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Personen-Seilaufzug - Dokument DE19902853A1
 
PatentDe  



Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Personen-Seilaufzug mit einer Aufzugskabine zum Einbau in den Fahrschacht eines Gebäudes, der die Teile des Oberbegriffes des Anspruchs 1 umfaßt.

Ein solcher Personen-Seilaufzug ist bekannt aus der DE 39 22 798 C1. Die Personen-Seilaufzüge der hier in Betracht kommenden Bauart haben einen sehr kompakten Aufbau, der ohne wesentlichen zusätzlichen Raum für das Antriebsmodul auskommt. Diese Personen-Seilaufzüge werden insbesondere in bereits bestehende Gebäude bei der Renovierung eingebaut.

Es stellt sich die Aufgabe, bei einem solchen Seilaufzug den Platzbedarf weiter zu verringern, ohne daß an der Funktion und am Komfort des Seilaufzuges Abstriche gemacht werden müssen.

Diese Aufgabe wird gelöst bei einem Personen-Seilaufzug der eingangs genannten Art, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die Drehachse der vom Elektromotor angetriebenen Treibscheibe im Querschnitt des Fahrschachtes horizontal angeordnet ist, jedoch schräg mit einem Winkelmaß zu der im Bereich des Antriebsmoduls liegenden vertikalen Fahrebene liegt, so daß die über die Treibscheibe gelegten Tragseil-Trums - in der Horizontalen und in Richtung der betreffenden Fahrebene besehen - versetzt zueinander liegen.

Hierdurch hat man den Vorteil, daß insbesondere bei einer Schrägstellung von 15 bis 35° zwei handelsübliche und gleichgroße Gußeisen- oder Kunststoff-Seilrollen eingebaut werden können, die wesentlich einfacher, preiswerter und belastbarer sind als kostspielige Mehrscheibenrollen, wie sie in Fig. 4 des vorgenannten Standes der Technik abgebildet sind. Auf derselben Rollenbreite lassen sich demnach doppelt so viele Seile unterbringen.

Durch die Schrägstellung ist zum einen eine raumsparende Anbringung der Kabine und des Gegengewichtes möglich, wobei gleichzeitig ein hebendes Moment entsteht, welches die Klemmkraft und die Reibung der Führungsschuhe vorgenannter Teile entsprechend verringert und daher für ein angenehmes, ruckfreies Fahrverhalten sorgt.

Durch die Schrägstellung der Antriebsscheibe können weiterhin die sonst üblichen ein oder zwei Ablenkrollen, die neben der Aufzugswinder erforderlich sind, entfallen.

Durch die Schrägstellung kann erreicht werden, daß das Antriebsmodul flacher wird und daß Teile des Antriebsmoduls, insbesondere Elektromotor, innerhalb des Rahmentragwerkes bzw. innerhalb einer im Mauerwerk des Fahrschachtes eingearbeiteten Maueröffnung eingebaut werden können.

Zwar ist nicht unbekannt, eine Tragrolle, wie sie im oberen Bereich des Traggestells angebracht ist, schräg zu stellen (vgl. Patentschrift DE 41 31 668 C1). Bei diesem Stand der Technik handelt es sich jedoch um einen Hydroseilaufzug, bei dem eine Antriebsscheibe, die im vorliegenden Fall nicht vorhanden ist.

Das Antriebsmodul umfaßt vorzugsweise neben dem Elektromotor und der Treibscheibe eine Bremse, ein Getriebe und ein Handrad. Hierbei ist besonders vorteilhaft, daß das Handrad von der Schachtaußenseite her zugänglich ist, so daß keine zusätzliche Not-Antriebsvorrichtung vorgesehen werden muß, die über eine gesonderte elektrische Batterie, Motor oder dergleichen verfügen muß. Im Fall eines Stromausfalls kann mit Hilfe des direkt am Antriebsmodul angebrachten Handrads die Aufzugskabine in eine Etagen-Position gestellt werden.

Der vorbeschriebene Personen-Seilaufzug läßt sich insbesondere durch seine kompakte Bauweise in bereits vorhandene Gebäude oder noch nachträglich in einen Rohbau einbauen, ohne daß von vornherein ein Schacht vorgesehen werden muß. Außerdem läßt sich der personen-Seilaufzug auch für sogenannte Fassaden-Aufzüge verwenden, die keinen Fahrschacht benötigen, sondern lediglich ein Gestell mit Führungsschienen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Die Figuren zeigen im einzelnen:

Fig. 1 in schematischer Darstellung einen Personen-Seilaufzug mit Traggestell, Kabine und Gegengewicht;

Fig. 2 in detaillierterer Darstellung gemäß Fig. 1 eine Seitenansicht der Antriebsteile;

Fig. 3 einen Schnitt gemäß der Linie III . . . III in Fig. 2;

Fig. 4 und 5 jeweils Draufsicht auf den Antriebsbereich.

In den Fig. 1 und 2 ist ein Personen-Seilaufzug 100 mit einer Aufzugskabine 50, die in einem Fahrschacht 20 eines Gebäudes (nicht weiter dargestellt) eingebaut ist. Der Seilaufzug 100 ist von einem Rahmentragwerk 30 mit Führungsschienen 15.1 und 15.2 getragen. Am Rahmentragwerk sind zwei Umlenkrollen 31 vorgesehen, die zu der oberen Seilaufhängung 21 gehören. Weiterhin ist ein durchgehendes Tragseil 40 vorhanden, das eine an den Führungsschienen 15.1, 15.2 geführten Kabinen-Traggestell 22 mit einer Aufzugskabine 50 zu einem Gegengewicht 40 über mehrere Umlenkungen und Antriebseinheiten führt. Das Traggestell 22 ist dabei von seiner Unterseite her durch das Tragseil 40 gestützt. Hierbei sind in ausreichendem Maße einzelne Tragseile 40 vorgesehen, die nebeneinander verlaufen.

Aus Fig. 2 ist zu ersehen, daß das von dem Kabinen- Traggestell 22 kommende Tragseil 40 zunächst nach oben verläuft und über die Seiltrommeln 31.1 gelegt ist, dann wieder nach unten verläuft, über die Treibscheibe 4 gelegt ist, von dieser wieder auf die zweite Umlenkrolle 31.2 geschlungen ist und nach unten verlaufend, mit dem Gegengewicht 400 verbunden ist, das über die Höhe in einem Fahrbereich G auf- und abbewegbar ist, entsprechend den Auf- und Abbewegungen der Kabine.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Antriebsmodul 1 in Höhe des obersten Stockwerkes (vgl. Fig. 1) auf einem Antriebstragrahmen 16 aufgebockt. Die Anordnung gemäß Fig. 2 macht deutlich, daß der Motor senkrecht gestellt ist. Über ein Getriebe 3, das vorzugsweise als Schnecken-Stirnradgetriebe ausgeführt ist, kann der senkrecht gestellte Motor mit der Antriebswelle 49 verbunden werden. Die Drehachse der Antriebswelle 49 liegt horizontal angeordnet, ist jedoch schräg mit einem Winkelmaß β von etwa 18° ± 1° zu der im Bereich des Antriebsmoduls liegenden vertikalen Fahrebene F angeordnet, so daß die über die Treibscheibe 4 gelegten Tragseil-Trums 7 und 8 - in der Horizontalen und in Richtung der betreffenden Fahrtebene F gesehen - versetzt zueinander liegen.

Durch diese Anordnung wird das Ziel erreicht, mit einfachen und preiswerten Mitteln den bei Treibscheiben-Aufzügen stets erforderlichen Triebwerksraum zu verkleinern, so daß er innerhalb der Schachtwand oder bei einem Aufzug mit Stahlschachtgerüst in einem angeflanschten flachen Kasten (hier nicht dargestellt) untergebracht werden kann. Dies wird im wesentlichen auch durch das vorgesehene, kompakte Schnecken-Stirnradgetriebe mit dem senkrecht daraufgestellten Motor und durch einen kompakten Schaltschrank erreicht.

Dabei sei besonders angemerkt, daß das Antriebsmodul neben jeder Haltestelle auch an beliebigen Zwischenpodesten bis hinunter auf die Höhe der Grubensohle angeordnet werden. Es kann demnach entsprechend den Erfordernissen der Baustelle und den Wünschen des Kunden gearbeitet werden. Bei vielen Aufzügen gemäß Stand der Technik, die ohne gesonderten Triebwerkraum auskommen, ist es erforderlich, den Antrieb im Bereich der obersten Haltestelle anzuordnen.

Es lassen sich hier auch Kosten ersparen, denn Scheibenmotoren mit besonderer Frequenzregelung erfordern höhere Kosten. Bei einem Antrieb durch ein Schnecken-Stirnradgetriebe können beispielsweise sechs verschiedene Übersetzungen gewählt werden, so daß die Treibgeschwindigkeit der Antriebsteile zwischen 0,80 und 2,00 m/s liegt. Auch kann wahlweise Drehstrom- oder Frequenzregelung verwendet werden.

Nach Öffnen der hier nicht dargestellten Triebwerkstür vor dem nichtbetretbaren Triebwerksraum sind Handrad und Bremshebel bequem zu erreichen. Man kann auch die Treibscheibe besichtigen und prüfen bzw. im Fahrkorb eingeschlossene Personen befreien.

Eine besondere, batteriebetriebene Notfahreinrichtung ist nicht erforderlich.

Durch die Anordnung wird auch erreicht, daß der Einbau des Aufzuges keine vertikalen Kräfte auf den Baukörper überträgt. Der nachträgliche Anbau in oder an ein vorhandenes Gebäude wird wesentlich erleichtert, weil der Baukörper nicht durch den Aufzug bedingte Kräfte belastet wird. Ein mit dem Aufzug mitzulieferndes Stahlschachtgerüst kann dementsprechend leicht und preisgünstig sein. Da der Antrieb direkt mit den Führungsschienen verschraubt ist, ist auch eine wesentliche Verbesserung zu erreichen.

Von Vorteil ist auch, daß das Gegengewicht 400 direkt neben der Treibscheibe 4 angeordnet ist. An den Seiten sind übliche Bremsvorrichtungen 27, 38 für die Fahrkabine zu erkennen.

Von besonderem Vorteil ist auch, daß Schwingmetallagerungen 34 eine direkte Anschraubung des Antriebstragrahmens 16 an der Fahrkorb- und Gegengewichtsschiene ermöglicht. Auf der Grubensohle befindet sich ein Träger, der die von der Gegengewichtsschiene 15.3 übertragene Zugkraft direkt auf beide Führungsschienen 15.1 und 15.2 der Kabine weiterleitet. Alle Kräfte heben sich dadurch innerhalb der Schienenträger auf. Der Schacht selber wird nicht durch Kräfte belastet. Es treten nur die üblichen Fang- und Pufferkräfte auf der Sohle auf, die auch bei einem herkömmlichen Aufzug mit obenstehendem Antrieb auftreten würden.

Aus den Fig. 1, 4 und 5 ist ferner erkennbar, daß bei einem im wesentlichen rechteckigen Grundriß der Aufzugskabine 50 die Kabinentür an einer Schmalseite des Rechtecks und Antriebsmodul sowie Fahrbereich des Gegengewichts 400 im Außenbereich außerhalb einer Langseite des Rechtecks angeordnet sind.

Fig. 3 zeigt in Draufsicht den untersten Sohlenteil des personen-Seilaufzuges mit dem Träger 36 und der Aufschlagaufstützung.

Der Personen-Seilaufzug bietet den Vorteil, neben frequenzgeregelten Antrieben auch Antriebe der preisgünstigeren Drehstromregelung einzusetzen. Mit modernen Schnecken- Stirnradgetrieben können Wirkungsgrade, bei jeder Übersetzung, zwischen 90 und 95% erreicht werden, so daß man hier wesentlich höhere Wirkungsgrade als bei den üblicherweise im Aufzugsbau verwendeten einstückigen Schneckengetrieben erzielt.

Die Anlaufreibung reicht überdies aus, den Fahrkorb sicher in einer Haltestelle zu halten. Vorzugsweise wird der Aufzug mit nur zwei Seilrollen betrieben. Es wird eine sehr kompakte, kleine Bauweise erreicht.


Anspruch[de]
  1. 1. Personen-Seilaufzug (100) mit einer Aufzugskabine (50) zum Einbau in den Fahrschacht (20) eines Gebäudes, bestehend aus:
    1. - einem Rahmentragwerk (30) mit Führungsschienen (15.1, 15.2, 15.3),
    2. - einer oberen Seilaufhängung (21) mit wenigstens einer Umlenkrolle (31),
    3. - wenigstens einem Tragseil (40),
    4. - einem an den Führungsschienen (15.1-15.3) geführten Kabinen-Traggestell (22) mit einer Aufzugskabine (50), die an dem bzw. den Tragseilen (40) hängen, die während des Betriebes Mithilfe eines Gegengewichtes (40) und der Umlenkrollen (31) auf- oder abziehbar sind,
    5. - und einem Antriebsmodul (1), das wenigstens aus einem Elektromotor mit angetriebener, in den Fahrschacht hineinragenden Treibscheibe (4) besteht, über die das bzw. die Tragseile (40) in zwei Tragseil-Trums gelegt und antreibbar sind, wobei das Antriebsmodul im Querschnitt des Fahrschachtes (20) so angeordnet ist, daß das Kabinen-Traggestell (22) auf der ganzen Höhe des Rahmentragwerkes (30) verfahrbar ist,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (47) der vom Elektromotor (2) angetriebenen Treibscheibe (4) im Querschnitt des Fahrschachtes (20) horizontal angeordnet ist, jedoch schräg mit einem Winkelmaß (ß) zu der im Bereich des Antriebsmoduls liegenden vertikalen Fahrebene (F) liegt, so daß die über die Treibscheibe (4) gelegten Tragseil-Trums (7, 8) - in der Horizontalen und in Richtung der betreffenden Fahrebene (F) gesehen - versetzt zueinander liegen.
  2. 2. Personen-Seilaufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das der Winkel (β) der Schrägstellung zwischen 15 und 35°, vorzugsweise bei 18° ± 1° liegt.
  3. 3. Personen-Seilaufzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Teile des Antriebsmoduls (1), Insbesondere der Elektromotor, innerhalb des Rahmentragwerkes (30) angeordnet sind.
  4. 4. Personen-Seilaufzug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsmodul (1) wenigstens teilweise in eine im Mauerwerk (51) des Fahrschachtes eingearbeitete Maueröffnung (45) hineinragt.
  5. 5. Personen-Seilaufzug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsmodul (1) in einen Schrank (13) untergebracht ist, der wenigstens teilweise in die Maueröffnung (45) eingebaut ist.
  6. 6. Personen-Seilaufzug nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsmodul (1) neben dem Elektromotor (2) und der Treibscheibe (4) eine Bremse, ein Getriebe (3) und ein Handrad (46) umfaßt.
  7. 7. Personen-Seilaufzug nach Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmodul (1) von einem am Rahmentragwerk befestigten Antriebstragrahmen (16) gestützt ist.
  8. 8. Personen-Seilaufzug nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrbereich (G) für das Gegengewicht (400) neben der Treibscheibe (4) angeordnet ist.
  9. 9. Personen-Seilaufzug nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, bei einem im wesentlichen rechteckigen Grundriß der Aufzugskabine (50) die Kabinentür an einer Schmalseite des Rechtecks und Antriebsmodul sowie Fahrbereich des Gegengewichtes im Außenbereich außerhalb einer Langseite des Rechtecks angeordnet sind.
  10. 10. Personen-Seilaufzug nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebstragrahmen (16) und die Seilaufhängung (21) zwischen den seitlichen Führungsschienen (15.1, 15.3) angeordnet und an diesen befestigt sind.
  11. 11. Personen-Seilaufzug nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Treibscheiben-Welle über ein Schnecken-Stirnradgetriebe (3) von einem Elektromotor angetrieben wird.
  12. 12. Personen-Seilaufzug nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Schnecken-Stirnradgetriebe (3) vorgeschalteter Elektromotor im wesentlichen vertikal angeordnet ist.






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