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Dokumentenidentifikation DE19809693A1 09.09.1999
Titel Vorrichtung mit Zigaretten und Zigarettenpackung
Anmelder Seeliger, Guybert J., 68161 Mannheim, DE
Erfinder Seeliger, Guybert J., 68161 Mannheim, DE
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Reble & Klose, 68165 Mannheim
DE-Anmeldedatum 06.03.1998
DE-Aktenzeichen 19809693
Offenlegungstag 09.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.1999
IPC-Hauptklasse B65D 85/10
IPC-Nebenklasse B65D 77/24   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit Zigaretten und mit einer Zigarettenpackung. Diese Vorrichtung soll dahingehend weitergebildet werden, daß einerseits eine Reduzierung der Züge pro Zigarette ermöglicht wird und andererseits ein verbesserter Umgang beim Rauchen sichergestellt ist. Hierzu wird vorgeschlagen, daß in einer ersten Kammer (2) kurze Zigaretten angeordnet sind, welche um einen vorgegebenen Betrag kürzer als Standardzigaretten sind, und daß im Anschluß an die erste Kammer eine Einheit (4) für eine vorteilhafte Verwendung der kurzen Zigaretten vorgesehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung gemäß den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen.

Aus dem deutschen Gebrauchsmuster gemäß DE 93 10 964 U1 ist eine Zigarette bekannt, deren Filter in der Zigarettenmitte oder aufgeteilt jeweils endseitig angeordnet ist und welche in der Mitte brennbar ist. Durch die Teilung der Zigarette stehen dem Raucher zwei kurze Zigaretten zur Verfügung, wodurch eine Intensivierung des Geschmacks ohne zusätzliche Aromastoffe erreicht werden soll. Es soll ein ökonomisches Rauchen bei gleichzeitiger Schadstoffreduzierung ermöglicht und ferner der Sympathiewert gegenüber dem Raucher erhöht werden. Diese teilbare Zigarette wird in einer Standard-Zigarettenpackung bereitgehalten, welche eine Länge in der Größenordnung von 9 cm aufweist und in üblichen Zigarettenautomaten zum Verkauf bereitgehalten werden kann.

Ferner ist aus der deutschen Patentanmeldung gemäß DE 42 10 959 A1 ein Zweikammeretui für Zigaretten und Raucherabfall bekannt, welches eine Kammer für Zigaretten und eine mit jener untrennbar verbundene Kammer für den Raucherabfall enthält. Die Kammer für den Raucherabfall ist an einem Ende des Etuis angeordnet und bedingt eine Vergrößerung der Gesamtlänge von vorzugsweise 3 cm, wobei das Etui mit der Zigarettenkammer und der Raucherabfallkammer eine Länge in der Größenordnung von 11,5 cm aufweist. Dieses Zweikammeretui kann folglich nicht ohne weiteres in herkömmlichen Zigarettenautomaten bereitgehalten werden. Hinweise für eine Verkürzung der Zigarettenlänge sind dieser Patentanmeldung nicht zu entnehmen.

Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung vorzuschlagen, welche einerseits eine Reduzierung der Züge pro Zigarette ermöglicht und andererseits einen verbesserten Umgang beim Rauchen sicherstellt. Die Vorrichtung soll in einfacher Weise handhabbar sein, und ihre Abmessungen sollen herkömmlichen Zigarettenpackungen entsprechen.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich durch eine besonders zweckmäßige Bereitstellung von kurzen Zigaretten in Kombination mit einer Einheit für die vorteilhafte Verwendung der kurzen Zigaretten aus. Die kurzen Zigaretten ergeben eine niedrigere Anzahl von Zügen als die herkömmlichen industriellen Standardzigaretten. Der Raucher kann die kurze vollständig konfektionierte Zigarette der Verpackung entnehmen, ohne noch die eingangs erwähnte Teilung in zwei Teil-Zigaretten durchführen zu müssen mit der Gefahr einer Beschädigung der Filter oder des Zigarettenpapiers bzw. den Verlust von Zigarettentabak. Die Einheit für die vorteilhafte Verwendung ist in die Verpackung integriert und enthält ein Element in Form eines Gutscheins, eines Chips, Gimick, Barcodes, Coupons oder dergleichen für die Bereitstellung von Informationen zu den erfindungsgemäßen Kurzzigaretten. Die Einheit ist in zweckmäßiger Weise als ein Hohlraum zur Aufnahme des vorgenannten Elements ausgebildet und quer zur Längserstreckung der Zigarettenpackung, sei es am oberen oder am unteren Ende derselben ausgebildet. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Einheit als ein Einsatz aus beliebigem Werkstoff ausgebildet, wobei dieser Einsatz in eine herkömmliche Zigarettenpackung einsetzbar ist. Somit können die gleichen Maschinen zur Herstellung der Zigarettenpackung wie bisher genutzt werden und aufwendige Änderungen oder gar neue Maschinen sind nicht notwendig. In zweckmäßiger Weise ist zwischen der die Kurzzigaretten aufnehmenden Kammer und der Einheit eine Trennwand angeordnet, an welcher die Kurzzigaretten zur Anlage bring bar sind. Die Packung kann als Hartpackung oder als Weichpackung ausgebildet sein und enthält im Bereich der Einheit eine bevorzugt verschließbare Öffnung, welche den Zugang zu dem genannten Element ermöglicht. Ferner kann die Packung an der Außenfläche eine Markierung, Anzeigemittel oder dergleichen aufweisen, welche unmittelbar auf die in der Verpackung enthaltenen Kurzzigaretten hinweisen. Die Verpackung besitzt Außenabmessungen entsprechend den herkömmlichen Standard-Zigarettenverpackungen, seien es Normalverpackungen mit der Größenordnung von 6 cm bis 11 cm. Auch die Breite und Tiefe der Verpackung entspricht denjenigen von Standardverpackungen. Die Länge der Einheit liegt im Bereich zwischen 5 bis 60%, vorzugsweise zwischen 10 bis 49%, der Gesamtlänge der Packung, während die Länge der kurzen Zigaretten zwischen 40 bis 95%, bevorzugt zwischen 51 bis 90%, der Länge von Standard-Zigaretten beträgt.

Es sei ausdrücklich festgehalten, daß der Raucher von herkömmlichen Zigaretten mit zunehmender Anzahl der Züge einen erhöhten Anteil von Teer, Nikotin und Geschmacksstoffen aufnimmt. Hingegen wird durch die erfindungsgemäße Kurzzigarette vermieden, daß der Raucher die aufaddierten Mischungen von Teer, Nikotin und Geschmacksstoffen aufnimmt, und zwar in einem erheblich geringeren Anteil als die rein proportionale Längenverkürzung es erwarten ließe. Weiterhin wird mittels den Kurzzigaretten aufgrund der im Vergleich mit Standardzigaretten von Zug zu Zug geringeren Aufsummierung von Teer, Nikotin und Geschmacksstoffen die Aromaqualität des inhallierten Rauches erheblich verbessert. Schließlich kann auch nicht außerachtgelassen werden, daß mit der Kurzzigarette eventuelle Passivraucher weniger als bisher beeinträchtigt werden. Die in Längsrichtung der Packung an die Kammer, in welcher die Kurzzigaretten angeordnet sind, anschließende Einheit weist in der genannten Längsrichtung eine Länge auf, welche zwischen 15 bis 45% der Gesamtlänge beträgt.

Weiterbildungen und besondere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung eines besonderen Ausführungsbeispieles der Erfindung angegeben.

Die Zeichnung zeigt schematisch die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Zigarettenpackung 1, welche innen eine erste Kammer 2 für Kurzzigaretten enthält. Die Packung kann als Weichpackung oder als eine harte Schachtel ausgebildet sein. Die Packung 1 besitzt eine Länge 3, welche in zweckmäßiger Weise der Länge einer Standard-Zigarettenpackung entspricht, bevorzugt in der Größenordnung von 6 bis 11 cm. Am unteren Ende der Packung 1 ist eine von der ersten Kammer 2 getrennte Einheit 4 vorgesehen, welche für die vorteilhafte Verwendung der in der ersten Kammer 2 enthaltenen Kurzzigaretten ausgebildet ist. Insbesondere ist die Einheit 4 als ein separater in eine Standardpackung eingesetzter Einschub ausgebildet, welcher aus den verschiedensten Werkstoffen bestehen kann. Alternativ kann die Einheit 4 auch am oberen Ende der Packung 1 angeordnet sein. Die Einheit 4 enthält in zweckmäßiger Weise im Inneren eine zweite Kammer 6, welche durch eine Öffnung 8 zugänglich ist. Die Öffnung 8 ist mit Mitteln 10 verschließbar bzw. zu öffnen. Die Einheit enthält ein Element, zweckmäßig in Form eines Gutscheins, eines Chip, eines Gimick, eines Barcodes oder dergleichen. Das Element enthält insbesondere Informationen und Hinweise über die vorteilhaften Eigenschaften der Kurzzigaretten. Ferner kann das Element in der Weise ausgestattet sein, daß der Raucher für eine Anzahl derart gesammelter Elemente eine besondere Vergünstigung, insbesondere eine für ihn kostenfreie ärztliche Gesundheitsüberprüfung, erhält.

Das Element und/oder die Einheit 4 können auch in zweckmäßiger Weise einer Standardverpackung als Hohlraumausfüllung beigepackt sein und aus diversen Materialien bestehen. Das Element oder die Einheit 4 bilden, nachdem sie in den inneren Hohlraum der Packung eingesetzt sind, einen Anschlag für die Kurzzigaretten, welche in den verbleibenden Teil des Hohlraums eingesetzt werden. Der genannte verbleibende Hohlraumteil bildet in dieser besonderen Ausführungsform die bereits erläuterte erste Kammer, wobei eine Trennwand 12 durch die der Kammer 2 zugewandten Außenfläche des Elements oder der Einheit 4 realisiert ist.

Des weiteren können die Packung 1 oder die Einheit 4 außen sichtbar eine Anzeigefläche oder Markierung aufweisen, so daß unmittelbar erkennbar ist, daß die Packung 1 Kurzzigaretten enthält. Zwischen der ersten Kammer 2 und der zweiten Kammer 6 ist in besonders zweckmäßiger Weise im Inneren der Packung 1 eine Trennwand 12 vorgesehen, an welcher die Kurzzigaretten zur Anlage gelangen.

Die Einheit 4 besitzt in Richtung der Längserstreckung der Packung 1 eine Länge 14, welche in einer vorgegebenem Relation zur Gesamtlänge 3 der Packung steht. In vorteilhafter Weise ist die Länge 14 mit 5 bis 60%, insbesondere 10 bis 49%, der Gesamtlänge 3 der Packung 1 vorgegeben. Bezugszeichenliste 1 Packung

2 erste Kammer

3 Länge von 1

4 Einheit

6 zweite Kammer

8 Öffnung

10 Verschlußmittel

12 Trennwand

14 Länge von 4


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung mit Zigaretten und einer Zigarettenpackung, dadurch gekennzeichnet, daß in einer ersten Kammer (2) kurze Zigaretten angeordnet sind, welche um einen vorgegebenen Betrag kürzer als Standardzigaretten sind und daß im Anschluß an die erste Kammer eine Einheit (4) für eine vorteilhafte Verwendung der kurzen Zigaretten vorgesehen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einheit (4) eine in Richtung der Längserstreckung der Packung (1) gemessene Länge (14) aufweist, welche insbesondere 5 bis 60% der Gesamtlänge (3) der Packung (1) beträgt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (14) der Einheit (4)10 bis 49% der Gesamtlänge (3) der Packung (1) beträgt.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einheit (4) eine zweite Kammer (6) enthält und/oder daß zwischen der ersten Kammer (2) und der zweiten Kammer (6) eine Trennwand (12) vorgesehen ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einheit (4) als ein in einer Standard-Zigarettenpackung einsetzbarer Einschub ausgebildet ist und/oder daß die Außenabmessungen des genannten Einschubs auf die Innenabmessungen der Standard-Zigarettenpackung abgestimmt sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einheit (4) und/oder die zweite Kammer (6) eine Öffnung (8) aufweisen, welcher Verschlußmittel (10) zugeordnet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Packung (1), bevorzugt im Bereich der Einheit (4), eine Anzeige oder Markierung aufweist.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das der Einheit (4) zugeordnete Element als Gutschein, Chip, Gimick, Barcode oder dergleichen ausgebildet ist.






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