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Dokumentenidentifikation DE19809885A1 09.09.1999
Titel Bügelsäge
Anmelder Cheng, Win Ho, Taipeh/T'ai-pei, TW
Erfinder Cheng, Win Ho, Taipeh/T'ai-pei, TW
Vertreter Walther, Walther & Hinz, 34130 Kassel
DE-Anmeldedatum 07.03.1998
DE-Aktenzeichen 19809885
Offenlegungstag 09.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.1999
IPC-Hauptklasse B23D 49/12
IPC-Nebenklasse B23D 51/00   B27B 21/02   
Zusammenfassung Gegenstand der Erfindung ist eine Bügelsäge mit einem ersten Rahmen (1) und einem zweiten Rahmen (2), zwischen denen ein rohrartiges Element (3) gehalten ist, mit einer an den oberen Enden des ersten und zweiten Rahmens (1, 2) angebrachten eine Stange, mit einem an den unteren Enden des ersten und zweiten Rahmens (1, 2) angebrachten Sägeblatt (B) und mit einem am zweiten Rahmen (2) befestigten Handgriff (5). Eine Bügelsäge zu schaffen, deren Sägeblatt in einfacher Weise nachgespannt oder ausgewechselt werden kann und die kostengünstig herstellbar ist, wird dadurch erreicht, daß die Justierstange (4) an ihrem distalen Ende ein Gewinde (42) aufweist, welches in eine am oberen Ende des ersten Rahmens (1) vorgesehene Gewindebohrung (111) eingreift, daß die Justierstange (4) durch eine am oberen Ende des zweiten Rahmens (1) vorgesehene Bohrung (211) hindurchgeführt ist und dieser drehbar gehalten ist, daß die Justierstange (4) an ihrem proximalen Ende einen Griff (42) aufweist, mittels dem die Justierstange (4) um ihre Längsachse drehbar ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bügelsäge mit einem ersten Rahmen und einem zweiten Rahmen, zwischen denen ein rohrartiges Element gehalten ist, mit einer an den oberen Enden des ersten und zweiten Rahmens angebrachten eine Stange, mit einem an den unteren Enden des ersten und zweiten Rahmens angebrachten Sägeblatt und mit einem am zweiten Rahmen befestigten Handgriff.

Bei den bekannten Bügelsägen (siehe Fig. 1 muß zum Nachspannen des Sägeblattes sowohl die am Sägeblatt angreifende Flügelschraube als auch die an der Stange angreifende Mutter nachgezogen werden, so daß durch die auftretenden Hebelkräfte genügend Spannung auf das Sägeblatt gebracht wird. Auch ein Auswechseln dieses Sägeblattes ist sehr mühsam, da zunächst die an der Stange befindliche Mutter gelöst werden muß, bevor die am Sägeblatt befindliche Flügelmutter entfernt werden kann. Erst dann kann das Sägeblatt aus den beiden Haltezapfen herausgenommen und gegen ein neues ausgetauscht werden.

Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde eine Bügelsäge zu schaffen, deren Sägeblatt in einfacher Weise nachgespannt oder ausgewechselt werden kann und die kostengünstig herstellbar ist.

Als technische Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen die eingangs genannte Bügelsäge dahingehend weiterzubilden, daß die Justierstange an ihrem distalen Ende ein Gewinde aufweist, welches in eine am oberen Ende des ersten Rahmens vorgesehene Gewindebohrung eingreift, daß die Justierstange durch eine am oberen Ende des zweiten Rahmens vorgesehene Bohrung hindurchgeführt ist und in dieser drehbar gehalten ist, und daß die Justierstange an ihrem proximalen Ende einen Griff aufweist, mittels dem die Justierstange um ihre Längsachse drehbar ist.

Eine nach dieser technischen Lehre ausgebildete Bügelsäge hat den Vorteil, daß einzig und allein ein durch Drehen des an der Justierstange befindlichen Griffes ein Nachspannen des Sägeblattes erreicht wird. Der vorzugsweise am oberen Ende des zweiten Rahmens angreifende Griff bewirkt zusammen mit dem am ersten Rahmen eingreifenden Gewinde der Justierstange, daß die beiden Rahmen über das rohrartige Element im Bereich des Sägeblattes auseinandergedrückt werden und das Sägeblatt gespannt wird. Folglich kann das Sägeblatt der erfindungsgemäßen Bügelsäge ohne Zuhilfenahme von Werkzeug jederzeit und in einfacher Weise nachgespannt werden.

Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Bügelsäge besteht darin, daß zum Wechseln des verschlissenen Sägeblattes lediglich durch Drehen am Griff der Justierstange das Sägeblatt entspannt werden braucht, um es dann von dem jeweils am unteren Ende der Rahmen befindlichen Zapfen entnehmen zu können.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der erste Rahmen und/oder der zweite Rahmen um die Längsachse gedreht ausgebildet, so daß sich am oberen Ende ein um 90° verdrehtes Befestigungsteil ausbildet. Ein derart ausgebildeter Rahmen hat den Vorteil, daß dieser aus einem einfachen Flachstahl gebildet werden kann, so daß das aus dem Stand der Technik bekannte Gießen der Rahmenteile entfällt. Diese aus Halbzeugen gefertigten Rahmenteile sind kostengünstig herstellbar.

Nach einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform ist am unteren Ende des Rahmens eine Schulter ausgebildet, die zur Aufnahme des Sägeblattes dient. Dabei ist die Schulter vorzugsweise so dimensioniert, daß das Sägeblatt paßgenau aufgenommen werden kann. Vorteilhafterweise werden die beiden Schultern des ersten und des zweiten Rahmens zu jeweils anderen Seiten hin ausgebildet, so daß das montierte Sägeblatt genau mit dem Handgriff und dem Bügel der Bügelsäge fluchtet. Dies hat den Vorteil, daß der Bediener der Bügelsäge den Handgriff und/oder die Justierstange als Orientierungshilfe für die Position des Sägeblattes einsetzen kann.

In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform sind in den Rahmen zwei Schlitze zur Aufnahme des rohrartigen Elementes vorgesehen. Dies hat den Vorteil, daß das rohrartige Element lediglich in die Rahmen eingesteckt werden braucht, so daß das Element durch Verspannen des Sägeblattes in der Bügelsäge gehalten wird. Hierdurch kann durch einfaches Verdrehen der Justierstange das Sägeblatt problemlos nachgestellt werden, da zwischen dem rohrartigen Element und dem jeweiligen Rahmen keine feste, sondern vielmehr eine lose Verbindung herrscht.

Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Bügelsäge ergeben sich aus der beigefügten Zeichnung und den nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer herkömmlichen Bügelsäge;

Fig. 2 eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen Bügelsäge;

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der Bügelsäge gemäß Fig. 2;

Fig. 4 veranschaulicht die Funktionsweise der Bügelsäge nach Fig. 2;

Fig. 5 eine vergrößerte Teilansicht entlang der Linie 5-5 in Fig. 4;

Fig. 6 ist eine vergrößerte Teilansicht entlang der Linie 6-6 in Fig. 4.

Um das Verständnis für die Grundsätze der Erfindung zu fördern, wird nachfolgend die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bügelsäge detailliert beschrieben. Dabei versteht es sich, daß hierdurch keine Begrenzung des Erfindungsgedankens beabsichtigt ist, und daß Änderungen und weitere Modifizierungen an der abgebildeten Vorrichtung, die einem auf dem Gebiet der Erfindung spezialisierten Fachmann geläufig sind, sowie weitere Anwendungsarten der Grundsätze der Erfindung ebenfalls unter den Schutzumfang fallen.

Mit Bezug auf die Zeichnungen und insbesondere auf die Fig. 2, 3, 4 und 5, umfaßt die erfindungsgemäße Bügelsäge im allgemeinen einen ersten Rahmen 1, einen zweiten Rahmen 2, ein rohrartiges Element 3, das zwischen dem ersten und dem zweiten Rahmen 1 und 2 angeordnet ist, eine Justierstange 4 zur Verbindung der oberen Enden des ersten und zweiten Rahmens 1 und 2, und einen Handgriff 5. Ein Sägeblatt B ist zwischen den unteren Enden des ersten und zweiten Rahmens 1 und 2 montiert. Während die Justierstange 4 gedreht wird und somit die oberen Enden des ersten und zweiten Rahmens 1 und 2 nach innen zieht, werden die unteren Enden des ersten und zweiten Rahmens 1 und 2 nach außen geschoben, wodurch sie das Sägeblatt B spannen und ein stetes Arbeiten des Säbeblattes B ermöglichen.

Der erste Rahmen 1 ist eine längliche Metallplatte. Das obere Ende des ersten Rahmens 1 ist um die Längsachse des ersten Rahmens gedreht und bildet somit das mit einer Gewindebohrung 111 versehene Befestigungsteil 11. Das untere Ende des ersten Rahmens 1 ist gebogen und bildet somit das Stellteil 12 zwischen dem mittleren Teil 10 und dem unteren Ende des ersten Rahmens 1, wobei eine Schulter 122 entsteht (siehe auch Fig. 5), die am oberen Rand B3 des Säbeblattes anstößt. Das Stellteil 12 ist mit einem Stift 121 versehen, der in das Loch B1 des Sägeblattes B hinein paßt. Der mittlere Teil 10 des ersten Rahmens 1 hat zwei Schlitze 13 zur Aufnahme jeweils eines Endes des rohrartigen Elementes 3.

Der zweite Rahmen 2 hat dieselbe Struktur wie der erste Rahmen 1 und ist ebenfalls aus Metall. Das obere Ende des zweiten Rahmens 2 ist um die Längsachse des zweiten Rahmens 2 gedreht und bildet somit das mit einer Bohrung 211 versehene Befestigungsteil 21, während das untere Ende des zweiten Rahmens 2 gebogen ist und somit das Stellteil 22 zwischen dem mittleren Teil 20 und dem unteren Ende des zweiten Rahmens 2 bildet, wobei eine Schulter 222 entsteht (siehe auch Fig. 6), die am oberen Rand B3 des Säbeblattes anstößt. Der mittlere Teil 20 des zweiten Rahmens 2 hat zwei Schlitze 13 zur Aufnahme jeweils eines Endes des rohrartigen Elementes 3. Das Stellteil 22 ist mit einem Stift 221 versehen, der in das Loch B2 des Sägeblattes B hineinpaßt.

Der Handgriff 5 ist fest am mittleren Teil 20 des zweiten Rahmens 2 montiert.

Das rohrartige Element 3 kann einen rechteckigen oder kreisförmigen Querschnitt aufweisen und es kann auf einen Führungsrahmen (nicht abgebildet) montiert werden, um die Bügelsäge beim Sägen zu führen.

Die Justierstange 4 beinhaltet einen länglichen Körper 41 mit einem Gewinde 42 an ihrem einen Ende und einem dreieckigen Griff 43 an ihrem anderen Ende. Die Justierstange 4 wird durch die Bohrung 211 des Befestigungsteils 21 des zweiten Rahmens 2 geschoben und greift dann mit seinem Gewinde 42 in die Gewindebohrung 111 des ersten Rahmens 1 ein, so daß der Griff 43 der Justierstange 4 gegen das Befestigungsteil 21 des zweiten Rahmens 2 gedrückt wird. Wird der Griff 43 gedreht, um somit die Justierstange 4 zu drehen, so werden die oberen Enden der ersten und zweiten Rahmen 1 und 2 je nach Drehrichtung nach innen oder nach außen gezwungen. Indem die oberen Enden des ersten und zweiten Rahmens 1 und 2 nach innen gezwungen werden, bewegen sich die unteren Enden des ersten und zweiten Rahmens 1 und 2 nach außen. Dabei wird das Sägeblatt B im Verhältnis der Länge der Enden 31 und 31' zum rohrartigen Element 3 und zum Sägeblatt B gespannt und die Bügelsäge kann stetig gebraucht werden.

Wie in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist, stößt der obere Rand B2 des Sägeblattes B an die Schultern 122 und 222 des ersten und zweiten Rahmens 1 und 2 an. Dadurch wird das Blatt B wirksam daran gehindert zu schwenken, und es kann sich entlang einer gewünschten Bahn bewegen.

Die ersten und zweiten Rahmen 1 und 2 haben den gleichen Aufbau, wodurch sich ihr Herstellungsverfahren sehr vereinfacht.

Darüberhinaus kann die Gewindebohrung 111 des Befestigungsteils 11 des ersten Rahmens 1 durch ein Durchgangsloch (nicht dargestellt) ersetzt werden, so daß die Justierstange 4 hindurchragen kann, um von einer Mutter (nicht dargestellt) erfaßt zu werden. Auch können die oberen Enden des ersten und zweiten Rahmens 1 und 2 durch Drehen des Griffes 43 nach innen gezogen werden.

Folglich bietet die erfindungsgemäße Bügelsäge folgende Vorteile:

1. Der erste und zweite Rahmen 10, 20 wird gepreßt oder gestanzt (nicht gegossen wie die herkömmlichen Rahmen), was die Produktionsrate erhöht, das Herstellungsverfahren erleichtert und die Kosten senkt.

2. Zum An- oder Entspannen des Sägeblattes braucht lediglich die Justierstange 4 gedreht zu werden, was die Handhabung vereinfacht.

3. Zum Montieren des Blattes wird kein Schlüssel oder ähnliches Werkzeug benötigt.

Es versteht sich, daß jedes der oben beschriebenen Elemente, oder zwei oder mehrere zusammen auch in anderen Verfahrensarten als in der oben beschriebenen Verwendung finden können.

Obzwar bestimmte Neuheitsmerkmale dieser Erfindung aufgezeigt, beschrieben und in den beigefügten Ansprüchen hervorgehoben werden, wird die Erfindung durch die oben genannten Einzelheiten nicht begrenzt. Vielmehr wird auch durch verschiedene Auslassungen, Änderungen, Austauschmöglichkeiten und Modifikationen in der Form und in den Einzelheiten der dargestellten Vorrichtung und ihres Betriebes, die von einschlägigen Fachmännern vorgenommen werden können, der Rahmen der Erfindung nicht verlassen.

Ohne weitere Analyse wird das oben Angeführte den Kern der Erfindung in vollem Umfang offenbaren, so daß andere, unter Verwendung gängigen Wissens, diese ohne weiteres an verschiedene Anwendungen anpassen können, ohne hierbei Merkmale auszulassen, die, vom Standpunkt des Standes der Technik, die wesentlichen Merkmale der generellen oder spezifischen Aspekte dieser Erfindung ausmachen.


Anspruch[de]
  1. 1. Bügelsäge mit einem ersten Rahmen (1) und einem zweiten Rahmen (2), zwischen denen ein rohrartiges Element (3) gehalten ist, mit einer an den oberen Enden des ersten und zweiten Rahmens (1, 2) angebrachten eine Stange, mit einem an den unteren Enden des ersten und zweiten Rahmens (1, 2) angebrachten Sägeblatt (B) und mit einem am zweiten Rahmen (2) befestigten Handgriff (5), dadurch gekennzeichnet,

    daß die Justierstange (4) an ihrem distalen Ende ein Gewinde (42) aufweist, welches in eine am oberen Ende des ersten Rahmens (1) vorgesehene Gewindebohrung (111) eingreift,

    daß die Justierstange (4) durch eine am oberen Ende des zweiten Rahmens (1) vorgesehene Bohrung (211) hindurchgeführt ist und in dieser drehbar gehalten ist, und

    daß die Justierstange (4) an ihrem proximalen Ende einen Griff (42) aufweist, mittels dem die Justierstange (4) um ihre Längsachse drehbar ist.
  2. 2. Bügelsäge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (42) am oberen Ende des zweiten Rahmens (2) anliegt.
  3. 3. Bügelsäge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Rahmen (1) und/oder der zweite Rahmen (2) um die Längsachse gedreht ausgebildet ist, so daß sich am oberen Ende ein um 90° verdrehtes Befestigungsteil (11) bzw. (21) ausbildet, wobei die Gewindebohrung (111) im Befestigungsteil (11) und die Bohrung (211) im Befestigungsteil (21) angeordnet ist.
  4. 4. Bügelsäge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des ersten Rahmens (1) und/oder des zweiten Rahmens (2) parallel gebogen ausgeführt ist, so daß eine Schulter (122) bzw. (222) entsteht.
  5. 5. Bügelsäge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten Rahmen (1) und/oder im zweiten Rahmen (2) ein oder zwei Schlitze (13) zur Aufnahme des rohrartigen Elementes (3) vorgesehen sind.






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