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Dokumentenidentifikation DE19809906A1 09.09.1999
Titel Serviettenring aus eßbarem Material
Anmelder Hiemer, Rita, 29633 Munster, DE
Vertreter Heldt, G., Dipl.-Ing. Dr.jur., Pat.- u. Rechtsanw., 20354 Hamburg
DE-Anmeldedatum 07.03.1998
DE-Aktenzeichen 19809906
Offenlegungstag 09.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.1999
IPC-Hauptklasse A47G 21/16
IPC-Nebenklasse A23G 3/00   A21D 13/08   
Zusammenfassung Der Serviettenring besitzt einen Ringkörper, der aus einem eßbaren Material bzw. aus mehreren aufeinander abgestimmten Materialien hergestellt ist. Er kann mehrschichtig ausgebildet sein und weist eine feste, nicht schmierende Innenschicht auf, die mit ihrer nach innen gerichteten Oberfläche die Innenfläche des Ringkörpers bildet. Die Innenschicht kann aus einem Oblaten- oder aus einem Waffelteig, aber auch aus Fruchtgummi oder Lakritz bestehen und mit einem festen Überzug versehen sein. Auch eine der Servietten abgewandte Außenschicht kann mit einem Überzug versehen sein. Der Ringkörper kann Bereiche aus Schokolade und/oder Marzipan besitzen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Serviettenring zur Aufnahme einer Serviette, dessen Ringkörper eine der Serviette zugewandte Innenfläche und eine der Innenfläche abgewandte Außenfläche aufweist.

Serviettenringe, die zur Aufnahme einer zusammengerollten Serviette als Verschönerung einer festlich gedeckten Tafel dienen, bestehen üblicherweise aus Metall oder auch Porzellan. Die Servietten müssen zum einen geputzt werden, da sie ja zur Verschönerung der Tafel dienen und zum anderen besteht die Gefahr, daß sie bei größeren Festlichkeiten als "Souvenir" eingesteckt werden. Bei Serviettenringen aus

Kunststoff zur einmaligen Benutzung besteht das Problem der Entsorgung. Zudem sind solche Kunststoffserviettenringe wenig dekorativ.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Serviettenring zur einmaligen Nutzung zu schaffen, der kein Entsorgungsproblem aufweist und zudem dekorativ gestaltet werden kann.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Ringkörper aus eßbarem Material hergestellt ist.

Durch die Herstellung des Ringkörpers aus eßbarem Material besteht kein Entsorgungsproblem, da der Serviettenring einfach als Dessert oder zusätzliche Gaumenfreude aufgespeist wird. Zudem ist es durch die doppelte Nutzung des Serviettenringes möglich, bzw. wirtschaftlich sinnvoll, den Serviettenring mit dekorativen Verzierungen zu versehen.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Ringkörper mehrschichtig aus mehreren aufeinander abgestimmten Materialien hergestellt, wobei der Ringkörper eine feste nicht schmierende Innenschicht aufweist, die mit Ihrer nach innen gerichteten Oberfläche die Innenfläche bildet. Durch die feste nicht schmierende Innenschicht wird vorteilhaft erreicht, daß auch bei höheren Raumtemperaturen die Serviette beim Überstreifen des Serviettenringes nicht verschmiert wird.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Innenschicht aus einem Oblatenteig. Es ist aber auch möglich, die Innenschicht aus einem Waffelteig, Fruchtgummi oder aus Lakritz auszubilden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Innenfläche einen festen Überzug auf, der im wesentlichen aus gehärtetem Zucker ausgebildet ist. Durch den festen Überzug wird vorteilhaft erreicht, daß auch weichere, sonst schmierende Materialien für die Innenschicht verwendet werden können.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Ringkörper an seiner Außenfläche mindestens eine Aussparung zum Aufbringen von Verzierungen auf. Die an der Aussparung angebrachten Verzierungen weisen eine räumliche Gestaltung auf. Dadurch ist es möglich, beispielsweise eine aus Marzipan irtodellierte Rose oder andere Verzierungen auf dem Ringkörper anzuordnen. Es ist aber auch möglich, die Verzierungen im wesentlichen flächig zu gestalten.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen die Verzierungen eine Füllung auf. Die Füllung kann im wesentlichen aus einem Likör oder einem Brandwein bestehen. Auch ist es beispielsweise möglich, die Verzierung mit einer in Alkohol getränkten Kirsche zu füllen. Bei mehrflächigen Gestaltungen kann beispielsweise die Verzierung aus Schokolade mit einer Pfefferminzfüllung hergestellt werden.

Auch ist es möglich, den Ringkörper und seine Verzierungen mehrfarbig zu gestalten.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise veranschaulicht sind.

In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 Eine räumliche Darstellung eines Ringkörpers mit Aussparung,

Fig. 2 eine räumliche Darstellung des Ringkörpers von Fig. 1 mit einer in der Aussparung befestigten Verzierung,

Fig. 3 eine Sicht auf die Stirnseite eines Ringkörpers,

Fig. 4 eine Seitenansicht eines Ringkörpers mit Aussparung,

Fig. 5 eine Seitenansicht eines Ringkörpers im Halbschnitt,

Fig. 6 eine Seitenansicht eines Ringkörpers mit aufgesetzter Verzierung,

Fig. 7 einen Querschnitt durch einen mehrschichtigen Ringkörper mit Verzierung im Ausriß und

Fig. 8 eine Seitenansicht eines Ringkörpers mit aufgesetzter Verzierung.

Ein Serviettenring besteht im wesentlichen aus einem Ringkörper (1) und einer Verzierung (2). Der Ringkörper (1) weist eine der aufzunehmenden Serviette zugewandte Innenfläche (3) und eine der Innenfläche (3) abgewandte Außenfläche (4) auf. Der Ringkörper (1) ist hohlzylinderförmig ausgebildet. Der Ringkörper (1) kann beispielsweise einen Innendurchmesser (5) von etwa 44,00 mm und einem Außendurchmesser (B) von etwa 54 mm aufweisen.

Im Richtung seiner Längsachse (7) weist der Ringkörper (1) beispielsweise eine Breite (8) von etwa 30 mm auf. An seiner Außenfläche (4) weist der Ringkörper (1) eine Aussparung (9) zum Aufbringen der Verzierung (2) auf. Die Aussparung (9) kann beispielsweise eine Aussparungsbreite (10) von etwa 16 mm und eine quer zur Längsachse (7) angeordnete Aussparungshöhe (11) von etwa 26 mm aufweisen.

Grundsätzlich ist es auch möglich, den Ringkörper mit einem ovalen Querschnitt auszubilden. An seinen stirnseitigen Enden (12) weist der Ringkörper (1') einen aufgewölbten Innendurchmesser (5') auf. Der Außendurchmesser (6') kann dabei ebenfalls aufgewölbt sein.

Die Dimensionierung des Serviettenringes bzw. des Ringkörpers (1, 1', 1'') kann in Abhängigkeit von der aufzunehmenden Serviette und in Abhängigkeit von den zu verarbeitenden Materialien gewählt werden.

Der Ringkörper (1, 1', 1'') ist aus eßbaren Materialien hergestellt. Das Material kann beispielsweise Schokolade, Marzipan, Frucht- bzw. Weingummi oder Lakritz sein. Der Ringkörper (1, 1', 1'') kann auch aus mehreren aufeinander abgestimmten Materialien hergestellt sein. Der Ringkörper (1'') ist mehrschichtig ausgebildet. Dabei weist der Ringkörper (1'') eine nicht schmierende Innenschicht (13) auf, die mit ihrer nach innen gerichteten Oberfläche die Innenfläche (3') bildet. Die Innenfläche (3') weist einen festen Überzug auf, der im wesentlichen aus gehärtetem Zucker ausgebildet ist. Der Ringkörper (1'') weist eine der Innenschicht (13) benachbarte Außenschicht (15) auf, deren nach außen gerichtete Oberfläche die Außenfläche (4') bildet. Die Außenfläche (4') ist mit einem festen Überzug (16) aus gehärtetem Zucker überzogen. Die Innenschicht (13) kann beispielsweise aus Oblatenteig oder aus Waffelteig ausgebildet sein. Sie kann aber auch aus Fruchtgummi oder Lakritz ausgebildet sein. Der feste Überzug (14, 16) kann mit Farbstoff eingefärbt werden. Die Verzierung (2, 2', 2''') weist eine räumliche Gestaltung auf. Die Verzierung (2'') kann aber auch mehrflächig ausgestaltet sein. Die Verzierung (2, 2') kann beispielsweise in der Form einer Rose bzw. Rosenblüte aus Marzipan oder Schokolade nachgebildet sein. Die Verzierung (2'', 2''') weist eine Füllung (17, 17') auf. Die Füllung (17) ist cremeartig ausgebildet, beispielsweise als Pfefferminzcreme und die Pfefferminzcreme umhüllende Verzierung (2'') ist aus Schokolade ausgebildet. Nach einer anderen Ausführungsform besteht die Füllung (17') aus Likör, beispielsweise Eierlikör, oder aus Branntwein, beispielsweise Weinbrand.

Es ist aber auch möglich, den Ringkörper (1, 1') mit einer Schicht einer ersten Farbe, beispielsweise aus weißer Schokolade, und mit einer zweiten Schicht einer zweiten Farbe, beispielsweise aus dunkler Schokolade, zu überziehen und durch teilweises Entfernen der zweiten Schicht den Ringkörper (1) mit Ornamenten zu verzieren.

Der Ringkörper (1, 1', 1'') kann auch mit einer harten Kruste überzogen werden, um ihn gegen Verformungen unempfindlich zu machen.

Zur Herstellung des Serviettenringes wird der Ringkörper (1, 1', 1'') getrennt von der Verzierung (2, 2', 2'', 2''') hergestellt. Die Verzierung (2, 2', 2'', 2''') wird mit einer Zuckerlösung oder einer anderen geeigneten Lösung in der Aussparung (9) des Ringkörpers (1, 1', 1'') befestigt bzw. festgeklebt.


Anspruch[de]
  1. 1. Serviettenring zur Aufnahme einer Serviette, dessen Ringkörper eine der Serviette zugewandte Innenfläche und eine der Innenfläche abgewandte Außenfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (1, 1', 1'') aus eßbarem Material hergestellt ist.
  2. 2. Serviettenring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (1, 1', 1'') aus mehreren aufeinander abgestimmten Materialien hergestellt ist.
  3. 3. Serviettenring nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (1'') mehrschichtig ausgebildet ist.
  4. 4. Serviettenring nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (1'') eine feste nicht schmierende Innenschicht (13) aufweist, die mit ihrer nach innen gerichteten Oberfläche die Innenfläche (3') bildet.
  5. 5. Serviettenring nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenschicht (13) aus Oblatenteig ausgebildet ist.
  6. 6. Serviettenring nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenschicht (13) aus Waffelteig ausgebildet ist.
  7. 7. Serviettenring nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenschicht (13) aus Fruchtgummi ausgebildet ist.
  8. 8. Serviettenring nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenschicht (13) aus Lakritz ausgebildet ist.
  9. 9. Serviettenring nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche (3, 3') einen festen Überzug (14) aufweist.
  10. 10. Serviettenring nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche (4, 4') einen festen Überzug (16) aufweist.
  11. 11. Serviettenring nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der feste Überzug (14, 16) im wesentlichen aus gehärtetem Zucker ausgebildet ist.
  12. 12. Serviettenring nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der feste Überzug (14, 16) mit Farbstoff eingefärbt ist.
  13. 13. Serviettenring nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens Bereiche des Ringkörpers (1, 1', 1'') aus Schokolade ausgebildet sind.
  14. 14. Serviettenring nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens Bereiche des Ringkörpers (1, 1', 1'') aus Marzipan ausgebildet sind.
  15. 15. Serviettenring nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens Bereiche des Ringkörpers (1, 1', 1'') aus Fruchtgummi ausgebildet sind.
  16. 16. Serviettenring nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens Bereiche des Ringkörpers (1, 1', 1'') aus Lakritz ausgebildet sind.
  17. 17. Serviettenring nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (1') an den stirnseitigen enden (12) einen aufgewölbten Innendurchmesser (5') aufweist.
  18. 18. Serviettenring nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (1, 1', 1'') mindestens eine Aussparung (9) zum Aufbringen von Verzierungen (2, 2', 2'', 2''') aufweist.
  19. 19. Serviettenring nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (1, 1', 1'') Verzierungen (2, 2', 2'', 2''') aufweist.
  20. 20. Serviettenring nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzierungen (2, 2', 2'') eine räumliche Gestaltung aufweisen.
  21. 21. Serviettenring nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzierungen (2'') zumindest teilweise eine flächige Gestaltung aufweisen.
  22. 22. Serviettenring nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzierungen (2'', 2''') eine Füllung (17, 17') aufweisen.
  23. 23. Serviettenring nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung (17) cremeartig ausgebildet ist.
  24. 24. Serviettenring nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung (17, 17') aus einem Likör besteht.
  25. 25. Serviettenring nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung (17, 17') im wesentlichen aus einem Eierlikör besteht.
  26. 26. Serviettenring nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung (17, 17') im wesentlichen aus einem Kirschlikör besteht.
  27. 27. Serviettenring nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung (17, 17') im wesentlichen aus einem Branntwein besteht.
  28. 28. Serviettenring nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung (17, 17') im wesentlichen aus einem Weinbrand besteht.
  29. 29. Serviettenring nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung (17, 17') im wesentlichen aus einem Obstbranntwein besteht.
  30. 30. Serviettenring nach einem der Ansprüche 19 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzierungen (2, 2', 2'' 2''') mehrfarbig ausgebildet sind.
  31. 31. Serviettenring nach einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (1, 1', 1'') mehrfarbig ausgebildet ist.






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