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Dokumentenidentifikation DE19807506C1 14.10.1999
Titel Treppe
Anmelder Dirnreiter, Josef, 79117 Freiburg, DE
Erfinder Dirnreiter, Josef, 79117 Freiburg, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwaltssozietät Schmitt, Maucher & Börjes-Pestalozza, 79102 Freiburg
DE-Anmeldedatum 21.02.1998
DE-Aktenzeichen 19807506
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.10.1999
IPC-Hauptklasse E04F 11/04
Zusammenfassung Eine Treppe (1) weist zwei Treppenwangen (2) auf, zwischen denen mehrere, in Längserstreckungsrichtung der Treppenwangen (2) voneinander beabstandete Trittstufen (3) angeordnet sind. Die Trittstufen (3) sind jeweils an den beiden Treppenwangen (2) um eine insbesondere im Bereich der hinteren Begrenzung der Trittstufe (3) quer zu den Treppenwangen (2) verlaufende Achse (5) schwenkbar und in ihrer Winkelstellung gegenüber den Treppenwangen (2) verstellbar gelagert. Zum Verstellen der Trittstufen (3) ist zumindest eine im wesentlichen parallel zu den Treppenwangen (2) verlaufende und in deren Längserstreckungsrichtung wirksame Verstelleinrichtung (6) für wenigstens ein Zug- und/oder Schubelement (7) vorgesehen, das einerseits gelenkig an der Verstelleinrichtung (6) und andererseits gelenkig und mit Abstand zu der jeweiligen wangenseitigen Schwenkachse (5) an einer Trittstufe (3) angreift. Die Trittstufen (3) sind im Sinne einer gemeinsamen Verschwenkung gekoppelt, oder es ist wenigstens eine der Anzahl der Trittstufen (3) entsprechende Anzahl von Zug- und/oder Schubelementen (7) vorgesehen, wobei jeder Trittstufe (3) zumindest ein Zug- und/oder Schubelement (7) zugeordnet ist, das jeweils einerseits gelenkig an der Verstelleinrichtung (6) und andererseits gelenkig und mit Abstand zu der jeweiligen wangenseitigen Schwenkachse (5) an jeweils einer Trittstufe (3) angreift (Figur 4).

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Treppe, insbesondere Bautreppe, mit zwei Treppenwangen, zwischen denen mehrere, in Längserstreckungsrichtung der Treppenwangen voneinander beabstandete Trittstufen angeordnet sind, die jeweils an den beiden Treppenwangen um eine insbesondere im Bereich der hinteren Begrenzung der Trittstufe quer zu den Treppenwangen verlaufende Achse schwenkbar und in ihrer Winkelstellung gegenüber den Treppenwangen verstellbar gelagert sind, mit zumindest einer im wesentlichen parallel zu den Treppenwangen verlaufenden und in deren Längserstreckungsrichtung wirksamen Verstelleinrichtung für wenigstens ein Zug- und/oder Schubelement, das gelenkig an der Verstelleinrichtung angreift, und mit Trittstufen, die im Sinne einer gemeinsamen Verschwenkung gekoppelt sind oder mit wenigstens einer der Anzahl der Trittstufen entsprechenden Anzahl von Zug- und/oder Schubelementen, wobei jeder Trittstufe zumindest ein Zug- und/oder Schubelement zugeordnet ist, das jeweils gelenkig an der Verstelleinrichtung und mit Abstand zu der jeweiligen wangenseitigen Schwenkachse an jeweils einer Trittstufe angreift.

Eine derartige Treppe ist aus der österreichischen Übersetzung AT- E 39 376 B der europäischen Patentschrift EP 0 160 022 B1 bereits bekannt. Dabei sind die Trittstufen jeweils über Zug- und/oder Schubelemente mit einer Verstelleinrichtung gekoppelt. Die Winkelstellung zwischen den Trittstufen und den Treppenwangen kann dabei von im wesentlichen 0° bis etwa 90° variiert werden kann. Die Treppe läßt sich dadurch mit parallel zu den Treppenwangen angeordneten Trittstufen in horizontaler Ausrichtung praktisch als Brücke oder in Schräglage als Rampe verwenden. Sie läßt sich aber auch als vertikale Leiter sowie als schrägstehende Treppe in beliebiger Schräglage verwenden. Die Verstelleinrichtung kann jedoch insbesondere beim Einsatz der Treppe im Freien, beispielsweise auf einer Baustelle, leicht verschmutzt oder beschädigt werden, was deren Lebensdauer herabsetzt.

Es besteht deshalb die Aufgabe, eine Treppe der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der Verschmutzungen oder Beschädigungen der Verstelleinrichtung vermieden werden und somit die Lebensdauer der Treppe erhöht ist.

Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß das (die) Zug- und/oder Schubelement(e) gelenkig und mit Abstand zu der jeweiligen wangenseitigen Schwenkachse an einer Trittstufe angreift (angreifen), daß die Verstelleinrichtungen(en) jeweils in einer Innenhöhlung eines parallel zu den Treppenwangen verlaufenden Holmes angeordnet ist (sind), und daß die Holme jeweils mit der ihnen zugeordneten Treppenwange starr verbunden sind. Die Verstelleinrichtung ist dabei in der Innenhöhlung des Holmes vor Beschädigungen und Verschmutzungen geschützt untergebracht, was insbesondere beim Einsatz der Treppe als Bautreppe auf Baustellen oder dergleichen Einsatzorten vorteilhaft ist. Zudem bildet der Holm eine Führung für beweglich gehaltene Teile der Verstelleinrichtung. Durch die starre Verbindung der Holme jeweils mit der ihnen zugeordneten Treppenwange sind diese auf einen festen Abstand zueinander gehalten, wodurch die Stabilität der Treppe erhöht ist. Ein versehentliches Annähern beziehungsweise voneinander wegbewegen der Holme und der Treppenwangen, was gleichzeitig eine Veränderung der Winkelstellung der Trittstufen gegenüber den Treppenwangen bedeutet, ist vermieden.

Durch die gelenkige Ankopplung des (der) Zug- und/oder Schubelement(e) sowohl an der Verstelleinrichtung als auch an jeweils einer Trittstufe, wird (werden) beim Betätigen der Verstelleinrichtung das (die) Zug- und/oder Schubelement(e) mitbewegt, und die Trittstufen werden dabei in ihrer Winkelstellung zu den Treppenwangen mitverstellt. Dabei ist es möglich, die Trittstufen direkt miteinander zu koppeln, um diese beim Betätigen der Verstelleinrichtung gleichzeitig und gleichförmig zu verstellen.

Besonders vorteilhaft und für die Kraftübertragung günstig ist es jedoch, wenn jeder Trittstufe zumindest ein eigenes Zug- und/oder Schubelement zugeordnet ist, das einerseits gelenkig an der Verstelleinrichtung und andererseits gelenkig und mit Abstand zu der jeweiligen wangenseitigen Schwenkachse an der ihm zugeordneten Trittstufe angreift.

Bei ausreichender Stabilität der Treppe kann diese auch stärker als nur durch eine Person belastet, beispielsweise in ihrer horizontalen Brücken-Lage befahren werden. Bei entsprechender Tragkraft und Abmessung ist es möglich, die Treppe mit einem Fahrzeug, beispielsweise einem PKW, einer Schubkarre, einem Gabelstapler oder dergleichen zu belasten.

Die Treppe kann vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminium- Legierung bestehen. Dadurch ergibt sich bei geringem Eigengewicht eine hohe Stabilität und Belastbarkeit der Treppe.

Dabei ist es zweckmäßig, wenn Treppenwange und Holm ein gemeinsames Gehäuse bilden. Die Stabilität der gesamten Treppe kann dadurch erhöht werden. Zudem können die Gelenk-Verbindungen der Treppe im wesentlichen Innerhalb des Gehäuses beziehungsweise innerhalb dessen Außenkontur untergebracht werden, wodurch auch die Verletzungsgefahr, beispielsweise durch Einklemmen an einer Gelenk-Verbindung, beim Einstellen der Trittstufen-Position reduziert ist.

Es ist vorteilhaft, wenn die gelenkigen Verbindungen zwischen jeweils einer Trittstufe und einem Zug- und/oder Schubelement sowie das beziehungsweise die Verstellelement(e) auf derselben Seite der durch die Treppenwangen aufgespannten Ebene - in horizontaler oder schräger Gebrauchslage oberhalb der Treppenwangen - angeordnet sind. Dadurch ergibt sich ein günstiger Angriffswinkel der Zug- und/oder Schubelemente einerseits an dem Verstellelement und andererseits an der jeweiligen Trittstufe und das Verstellen des Verstellelementes ist vereinfacht und mit reduziertem Kraftaufwand möglich. Zudem kann die Länge der einzelnen Zug- und/oder Schubelemente auf ein Mindestmaß reduziert werden, das im Extremfall dem Abstand einer Treppenwange von dem Verstellelement entspricht. Durch den damit verbundenen reduzierten Materialbedarf können auch die Kosten für die Treppe reduziert werden.

Es ist zweckmäßig, wenn beiden Treppenwangen jeweils eine Verstelleinrichtung zugeordnet ist, wobei vorzugsweise die durch eine Verstelleinrichtung und die ihr zugeordnete Treppenwange aufgespannte Ebene die durch die beiden Treppenwangen aufgespannte Ebene etwa senkrecht schneidet. Die beiden Verstelleinrichtungen können gleichförmig verstellt werden, um eine präzise Verstellung der einzelnen Trittstufen sowie eine symmetrische Krafteinleitung bei Belastung der Trittstufen zu erreichen. Durch die beschriebene Anordnung der Verstelleinrichtungen in horizontaler oder schräger Gebrauchslage oberhalb der Treppenwangen ist einerseits das Begehen der Treppe durch die Verstelleinrichtungen nicht behindert, andererseits ergibt sich eine kompakte Bauform, da die Verstelleinrichtungen nicht oder nur unwesentlich seitlich über die Treppenwangen vorstehen.

Die Verstelleinrichtungen können jeweils einen Pneumatikantrieb, eine Zahnstange oder dergleichen Linearantrieb aufweisen. Bevorzugt wird jedoch eine Ausführungsform, bei der die Verstelleinrichtungen jeweils eine drehbar und ortsfest gelagerte Spindel aufweisen, an der unverdrehbar und in axialer Richtung verstellbar gehaltene Muttern angreifen, an denen die Zug- und/oder Schubelemente schwenkbar gelagert sind, wobei vorzugsweise die Anzahl der Muttern der Anzahl der Trittstufen beziehungsweise der an der jeweiligen Verstelleinrichtung angreifenden Zug- und/oder Schubelementen entspricht. Durch Drehung der Spindel werden die an ihr angreifenden Muttern in axialer Richtung, das heißt in Längserstreckungsrichtung der jeweiligen Verstelleinrichtung beziehungsweise der Treppenwangen verstellt. Durch diese Axialverschiebung werden auch die an den Muttern angreifenden Zug- und/oder Schubelemente mitbewegt und durch die gelenkige Ankopplung der Zug- und/oder Schubelemente einerseits an den Muttern und andererseits an den Trittstufen werden die Trittstufen in ihrer Winkelstellung bezüglich der Treppenwangen verstellt. Beim Betätigen der Verstelleinrichtung werden die Muttern entlang der Spindel axial verschoben. Aufgrund der ortsfesten Lagerung der Spindel bleibt dabei die Lage und die Länge der Verstelleinrichtung unverändert, das heißt, sie verschiebt sich nicht über das Ende der Treppe hinaus und auch deren Gesamtlänge bleibt unverändert.

Es ist möglich, eine einzige Mutter vorzusehen, die sich über einen weiten Bereich der Spindel erstreckt und an der alle der jeweiligen Verstelleinrichtung zugeordneten Zug- und/oder Schubelemente angreifen. Zweckmäßiger ist jedoch eine Ausführung, bei der jedem Zug- und/oder Schubelement eine separate Mutter zugeordnet ist, wobei diese einzelnen Muttern entlang der Spindel voneinander beabstandet angeordnet sind. Dadurch ist einerseits der Materialaufwand reduziert und das Drehen der Spindel ist vereinfacht.

Zwischen der Spindel und den einzelnen Muttern kann Selbsthemmung bestehen, so daß ein ungewolltes Verstellen insbesondere bei Belastung der Trittstufen vermieden wird.

Für eine gleichmäßige Änderung der Winkelstellung der Trittstufen gegenüber den Treppenwangen ist es zweckmäßig, wenn die einzelnen Zug- und/oder Schubelemente parallel zueinander angeordnet sind, und wenn der Abstand der ein Zug- und/oder Schubelement mit einer Trittstufe einerseits und der Verstelleinrichtung andererseits verbindenden Schwenkachsen bei jedem Zug- und/oder Schubelement jeweils gleich groß ist.

Es ist vorteilhaft, wenn die Zug- und/oder Schubelemente starr, vorzugsweise stabartig ausgebildet sind. Die Stabilität der Treppe ist dadurch erhöht und die einzelnen Trittstufen können mit einem größeren Gewicht belastet werden. Beim Verschwenken der Trittstufen in Richtung zu der senkrecht zu den Treppenwangen verlaufenden Lage hin werden die Trittstufen von den Zug- und/oder Schubelementen gezogen, während beim Verschwenken der Trittstufen in entgegengesetzter Richtung die Trittstufen über die Zug- und/oder Schubelemente druck- beziehungsweise schubbeaufschlagt werden.

Wenn die Treppe auf unebenem oder schrägem Grund aufgestellt wird, kann es zweckmäßig sein, die beiden Verstelleinrichtungen unterschiedlich stark zu verstellen, um die Unebenheit des Bodens auszugleichen und eine horizontale Ausrichtung der Trittstufen zu erreichen.

Es kann jedoch auch zweckmäßig sein, wenn die den beiden Treppenwangen jeweils zugeordneten Verstelleinrichtungen miteinander in Antriebsverbindung stehen, vorzugsweise mit einem Getriebe miteinander verbunden sind. Die Verdrehung einer Spindel zieht somit die gleichzeitige und synchrone Verdrehung der zweiten Spindel nach sich, wodurch eine besonders präzise und synchrone Einstellung der Winkelstellung der Trittstufen möglich ist. Ein derartiges Getriebe bietet zudem die Möglichkeit, die Drehvorrichtung zum Verdrehen der Spindeln außerhalb der Spindellagerungen beispielsweise mittig, zwischen den beiden Verstelleinrichtungen anzuordnen. Die Getriebeverbindung zwischen den beiden Verstelleinrichtungen kann am in horizontaler oder schräger Gebrauchslage unteren, bodenseitigen Ende der Treppe vorgesehen sein, um auch bei bereits angelegter Treppe die Verstelleinrichtungen zu betätigen. Gegebenenfalls kann es jedoch auch zweckmäßig sein, die Getriebeverbindung am in horizontaler oder schräger Gebrauchslage oberen Ende der Treppe vorzusehen, wo diese Getriebeverbindung das Besteigen der Treppe weniger beziehungsweise gar nicht behindert. Als Getriebeverbindung kann beispielsweise ein Kettentrieb oder Zahnriementrieb vorgesehen sein.

Es ist vorteilhaft, wenn an der Treppe, vorzugsweise an wenigstens einer der Trittstufen, eine Wasserwaage beziehungsweise eine Libelle vorgesehen ist. Damit kann die Treppe auf korrekte Ausrichtung hin, insbesondere auf horizontale Ausrichtung der Trittstufen, überprüft werden.

Eine weitere, mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Treppe sieht vor, daß an zumindest einem längsseitigen Ende der Treppe ein Kopplungselement zum Verbinden der Treppe mit einer weiteren, zumindest eine Trittstufe aufweisenden Treppe vorgesehen ist, und daß gegebenenfalls eine Kopplung für die Verstelleinrichtungen der miteinander verbundenen Treppen vorgesehen ist. Die Treppe kann so bei Bedarf verlängert werden. Dabei ist es auch möglich, drei oder mehr Treppen miteinander zu verbinden. Die einzelnen Treppen weisen jeweils Verstelleinrichtungen zum Einstellen der Winkelstellung der Trittstufen gegenüber den jeweiligen Treppenwangen auf. Um die Trittstufen aller miteinander verbundenen Treppen gleichzeitig und gleichförmig verstellen zu können, kann eine Kopplung für die jeweiligen Verstelleinrichtungen der miteinander verbundenen Treppen vorgesehen sein. Als Kopplungselement kann an einer Treppe eine Aufnahme für eine entsprechende Gegenaufnahme der mit dieser ersten Treppe zu verbindenden weiteren Treppe vorgesehen sein. Um ein versehentliches Lösen der einzelnen Treppen voneinander zu vermeiden, kann zudem eine Verrast- oder Verriegelungsvorrichtung vorgesehen sein.

Es kann zweckmäßig sein, wenn an den Treppenwangen Aussparungen zur Aufnahme von seitlich vorstehenden Abschnitten der jeweils eine Trittstufe und ein Zug- und/oder Schubelement verbindenden Schwenkachsen bei im wesentlichen parallel zu den Treppenwangen angeordneten Trittstufen vorgesehen sind. Durch diese Aussparungen ist es auch dann möglich, die Trittstufen in die parallel zu den Treppenwangen ausgerichtete Position zu bringen, wenn die jeweils eine Trittstufe und ein Zug- und/oder Schubelement verbindenden Schwenkachsen konstruktionsbedingt seitlich in den Bereich der Treppenwangen überstehen.

Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß die Zug- und/oder Schubelemente bei im wesentlichen parallel zu den Treppenwangen angeordneten Trittstufen gegenüber den Treppenwangen in Zugrichtung geneigt angeordnet sind, insbesondere mit den Treppenwangen einen Winkel von 75° bis 85°, vorzugsweise etwa 80° bilden. Die beim Betätigen der Verstelleinrichtung über ein Zug- und/oder Schubelement auf eine Trittstufe übertragene Zugkraft wirkt dadurch bereits bei im wesentlichen parallel zu den Treppenwangen angeordneten Trittstufen besser auf die Trittstufe ein, so daß das Verstellen der Trittstufen aus dieser Lage heraus vereinfacht beziehungsweise mit einem reduzierten Kraftaufwand möglich ist.

Um die Trittstufen vollständig in die parallel zu den Treppenwangen ausgerichtete Position zu bringen ist es zweckmäßig, wenn der Abstand zweier benachbarter wangenartiger Schwenkachsen wenigstens so groß ist wie die Tiefe der Trittstufen. Die Tiefe der Trittstufen ist dabei die Erstreckung der jeweiligen Trittstufe in Längsrichtung der Treppenwangen, wenn die Trittstufe parallel zu den Treppenwangen angeordnet ist. Dadurch ist es möglich, die Trittstufen vollständig in die parallel zu den Treppenwangen orientierte Lage zu verschwenken, ohne daß zwei benachbarte Trittstufen aneinander anstoßen und eine weitere Schwenkbewegung verhindern. Dabei ist es zudem zweckmäßig, wenn der Abstand zweier benachbarter wangenseitiger Schwenkachsen gerade so groß oder nur geringfügig größer ist als die Tiefe der Trittstufen. Dadurch ergibt sich bei parallel zu den Treppenwangen verlaufenden Trittstufen eine im wesentlichen lückenlose begehbare beziehungsweise befahrbare Fläche, wodurch einerseits das Begehen beziehungsweise Befahren der Treppe bei Verwendung als waagrechte Brücke vereinfacht ist und andererseits läßt sich die Treppe auch als schiefe Ebene beziehungsweise als Rampe verwenden.

Für die ortsfeste, aber drehbare Lagerung der Spindel ist es vorteilhaft, wenn an wenigstens einem, vorzugsweise an beiden längsseitigen Enden eines Holmes jeweils eine Durchtrittsöffnung für die Spindel vorgesehen ist, und wenn an den längsseitig über den Holm überstehenden Enden der Spindel und/oder an wenigstens einem längsseitigen Endbereich der Spindel innerhalb und außerhalb der Innenhöhlung des Holms und nahe der die Durchtrittsöffnung für die Spindel aufweisenden Seitenwand des Holmes jeweils ein in Längserstreckungsrichtung der Spindel ortsfest an der Spindel gehaltenes Arretierelement angreift. Dadurch ist die Spindel in ihrer axialen Position festgelegt und frei drehbar an dem Holm gehalten.

Es kann zudem zweckmäßig sein, wenn zumindest eines der außerhalb der Innenhöhlung des Holmes an der Spindel angreifenden Arretierelemente drehfest mit der Spindel verbunden ist und vorzugsweise ein Mehrkant, insbesondere ein Sechskant ist. An diesem Arretierelement kann angegriffen werden, um die Spindel zu drehen. Durch die Mehrkantform des Arretierelementes kann desweiteren vereinfacht mit einem Werkzeug, beispielsweise mit einem Schraubenschlüssel, an diesem angegriffen werden.

Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Treppe sieht vor, daß die Treppenwangen der Treppe parallel zueinander angeordnet sind, und daß die wangenseitigen Schwenkachsen der Trittstufen jeweils rechtwinklig an den Treppenwangen angreifen. Durch die parallele Anordnung der Treppenwangen ist die Konstruktion der Treppe vereinfacht, insbesondere weil die einzelnen Trittstufen der Treppe jeweils gleichartig ausgebildet sein können und die gelenkigen Verbindungen der Zug- und/oder Schubelemente an den Trittstufen einerseits und der jeweiligen Verstelleinrichtung andererseits aufgrund der über die gesamte Länge der Treppe gleichbleibenden Treppenbreite durch einfache Schwenkgelenke realisierbar sind.

Zur Erhöhung der Stabilität der Treppe können die beiden Treppenwangen über eine Verstrebung, die zumindest eine Strebe aufweist, miteinander verbunden sein, welche Verstrebung vorzugsweise an der der (den) Verstelleinrichtung(en) abgewandten Seite der Treppe an den Treppenwangen angreift, und es können insbesondere wenigstens zwei Streben etwa kreuzförmig angeordnet sein. Dadurch sind die Treppenwangen starr miteinander verbunden und eine Verschiebung der Treppenwangen relativ zueinander, die je nach Ausbildung der gelenkigen Verbindung zwischen den Treppenwangen und den Trittstufen in begrenztem Umfang möglich wäre, ist vermieden. Die wangenseitigen Schwenkachsen für die Trittstufen greifen somit stets rechtwinklig an den Treppenwangen an und ein Verkanten der Schwenkachsen ist vermieden. Durch die Anordnung der Verstrebungen an der der beziehungsweise den Verstelleinrichtung(en) abgewandten Seite der Treppe wird erreicht, daß sich die Trittstufen vollständig in die parallel zu den Treppenwangen orientierte Lage verschwenken lassen, ohne vorzeitig an der Verstrebung anzuschlagen und dadurch an einer Weiterbewegung gehindert zu werden. Es kann eine Verstrebung mit zwei sich kreuzenden, jeweils diagonal zwischen den längsseitigen Endbereichen der Treppenwangen verlaufenden, sich praktisch über die gesamte Länge der Treppe erstreckenden Streben vorgesehen sein. Es kann jedoch auch eine Verstrebung mit einer größeren Anzahl kleinerer Streben vorgesehen sein, die sich jeweils, in Längsrichtung der Treppe betrachtet, über einen Teilbereich der Treppe erstrecken und sich vorzugsweise paarweise kreuzen.

Der Halt der wangenseitigen Schwenkachsen der Trittstufen an den Treppenwangen und somit die Stabilität und Steifigkeit der gesamten Treppe kann erhöht werden, wenn die wangenseitigen, eine Trittstufe mit den Treppenwangen verbindenden Schwenkachsen an beiden Treppenwangen jeweils an zwei in axialer Richtung voneinander beabstandeten Lagerungen gehalten sind.

Die Trittstufen der erfindungsgemäßen Treppe lassen sich stufenlos zwischen einer parallel zu den Treppenwagen angeordneten und einer senkrecht zu den Treppenwangen angeordneten Lage verstellen, so daß die Treppe als waagerechte Brücke, als senkrechte Leiter sowie als schräge Treppe mit beliebigem Neigungswinkel verwendbar ist. Die Verstellung der einzelnen Trittstufen ist dabei auf besonders einfache Weise und für alle Trittstufen der Treppe gleichzeitig und gleichförmig möglich. Die Verstelleinrichtung(en) zum Verstellen der Trittstufen ist (sind) dabei geschützt vor Verschmutzungen und Beschädigungen jeweils in einer Innenhöhlung eines parallel zu den Treppenwangen verlaufenden Holmes angeordnet.

Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Treppe anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigt in schematischer Darstellung:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Treppe in schräger Gebrauchslage,

Fig. 2 eine Treppe in vertikaler Gebrauchslage,

Fig. 3 eine Treppe in horizontaler Gebrauchslage,

Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer nur bereichsweise dargestellten, in schräger Gebrauchslage angeordneten Treppe,

Fig. 5 einen Schnitt gemäß der Linie V-V durch die Treppe aus Fig. 4,

Fig. 6 einen Längsschnitt durch ein Verstellelement mit einer drehbar in einer Innenhöhlung eines Holms gelagerten Spindel,

Fig. 7 einen Querschnitt durch ein Verstellelement mit einem an einer Mutter schwenkbar gehaltenen Zug- und/oder Schubelement,

Fig. 8 einen Querschnitt einer Treppe mit parallel zu den Treppenwangen angeordneten Trittstufen und

Fig. 9 die Treppe aus Fig. 8, jedoch mit senkrecht zu den Treppenwangen angeordneten Trittstufen.

Fig. 10 eine Rückansicht einer Treppe, deren Treppenwangen über eine Verstrebung miteinander verbunden sind.

Eine im ganzen mit 1 bezeichnete Treppe weist zwei Treppenwangen 2 auf, zwischen denen mehrere, in Längserstreckungsrichtung der Treppenwangen 2 voneinander beabstandete Trittstufen 3 angeordnet sind. Die Fig. 1 bis 3 zeigen jeweils eine derartige Treppe 1, wobei die Treppe 1 in Fig. 1 in einer schrägen Gebrauchsstellung, in Fig. 2 in einer vertikalen Gebrauchsstellung als senkrechte Leiter und in Fig. 3 in horizontaler Gebrauchsstellung als waagerechte, über einen Graben 4 verlaufende Brücke dargestellt ist. Für diese verschiedenen Gebrauchsstellungen müssen die Trittstufen 3 jeweils in ihrer Winkelstellung gegenüber den Treppenwangen 2 verstellt werden, um ein bequemes und sicheres Begehen der Treppe zu ermöglichen. Die Trittstufen 3 sind dazu um eine im Bereich der hinteren Begrenzung der Trittstufe 3 quer zu den Treppenwangen 2 verlaufende Achse 5 schwenkbar gelagert und es sind zwei den Treppenwangen 2 jeweils zugeordnete, parallel zu den Treppenwangen 2 verlaufende und in deren Längserstreckungsrichtung wirksame Verstelleinrichtungen 6 vorgesehen. Wie insbesondere in Fig. 1 erkennbar ist, ist für jede Trittstufe 3 jeweils ein Zug- und/oder Schubelement 7 vorgesehen, das jeweils einerseits gelenkig an der Verstelleinrichtung 6 und andererseits gelenkig und mit Abstand zu der jeweiligen wangenartigen Schwenkachse 5 an jeweils einer Trittstufe 3 angreift.

Fig. 4 zeigt eine Detaildarstellung einer derartigen Anordnung. Die Verstelleinrichtung 6 weist dabei eine drehbar und ortsfest gelagerte Spindel 8 auf, an der unverdrehbar und in axialer Richtung verstellbar gehaltene Muttern 9 angreifen. An diesen Muttern 9 sind die Zug- und/oder Schubelemente 7 um eine Schwenkachse 10 schwenkbar gelagert, und das jeweils andere Ende der Zug- und/oder Schubelemente 7 ist an jeweils einer Trittstufe 3 um eine weitere, von der wangenseitigen Schwenkachse 5 beabstandete Schwenkachse 11 schwenkbar gelagert.

Durch Drehen der ortsfest gelagerten Spindel 8 werden die unverdrehbar gehaltenen Muttern 9 gemäß den Pfeilen Pf1 in axialer Richtung verschoben. Dadurch werden auch die Zug- und/oder Schubelemente 7 und die gelenkig an diesen angreifenden Trittstufen 3 mitbewegt, ohne daß sich die Länge der Treppe 1 ändert. Die Winkelstellung zwischen den Trittstufen 3 und den Treppenwangen 2 läßt sich so auf das in der jeweiligen Gebrauchsstellung der Treppe 1 gewünschte Maß einstellen. Die Zug- und/oder Schubelemente 7 sind stabartig und starr ausgebildet. Bei einer Aufwärtsbewegung der Muttern 9 wirkt somit eine Zugkraft auf die Trittstufen 3 und bei einer Abwärtsbewegung der Muttern 9 wird mit den Zug- und/oder Schubelementen 7 eine Schubkraft auf die Trittstufen 3 übertragen, wodurch diese um ihre wangenseitige Schwenkachse 5 in Richtung der parallel zu den Treppenwangen 2 angeordneten Lage verschwenkt werden. Es wäre auch möglich, Riemen oder Bänder als Zugelemente vorzusehen. Diese wirken dann nur bei einer Aufwärtsbewegung der Muttern 9 und bei einer Abwärtsbewegung der Muttern 9 erfolgt das Verschwenken der Trittstufen 3 schwerkraftbedingt.

Gemäß Fig. 4 und Fig. 5 sind die Verstelleinrichtungen jeweils in einer Innenhöhlung 12 eines parallel zu den Treppenwangen 2 verlaufenden Holmes 13 angeordnet. Innerhalb dieser Innenhöhlung 12 ist die Verstelleinrichtung 6 mit der Spindel 8 und den Muttern 9 vor Beschädigungen und Verschmutzungen geschützt angeordnet. Zudem wird durch die formangepaßte Ausbildung der Innenhöhlung 12 und der Muttern 9 die unverdrehbare Lagerung der Muttern 9 erreicht, was wiederum die Axialverschiebung der Muttern bei Drehung der ortsfest gelagerten Spindel 8 ermöglicht.

Die Zug- und/oder Schubelemente 7 sind durch einen in Längserstreckungsrichtung verlaufenden Schlitz 20 an der der Treppenwange 2 zugewandten Seite des Holmes 13 in dessen Innenhöhlung 12 geführt, wo sie um die jeweilige Schwenkachse 10 schwenkbar an einer Mutter 9 angreifen (Fig. 5).

Gemäß Fig. 5 ist der Holm 13 über eine Strebe 17 mit der ihm zugeordneten Treppenwange 2 starr verbunden und bildet mit ihm ein gemeinsames Gehäuse 14. Dadurch werden die Treppenwangen 2 und die Holme 13 beziehungsweise die Verstelleinrichtungen 6 auf einem gleichbleibenden Abstand zueinander gehalten, wodurch die Handhabung der Treppe 1 vereinfacht ist. Durch das gemeinsame Gehäuse 14 wird auch eine Relativverschiebung zwischen den Treppenwangen 2 und den Verstelleinrichtungen 6 in deren Längserstreckungsrichtung verhindert, was das Einstellen der Trittstufen 3 auf die jeweils gewünschte Gebrauchslage vereinfacht. Zudem ist es möglich, die Treppe 1 zu bewegen, ohne daß sich dabei die Winkelstellung der Trittstufen 3 gegenüber den Treppenwangen 2 selbsttätig verstellt.

Die wangenseitige Schwenkachse 5 der Trittstufe 3 ist gemäß Fig. 5 an zwei in axialer Richtung voneinander beabstandeten Lagerungen 21 an der Treppenwange 2 gehalten. Dadurch wird der Halt der Schwenkachse 5 an der Treppenwange 2 verbessert und die Stabilität der Trittstufen-Lagerung sowie die Steifigkeit der gesamten Treppe 1 sind erhöht.

An den Treppenwangen 2 der Treppe 1 gemäß Fig. 4 sind Aussparungen 15 zur Aufnahme von seitlich vorstehenden Abschnitten 16 (Fig. 5) der jeweils eine Trittstufe 3 und ein Zug- und/oder Schubelement verbindenden Schwenkachsen 11 bei im wesentlich parallel zu den Treppenwangen 2 angeordneten Trittstufen 3 vorgesehen. Dadurch ist vermieden, daß die Schwenkachsen 11 bei entsprechend weiter Annäherung der Trittstufen 3 an die parallel zu den Treppenwangen 2 verlaufende Lage an den Treppenwangen 2 anschlagen und ein Weiterverschwenken der Trittstufen 3 verhindern.

In Fig. 4 ist auch erkennbar, daß der Abstand a zwischen den beiden an einem Zug- und/oder Schubelement 7 angreifenden Schwenkachsen 10, 11 größer ist als der Abstand b einer Treppenwange 2 von der ihr zugeordneten Verstelleinrichtung 6. Dadurch wird erreicht, daß die Zug- und/oder Schubelemente 7 bei im wesentlichen parallel zu den Treppenwangen 2 angeordneten Trittstufen 3 gegenüber den Treppenwangen 2 in Zugrichtung geneigt angeordnet sind. Dadurch ist ein vereinfachtes Anheben der Trittstufen 3 aus der parallel zu den Treppenwangen 2 angeordneten Lage mit reduziertem Kraftaufwand möglich.

Der Abstand d zweier benachbarter wangenseitiger Schwenkachsen 5 ist bei der Treppe 1 gemäß Fig. 4 etwa so groß wie die Tiefe e der Trittstufen 3. Dadurch lassen sich die Trittstufen 3 einerseits ganz in die parallel zu den Treppenwangen 2 angeordnete Gebrauchsstellungbringen, andererseits ist in dieser Stellung der Trittstufen 3 zwischen den einzelnen Trittstufen 3 kein beziehungsweise nur ein sehr geringer Zwischenraum vorhanden, so daß die Trittstufen 3 praktisch eine durchgehende Fläche bilden und das Begehen der Treppe 1 in einer etwa waagerechten Gebrauchsstellung vereinfacht ist. Darüber hinaus kann die Treppe 1 als schiefe Ebene oder als Rampe verwendet werden.

Fig. 6 zeigt einen verkürzt dargestellten Längsschnitt eines Holmes 13, in dessen Innenhöhlung 12 eine Spindel 8 gelagert ist. Zur axialen Festlegung der Spindel 8 ist an den längsseitigen Enden des Holmes 8 jeweils eine Durchtrittsöffnung 18 für die Spindel 8 vorgesehen und an den längsseitig über den Holm 13 überstehenden Enden der Spindel 8 greift jeweils ein Arretierelement 19a, 19b an. Die Arretierelemente 19a, 19b sind jeweils in axialer Richtung ortsfest an der Spindel 8 gehalten. Die Arretierelemente 19a, 19b können dazu beispielsweise durch eine Mutter und eine Kontermutter gebildet sein, oder die Arretierelemente 19a, 19b sind mit der Spindel 8 fest verbunden, beispielsweise verklebt oder verschweißt. Es ist auch möglich, an der Spindel eine Umfangsseitige Kerbe vorzusehen, in die ein Klemmring eingreift. Desweiteren ist einem der Arretierelemente 19a ein weiteres Arretierelement 19c zugeordnet, das innerhalb der Innenhöhlung 12 des Holmes 13, nahe der die Durchtrittsöffnung 18 aufweisenden Seitenwand angeordnet ist.

Das Arretierelement 19b ist drehfest mit der Spindel 8 verbunden und weist zudem, wie in Fig. 7 angedeutet, an seinem Außenumfang eine Sechskantform auf. Die Spindel 8 kann durch Drehen des Arretierelementes 19b betätigt und somit die Winkelstellung der Trittstufen der Treppe gegenüber den Treppenwangen eingestellt werden. Durch die Sechskantform des Arretierelements 19b kann an diesem mit einem Schraubenschlüssel, einer Zange oder dergleichen Werkzeug angegriffen werden, wodurch das Drehen der Spindel 8 vereinfacht wird und mit reduziertem Kraftaufwand möglich ist.

Die Fig. 8 und 9 zeigen jeweils einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Treppe 1, wobei sich die Treppenwangen 2 und die Holme 13 der Verstelleinrichtungen in die Zeichenebene hinein erstrecken.

In Fig. 8 befinden sich dabei die Trittstufen 3 jeweils in einer parallel zu den Treppenwangen 2 angeordneten Gebrauchsstellung, so daß die Treppe 1 praktisch als waagrechte Brücke verwendbar ist, beispielsweise zum Überbrücken eines Grabens, eines Baches oder zum Verbinden zweier voneinander beabstandeter, auf gleicher Höhe angeordneter Geschoßböden eines Rohbaus (siehe Fig. 3).

Bei der Treppe 1 gemäß Fig. 9 sind die Trittstufen 3 rechtwinklig zu den Treppenwangen 2 angeordnet, und die Treppe 1 kann in dieser Gebrauchsstellung als senkrechte Leiter verwendet werden (siehe Fig. 2).

Fig. 10 zeigt in Teildarstellung eine Treppe 1, deren parallel zueinander angeordnete Treppenwangen 2 rückseitig mit einer durch zwei sich überkreuzende Streben 22 gebildeten Verstrebung miteinander verbunden und dadurch in ihrer Lage relativ zueinander festgelegt sind. Durch diese Fixierung der Treppenwangen 2 ist auch die Ausrichtung der wangenseitigen, die Trittstufen 3 mit den Treppenwangen 2 verbindenden Schwenkachsen 5 rechtwinklig zu den Treppenwangen 2 sichergestellt und ein Verkanten der Schwenkachsen 5 an den Treppenwangen 2 wird vermieden. Durch die Verstrebung wird die Stabilität der gesamten Treppe 1 erhöht. Dabei ist es möglich, wie in Fig. 10 dargestellt, eine Verstrebung mit Streben 22 vorzusehen, die sich jeweils über einen weiten Bereich, gegebenenfalls über die gesamte Länge der Treppe 1 erstrecken. Es ist jedoch auch möglich, eine größere Anzahl kleinerer Streben über die Länge der Treppe beziehungsweise der Treppenwangen verteilt anzuordnen. Diese können jeweils kreuzförmig ausgebildet sein, oder die Streben sind stabartig ausgebildet, wobei mehrere Streben, ähnlich wie in Fig. 10 dargestellt, auch sich überkreuzend angeordnet sein können.

Die Treppe 1 weist zwei Treppenwangen 2 auf, zwischen denen mehrere, in Längserstreckungsrichtung der Treppenwangen 2 voneinander beabstandete Trittstufen 3 angeordnet sind. Die Trittstufen 3 sind jeweils an den beiden Treppenwangen 2 um eine insbesondere im Bereich der hinteren Begrenzung der Trittstufe 3 quer zu den Treppenwangen 2 verlaufende Achse 5 schwenkbar und in Ihrer Winkelstellung gegenüber den Treppenwangen 2 verstellbar gelagert. Zum Verstellen der Trittstufen 3 ist zumindest eine im wesentlichen parallel zu den Treppenwangen 2 verlaufende und in deren Längserstreckungsrichtung wirksame Verstelleinrichtung 6 für wenigstens ein Zug- und/oder Schubelement 7 vorgesehen, das einerseits gelenkig an der Verstelleinrichtung 6 und andererseits gelenkig und mit Abstand zu der jeweiligen wangenseitigen Schwenkachse 5 an einer Trittstufe 3 angreift. Die Trittstufen 3 sind im Sinne einer gemeinsamen Verschwenkung gekoppelt, oder es ist wenigstens eine der Anzahl der Trittstufen 3 entsprechende Anzahl von Zug- und/oder Schubelementen 7 vorgesehen, wobei jeder Trittstufe 3 zumindest ein Zug- und/oder Schubelement 7 zugeordnet ist, das jeweils einerseits gelenkig an der Verstelleinrichtung 6 und andererseits gelenkig und mit Abstand zu der jeweiligen wangenseitigen Schwenkachse 5 an jeweils einer Trittstufe 3 angreift.


Anspruch[de]
  1. 1. Treppe (1), insbesondere Bautreppe, mit zwei Treppenwangen (2), zwischen denen mehrere, in Längserstreckungsrichtung der Treppenwangen (2) voneinander beabstandete Trittstufen (3) angeordnet sind, die jeweils an den beiden Treppenwangen (2) um eine insbesondere im Bereich der hinteren Begrenzung der Trittstufe (3) quer zu den Treppenwangen (2) verlaufende Achse (5) schwenkbar und in ihrer Winkelstellung gegenüber den Treppenwangen (2) verstellbar gelagert sind, mit zumindest einer im wesentlichen parallel zu den Treppenwangen (2) verlaufenden und in deren Längserstreckungsrichtung wirksamen Verstelleinrichtung (6) für wenigstens ein Zug- und/oder Schubelement (7), das gelenkig an der Verstelleinrichtung (6) angreift, und mit Trittstufen (3), die im Sinne einer gemeinsamen Verschwenkung gekoppelt sind oder mit wenigstens einer der Anzahl der Trittstufen (3) entsprechenden Anzahl von Zug- und/oder Schubelementen (7), wobei jeder Trittstufe (3) zumindest ein Zug- und/oder Schubelement (7) zugeordnet ist, das jeweils gelenkig an der Verstelleinrichtung (6) und mit Abstand zu der jeweiligen wangenseitigen Schwenkachse (5) an jeweils einer Trittstufe (3) angreift, dadurch gekennzeichnet, daß das (die) Zug- und/oder Schubelement(e) gelenkig und mit Abstand zu der jeweiligen wangenseitigen Schwenkachse (5) an einer Trittstufe (3) angreift (angreifen), daß die Verstelleinrichtungen(en) (6) jeweils in einer Innenhöhlung (12) eines parallel zu den Treppenwangen (2) verlaufenden Holmes (13) angeordnet ist (sind), und daß die Holme (13) jeweils mit der ihnen zugeordneten Treppenwange (2) starr verbunden sind.
  2. 2. Treppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gelenkigen Verbindungen zwischen jeweils einer Trittstufe (3) und einem Zug- und/oder Schubelement (7) sowie das beziehungsweise die Verstellelement(e) (6) auf derselben Seite der durch die Treppenwangen (2) aufgespannte Ebene - in horizontaler oder schräger Gebrauchslage oberhalb der Treppenwangen (2) - angeordnet sind.
  3. 3. Treppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beiden Treppenwangen (2) jeweils eine Verstelleinrichtung (6) zugeordnet ist, wobei vorzugsweise die durch eine Verstelleinrichtung (6) und die ihr zugeordnete Treppenwange (2) aufgespannte Ebene die durch die beiden Treppenwangen (2) aufgespannte Ebene etwa senkrecht schneidet.
  4. 4. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtungen (6) jeweils einen Pneumatikantrieb, eine Zahnstange oder dergleichen Linearantrieb aufweisen.
  5. 5. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtungen (6) jeweils eine drehbar und ortsfest gelagerte Spindel (8) aufweisen, an der unverdrehbar und in axialer Richtung verstellbar gehaltene Muttern (9) angreifen, an denen die Zug- und/oder Schubelemente (7) schwenkbar gelagert sind, wobei vorzugsweise die Anzahl der Muttern (9) der Anzahl der Trittstufen (3) beziehungsweise der an der jeweiligen Verstelleinrichtung (6) angreifenden Zug- und/oder Schubelemente (7) entspricht.
  6. 6. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Zug- und/oder Schubelemente (7) parallel zueinander angeordnet sind, und daß der Abstand (a) der ein Zug- und/oder Schubelement (7) mit einer Trittstufe (3) einerseits und der Verstelleinrichtung (6) andererseits verbindenden Schwenkachsen (10, 11) bei jedem Zug- und/oder Schubelement (7) jeweils gleich groß ist.
  7. 7. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zug- und/oder Schubelemente (7) starr, vorzugsweise stabartig ausgebildet sind.
  8. 8. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Treppenwange und Holm ein gemeinsames Gehäuse (14) bilden.
  9. 9. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die den beiden Treppenwangen (2) jeweils zugeordneten Verstelleinrichtungen (6) miteinander in Antriebsverbindung stehen, vorzugsweise mit einem Getriebe miteinander verbunden sind.
  10. 10. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der Treppe (1), vorzugsweise an wenigstens einer der Trittstufen (3), eine Wasserwaage beziehungsweise eine Libelle vorgesehen ist.
  11. 11. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an zumindest einem längsseitigen Ende der Treppe (1) ein Kopplungselement zum Verbinden der Treppe (1) mit einer weiteren, zumindest eine Trittstufe aufweisenden Treppe vorgesehen ist, und daß gegebenenfalls eine Kopplung für die Verstelleinrichtungen (6) der miteinander verbundenen Treppen (1) vorgesehen ist.
  12. 12. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß an den Treppenwangen (2) Aussparungen (15) zur Aufnahme von seitlich vorstehenden Abschnitten (16) der jeweils eine Trittstufe (3) und ein Zug- und/oder Schubelement (7) verbindenden Schwenkachsen (11) bei im wesentlichen parallel zu den Treppenwangen (2) angeordneten Trittstufen (3) vorgesehen sind.
  13. 13. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zug- und/oder Schubelemente (7) bei im wesentlichen parallel zu den Treppenwangen (2) angeordneten Trittstufen (3) gegenüber den Treppenwangen (2) in Zugrichtung geneigt angeordnet sind, insbesondere mit den Treppenwangen (2) einen Winkel von 75° bis 85°, vorzugsweise etwa 80° bilden.
  14. 14. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (d) zweier benachbarter wangenseitiger Schwenkachsen (5) wenigstens so groß ist wie die Tiefe (e) der Trittstufen (3).
  15. 15. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die wangenseitigen, eine Trittstufe (3) mit den Treppenwangen (2) verbindenden Schwenkachsen (5) jeweils durch die ihnen zugeordnete Trittstufe (3) verlaufend, insbesondere nahe deren hinteren Begrenzung, angeordnet sind.
  16. 16. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einem, vorzugsweise an beiden längsseitigen Enden eines Holmes (13) jeweils eine Durchtrittsöffnung (18) für die Spindel (8) vorgesehen ist, und daß an den längsseitig über den Holm (13) überstehenden Enden der Spindel (8) und/oder an wenigstens einem längsseitigen Endbereich der Spindel (8) innerhalb und außerhalb der Innenhöhlung (12) des Holms (13) und nahe der die Durchtrittsöffnung (18) für die Spindel (8) aufweisenden Seitenwand des Holmes (13) jeweils ein in Längserstreckungsrichtung der Spindel (8) ortsfest an der Spindel (8) gehaltenes Arretierelement (19) angreift.
  17. 17. Treppe nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eines der außerhalb der Innenhöhlung (12) des Holmes (13) an der Spindel (8) angreifenden Arretierelemente (19) drehfest mit der Spindel (8) verbunden ist und vorzugsweise ein Mehrkant, insbesondere ein Sechskant ist.
  18. 18. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Treppenwangen (2) der Treppe (1) parallel zueinander angeordnet sind, und daß die wangenseitigen Schwenkachsen (5) der Trittstufen (3) jeweils rechtwinklig an den Treppenwangen (2) angreifen.
  19. 19. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Treppenwangen (2) über eine Verstrebung, die zumindest eine Strebe (22) aufweist, miteinander verbunden sind, welche Verstrebung vorzugsweise an der der (den) Verstelleinrichtung(en) abgewandten Seite der Treppe (1) an den Treppenwangen (2) angreift und daß insbesondere wenigstens zwei Streben (22) etwa kreuzförmig angeordnet sind.
  20. 20. Treppe nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die wangenseitigen, eine Trittstufe (3) mit den Treppenwangen (2) verbindenden Schwenkachsen (5) an beiden Treppenwangen (2) jeweils an zwei in axialer Richtung voneinander beabstandeten Lagerungen (21) gehalten sind.






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