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Dokumentenidentifikation DE69601541T2 26.08.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0835288
Titel FEUERBESTÄNDIGE POLYAMID-ZUSAMMENSETZUNGEN
Anmelder E.I. du Pont de Nemours and Co., Wilmington, Del., US
Erfinder KASOWSKI, Robert, Valentine, West Chester, PA 19382, US;
MARTENS, Marvin, Michael, Vienna, WV 26105-3290, US
Vertreter R.A. Kuhnen & P.A. Wacker Patentanwaltsgesellschaft mbH, 85354 Freising
DE-Aktenzeichen 69601541
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 13.06.1996
EP-Aktenzeichen 969184969
WO-Anmeldetag 13.06.1996
PCT-Aktenzeichen US9610331
WO-Veröffentlichungsnummer 9700916
WO-Veröffentlichungsdatum 09.01.1997
EP-Offenlegungsdatum 15.04.1998
EP date of grant 10.02.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.08.1999
IPC-Hauptklasse C08L 77/00
IPC-Nebenklasse C08K 13/02   

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Diese Erfindung stellt Zusammensetzungen bereit, die aliphatische Polyamide, bestimmte Wolframsäureverbindungen und einen Coagens (Zusatzstoff), wie z. B. Melamincyanurat, enthalten. Diese Zusammensetzungen weisen eine Kombination guter physikalischer Eigenschaften und verbesserter Feuerbeständigkeit auf.

TECHNISCHER HINTERGRUND

Synthetische aliphatische Polyamide, wie z. B. Nylon-6,6 und Nylon-6 und Copolymere davon, werden oft für Formteile und Fasern verwendet. In vielen Anwendungen, insbesondere für Formteile, wird es bevorzugt, wenn das Polyamid verbesserte (verglichen mit dem Polyamid allein) Beständigkeit gegenüber Feuer aufweist. Dies wird oft durch den Zusatz von verschiedenen Mitteln, die die Grundfeuerbeständigkeit des Polyamids verbessern, erreicht, aber manchmal verschlechtern oder vermindern diese Mittel andere physikalische Eigenschaften des Polyamids. Da Polyamide in breitem Umfang verwendet werden, werden Zusammensetzungen, die verbesserte Feuerbeständigkeit aufweisen, aber noch die erwünschten physikalischen Eigenschaften des Polyamids behalten, ständig gesucht.

Die deutschen Patentschriften 2150484 und 2130793 und A. E. Lipska, Comb. Inst. Arizona State Univ., West. State Sect. Combust. Inst. WSCI, 1973, berichten, daß bestimmte Wolframverbindungen auf verschiedene Weise verwendet werden können, um die Feuerbeständigkeit von Polyamiden zu verbessern. Die Kombinationen von Mitteln, die nachstehend beschrieben werden, werden in diesen Dokumenten nicht offenbart.

Die US-Patentschrift 4298518 offenbart Zusammensetzungen, die Polyamide und Melamincyanurat enthalten, die gute Feuerbeständigkeit besitzen sollen. Wolframverbindungen werden in dieser Patentschrift nicht erwähnt.

Die US-Patentschrift 3458470 offenbart Zusammensetzungen, die Polyamide und eine Anzahl von Wolfram- oder Molybdänverbindungen, einschließlich Kiesel- und Phosphorwolframsäuren, enthalten. Diese Zusammensetzungen sollen gute Beständigkeit gegenüber Entfärbung besitzen und lichtbeständig sein.

Offensichtlich ist, was gebraucht wird, eine feuerbeständige Polyamidzusammensetzung, die die Probleme und Unzulänglichkeiten des Standes der Technik nicht hat. Andere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden dem Fachmann in bezug auf die ausführliche Beschreibung der Erfindung, die nachstehend folgt, ersichtlich.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Diese Erfindung stellt eine Zusammensetzung bereit, umfassend:

(a) ein synthetisches, aliphatisches Polyamid;

(b) 0,1 bis 6 Gewichtsprozent eines Metallwolframsäuresalzes oder einer komplexen Oxidsäure von Wolfram und einem Nichtmetall: und

(c) 2 bis 6 Prozent des Gesamtgewichts eines oder mehrerer Zusatzstoffe, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Melamincyanurat, Uracil, Xanthin und Oxamid, und wobei alle Gewichtsprozente sich auf das Gesamtgewicht von (a) + (b) + (c) beziehen.

Es wird hier auch eine Zusammensetzung beschrieben, umfassend das Produkt, das durch das Inkontaktbringen von Kieselwolframsäure oder Phosphorwolframsäure mit Melamin in wäßrigem Medium, wobei das Molverhältnis des Melamins zu der Kieselwolframsäure oder Phosphorwolframsäure 28 : 1 bis 1 : 1 beträgt, hergestellt wird.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Die Zusammensetzung, die hier beschrieben wird, hat drei notwendige Bestandteile. Einer von diesen ist ein synthetisches, in Polymer, das künstlich hergestellt wird, und schließt natürliche Fasern, wie z. B. Wolle oder Seide, nicht ein. Ein "aliphatisches Polyamid" bedeutet ein Polymer, das Grundeinheiten, welche in der Hauptkette Amidgruppen einschließen, besitzt und in dem zumindest einige, vorzugsweise mindestens 50 Molprozent, dieser Amidgruppen (durch die Stickstoffatome und/oder Carbonylkohlenstoffatome der Amidgruppen) an aliphatische Kohlenstoffatome gebunden sind. Zu bevorzugten Polyamiden gehören Nylon-6,6, Nylon-6, Nylon-12,12 und Copolymere von Nylon-6,6 und Nylon-6. Nylon- 6,6 und Nylon-6 und Copolymere davon werden besonders bevorzugt, und Nylon-6,6 wird stärker bevorzugt.

Ein anderer wesentlicher Bestandteil der erfindungsgemäßen Zusammensetzung ist ein Metallsalz einer Wolframsäure oder eine komplexe Oxidsäure von Wolfram und einem Nichtmetall. Zu bevorzugten Metallsalzen gehören Alkalimetallsalze einer Wolframsäure, wobei Natriumwolframat besonders bevorzugt wird. Eine komplexe Oxidsäure von Wolfram und einem Nichtmetall bedeutet eine komplexe Oxidsäure, die von einem Nichtmetall, wie z. B. Phosphor oder Silicium, und Wolfram gebildet wird. Zu bevorzugten komplexen Oxidsäuren gehören Kieselwolframsäure und Phosphorwolframsäure, wobei Kieselwolframsäure besonders bevorzugt wird. Es wird bevorzugt, daß die Zusammensetzung 0,2 bis 4 Gewichtsprozent der Wolframverbindung, bezogen auf das Gesamtgewicht der wesentlichen Bestandteile, enthält, und wenn Kieselwolframsäure verwendet wird, sind 0,2 bis 1,0 Gewichtsprozent ein stärker bevorzugter Bereich.

Der andere wesentliche Bestandteil der erfindungsgemäßen Zusammensetzung ist ein Zusatzstoff, der aus Melamincyanurat. Uracil, Xanthin oder Oxamid ausgewählt wird. Melamincyanurat und Xanthin werden bevorzugt, wobei Melamincyanurat besonders bevorzugt wird. Wenn Melamincyanurat verwendet wird, können außerdem bis zu 3 Gewichtsprozent (bezogen auf das Gesamtgewicht der wesentlichen Bestandteile) eines mehrwertigen Alkohols vorhanden sein. Es wird bevorzugt, daß der mehrwertige Alkohol Pentaerythrit ist. Es wird auch bevorzugt, daß in der Zusammensetzung 2 bis 4 Gewichtsprozent des Zusatzstoffes vorhanden sind. Obwohl die Anmelder sich durch das folgende nicht gebunden fühlen, wird die Hypothese aufgestellt, daß die Zusatzstoffe (wenigstens teilweise) wirken, indem sie unter Brennbedingungen Gas(e) bilden.

Die Bestandteile (b) und (c) (die Wolframverbindung und der Zusatzstoff) können auch als Verbindung oder Mischung, in welchen die Bestandteile vorgemischt sind und/oder miteinander vorreagiert haben, zugegeben werden, so lange, wie die endgültigen Mengen von (b) und (c) in der beanspruchten Zusammensetzung innerhalb der erforderlichen Bereiche liegen. Zum Beispiel kann man in wäßrigem Medium Kieselwolframsäure oder Phosphorwolframsäure im Molverhältnis von etwa 1 bis etwa 24 Mol Melamin pro Mol der Wolframverbindung in Kontakt bringen, wobei "Melaminsalze" der Wolframsäuren hergestellt werden. Es wird bevorzugt, daß das Inkontaktbringen bei etwa 50ºC bis etwa 100ºC ausgeführt wird. Es wird angenommen, daß das Melamin mit der verwendeten Wolframverbindung nicht nur Salze bildet, sondern das entstehende Salz auch solvatisiert, ganz wie Wasser Hydrate bildet. Cyanursäure kann ebenfalls vorhanden sein, so daß das Melamin ein "gemischtes Salz" mit Cyanursäure und der Kiesel- oder Phosphorwolframsäure bildet.

Die Zusammensetzungen, die hierin beschrieben werden, haben, verglichen mit dem Polyamid allein, verbesserte Feuerbeständigkeit und sind besonders verwendbar als Preßharze für die Herstellung von Teilen, wie z. B. elektrische und elektronische Teile, wie z. B. Spulen, Spulenkörper, Verbindungsstücke, Befestiger, und für Teile in Geräten, wie z. B. Schalter. Diese Zusammensetzungen behalten ebenfalls die guten physikalischen Eigenschaften der Polyamide (d. h. wünschenswerte mechanische Eigenschaften), insbesondere Zähfestigkeit. Es kann grob geschätzt werden, daß Zähfestigkeit proportional dem Produkt von Zugfestigkeit und Dehnung ist, so daß das Polymer um so fester ist, je höher entweder eines oder beide von diesen sind. Wie aus den Beispielen und Vergleichsbeispielen, die nachstehend folgen, ersichtlich ist, senkt die Kombination der Wolframverbindung und des Zusatzstoffes die Dehnung der Polymerzusammensetzung nicht drastisch, während gleichzeitig eine Verbindung geschaffen wird, die eine Brennbarkeitsbewertung von V-0 hat. Dieses ist eine außergewöhnliche und wertvolle Kombination von Eigenschaften, die mit jeder Komponente des flammenhemmenden Systems allein gewöhnlich nicht erreichbar ist. So wird in gewissem Sinne eine synergistische Wirkung erhalten. Es wird bevorzugt, daß die Zusammensetzung genügend feuerbeständig ist, so daß sie im Test UL-94 des "Underwriters Laboratory" (Laboratorium der Versicherer) bei einer Dicke von 0,16 cm (1/16 Inch) eine Bewertung von V-0 hat. Es wird auch bevorzugt, daß die Zusammensetzung eine Reißdehnung von ungefähr 10% oder mehr hat, wenn unter Anwendung des ASTM-Verfahrens D-638 gemessen wird.

Es wird bevorzugt, daß die Wolframverbindung und der Zusatzstoff relativ gut in dem Polyamid dispergiert sind. Der bevorzugte Dispersionsgrad kann erreicht werden, indem die Zusammensetzung in einem von einer Anzahl verschiedener Typen von Geräten, die gewöhnlich verwendet werden, um Materialien in Polymeren zu dispergieren, hergestellt wird. Zum Beispiel kann ein Doppelschneckenextruder mit geeigneten mischenden Schneckenabschnitten verwendet werden, um die Bestandteile beim Schmelzen zufriedenstellend zu mischen. Es wird auch angenommen, daß die Dispergierung der Wolframverbindung und des Zusatzstoffes im Polymer unterstützt wird, indem von einer Wolframverbindung und/oder einem Zusatzstoff mit relativ kleinen Teilchengrößen ausgegangen wird.

In den folgenden nichtbegrenzenden Beispielen werden die folgenden Abkürzungen verwendet:

MC - Melamincyanurat

PTA - Phosphorwolframsäure

STA - Kieselwolframsäure

In den Beispielen bezeichnet Zytel® 101 eine Formpreßqualität von Nylon-6,6, im Handel erhältlich von E. I. du Pont de Nemours and Company. Wilmington, DE. USA. Das Polymer wurde vor dem Formpressen oder Extrudieren unter Standardbedingungen getrocknet.

In den Beispielen 1-5 wurden die Extrusionen auf einem 30-mm- Doppelschneckenextruder von Werner & Pfleiderer unter Verwendung einer Schneckenausführung mit einer Schneckenstärke im mittleren Bereich, bei einer Schmelztemperatur von 270-300ºC und bei Geschwindigkeiten von 11,3-15,9 kg pro Stunde durchgeführt. Die Stäbe wurden auf einer 0,043 kg (1,5 oz)-Formpreßmaschine formgepreßt. Es wurden Standardformpreßbedingungen für Nylon-6,6 verwendet.

BEISPIEL 1

Preßharz Zytel® 101, zu feinem Pulver gemahlen, wurde mit PTA (3 Gew.-% von Nylon), Melamincyanurat (3 Gew.-% von Nylon) und 1% Pentaerythrit (1 Gew.-% von Nylon) gemischt. Die Bestandteile wurden in einer Trommel sorgfältig dispergiert. Das Gemisch wurde in einem Doppelschneckenextruder mit einen Vakuumstutzen compoundiert. Das extrudierte Material wurde dann zu Stäben formgepreßt, wobei derartige Stäbe 0,16 cm dick, 13,3 cm (5,25") lang und 1,27 cm (0,5") breit waren. Die Stäbe wurden dann dem Test auf Brennbarkeit UL-94 unterworfen. Es wurde eine Bewertung von V-0 erhalten.

VERGLEICHSBEISPIEL A

Preßharz Zytel® 101, zu feinem Pulver gemahlen, wurde mit PTA (3 Gew.-% von Nylon) gemischt. Die Bestandteile wurden in einer Trommel sorgfältig dispergiert. Das Gemisch wurde in einem Doppelschneckenextruder mit einen Vakuumstutzen compoundiert. Das extrudierte Material wurde dann zu Stäben formgepreßt, wobei derartige Stäbe 0,16 cm dick. 13,3 cm lang und 1,27 cm breit waren. Die Stäbe wurden dann dem Test auf Brennbarkeit UL- 94 unterworfen. Eine Bewertung von V-0 wurde nicht erhalten.

BEISPIEL 2

Preßharz Zytel® 101, zu feinem Pulver gemahlen, wurde mit PTA (3 Gew.-% von Nylon) und Uracil (3 Gew.-% von Nylon) gemischt. Die Bestandteile wurden in einer Trommel sorgfältig dispergiert. Das Gemisch wurde in einem Doppelschneckenextruder mit einen Vakuumstutzen compoundiert. Das extrudierte Material wurde dann zu Stäben formgepreßt, wobei derartige Stäbe 0,16 cm dick, 13,3 cm lang und 1,27 cm breit waren. Die Stäbe wurden dann dem Test auf Brennbarkeit UL-94 unterworfen. Es wurde eine Bewertung von V-0 erhalten.

BEISPIEL 3

Preßharz Zytel® 101, zu feinem Pulver gemahlen, wurde mit PTA (3 Gew.-% von Nylon) und Xanthin (3 Gew.-% von Nylon) gemischt. Die Bestandteile wurden in einer Trommel sorgfältig dispergiert. Das Gemisch wurde in einem Doppelschneckenextruder mit einem Vakuumstutzen compoundiert. Das extrudierte Material wurde dann zu Stäben formgepreßt, wobei derartige Stäbe 0,16 cm dick. 13,3 cm lang und 1,27 cm breit waren. Die Stäbe wurden dann dem Test auf Brennbarkeit UL-94 unterworfen. Es wurde eine Bewertung von V-0 erhalten.

BEISPIEL 4

Preßharz Zytel® 101, zu feinem Pulver gemahlen, wurde mit PTA (3 Gew.-% von Nylon) und Oxamid (3 Gew.-% von Nylon) gemischt. Die Bestandteile wurden in einer Trommel sorgfältig dispergiert. Das Gemisch wurde in einem Doppelschneckenextruder mit einem Vakuumstutzen compoundiert. Das extrudierte Material wurde dann zu Stäben formgepreßt, wobei derartige Stäbe 0,16 cm dick, 13,3 cm lang und 1,27 cm breit waren. Die Stäbe wurden dann dem Test auf Brennbarkeit UL-94 unterworfen. Es wurde eine Bewertung von V-0 erhalten.

BEISPIEL 5

Preßharz Zytel® 101, zu feinem Pulver gemahlen, wurde mit PTA (3 Gew.-% von Nylon) und Melamincyanurat (3 Gew.-% von Nylon) gemischt. Die Bestandteile wurden in einer Trommel sorgfältig dispergiert. Das Gemisch wurde in einem Doppelschneckenextruder mit einem Vakuumstutzen compoundiert. Das extrudierte Material wurde dann zu Stäben formgepreßt, wobei derartige Stäbe 0,16 cm dick, 13,3 cm lang und 1,27 cm breit waren. Die Stäbe wurden dann dem Test auf Brennbarkeit UL-94 unterworfen. Es wurde eine Bewertung von V-0 erhalten.

ERFINDUNGSGEMÄßE BEISPIELE 6-13 UND VERGLEICHSBEISPIELE B-G

In diesen erfindungsgemäßen Beispielen und Vergleichsbeispielen wurden die (in Tabelle 1) aufgeführten Gewichte von STA, PTA, MC und von (unter "kg Nylon-6,6") gemahlenem Zytel® 101 15 min lang in einer trockenen Trommel vorgemischt. Das Gemisch wurde dann durch einen Dosierstutzen des Zylinderabschnitts Eins eines 28-. 30- oder 58- mm-Doppelschneckenextruders unter Verwendung einer Volumendosiervorrichtung mit einer Geschwindigkeit von 3,4 kg/h zugeführt. Gleichzeitig wurden in den gleichen Zylinderabschnitt unter Verwendung eines Gewichtsverlustdosierers auch 10,2 kg/h Zytel® 101 zugeführt. Die aufgeführten Gewichtsprozente jedes der Bestandteile in diesem Gesamtgemisch sind in Tabelle 1 angegeben.

Diese Gemische wurden dann unter Verwendung von typischen Spritzgießmaschinen, im Bereich von Maschinen in Laboratoriumsgröße bis zu Maschinen in technischer Größe, zu Stäben formgepreßt. Die Schmelztemperaturen betrugen typischerweise etwa 275-295ºC, und die Formpreßtemperaturen betrugen typischerweise 45-100ºC. Ebenfalls in Tabelle 1 angegeben ist die Brennbarkeitsbewertung in dem UL-94-Test bei 0,16 cm Dicke und die Prozent Reißdehnung, wenn unter Verwendung des Tests ASTM D-638 getestet wird.

TABELLE 1

a Das verwendete gemahlene Polymer war ein Gemisch von 90% Nylon-6,6 und 10% Nylon-6. Das dem Extruder direkt zugeführte reine Nylon war ein Copolymer von 85 Molprozent Nylon-6,6 und 15 Molprozent Nylon-6.

b Das gesamte verwendete Nylon war ein Gemisch von 90% Nylon-6,6 und 10% Nylon-6.

BEISPIEL 14

In einem Becherglas wurden unter Rühren 24 g STA in 50 g Wasser aufgelöst, und dann wurden 12 g Cyanursäure hinzugefügt. In einem gesonderten Becherglas wurden 48 g Melamin in 50 g Wasser gelöst. Beide Lösungen wurden auf 80ºC erwärmt. Beide Lösungen wurden unter kräftigem Rühren zusammengegeben und dann 1 h lang gerührt. Das feste Produkt wurde von der wäßrigen Lösung abfiltriert und getrocknet.

BEISPIEL 15

In einem Becherglas wurden 150 g STA in 50 g Wasser gelöst. In einem anderen Becherglas wurde eine Aufschlämmung von 188 g Melamin in 170 g Wasser hergestellt. Die Inhalte beider Bechergläser wurden auf 80ºC erwärmt, miteinander vermischt und dann unter Erwärmen 1 h lang schnell gerührt. Das feste Produkt wurde abfiltriert und zu einem Pulver getrocknet.

BEISPIEL 16

Unter Anwendung einer Verfahrensweise, die der von Beispiel 15 ähnlich war, wurde aus 150 g PTA und 188 g Melamin ein Phosphorwolframsäuresalz von Melamin hergestellt.

BEISPIEL 17

Unter Anwendung der Verfahrensweise der Beispiele 6-11 wurde eine Zusammensetzung hergestellt, die 3 Gewichtsprozent der in Beispiel 15 hergestellten Zusammensetzung enthielt. Sie hatte bei 0,16 cm Dicke eine UL-94-Bewertung von V-0. Sie hatte eine Reißdehnung von 11%.

BEISPIEL 18

Unter Anwendung der Verfahrensweise der Beispiele 6-11 wurde eine Zusammensetzung hergestellt, die 3 Gewichtsprozent der in Beispiel 16 hergestellten Zusammensetzung enthielt. Sie hatte bei 0,16 cm Dicke eine UL-94-Bewertung von V-0. Sie hatte eine Reißdehnung von 13%.

BEISPIEL 19

Unter Anwendung der Verfahrensweise der Beispiele 1-5 wurde ein Gemisch von 90 Gewichtsprozent Nylon-6,6 und 10 Gewichtsprozent des Produkts aus Beispiel 14 hergestellt. 0,16 cm dicke Stäbe hatten eine UL-94-Bewertung von V-0.

Obwohl in der vorhergehenden Beschreibung besondere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben worden sind, ist für den Fachmann selbstverständlich, daß die Erfindung zu zahlreichen Modifizierungen. Austauschen und Umstellungen imstande ist, ohne vom Geist oder wesentlichen Merkmalen der Erfindung abzuweichen. Bezugnahme sollte auf die beigefügten Patentansprüche anstatt auf die vorhergehende Beschreibung erfolgen, um den Umfang der Erfindung anzuzeigen.


Anspruch[de]

1. Zusammensetzung, umfassend:

(a) ein synthetisches, aliphatisches Polyamid:

(b) 0,1 bis 6 Gewichtsprozent eines Metallwolframsäuresalzes oder einer komplexen Oxidsäure von Wolfram und einem Nichtmetall; und

(c) 2 bis 6 Prozent des Gesamtgewichts eines oder mehrerer Coagenzien, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Melamincyanurat, Uracil, Xanthin und Oxamid, und wobei alle Gewichtsprozente sich auf das Gesamtgewicht von (a) + (b) + (c) beziehen.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei (b) Phosphorwolframsäure oder Kieselwolframsäure ist.

3. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei (b) ein Alkalimetallsalz von Wolframsäure ist.

4. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei 0,2 bis 4 Gewichtsprozent von (b) vorhanden sind.

5. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das Coagens Melamincyanurat oder Xanthin ist.

6. Zusammensetzung nach Anspruch 5, wobei das Coagens Melamincyanurat ist.

7. Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei das Coagens Melamincyanurat ist.

8. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei (b) Kieselwolframsäure ist, vorhanden in einer Menge von 0,2 bis 1,0 Gewichtsprozent.

9. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei 2 bis 4 Gewichtsprozent des Coagens vorhanden sind.

10. Zusammensetzung nach Anspruch 7, wobei 2 bis 4 Gewichtsprozent des Coagens vorhanden sind und (b) Kieselwolframsäure, vorhanden in einer Menge von 0,2 bis 1,.0 Gewichtsprozent, ist.

11. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das Polyamid aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Nylon-6,6, Nylon-6 und Copolymeren davon besteht.

12. Zusammensetzung nach Anspruch 10, wobei das Polyamid Nylon-6,6 ist.

13. Zusammensetzung nach Anspruch 8, wobei das Polyamid Nylon-6,6 ist.

14. Zusammensetzung nach Anspruch 1, die bei 0,16 cm Dicke in dem Brennbarkeitstest UL-94 des "Underwriters Laboratory" (Laboratorium der Versicherer) eine Bewertung von V-0 hat.

15. Zusammensetzung nach Anspruch 2, die bei 0,16 cm Dicke in dem Brennbarkeitstest UL-94 des "Underwriters Laboratory" eine Bewertung von V-0 hat.

16. Zusammensetzung nach Anspruch 12, die bei 0,16 cm Dicke in dem Brennbarkeitstest UL-94 des "Underwriters Laboratory" eine Bewertung von V-0 hat.

17. Zusammensetzung nach Anspruch 7, wobei außerdem bis zu 3 Gewichtsprozent eines mehrwertigen Alkohols vorhanden sind.

18. Zusammensetzung nach Anspruch 17, wobei der mehrwertige Alkohol Pentaerythrit ist.

19. Zusammensetzung nach Anspruch 10, die bei 0,16 cm Dicke in dem Brennbarkeitstest UL-94 des "Underwriters Laboratory" eine Bewertung von V-0 hat.

20. Zusammensetzung, umfassend das Produkt, das durch Inkontaktbringen von Kieselwolframsäure oder Phosphorwolframsäure mit Melamin in wäßrigem Medium, wobei das Molverhältnis des Melamins zu der Kieselwolframsäure oder Phosphorwolframsäure 28 : 1 bis 1 : 1 beträgt, hergestellt wird.

21. Zusammensetzung nach Anspruch 20, wobei während des Inkontaktbringens außerdem Cyanursäure vorhanden ist.







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