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Dokumentenidentifikation DE69417279T2 14.10.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0611239
Titel Verfahren und Anordnung zum automatischen Aktualisieren von Telephonbeantwortervorrichtungen
Anmelder International Business Machines Corp., Armonk, N.Y., US
Erfinder Inniss, Hadyn, Farmington Hills, Michigan 48334, US;
Scaggs, Sheila, Ft. Worth, TX 76134-4320, US;
Welch, Robert P., Colleyville, TX 76034, US
Vertreter Teufel, F., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 70569 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69417279
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 14.01.1994
EP-Aktenzeichen 944800044
EP-Offenlegungsdatum 17.08.1994
EP date of grant 24.03.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.10.1999
IPC-Hauptklasse H04M 3/00

Beschreibung[de]
Verfahren und Anordnung zum automatischen Aktualisieren von Telefonbeantwortervorrichtungen Bereich der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System, die unbeantwortete Telefonanrufe automatisch beantworten, wie beispielsweise bei elektronischen Telefonpostsystemen.

Der Erfindung zugrundeliegender allgemeiner Stand der Technik

Elektronische Telefonpostsysteme stellen Beantwortungsfunktionen für eingehende Telefonanrufe bereit. Ein eingehender Telefonanruf löst einen Beantwortungsmechanismus in dem elektronischen Telefonpostsystem aus, der dem Anrufer eine vorher aufgezeichnete Antwort sowie die Möglichkeit gibt, dem angerufenen Telefonpostbenutzer eine Nachricht zu hinterlassen.

Die vorher aufgezeichnete Antwort weist typischerweise die angerufene Person aus und stellt weitere Informationen zur Verfügung, um den Anrufer zu ermuntern, eine Nachricht zu hinterlassen. Beispielsweise könnte die vom System erzeugte Antwort lauten: "Hallo. Herr Müller ist gerade nicht erreichbar. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Signalton." Alternativ dazu kann der Benutzer eine selbst gesprochene, persönlichere Nachricht aufzeichnen. Beispielsweise könnte die Antwort lauten: "Hallo. Hier spricht Herr Müller. Ich bin gerade nicht erreichbar. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Signalton."

Oftmals möchte ein Benutzer einem Anrufer mehr Informationen zukommen lassen. Die vom Benutzer aufgezeichnete Nachricht kann begrenzte Informationen über den Aufenthaltsort des Benutzers geben, wie zum Beispiel: "Hallo. Hier spricht Herr Müller. Ich bin heute im Büro, aber ich bin entweder dauernd am Telefon oder nicht am Platz. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Signalton."

Die US-Patentschrift A-4 327 251 beschreibt ein automatisches Telefonverzeichnissystem, das Anrufern gesprochene Nachrichten zukommen läßt. Der Benutzer, der eine Nachricht hinterlassen möchte, gibt seine Benutzercodenummer und eine Nummer, die Nachrichten darstellt, ein. Anrufer erhalten die Nachrichten über die Verzeichnistelefonleitungen, indem sie die Benutzercodenummer eingeben, die den Benutzer ausweist, den der Anrufer kontaktieren möchte. Das System überträgt dann die gesprochene Nachricht an den Anrufer. Bei diesen Arten der Beantwortung, die einem Anrufer Informationen über den Benutzer geben, muß der Benutzer die Telefonpostantwort jedoch täglich aktualisieren, wenn die Telefonpost wirkungsvoll genutzt werden soll. Eine Aktualisierung macht es für den Benutzer erforderlich, eine Reihe von Codes oder Paßwörtern einzugeben. Dieser Vorgang nimmt täglich mehrere Minuten in Anspruch. Viele Benutzer finden dies lästig und geben Anrufern nur Informationen, die ihre Person ausweisen. Außerdem geben Anrufbeantwortungsmechanismen nach dem Stand der Technik dem Anrufer keine Auskunft darüber, wann der Benutzer erreichbar sein wird.

Deshalb besteht eine Notwendigkeit für einen Telefonpostbeantwortungsmechanismus, der einem Anrufer nützliche Informationen gibt und der diese Informationen ohne den Benutzer automatisch aktualisiert.

Zusammenfassung der Erfindung

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Anrufbeantwortungsmechanismus bereitzustellen, der einem Anrufer Informationen gibt, beispielsweise wann der angerufene Teilnehmer erreichbar sein wird.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und ein System zur automatischen Aktualisierung der von einem Anrufbeantwortungsmechanismus gegebenen Informationen bereitzustellen.

Das Verfahren der vorliegenden Erfindung aktualisiert automatisch einen Anrufbeantwortungsmechanismus. Der Anrufbeantwortungsmechanismus gibt dem Anrufer eine Antwort sowie die Möglichkeit, eine Nachricht zu hinterlassen. Das Verfahren schließt den Abruf eines ersten Antwortteils ein. Das Verfahren ruft weiterhin Informationen aus einer vorher ausgewählten Datenbank auf einem Datenverarbeitungssystem ab und erzeugt aus den Informationen einen zweiten Antwortteil. Dann gibt das Verfahren den ersten Antwortteil und den zweiten Antwortteil einem Anrufer wieder.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung schließt der Schritt des Abrufs eines ersten Antwortteils des weiteren den Schritt des Abrufs einer vorher aufgezeichneten Nachricht ein. In einer anderen Ausführungsform schließt der Schritt des Abrufs von Informationen aus der vorher ausgewählten Datenbank des weiteren den Schritt des Abrufs der Informationen aus einem Kalender eines Benutzers ein, der gerade angerufen wird. In noch einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung schließt das Verfahren des weiteren den Schritt der Feststellung ein, ob der Zugriff auf die Informationen in der Datenbank durch den Anrufbeantwortungsmechanismus genehmigt ist, und wenn er genehmigt ist, werden die Informationen aus der Datenbank abgerufen.

Das System der vorliegenden Erfindung dient der automatischen Aktualisierung eines Anrufbeantwortungsmechanismus. Das System enthält Mittel zum Abruf eines ersten Antwortteils. Es gibt auch Mittel zum Abruf von Informationen aus einer vorher ausgewählten Datenbank auf einem Datenverarbeitungssystem und zur Erzeugung eines zweiten Antwortteils aus den Informationen. Das System enthält ferner Mittel, um dem Anrufer den ersten Antwortteil und den zweiten Antwortteil wiederzugeben.

Mit der vorliegenden Erfindung erhält ein Anrufer Informationen, die für ihn bei der Kommunikation mit dem Benutzer hilfreich sind. Durch Auswahl der Datenbank, auf die der Anrufbeantwortungsmechanismus zugreift, kann der Benutzer einem Anrufer Informationen über den Aufenthaltsort des Benutzers, den Zeitpunkt, zu dem der Benutzer wahrscheinlich zurückkommen wird, und sogar Telefonnummern hinterlassen, unter denen der Benutzer zur Zeit erreichbar ist.

Der Anrufbeantwortungsmechanismus wird bei jeder Aktualisierung der Datenbank automatisch aktualisiert. Dies vereinfacht die Benutzung des Anrufbeantwortungsmechanismus durch den Benutzer und fördert dadurch seinen Gebrauch. Der Benutzer muß sich lediglich mit der Frage befassen, ob er dem Anrufbeantwortungsmechanismus den Zugriff auf bestimmte Einträge gewährt oder verweigert.

Die vorliegende Erfindung verknüpft aufgezeichnete Nachrichten (die entweder von einem Datenverarbeitungssystem oder einem Benutzer aufgezeichnet wurden) mit Daten, die vom System erzeugt werden, wie beispielsweise die Uhrzeit, und auch mit Informationen, die aus Datenbanken abgerufen werden. Dem Anrufer wird eine einzige Antwort wiedergegeben, indem die verschiedenen Teile zusammengefügt werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine Prinzipskizze eines Datenverarbeitungssystems, auf dem die vorliegende Erfindung in die Praxis umgesetzt werden kann.

Fig. 2 ist ein Flußdiagramm, welches das Verfahren der vorliegenden Erfindung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zeigt.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Fig. 1 zeigt eine Prinzipskizze eines Datenverarbeitungssystems 11, auf dem die vorliegende Erfindung in die Praxis umgesetzt werden kann. Das Datenverarbeitungssystem 11 enthält mehrere einzelne Rechner 13', die in einem lokalen Netz (LAN) 15 miteinander verbunden sind. Jeder Rechner 13 enthält eine Benutzerschnittstelle, die einen Bildschirm 17 und eine Tastatur 19 hat. Jeder Rechner 13 kann auch mit einer Speichereinheit 21 und einem Drucker oder einer Ausgabeeinheit 23 verbunden werden. Eine oder mehrere dieser Speichereinheiten 21 können gemäß der vorliegenden Erfindung zur Speicherung von Anwendungen oder Ressourcenobjekten verwendet werden, auf die ein beliebiger Benutzer innerhalb des Datenverarbeitungssystems 11 in regelmäßigen Abständen zugreifen kann.

Das Datenverarbeitungssystem 11 kann auch einen Großrechner 25 enthalten, der über eine Kommunikationsverbindung 27 mit einem der Rechner 13 verbunden wird. Der Großrechner 25 kann auch mit einer Speichereinheit 29 verbunden werden, die den Rechnern als ferner Speicher dienen kann.

Ein erstes Telefon 31 wird mit dem Datenverarbeitungssystem 11 verbunden. Das erste Telefon 31 wird über eine herkömmliche Telefonleitung 35 auch mit einem zweiten Telefon 33 verbunden. Die Telefonleitung kann eine Leitung vom Typ des einfachen herkömmlichen Fernsprechsystems (POTS) sein, die das Tonträgerfrequenzen verwendet, oder sie kann eine gemultiplexte Leitung sein, die einen digitalen Träger, wie beispielsweise T-1, verwendet. Die Telefone 31, 33 können zusätzlich zu den Tonfunktionen auch visuelle Funktionen unterstützen.

Das Datenverarbeitungssystem 11 stellt für das Telefon 31 einen Anrufbeantwortungsmechanismus oder ein Telefonpostsystem bereit. Der Anrufbeantwortungsmechanismus wird automatisch aktiviert, wenn das erste Telefon 31 einen Anruf von einem anderen Telefon, wie beispielsweise dem zweiten Telefon 33, erhält. Wenn er aktiviert ist, läßt der Anrufbeantwortungsmechanismus dem Anrufer eine Nachricht oder eine Antwort zukommen. Diese Antwort schließt im allgemeinen eine Begrüßung ein und weist den Benutzer aus, der angerufen worden ist. Nachdem dem Anrufer die Antwort wiedergegeben worden ist, gibt der Anrufbeantwortungsmechanismus dem Anrufer die Möglichkeit, eine Nachricht für den Benutzer zu hinterlassen.

Bei der vorliegenden Erfindung wird die für den Anrufer bereitgehaltene Antwort aus mehreren. Teilen gebildet, die der Benutzer gestalten kann. Ein erster Teil der Antwort sieht eine auf der Uhrzeit beruhende Begrüßung vor. Ein zweiter Teil der Antwort weist den Benutzer gegenüber dem Anrufer aus. Ein dritter Teil der Antwort gibt dem Anrufer Informationen, die aus einer Datenbank auf dem Datenverarbeitungssystem 11 abgerufen werden. Alle Teile werden zusammengefügt, um die Antwort bereitzustellen.

Der erste Teil wird von dem Datenverarbeitungssystem auf der Grundlage der Uhrzeit automatisch bereitgestellt. Das Datenverarbeitungssystem 11 hat eine Uhr, die es ihm ermöglicht, die Uhrzeit festzustellen. Sobald die Uhrzeit bekannt ist, erzeugt das Datenverarbeitungssystem den ersten Teil der Antwort. Morgens würde der erste Teil beispielsweise "Guten Morgen" lauten. Nachmittags würde der erste Teil "Guten Tag" lauten.

Der zweite Teil der Antwort weist den Benutzer aus. Viele Telefonpostsysteme haben eine Standardnachricht für jeden Benutzer. Wenn ein Benutzer nichts tut, könnte der zweite Teil lauten: "Herr Müller ist gerade nicht erreichbar." Der standardmäßige zweite Teil wird von dem Datenverarbeitungssystem in einer für alle Benutzer einheitlichen Stimme erzeugt.

Alternativ dazu kann der Benutzer beim zweiten Teil statt des Standards eine persönliche Nachricht aufzeichnen, die in seiner eigenen Stimme wiedergegeben wird. Um einen persönlichen zweiten Teil aufzuzeichnen, greift der Benutzer entweder über das Telefon 31 oder über einen der Rechner 13 auf das Telefonpostsystem zu. Der Benutzer zeichnet dann ein persönliches Telefonpostbegrüßungs-Programmodul auf. Dies könnte beispielsweise lauten: "Hier spricht Herr Müller. Ich bin gerade nicht erreichbar."

Der dritte Teil der Antwort wird automatisch aus einer Datenbank auf dem Datenverarbeitungssystem 11 abgerufen. Der Benutzer stellt dem Anrufbeantwortungsmechanismus die Informationen bei jeder Aktualisierung der Datenbank zur Verfügung. Der Anrufbeantwortungsmechanismus kann beispielsweise den Kalender des Benutzers verwenden, um einem Anrufer Informationen darüber zu geben, wann der Benutzer erreichbar sein wird oder wo er sich gerade aufhält.

Der Benutzer macht vielleicht die folgenden typischen Einträge in der Kalenderdatenbank für einen bestimmten Tag:

9.00 bis 10.00 Uhr Besprechung mit dem Chef, Zimmer 256, Telefonzugriff = JA

12.00 bis 13.00 Uhr Mittagessen, Telefonzugriff = JA

14.00 bis 15.00 Uhr Besprechung des neuen Produkts, Zimmer 211, Telefonzugriff = NEIN

Während der Benutzer Einträge in den Kalender macht, entscheidet er, ob die Informationen in den einzelnen Einträgen einem Anrufer mitgeteilt werden können. Dies geschieht, indem der Telefonzugriff entweder auf JA oder auf NEIN gesetzt wird. Eine JA-Einstellung gestattet dem Anrufbeantwortungsmechanismus den Zugriff und die Mitteilung der Informationen an einen Anrufer. Eine NEIN-Einstellung schließt den Zugriff und die Mitteilung der Informationen an einen Anrufer durch den Anrufbeantwortungsmechanismus aus.

Die Antwort ist typischerweise eine gesprochene Antwort. Jedoch kann die Antwort visuelle Nachrichten enthalten, wenn die verwendete Telefonanlage visuelle Funktionen unterstützt.

Nun Bezug nehmend auf Fig. 2, wird das Verfahren zur Beantwortung eines Anrufs des, Telefons 31 des Benutzers beschrieben. In dem Flußdiagramm von Fig. 2 werden die folgenden grafischen Konventionen eingehalten: ein Rechteck für einen Prozeß oder eine Funktion und eine Raute (Schritt 55 ist eine gestreckte Raute) für eine Entscheidung. Fachkundige Programmierer im Bereich der Datenverarbeitung und der Benutzerschnittstellen verstehen diese Konventionen gut, und die Flußdiagramme sind ausreichend, um es einem fachkundigen Programmierer zu ermöglichen, Code in einer beliebigen, geeigneten Rechnerprogrammiersprache, wie beispielsweise BASIC, PASCAL oder C, für einen Rechner, beispielsweise der Rechnerfamilie IBM Personal System/2 (PS/2), die diese Sprachen unterstützt, zu schreiben.

Das Verfahren beginnt im Schritt 51. Im Schritt 53 kommt am Telefon 31 ein Telefonanruf an, aber niemand kann ihn entgegennehmen. Das Verfahren schaltet zum Schritt 55, in dem es feststellt, ob das Telefon, welches den Anruf einleitet, audiovisuelle Telefonanrufe unterstützen kann. Wenn nicht (NEIN), schaltet das Verfahren zum Schritt 57, um die Sprachtelefonnachricht abzurufen. Dies ist der zweite Teil der Antwort, die in dem Beispiel "Hier spricht Herr Müller. Ich bin gerade nicht erreichbar." lautet. Das Verfahren schaltet dann zum Schritt 59. Wenn das Ergebnis des Schritts 55 JA ist, schaltet das Verfahren zum Schritt 61, um eine audiovisuelle Telefonnachricht abzurufen. Anschließend schaltet das Verfahren zum Schritt 59.

Im Schritt 59 prüft das Verfahren die Uhrzeit. Im Schritt 63 ruft das Verfahren die Uhrzeitnachricht ab, die entweder "Guten Morgen" oder "Guten Tag" lautet oder eine andere, der Uhrzeit entsprechende Begrüßung ist.

Im Schritt 65 prüft das Verfahren die angegebene Datenbank, wie beispielsweise den Kalender des Benutzers, auf Informationen über die aktuelle Tageszeitplanung des Benutzers und ruft diese Informationen ab, sofern dies gestattet ist, um den dritten Teil der Nachricht bereitzustellen. Die Uhrzeit dient zur Feststellung, welcher Eintrag vom Kalender verwendet wird. Wenn die Uhrzeit 9.30 Uhr ist, wird der Eintrag von 9.00 bis 10.00 verwendet, um den dritten Teil zu erzeugen. Wenn der Telefonzugriff auf JA gesetzt ist, wird der Kalendereintrag zur Bildung des dritten Teils der Antwort verwendet. Wenn der Telefonzugriff auf NEIN gesetzt ist, wird der Kalendereintrag nicht verwendet. Der dritte Teil bittet den Anrufer statt dessen, eine Nachricht zu hinterlassen.

Der erste, der zweite und der dritte Teil werden im Schritt 67 in der entsprechenden Reihenfolge zusammengefügt. Im Schritt 69 werden die zusammengefügten Nachrichtenteile dem Anrufer dann wiedergegeben. Wenn beispielsweise um 9.30 Uhr ein Anruf getätigt wird, würde die Antwort lauten:

"Guten Morgen!" (Dies ist der erste Teil der Antwort, den man durch die Uhrzeit erhält.) "Hier spricht Herr Müller. Ich bin gerade nicht erreichbar." (Dies ist der zweite Teil, den man von der Aufzeichnung des Benutzers erhält). "Ich bin in einer Besprechung, die um 10.00 Uhr endet. Bitte rufen Sie mich dann an, oder hinterlassen Sie jetzt eine Nachricht." (Dies ist der dritte Teil, der vom Datenverarbeitungssystem aus dem Kalendereintrag erzeugt wird.)

Alternativ dazu könnte der dritte Teil sogar noch mehr Informationen bereitstellen. Zum Beispiel "Ich bin bis 10.00 Uhr in einer Besprechung im Zimmer 256. Bitte rufen Sie mich dort an, hinterlassen Sie eine Nachricht, oder rufen Sie mich später an."

Wenn der Anruf um 12.30 Uhr getätigt wird, würde die Antwort lauten:

"Guten Tag!" (Dies ist der erste Teil der Antwort.) "Hier spricht Herr Müller. Ich bin gerade nicht erreichbar." (Dies ist der zweite Teil der Antwort). "Ich bin zu Tisch und werde um 13.00 Uhr zurück sein. Bitte rufen Sie mich dann an, oder hinterlassen Sie jetzt eine Nachricht." (Dies ist der dritte Teil der Antwort.)

Wenn der Anruf um 14.30 Uhr getätigt wird, würde die Antwort lauten:

"Guten Tag!" (Dies ist der erste Teil der Antwort.) "Hier spricht Herr Müller. Ich bin gerade nicht erreichbar." (Dies ist der zweite Teil der Antwort). "Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Signalton." (Dies ist der dritte Teil der Antwort.)

Der dritte Teil der Antwort ist eine Standardnachricht, die verwendet wird, wenn der Zugriff auf den Kalendereintrag verweigert wird. Wenn der Anruf um 16.00 Uhr erfolgt, ist die Antwort auch dieselbe wie bei einem Anruf, der um 14.30 Uhr erfolgt. Dies liegt daran, daß es um 16.00 Uhr keinen Kalendereintrag gibt, aus dem der dritte Teil der Antwort gebildet werden könnte.

Somit gibt die vorliegende Erfindung einem Anrufer zusätzliche Informationen in bezug auf den Benutzer, der gerade angerufen wird. Diese zusätzlichen Informationen sind für den Anrufer bei der Kommunikation mit dem Benutzer hilfreich.

Die vorliegende Erfindung erfordert nur einen minimalen Aufwand vom Benutzer, um die Antwort aktuell zu halten, da der Benutzer nur die Datenbank in einem aktualisierten Zustand halten muß, etwas, das der Benutzer ungeachtet des Anrufbeantwortungsmechanismus wahrscheinlich ohnehin tut. Die vorliegende Erfindung aktualisiert die Antwort des Anrufbeantwortungsmechanismus auf der Grundlage der Datenbank automatisch. Bei jedem Eintrag in der Datenbank kann der Benutzer den Zugriff auf den Eintrag durch den Anrufbeantwortungsmechanismus entweder gestatten oder sperren.

Obwohl die vorliegende Erfindung als eine Erfindung beschrieben wurde, die eine Antwort mit einem ersten, einem zweiten und einem dritten Teil bereitstellt, sind Änderungen an der Antwort natürlich möglich. Zum Beispiel braucht der erste Teil (z. B. "Guten Morgen") überhaupt nicht bereitgestellt zu werden. Statt dessen könnte der zweite Teil der Antwort eine Begrüßung wie beispielsweise "Hallo. Hier spricht Herr Müller ..." enthalten.

Obwohl die vorliegende Erfindung mit einem Kalender als Datenbank beschrieben wurde, die dazu dient, die Informationen für eine Anrufbeantwortung zur Verfügung zu stellen, können auch andere Datenbanken verwendet werden. Zum Beispiel könnte eine Personaldatenbank verwendet werden, um einen Anrufer automatisch an die Sekretärin eines Benutzers, seinen Kollegen oder Vorgesetzten mit Namen und Telefonnummer zu verweisen.

Die Sprachinformationen, die jeden Teil der Antwort bilden, können von dem Datenverarbeitungssystem erzeugt werden, indem es beispielsweise Text-in-Sprache-Umwandlungen durchführt. Alternativ dazu kann der Benutzer den ersten und den zweiten Teil aufzeichnen. Der Benutzer kann auch eine Gruppe oder eine Bibliothek von Wörtern oder Tönen zur Verwendung durch die Datenverarbeitung aufzeichnen, um den dritten Teil zu erzeugen, da die Informationen im dritten Teil typischerweise verschiedenartig und weitreichend sein können. Um den dritten Teil aus den Informationen zu erzeugen, die aus der Kalenderdatenbank abgerufen werden, könnte beispielsweise ein standardmäßiger dritter Teil verwendet werden: "Ich bin _______________. Ich werde um _________ zurück sein. Bitte rufen Sie mich dann an, oder hinterlassen Sie eine Nachricht." Der erste Leerraum wird mit dem im Kalender vermerkten Termin ausgefüllt, zum Beispiel "in einer Besprechung". Der zweite Leerraum wird mit der Uhrzeit ausgefüllt, zu der das planmäßige Ende des Termins vorgesehen ist, zum Beispiel "10.00 Uhr".

Die vorstehende Beschreibung und das in den Zeichnungen Gezeigte dienen lediglich zur Veranschaulichung der Grundgedanken dieser Erfindung und sind nicht einschränkend auszulegen.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur automatischen Aktualisierung eines Anrufbeantwortungsmechanismus (11), wobei der Anrufbeantwortungsmechanismus einem Anrufer eine Antwort und die Möglichkeit gibt, eine Nachricht zu hinterlassen, dadurch gekennzeichnet, daß es die folgenden Schritte umfaßt:

a) Abrufen eines ersten Antwortteils (63)

b) Abrufen von Informationen aus einer vorher ausgewählten Datenbank auf einem Datenverarbeitungssystem und Erzeugen eines zweiten Antwortteils aus den Informationen (57); und

c) Wiedergabe des ersten Antwortteils und des zweiten Antwortteils für den Anrufer (69).

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt des Abrufs eines ersten Antwortteils des weiteren den Schritt des Abrufs einer vorher aufgezeichneten Nachricht umfaßt.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Schritt des Abrufs von Informationen aus der vorher ausgewählten Datenbank des weiteren den Schritt des Abrufs der Informationen aus einem Kalender eines Benutzers, der gerade angerufen wird, oder aus einer Personaldatenbank umfaßt.

4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, das des weiteren den Schritt der Feststellung umfaßt, ob der Zugriff auf die Informationen in der Datenbank durch den Anrufbeantwortungsmechanismus genehmigt ist, und wenn er genehmigt ist, werden die Informationen aus der Datenbank abgerufen.

5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, das des weiteren die folgenden Schritte umfaßt:

a) Feststellen der Uhrzeit, zu der der Anrufer anruft

b) Erzeugen eines dritten Antwortteils, der sich auf die Uhrzeit bezieht (65); und

c) Wiedergabe des dritten Antwortteils zusammen mit dem ersten und dem zweiten Antwortteil (69).

6. System (11, 31) zur automatischen Aktualisierung eines Anrufbeantwortungsmechanismus, wobei der Anrufbeantwortungsmechanismus einem Anrufer eine Antwort und die Möglichkeit gibt, eine Nachricht zu hinterlassen, wobei das System dadurch gekennzeichnet ist, daß es folgendes umfaßt:

a) Mittel (13, 25), um einen ersten Antwortteil abzurufen;

b) Mittel (21, 29), um Informationen aus einer vorher ausgewählten Datenbank auf einem Datenverarbeitungssystem auszuwählen und einen zweiten Antwortteil aus den Informationen zu erzeugen; und

c) Mittel (11), um dem Anrufer den ersten Antwortteil und den zweiten Antwortteil wiederzugeben.

7. System nach Anspruch 6, wobei das Mittel zum Abruf eines ersten Antwortteils des weiteren Mittel zum Abruf einer vorher aufgezeichneten Nachricht umfaßt.

8. System nach Anspruch 6 oder 7, wobei das Mittel zum Abruf von Informationen aus der vorher ausgewählten Datenbank des weiteren Mittel zum Abruf der Informationen aus einem Kalender eines Benutzers, der gerade angerufen wird, oder aus einer Personaldatenbank umfaßt (21, 29).

9. System nach den Ansprüchen 6 bis 8, das des weiteren Mittel (11) umfaßt, die dazu dienen, festzustellen, ob der Zugriff auf die Informationen in der Datenbank durch den Anrufbeantwortungsmechanismus genehmigt ist, und wenn er genehmigt ist, die Informationen aus der Datenbank abzurufen.

10. System nach den Ansprüchen 6 bis 9, das des weiteren folgendes umfaßt:

a) Mittel (11), um die Uhrzeit festzustellen, zu der der Anrufer anruft (59);

b) Mittel (11), um einen dritten Antwortteil zu erzeugen, der sich auf die Uhrzeit bezieht; und

c) Mittel (11), um den dritten Antwortteil zusammen mit dem ersten und dem zweiten Antwortteil wiederzugeben.







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