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Dokumentenidentifikation DE19809959A1 09.09.1999
Titel Etikett für fliegenden Rollenwechsel
Anmelder Prinz, Peter, 73527 Schwäbisch Gmünd, DE
Erfinder Prinz, Peter, 73527 Schwäbisch Gmünd, DE
Vertreter Patentanwälte Magenbauer, Reimold, Vetter & Abel, 73728 Esslingen
DE-Anmeldedatum 07.03.1998
DE-Aktenzeichen 19809959
Offenlegungstag 09.09.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.1999
IPC-Hauptklasse B65H 21/02
Zusammenfassung Es wird ein Etikett für einen fliegenden Rollenwechsel von auf Rollen aufgewickelten Flachbahnmaterial, insbesondere Papierbahnmaterial für die Druckindustrie, vorgeschlagen. Dieses Etikett weist ein mittels einer unteren Klebeschicht (12) auf eine Rolle aufklebbares Etikettbasiselement (10) auf, das im Gebrauchszustand mit einem Etikettdeckelelement (11) wenigstens teilweise überdeckt ist, wobei das Etikettdeckelement (11) über eine erste Teilfläche (16) fest mit dem Etikettbasiselement (10) verbunden ist und an einer zweiten Teilfläche (20) eine untere, mit dem Endbereich der obersten Windung (17) des Flachbahnmaterials verbindbare Klebeschicht (13) besitzt. Weiterhin ist eine Klebeschicht (14) an der vom Etikettbasiselement (10) wegweisenden Oberseite des Etikettdeckelements (11) vorgesehen. Das Etikettbasiselement (10) besteht dabei aus einem sich bei Zugbeanspruchung zwischen Ober- und Unterseite aufspaltenden Material. Durch dieses Etikett wird zum einen während des Transports und der Lagerung die oberste Windung (17) des Flachbahnmaterials an der Rolle gehalten, und zum anderen kann durch dieses Etikett in einfacher und kostengünstiger Weise ein fliegender Rollenwechsel beispielsweise in einer Druckmaschine realisiert werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Etikett für einen fliegenden Rollenwechsel von auf Rollen aufgewickeltem Flachbahnmaterial, insbesondere Papierbahnmaterial für die Druckindustrie.

Zur Herstellung von Druckerzeugnissen, wie Zeitschriften, Prospekten, Broschüren, Etiketten od. dgl., in Druckmaschinen wird das zu bedruckende Flachbahnmaterial, das im allgemeinen ein Papierbahnmaterial ist, in großen Rollen bereitgestellt. Im Einzelfall kann dieses Flachbahnmaterial auch eine Kunststoff- oder Metallbahn oder eine kombinierte Bahn sein. Eine solche Rolle wird in die Druckmaschine eingesetzt und das Flachbahnmaterial zum Bedrucken abgewickelt und der Maschine zugeführt. Dabei können Bahngeschwindigkeiten von beispielsweise 15 m/s auftreten.

Wenn eine Rolle abgewickelt ist, muß sie durch eine neue Rolle ersetzt werden.

Zur Vermeidung von Stillstandszeiten können ablaufende und neue Rolle "fliegend" gewechselt werden. Zu diesem Zweck wird die neue Rolle so beschleunigt, daß ihre Umfangsgeschwindigkeit mit der Geschwindigkeit der von der ablaufenden Rolle kommenden Papierbahn übereinstimmt. In diesem Zustand wird mit Hilfe einer entsprechenden Vorrichtung in der Druckmaschine der automatische Rollenwechsel ausgeführt und dabei die Bahn der neuen Rolle an die Bahn der alten Rolle angeklebt. Um diesen Vorgang funktionssicher ablaufen zu lassen, werden die neuen Rollen vor ihrem Einsatz in die Druckmaschine mit speziellen Etiketten verschlossen.

Es sind bereits Etiketten für den fliegenden Rollenwechsel bekannt, die mit einer perforierten Trennlinie versehen sind, damit sich das mittels solcher Etiketten an der Rolle befestigte Bahnende durch Reißen der Perforation von der Rolle lösen kann. Um ein sicheres Lösen zu gewährleisten, muß die Perforation schon bei relativ geringem Kraftaufwand reißen. Dies hat andererseits den Nachteil, daß schon bei der Befestigung des Bahnendes an der Rolle oder beim Transport der Rolle die Perforation reißen kann.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein verbessertes Etikett für den fliegenden Rollenwechsel zu schaffen, durch das einerseits das Rollenbandende fest an der Rolle fixiert werden kann, und das andererseits beim fliegenden Rollenwechsel eine sichere Ablösung dieses Bahnendes von der Rolle gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Etikett für einen fliegenden Rollenwechsel von auf Rollen aufgewickeltem Flachbahnmaterial, insbesondere Papierbahnmaterial für die Druckindustrie, gelöst, das ein mittels einer unteren Klebeschicht auf eine Rolle aufklebbares Etikettbasiselement besitzt, welches im Gebrauchszustand mit einem Etikettdeckelement wenigstens teilweise überdeckt ist, wobei das Etikettdeckelement über eine erste Teilfläche fest mit dem Etikettbasiselement verbunden ist und an einer zweiten Teilfläche eine untere, mit dem Endbereich der obersten Windung des Flachbahnmaterials verbindbare Klebeschicht besitzt und wobei das Etikettbasiselement aus einem sich bei Zugbeanspruchung zwischen Ober- und Unterseite aufspaltenden Material besteht. Weiterhin ist das Etikettdeckelement mit einer an der vom Etikettbasiselement wegweisenden Oberseite mit einer Klebeschicht versehen.

Das erfindungsgemäße Etikett verbessert in vorteilhafter Weise mehrere Funktionen. Zum einen hält es beim Transport und bei der Lagerung die oberste Windung des Flachbahnmaterials fest und sicher an der Rolle, da eine leicht reißende Perforation nicht mehr erforderlich ist. Beim fliegenden Rollenwechsel in einer Druckmaschine wird die mit wenigstens einem solchen Etikett gesicherte Rolle kurz vor dem Ende des Bahnmaterials der vorherigen Rolle auf die Rotationsgeschwindigkeit dieser vorherigen Rolle beschleunigt. Am Ende der Materialbahn der vorherigen Rolle wird diese oder die vorherige Rolle an die Nachfolgerolle angedrückt. Durch die Klebeschicht an der Oberseite des Etikettdeckelements verklebt die oberste Windung der neuen Rolle fest mit dem Bahnende der vorherigen Rolle. Da sich die Bahn der vorherigen Rolle linear fortbewegt, die oberste Windung der neuen Rolle jedoch zunächst im Umfangskreis der Rolle rotiert, erfolgt eine Zugbeanspruchung zwischen Ober- und Unterseite des Etikettbasiselements, da die Oberseite über das Etikettdeckelement mit der Bahn der alten Rolle verbunden ist, während die Unterseite mit der neuen Rolle verklebt ist. Schon bei relativ geringen Kräften spaltet sich hierdurch das Material des Etikettbasiselements auf, so daß der Endbereich der obersten Windung der neuen Rolle der Bahn der alten Rolle folgt. Das oder die hierfür erforderlichen Etiketten sind einfach und kostengünstig herstellbar und ebenso einfach auf der Rolle anbringbar.

Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Etiketts möglich.

Das Etikettdeckelement ist zweckmäßigerweise über eine sich über die erste Teilfläche erstreckende Klebeschicht mit dem Etikettbasiselement verbunden. Dies ist besonders einfach dadurch realisierbar, daß die sich über die erste Teilfläche erstreckende Klebeschicht und die sich über die zweite Teilfläche erstreckende Klebeschicht eine zusammenhängende Klebeschicht an der Unterseite des Etikettdeckelements bilden. Praktisch bedeutet dies, daß das Etikettdeckelement beidseitig mit einer Klebeschicht versehen ist und zur Herstellung des Etiketts lediglich an das Etikettbasiselement angepreßt werden muß.

Dadurch, daß sich das Etikettdeckelement an seinem in der Gebrauchslage vom Endbereich der obersten Windung des Flachbahnmaterials wegweisenden Endbereich verjüngt und/oder eine Spitze aufweist, kann der Aufspaltvorgang des Etikettbasiselements schon bei einer relativ sehr geringen Kraft eingeleitet werden. Andererseits gewährleistet dieses Etikettbasiselement in Verbindung mit dem Etikettdeckelement eine feste Verbindung der obersten Windung des Flachbahnmaterials mit der Rolle bzw. der zweiten Windung, da sich das Material des Etikettbasiselements bei einer Längsbeanspruchung nur durch einen erheblich größeren Kraftaufwand aufspalten könnte.

Die Klebeschicht an der Oberseite des Etikettdeckelements ist im Transport- und Lagerzustand einer Rolle zweckmäßigerweise durch eine abziehbare Schutzfolie abgedeckt, damit zum einen die Klebeschicht ihre Klebewirkung in optimaler Weise beibehält und zum anderen ein gegenseitiges Verkleben von Rollen oder zwischen einer Rolle und anderen Gegenständen verhindert wird.

Die der Klebeschicht an der zweiten Teilfläche des Etikettdeckelements gegenüberliegende Oberseite des Etikettbasiselements kann auch mit einer dehäsiven Schicht versehen sein, damit das Etikettdeckelement in diesem Bereich leicht vom Etikettbasiselement des vorgefertigten Etiketts abgezogen werden kann, um den Endbereich der obersten Windung des Flachbahnmaterials dazwischen einzulegen, wobei anschließend das Etikettdeckelement dann wieder auf diesen Endbereich aufgedrückt und dadurch mit diesem verklebt wird.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Etiketts als Ausführungsbeispiel der Erfindung im Gebrauchszustand an einer Rolle und

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des in Fig. 1 dargestellten, auf einer Rolle aufgeklebten Etiketts.

Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Etikett besteht im wesentlichen aus einem ungefähr rechteckförmigen Etikettbasiselement 10, das jedoch selbstverständlich auch eine andere Form aufweisen könnte, und einem kleineren Etikettdeckelement 11, das auf das Etikettbasiselement 10 aufgeklebt ist. Die Unterseite des Etikettbasiselements 10 ist vollflächig mit einer ersten Klebeschicht 12 versehen, während das Etikettdeckelement 11 an seiner Unterseite mit einer zweiten Klebeschicht 13 und an seiner Oberseite mit einer dritten Klebeschicht 14 versehen ist. Die dritte Klebeschicht 14 an der Oberseite des Etikettdeckelements 11 ist mit einer abziehbaren Schutzfolie 15 abgedeckt. Das Etikettdeckelement 11 ist mittels einer ersten Teilfläche 16 der zweiten Klebeschicht 13 fest mit dem Etikettbasiselement 10 verbunden bzw. verklebt. Das erfindungsgemäße Etikett wird zunächst zur Befestigung der obersten Bahn bzw. Windung 17 eines zu einer Rolle 18 aufgewickelten Flachbahnmaterials an der Rolle bzw. an der zweitobersten Windung 19 verwendet. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist ein einziges solches Etikett dargestellt, das gegenüber den tatsächlichen Verhältnissen vergrößert ist. In der Praxis werden mehrere solcher Etiketten nebeneinander angeordnet, um den Endbereich der obersten Windung 17 an der Rolle 18 zu befestigen und zu halten.

Hierzu wird das Etikettbasiselement 10 mit Hilfe der als selbstklebende Schicht ausgebildeten ersten Klebeschicht 12 so mit der obersten bzw. zweitobersten Windung der Rolle 18 verklebt, daß der Endbereich der obersten Windung 17 über dieses Etikettbasiselement 10 gelegt werden kann und dabei dieses Etikettbasiselement 10 ungefähr zur Hälfte überlappt. Nun wird das Etikettdeckelement 11 unter Spannung über diesen Endbereich der ersten Teilfläche 16 gelegt und mit diesem verklebt. Dadurch liegt die oberste Windung fest an der Rolle 18 an.

Für den zuletzt beschriebenen Vorgang gibt es mehrere Ausführungsmöglichkeiten. Die erste besteht darin, daß zunächst nur das Etikettbasiselement 10 mit der Rolle 18 verklebt wird, und erst nach Oberlappung des Endbereichs der obersten Windung 17 über das Etikettbasiselement 10 wird das Etikettdeckelement 11 so darübergeklebt, daß die erste Teilfläche 16 der zweiten Klebeschicht 13 mit dem Etikettbasiselement 10 und die restliche zweite Teilfläche 20 der zweiten Klebeschicht 13 mit dem Endbereich der obersten Windung 17 verklebt wird.

Die zweite Ausführungsmöglichkeit besteht darin, daß das Etikettdeckelement 11 zuvor schon auf dem Etikettbasiselement 10 aufgebracht war. Um den Endbereich der obersten Windung 17 unter dem ersten Etikettdeckelement 11 verkleben zu können, ist die der zweiten Teilfläche 20 zugewandte Oberseite des Etikettbasiselements 10 mit einer dehäsiven Schicht versehen, so daß vor der Befestigung des Endbereichs der obersten Windung 17 das Etikettdeckelement 11 im Bereich der zweiten Teilfläche 20 leicht vom Etikettbasiselement 10 gelöst werden kann, um dann anschließend auf den Endbereich der obersten Windung 17 geklebt zu werden.

Die dritte Ausführungsmöglichkeit besteht darin, daß die zweite Teilfläche 20 der zweiten Klebeschicht 13 zunächst mit einer nicht dargestellten Deck- bzw. Schutzfolie versehen ist, um ein Ankleben am Etikettbasiselement 10 zu verhindern. In diesem Falle wird der mit der Schutzfolie versehene Bereich des Etikettdeckelements 11 angehoben, der Endbereich der obersten Windung 17 auf das Etikettbasiselement 10 gelegt, die Schutzfolie entfernt und dann das Etikettdeckelement 11 mittels der zweiten Teilfläche 20 der zweiten Klebeschicht 13 auf diesen Endbereich der obersten Windung 17 geklebt.

Die Handelsform der ersten Ausführungsmöglichkeit des Etiketts besteht darin, daß auf einer dehäsiven streifen- oder bandartigen Trägerbahn eine Vielzahl von Etikettdeckelementen 11 in einer oder mehreren Reihen abnehmbar aufgebracht ist. Die zugehörigen Etikettbasiselemente 10 sind dann jeweils auf den dehäsiven Schutzfolien 15 dieser Etikettdeckelemente 11 wiederum abnehmbar angeordnet. Im Einsatz wird dann zunächst ein Etikettbasiselement abgezogen und auf die Rolle 18 geklebt und anschließend das Etikettdeckelement 11, wie dies bereits beschrieben wurde.

In der Handelsform der zweiten Ausführungsmöglichkeit des Etiketts ist die erste Klebeschicht 12 an der Unterseite des Etikettbasiselements 10 ebenfalls mit einer Schutzfolie versehen, oder aber eine Vielzahl von Etiketten ist auf einer streifen- bzw. bandartigen Trägerbahn aufgebracht, die eine dehäsive Oberfläche besitzt, so daß sie komplett bei der Anwendung leicht von dieser Trägerbahn abgelöst werden können.

Das in der beschriebenen Weise an einer Flachbahnmaterial- Rolle angebrachte Etikett (oder mehrere Etiketten) kann auch für den fliegenden Rollenwechsel beispielsweise in einer Druckmaschine eingesetzt werden. Hierzu besitzt diese zwei Aufnahmevorrichtungen für solche Rollen. Während das Flachbahnmaterial von der einen Rolle zur Verarbeitung in der Maschine abgewickelt wird, wird eine neue Rolle in die andere Aufnahmevorrichtung eingesetzt. Die Schutzfolie 15 bzw. die Schutzfolien 15 wird bzw. werden dann abgezogen, so daß die oberste dritte Klebeschicht 14 frei wird. Kurz vor dem Abwickelende des Abwickelvorgangs des Flachbahnmaterials der sich drehenden Rolle wird die neue Rolle in Rotation versetzt und in an sich bekannter Weise an die Bahngeschwindigkeit des Flachbahnmaterials der vorherigen Rolle angepaßt. Nun werden entweder die beiden Rollen gegeneinandergedrückt, oder die Bahn des sich abwickelnden Flachbahnmaterials wird kurzzeitig gegen die neue Rolle gedrückt. Dabei verklebt sich dieses Flachbahnmaterial mittels der dritten Klebeschicht 14 mit dem Etikettdeckelement 11. Da sich das Flachbahnmaterial der vorherigen Rolle, das nunmehr mit dem Etikettdeckelement 11 der neuen Rolle verklebt ist, linear von der neuen Rolle wegbewegt, entsteht eine Zugbeanspruchung zwischen der Ober- und Unterseite des Etikettbasiselements 10, das mit seiner Unterseite mit der zweitobersten Windung 19 verklebt ist. Dieses Etikettbasiselement 10 besteht aus einem Material, das sich bei einer solchen Zugbeanspruchung zwischen Ober- und Unterseite aufspaltet. Die Aufspaltlinie 21 ist in Fig. 1 gestrichelt dargestellt. Somit bewegt sich das Etikettdeckelement 11 zusammen mit einer Schicht des Etikettbasiselements 10 und dem Endbereich der obersten Windung 17 zusammen mit der Bahn des Flachbahnmaterials 22 linear von der neuen Rolle weg, während der auf der zweitobersten Windung 19 verbleibende Bereich des Etikettbasiselements 10 noch eine Umdrehung der Rolle 18 mitmacht und dann ebenfalls der Linearbewegung folgt, so daß das Bahnmaterial der neuen Rolle 18 automatisch dem Ende des Flachbahnmaterials 22 der vorherigen Rolle folgt und dem Bearbeitungsprozeß in der Druckmaschine zugeführt wird.

Zur Vereinfachung der Darstellung wurde in Fig. 1 nur ein Teilbereich der obersten Windung 17 und der zweitobersten Windung 19 dargestellt. Auf die Darstellung der übrigen Windungen sowie auf die an sich vorhandene Krümmung dieser Windungen wurde zur Vereinfachung der Darstellung ebenfalls verzichtet.

Der in die Umdrehungsrichtung A gerichtete Endbereich 23 des Etikettdeckelements 11 läuft zu einer Spitze aus bzw. ist zum Ende hin verjüngt. Hierdurch sind nur sehr geringe Normalkräfte erforderlich, um den Spaltvorgang des Etikettbasiselements 10 einzuleiten. Andererseits kann das Etikettbasiselement 10 relativ große Scherkräfte aufnehmen, so daß ein sicherer Halt des Endbereichs der obersten Windung 17 an der Rolle beispielsweise während des Transports gewährleistet ist.

Eine weitere Möglichkeit, den Spaltvorgang des Etikettbasiselements 10 zu erleichtern, besteht darin, daß die das Etikettdeckelement 11 mit dem Etikettbasiselement 10 verbindende erste Teilfläche 16 der zweiten Klebeschicht 13 kleiner als die das Etikettbasiselement 10 überdeckende Fläche des Etikettdeckelements 11 ist. Hierzu kann sich beispielsweise die zweite Klebeschicht 13 nicht ganz bis zum in Umdrehungsrichtung vorderen Ende des Etikettdeckelements 11 erstrecken oder in diesem Bereich schmaler als das Etikettdeckelement 11 ausgebildet sein oder Unterbrechungen aufweisen.


Anspruch[de]
  1. 1. Etikett für einen fliegenden Rollenwechsel von auf Rollen aufgewickeltem Flachbahnmaterial, insbesondere Papierbahnmaterial für die Druckindustrie, mit einem mittels einer unteren Klebeschicht (12) auf eine Rolle (18) aufklebbaren Etikettbasiselement (10), das im Gebrauchszustand mit einem Etikettdeckelement (11) wenigstens teilweise überdeckt ist, wobei das Etikettdeckelement (11) über eine erste Teilfläche (16) fest mit dem Etikettbasiselement (10) verbunden ist und an einer zweiten Teilfläche (20) eine untere, mit dem Endbereich der obersten Windung (17) des Flachbahnmaterials verbindbare Klebeschicht (13) besitzt und mit einer an der vom Etikettbasiselement (10) wegweisenden Oberseite des Etikettdeckelements (11) angeordneten Klebeschicht (14), wobei das Etikettbasiselement (10) aus einem sich bei Zugbeanspruchung zwischen Ober- und Unterseite aufspaltenden Material besteht.
  2. 2. Etikett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Etikettdeckelement (11) über eine sich über die erste Teilfläche (16) erstreckende Klebeschicht (13) mit dem Etikettbasiselement (10) verbunden ist.
  3. 3. Etikett nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich über die erste Teilfläche (16) erstreckende Klebeschicht (13) und die sich über die zweite Teilfläche (20) erstreckende Klebeschicht eine zusammenhängende Klebeschicht (13) an der Unterseite des Etikettdeckelements (11) bilden.
  4. 4. Etikett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Etikettdeckelement (11) an seinem in der Gebrauchslage vom Endbereich der obersten Windung (17) des Flachbahnmaterials wegweisenden Endbereich (23) verjüngt und/oder eine Spitze aufweist.
  5. 5. Etikett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebeschicht (14) an der Oberseite des Etikettdeckelements (11) im Transport- und Lagerzustand einer Rolle (18) durch eine abziehbare Schutzfolie (15) abgedeckt ist.
  6. 6. Etikett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Grundzustand vor der Anwendung das Etikettdeckelement (11) abnehmbar an einer dehäsiven streifen- oder bandartigen Trägerbahn angeordnet ist, und daß das Etikettbasiselement (10) abnehmbar auf der dehäsiven Schutzfolie (15) des Etikettdeckelements (11) haftet.
  7. 7. Etikett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die der Klebeschicht (13) an der zweiten Teilfläche (20) des Etikettdeckelements (11) gegenüberliegende Oberseite des Etikettbasiselements (10) mit einer dehäsiven Schicht versehen ist.
  8. 8. Etikett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die das Etikettdeckelement (11) mit dem Etikettbasiselement (10) verbindende erste Teilfläche (16) kleiner als die das Etikettbasiselement (10) überdeckende Fläche des Etikettdeckelements (11) ist.






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