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Dokumentenidentifikation DE19718850C2 09.09.1999
Titel Topfbürste
Anmelder Fa. Fritz Thaler jun., 42719 Solingen, DE
Erfinder Thaler, Siegfried, 42719 Solingen, DE
Vertreter Patentanwälte Lippert, Stachow, Schmidt & Partner, 42651 Solingen
DE-Anmeldedatum 03.05.1997
DE-Aktenzeichen 19718850
Offenlegungstag 11.12.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.1999
IPC-Hauptklasse A46B 7/08
IPC-Nebenklasse A46B 9/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Topfbürste zum Entgraten von Metall- oder Holzbauteilen oder dergleichen, im wesentlichen bestehend aus einem als Rotationskörper ausgebildeten Bürstenkörper mit von diesem aufgenommenem Besatzmaterial, das als um die Rotationsachse herum angeordneter Besatzkranz ausgebildet ist, wobei der Bürstenkörper durch zwei ineinandergepreßte topf- oder napfförmige Metallteile gebildet wird, die zwischen sich das Besatzmaterial aufnehmen, so daß dieses einen in etwa topfartigen oder napfartigen Besatzkranz bildet.

Bei bekannten Rotationsbürsten ist das Besatzmaterial in Form von Borsten kegelförmig oder zylindrisch in mehr oder weniger dicken Büscheln oder homogen verteilt an einem Bürstenkörper angeordnet, der zur Einspannung in eine Maschine ausgebildet ist. Es ist beispielsweise bekannt, das Besatzmaterial durch Klammern, Einziehen, Kleben oder dergleichen zu befestigen. Weiterhin sind als Bürstenkörper Kunststoffteller mit Löchern bekannt, die den Besatz beispielsweise in Form von Drahtborsten in diesen Löchern aufnehmen. Dieser Drahtbesatz hat eine geringe Standzeit, die Borsten bzw. Drähte brechen vorzeitig ab, da der Draht keine Bewegungsfreiheit in den Löchern des Bürstenkörpers hat und der Biegeradius der Borsten bei Beanspruchung recht klein ist.

Zur Vermeidung dieser Nachteile ist man dazu übergegangen, das Besatzmaterial zwischen einem topfförmigen Außenring und einem topfförmigen Innenring aus Metall zu verpressen, so daß ein ringförmiger Besatzkranz entsteht. Hierdurch sind zwar die eingangs genannten Nachteile weitestgehend behoben, jedoch ist die durch den Besatzkranz vorgegebene Bearbeitungszone sehr klein, da der Kranz konstruktionsbedingt sehr schmal ausgebildet ist.

Eine Topfbürste der vorstehend genannten Art ist beispielsweise aus der DE-PS 11 14 465 bekannt. Dort ist eine schnell umlaufende Topfbürste mit Borstenbesatz aus gedrallten Stahldrahtbündeln bekannt, die von einer mit Bohrungen versehenen Ringscheibe aufgenommen werden. Die Topfbürste hat eine topf- oder kappenartige Ummantelung, die als Außentopf der eingangs genannten Art angesehen werden kann und die die Drahtbündel nach außen abstützt. Weiterhin ist eine napfförmige oder topfförmige Innanabstützung vorgesehen, die mit dem Innentopf der eingangs genannten Art vergleichbar ist. Die Stahldrahtbündel bilden einen ringförmigen Besatzkranz, der die vorstehend erwähnten Nachteile aufweist.

Aus der FR 26 53 314 A1 ist eine Topfbürste bekannt, bei welcher ein Besatzmaterial aus mehreren im Durchmesser abgestuften kreisrunden Scheiben verwendet wird, das beim Einsetzen in den Topf, der durch mehrere Ringe gebildet wird, aufgrund seiner Kreisform Falten wirft. Hieraus ergibt sich ein wellenlinienförmiger Verlauf des Besatzkranzes, der mehr oder weniger zufällig aufgrund der gegebenen Eigenschaften des Besatzmaterials erzielt wird.

Aufgabe der Erfindung ist daher, eine Rotionsbürste der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher die Bearbeitungsfläche unter Beibehaltung der Vorzüge der bekannten Stahlkörper-Topfbürsten erhöht ist.

Die Aufgabe wird durch eine Rotationsbürste nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 gelöst, die sich dadurch auszeichnet, daß der Bürstenkörper mehrere an seinem äußeren Umfang verteilt angeordnete Einbuchtungen aufweist, die in dem als Außentopf ausgebildeten Metallteil vorgesehen sind und derart ausgebildet sind, daß der Besatzkranz in etwa durchgehend wellenlinienförmig verlaufend eine mit Abstand von der Rotationsachse verlaufende gedachte Kreislinie in regelmäßigen Abständen schneidet. Dadurch, daß der Besatzkranz über den Umfang der Rotationsbürste einen wechselnden Abstand zum Rotationszentrum bzw. zur Rotationsachse der Bürste aufweist, wird der aus der Rotation der Bürste resultierende Bearbeitungskranz bzw. die effektive Bearbeitungsfläche erheblich vergrößert. Hierdurch wird die Bearbeitungszeit verringert und die Standzeit der Bürste erhöht. Die Bürste hat eine insgesamt höhere Leistung. Die sonst übliche konische Erweiterung des Besatzkranzes in Richtung auf die zu bearbeitende Fläche zur Vergrößerung der Bearbeitungsfläche ist nicht mehr erforderlich. Zur Gewährleistung dieser Verbreiterung war bislang eine bestimmte Höhe des Besatzkranzes bzw. eine bestimmte Länge der verpreßten Borsten zwingend erforderlich. Aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung des Besatzkranzes verringert sich die zumindest erforderliche Höhe des Besatzkranzes beträchtlich. Es ist nur eine außerordentlich geringe Menge an Besatzmaterial zur Erzielung einer großen wirksamen Kranzfläche bei Rotation der Bürste erforderlich.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist der Besatz in Bezug auf die Rotationsachse in sich in Umfangsrichtung des Bürstenkörpers ändernden Winkelstellungen angeordnet. Hierdurch wird weiterhin die wirksame Bearbeitungsfläche der Bürste erhöht und somit die Leistung der Bürste gesteigert.

Die Ausrichtung der den Besatz bildenden Borsten im Bezug auf die Rotationsachse ist vorzugsweise durch die Einbuchtung der Umfangsfläche des Außentopfs vorgegeben. Die Einbuchtungen oder äußeren Dellen können beispielsweise durch sich gegenüberliegend angeordnete Werkzeuge in den Bürstenkörper eingepreßt worden sein.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.

Es zeigen die:

Fig. 1 eine Unteransicht der Rotationsbürste gemäß der Erfindung und

Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linien II-II in Fig. 1.

Wie aus den Figuren ohne weiteres ersichtlich ist, ist die Rotationsbürste gemäß der Erfindung als Stahlkörper-Topfbürste ausgebildet, die im wesentlichen aus einem Außentopf 1, einem Innentopf 2 und einem als Borstenkranz ausgebildetem Besatzkranz 3 besteht. Als Besatz kommen nicht notwendigerweise nur Stahl-, Kunststoff- oder Naturborsten in Frage, es ist vielmehr jedwede Art von Besatz denkbar. Der Außentopf 1 und der Innentopf 2 bestehen aus Stahl und bilden den Bürstenkörper 4, der zur Einspannung in einer Maschine zwecks rotierender Bearbeitung eines Bauteils mit einer Aufnahme 5 versehen ist. Anstelle dieser Aufnahme kann auch ein zu einem Spannfutter einer Maschine passender Bolzen vorgesehen sein.

Der aus Borsten bestehende Besatzkranz 3 ist durch Verpressen zwischen Innentopf 2 und Außentopf 1 gehalten.

Der Verlauf des Besatzkranzes ist durch die strichpunktierten Linien in Fig. 1 angedeutet. Der Besatzkranz 3 erstreckt sich in etwa wellenlinienförmig über den Umfang des Bürstenkörpers 4 in einem Abstand von der Rotationsachse 6. Dieser wellenlinienförmige Verlauf des Besatzkranzes 3 wird durch vier am Umfang des Außentopfs 1 verteilt angeordnete Einbuchtungen 7 bzw. Dellen erreicht, welche mittels sich gegenüberliegend angeordneter Preßwerkzeuge in den Außentopf 1 hineingedrückt wurden. Hierdurch wird ohne Materialmehraufwand eine Verbreiterung der wirksamen Bearbeitungszone der Bürste bei Rotation um nahezu das Doppelte erzielt.

Im Bereich des undeformierten Außentopfs 1 sind die den Besatz bildenden Borsten 8 gleichermaßen wie die Flanke 9 des Außentopfs 1 nach außen geneigt angeordnet. Darüber hinaus sind die Borsten 8 zueinander gespreizt angeordnet, so daß sich der Besatzkranz 3 in Richtung auf das zu bearbeitende Werkstück verbreitert. Im Bereich der Einbuchtungen 7 sind die äußeren Borsten 8 des Besatzkranzes 3 in etwa parallel zur Rotationsachse 6 verlaufend angeordnet, wohingegen die inneren Borsten 8 des Besatzkranzes 3 in diesen Bereichen leicht in Richtung auf die Rotationsachse 6 geneigt sind. Dies ist andeutungsweise der Fig. 2 zu entnehmen. Hierdurch ergibt sich in vorteilhafter Art und Weise, daß der Besatz in Bezug auf die Rotationsachse 6 in sich in Umfangsrichtung des Bürstenkörpers 4 ändernden Winkelstellungen angeordnet ist.

Bezugszeichenliste

1Außentopf

2Innentopf

3Besatzkranz

4Bürstenkörper

5Aufnahme

6Rotationsachse

7Einbuchtungen

8Borsten

9Flanke


Anspruch[de]
  1. 1. Topfbürste zum Entgraten von Metall- oder Holzbauteilen oder dergleichen, im wesentlichen bestehend aus einem als Rotationskörper ausgebildeten Bürstenkörper (4) mit von diesem aufgenommenem Besatzmaterial, das als um die Rotationsachse herum angeordneter Besatzkranz (3) ausgebildet ist, wobei der Bürstenkörper (4) durch zwei ineinandergepreßte topf- oder napfförmige Metallteile gebildet wird, die zwischen sich das Besatzmaterial aufnehmen, so daß dieses einen in etwa topfartigen oder napfartigen Besatzkranz (3) bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der Bürstenkörper (4) mehrere an seinem äußeren Umfang verteilt angeordnete Einbuchtungen (7) aufweist, die in dem als Außentopf (1) ausgebildeten Metallteil vorgesehen sind und derart ausgebildet sind, daß der Besatzkranz (3) in etwa durchgehend wellenlinienförmig verlaufend eine mit Abstand von der Rotationsachse verlaufende gedachte Kreislinie in regelmäßigen Abständen schneidet.
  2. 2. Topfbürste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Besatz in Bezug auf die Rotationsachse (6) in sich in Umfangsrichtung des Bürstenkörpers (4) ändernden Winkelstellungen angeordnet ist.
  3. 3. Topfbürste nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrichtung der den Besatz bildenden Borsten (8) in Bezug auf die Rotationsachse (6) durch die Einbuchtung der Umfangsfläche des Außentopfs (1) vorgegeben ist.
  4. 4. Topfbürste nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wellenlinienförmige Anordnung des Besatzkranzes (3) durch Verformung des Bürstenkörpers (4) erhalten wurde.






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