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Dokumentenidentifikation DE69323610T2 12.08.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0604041
Titel Anrufumleitung mit automatischem Zurückverbinden
Anmelder AT & T Corp., New York, N.Y., US
Erfinder Greenspan, Steven Lloyd, Oak Park, Illinois 60304, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69323610
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 03.12.1993
EP-Aktenzeichen 933096950
EP-Offenlegungsdatum 29.06.1994
EP date of grant 24.02.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.08.1999
IPC-Hauptklasse H04M 3/54
IPC-Nebenklasse H04M 3/58   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft die Telekommunikation.

Stand der Technik

Mit der fortschreitenden Entwicklung gesteuerter Vermittlungssysteme wurden vielfältige nützliche Merkmale zur Erweiterung der durch solche Systeme bereitgestellten Kommunikationsfähigkeiten entwickelt.

Ein Beispiel eines solchen Vermittlungssystems ist ein Anrufumlegungssystem (Call Transfer System) von Goodwin et al., das am 20.12.1963 als das US-Patent Nr. 3 306 983 übertragen wurde. Dieses System von Goodwin et al. stellt eine einseitige automatische Wähl- Umlenkungsfunktion für eine Nebenstellenanlage oder andere von einem Hauptvermittlungsamt, durch das sie Verbindung mit einem Hauptfernsprechnetz sind, entfernte und unabhängige Zweitnebenstellenanlagen bereit. Die Steuersignale der Wählumlenkungen sind Wählimpuls- oder ähnliche Sprachfrequenzsignale, die durch das Hauptfernsprechnetz übertragen werden.

Ein weiteres Beispiel eines solchen Vermittlungssystems ist eine Anrufumlegungsleitung für Fernsprechvermittlungssysteme (Call Transfer Circuit for Phone Exchange Systems) von Schluter, das am 27.4.1971 als das US-Patent Nr. 3 576 400 übertragen wurde. Dieses System stellt eine Anordnung zur Ermöglichung der Umlegung oder Weiterleitung von Anrufen bereit, die von einem Teilnehmer empfangen werden und von einem anderen Teilnehmer empfangen werden sollen. Es werden Mittel bereitgestellt, durch die der erste Teilnehmer in der Lage ist, durch Wählen eines entsprechenden Codes nachfolgende Anrufe umzulegen oder weiterzuleiten, und auch zur Sicherstellung, daß nur authorisierte Anrufumlegungen erfolgen. Die Anrufweiterleitung wird durch Ändern der Beziehung zwischen der Rufnummer und der Gerätenummer in einem Übersetzer durch Verwendung einer Steuerschaltung erreicht.

Die Merkmale, die eine Umleitung von Anrufen bereitstellen, werden Umlegungsmerkmale genannt, und die Umlegungsmerkmale haben sich mit der Zeit entwickelt. Man betrachte ein Beispiel, bei dem ein Kunde ein Unternehmen anruft und der Anruf von einem allgemeinen Kundenvertreter beantwortet wird. Der Vertreter und der Kunde sprechen einige Minuten lang miteinander, und der Vertreter bestimmt, daß der Kunde mit einem Spezialisten sprechen sollte. Der Vertreter leitet den Anruf dann zu dem Spezialisten weiter. Wenn der Vertreter am Ende der Verbindung entweder mit dem Spezialisten oder dem Kunden sprechen möchte, dann muß der Vertreter angeschlossen bleiben, während der Kunde mit dem Spezialisten spricht. Dadurch werden Netzbetriebsmittel, wie zum Beispiel eine Konferenzbrücke, und, was noch schwerwiegender ist, die Zeit des Vertreters vergeudet.

In den letzten Jahren wurden zur Bereitstellung von Telekommunikationsdiensten zunehmend Vermittlungszusatzeinrichtungen verwendet. Zu solchen Zusatzeinrichtungen gehören zum Beispiel Nebenstellenanlagen, Sprachspeichersysteme und Dienstleitungsknoten. Bei vielen Diensten führt die Zusatzeinrichtung insofern eine ähnliche Funktion wie der Kundenvertreter in dem obigen Beispiel aus, als die Zusatzeinrichtung den Anruf zu einer Drittperson weiterleitet. Wenn der Dienst erfordert, daß die Zusatzeinrichtung nach dem Ende des Gesprächs zwischen dem Kunden und dem Spezialisten die Verbindungssteuerung wieder aufnimmt, dann muß die Zusatzeinrichtung während des ganzen Gesprächs zwischen dem Kunden und dem Spezialisten beteiligt bleiben. In Fällen, bei denen eine in der Zusatzeinrichtung enthaltene Vermittlung einen Teil der anfänglichen Verbindung von einem Anrufer zu einem angerufenen Teilnehmer bereitstellt, erfordert eine anschließende Umlegung des Anrufs zu einer dritten Person eine andauernde Verbindung durch die Zusatzeinrichtung hindurch, obwohl der anfängliche angerufene Teilnehmer möglicherweise nicht der Zusatzeinrichtung zugeordnet ist. Bei allen solchen Diensten werden sowohl Netz- als auch Zusatzeinrichtungsbetriebsmittel vergeudet. Ein weiteres Problem besteht darin, daß Zusatzeinrichtungen, die Telekommunikationsdienste über offene Schnittstellen, z. B. über eine ISDN- Basisratenschnittstelle (BRI), bereitstellen, oft nicht über so viel Zuverlässigkeit oder Verkehrführungskapazität wie die Hauptvermittlungsanlagen verfügen. Diese Unzulänglichkeiten werden bedeutsamer, wenn ein Sprachweg durch die Zusatzeinrichtung hergestellt wird und dieser Weg nach der Umlegung des Anrufs aufrechterhalten werden muß.

Lösung

Diese Probleme werden gelöst und ein technischer Fortschritt gemäß der Erfindung erzielt, indem in einem Verbindungsverarbeitungsverfahren eine weiterleitende Sprechstelle von einem Anruf getrennt werden kann, nachdem die Verbindung auf eine dritte Sprechstelle umgelegt wurde, wobei die Verbindung aber als Reaktion entweder auf eine Trennzeichengabe oder eine andere vordefinierte Zeichengabe, z. B. eine kurze Gabelbetätigung oder einen Mehrfrequenzton (DTMF-Ton) automatisch an die weiterleitende Sprechstelle zurückgegeben wird, wobei aber vorteilhafterweise keine Sprechstelle die weiterleitende Sprechstelle neu anwählen muß. Die weiterleitende Sprechstelle ist für einen Teilnehmer eines neuen Umlegungsmerkmals bestimmt, das als eine Umlegung mit Rückgabe bezeichnet wird. Das Merkmal wird entweder als Reaktion auf ein Signal aus der weiterleitenden Sprechstelle, das eine Einleitung des Merkmals anfordert, für den Anruf eingeleitet, oder weil der Teilnehmer nur über das Umlegungsmerkmal mit Rückgabe und kein anderes Umlegungsmerkmal verfügt. Der Anruf wird außerdem als Reaktion auf einen Belegt- oder Keine-Antwort-Zustand der dritten Sprechstelle zurückgegeben. Bei einer Anordnung, die ein Vermittlungssystem, das mit der weiterleitenden Sprechstelle verbunden ist, und außerdem eine Zusatzvermittlung umfaßt, die ebenfalls mit dem Vermittlungssystem verbunden ist, kann die anfängliche Verbindung von der Zusatzvermittlung aus durch das Vermittlungssystem und die Zusatzvermittlung hindurch und wieder durch das Vermittlungssystem hindurch zurück zu der weiterleitenden Sprechstelle verlaufen. Nach der Umlegung muß die Verbindung nicht noch einmal durch die Zusatzvermittlung hindurch verlaufen.

Ein Verbindungsbearbeitungsverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt das Verbinden eines von einer ersten Sprechstelle ausgehenden Anrufs mit einer zweiten Sprechstelle. Der Anruf wird dann von einer der ersten und zweiten Sprechstelle auf eine dritte Sprechstelle umgelegt, damit zwischen der anderen der ersten und zweiten Sprechstelle und der dritten Sprechstelle eine Kommunikation stattfinden kann. Die eine Sprechstelle ist für einen Teilnehmer eines Umlegungsmerkmals mit Rückgabe bestimmt. Das Merkmal wird für den Anruf eingeleitet. An einem bestimmten Punkt wird die eine Sprechstelle von dem Anruf getrennt. Der Anruf wird als Reaktion auf ein im voraus spezifiziertes Ereignis und ohne Empfang einer gewählten Nummer, für die eine Sprechstelle automatisch an die eine Sprechstelle zurückgegeben.

Die Erfindung wird bei drei hier beschriebenen Dienstbeispielen eingesetzt, die als Dienst 1, 2 und 3 bezeichnet werden. Bei dem Dienst 1 (Fig. 1 und 2) ist die weiterleitende Sprechstelle für eine Bedienungsperson. Bei dem Dienst 2 (Fig. 13 und 14) ist die weiterleitende Sprechstelle ein Dienstleitungsknoten (SCN). Bei dem Dienst 3 (Fig. 15 und 16) ist die weiterleitende Sprechstelle ein externes Dienstmodul (ESM).

Das im voraus spezifizierte Ereignis, das zu der automatischen Rückgabe führt, könnte der Empfang einer Trennzeichengabe aus nur einer der anderen und dritten Sprechstelle sein. Das im voraus spezifizierte Ereignis könnte außerdem der Empfang einer vordefinierten Zeichengabe, z. B. einer kurzen Gabelbetätigung oder eines DTMF-Tons aus einer der anderen und dritten Sprechstelle sein. Als letztes könnte das im voraus spezifizierte Ereignis die Erkennung eines Belegt- oder Keine-Antwort-Zustands der dritten Sprechstelle sein.

Die Anrufumlegung wird auf eine von drei Weisen bewirkt: blinde Umlegung, Befragung oder Konferenz. Bei blinder Umlegung werden die andere Sprechstelle und die dritte Sprechstelle verbunden, ohne daß vorher eine Verbindung mit der einen Sprechstelle und der dritten Sprechstelle für eine zweiseitige Befragung hergestellt wurde. Bei der Befragung wird eine Verbindung mit der einen Sprechstelle und der dritten Sprechstelle für eine zweiseitige Befragung hergestellt, und danach werden die andere Sprechstelle und die dritte Sprechstelle miteinander verbunden. Bei Konferenz wird anfänglich eine Verbindung mit der einen Sprechstelle, der anderen Sprechstelle und der dritten Sprechstelle für eine Konferenz hergestellt, und die eine Sprechstelle trennt sich nachfolgend.

Der einen Sprechstelle werden in der einen Sprechstelle bei der Beantwortung oder nachfolgenden Steuerung der Rückgabeverbindung zu verwendende Verbindungsprotokollinformationen, d. h. Verbindungsidentifizierungsinformationen zur Verfügung gestellt, die die Verbindung als eine Rückgabeverbindung und den Grund für die Rückgabe definieren.

Als Teil der automatischen Rückgabe kann die eine Sprechstelle zur Konferenz wieder zurück mit der anderen und dritten Sprechstelle verbunden werden. Als Alternative kann die eine Sprechstelle mit der anderen Sprechstelle und die dritte Sprechstelle mit der anderen Sprechstelle verbunden werden.

Wenn die eine Sprechstelle ein Teil einer Gruppe von Sprechstellen, z. B. einer Mehrfachanschluß- Sammelgruppe oder automatischen Anrufverteilergruppe ist, die über eine oder mehrere gemeinsame Rufnummern erreichbar sind, dann wird der Anruf nicht zu einer anderen Sprechstelle der Gruppe, sondern zu der einen Sprechstelle zurückgegeben.

Bei einer Anordnung, die ein Host- Vermittlungssystem und eine mit dem Hostsystem verbundene Zusatzvermittlung umfaßt, kann das beispielhafte Verfahren entweder von dem Hostsystem oder von der Zusatzvermittlung durchgeführt werden.

Zeichnungsbeschreibung

Fig. 1 ist ein Hardwarediagramm für eine Anordnung, bei der der hier beschriebene Dienst 1 implementiert wird;

Fig. 2 ist ein Verbindungsablaufdiagramm für den Dienst 1;

Fig. 3-11 sind Aktions-Ereignis-Diagramme für eine Anzahl von Zuständen, die zur Implementierung des Verbindungsablaufs für den Dienst 1 verwendet werden;

Fig. 12 ist ein Zustandsdiagramm, das die Übergänge zwischen den Zuständen von Fig. 3-11 zusammenfaßt;

Fig. 13 ist ein Hardwarediagramm für eine Anordnung, bei der der hier beschriebene Dienst 2 implementiert wird;

Fig. 14 ist ein Verbindungsablaufdiagramm für den Dienst 2;

Fig. 15 ist ein Hardwarediagramm für eine Anordnung, bei der der hier beschriebene Dienst 3 implementiert wird; und

Fig. 16 ist ein Verbindungsablaufdiagramm für den Dienst 3;

Ausführliche Beschreibung Terminologie

Die Ausdrücke 1. Sprechstelle, 2. Sprechstelle und 3. Sprechstelle bedeuten hier die Sprechstellen eines Anrufers, eines angerufenen (und weiterleitenden) Teilnehmers bzw. eines Teilnehmers, zu dem weitergeleitet wird. Die 1. Sprechstelle leitet eine Verbindung mit der 2. Sprechstelle ein, die ihrerseits den Anruf auf eine 3. Sprechstelle umlegt und dadurch einen Sprechweg zwischen der 1. Sprechstelle und der 3. Sprechstelle herstellt. Die hier beschriebenen Dienste sind auch auf Fälle anwendbar, bei denen die 1. Sprechstelle eine Verbindung mit der 2. Sprechstelle einleitet, die 1. Sprechstelle den Anruf auf die 3. Sprechstelle umlegt und dadurch einen Sprechweg zwischen der 2. Sprechstelle und der 3. Sprechstelle herstellt. Die weiterleitende Sprechstelle wird außerdem als eine der ersten und zweiten Sprechstelle bezeichnet, während die nicht weiterleitende Sprechstelle als die andere der ersten und zweiten Sprechstelle bezeichnet wird.

Die Ausdrücke 1. Sprechstelle, 2. Sprechstelle und 3. Sprechstelle sollten allgemein als sich auf Teilnehmer- und Netzgeräte, Fernsprecher, Computer, Nebenstellenanlagen und Netz- und Dritt-Vermittlungs- Zusatzeinrichtungen beziehend aufgefaßt werden.

Dienste

Die folgende Beschreibung betrifft drei neue Fernsprechdienste:

Dienst 1: Vermittlungskraftdienst mit Umlegung mit Rückgabe

Bei dieser Dienstbeschreibung werden die Merkmale Umlegung mit Rückgabe und Verbindungsprotokoll im Kontext einer Dienstzentrale illustriert, in der Kunden (1. Sprechstellen) eine Vermittlungskraft (2. Sprechstellen) anrufen, die dann den Anruf zu einem Dienstspezialisten (3. Sprechstellen) weiterleiten kann. Auf ein bestimmtes angegebenes Signal hin (z. B. eine kurze Gabelbetätigung, ein DTMF oder ein Trennen aus der 1. Sprechstelle oder 3. Sprechstelle) wird die 1. Sprechstelle und/oder die 3. Sprechstelle wieder mit der 2. Sprechstelle verbunden.

Dienst 2: SCN-Verwendung des Umleaungsmerkmals mit Rückgabe, damit der SCN Informationsübergangsknoten sein kann

Bei dieser Dienstbeschreibung wird der Begriff einer Vermittlungskraft (2. Sprechstelle) als Vermittlungs-Zusatzeinrichtungen, d. h. in diesem Fall ein Dienstleitungsknoten (SCN) mit enthaltend verallgemeinert, der die Merkmale Umlegung mit Rückgabe und Verbindungsprotokoll auf einer Host-Vermittlung einleiten kann. In einem solchen Fall ist der SCN außerdem in der Lage, unabhängige Verbindungsteilstrecken von oder zu einer 1. Sprechstelle und einer 3. Sprechstelle herzustellen (der SCN wirkt als die 2. Sprechstelle), um eine Vielfalt von Dienstleitungen (z. B. Ansagen, Fax- und Konferenzeinrichtungen) anzulegen, und um die beiden Verbindungsteilstrecken wieder zurück zu der Host-Vermittlung umzulegen, damit der SCN nicht mehr Teil des Sprechwegs zwischen der 1. Sprechstelle und der 2. Sprechstelle ist. Auf ein bestimmtes angegebenes Signal hin (z. B. eine kurze Gabelbetätigung, ein DTMF oder ein Trennen aus der 1. Sprechstelle oder 3. Sprechstelle) werden die 1. Sprechstelle und/oder 3. Sprechstelle als Konferenz von 1.-, 2.- und 3. Sprechstellen oder zwei Verbindungswege - ein Kommunikationsweg zwischen der 1.- und 2. Sprechstelle und ein unabhängigem Kommunikationsweg zwischen der 2.- und 3. Sprechstelle - wieder mit der 2. Sprechstelle verbunden.

Dienst 3: ESM-Verwendung des Umleaungsmerkmals mit Rückgabe, damit das ESM Informations- und Dienstleitungsübergangsknoten sein kann

Bei diesem Dienst wird ein Dienstleitungsknoten (SCN) auf weniger leistungsstarke Dienstzusatzeinrichtungen oder Teilnehmereinrichtungen, z. B. hier als externe Dienstmodule (ESMs) bezeichnete automatisierte Telekommunikationssysteme, verallgemeinert.

Dienst 1: Vermittlungskraftdienst mit Umlegung mit Rückgabe

Diese Merkmale werden von einer Gruppe von 2. Sprechstellen (z. B. einer Gruppe von Dienst- Vermittlungskräften) verwendet, um Anrufe an Dienstvertreter weiterzuleiten, die sich auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren, und um dann zu veranlassen, daß der Anruf wieder zu ihnen zurückgeleitet wird, um den Dienst weiterzuführen für Qualitätsprüfungen usw.. Es werden vier Mengen von Merkmalen identifiziert:

- Umlegungsmerkmal mit Rückgabe

- Rückgabe-Umlegungstrigger, insbesondere ein Verbindungsabschlußtrigger

- Verbindungsprotokollmerkmal

- Verbindungsabschlußbenachrichtigung

Merkmalsbeschreibungen: A) Umlegung mit Rückgabe

Dieses Merkmal ermöglicht einer teilnehmenden Vermittlungskraft (einer 2. Sprechstelle) die Umlegung eines Anrufs (von einer 1. Sprechstelle) auf eine 3. Sprechstelle, wodurch ein Sprechweg zwischen der 1.- und 3. Sprechstelle ermöglicht wird und der 2. Sprechstelle ermöglicht wird, sich von dem Anruf zu trennen. Nach dem Trennen durch die 2. Sprechstelle werden die 1. Sprechstelle und die 3. Sprechstelle jedoch wieder mit der 2. Sprechstelle verbunden, wenn eine entsprechende Zeichengabe durch die 1.- oder die 3. Sprechstelle erfolgt; oder es wird die 1.- oder die 3. Sprechstelle wieder mit der 2. Sprechstelle verbunden, wenn sich die 3. Sprechstelle oder die 1. Sprechstelle trennt.

Das Merkmal wirkt als ein Anschlußteilnahmemerkmal, das anrufweise oder automatisch bei allen Anrufen eingeleitet werden kann. Bei einer anrufweisen Teilnahme kann die Vermittlungskraft (2. Sprechstelle) Umlegung ohne Rückgabe, Umlegung mit Rückgabe oder andere Vermittlungskraftmerkmale, an denen teilgenommen wird, wie zum Beispiel Konferenz, Warten usw. signalisieren. Wenn die Vermittlungskraft Teil einer Mehrfachanschluß- Sammelgruppe oder automatischen Anrufverteilergruppe ist, dann erfolgt die Rückgabe-Umlegung zu der Vermittlungskraft, die den Anruf ursprünglich angenommen hat. Wenn die Vermittlungskraft besetzt ist, dann wird der Anruf zu einem geeigneten Kollegen weitergeleitet.

B) Rückgabe-Umlegungstrigger

Die Wiederherstellung der Verbindung mit der 2. Sprechstelle wird auf mehrere Weisen ausgelöst: Trennen durch die 1.- oder 3. Sprechstelle und Zeichengabe (z. B. kurze Gabelbetätigung oder DTMF) durch die 1.- oder 3. Sprechstelle. Wenn das Merkmal den 1. Sprechstellen oder 3. Sprechstellen ermöglicht, eine Wiederherstellung der Verbindung mit der Vermittlungskraft zu signalisieren (z. B. durch kurze Gabelbetätigung oder DTMF), dann wirkt das Umlegungsmerkmal mit Rückgabe in Verbindung mit 3- seitigem Rufen. Die 2. Sprechstelle könnte sich aus der Konferenz trennen und dann gebeten werden, wieder zu der Konferenz zurückzukehren. In manchen Fällen kann eine 3. Sprechstelle ein automatisiertes Dienstmodul wie z. B. ein Mailsystem sein. Um der 1. Sprechstelle zu ermöglichen, eine Rückgabe an die 2. Sprechstelle bei gleichzeitiger Trennung der 3. Sprechstelle zu signalisieren, wird ein Verbindungsabschlußtrigger benötigt.

C) Verbindungsprotokollmerkmal bei zurückgegebener Umlegung

Damit die 2. Sprechstelle (die Vermittlungskraft) weiß, daß der Anruf ein bereits bearbeiteter Anruf ist, und damit die 2. Sprechstelle schnell identifizieren kann, welcher Anruf gerade zurückgegeben wird, stellt das Umlegungsmerkmal mit Rückgabe in der Verbindungsaufbaunachricht Verbindungsprotokoll- und Rufkennungsinformationen bereit. Außerdem gibt es eine Grundnachricht aus, die den Grund für die Rückgabe angibt, wie z. B. Trennen der 3. Sprechstelle, Anforderung der 1. Sprechstelle usw.

D) Verbindungsabschlußbenachrichtigung

In manchen Verbindungsszenarios könnten sich sowohl die 1.- als auch die 3. Sprechstelle trennen, bevor eine von ihnen wieder mit der 2. Sprechstelle verbunden wird. In solchen Fällen könnte die 2. Sprechstelle (die Vermittlungskraft) möglicherweise dennoch an dem Verbindungsprotokoll zwischen der 1.- und der 3. Sprechstelle interessiert sein. Somit ermöglicht das Merkmal der Vermittlungskraft (vielleicht bei der Bestellung des Dienstes) anzugeben, ob sie benachrichtigt werden möchte, wenn sowohl der Anrufer als auch der angerufene Teilnehmer die Verbindung abbrechen.

Man beachte, daß bei dem Verbindungsablauf von Fig. 2 die 2. Sprechstelle (die Vermittlungskraft) die 1. Sprechstelle (den Anrufer) warten läßt; eine Verbindung zu einer 3. Sprechstelle (z. B. einem Dienstvertreter) einleitet; die drei Sprechstellen zu einer Konferenz zusammenschaltet; und schließlich die 2. Sprechstelle trennt und damit einen Sprechweg zwischen der 1. Sprechstelle und der 3. Sprechstelle zurückläßt. Das Dienstkonzept gilt außerdem auch für andere Verbindungsabläufe. Insbesondere könnte sich die 2. Sprechstelle sofort trennen, wenn die Verbindung mit der 3. Sprechstelle aufgebaut ist, aber nicht entgegengenommen wird, wodurch die 1. Sprechstelle und die 3. Sprechstelle im Rufzustand zurückgelassen werden. Außerdem könnte sich die 2. Sprechstelle vor der Verbindung der 1. Sprechstelle und der 3. Sprechstelle für eine zweiseitige Befragung mit der 3. Sprechstelle verbinden.

Fig. 1 ist ein Diagramm einer beispielhaften Netzkonfiguration. Die 1. Sprechstelle, 2. Sprechstelle und 3. Sprechstelle sind mit Vermittlungen 10, 20 bzw. 30 verbunden. Die Vermittlungen 10 und 20 und die Vermittlungen 20 und 30 sind durch Verbindungsleitungen 15 bzw. 25 miteinander verbunden, die zwischengeschaltete Vermittlungen enthalten können. Die Gebührenzentrale 40 und die Gebühren-Teilsysteme 41, 42 und 43 sollen später in bezug auf den Dienst 5 beschrieben werden.

Fig. 3-11 zeigen ein Zustandsdiagramm der Wirkungsweise der Merkmale Anruf mit Rückgabe und Verbindungsprotokoll in dem Vermittlungssystem 20 für den Dienst 1. Fig. 12 zeigt eine Zusammenfassung der Zustandsübergänge.

Zur Verbesserung der Lesbarkeit werden die folgenden Beschreibungen in die Zustände aufgeteilt. Die Notation für jeden Zustandstitel sollte folgendermaßen verstanden werden: Dienstkonzeptnummer- Zustandsnummer, Zustandsname, z. B. zeigt 1-1. Zustand Anfangs an, daß Anfangs der Name des ersten Zustands in dem Zustandsmodell ist, das den Dienst 1 beschreibt.

1-1. Zustand Anfangs (Fig. 3)

Der Verbindungsablauf beginnt im Zustand Anfangs mit dem anfänglichen Ereignis Ankommender_Anruf. Dieses anfängliche Ereignis leitet die Verbindungsbearbeitung ein.

Die erste Aktion in diesem Zustand ist das Übersetzen der von der 1. Sprechstelle (d. h. dem Anrufer) gewählten Ziffern in eine spezifische Rufnummer, und dann das Einleiten eines Verbindungsaufbaus mit der durch die gewählte Rufnummer dargestellten 2. Sprechstelle.

Wenn der Anruf der 2. Sprechstelle entgegengenommen wird (d. h. es wird ein Ereignis Entgegengenommen aus der 2. Sprechstelle empfangen), dann 1.- und 2. Sprechstelle verbinden und Übergang des Zustandsmodells zu einem anderen Zustand, 2seitig, bewirken.

Wenn das Ereignis Trennung aus einer der Sprechstellen empfangen wird, dann endet die Verbindung.

1-2. Zustand 2seitig (Fig. 4)

Wenn das Ereignis Trennung aus einer der Sprechstellen empfangen wird, dann endet die Verbindung.

Wenn die 2. Sprechstelle ein geeignetes Signal sendet (eine kurze Gabelbetätigung oder ein DTMF) und die 2. Sprechstelle ein Teilnehmer des Umlegungsmerkmals mit Rückgabe ist, dann 1. Sprechstelle warten lassen und Übergang des Zustandsmodells zu einem anderen Zustand, 2seitig 2. SprechstelleAktiv, bewirken.

1-3. Zustand 2seitig_2. SprechstelleAktiv (Fig. 5)

Die 1. Sprechstelle (der Anrufer) wartet.

In diesem Zustand sind mehrere Ereignisse möglich:

- Ereignis Anfangs Ereignis

Der Zustand beginnt mit der Verarbeitung des intern erzeugten Ereignisses Anfangs Ereignis. Die Verarbeitung dieses Ereignisses führt zu einer Aktion Ton!Ziffern_zusammenstellen, die der 2. Sprechstelle einen Stotterton liefert. Der Stotterton fordert von der 2. Sprechstelle einen Merkmalscode an, von dem einer Umlegung mit Rückgabe und ein weiterer Umlegung ohne Rückgabe (d. h. Umlegung, so wie sie zur Zeit durchgeführt wird) ist.

- Ereignis zusammengestellte Ziffern

Die durch die 2. Sprechstelle signalisierten Ziffern werden als das Ereignis zusammengestellte Ziffern empfangen. Wenn die zusammengestellten Ziffern eine Anforderung einer Umlegung mit Rückgabe anzeigen, dann wird eine Rückgabe_aktiv-Anzeige auf wahr gesetzt. Wenn das Merkmal Umlegung mit Rückgabe oder das Merkmal Umlegung ohne Rückgabe angefordert wird, dann liefert eine zweite Aktion Ton!Ziffern_zusammenstellen Wählton an die 2. Sprechstelle. Der Wählton fordert von der 2. Sprechstelle eine Rufnummer an. Wenn eine gültige Rufnummer aus der 2. Sprechstelle empfangen wird, dann wird eine Verbindungsaufbauprozedur aufgerufen und das Zustandsmodell geht dann zu einem neuen Zustand, 3seitig_2. SprechstelleAktiv_3. SprechstelleAufbau, über.

- Ereignis Signal

Wenn die Vermittlung aus der 2. Sprechstelle das entsprechende Signal (z. B. eine kurze Gabelbetätigung) empfängt, dann wird der Anruf an den vorherigen 2- seitigen Sprechweg zwischen der 1. Sprechstelle und der 2. Sprechstelle zurückgegeben und das Zustandsmodell geht wieder zu dem Zustand 2seitig über.

HINWEIS: Das Merkmal kann so implementiert werden, daß das Anzeigen einer Anforderung von Start- Umlegungsprozeduren in der anfänglichen Merkmalsanforderung (kurze Gabelbetätigung oder DTMF) der 2. Sprechstelle (d. h. des Teilnehmers) enthalten ist. In diesem Fall würde der Verbindungsablauf direkt von den Punkten (1) nach (2) in Fig. 5 fortschreiten.

1-4. Zustand 3seitig 2. SprechstelleAktiv 3. SprechstelleAufbau (Fig. 6)

Die 1. Sprechstelle wartet, und die 2. Sprechstelle hat Umlegungsprozeduren eingeleitet. In diesem Zustand sind mehrere Ereignisse möglich:

- Ereignis Anruf erfolglos

Der Anruf konnte vielleicht deshalb nicht mit der angegebenen Rufnummer verbunden werden, weil die 3. Sprechstelle besetzt war oder sich nicht gemeldet hat. In diesem Fall wird der 2. Sprechstelle besetzt oder Rufton geliefert. Das Zustandsmodell geht dann zu dem Zustand_2seitig 2. SprechstelleAktiv über.

- Ereignis Anruf entgegengenommen

Die 3. Sprechstelle meldet sich. In diesem Fall stellt die Vermittlung einen 2-seitigen Weg zwischen der 2.- und der 3. Sprechstelle her. Das Zustandsmodell geht dann zu einem neuen Zustand, 3seitig_2. SprechstelleAktiv_3. SprechstelleAktiv, über.

- Ereignis Trennung von der 2. Sprechstelle erhalten

Die 2. Sprechstelle trennt sich. In diesem Fall stellt die Vermittlung eine 2seitige Verbindung zwischen der 1. Sprechstelle und der 3. Sprechstelle her. Da sich die 3. Sprechstelle noch nicht gemeldet hat, empfängt die 1. Sprechstelle einen Rufton. Das Zustandsmodell geht dann zu einem neuen Zustand, 2seitig 1. SprechstelleAktiv 3. SprechstelleAktiv, über.

- Ereignis Signal von der 2. Sprechstelle erhalten

Die 2. Sprechstelle (der Teilnehmer) signalisiert (typischerweise, aber nicht unbedingt, durch eine kurze Gabelbetätigung) eine Anforderung, zu der 2seitigen Verbindung mit der 1. Sprechstelle zurückzukehren. In diesem Fall wird zwischen der 1.- und 2. Sprechstelle ein Sprechweg hergestellt, und das Zustandsmodell geht wieder zu dem Zustand 2seitig über.

In den beiden nächsten Zuständen führt die 2. Sprechstelle ein zweiseitiges Gespräch entweder mit der 1. Sprechstelle oder mit der 3. Sprechstelle. Das Signal (kurze Gabelbetätigung oder DTMF) der 2. Sprechstelle wirkt als ein Umschalter zwischen diesen beiden Zuständen. Wenn die 2. Sprechstelle eine Konferenzanforderung signalisiert, dann werden die Prozeduren für ein 3seitiges Gespräch eingeleitet.

1-5. Zustand 3seitig 2. SprechstelleAktiv 3. SprechstelleAktiv (Fig. 7)

In diesem Zustand wartet die 1. Sprechstelle, während die 2.- und 3. Sprechstelle in einem Sprechweg verbunden sind. In diesem Zustand sind zwei Ereignisse bedeutsam:

- Ereignis Signal zum Umschalten aus der 2. Sprechstelle erhalten

Wenn die 2. Sprechstelle eine einzige kurze Gabelbetätigung (oder eine bestimmte DTMF-Entprechung) signalisiert, dann öffnet die Vermittlung den Weg zwischen der 2.- und 3. Sprechstelle und verbindet einen Weg zwischen der 1.- und 2. Sprechstelle. Das Zustandsmodell geht dann zu einem neuen Zustand, 3seitig_1. SprechstelleAktiv_2. SprechstelleAktiv, über.

- Ereignis Signal für Konferenz aus der 2. Sprechstelle erhalten

Wenn die 2. Sprechstelle eine doppelte kurze Gabelbetätigung (oder eine bestimmte DTMF-Entprechung) signalisiert, dann erzeugt die Vermittlung eine 3- seitige Verbindung zwischen der 1.-, 2.- und 3. Sprechstelle. Das Zustandsmodell geht dann zu einem neuen Zustand, 3seitig, über.

1-6. Zustand 3seitig 1. SprechstelleAktiv 2. SprechstelleAktiv (Fig. 8)

In diesem Zustand wartet die 3. Sprechstelle, während die 1.- und 2. Sprechstelle in einem Sprechweg verbunden werden. In diesem Zustand sind zwei Ereignisse bedeutsam:

- Ereignis Signal zum Umschalten aus der 2. Sprechstelle erhalten

Wenn die 2. Sprechstelle eine einzelne kurze Gabelbetätigung (oder eine bestimmte DTMF-Entprechung) signalisiert, dann öffnet die Vermittlung den Weg zwischen der 1.-, 2.- und 3. Sprechstelle. Das Zustandsmodell kehrt dann wieder zu dem Zustand 3seitig_2. SprechstelleAktiv_3. SprechstelleAktiv zurück.

- Ereignis Signal für Konferenz aus der 2. Sprechstelle erhalten

Wenn die 2. Sprechstelle eine doppelte kurze Gabelbetätigung (oder eine bestimmte DTMF-Entprechung) signalisiert, dann erzeugt die Vermittlung eine 3- seitige Verbindung zwischen der 1.- 2.- und 3. Sprechstelle. Das Zustandsmodell geht dann zu einem neuen Zustand 3seitig über.

1-7. Zustand 3seitig (Fig. 9)

Im Zustand 3seitig sind alle drei Sprechstellen in einer 3seitigen Konferenz miteinander verbunden.

Wenn sich die 2. Sprechstelle trennt, dann wird zwischen der 1. Sprechstelle und der 3. Sprechstelle eine 2seitige Verbindung erzeugt, und das Zustandsmodell geht zu dem Zustand 2seitig_1. SprechstelleAktiv_3. SprechstelleAktiv über.

Wenn sich die 1. Sprechstelle oder die 3. Sprechstelle trennt, dann wird zwischen den beiden übrigen Sprechstellen (zwischen der 2. Sprechstelle und der 3. Sprechstelle bzw. zwischen der 1. Sprechstelle und der 2. Sprechstelle) eine 2seitige Verbindung hergestellt. Wenn sich die 3. Sprechstelle trennt, dann geht das Zustandsmodell wieder zu dem Zustand 2seitig über. Wenn sich die 1. Sprechstelle trennt, dann geht das Zustandsmodell zu dem Zustand 2seitig über, man betrachte jedoch die 3. Sprechstelle so, als ob sie die 1. Sprechstelle wäre (die ursprüngliche 1. Sprechstelle ist nicht mehr Teil der Verbindung), wobei aber nun natürlich die 2. Sprechstelle die Einleiterin der Verbindung ist.

Nicht gezeigt sind Prozeduren, die es der 2. Sprechstelle (dem Teilnehmer, der die 3seitige Konferenz hergestellt hat) ermöglichen, von der Vermittlung anzufordern, daß sie eine 2seitige Verbindung zwischen der 2. Sprechstelle und der 1. Sprechstelle (oder zwischen der 2. Sprechstelle und der 3. Sprechstelle) erzeugt, während die 3. Sprechstelle (oder 1. Sprechstelle) warten gelassen wird.

1-8. Zustand 2seitig 1. SprechstelleAktiv 3. SprechstelleAktiv (Fig. 10)

In diesem Zustand ist die 2. Sprechstelle nicht Teil der Verbindung.

Anfänglich befindet sich die Verbindung zwischen der 1.- und der 3. Sprechstelle entweder in einem Rufzustand oder in einem Sprechzustand (abhängig davon, ob sich die 2. Sprechstelle getrennt hat, bevor sich die 3. Sprechstelle gemeldet hat, oder danach; oder, im Hinblick auf das Zustandsmodell, abhängig davon, ob der vorherige Zustand 3seitig2.Sprechstelle Aktiv_3.SprechstelleAufbau oder 3seitig war).

Es sind fünf Ereignisse bedeutsam:

- Ereignis Keine_Antwort von der 3. Sprechstelle erhalten

Wenn sich die 3. Sprechstelle nicht meldet, dann hört die 1. Sprechstelle weiter einen Rufton, bis die 1. Sprechstelle eine Anforderung zur Rückgabe des Anrufs an die 2. Sprechstelle signalisiert oder sich die 1. Sprechstelle trennt. Es ist kein Zustandsübergang erforderlich.

- Ereignis Antwort von der 3. Sprechstelle erhalten

Wenn sich die 3. Sprechstelle meldet, dann stellt die Vermittlung einen Sprechweg zwischen der 1. Sprechstelle und der 3. Sprechstelle her. Es ist kein Zustandsübergang erforderlich.

- Ereignis Signal für Rückgabe an 2. Sprechstelle aus der 1. Sprechstelle erhalten

Die 3. Sprechstelle wird aus der Verbindung freigegeben (getrennt). Wenn das Umlegungsmerkmal mit Rückgabe aktiv ist, dann geht das Zustandsmodell zu dem Anruf Rückgabe-Zustand über. Wenn das Merkmal nicht aktiv ist, dann wird die Verbindung abgeschlossen und die 1. Sprechstelle getrennt.

- Ereignis Signal für Rückgabe an 2. Sprechstelle aus der 3. Sprechstelle erhalten

Wenn das Umlegungsmerkmal mit Rückgabe aktiv ist, dann geht das Zustandsmodell zu dem Anruf Rückgabe-Zustand über; wenn das Merkmal nicht aktiv ist, dann wird die Verbindung abgeschlossen und die 3. Sprechstelle getrennt.

- Ereignis Trennung aus der 1. Sprechstelle oder der 3. Sprechstelle erhalten

Wenn das Umlegungsmerkmal mit Rückgabe aktiv ist, dann geht das Zustandsmodell zu dem Anruf Rückgabe-Zustand über; wenn das Merkmal nicht aktiv ist, dann wird die Verbindung abgeschlossen und die übrigen Sprechstellen werden getrennt.

1-9. Zustand Anruf Rückgabe (Fig. 11)

Vor diesem Zustand hat sich die 1.- oder 3. Sprechstelle getrennt oder eine Anforderung zur Wiederherstellung eines Sprechwegs zu der 2. Sprechstelle (der Vermittlungskraft, die am Dienst 1 teilnimmt) angefordert. In diesem Zustand wird der 2. Sprechstelle eine Informationsnachricht gesendet, die Verbindungsprotokollinformationen aufführt. Diese Informationen ermöglichen der 2. Sprechstelle, neue Anrufe von zurückgegebenen Anrufen zu unterscheiden, gegebenenfalls Dienstgebühren zu konstruieren oder Gebühreninformationen zu der Host-Vermittlung zurückzusenden.

Wenn sich die 1.- oder 3. Sprechstelle getrennt hat und sich die 2. Sprechstelle meldet, dann geht das Zustandsmodell wieder zu dem Zustand 2seitig über, und es wird ein zweiseitiger Sprechweg zwischen der 2. Sprechstelle und der übrigen Sprechstelle hergestellt.

Wenn sich weder die 1.- noch die 3. Sprechstelle getrennt hat und sich die 2. Sprechstelle meldet, dann führt die Verbindung zu der 2. Sprechstelle zu einer 3-seitigen Verbindung, bei der die 1.-, 2.- und 3. Sprechstelle beteiligt sind, und zu einem Übergang des Zustandsmodells zu dem Zustand 3seitig.

Man beachte bitte, daß die 1. Sprechstelle durch Senden des entsprechenden Signals, z. B. einer bestimmten DTMF-Sequenz, ein Trennen der 3. Sprechstelle erzwingen kann.

Dienst 2 : SCN-Verwendung des Umleaungsmerkmals mit Rückgabe, damit der SCN Informationsübergangsknoten sein kann (Fig. 13)

Die im Dienst 2 aufgeführten Merkmale sind dieselben wie die für Dienst 1 spezifizierten:

- Umlegungsmerkmal mit Rückgabe

- Rückgabe-Umlegungstrigger, insbesondere ein Verbindungsabschlußtrigger

- Verbindungsprotokollmerkmal

- Verbindungsabschlußbenachrichtigung

Im Dienst 1 wurden diese Merkmale mit einer Person an jeder Sprechstelle vorgeführt. Im Gegensatz dazu wird im Dienst 2 die Vermittlungsperson an der 2. Sprechstelle durch einen Dienstleitungsknoten (SCN) ersetzt.

Eine Anordnung mit einem ISDN- Vermittlungssystem 300, einem Dienstleitungsknoten 400 und einer Datenbank 500 ist in Fig. 39 gezeigt. Das ISDN-Vermittlungssystem 300 ist von der aus dem US- Patent 4 592 048, ausgegeben am 27.5.1986 an M. W. Beckner et al., bekannten Art. Der Dienstleitungsknoten 400 ist von der aus "AT & T A-I-NetW Service Circuit Node (SCN) System Description" und "AT & T A-I-NetT"" Service Circuit Node (SCN) Product Technical Specifications Release 1", beide vom 15.4.1992, bekannten Art. Das System 300 umfaßt eine Steueranordnung 310, ein Vermittlungsnetz 320 und Anschlußeinheiten 330 und ist mit analogen Sprechstellenapparaten 211, 212 und 213 sowie mit nicht gezeigten anderen Sprechstellenapparaten verbunden. Das System 300 ist außerdem durch eine Anzahl von ISDN-Basisratenschnittstellenleitungen (BRI- Leitungen) mit dem Dienstknoten 400 verbunden. Der Dienstknoten 400 umfaßt einen Steuercomputer 440, ein Koppelfeld 420 und Dienstleitungen 430. Die Dienstleitungen 430 stellen die folgenden Fähigkeiten bereit: 1) Ziffernzusammenstellung, 2) Tonerkennung/- erzeugung, 3) Fax-Empfang, -Speicherung und -Sendung, 4) Sprachaufzeichnung, -speicherung und -wiedergabe, 5) Ansagen von gesprochenem Text (TTS-Ansagen), 6) Verbindungsaufbau durch das Koppelfeld 420, 7) Konferenzbrückenschaltung, 8) Umlegen auf eine Verbindung zu einem zweiten Teilnehmer und 9) Rückgabe der Verbindungssteuerung an das System 300. Die Datenbank 500 stellt ein umgekehrtes Telefonbuch bereit, das den Namen eines Anrufers bereitstellt, wenn eine Anrufernummer angegeben wird. Obwohl dies in Fig. 39 nicht gezeigt ist, kann der Dienstknoten 200 zusätzlich zu dem System 100 mit einer Mehrzahl von ISDN-Vermittlungssystemen verbunden sein. Das System 300 mit den hinzugefügten Merkmalen Umlegung mit Rückgabe und Verbindungsprotokoll werden zusammen mit dem SCN 400 als die Vermittlung 20 und die 2. Sprechstelle in Fig. 13 verwendet.

Die für den Verbindungsablauf von Fig. 14 gezeigten Merkmale können vom SCN (in diesen Beispielen der 2. Sprechstelle) verwendet werden, um Verbindungen zu einer Host-Vermittlung zurückzugeben (wodurch die Zuverlässigkeit des Dienstes vergrößert und die Verkehrskapazität vermindert wird) und dann wieder die Verbindungssteuerung zurückzugewinnen, wenn sich die 1. Sprechstelle oder die 2. Sprechstelle trennt (oder entsprechend signalisiert). Diese Merkmale ermöglichen außerdem dem SCN, als ein Informationsübergangsknoten für eine Vielfalt von externen Dienstmodulen zu wirken, die unabhängig sind und nichts von dem SCN wissen.

Dies ermöglicht mehrere Erweiterungen des oben beschriebenen grundlegenden Verbindungsablaufs:

1. Der Anruf könnte ein Inband- oder ein Außerband- Datenanruf sein. Dadurch kann das Konzept sowohl Sprach- als auch Datenanwendungen unterstützen.

2. Da viele automatisierte Systeme mit mehreren gleichzeitigen Anrufen arbeiten können, kann der oben beschriebene Verbindungsablauf so verallgemeinert werden, daß der Anrufer (die 1. Sprechstelle) nicht während des Gesprächs zwischen der 2. Sprechstelle (in diesem Fall einem SCN) und der 3. Sprechstelle (d. h. dem Dienstvertreter oder ESM) warten gelassen werden muß. Statt dessen könnte der SCN parallele Gespräche mit der 1. Sprechstelle und der 3. Sprechstelle aufrechterhalten, bevor er einen Sprechweg zwischen der 1. Sprechstelle und der 3. Sprechstelle herstellt. Wenn die 1.- oder 3. Sprechstelle eine Wiederherstellung der Verbindung mit der 2. Sprechstelle (d. h. dem SCN) anfordert, dann könnte die Wiederherstellung der Verbindung entweder eine Konferenz mit allen drei Teilnehmern oder zwei separate Verbindungen sein (1. Sprechstelle zum SCN und SCN zu 3. Sprechstelle). Diese Möglichkeit der Wiederherstellung der Verbindung kann zum Zeitpunkt des Beginns der Teilnahme bereitgestellt werden. Im Fall des SCN wird der Dienst bereitgestellt, um die Wiederherstellung der Verbindung als separate Verbindungen zu unterstützen, weil der SCN erforderlichenfalls seine eigenen Konferenzleitungen anwenden könnte.

3. Weil ein SCN als die automatisierte Vermittlungskraft verwendet wird, könnte der Dialog zwischen dem Anrufer und dem SCN Dienste ermöglichen, bei denen der SCN:

- Sprach- oder gesprochene Textansagen (z. B. Dienst- Wahlmöglichkeiten) abspielt;

- Informationen sammelt, die das Dienstverhalten beeinflussen. Zum Beispiel könnten Informationen durch

- DTMF-Ziffernempfang,

- Spracherkennung,

- Sprecherüberprüfung,

- Außerbandsignale aus einem anderen Vermittlungsamt gesammelt werden.

- Informationen zur Speicherung und nachfolgenden Analyse, Umwandlung oder Abrufung (d. h. Abspielen) sammelt, z. B.

- Sprachaufzeichnung/-wiedergabe

- ASCII-zu-Fax-Umwandlung

- Fax-Aufzeichnung/Wiedergabe

- Umwandlung von Text in Sprache

- Konferenzen erzeugt.

Die Anzahl verschiedener Dienste, die durch einen SCN unterstützt werden, ist sehr groß. Zum Beispiel kann der SCN einen Informationsübergangsknotendienst bereitstellen, bei dem Benutzerwahlen übermittelt werden. Bei der Erkennung jeder Wahl werden die Prozeduren der Umlegung mit Rückgabe ausführt, wodurch dem Benutzer ermöglicht wird, auf den gewählten Dienst zuzugreifen und nach dem Abschluß der Diensttransaktion zu dem SCN zurückzukehren.

Merkmalsbeschreibungen: A) Umlegung mit Rückgabe

Durch dieses Merkmal kann der SCN (der in der aktuellen Terminologie als eine 2. Sprechstelle wirkt) eine 1. Sprechstelle anrufen oder einen Anruf aus einer 1. Sprechstelle entgegennehmen. Der SCN kann eine Vielzahl von Dienstleitungen an die Verbindung anlegen (je nachdem, wie es durch einen bestimmten Dienstablauf erfordert wird) und letztendlich den Anruf auf eine 3. Sprechstelle (möglicherweise ein externes Dienstmodul (ESM)) umlegen. Als Teil der Umlegungsprozedur signalisiert der SCN, daß der Anruf unter vielfältigen Bedingungen an den SCN zurückgegeben werden sollte.

Zusätzlich können die Daten, wenn der SCN und die 3. Sprechstellen mit dem Anruf zusammenhängenden Daten übermitteln müssen, zu den 3. Sprechstellen entweder als Teil des Verbindungsaufbaus oder über eine RS232-Strecke, ein X.25-Netz oder durch den D-Kanal auf ISDN gesendet werden. Eine Alternative wäre das Senden der Daten über einen Sprachkanal vor der Umlegung des Anrufs der 1. Sprechstelle auf die 3. Sprechstelle.

B) Rückgabe-Umlegungstrigger

Die Wiederherstellung der Verbindung mit der 2. Sprechstelle kann auf mehrere Weisen ausgelöst werden: Trennen durch die 1.- oder 3. Sprechstelle und Signalisieren (z. B. durch kurze Gabelbetätigung oder DTMF) durch die 1.- oder 3. Sprechstelle. Wenn das Merkmal den 1. Sprechstellen oder 3. Sprechstellen ermöglicht, eine Wiederherstellung der Verbindung mit der 2. Sprechstelle zu signalisieren (z. B. durch kurze Gabelbetätigung oder DTMF), dann kann das Umlegungsmerkmal mit Rückgabe in Verbindung mit 3- seitigem Rufen wirken. Die 2. Sprechstelle kann sich aus der Konferenz trennen und dann gebeten werden, wieder zu der Konferenz zurückzukehren. In manchen Fällen kann eine 3. Sprechstelle ein ESM wie z. B. ein Mailsystem sein. Manche dieser ESMs stellen möglicherweise kein Verfahren bereit, durch das ein Anrufer von dem ESM anfordern kann, eine Trennung einzuleiten. Deshalb wird, um es der 1. Sprechstelle zu ermöglichen, eine Rückgabe an die 2. Sprechstelle (den SCN) zu signalisieren und die 3. Sprechstelle (das ESM) von dem Anruf zu trennen, ein Verbindungsabschlußtrigger benötigt.

C) Verbindungsprotokoll bei zurückgegebener Umlegung

Als Teil der Rückgabe-Umlegungsprozedur ruft die Vermittlung die 2. Sprechstelle (den SCN) mit einer Verbindungsaufbaunachricht, die die DN des Anrufers und eine Transaktions_id (möglicherweise den Konto-Code) enthält. Eine Grundnachricht wird bereitgestellt, die den Grund für die Rückgabe angibt, wie z. B. Trennen der 3. Sprechstelle, durch den Anrufer eingeleitete Rückgabe usw. Die 2. Sprechstelle (der SCN) kann dann die Verbindung unter Verwendung der entsprechenden Kundenlogik verarbeiten und das Verbindungsprotokoll und Gebührenaufzeichnungen aus intern gespeicherten Daten bestimmen (man beachte, daß die im Dienst 1 erwähnte Verbindungsprotokollfähigkeit durch einen SCN bereitgestellt werden könnte, wenn alle Anrufumlegungen zu dem SCN zurückkehren oder alle Verbindungsprotokollaufzeichnungen zu dem SCN gesendet werden).

C) Verbindungsabschlußbenachrichtigung

Wenn sich der Anrufer trennt, dann wird eine Nachricht zu der 2. Sprechstelle (dem SCN) gesendet, damit die 2. Sprechstelle (der SCN) Dienstmessungen und die Benutzung der 3. Sprechstelle verfolgen kann (falls dies für den Dienst wichtig ist).

Dienst 3: ESM-Verwendung des Umle ungsmerkmals mit Rückgabe, damit das ESM Informations- und Dienstleitungsüberganasknoten sein kann (Fig. 15)

Die in diesem Dienst aufgeführten Merkmale sind dieselben wie die für Dienst 1 spezifizierten:

- Umlegungsmerkmal mit Rückgabe

- Rückgabe-Umlegungstrigger, insbesondere ein Verbindungsabschlußtrigger

- Verbindungsprotokollmerkmal

- Verbindungsabschlußbenachrichtigung

Im Dienst 2 wurde die 2. Sprechstelle durch einen Dienstleitungsknoten betrieben. Im Gegensatz dazu verwendet der Dienst 3 ein einfaches externes Dienstmodul (Übergangsknoten-ESM) als die 2. Sprechstelle. Das Übergangsknoten-ESM ist in der Lage, gleichzeitig mehrere Anrufe entgegenzunehmen (indem es die entsprechende Steuernachricht sendet) und diese zu verschiedenen Orten umzulegen. Es ist nicht notwendig, daß das Übergangsknoten-ESM Ansageleitungen oder ein Vermittlungsnetz bereitstellt. Die 3. Sprechstellen, die die umgelegten Anrufe empfangen, können durch Dienstvertreter oder Dienstleitungs-ESMs betrieben werden, die Ansagen, Sprach- oder Fax- Aufzeichnung/Sendung usw. bereitstellen. Der Verbindungsablauf ist in Fig. 16 gezeigt.

Merkmalsbeschreibung A) Umlegung mit Rückgabe

Durch dieses Merkmal kann das Übergangsknoten- ESM (das in der aktuellen Terminologie als eine 2. Sprechstelle wirkt) eine 1. Sprechstelle anrufen oder einen Anruf aus einer 1. Sprechstelle entgegennehmen. Das ESM kann nur Anrufe für eine 3. Sprechstelle (möglicherweise eine Dienstleitung oder ein externes Dienstmodul (ESM)) entgegennehmen und umlegen. Als Teil der Umlegungsprozedur signalisiert das Übergangsknoten- ESM, daß der Anruf unter vielfältigen Bedingungen zu dem Übergangsknoten-ESM zurückgegeben werden sollte.

Wenn darüber hinaus das Übergangsknoten-ESM und die 3. Sprechstellen mit dem Anruf zusammenhängende Daten übermitteln müssen, dann könnten die Daten zu den 3. Sprechstellen entweder als Teil des Verbindungsaufbaus oder über eine RS232-Strecke, ein X.25-Netz oder durch den D-Kanal auf ISDN gesendet werden. Eine Alternative wäre das Senden der Daten über einen Sprachkanal vor der Umlegung der 1. Sprechstelle auf die 3. Sprechstelle.

B) Rückgabe-Umlegungstrigger

Die Wiederherstellung der Verbindung mit der 2. Sprechstelle kann auf mehrere Weisen ausgelöst werden: Trennen durch die 1.- oder 3. Sprechstelle und Signalisieren (z. B. durch kurze Gabelbetätigung oder DTMF) durch die 1.- oder 3. Sprechstelle. Wenn das Merkmal den 1. Sprechstellen oder 3. Sprechstellen ermöglicht, eine Wiederherstellung der Verbindung mit der 2. Sprechstelle zu signalisieren (z. B. durch kurze Gabelbetätigung oder DTMF), dann kann das Umlegungsmerkmal mit Rückgabe in Verbindung mit 3- seitigem Rufen wirken. Die 2. Sprechstelle kann sich aus der Konferenz trennen und dann gebeten werden, wieder zu der Konferenz zurückzukehren. In manchen Fällen kann eine 3. Sprechstelle ein ESM wie z. B. ein Mailsystem sein. Manche dieser ESMs stellen möglicherweise kein Verfahren bereit, durch das ein Anrufer von dem ESM anfordern kann, eine Trennung einzuleiten. Deshalb wird, um es der 1. Sprechstelle zu ermöglichen, eine Rückgabe an die 2. Sprechstelle zu signalisieren und die 3. Sprechstelle (z. B. ein Sprachspeicher-ESM) von dem Anruf zu trennen, ein Verbindungsabschlußtrigger benötigt.

C) Verbindungsprotokoll bei zurückaeaebener Umlegung

Als Teil der Rückgabe-Umlegungsprozedur ruft die Vermittlung die 2. Sprechstelle (das Übergangsknoten-ESM) mit einer Verbindungsaufbaunachricht, die die DN des Anrufers und eine Transaktions id (möglicherweise den Konto-Code) enthält. Eine Grundnachricht wird bereitgestellt, die den Grund für die Rückgabe angibt, wie z. B. Trennen der 3. Sprechstelle, durch den Anrufer eingeleitete Rückgabe usw. Die 2. Sprechstelle (das Übergangsknoten-ESM) kann dann die Verbindung unter Verwendung der entsprechenden Kundenlogik verarbeiten und das Verbindungsprotokoll und Gebührenaufzeichnungen aus intern gespeicherten Daten bestimmen (man beachte, daß die im Dienst 1 erwähnte Verbindungsprotokollfähigkeit durch ein Übergangsknoten-ESM bereitgestellt werden könnte, wenn alle Anrufumlegungen zu dem Übergangsknoten-ESM zurückkehren oder alle Verbindungsprotokollaufzeichnungen zu dem Übergangsknoten-ESM gesendet werden).

D) Verbindungsabschlußbenachrichtigung

Wenn sich die 1. Sprechstelle trennt, dann wird eine Nachricht zu der 2. Sprechstelle (dem Übergangsknoten-ESM) gesendet, damit die 2. Sprechstelle. (das Übergangsknoten-ESM) Dienstmessungen und die Benutzung der 3. Sprechstelle verfolgen kann (falls dies für den Dienst wichtig ist).

Man beachte bitte, daß in diesem Szenario die Vermittlungsperson durch ein automatisiertes System ersetzt wird. Dies ermöglicht mehrere Erweiterungen des oben beschriebenen grundlegenden Verbindungsablaufs:

1. Der Anruf könnte ein Inband- oder ein Außerband- Datenanruf sein. Dadurch kann das Konzept sowohl Sprach- als auch Datenanwendungen unterstützen.

2. Da viele automatisierte Systeme mit mehreren gleichzeitigen Anrufen arbeiten können, kann der oben beschriebene Verbindungsablauf so verallgemeinert werden, daß der Anrufer während des Gesprächs zwischen der automatisierten Vermittlungskraft (in diesem Fall einem ESM) und dem dritten Teilnehmer (d. h. einem Dienstvertreter oder einem anderen ESM) nicht warten gelassen werden muß. Statt dessen könnte die automatisierte Vermittlungskraft parallele Gespräche mit dem Anrufer und dem dritten Teilnehmer aufrechterhalten, bevor sie einen Sprechweg zwischen dem Anrufer und dem dritten Teilnehmer herstellt.


Anspruch[de]

1. Verbindungsbearbeitungsverfahren mit dem Schritt des Verbindens eines von einer ersten Sprechstelle ausgehenden Anrufs mit einer zweiten Sprechstelle, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:

Umlegung des besagten Anrufs von einer der besagten ersten und zweiten Sprechstelle zu einer dritten Sprechstelle zur Kommunikation zwischen der anderen der besagten ersten und zweiten Sprechstelle und der besagten dritten Sprechstelle, wobei die besagte eine Sprechstelle einem Teilnehmer eines Umlegungsmerkmals mit Rückgabe zugeordnet ist,

Abrufen des besagten Merkmals für den besagten Anruf,

Trennen der besagten einen Sprechstelle von dem besagten Anruf, und

automatisches Zurückgeben des besagten Anrufs zu der besagten einen Sprechstelle als Reaktion auf ein im voraus spezifiziertes Ereignis und ohne eine gewählte Rufnummer für die besagte eine Sprechstelle zu empfangen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die besagte eine Sprechstelle die zweite Sprechstelle ist und eine mit einem Vermittlungssystem verbundene Zusatzvermittlung enthält, und wobei die besagte Umlegung das Herstellen einer Verbindung zwischen der besagten ersten und dritten Sprechstelle umfaßt, die durch das besagte Vermittlungssystem, aber nicht durch die besagte Zusatzvermittlung erfolgt.

3. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß der besagte Schritt des Verbindens eines von der besagten ersten Sprechstelle ausgehenden Anrufs mit der besagten zweiten Sprechstelle weiterhin das Empfangen des besagten Anrufs aus der besagten ersten Sprechstelle umfaßt, wobei die besagte zweite Sprechstelle einem Teilnehmer eines Umlegungsmerkmals mit Rückgabe zugeordnet ist,

wobei der besagte Schritt des Umlegens des besagten Anrufs von einer der besagten ersten und zweiten Sprechstelle zu einer dritten Sprechstelle weiterhin den Schritt des Einleitens einer Umlegung des besagten Anrufs zu einer dritten Sprechstelle durch die besagte zweite Sprechstelle als die besagte eine Sprechstelle umfaßt,

wobei der besagte Abrufschritt weiterhin die Zeichengabe der besagten zweiten Sprechstelle zur Abrufung des besagten Merkmals umfaßt,

wobei der besagte Trennungsschritt weiterhin den Schritt des Sichtrennens der zweiten Sprechstelle von dem besagten Anruf umfaßt, und

wobei der besagte automatische Rückgabeschritt weiterhin das Empfangen einer automatischen Rückgabe des besagten Anrufs durch die besagte zweite Sprechstelle umfaßt, wobei die besagte Rückgabe als Reaktion auf ein im voraus spezifiziertes Ereignis erfolgt, wobei die besagte Rückgabe ohne Wählen einer Rufnummer für die besagte zweite Sprechstelle bewirkt wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß der besagte Schritt des Verbindens eines von der besagten ersten Sprechstelle ausgehenden Anrufs mit der besagten zweiten Sprechstelle weiterhin das Einleiten einer Verbindung zu der besagten zweiten Sprechstelle durch die besagte erste Sprechstelle umfaßt, wobei die besagte erste Sprechstelle die besagte eine Sprechstelle ist, die einem Teilnehmer eines Umlegungsmerkmals mit Rückgabe zugeordnet ist,

wobei der besagte Umlegungsschritt weiterhin das Einleiten, durch die besagte erste Sprechstelle, einer Umlegung des besagten Anrufs zu einer dritten Sprechstelle zur Kommunikation zwischen der besagten zweiten und dritten Sprechstelle umfaßt,

wobei der besagte Abrufschritt weiterhin die Zeichengabe der besagten ersten Sprechstelle zur Abrufung des besagten Merkmals für den besagten Anruf umfaßt,

wobei der besagte Trennungsschitt weiterhin den Schritt des Sichtrennens der besagten ersten Sprechstelle von dem besagten Anruf umfaßt, und

wobei der besagte automatische Rückgabeschritt weiterhin das Empfangen einer automatischen Rückgabe des besagten Anrufs durch die besagte erste Sprechstelle umfaßt, wobei die besagte Rückgabe als Reaktion auf ein im voraus spezifiziertes Ereignis erfolgt, wobei die besagte Rückgabe ohne Wählen einer Rufnummer für die besagte erste Sprechstelle bewirkt wird.

5. Verfahren nach Anspruch 1, 3 oder 4, wobei das besagte im voraus spezifizierte Ereignis der Empfang einer vordefinierten Zeichengabe aus einer anderen der besagten Sprechstellen ist.

6. Verfahren nach Anspruch 1, 3 oder 4, wobei das besagte im voraus spezifizierte Ereignis das Erkennen eines Belegtzustands der besagten dritten Sprechstelle ist.

7. Verfahren nach Anspruch 1, 3 oder 4, wobei das besagte im voraus spezifizierte Ereignis das Erkennen eines Keine-Antwort-Zustands der besagten dritten Sprechstelle ist.

8. Vermittlungssystem mit

einem Koppelnetz (15, 25, 10, 20, 30) und

einem Steuermittel zur Steuerung des besagten Netzes (20),

wobei das besagte Steuermittel auf einen von einer ersten Sprechstelle ausgehenden Anruf reagiert, um das besagte Netz so zu steuern, daß es den besagten Anruf mit einer zweiten Sprechstelle verbindet,

dadurch gekennzeichnet, daß

das besagte Steuermittel auf eine Umlegungsanforderung aus einer der besagten ersten und zweiten Sprechstelle reagiert, wobei die besagte eine Sprechstelle einem Teilnehmer eines Umlegungsmerkmals mit Rückgabe zugeordnet ist, um das besagte Merkmal für den besagten Anruf abzurufen und das besagte Netz so zu steuern, daß es den besagten Anruf zu einer dritten Sprechstelle umlegt, zur Kommunikation zwischen der anderen der besagten ersten und zweiten Sprechstelle und der dritten Sprechstelle,

wobei das besagte Steuermittel auf ein Trennungssignal aus der besagten einen Sprechstelle reagiert, um das besagte Netz so zu steuern, daß es die besagte eine Sprechstelle von dem besagten Anruf trennt, und

wobei das besagte Steuermittel auf ein im voraus spezifiziertes Ereignis reagiert, und ohne eine gewählte Rufnummer für die besagte eine Sprechstelle zu empfangen, um das besagte Netz so zu steuern, daß es die besagte eine Sprechstelle wieder an den besagten Anruf anschaltet.







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