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Dokumentenidentifikation DE69416919T2 07.10.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0645208
Titel Trennmaschine zum automatischen Trennen und Drehen von Rohren
Anmelder Tubes S.r.l., Bassano del Grappa, IT
Erfinder Farronato, Dino, I-36061 Bassano Del Grappa (VI), IT
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69416919
Vertragsstaaten AT, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 22.09.1994
EP-Aktenzeichen 941149502
EP-Offenlegungsdatum 29.03.1995
EP date of grant 10.03.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.10.1999
IPC-Hauptklasse B23B 5/16
IPC-Nebenklasse B23P 23/00   B23D 21/04   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schneidemaschine zum automatischen Schneiden und Drehen von Rohren.

Es ist bekannt, daß die Schneidemaschinen für Rohre Werkzeugmaschinen sind, die allmählich Endlosspäne von Rohren entfernen, bis diese in eine Vielzahl röhrenförmiger Hülsen unterteilt sind.

Gemäß einer der bekannten Ausführungen bestehen diese Schneidemaschinen, die normalerweise einen automatischen Bearbeitungszyklus ausführen, im wesentlichen aus einem Untersatz, der Röhrenhalteelemente trägt, mit denen das Rohr innen koaxial mit einem Drehkopf befestigt wird, zu dem Schneidwerkzeuge gehören.

Beim Bearbeitungszyklus bleibt das Rohr stationär, wobei der Drehkopf die Schneidwerkzeuge, die an ihm angebracht sind, mit einer Verschiebeeinrichtung radial dreht, bis eine röhrenförmige Hülse der gewünschten Länge von dem Rohr abgeschnitten ist.

Die Rohrschneidemaschinen, die nach diesem bekannten Verfahren arbeiten und mit automatischen Vorrichtungen zum Beschicken und Zuführen des Rohrs und zum Entfernen der abgeschnittenen röhrenförmigen Hülsen versehen sein können, weisen jedoch einige Nachteile auf.

Ein erster Nachteil besteht darin, daß diese Schneidemaschinen keine Drehbearbeitung der Teile ermöglicht, d. h., weder im Inneren des Rohrs noch im Inneren der röhrenförmigen Hülse kann Drehbearbeitungen an ihren einander zugewandten Enden ausgeführt werden, an denen der Schneidvorgang ausgeführt wurde, da die Enden sehr nahe aneinander positioniert bleiben und daher das Einführen von Werkzeugen nicht ermöglichen, die zum Ausführen der Innendrehvorgänge geeignet sind.

Mit den Schneidmaschinen, die nach diesem bekannten Verfahren arbeiten, ist es bestenfalls möglich, an den einander zugewandten Enden der Schnitteile Abfasvorgänge an dem äußeren Rand und Abgratvorgänge am inneren Rand auszuführen, wenn spezielle Werkzeuge an den Maschinen angebracht werden.

Daher müssen die röhrenförmigen Hülsen auf anderen Werkzeugmaschinen weitergehend bearbeitet werden, so beispielsweise auf Drehbänken, wenn die röhrenförmigen Hülsen entweder von außen oder von innen gedreht werden sollen.

FR-A-2 155 761, das dem am nächsten liegenden Stand der Technik darstellt, offenbart eine Schneidemaschine für Rohre, die des weiteren eine Verschiebeeinrichtung umfaßt, die zu der Schneidemaschine gehört und zwischen den zwei Teilen des geschnittenen Rohrs einen Zwischenraum herstellen kann, der das Hindurchtreten eines Paars von Abfaswerkzeugen zum Bearbeiten des Randes des geschnitten Rohrs ermöglicht. Es sind kleine Einrichtungen zur Bearbeitung der Oberfläche des geschnittenen Rohrs parallel zur Achse des Rohrs vorhanden.

Die vorliegende Erfindung wird zu dem Zweck offenbart, diese Beschränkungen zu überwinden.

Das heißt, der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Abschneidemaschine zu schaffen, mit der nicht nur abgeschnitten werden kann, sondern auch innen und/oder außen an den Schnittflächen, die einander zugewandt sind und die zu der abgeschnittenen röhrenförmigen Hülse und dem verbleibenden Rohrabschnitt gehören, Drehbearbeitung ausgeführt werden kann.

Eine weiterer Zweck besteht darin, die Innen- und Außen-Drehbearbeitung entweder zylindrisch oder schräg ausführen zu können.

Ein weiterer Zweck besteht darin, die Bearbeitung der röhrenförmigen Hülsen nach dem Abschneiden auf anderen Werkzeugmaschinen zur Ausführung von Drehbearbeitung derselben überflüssig zu machen.

Die beschriebenen Ziele werden mit der Schneidemaschine zum automatischen Schneiden und Drehen von Rohren erfüllt. Die Merkmale derselben sind in Anspruch 1 beschrieben.

Gemäß der Erfindung besteht jeder Schneidschlitten aus einem Schlittenkörper, der mit dem Körper des Drehkopfes über wenigstens eine V-Führungsbahn verbunden ist, welche orthogonal zur Achse des zu bearbeitenden Rohrs angeordnet ist, und er trägt ein Schneidwerkzeug, wobei jeder Drehschlitten aus einem ersten beweglichen Element, das mit dem Körper des Drehkopfes über wenigstens eine erste V-Führungsbahn verbunden ist, welche orthogonal zur Achse des zu bearbeitenden Rohrs angeordnet ist, und aus einem zweiten beweglichen Element besteht, das mit dem ersten beweglichen Element durch wenigstens eine zweite V-Führungsbahn verbunden ist, die in einer bezüglich der Achse des zu bearbeitenden Rohrs schrägen Position angeordnet ist.

Jedes Drehwerkzeug ist an einem zylindrischen Drehzapfen angebracht, der mit dem zweiten beweglichen Element jedes Drehschlittens verbunden ist, und es kommt in Kontakt mit den gegenüberliegenden Elementen, die in bezug auf den Körper des Drehkopfes stationär sind, an dem jeder Schneidschlitten angebracht ist, und die Drehung des zylindrischen Schwenkzapfens und damit Drehung jedes Drehwerkzeuges ermöglichen, wenn es sich in der Bearbeitungsposition befindet.

Komplettiert wird die Abschneidemaschine durch Verschiebeeinrichtungen, die mit Zahnstangen in Eingriff sind, die zu den Schlitten gehören, die, wenn sie aktiviert werden, die Schlitten aufgrund ihrer beschriebenen Konstruktionsform verschieben und bewirken, daß sich die Schneidwerkzeuge radial an das Rohr bewegen, wobei sie bewirken, daß sich die Drehwerkzeuge zuerst in die Bearbeitungsposition drehen und sich anschließend axial bzw. in einer in Längsrichtung abgeschrägten Richtung entgegengesetzt zueinander bewegen, so daß die Drehbearbeitung sowohl der Innen- und/oder Außenflächen der abgeschnittenen röhrenförmigen Hülse als auch der Innen- und/oder Außenflächen des ihm zugewandten verbleibenden Rohrs möglich ist.

Vorteilhafterweise ermöglicht die Abschneidemaschine gemäß der Erfindung die Verringerung der Bearbeitungskosten im Vergleich zu den analogen Bearbeitungszyklen, die auf Schneidemaschinen und Drehbänken ausgeführt werden, die nach dem bekannten Verfahren arbeiten.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für die vorliegende Erfindung werden aus der folgenden ausführlichen Beschreibung ersichtlich. Es versteht sich jedoch, daß die ausführliche Beschreibung und ein spezielles Beispiel, obwohl sie eine bevorzugte Ausführung der Erfindung darstellen, lediglich der Veranschaulichung dienen.

Fig. 1 zeigt eine schematische Längsansicht der automatischen Schneidmaschine, die Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 2 zeigt die Draufsicht auf die automatische Schneidemaschine in Fig. 1;

Fig. 3 zeigt die Vorderansicht des Drehkopfes, der ein Teil der Ausstattung der Schneidemaschine gemäß der Erfindung ist, wobei die entsprechenden Werkzeuge in ihrer Ruheposition dargestellt sind;

Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung der Position der Schneidwerkzeuge in bezug auf das zu bearbeitende Rohr vor dem Schritt des Schneidens;

Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung des Schritts des Schneidens;

Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung der abgeschnittenen röhrenförmigen Hülse bei der Bewegung vom Rest des Rohrs weg;

Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung der Position der Drehwerkzeuge in bezug auf das zu bearbeitende Rohr vor dem Schritt des Drehens;

Fig. 8 zeigt den Schritt des Innendrehens des Endes sowohl des Rohrs als auch der abgeschnittenen röhrenförmigen Hülse;

Fig. 9 zeigt den Schritt des Herausnehmens der Hülse nach den Schneid- und Drehvorgängen;

Fig. 10 zeigt eine schematische Ansicht und einen Schnitt durch den Drehkopf gemäß der Erfindung, wobei das Rohr vor dem Schneidvorgang zwischen den Schraubstöcken und den Schneidwerkzeugen gehalten wird, die in ihren Funktionspositionen sind;

Fig. 11 zeigt den Drehkopf in Fig. 10 während des Schrittes des Schneidens;

Fig. 12 zeigt eine axonometrische Darstellung des Schritts des Schneidens;

Fig. 13 zeigt schematisch und im Schnitt den Drehkopf gemäß der Erfindung mit der abgeschnittenen röhrenförmigen Hülse, nachdem sie vom Rest der Röhre wegbewegt worden ist;

Fig. 14 zeigt eine axonometrische Darstellung der Gegenposition der Drehwerkzeuge vor dem Drehvorgang;

Fig. 15 zeigt schematisch und im Schnitt den Drehkopf in Fig. 13 mit den Drehwerkzeugen zum Beginn des Schrittes des Drehens;

Fig. 16 zeigt im Detail den Schnitt durch den Drehschlitten in Fig. 15 entlang der Schnittlinie I&sup0;-I&sup0;;

Fig. 17 zeigt eine axonometrische Darstellung der Position der Drehwerkzeuge zum Beginn des Schrittes des Drehens.

Wie in Fig. 1 und 2 zu sehen ist, ist die automatische Rohrschneidemaschine, die Gegenstand der Erfindung ist, insgesamt mit 1 gekennzeichnet und besteht aus einer Beschickungseinheit 2, die nacheinander zu schneidende Rohren in einen Drehkopf 3 einführt, der mit Schneidwerkzeugen und Drehwerkzeugen versehen ist, sowie aus einer Entfernungseinheit 4 für die geschnittenen und gedrehten röhrenförmigen Hülsen.

Der Drehkopf 3 ist auch in Fig. 3 zu sehen, wo er in Vorderansicht dargestellt ist und wo zu sehen ist, daß er ein Paar Schneidschlitten 31 bzw. 33 trägt, die einander zugewandt sind, sowie ein Paar Drehschlitten 32 bzw. 34, die ebenfalls einander zugewandt und orthogonal zueinander angeordnet sind, wobei sie jeweils ein Schneidwerkzeug 131 bzw. 133 oder ein Drehwerkzeug 132 bzw. 134 tragen.

Es ist auch zu sehen, daß der Drehkopf 3, der beispielsweise mit einer Dreheinrichtung in der Richtung 35 im Uhrzeigersinn gedreht wird, in seiner Mitte ein Loch 36 aufweist, in dem das zu bearbeitende Rohr 5 innen angeordnet ist. Das Rohr ist darüber hinaus, wie detaillierter in Fig. 10, 11, 13 und 15 dargestellt, so angeordnet, daß es durch einen ersten Schraubstock 6 hindurchtritt, der an dem Drehkopf 3 angeordnet ist, und durch einen zweiten Schraubstock 7, der unter dem Drehkopf 3 in der Nähe des Endes des Rohrs 5 angeordnet ist.

Der Zyklus zum Schneiden jeder einzelnen röhrenförmigen Hülse wird unter Bezugnahme auf die schematischen Ansichten in Fig. 4 bis 9 beschrieben, wobei in Fig. 4 zu sehen ist, daß das zu bearbeitende Rohr 5 zwischen dem ersten Schraubstock 6 und dem zweiten Schraubstock 7 an ein Anschlagelement 8 anliegend gehalten wird, das die Schneidlänge 9 des Abschnitts 53 in der Schneidrichtung 11 bestimmt, in der die Schneidwerkzeuge 131 und 133 ausgerichtet sind.

Es wurde erwähnt, daß jedes Schneidwerkzeug von einem entsprechenden Schneidschlitten getragen wird, wobei, wie in Fig. 3 und auch in Fig. 10 und 11 zu sehen ist, jeder der Schneidschlitten 31 und 32 aus einem Schlittenkörper 231 bzw. 233 besteht, der mit dem Körper 30 des Drehkopfes 3 über wenigstens eine V-Führungsbahn 431 bzw. 433 verbunden ist, die, wie in den Figuren zu sehen ist, orthogonal zu der Achse 51 des zu bearbeitenden Rohrs 5 angeordnet ist.

Es ist des weiteren zu sehen, daß jeder der Schlittenkörper 231 und 233 sich entlang der entsprechenden V-Führungsbahn aufgrund eines kinematischen Mechanismus bewegt, der aus einer Zahnstange 531 bzw. 533 besteht, die zu dem Schlittenkörper 231 bzw. 233 gehört, wobei die Zahnstange mit einem gezahnten Element in Eingriff kommt, das daran angebracht ist (in der Figur nicht dargestellt) und von einem Betätigungsmechanismus angetrieben wird, um die Schlittenkörper in radialer Schneidbewegung entsprechend den einander entgegengesetzten Richtung 52 zu bewegen, wie dies in Fig. 5 und 11 zu sehen ist.

Die radiale Bewegung der Schneidschlitten kann auch mit anderen kinematischen Mechanismen als der Zahnstange ausgeführt werden.

Wenn der Schneidvorgang abgeschlossen ist, verschiebt der zweite Schraubstock über eine nichtdargestellte Verschiebeeinrichtung die abgeschnittene röhrenförmige Hülse 53 axial in der axialen Richtung 54, so daß zwischen dem restlichen Rohr 5 und der abgeschnittenen rohrförmigen Hülse 53 ein Bereich mit einer Länge 55 entsteht, die das Hindurchtreten der Drehwerkzeuge 132 und 134 ermöglicht, wie dies in Fig. 6 und Fig. 13 zu sehen ist.

In Fig. 3, 13 und 15 ist zu sehen, daß jedes der Drehwerkzeuge 132 und 134 zu einem Drehschlitten gehört, die mit den Bezugszeichen 33 bzw. 34 gekennzeichnet sind und aus einem ersten beweglichen Element 232 bzw. 234 bestehen, das mit dem Körper 30 des Drehkopfes 3 über wenigstens eine V-Führungsbahn 432 bzw. 434 verbunden ist, die orthogonal zu der Achse 51 des Rohrs 5 angeordnet sind.

Jedes erste bewegliche Element 232 und 234 ist mit einem zweiten beweglichen Element 532 und 534 mittels wenigstens einer zweiten V-Führungsbahn 652 bzw. 654 verbunden, die in bezug auf die Achse 51 des zu bearbeitenden Rohrs 5 in schräger Position angeordnet ist, wobei das zweite bewegliche Element 532 ein entsprechendes Drehwerkzeug 132 und 134 über einen zylindrischen Schwenkzapfen 732 bzw. 734 trägt.

Jeder der zylindrischen Schwenkzapfen ist mit einem Schlitz 832 bzw. 834 versehen, der diametral verläuft und sich in dem Körper jedes zylindrischen Schwenkzapfens über einen Teil seiner Länge erstreckt, wobei ein anderer Abschnitt des Schlitzes eine Schraubenabwicklung aufweist, die in Fig. 13 und 15 mit der gekrümmten Variation 932 bzw. 934 dargestellt ist.

Schließlich ist zu sehen, daß in das Innere jedes der Schlitze ein Zapfen 12 bzw. 14 eingeführt ist, der an dem Körper 30 des Drehkopfes 3 angebracht ist.

Wie bei jedem der Schneidschlitten gehört auch zu jedem beweglichen Element 232 und 234 jedes Drehschlittens 32 und 34 eine Zahnstange 16 bzw. 18, die mit einem gezahnten Element in Eingriff ist, das daran angebracht ist und durch eine Betätigungseinrichtung in Bewegung versetzt wird.

Dabei können kinematische Mechanismen, die sich von einer Zahnstange unterscheiden, zu ihr jedoch äquivalent sind, die Bewegung erzeugen.

Wenn die Betätigungseinrichtung jeder der Zahnstangen 16 und 18 in Bewegung gesetzt wird, bewegt sich jedes erste bewegliche Element 232 und 234 radial in bezug auf den Körper 30 des Drehkopfes in einander entgegengesetzten Richtungen 57, wie dies in Fig. 7, 13 und 15 dargestellt ist, wobei es von den bereits erwähnten ersten V- Führungsbahnen 432 und 434 bewegt wird.

Gleichzeitig zu dieser radialen Verschiebung kommt es zu einer Verschiebung jedes zweiten beweglichen Elementes 532 und 534 in den einander entgegengesetzten axialen Richtungen 322 und 324, wobei dies darauf zurückzuführen ist, daß jede zweite V- Führungsbahn 652 und 654, die das zweite bewegliche Element 532 bzw. 534 mit dem ersten beweglichen Element 232 bzw. 234 verbindet, mit einer dritten V-Führungsbahn 222 und 224 zusammenwirkt, die jedes zweite bewegliche Element 532 und 534 des weiteren mit dem Körper 30 des Drehkopfes 3 verbindet.

Jede der dritten V-Führungsbahnen 222 und 224 ist bei der beschriebenen Ausführung parallel zur Achse 51 des zu bearbeitenden Rohrs 5 angeordnet, und so können das zweite bewegliche Element 532 und 534 sowie das Werkzeug 132 und 134, die mit ihnen verbunden sind, einer Bewegung parallel zur Achse 51 des Rohrs 5 folgend verschoben werden, wie dies bereits erwähnt wurde.

Wenn jede der dritten V-Führungsbahnen 222 und 224 schräg zu der Achse 51 des Rohrs 5 angeordnet ist, würde sich das Werkzeug in einer Längs-Schräg-Richtung in bezug auf die Achse 150 des zu bearbeitenden Rohrs bewegen können, so daß schräg gedreht werden könnte.

Bei der axialen Verschiebung 322 und 324 jedes zweiten beweglichen Elements 532 und 534 wird, wenn jeder Zapfen 12 und 14 in gekrümmten Variationen 932 und 934 der Schlitze 832 und 834 anliegt, in die er eingeführt wird, jeder Drehzapfen 732 und 734 um seine eigene Achse 22 und 24 in den Richtungen 122 und 124, wie sie in der Fig. 14 dargestellt sind, gedreht, so daß die Drehung der Drehwerkzeuge 132 und 134 in die in der Fig. 17 dargestellten Funktionspositionen bewirkt wird. Die Drehung der Werkzeuge aus der Ruheposition in die Funktionsposition tritt während der ersten Phase der einander entgegengesetzten radialen Verschiebung 57 der ersten beweglichen Elemente 232 und 234 jedes Drehschlittens 32 und 34 auf.

Da sich jedes der beweglichen Elemente weiter in Richtung 57 bewegt, werden auch die Werkzeuge, die das Drehen ausführen, aufgrund der kombinierten Wirkung der radialen Bewegung 57 und der axialen Bewegung 322 sowie 324 axial verschoben, wie dies in Fig. 8 zu sehen ist.

Es ist klar, daß je nach dem Typ des Werkzeugs, seinen Abmessungen und seiner Form das Drehen entweder innen oder außen ausgeführt werden kann.

Wenn der Drehvorgang abgeschlossen ist, wird die Bewegung der Verschiebungseinrichtung der Zahnstangen 16 und 18 umgekehrt, so daß die Drehwerkzeuge 132 und 134 wieder ihre Ruheposition einnehmen, wie dies in Fig. 9, 13 und 14 dargestellt ist, in der, wie in Fig. 9 im Detail zu sehen ist, der abgeschnittene und gedrehte röhrenförmige Abschnitt 53 ebenfalls in der Richtung 370 entnommen wird, indem der Schraubstock 7 geöffnet wird.

Der Schraubstock 7 nimmt erneut eine Position ein, in der das Rohr 5 befestigt werden kann, nachdem letzteres bis an das Anschlagelement 8 bewegt wurde, das natürlich gleichzeitig mit dem Schraubstock 7 zum Halten kommen muß.

An diesem Punkt beginnt ein neuer Schneid-und-Dreh-Zyklus, der sich je nach den Wünschen des Benutzers beliebig wiederholen läßt.

Aus der Beschreibung geht hervor, daß die Schneidemaschine, die Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, alle vorgeschlagenen Aufgaben erfüllt.

In der Schneidemaschine gemäß der Erfindung ist ein beweglicher Schraubstock 7 vorhanden, der den röhrenförmigen Abschnitt 53 trägt, nachdem er abgeschnitten wurde, und der axiale Bewegung desselben in bezug auf das verbleibende Rohr 5 ermöglicht, um zwischen den einander zugewandten Schnittflächen einen Zwischenraum 55 zu öffnen, über den die Drehwerkzeuge, die sich zur Bearbeitung sowohl des Rohrs 5 als auch der abgeschnittenen röhrenförmigen Hülse 53 eignen, eingeführt werden.

Auf diese Weise müssen die röhrenförmigen Hülsen nicht weiter zu anderen Werkzeugmaschinen transportiert, auf ihnen angebracht und bearbeitet werden.

Es ist auch zu sehen, daß, wenn die V-Führungsbahnen 222 und 224, die jedes zweite bewegliche Element 532 und 534 mit dem Körper 30 des Drehkopfes 3 verbinden, in geeigneter Weise schräg angeordnet sind, sowohl die Innenseite als auch die Außenseite schräg abgedreht werden kann.

Es ist anzumerken, daß in der Beschreibung auf eine Schneidemaschine Bezug genommen wurde, deren Kopf mit vier einander gegenüberliegenden Schlitten versehen ist, die um 90º zueinander versetzt sind.

Bei einer anderen Ausführung kann zu dem Drehkopf eine beliebige Anzahl von Schlitten und entsprechenden Werkzeugen gehören, die sich jeweils voneinander unterscheiden und ebenfalls geeignet sind, Bearbeitungsvorgänge auszuführen, die sich von den beschriebenen Bearbeitungsvorgängen unterscheiden.

Beim Schritt der Herstellung können die Maschine und insbesondere ihr Drehkopf sowie die Schlitten, die die Werkzeuge tragen, abgewandelt werden, um ihre Funktion zu verbessern oder die Herstellung weniger kostenaufwendig zu gestalten.

Es versteht sich jedoch, daß alle möglichen Abwandlungen als innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung liegend zu betrachten sind.


Anspruch[de]

1. Eine Schneidemaschine zum automatischen Schneiden und Drehen von Rohren, folgendes umfassend:

einen Drehkopf (3) mit Schlitten (31, 33; 32, 34) als Träger von wenigstens einem Schneidwerkzeug (131, 133) und von wenigstens einem Paar Drehwerkzeuge (132, 134), wobei der Körper (30) des Drehkopfes (3) ein durchgehendes Loch (36) aufweist, das ein zu bearbeitendes Rohr (5) aufnehmen kann;

einen ersten Schraubstock (6) zum Halten des Rohrs (5), in Entsprechung mit dem Drehkopf (3) positioniert;

einen zweiten Schraubstock (7) zum Halten des Rohrs (5) an dessen Ende, unter dem Drehkopf (3) koaxial zu dem ersten Schraubstock (6) positioniert und in der Lage, mittels einer Verstellvorrichtung axial bezüglich des ersten Schraubstocks (6) bewegt zu werden, während der erste Schraubstock (6) hinsichtlich der Schneidemaschine fest steht;

wenigstens einen Schneidschlitten (31, 33), der wenigstens ein Schneidwerkzeug (131, 133) trägt und wenigstens ein Paar Drehschlitten (32, 34), von denen jeder wenigstens ein Drehwerkzeug (132, 134) trägt, wobei diese Schlitten zum Drehkopf (3) gehören und mit kinematischen Mechanismen versehen sind, die den Vorschub jedes der besagten Werkzeuge erlauben,

dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Drehschlitten (32, 34) aus einem ersten, beweglichen Element (232, 234) besteht, das mit dem Körper (30) des Drehkopfes (3) über wenigstens eine erste V-Führungsbahn (432, 434), verbunden ist, welche orthogonal zur Achse (51) des zu bearbeitenden Rohrs (5) ange ordnet ist, sowie aus einem zweiten, beweglichen Element (532, 534), das mit dem ersten, bewegliche Element durch wenigstens eine zweite V-Führungsbahn (652, 654) verbunden ist, die in einer bezüglich der Achse (51) des zu bearbeitenden Rohrs (5) selbst und des Körpers (30) des Drehkopfs (3) schrägen Position positioniert ist und mit wenigstens einer dritten V-Führungsbahn (222, 224), die weiterhin jedes zweite, bewegliche Element (532, 534) mit dem Körper (30) des Drehkopfs (3) verbindet, zusammenwirkt, wobei die V-Führungsbahnen geeignet sind, die längs und radial verlaufende, kombinierte Vorschubbewegung jedes des wenigstens einen, an dem Schütten befestigten Drehwerkzeugs (132, 134) zu bewirken, wobei jedes Drehwerkzeug am zweiten, beweglichen Element (532, 534) des Drehschlittens (32, 34) befestigt ist, mit dem es mittels eines zylindrischen Drehzapfens (732, 734) verbunden ist, welcher drehend mit dem zweiten, beweglichen Element (532, 534) gekuppelt ist, wobei der Drehzapfen einen diametral verlaufenden Schlitz (832, 834) aufweist, in dem ein am Körper (30) des Drehkopfs (3) befestigter Stift (12, 14) gleitend gekuppelt ist, und wobei jeder Schlitz (832, 834) einen Teil aufweist, der sich mit parallelem Verlauf zur Achse (22, 24) des zylindrischen Drehzapfens erstreckt, und einen Teil, der mit schraubenförmigem Verlauf eine gekrümmte Variation (932, 934) des Schlitzes selbst beschreibt, wobei dieser Stift (12, 14) und die Krümmung (932, 934) des besagten Schlitzes geeignet sind, während einer ersten Phase der Verstellung des zweiten, beweglichen Elements (532, 534) durch Zusammenwirken miteinander die Drehung des zylindrischen Drehzapfens (732, 734) um seine eigene Achse (22, 24) zu bewirken.

2. Eine Schneidemaschine gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Schneidschlitten (31, 33) aus einem Schlittenkörper (231, 233) besteht, der mit dem Körper (30) des Drehkopfes (3) über wenigstens eine V- Führungsbahn (431, 433) gekuppelt ist, die orthogonal zur Achse (51) des zu bearbeitenden Rohrs (5) steht, wobei diese V-Führungsbahn geeignet ist, die radiale Vorschubbewegung des wenigstens einen, an dem Schlitten befestigten Schneidwerkzeugs (131, 133) durchzuführen.

3. Eine Schneidemaschine gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der besagten dritten V-Führungsbahnen (222, 224) parallel zur Achse (51) des zu bearbeitenden Rohrs (5) positioniert ist.

4. Eine Schneidemaschine gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der besagten dritten V-Führungsbahnen (222, 224) bezüglich der Achse (51) des zu bearbeitenden Rohrs (5) schräg positioniert ist.

5. Eine Schneidemaschine gemäß Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle Schlitten (31, 33; 32, 34) einander paarweise gegenüberliegen.

6. Eine Schneidemaschine gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der kinematischen Mechanismen aus einem Gestell (531, 533; 16, 18) besteht, das zu dem Schlitten (31, 33; 32, 34) gehört, und mit einem gezahnten, mit ihm verbundenen und zu dem Drehkopf (3) gehörigen Element gekuppelt wird, wobei dieses Element durch Betätigungselemente angetrieben wird.

7. Eine Schneidemaschine gemäß Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schneidwerkzeug (131, 133) mit Halteelementen am Körper (231, 233) des Schneideschlittens (31, 33) befestigt ist.







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