunden sind.

Die Tintenzusammensetzung der Erfindung enthält das Ketonharz in einer Menge von 1-20 Gew.-%, bevorzugt 2-15 Gew.- %, bezogen auf die Tintenzusammensetzung. Wenn die Menge des Ketonharzes mehr als 20 Gew.-% beträgt, ist die resultierende Tintenzusammensetzung so viskos, daß sie schlecht schreibt, während, wenn die Menge des Ketonharzes weniger als 1 Gew.-% beträgt, die resultierende Tintenzusammensetzung schlechte Haftung auf einer Schreiboberfläche besitzt und darüber hinaus die Tintenzusammensetzung schlechte Wasserfestigkeit besitzt.

Andere Zusätze können in der Tintenzusammensetzung, falls gewünscht, enthalten sein. Beispielsweise kann ein Verlaufmittel in die Tintenzusammensetzung eingegeben werden, so daß sie nicht rückgewiesen wird oder gleichmäßige Farbtiefe besitzt, wenn auf einer undurchlässigen Schreiboberfläche geschrieben wird. Als ein solches Verlaufmittel können bevorzugt ein organisches Silikonharz wie BYK-300, 310 oder 302, erhältlich von BYK-Chemie Japan K. K. oder Ethylcellulose wie Ethocel, erhältlich von Dow Chemical Nippon K. K, verwendet werden. Das Verlaufmittel kann in einer Menge bis zu 2 Gew.- %, bezogen auf die Tintenzusammensetzung, enthalten sein.

Obwohl das Verfahren zur Herstellung der Tintenzusammensetzung der Erfindung nicht spezifisch beschränkt ist, wird sie üblicherweise jedoch dadurch hergestellt, daß das Ketonharz in dem Lösungsmittel unter Erwärmen aufgelöst wird und dann ein fluoreszierendes Pigment und andere Zusätze zu der erhaltenen Lösung zugesetzt werden, gefolgt von einem Rühren zur Bereitstellung einer homogenen Tintenzusammensetzung.

Da die fluoreszierende Tintenzusammensetzung der Erfindung ein fluoreszierendes Pigment vom Lösungstyp als ein fluoreszierendes Pigment, ein Ketonharz als eine Harzkomponente und Propylenglykolmonomethylether in einer Menge von wenigstens 80 Gew.-% als das Lösungsmittel, jeweils spezi fisch, enthält, wie zuvor ausgeführt, ist die fluoreszierende Tintenzusammensetzung der Erfindung im wesentlichen nichttoxisch und weist fluoreszierende Färbungen mit Klarheit und hoher Farbtiefe auf wie auch verbesserter Lagerfähigkeit. Die Tintenzusammensetzung enthält keine Pigmentteilchen, sondern ist homogen und ist daher besonders zur Verwendung in einem Markierungsstift zum Schreiben geeignet, wie zuvor angegeben.

Die Erfindung wird im einzelnen unter Bezugnahme auf die Beispiele beschrieben; jedoch ist die Erfindung nicht hierauf beschränkt. In den Beispielen beziehen sich Angaben in Teilen auf Gewicht.

FORMULIERUNGEN VON TINTENZUSAMMENSETZUNGEN Beispiel 1

Fluoreszierendes Pigment (MPI-505C) 15,0 Teile

Ketonharz (Halon 80) 5,0 Teile

Verlaufmittel (BYK-300) 0,1 Teile

Propylenglykolmonomethylether 74,6 Teile

Dipropylenglykolmonomethylether 5,0 Teile

Beispiel 2

Fluoreszierendes Pigment (MPI-507) 12,0 Teile

Ketonharz (Ketonharz K-90) 8,0 Teile

Propylenglykolmonomethylether 80,0 Teile

Beispiel 3

Fluoreszierendes Pigment (FM-104) 18,0 Teile

Ketonharz (Hilac 110H) 3,0 Teile

Verlaufmittel (Ethocel 10) 0,1 Teile

Propylenglykolmonomethylether 73,4 Teile

Dipropylenglykolmonomethylether 5,5 Teile

Beispiel 4

Fluoreszierendes Pigment (41031 Gelb) 10,0 Teile

Fluoreszierendes Pigment (41037 Magenta) 1,5 Teile

Ketonharz (Hilac 110H) 5,5 Teile

Verlaufmittel (Ethocel 10) 0,1 Teile

Propylenglykolmonomethylether 75,5 Teile

Ethanol 2,9 Teile

Beispiel 5

Fluoreszierendes Pigment (MPI-505C) 13,5 Teile

Fluoreszierendes Pigment (41022 Brightener) 3,0 Teile

Nicht-fluoreszierendes, öllösliches Pigment (Neozapon Blue 807) 0,5 Teile

Ketonharz (Halon 80) 4,5 Teile

Propylenglykolmonomethylether 78,5 Teile

Vergleichsbeispiel 1

Fluoreszierendes Pigment (FZ-3147, Dispersionstyp) 10,0 Teile

Ketonharz (Halon 80) 9,0 Teile

Propylenglykolmonomethylether 76,0 Teile

Dipropylenglykolmonomethylether 5,0 Teile

Vergleichsbeispiel 2

Fluoreszierender Farbstoff (Brilliant Flavin E-10 G (300%)) 17,5 Teile

Ketonharz (Hilac 110H) 5,5 Teile

Verlaufmittel (Ethocel 10) 0,1 Teile

Propylenglykolmonomethylether 71,9 Teile

Ethanol 5,0 Teile

Vergleichsbeispiel 3

Fluoreszierendes Pigment (FM-104) 10,0 Teile

Alkylphenolharz (Tamanol 510, erhältlich von Arakawa Kagaku Kogyo K. K.) 4,5 Teile

Propylenglykolmonomethylether 50,0 Teile

Dipropylenglykolmonomethylether 5,5 Teile

TESTEN DER ZUVOR HERGESTELLTEN TINTENZUSAMMENSETZUNGEN

Die Tintenzusammensetzung wurde in einen Markierungsstift Sakura Marker SG7 eingefüllt, einen Markierungsstift zum Schreiben, welcher einen aus einem porösen Körper bestehenden Tintenvorratsbehälter und eine poröse Stiftspitze, wie zuvor erwähnt, besitzt, erhältlich von Sakura Color Products Corp., und es wurden die Stärke der fluoreszierenden Färbung, die Lagerfähigkeit und die Veränderlichkeit der Färbung gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.

TABELLE 1

Die Stärke der fluoreszierenden Färbung wurde dadurch gemessen, daß von Hand auf Papier entsprechend der Norm JIS P 3201 geschrieben wurde, und die erhaltene Beschriftung untersucht wurde, ob sie klare und starke fluoreszierende Färbung besaß. A: klar und stark in der fluoreszierenden Färbung; B: schwach in der fluoreszierenden Färbung; C: keine fluoreszierende Färbung.

Die Lagerfähigkeit wurde dadurch gemessen, daß auf Papier entsprechend der Norm JIS P 3201 nach dem Stehenlassen des Markierungsstiftes bei 50ºC für einen Monat geschrieben wurde, und die erhaltene Beschriftung wurde untersucht, ob die Beschriftung ausreichend und gleichmäßig in der Farbtiefe war. A: ausreichend und gleichmäßig in Farbtiefe; C: schwach und ungleichmäßig in Farbtiefe.

Die Veränderlichkeit der Färbung wurde dadurch gemessen, daß auf Papier entsprechend der Norm JIS P 3201 von Hand geschrieben wurde, und die Färbung der erhaltenen Beschriftung wurde mit der Färbung einer Lösung des fluoreszierenden Pigmentes oder Farbstoffes verglichen. A: im wesentlichen gleich wie die Lösung; C: stumpf.

Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, hat die Tintenzusammensetzung der Erfindung eine klare fluoreszierende Färbung von hoher Stärke, verbesserter Lagerfähigkeit und sie leidet nicht an einer Veränderung der Färbung beim Schreiben. Im Gegensatz dazu verwendet die Tintenzusammensetzung von Vergleichsbeispiel 1 ein fluoreszierendes Pigment vom Dispersionstyp, so daß sie besonders schlecht hinsichtlich der Lagerfähigkeit ist, während die Tintenzusammensetzung von Vergleichsbeispiel einen fluoreszierenden Farbstoff verwendet, so daß die resultierende Beschriftung den Nachteil einer Veränderung der Färbung besitzt wie auch schwach hinsichtlich der fluoreszierenden Farbstärke ist. Die Tintenzusammensetzung von Vergleichsbeispiel 3 verwendet ein Alkylphenolharz anstelle eines Ketonharzes als einzige Harzkomponente, und damit liefert sie keine fluoreszierenden Beschriftungen und darüber hinaus ändert sich die Beschriftung merklich hinsichtlich der Färbung.


Anspruch[de]

1. Fluoreszierende Tintenzusammensetzung, welche umfaßt:

(a) ein organisches Lösungsmittel, das Propylenglykolmonomethylether umfaßt,

(b) ein fluoreszierendes Pigment vom Lösungstyp, aufgelöst in dem organischen Lösungsmittel, und

(c) ein Ketonharz.

2. Fluoreszierende Tintenzusammensetzung nach Anspruch 1, in welcher das Lösungsmittel Propylenglykolmonomethylether in einer Menge von 80-100%, bezogen auf das Lösungsmittel, enthält.

3. Fluoreszierende Tintenzusammensetzung nach Anspruch 1, in welcher das fluoreszierende Pigment vom Lösungstyp in einer Menge von 0,5-30 Gew.-%, bezogen auf die Tintenzusammensetzung, enthalten ist.

4. Fluoreszierende Tintenzusammensetzung nach Anspruch 1, in welcher das Ketonharz in einer Menge von 1-20 Gew.-%, bezogen auf die Tintenzusammensetzung, enthalten ist.

5. Fluoreszierende Tintenzusammensetzung nach Anspruch 1, in welcher das Ketonharz eine Viskosität von 2,7-3, 5 Centipoise bei 20ºC, gemessen mit einer 10 Gew-%igen Lösung des Harzes in Propylenglykolmonomethylether mit einem EL-Viskosimeter, hat.

6. Fluoreszierende Tintenzusammensetzung nach Anspruch 1, in welcher das Lösungsmittel Propylenglykolmonomethylether in einer Menge von 80-100% und wenigstens ein Glied, ausgewählt aus der aus Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol und Dipropylenglykolmonomethylether bestehenden Gruppe, in einer Menge von 20-0%, bezogen auf das Lösungsmittel, enthält.

7. Markierungsstift zum Schreiben, der, einen aus einem porösen Körper, welcher mit einer Tintenzusammensetzung imprägniert und innerhalb eines hohlen Halters angeordnet ist, bestehenden Tintenvorratsbehälter und eine aus porösem Material bestehende poröse Stiftspitze, zu welcher die Tintenzusammensetzung aus dem Vorratsbehälter unter Ausnutzung der Kapillarerscheinung unter Ermöglichung des Schreibens angeliefert wird, aufweist, bei welchem die Tintenzusammensetzung eine fluoreszierende Tintenzusammensetzung ist, welche umfaßt:

(a) ein organisches Lösungsmittel, das Propylenglykolmonomethylether umfaßt,

(b) ein fluoreszierendes Pigment vom Lösungstyp, aufgelöst in dem organischen Lösungsmittel, und

(c) ein Ketonharz.

8. Markierungsstift nach Anspruch 7, bei welchem das Lösungsmittel Propylenglykolmonomethylether in einer Menge von 80-100 %, bezogen auf das Lösungsmittel, enthält.

9. Markierungsstift nach Anspruch 7, bei welchem das Lösungsmittel Propylenglykolmonomethylether in einer Menge von 80-100% und wenigstens ein Glied, ausgewählt aus der aus Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol und Dipropylenglycolmonomethylether bestehenden Gruppe, in einer Menge von 20-0%, bezogen auf das Lösungsmittel, enthält.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com