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Dokumentenidentifikation DE19809683A1 09.09.1999
Titel Zusatzgehäuse zur Halterung eines Entfernungsmeßgerätes
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Schmidt, Dierk, 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE;
Luginsland, Jürgen, 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE;
Stierle, Joerg, 71111 Waldenbuch, DE;
Wolf, Peter, 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE
DE-Anmeldedatum 06.03.1998
DE-Aktenzeichen 19809683
Offenlegungstag 09.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.1999
IPC-Hauptklasse G01C 3/02
IPC-Nebenklasse G01D 11/24   
Zusammenfassung Es wird ein Zusatzgehäuse zur Aufnahme eines Entfernungsmeßgeräts (10) vorgeschlagen, das als Hohlkörper ausgebildet ist und eine Einführöffnung (41) zum Einsetzen des Entfernungsmeßgerätes (10) aufweist. Das Zusatzgehäuse (20) ist mit einer Gewindebuchse (35) zur Befestigung an einem Stativ versehen, die eine Längsachse (37) hat, die bei in das Zusatzgehäuse (20) eingesetztem Entfernungsmeßgerät (10) mit einer als Bezugsebene dienenden Anlagefläche (16) des Entfernungsmeßgeräts fluchtet.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Es ist bekannt, zu handgehaltenen Entfernungsmeßgeräten, wie Ultraschallentfernungsmessern und Laserentfernungsmessern Schutztaschen mitzuliefern, die die Geräte vor Beschädigungen bei Transport und Lagerung bewahren sollen. Weiterhin ist es bekannt, in das Gerätegehäuse der Entfernungsmeßgeräte Gewindebuchsen zu integrieren, die der Befestigung an einem Stativ dienen. Für den Einsatz auf einem Stativ ist bei den bekannten Geräten der Bezugspunkt für die Entfernungsmessung durch eine Korrekturrechnung zu kompensieren. Wird eine derartige Kompensation vergessen, ist das Meßergebnis fehlerhaft.

Vorteile der Erfindung

Das erfindungsgemäße Zusatzgehäuse mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, auf einfache Weise einen Stativbetrieb bei Entfernungsmeßgeräten zu ermöglichen. Das Zusatzgehäuse weist hierzu eine Stativ-Gewindebuchse auf, deren Längsachse bei in das Zusatzgehäuse eingesetztem Entfernungsmeßgerät mit einer geräteseitigen Bezugsebene für den Meßvorgang fluchtet. Damit kann im Stativbetrieb mit derselben Bezugsebene wie im Handbetrieb gearbeitet werden.

Da Drehachse und Bezugsebene zusammenfallen, kann durch einfaches Drehen des Geräts um 180° eine Verdoppelung des Meßbereichs erzielt werden, ohne eine Kompensation vornehmen zu müssen.

Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des erfindungsgemäßen Zusatzgehäuses möglich.

Zeichnung

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Entfernungsmeßgeräts, Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Zusatzgehäuses für das Entfernungsmeßgerät aus Fig. 1 und Fig. 3 einen Längsschnitt durch das Zusatzgehäuse.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels

In Fig. 1 ist mit 10 ein Entfernungsmeßgerät bezeichnet, das ein Gerätegehäuse 11 aufweist. An einer Oberseite 12 des Entfernungsmeßgeräts 10 befindet sich eine Anzeigevorrichtung 13 sowie mehrere Bedienungstasten 14. Eine Rückseite 15 des Meßgeräts 10 ist mit zwei parallelen Leisten 16' versehen, die zur Anlage des Gehäuses 11 an einem Gegenstand dienen, von dem ausgehend die Entfernung zu einem Meßobjekt bestimmt werden soll. Die Leisten 16' bilden daher eine Anlageebene 16, die als Bezugsebene für den Meßvorgang dient.

An zwei Seitenflächen 17a, b des Gehäuses 11 ist jeweils eine sich in Längsrichtung erstreckende Führungsnut 18 ausgebildet. An einer Frontseite 19 des Entfernungsmeßgeräts 10 befindet sich eine in der Zeichnung nicht dargestellte Austrittsöffnung für ein Meßsignal.

In Fig. 2 ist mit 20 ein Zusatzgehäuse für das Entfernungsmeßgerät 10 bezeichnet, das eine Aufnahme 21 zum Einsetzen und Fixieren des Entfernungsmeßgerätes 10 bildet. Das Zusatzgehäuse 20 ist als Hohlkörper mit einer Bodenwand 23, einer der Bodenwand 23 gegenüberliegenden Gehäusewand 27, einer die Bodenwand 23 mit der Gehäusewand 27 verbindenden Rückwand 22, mit sowie Seitenwänden 24a, b ausgestattet. Die Wände 22, 23, 24a, b und 27 sind aus einem festen, widerstandsfähigen Kunststoffmaterial geformt und bilden eine Gehäusebox für das Entfernungsmeßgerät 10.

Das Zusatzgehäuse 20 weist eine Einführöffnung 41 auf, durch die das Entfernungsmeßgerät 10 in Richtung eines Pfeiles 22 einsetzbar ist. Die Seitenwände 24a, b sind im Bereich der Einführöffnung 41 mit Ausnehmungen 25 versehen, die sich in Einführrichtung 22 erstrecken. Hierdurch wird das Herausnehmen des in das Zusatzgehäuse 20 eingesetzten Entfernungsmeßgeräts 10 erleichtert.

Ein fensterförmiger Durchbruch 26 in der Gehäusewand 27 gestattet das Ablesen der Anzeigevorrichtung 13 sowie die Bedienung der Bedienungstasten 14 bei eingesetztem Entfernungsmeßgerät 10. An den Seitenflächen 24a, b sind nach innen vorspringende Leisten 28, 29 an federnden Zungen 30, 31 ausgebildet. Die Zungen 30, 31 sind teilweise von den Seitenwänden 24a, b abgetrennt, so daß sie entgegen ihrer Vorspannung nach außen gedrängt werden können. Die Leisten 28, 29 sind zum Eingriff in die Führungsnuten 18 des Entfernungsmeßgeräts 10 bestimmt. In den Führungsnuten 18 ist jeweils ein Rastnocken 32 vorgesehen, vor dem die Leisten 28, 29 in die Führungsnuten 18 einschnappen und auf diese Weise das Entfernungsmeßgerät 10 im Zusatzgehäuse gegen Herausfallen sichern.

In Fig. 3 ist das Zusatzgehäuse 20 geschnitten dargestellt. Man erkennt die Gehäusewand 27 mit dem darin ausgebildeten Durchbruch 26 sowie die Einführöffnung 41. An der Innenwandung der Seitenwand 24b sind die Führungsleisten 28, 29 an den Zungen 30, 31 erkennbar. Die Einführöffnung 41 ist derart ausgebildet, daß das Entfernungsmeßgerät 10 über einen weiten Kippwinkelbereich einsetzbar ist. In einer in Fig. 3 angedeuteten, unteren Einsetzposition ist das Entfernungsmeßgerät 10 in Gebrauchslage mit obenliegenden Bedienungstasten 14 teilweise eingesetzt. In einer oberen Einsetzposition ist das Entfernungsmeßgerät 10 hingegen mit untenliegenden Bedienungstasten 14 teilweise eingesetzt. In letzterer Lage ergibt sich nach dem vollständigen Einsetzen ein Transportschutz für das Entfernungsmeßgerät 10, da die Frontseite 19 des Entfernungsmeßgeräts 10 dann in das Innere der Gehäusebox 20 ragt und somit die Austrittsöffnung für das Meßsignal durch die Rückwand 22 geschützt wird.

An der Bodenwand 23 des Zusatzgehäuses 20 ist ein Trageclip 33 angeformt, der einen in Einsteckrichtung 22 des Entfernungsmeßgeräts 10 frei abstehenden, nach innen vorgespannten Klemmbügel 34 aufweist. Mittels des Trageclips 33 läßt sich das Zusatzgehäuse 20 beispielsweise an einem Gürtel des Bedieners befestigen. Das Zusatzgehäuse 20 ist aus einer oberen Gehäuseschale 39 und einer unteren Gehäuseschale 40 zusammengesetzt.

An der Bodenwand 23 ist eine Gewindebuchse 35 angeordnet, die der Befestigung des Zusatzgehäuses 20 an einem nicht gezeigten Stativ dient. Die Gewindebuchse 35 hat ein Innengewinde 36 mit einer Längsachse 37, die in einer inneren Anschlagebene 38 für das Entfernungsmeßgerät 10 liegt.

Die Leisten 16' des Entfernungsmeßgerätes 10 kommen nach dem Einsetzen an der Anschlagebene 38 zur Anlage, so daß dann die Längsachse 37 und die Anlageebene 16 für den handgeführten Meßvorgang fluchten. Bei stativgestützter Messung kann dann diesselbe Bezugsebene wie bei einer handgeführten Messung verwendet werden, so daß eine Kompensationsrechnung nicht erforderlich ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Zusatzgehäuse zur Halterung eines Entfernungsmeßgeräts (10), mit einer Aufnahme (21), in die das Entfernungsmeßgerät (10) einsetzbar ist und mit einer Gewindebuchse (35) zur Befestigung des Zusatzgehäuses (20) an einem Stativ, wobei die Gewindebuchse (35) eine Längsachse (37) hat, die bei in das Zusatzgehäuse (20) eingesetztem Entfernungsmeßgerät (10) mit einer als Bezugsebene für den handgeführten Meßvorgang dienenden geräteseitigen Anlageebene (16) fluchtet.
  2. 2. Zusatzgehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzgehäuse (20) eine innere Anschlagebene (38) bildet, an der die Anlageebene (16) bei eingesetztem Entfernungsmeßgerät (10) anliegt.
  3. 3. Zusatzgehäuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzgehäuse (20) eine Gehäusebox bildet, die mit einer Bodenwand (23), einer der Bodenwand (23) gegenüberliegenden Gehäusewand (27), einer die Bodenwand (23) mit der Gehäusewand (27) verbindenen Rückwand (22), sowie Seitenwänden (24a, b) versehen ist.
  4. 4. Zusatzgehäuse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindebuchse (35) im Bereich der Rückwand (22) in die Bodenwand (23) eingesetzt ist.
  5. 5. Zusatzgehäuse nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Gehäusewand (27) ein fensterförmiger Durchbruch (26) vorgesehen ist.
  6. 6. Zusatzgehäuse nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der Aufnahme (21) an den Seitenwänden (24a, b) nach innen vorspringende Führungsleisten (28, 29) zum Eingriff in Führungsnuten (18) im Entfernungsmeßgerät (10) vorgesehen sind.
  7. 7. Zusatzgehäuse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der Führungsleisten (28, 29) an einer federnden Zunge (30, 31) ausgebildet ist, die von den Seitenwänden (24a, b) gebildet ist.
  8. 8. Zusatzgehäuse nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Entfernungsmeßgerät (10) wahlweise mit einer Rückseite (15) nach hinten oder umgekehrt mit einer Frontseite (19) nach hinten in die Aufnahme (21) einsetzbar ist.
  9. 9. Zusatzgehäuse nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Entfernungsmeßgerät (10) wahlweise mit einer Oberseite (12) nach oben oder umgekehrt mit der Oberseite (19) nach unten in die Aufnahme (21) einsetzbar ist.
  10. 10. Zusatzgehäuse nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an den Seitenwänden (24a, b) im Bereich der Einführöffnung (21) jeweils eine sich in Einsteckrichtung (22) des Entfernungsmeßgerätes (10) erstreckende Ausnehmung (25) vorgesehen ist.
  11. 11. Zusatzgehäuse nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an der Bodenwand (23) ein Trageclip (33) angeformt ist, der einen in Einsteckrichtung (22) frei abstehenden, nach innen vorgespannten Klemmbügel (34) aufweist.
  12. 12. Zusatzgehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es aus zwei Gehäuseschalen (39, 40) zusammengesetzt ist.






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