PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69418080T2 30.09.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0613278
Titel Von rufendem Terminal gesteuerter Rufbereich
Anmelder AT & T Corp., New York, N.Y., US
Erfinder Bales, Bruce Merrill, Louisville, Colorado 80027, US;
Thieler, Stephen Max, Boulder, Colorado 80301, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69418080
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 16.02.1994
EP-Aktenzeichen 943011171
EP-Offenlegungsdatum 31.08.1994
EP date of grant 28.04.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.09.1999
IPC-Hauptklasse H04M 3/00

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft Telekommunikationsvermittlungssysteme und insbesondere die Steuerung von Optionen bei der Anrufabdeckung.

Allgemeiner Stand der Technik

Bei derzeitigen Firmen-Telekommunikationssystemen, die auch als PBX bezeichnet werden, wird ein Anrufer, der einen nicht entgegengenommenen Anruf tätigt, benachrichtigt, daß der Anruf zu einer Anrufabdeckung geht. Es wird dem Anrufer jedoch keine unmittelbare Steuerung gegeben, über welches Anrufabdeckungssystem der Anruf umgelegt wird. Bei vielen Systemen wird, wenn ein Voice Mail System an das Firmen-Telekommunikationssystem angeschaltet ist, der Anrufer zu dem Voice Mail System weitergeleitet, und das Voice Mail System informiert den Anrufer, daß der Anrufer eine Voice Mail Nachricht hinterlassen kann oder zu einer Sekretärin weitergeleitet wird. Bestimmte PBX zeigen außerdem auf einer alphanumerischen Anzeige an, wenn ein Anruf an eine Abdeckung geht, geben aber keine Steuerung, welches Abdeckungssystem verwendet wird. Ein beispielhaftes Anrufabdeckungssystem ist z. B. aus US-A-4 682 354 bekannt.

Das Problem mit herkömmlichen Verfahren zur Anrufabdeckung ist die erforderliche Zeit, um einen Anruf zu dem Voice Mail Nachrichtensystem umzulegen, eine Audionachricht aus dem Voice Mail System zu empfangen, die die verfügbaren Anrufabdeckungsoptionen beschreibt, die gewünschte Anrufabdeckungsoption zu wählen und darauf zu warten, daß das Voice Mail System die Umlegung zu der gewählten Anrufabdeckungsoption durchführt. Insbesondere wird dieses Verfahren noch länger, wenn neben einer Sekretärin und einem Voice Mail System andere Anrufabdeckungsdienste hinzugefügt werden. Oftmals wünscht der Anrufer nicht, mit dem angerufenen Teilnehmer zu sprechen, sondern möchte statt dessen lediglich entweder auf dem Voice Mail System oder bei der Sekretärin eine Nachricht für den angerufenen Teilnehmer hinterlassen. Diese Situation tritt häufig ein, wenn der Anrufer ein kleine Informationsmenge übermittelt und nicht in ein langes Gespräch mit dem angerufenen Teilnehmer verwickelt werden möchte.

Kurze Darstellung der Erfindung

Die obengenannten Probleme werden gelöst, und ein technischer Fortschritt erzielt durch eine Vorrichtung und ein Verfahren, die es einem Anrufer ermöglichen, schnell das einzusetzende Anrufabdeckungssystem auszuwählen. Der Anrufer kann die Anrufabdeckung im voraus auswählen, bevor die Verbindung eingeleitet wird, und das angerufene Fernsprechendgerät legt den Anruf automatisch zu dem gewählten Anrufabdeckungsdienst um, wenn sich der angerufene Teilnehmer nicht meldet. Als Alternative sendet das angerufene Fernsprechendgerät die verfügbaren Anrufabdeckungsoptionen zurück, wenn der ankommende Anruf nicht entgegengenommen wird. Als Reaktion zeigt das anrufende Fernsprechendgerät dem Anrufer die verfügbaren Anrufabdeckungsoptionen an, und der Anrufer wählt die gewünschte Anrufabdeckungsoption. Das anrufende Fernsprechendgerät sendet die gewählte Anrufabdeckungsoption dann zu dem angerufenen Fernsprechendgerät, das den Anruf zu dem gewählten Anrufabdeckungsdienst umlegt. Außerdem wählt der Anrufer im voraus die Anrufabdeckungsoption und fordert an, nur eine Nachricht für das anrufende Fernsprechendgerät zu hinterlassen (Nur- Anrufabdeckung), wenn der Anrufer nur eine Nachricht auf einem bestimmten Anrufabdeckungssystem hinterlassen und nicht mit dem angerufenen Teilnehmer sprechen möchte. Nach dem Empfang einer Nachricht, die Nur- Anrufabdeckung vorgibt, legt das angerufene Fernsprechendgerät den Anruf sofort zu dem gewählten Anrufabdeckungssystem um.

Andere und weitere Aspekte der vorliegenden Erfindung werden im Laufe der folgenden Beschreibung und anhand der beigefügten Zeichnung offensichtlich.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 zeigt in Form eines Blockschaltbilds ein System zur Implementierung der Erfindung;

Fig. 2 zeigt in Form eines Flußdiagramms die bei einer Ausführungsform der Erfindung durch ein anrufendes Fernsprechendgerät ausgeführten Funktionen;

Fig. 3 zeigt in Form eines Flußdiagramms die bei einer Ausführungsform der Erfindung durch ein angerufenes Fernsprechendgerät ausgeführten Funktionen;

Fig. 4 zeigt ein anrufendes Fernsprechendgerät, das verfügbare Anrufabdeckungsoptionen bei einer Ausführungsform der Erfindung anzeigt, wenn das Anrufabdeckungssystem im voraus gewählt wird;

Fig. 5 zeigt ein anrufendes Fernsprechendgerät, das verfügbare Anrufabdeckungsoptionen anzeigt, wenn bei einer Ausführungsform der Erfindung das Anrufabdeckungssystem nicht im voraus gewählt wird; und

Fig. 6 zeigt in Form eines Blockschaltbilds ein Fernsprechendgerät.

Ausführliche Beschreibung

Fig. 1 zeigt ein System zur Implementierung der Erfindung. Die Vermittlungsknoten 103 und 105 können eine beliebige Anzahl handelsüblicher (auch als PBX bezeichnete) Firmen-Telekommunikationssysteme oder Vermittlungsämter sein. Vorteilhafterweise sind die Vermittlungsknoten 103 und 105 Vermittlungssysteme wie die aus dem US-Patent 5 159 594 bekannten. Mit jedem Vermittlungsknoten ist eine Mehrzahl von Fernsprechendgeräten verbunden, und diese Fernsprechendgeräte können einfache Fernsprechapparate oder auch kompliziertere Fernsprechendgeräte sein. Die Vermittlungsknoten 103 und 105 sind über ein öffentliches Wählnetz 104 miteinander verbunden. Der Vermittlungsknoten 105 stellt über ein Computersystem 106, ein Voice Mail System 107, eine Sekretärin, die ein Fernsprechendgerät 110 benutzt, und eine Faxmaschine Anrufabdeckung bereit.

Einem Anrufer werden drei Verfahrensweisen zur Auswahl von Anrufabdeckungsoptionen bereitgestellt. Als erstes leitet der Anrufer von einem anrufenden Fernsprechendgerät aus eine Verbindung zu einem angerufenen Fernsprechendgerät ein. Das angerufene Fernsprechendgerät sendet verfügbare Anrufabdeckungsoptionen zu dem anrufenden Endgerät zurück. Der Anrufer wählt eine dieser Anrufabdeckungsoptionen, und diese Wahl wird zu dem im vorans angerufenen Fernsprecher zurückgesendet. Wenn der angerufene Teilnehmer den Anruf nicht entgegennimmt, dann legt das angerufene Fernsprechendgerät den Anruf zu dem im vorans gewählten Anrufabdeckungssystem um. Als zweites kann der Anrufer die Anrufabdeckungsoption auswählen, bevor er die Verbindung einleitet. Wenn der angerufene Teilnehmer den Anruf nicht entgegennimmt, dann legt das angerufene Fernsprechendgerät den Anruf zu dem im voraus gewählten Anrufabdeckungssystem um. Als drittes kann der Anrufer Nur-Anrufabdeckung vorgeben und die gewünschte Anrufabdeckungsoption auswählen. Das angerufene Fernsprechendgerät reagiert auf Nur-Anrufabdeckung, um den Anruf sofort zu dem gewählten Anrufabdeckungssystem umzulegen.

Man betrachte nun ein Beispiel der ersten Verfahrensweise zur Auswahl von Anrufabdeckungsoptionen. Wenn ein Anrufer, der das Fernsprechendgerät 101 verwendet, eine Verbindung zu dem Fernsprechendgerät 109 einleitet, ohne im voraus eine Anrufabdeckungsoption anzugeben, dann reagiert das Fernsprechendgerät 109 auf den ankommenden Anruf, indem es die auf dem Fernsprechendgerät 109 verfügbaren Anrufabdeckungsoptionen über die Rufnachricht des ISDN- Protokolls zu dem Fernsprechendgerät 101 überträgt (die Anrufabdeckungsoptionen werden in einem neuen Informationselement IE entweder in der Codeliste 5 oder 6 übermittelt). Man nehme für dieses Beispiel an, daß die Anrufabdeckungsoptionen das Computersystem 106, das Voice Mail System 107, eine Sekretärin, die ein Fernsprechendgerät 110 benutzt, und die Faxmaschine 108 sind. Wenn die Optionsinformationen durch das Fernsprechendgerät 101 empfangen werden, dann zeigt das letztere Fernsprechendgerät dem das Fernsprechendgerät 101 benutzenden Anrufer diese Informationen an. Die Informationen können abhängig von den Einrichtungen des Fernsprechendgeräts 101 auf Anzeigelampen, einem Computeranzeigeschirm usw. angezeigt werden. Unter der Annahme, daß der das Fernsprechendgerät 101 benutzende Anrufer die Voice Mail Option wählt, sendet das Fernsprechendgerät 101 eine Benutzerinformationsnachricht des ISDN-Protokolls zu dem Fernsprechendgerät 109, die definiert, daß die Voice Mail Anrufabdeckungsoption gewählt wurde. Wenn der angerufene Teilnehmer den Anruf nicht entgegennimmt, dann reagiert das Fernsprechendgerät 109 auf diese Nachricht, um den Anruf von dem Fernsprechendgerät 101 auf das Voice Mail System 107 umzulegen. Das Voice Mail System 107 reagiert auf den umgelegten Anruf, um auf herkömmliche Weise die Voice Mail Befehle von dem Anrufer zu empfangen.

Man betrachte nun ein Beispiel der zweiten Verfahrensweise zur Auswahl einer Anrufabdeckungsoption. Wenn der Anrufer, der das Fernsprechendgerät 101 verwendet, im voraus die Voice Mail Anrufabdeckungsoption wählt, dann wird diese Wahl der anfänglichen Verbindungsursprungsnachricht (der Aufbaunachricht des ISDN-Protokolls) hinzugefügt, die zu dem Fernsprechendgerät 109 gesendet wird (die Wahl wird in einem neuen Informationselement IE entweder in der Codeliste 5 oder 6 übermittelt). Als Reaktion auf diese Nachricht gibt das Fernsprechendgerät 109 dem das Fernsprechendgerät 109 benutzenden Anrufer Gelegenheit, den Anruf entgegenzunehmen. Wenn der angerufene Teilnehmer den Anruf nicht entgegennimmt, dann legt das Fernsprechendgerät 109 diesen Anruf zu dem Voice Mail System 107 um. Vorteilhafterweise könnte eine Mehrzahl von Voice Mail Systemen vorliegen, und das Fernsprechendgerät 109 bestimmt, welches dieser Voice Mail Systeme eingesetzt werden soll.

Man betrachte nun ein Beispiel der dritten Verfahrensweise zur Auswahl einer Anrufabdeckungsoption durch Verwendung von Nur-Anrufabdeckung. Der Anrufer, der das Fernsprechendgerät 101 verwendet, wählt im voraus die einzusetzende Anrufabdeckungsoption, und diese im voraus gewählte Option wird in der Aufbaunachricht übertragen. Das Fernsprechendgerät 109 reagiert auf die Aufbaunachricht, indem es den Anruf sofort zu der gewählten Anrufabdeckungsoption umlegt. Zum Beispiel möchte der Anrufer, der das Fernsprechendgerät 101 verwendet, ein Fax-Dokument zu der durch den Benutzer des Fernsprechendgeräts 109 verwendeten Faxmaschine senden, kennt aber nicht die Rufnummer der Faxmaschine des Benutzers. Der Anrufer wählt im voraus die Faxoption, und das Fernsprechendgerät 101 sendet eine Ursprungsnachricht mit diesen Informationen zu dem Fernsprechendgerät 109. Das Fernsprechendgerät 109 reagiert auf die Vorauswahl der Faxoption, um dem Anruf zu der durch das Fernsprechendgerät 109 eingesetzten Faxmaschine umzulegen, bei der es sich als Annahme um die Faxmaschine 108 handelt. Der Benutzer des Fernsprechendgeräts 101 benutzt dann die Faxmaschine 102, um das Fax-Dokument zu der Faxmaschine 108 zu übertragen. Ähnlich könnte der Benutzer des Fernsprechendgeräts 101 E-mail zu dem Benutzer des Fernsprechendgeräts 109 senden. Als Reaktion auf diese Aufbaunachricht legt das Fernsprechendgerät 109 den Anruf zu dem Computersystem 106 um und informiert das Computersystem 106, daß die elektronische Nachricht für den Benutzer des Fernsprechendgeräts 109 bestimmt ist. Der Benutzer des Fernsprechendgeräts 101 benutzt eine Tastatur und eine Anzeige, die diesem Fernsprechendgerät zugeordnet sind, um E-mail zu dem Computersystem 106 zu senden.

Man betrachte die obigen Verfahrensweisen ausführlicher anhand von Fig. 2 bis 5. Fig. 2 zeigt die durch anrufendes Fernsprechendgerät durchgeführten Operationen, Fig. 3 zeigt die durch ein angerufenes Fernsprechendgerät durchgeführten Operationen, und Fig. 4 und 5 zeigen ein Fernsprechendgerät wie zum Beispiel das Fernsprechendgerät 101, das als ein anrufendes Fernsprechendgerät benutzt wird. Man betrachte nun ausführlicher ein Beispiel der ersten Verfahrensweise, wenn der Anrufer, der das Fernsprechendgerät 101 verwendet, eine Verbindung zu dem Fernsprechendgerät 109 einleitet, ohne im voraus eine Anrufabdeckungsoption auszuwählen. Der Anrufer betätigt eine Verbindungursprungstaste 407 (siehe Fig. 4), und das Fernsprechendgerät 101 führt über den Eintrittspunkt 200 den Block 201 von Fig. 2 aus. Der Block 201 nimmt die angerufene Rufnummer aus einer Tastatur 405 entgegen, während der Anrufer diese Nummer eingibt. Danach wird der Block 209 ausgeführt, der über den Vermittlungsknoten 103, das öffentliche Wählnetz 104 und den Vermittlungsknoten 105 eine Aufbaunachricht zu dem Fernsprechendgerät 109 sendet. Die durch den Block 209 gesendete Aufbaunachricht zeigt an, daß das anrufende Fernsprechendgerät über Anrufabdeckungsoptionen verfügt. Der Entscheidungsblock 210 wird dann ausgeführt und wartet auf eine Rufnachricht aus dem angerufenen Fernsprechendgerät 109. Wenn das angerufene Fernsprechendgerät 109 über Anrufabdeckungsoptionen verfügt, dann sendet es in der Rufnachricht (in einem IE entweder in der Codeliste 5 oder 6) zu dem anrufenden Fernsprechendgerät 101, um welche Anrufabdeckungsoptionen es sich hierbei handelt.

Wenn der Entscheidungsblock 210 bestimmt, daß in der Rufnachricht keine Anrufabdeckungsoptionen definiert sind, dann wird die Steuerung an den Block 219 abgegeben, der normale Verbindungsbearbeitungsoperationen durchführt. Wenn jedoch Anrufabdeckungsoptionen definiert sind, dann wird der Block 211 ausgeführt, der dem Anrufer diese Anrufabdeckungsoptionen anzeigt. Fig. 4 zeigt ein Beispiel der auf dem Fernsprechendgerät 101 angezeigten Anrufabdeckungsoptionen, die aus dem angerufenen Fernsprechendgerät 109 empfangen wurden. Der Anrufer wählt dann eine dieser Optionen, indem er einen Cursor 402 positioniert und die Eingabetaste auf der Tastatur 405 drückt. Im vorliegenden Beispiel wird angenommen, daß der Anrufer den Voice Mail Eintrag 403 gewählt hat. Die Steuerung wird dann an den Block 215 zurückgegeben, der eine Benutzerinformationsnachricht verwendet, um die Information, daß die Voice Mail Option gewählt wurde, zu dem angerufenen Fernsprechendgerät 109 zu senden.

Zu dem Entscheidungsblock 214 zurückkehrend wäre, wenn der Anrufer KEINE, den Eintrag 404, gewählt hätte, die Steuerung an den Block 217 übertragen worden. Dieser Block würde eine Benutzerinformationsnachricht verwenden, um den Umstand, daß keine Anrufabdeckungsoption gewählt wurde, zu dem angerufenen Fernsprechendgerät 109 zu senden. Der Block 217 gibt die Steuerung dann an den Block 218 ab, der normale Verbindungsbearbeitung durchführt.

Zu dem Entscheidungsblock 216 zurückkehrend, bestimmt dieser Entscheidungsblock, ob sich der angerufene Teilnehmer gemeldet hat, aus einer Nachricht, die aus dem angerufenen Fernsprechendgerät 109 empfangen wird. Wenn aus dem angerufenen Fernsprechendgerät 109 eine Verbindungsnachricht empfangen wird, dann hat sich der angerufene Teilnehmer gemeldet, und die Steuerung wird an den Block 218 abgegeben. Wenn jedoch aus dem angerufenen Fernsprechendgerät 109 eine Benachrichtigungsnachricht empfangen wird, die eine Umlegung anzeigt, dann wird der Block 220 ausgeführt, und das anrufende Fernsprechendgerät 101 wird so eingerichtet, daß es die gewählte Anrufabdeckungsoption implementiert. Im vorliegenden Beispiel, bei dem die Anrufabdeckungsoption die Voice Mail Option ist, bearbeitet das anrufende Fernsprechendgerät 101 dies als einen normalen Anruf.

Man betrachte nun genauer ein Beispiel der zweiten Verfahrensweise zur Auswahl von Anrufabdeckungsoptionen. Um die Anrufabdeckungsoption im voraus vor der Einleitung einer Verbindung zu wählen, aktiviert der Anrufer die Vorauswahltaste 506 von Fig. 5. Als Reaktion auf die Aktivierung der Vorauswahltaste 506 führt das anrufende Fernsprechendgerät 101 über den Eintrittspunkt 202 den Block 203 aus. Der Block 203 zeigt die auf der Anzeige 501 von Fig. 5 gezeigten Informationen an und wartet, bis der Anrufer eine Anrufabdeckungsoption gewählt und eine Rufnummer für den angerufenen Fernsprecher eingegeben hat. Der Block 203 ermöglicht zunächst dem Anrufer, die Anrufabdeckungsoption auszuwählen, indem er den Cursor 502 neben der gewünschten Option positioniert und die Eingabetaste auf der Tastatur 505 betätigt. Als nächstes positioniert der Block 203 den Cursor rechts neben dem Eintrag 504 und ermöglicht dem Anrufer, die angerufene Rufnummer einzugeben. Der Block 203 gibt die Steuerung dann an den Block 204 ab, der eine Aufbaunachricht zu dem Ziel-Fernsprechendgerät sendet (das im vorliegenden Beispiel das Fernsprechendgerät 109 ist). Die Aufbaunachricht enthält die Informationen, die die gewählte Option angeben, und stellt eine Vorauswahlanzeige bereit.

Die Steuerung wird dann an den Entscheidungsblock 205 abgegeben. Dieser Entscheidungsblock wartet auf eine Rufnachricht aus dem angerufenen Fernsprechendgerät 109. Wenn eine empfangene Rufnachricht definiert, daß das angerufene Fernsprechendgerät in der Lage ist, Anrufabdeckungsoptionen zur Verfügung zu stellen, und die aufgerufene Option verfügbar ist, dann wird die Steuerung an den Entscheidungsblock 206 abgegeben. Wenn das angerufene Fernsprechendgerät diese beiden Anforderungen nicht erfüllt, dann wird die Steuerung an den Block 208 abgegeben, der den Anruf auf normale Weise bearbeitet.

Zu dem Entscheidungsblock 206 zurückkehrend, wird, wenn sich der angerufene Teilnehmer meldet, die Steuerung an den Block 208 abgegeben (das Fernsprechendgerät 109 sendet eine Verbindungsnachricht, wenn sich angerufener Teilnehmer meldet). Wenn der Anrufer den Anruf jedoch nicht entgegennimmt, dann legt das angerufene Fernsprechendgerät 109 den Anruf zu dem gewählten Anrufabdeckungssystem um und sendet eine Benachrichtigungsnachricht, die eine Umlegung zurück zu dem anrufenden Fernsprechendgerät 101 anzeigt. Der Entscheidungsblock 206 entdeckt diese Benachrichtigungsnachricht und gibt die Steuerung an den Block 207 ab. Dieser Block führt dann die notwendigen Operationen in dem Fernsprechendgerät 101 durch, um die gewählte Anrufabdeckungsoption durchzuführen.

Man betrachte nun genauer ein Beispiel der dritten Verfahrensweise zur Auswahl von Anrufabdeckungsoptionen. Um eine bestimmte Anrufabdeckungsoption eines angerufenen Fernsprechendgeräts für Nur-Anrufabdeckung zu wählen, aktiviert der Anrufer die Nur-Anrufabdeckungstaste 508 von Fig. 5. Die Betätigung dieser Taste führt über den Eintrittspunkt 222 den Block 223 aus. Der Block 223 führt dieselben Operationen wie der Block 203 durch, der bereits beschrieben wurde. Die Steuerung wird dann an den Block 224 abgegeben, der eine Aufbaunachricht sendet, die die gewählte Option und eine Anzeige, daß Nur-Anrufabdeckung angefordert wird, enthält. Die Steuerung wird dann an den Block 227 abgegeben, der dieselben Operationen durchführt, die bereits für den Block 207 beschrieben wurden, und die Steuerung wird dann von dem Block 227 zu dem Block 228 übertragen. Wenn das angerufene Fernsprechendgerät nicht über die Option verfügt, reagiert es mit einer Trennachricht, und der Block 228 gibt den Anruf als Reaktion auf die Trennachricht auf.

Fig. 3 zeigt die Operationen, die ein angerufenes Fernsprechendgerät bei der Implementierung der Erfindung durchführt. Als Reaktion auf eine über den Eintritt 301 empfangene Aufbaunachricht wird der Entscheidungsblock 302 ausgeführt. Der Entscheidungsblock 302 bestimmt, ob das angerufene Fernsprechendgerät dem anrufenden Fernsprechendgerät erlaubt, Anrufabdeckungsoptionen zu bestimmen. Man beachte, daß, wenn das angerufene Fernsprechendgerät die Anrufabdeckungsoptionseigenschaft nicht unterstützt, alle aus dem anrufenden Fernsprechendgerät empfangenen Informationen bezüglich Anrufabdeckungsoptionen einfach ignoriert werden und der Anruf auf normale Weise durch den Block 303 bearbeitet wird. Wenn die Eigenschaft Auswahl von Anrufabdeckungsoptionen nicht besteht, dann wird die Steuerung durch den Entscheidungsblock 302 an den Block 303 abgegeben. Wenn die Antwort auf den Entscheidungsblock 302 ja ist, dann wird die Steuerung an den Entscheidungsblock 304 abgegeben, der prüft, ob die Anzeige Nur-Anrufabdeckung in der Aufbaunachricht gesetzt ist (die Anzeige Nur-Anrufabdeckung definiert, daß die dritte Verfahrensweise verwendet wird). Wenn die Antwort ja ist, dann wird die Steuerung an den Entscheidungsblock 319 abgegeben. Der Entscheidungsblock 319 bestimmt, ob die gewählte Option auf dem angerufenen Fernsprechendgerät 109 verfügbar ist. Wenn die Antwort nein ist, dann wird der Block 321 ausgeführt, um eine Trennachricht zu dem anrufenden Fernsprechendgerät 101 zurückzusenden, wodurch die gewählte Option zurückgewiesen wird. Das anrufende Fernsprechendgerät 101 reagiert auf diese Trennachricht, um den Anruf aufzugeben. Wenn die Antwort auf den Entscheidungsblock 319 ja ist, dann wird der Block 320 ausgeführt, der eine Benachrichtigungsnachricht zurücksendet, die die angegebene Option akzeptiert. Als nächstes wird der Block 316 ausgeführt, um den Anruf zu dem gewählten Anrufabdeckungsdienst umzulegen; und der Block 317 wird ausgeführt, um eine Benachrichtigungsnachricht zu dem anrufenden Fernsprechendgerät zu senden, die anzeigt, daß der Anruf zur Abdeckung umgelegt wurde.

Zu dem Entscheidungsblock 304 zurückkehrend, wird, wenn die Antwort nein ist, die Steuerung an den Entscheidungsblock 306 abgegeben, der prüft, ob die Vorauswahlanzeige in der Aufbaunachricht gesetzt ist (die Vorauswahlanzeige definiert, daß die zweite Verfahrensweise verwendet wird). Wenn die Vorauswahlanzeige gesetzt ist, dann wird die Steuerung an den Entscheidungsblock 307 abgegeben, der prüft, ob die gewählte Anrufabdeckungsoption auf dem angerufenen Fernsprechendgerät 109 verfügbar ist. Wenn die Antwort nein ist, dann wird die Steuerung an den Block 309 abgegeben, der über eine Rufnachricht eine Zurückweisung der gewählten Option zu dem anrufenden Fernsprechendgerät 101 sendet. Das angerufene Fernsprechendgerät 109 setzt dann die normale Verbindungsbearbeitung fort, indem es den Block 311 ausführt. Wenn das Fernsprechendgerät 101 den Anruf aufgibt, dann gibt der Block 311 den Anruf ebenfalls auf.

Wenn die Antwort auf den Entscheidungsblock 307 ja ist, dann wird die Steuerung an den Block 308 abgegeben, der mit einer Rufnachricht eine Annahme der angegebenen Option zu dem anrufenden Fernsprechendgerät 101 sendet und die Steuerung an den Entscheidungsblock 314 abgibt. Der Entscheidungsblock 314 bestimmt, ob der angerufene Teilnehmer den Anruf entgegennimmt, indem er eine vorbestimmte Zeitdauer auf eine Antwort des angerufenen Teilnehmers wartet. Wenn sich der angerufene Teilnehmer nicht meldet, wird der Block 316 ausgeführt, der den Anruf zu dem gewählten Anrufabdeckungsdienst umlegt, und Benachrichtigungsnachricht, die die Umlegung anzeigt, wird durch den Block 317 gesendet. Wenn der angerufene Teilnehmer den Anruf nicht entgegennimmt, dann wird der Block 318 ausgeführt, um normale Verbindungsbearbeitung durchzuführen.

Zu dem Entscheidungsblock 306 zurückkehrend. Wenn die Antwort im Entscheidungsblock 306 nein ist, dann wird der Block 312 ausgeführt, um eine Rufnachricht zu dem anrufenden Fernsprechendgerät 101 zu senden, die die verfügbaren Anrufabdeckungsoptionen definiert (es wird die erste Verfahrensweise benutzt). Der Entscheidungsblock 313 wartet dann auf eine Benutzerinformationsnachricht aus dem anrufenden Fernsprechendgerät 101, die definiert, worum es sich bei der gewählten Option handelt. Nach der Ausführung des Blocks 313 werden die Blöcke 314 bis 318 wie bereits beschrieben ausgeführt.

Fig. 6 zeigt das Fernsprechendgerät 101 ausführlicher. Das Fernsprechendgerät wird durch einen Mikrocomputer 601 gesteuert, der die in Fig. 2 und 3 in Form von Flußdiagrammen gezeigten Programme ausführt. Diese Programme sind in dem Speicher 602 gespeichert. Mit der E/A-Schaltung 603 werden die Anzeige 401 und die Tastatur 405 an den Mikrocomputer 601 angeschaltet. Der Mikrocomputer 601 kommuniziert über die ISDN- Schnittstelle 604 mit dem Vermittlungknoten 103. Die letztere Schnittstelle führt die notwendigen Funktionen zur Durchführung der niedrigeren ISDN- Protokollfunktionen und zur Anschaltung des Hörers 605 und der Faxmaschine 602 an den Vermittlungsknoten 103 für Zwecke von Ferngesprächen durch.

Obwohl die obige Beschreibung die in Fig. 2 und 3 gezeigten Softwareroutinen als in den Fernsprechendgeräten ausgeführt beschrieben hat, könnten diese Softwareroutinen auch durch Endgerätverwaltungssoftwareanwendungen ausgeführt werden, die in den Vermittlungsknoten ausgeführt werden.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Zuweisung eines Anrufabdeckungssystems für eine durch ein anrufendes Telekommunikationsendgerät (101) eingeleitete Verbindung zu einem angerufenen Telekommunikationsendgerät (109), das über Anrufabdeckung verfügt, die durch eine Mehrzahl von Anrufabdeckungssystemen (106, 107, 108, 110) bereitgestellt wird,

gekennzeichnet durch:

Übermitteln (200, 201, 209-220, 202-207, 222- 227) einer Identität eines ausgewählten der Anrufabdeckungssysteme zu dem angerufenen Telekommunikationsendgerät vor der Weiterleitung des Anrufs zu einem beliebigen der Anrufabdeckungssysteme; und

Weiterleiten (302-321) des Anrufs zu dem ausgewählten der Anrufabdeckungssysteme durch das angerufene Telekommunikationsendgerät als Reaktion auf die übermittelte Identität.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt des Übermittelns den Schritt des Einfügens (204, 209, 224) der Identität in eine Anrufursprungsnachricht umfaßt, die zu dem angerufenen Telekommunikationsendgerät übertragen wird, um die Verbindung einzuleiten.

3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Schritt des Weiterleitens weiterhin den Schritt des unmittelbaren Einleitens (304, 319, 320, 316) der Weiterleitung bei Empfang der Anrufursprungsnachricht umfaßt.

4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt des Übermittelns den Schritt des Einfügens (209) einer Anrufabdeckungsfähigkeitsanzeige in eine zu dem angerufenen Telekommunikationsendgerät übertragene Anrufursprungsnachricht;

Senden (312) der Identitäten der Mehrzahl der Anrufabdeckungssysteme zu dem anrufenden Telekommunikationsendgerät durch das angerufene Telekommunikationsendgerät als Reaktion auf die Anrufabdeckungsfähigkeitsanzeige; und

Bestimmen (313) der ausgewählten Identität aus den übertragenen Identitäten umfaßt.

5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Schritt des Übermittelns weiterhin den Schritt des Übertragens (313) der ausgewählten Identität über eine Benutzerinformationsnachricht zu dem angerufenen Telekommunikationsendgerät durch das anrufende Telekommunikationsendgerät umfaßt.

6. Verfahren nach Anspruch 2 oder 5, wobei der Schritt des Weiterleitens den Schritt des eine vorbestimmte Zeit dauernden Wartens (314) umfaßt, um einem Benutzer des angerufenen Telekommunikationsendgeräts die Möglichkeit zu geben, den Anruf entgegenzunehmen, bevor der Anruf zu dem ausgewählten der Anrufabdeckungssysteme weitergeleitet wird.

7. Verfahren nach Anspruch 3 oder 6, wobei der Schritt des Weiterleitens weiterhin den Schritt des Übertragens (317) einer Benachrichtigungsnachricht zu dem anrufenden Telekommunikationsendgerät durch das angerufene Telekommunikationsendgerät umfaßt, um das anrufende Telekommunikationsendgerät zu informieren, daß der Anruf weitergeleitet wird.

8. Vorrichtung zur Zuweisung eines Anrufabdeckungssystems für eine durch ein anrufendes Telekommunikationsendgerät (101) eingeleitete Verbindung zu einem angerufenen Telekommunikationsendgerät (109), das über Anrufabdeckung verfügt, die durch eine Mehrzahl von Anrufabdeckungssystemen (106, 107, 108, 110) bereitgestellt wird,

gekennzeichnet durch:

Mittel (200, 201, 209-220, 202-207, 222-227) zum Übermitteln einer Identität eines ausgewählten der Anrufabdeckungssysteme zu dem angerufenen Telekommunikationsendgerät vor der Weiterleitung des Anrufs zu einem beliebigen der Anrufabdeckungssysteme; und

Mittel (302-321) in dem angerufenen Telekommunikationsendgerät zum Weiterleiten des Anrufs zu dem ausgewählten der Anrufabdeckungssysteme als Reaktion auf die übermittelte Identität.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Mittel zum Übermitteln Mittel (204, 209, 224) zum Einfügen der Identität in eine Anrufursprungsnachricht umfassen, die zu dem angerufenen Telekommunikationsendgerät übertragen wird, um die Verbindung einzuleiten.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei die Mittel zum Weiterleiten weiterhin Mittel (304, 319, 320, 316) zum unmittelbaren Einleiten der Weiterleitung bei Empfang der Anrufursprungsnachricht umfassen.

11. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Mittel zum Übermitteln ein Mittel zum Einfügen (209) einer Anrufabdeckungsfähigkeitsanzeige in eine zu dem angerufenen Telekommunikationsendgerät übertragene Anrufursprungsnachricht;

ein Mittel (312) zum Senden der Identitäten der Mehrzahl der Anrufabdeckungssysteme zu dem anrufenden Telekommunikationsendgerät als Reaktion auf die Anrufabdeckungsfähigkeitsanzeige; und

ein Mittel (313) zum Bestimmen der ausgewählten Identität aus den übertragenen Identitäten umfassen.

12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei das Mittel zum Übermitteln weiterhin ein Mittel (313) zum Übertragen der ausgewählten Identität über eine Benutzerinformationsnachricht zu dem angerufenen Telekommunikationsendgerät umfaßt.

13. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 12, wobei das Mittel zum Weiterleiten ein Mittel (314) zum eine vordefinierte Zeit dauernden Warten umfaßt, um einem Benutzer des angerufenen Telekommunikationsendgeräts die Möglichkeit zu geben, den Anruf entgegenzunehmen, bevor der Anruf zu dem ausgewählten der Anrufabdeckungssysteme weitergeleitet wird.

14. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 13, wobei das Mittel zum Weiterleiten weiterhin ein Mittel (317) zum Übertragen einer Benachrichtigungsnachricht zu dem anrufenden Telekommunikationsendgerät umfaßt, um das anrufende Telekommunikationsendgerät zu informieren, daß der Anruf weitergeleitet wird.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com