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Dokumentenidentifikation DE19581706C2 21.10.1999
Titel Patientenhaltevorrichtung für kippbaren Untersuchungstisch
Anmelder American Echo, Inc., Kansas City, Mo., US
Erfinder Falbo, Michael G., Gladstone, Mo., US
Vertreter Uexküll & Stolberg, 22607 Hamburg
DE-Anmeldedatum 06.02.1995
DE-Aktenzeichen 19581706
WO-Anmeldetag 06.02.1995
PCT-Aktenzeichen US9501488
WO-Veröffentlichungsnummer 9603103
WO-Veröffentlichungsdatum 08.02.1996
Date of publication of WO application in German translation 05.06.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.10.1999
IPC-Hauptklasse A61G 7/008
IPC-Nebenklasse A61G 7/05   A61B 5/22   A61B 5/0402   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung 1. Feld der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein patientenunterstützendes Bett, das verschiedene Diagnosen, insbesondere echokardiographische Abtastungen, an einer auf dem Bett liegenden Person vereinfacht.

Insbesondere betrifft sie ein diagnostisches Bett, das eine horizontale obere Bettoberfläche, eine an einem Ende des Betts angebrachte Übungsvorrichtung, einen Kippmechanismus zum Kippen der Bettoberfläche und eine neue Patientenhaltevorrichtung aufweist, um den Patienten auf dem gekippten Bett sicher zu unterstützen.

1. Beschreibung des Standes der Technik

Die Diagnose von Herzunregelmäßigkeiten beinhaltet oft ein Tretradtest, wobei ein Patient auf einem Tretrad körperlich übt, um seinen oder ihren Herzschlag auf eine erhöhte Rate zu bringen, bei der Anomalien nachgewiesen werden können. Die Erfahrung hat gezeigt, daß der Tretradtest (Belastungs-EKG) allein für eine relativ große Anzahl von Patienten keine genaue Diagnose gibt, d. h., obwohl die Herzschlagrate erhöht ist, läßt sich ein vorhandenes Problem nicht nachweisen. Dies ist insbesondere bei weiblichen Patienten der Fall.

Infolgedessen ist es allgemeine Praxis geworden, eine Herzsonographie (auch bekannt als echokardiographische Abtastung) an einem Patienten auszuführen, unmittelbar nachdem ein Tretradtest abgeschlossen ist und während der Herzschlag des Patienten noch erhöht ist. Diese kombinierte Diagnosetechnik hat sich zur korrekten Beurteilung des tatsächlichen Zustands des Herzens eines Patienten als sehr erfolgreich erwiesen. Um jedoch optimale Testergebnisse zu erhalten, müssen zwei Bedingungen erfüllt werden. Erstens muß die Herzsonographie ausgeführt werden, unmittelbar nachdem der Tretradtest abgeschlossen ist. Hier ist jede Sekunde wichtig, da sich das Herz von den Wirkungen der Belastung in etwa zwei Minuten vollständig erholt. Zweitens sollte der Patient untersucht werden, wenn er entweder auf der linken Seite (links lateral) liegt oder wenn das Bett links nach unten gekippt ist, so daß die linke Körperhälfte des Patienten nach unten geschwenkt ist. Dieses Kippen des Patienten oder des Bettes nach links bewirkt, daß sich das Herz des Patienten im Brustraum nach links verschiebt. Dadurch können die Sonographiesonden empfindlichere und genauere Resultate aufnehmen.

Um diese beiden Bedingungen am besten zu erfüllen, ist es vorteilhaft, ein patientenunterstützendes Bett bereitzustellen, das eine an das Bett gekoppelte Übungsvorrichtung und einen Kippmechanismus umfaßt, um das Bett zu kippen, so daß die linke Seite des Patienten relativ zum Rest des Körpers abgesenkt wird. Auf diese Weise kann der Patient an der angebrachten Übungsvorrichtung körperlich üben und kann unmittelbar anschließend untersucht werden. Da das Bett gekippt werden kann, um den Patienten zu verschieben, kann der Patient für die körperliche Übung in optimale Lage plaziert werden, wodurch die Zeit, die benötigt wird, um den Patienten nach der körperlichen Übung zu positionieren, entfällt. Bevorzugte patientenunterstützende Betten enthalten zum Zugang eine Fallklappe oder einen klappbaren Abschnitt in dem Bett benachbart der Herzregion, der abgesenkt werden kann, um eine Zugangsöffnung zu schaffen, die es dem die Sonographie Durchführenden erlaubt, die Sonographiesonden in die verschiedenen für die Diagnose erforderlichen Positionen zu bringen. Ein solches Bett ohne Kippvorrichtung ist aus US Patentschrift Nr. 5 184 363 bekannt.

Die Benutzung von Diagnosebetten dieser Art schafft ein erhebliches Problem. Der Patient neigt nämlich dazu, von dem gekippten Bett herunterzurutschen, was zu Verletzungen oder zu Unbequemlichkeiten für den Patienten führt. Eine Lösung aus dem Stand der Technik für dieses Problem besteht darin, das Bett mit Sicherungseinrichtungen von der Art normaler Anschnallgurte zu versehen. Diese Anschnallgurte sind an den Seiten des Bettes befestigt und werden über den Bauch des Patienten gelegt. Obwohl normale Anschnallgurte verhindern, daß der Patient vollständig aus dem Bett fällt, können sie nicht verhindern, daß der Patient auf der Oberfläche des Bettes verrutscht. Infolgedessen rutscht der Patient zur linken Kante des gekippten Bettes und wird in unbequemer Weise zwischen dem Anschnallgurt und der Kante des Betts eingeklemmt. Ferner sind Standardanschnallgurte unbequem zu benutzen und schnüren den Bauch des Patienten ein.

Ferner ist aus US Patentschrift Nr. 5 299 334 ein um die Längsachse kippbares Bett mit Seitenträgern bekannt, das Seitenstützen in Schulter-, Hüft- und Beinbereich aufweist. Die Seitenstützen sind mit Einstellmechanismen mit teleskopartigen Längsverstellungen, Rastlöchern und Mehrgelenkanordnungen in mehreren Richtungen einstellbar gehalten. Ähnliche Einstellmechanismen für Seitenstützen sind aus der US Patentschrift Nr. 2 434 165 bekannt. Aus der US Patentschrift 4 506 664 ist eine Liege mit einem Gurt bekannt, dessen beide Enden über eine Schließe zu einer Schlinge geschlossen werden. Diese Schlinge umschließt den Patienten und hält ihn auf der Liegefläche, an der die Schlinge seitlich befestigt ist.

Es besteht Bedürfnis nach einem verbesserten Diagnosebett, das besonders dazu ausgebildet ist, die Probleme herkömmlicher Betten dieser Art im Zusammenhang mit Herzsonographieuntersuchungen zu überwinden. Kurze Darlegung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung überwindet die oben geschilderten Schwierigkeiten und schafft ein verbessertes patientenunterstützendes Diagnosebett mit den Merkmalen des Anspruchs 1, das effektive Sonographieuntersuchungen vereinfacht, während es den Patienten auch in sicherer und komfortabler Weise auf dem Bett hält.

Das patientenunterstützende Bett ist besonders zur Herzsonographie angepaßt und enthält im wesentlichen eine horizontale obere Bettoberfläche, einen Kippmechanismus zum Kippen der Bettoberfläche und Halteeinrichtungen zum Unterstützen des Patienten auf dem gekippten Bett, und bevorzugt eine an einem Ende des Bettes angebrachte Übungsvorrichtung.

Die Bettoberfläche enthält wenigstens eine Öffnung und einen entsprechenden verschiebbaren Bettfüllabschnitt, der in der Öffnung angeordnet ist. Die Öffnung ist so angeordnet und so bemessen, um die sonographische Diagnose eines auf dem Bett liegenden Patienten zu erlauben. Eine zweite Öffnung kann so vorgesehen und bemessen sein, um die Beine oder andere Teile einer die Diagnose durchführenden Person aufnehmen zu können. Die Bettfüllabschnitte sind zwischen oberen und unteren Positionen verschiebbar und enthalten Verriegelungsanordnungen, die dazu dienen, jeden der Abschnitte in einer oberen, im wesentlichen horizontalen Position zu halten, so daß das Bett eine im wesentlichen horizontale und ununterbrochene patientenunterstützende Oberfläche bietet.

Die Halteeinrichtungen umfassen eine flexible Halteschlinge, die dazu ausgebildet ist, um den Patienten im mittleren Bereich zu umfassen, und eine einstellbare, schulterunterstützende Vorrichtung, die dazu ausgebildet ist, an einer Seite des Patientenkörpers anzuliegen, wenn das Bett gekippt ist.

Die vorliegende Erfindung schafft zahllose Vorteile. Erstens erlaubt der Aufbau des Bettes die Herzsonographie durchzuführen, entweder während oder unmittelbar nach dem körperlichen Übungstest. Zweitens gestattet das Bett, den Patienten zu untersuchen, während das Bett gekippt ist, wodurch das Herz innerhalb des Brustkorbes optimal positioniert wird, so daß die Sonographiesonden empfindlichere und genauere Resultate gewinnen können. Drittens unterstützt die Patientenhaltevorrichtung den Patienten auf dem Bett in sicherer und komfortabler Weise während das Bett gekippt ist, ohne den Patienten zu drücken. Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird unten im Detail unter Bezugnahme auf die angefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des patientenunterstützenden Diagnosebetts gemäß der Erfindung ist;

Fig. 2 eine perspektivische Seitenansicht des patientenunterstützenden Bettes ist, die die Lage eines Patienten darauf bei gekipptem Bett illustriert;

Fig. 3 eine Draufsicht auf das patientenunterstützende Bett ist;

Fig. 4 eine Draufsicht auf die linke Seite des patientenunterstützenden Bettes ist; und

Fig. 5 eine Draufsicht auf die rechte Seite des patientenunterstützenden Bettes ist.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Wendet man sich nun den Zeichnungen zu, und insbesondere Fig. 1, so ist ein patientenunterstützendes Diagnosebett 10 dargestellt. Das patientenunterstützende Bett 10 ist besonders zur Herzsonographie angepaßt und enthält im wesentlichen eine horizontale obere Bettoberfläche 20, eine Kippeinrichtung 22 zum Kippen der Bettoberfläche 20, eine körperliche Übungsvorrichtung 24, die an einem Ende des Bettes 10 angebracht ist, und Halteeinrichtungen 26, um den Patienten auf dem gekippten Bett zu halten. Genauer gesagt, bietet die Bettoberfläche 20 eine im wesentlichen horizontale patientenunterstützende Oberfläche und hat einen Rahmen, der längliche Seitenträger 30, 32 und Endträger 34, 36 aufweist. Eine Matratze 38 oder eine ähnliche Abdeckung ist auf der Bettoberfläche 20 angeordnet.

Wie in Fig. 2 dargestellt, weist die Oberfläche 20 eine Zugangsöffnung 38 und einen entsprechenden verschiebbaren Bettfüllabschnitt 40 auf, der innerhalb der Öffnung angeordnet ist. Die Öffnung 38 ist so angeordnet und bemessen, um eine sonographise Diagnose an einem auf dem Bett liegenden Patienten zu ermöglichen. Eine zweite Öffnung kann vorgesehen und so abgemessen sein, um die Beine oder andere Teile einer die Diagnose durchführenden Person unterbringen zu können.

Der Bettfüllabschnitt 40 besteht aus einem im wesentlichen L-förmigen Körper und ist so bemessen, um die Öffnung 38 im wesentlichen aufzufüllen. Der Bettfüllabschnitt 40 ist zwischen einer unteren und einer oberen Position verschiebbar und umfaßt Verriegelungsanordnungen, die dazu dienen, den Abschnitt normalerweise in einer oberen, im wesentlichen horizontalen Stellung zu halten. Der Bettfüllabschnitt 40 ist mittels einer Scharnieranordnung (nicht gezeigt) schwenkbar mit der Bettoberfläche 20 verbunden.

Bei Gebrauch des Bettes 20 ist der Bettfüllabschnitt 40 normalerweise in seiner obersten Position plaziert, so daß das Bett eine im wesentlichen ununterbrochene patientenunterstützende Fläche entlang seiner Länge bietet. Während des Testens ist der Bettfüllabschnitt 40 in seine untere Position verschoben, so daß der die Sonographie Ausführende leichteren Zugang zu der Seite des Brustkorbes des Patienten hat. Nachdem die sonographische Untersuchung abgeschlossen ist, wird der Bettfüllabschnitt 40 zurück in seine horizontale Stellung angehoben.

Die Kippeinrichtung 22 ist eine herkömmliche motorgetriebene Kippeinheit, die dazu konstruiert ist, die Bettoberfläche 20 zu kippen. Der Kippmechanismus 22 ist mit dem Rahmen des Bettes 10 verbunden ist dazu betreibbar, die Bettoberfläche 20 nach links zu kippen, so daß die linke Seite des Patienten relativ zum Rest des Körpers abgesenkt wird. Das Kippen des Patienten nach links ist vorteilhaft, da es bewirkt, daß das Herz des Patienten sich im Brustkorb nach links verschiebt. Dies ermöglicht es, daß die Sonographiesonden sensitivere und genauere Resultate erzielen. Wie Fachleute anerkennen werden, kann der Kippmechanismus 22 so aufgebaut sein, um die Bettoberfläche 20 in jegliche Stellung zu kippen.

Die Übungsvorrichtung 24 ist ein herkömmliches Übungsgerät vom Fahrradtyp, das bei sonographischen und anderen Belastungstestverfahren verwendet wird. Wie in Fig. 1 dargestellt, ist die Übungsvorrichtung 24 am hinteren Ende des Bettes 10 angebracht. Die bevorzugte Übungsvorrichtung 24 enthält einen Pedalübungsabschnitt 42 und einen Handgriffabschnitt 44. Im Gebrauch liegt der Patient auf seinem oder ihrem Rücken auf der Bettoberfläche 20, greift den Handgriffabschnitt 44 und betätigt den Pedalübungsabschnitt 42 mit seinen oder ihren Füßen und Beinen.

Die Halteeinrichtung 26 ist zum Halten des Patienten auf der Bettoberfläche 20, während es gekippt ist, ausgebildet. Die Halteeinrichtung 26 enthält im wesentlichen eine Halteschlinge 46 und eine Schulterstützvorrichtung 48. Wie am besten in den Fig. 2 und 3 illustriert, ist die Halteschlinge 46 so ausgebildet, um einen mittleren Bereich des Patienten zu umfassen, und enthält einen Gurtbereich 50, einen einziehbaren Verbindungsgurt 52 und eine lösbares Schließe 54.

Der Gurtbereich 50 ist aus flexiblem Gewebematerial hergestellt und umfaßt einen schmalen, längs verlaufenden Trägergurt 56, der von einer breiten, in Anlage an den Körper kommenden Schlingenoberfläche 58 abgedeckt wird. Der schmale Trägergurt 56 verläuft über eine Länge, die wenigstens der Breite der Bettoberfläche 20 entspricht, und enthält gegenüberliegende Gurtenden 60 und 62. Das Gurtende 60 ist fest an dem Bettseitenträger 30 befestigt und umfaßt einen einziehbaren Verbindungsgurt 52 mit einem daran befestigten Metallzungenteil 64. Das Gurtende 62 liegt anfangs über dem Bettseitenträger 32, ist aber nicht an dem Bett befestigt. Das Gurtende 62 umfaßt eine lösbare Schließe 54, die so gestaltet ist, um die Metallzunge 64 aufzunehmen und lösbar zu verriegeln. Die lösbare Schließe 54 umfaßt eine herkömmliche längeneinstellende Gurtschlaufe zum Einstellen der Länge des Gurtendes 62, so daß Patienten mit verschiedenen Größen auf der Bettoberfläche 20 gesichert werden können.

Die Halteschlinge 46 ist so gestaltet, um im Gebrauch zu verhindern, daß der Patient von dem Bett 10 rutscht, wenn die Oberfläche 20 gekippt ist, indem die Halteschlinge einen mittleren Bereich des Patienten umfänglich umschließt. Wie in Fig. 2 dargestellt, legt sich der Patient vor dem sonographischen Test auf die Bettoberfläche 20, so daß er auf der breiten Schlingenoberfläche 58 der Halteschlinge 46 liegt. Die Gurtenden 60 und 62 des schmalen Trägergurts werden dann um den Bauchbereich des Patienten geschlagen. Die Gurtenden werden verbunden, indem das Metallzungenteil 64 in Eingriff mit der lösbaren Schließe 54 gebracht wird.

Wenn die Bettoberfläche 20 durch die Kippeinrichtung 22 nach links gekippt wird, überträgt sich das Gewicht des Patienten auf die breite Schlingenoberfläche 58 der Halteschlinge 46. Da die Halteschlinge 46 nur an dem Bettseitenträger 30 an der Bettoberfläche 20 befestigt ist, liegt die Schlingenoberfläche 58 am ganzen Umfang eines mittleren Körperabschnitts des Patienten an. Auf diese Weise wird der Patient sicher in seiner Stellung gehalten und gleitet nicht zur linken Kante des Betts.

Die Halteschlinge 46 schafft Vorteile, die sich in herkömmlichen Anschnallgurt-Sicherungseinrichtungen nicht finden lassen. Zum Beispiel behindert die breite Schlingenoberfläche 58 den Patienten nicht beim Liegen auf oder Verlassen der Bettoberfläche und umgibt den ganzen Umfang des Mittelabschnitts des Patienten, was zu einer komfortableren und sichereren Halteanordnung führt. Ferner hält die Halteschlinge den Patienten, ohne ihn zu drücken oder die Beinbewegung zu behindern, da die breite Gestaltung der Halteschlinge und die Anlage am gesamten Umfang den Patienten gleichmäßig hält.

Die Patientenhalteeinrichtung 26 umfaßt auch eine Schulterstützvorrichtung 48. Wie am besten in Fig. 2 dargestellt, ist die Schulterstützvorrichtung 48 dazu ausgebildet, zu verhindern, daß der Patient von der Bettoberfläche 20 rutscht, indem sie in Anlage an der Schulter des Patienten ist, wenn die Bettoberfläche 20 gekippt ist. Die Schulterstützvorrichtung 48 enthält im wesentlichen ein Paar von ersten und zweiten Teleskoptabschnitten 68, 70, ein Paar von länglichen sich überkreuzenden ersten und zweiten Trägerarmen 72, 74 und ein Schulterstützteil 76.

Der erste und der zweite Teleskopträgerabschnitt 68 und 70 enthalten untere röhrenförmige Hülsen 78, 80 und obere Teleskopabschnitte 82, 84. Die unteren röhrenförmigen Hülsen 78 und 80 sind aus hohlem Stahlrohr hergestellt und sind fest mittels herkömmlicher Befestigungsmittel am vorderen Endträger 34 und am rechten Seitenträger 30 angebracht. Die oberen Teleskopabschnitte 82 und 84 sind aus hohlem Stahlrohr hergestellt und teleskopartig in den festen unteren röhrenförmigen Hülsen 78 und 80 aufgenommen.

Die oberen Teleskopabschnitte 82 und 84 sind dazu ausgebildet, in den unteren Hülsen 78 und 80 zu schwenken und dadurch die Drehung der Trägerarme 72 und 74 wie unten beschrieben zu ermöglichen. Die oberen Abschnitte 82 und 84 sind ferner dazu ausgebildet, sich teleskopartig aus den unteren Abschnitten 78 und 80 herauszuschieben. Auf diese Weise kann die Höhe der Trägerarme 72 und 74 eingestellt werden. Eine Mehrzahl von Höheneinstellungsstiften 83 sind vorgesehen, um die oberen Abschnitte 82 und 84 innerhalb der unteren Abschnitte 78 und 80 zu positionieren.

Die ersten und zweiten länglichen, sich überkreuzenden Trägerarme 72 und 74 sind fest an den oberen Teleskopabschnitten 82 und 84 befestigt und können wie oben beschrieben positioniert werden. Der erste Trägerarm 72 ist an dem Teleskopabschnitt 82 angebracht und umfaßt ein im wesentlichen flaches Schulterstützteil 76, das an der Schulter des Patienten anliegt, wenn das Bett 10 gekippt ist. Der erste Trägerarm 72 enthält auch eine Vielzahl von in Abstand zueinander befindlichen Einstellbohrungen 85 entlang seiner Längsachse, um die Positionierung des Stützteils 76 zu vereinfachen, wie unten beschrieben.

Der zweite Trägerarm 74 ist an dem Teleskopabschnitt 84 angebracht und überkreuzt den ersten Trägerarm 72 nahe seiner Mitte. Der zweite Trägerarm 74 weist einen Einstellstift 86 an einem seiner Enden auf, um in die Einstellbohrungen 85 des ersten Trägerarms 72 einzugreifen. Der Einstellstift 86 kann selektiv in jedem beliebigen der Einstellschlitze 85 positioniert werden, um die Position der ersten und zweiten Trägerarme relativ zueinander einzustellen. Da die Trägerarme 72 und 74 schwenkbar mit den ersten und zweiten Teleskopträgerabschnitten 68 und 70 verbunden sind, können sie gedreht und so positioniert werden, daß das Schulterstützteil 76 in Anlage an die Schulterregion von Patienten verschiedener Länge und Größe kommen kann.

Im Betrieb ist die Schulterstützvorrichtung 48 so eingestellt, um an der Schulter des Patienten anzuliegen, um zu verhindern, daß der Patient von dem Bett 10 rutscht, wenn die Bettoberfläche 20 gekippt ist. Wie in Fig. 2 dargestellt, legt sich der Patient selbst auf die Bettoberfläche 20 und wird zunächst durch die Halteschlinge 46 wie oben beschrieben gesichert. Die Positionen der Trägerarme 72 und 74 werden dann eingestellt, so daß das Stützteil 76 an der Schulter des Patienten anliegt.

Die Komponenten des patientenunterstützendes Bettes 10, wie oben beschrieben, stellen ein verbessertes patientenunterstützendes Diagnosebett bereit, das effektive sonographische Testverfahren vereinfacht und gleichzeitig den Patienten auf dem Bett in sicherer und komfortabler Weise hält. Um ein sonographisches Testverfahren zu beginnen, legt sich der Patient zunächst auf die Bettoberfläche 20 und wird durch die Halteschlinge 46 und die Schulterstützvorrichtung 48 gesichert. Die Bettoberfläche 20 wird dann durch den Kippmechanismus 22 gekippt, so daß die linke Seite des Patienten nach unten geschwenkt wird. Der Patient führt dann einen Belastungstest aus, indem er die Übungsvorrichtung 24 betätigt. Nachdem der Patient sich für die richtige Zeitperiode körperlich belastet hat, wird der Füllabschnitt 40 herabgelassen, um die sonographische Diagnose an dem Patienten zu ermöglichen. Wenn eine zweite Öffnung an der gegenüberliegenden Seite des Bettes vorgesehen ist, wird sie ebenfalls herabgelassen, um die Beine oder einen anderen Teil einer die Diagnose durchführenden Person unterzubringen.

Die vorliegende Erfindung bietet eine Vielzahl von Vorteilen. Zum Beispiel erlaubt der Aufbau des Bettes, daß die Herzsonographie ausgeführt wird, entweder während oder unmittelbar, nachdem der körperliche Belastungstest ausgeführt ist. Auf diese Weise kann der Patient körperliche Belastungsübungen auf der angebrachten Übungsvorrichtung ausführen und anschließend unmittelbar untersucht werden. Außerdem erlaubt es das Bett, den Patienten zu untersuchen, während das Bett gekippt ist, wodurch das Herz im Brustkorb optimal positioniert wird, so daß die Sonographiesonden sensitivere und präzisere Resultate erhalten können. Da das Bett gekippt werden kann, um das Herz des Patienten zu verschieben, kann der Patient in die optimale Lage gebracht werden, während er sich körperlich belastet, wodurch die Zeitbedarf, der benötigt wird, um den Patienten nach der körperlichen Belastung zu positionieren, eliminiert wird. Schließlich hält die Patientenhaltevorrichtung den Patienten in sicherer und komfortabler Weise auf dem Bett, während das Bett gekippt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Patientenunterstützendes Diagnosebett, mit:
    1. 1. einer Bettoberfläche (20), einem Paar von länglichen, seitlich auf Abstand zueinander befindlichen ersten und zweiten Seitenträgern (30, 32) und einem Paar von axial auf Abstand zueinander befindlichen, quer verlaufenden Endträgern (34, 36);
    2. 2. einer Kippeinrichtung (22) zum Kippen des Betts, so daß der erste Seitenträger sich auf einem höheren Niveau als der zweite Seitenträger befindet;
    3. 3. einer verschließbaren ersten Öffnung (38) in der Bettoberfläche und angrenzend an den ersten Seitenträger zum Anbringen von Geräten für eine sonographische Diagnose;
    4. 4. Halteeinrichtungen (26) zum Halten des Patienten auf dem gekippten Bett, wobei die Halteeinrichtungen umfassen:
    5. 5. eine flexible Patientenhalteschlinge (46), die dazu ausgebildet ist, um den mittleren Abschnitt des Patienten zu umfassen;
    6. 6. wobei die Halteschlinge einen Gurt (56) aufweist, dessen erstes Ende (60) fest an dem ersten Bettseitenträger befestigt ist und einen daran befestigten einziehbaren Gurt (52) umfaßt, und dessen zweites Ende (62) anfangs über dem zweiten Bettseitenträger liegt und dann über eine Schließe (54) mit dem ersten Ende (60) verbunden werden kann;
    7. 7. eine einstellbare Schulterstützvorrichtung (48), die dazu ausgebildet ist, in Anlage an der Schulter des Patienten zu sein, während das Bett gekippt ist.
  2. 2. Patientenunterstützendes Diagnosebett nach Anspruch 1, wobei die Schulterstützvorrichtung (48) ein Paar von röhrenförmigen ersten und zweiten Teleskopabschnitten (68, 70), die am Bettrand angebracht sind und sich senkrecht zur Bettoberfläche erstrecken, und ein Paar von länglichen, ersten und zweiten, T-förmig angeordneten Trägerarmen (72, 74) aufweist, die schwenkbar mit den ersten und zweiten Teleskopabschnitten verbunden sind, wobei der erste Trägerarm (72) eine Struktur mit einer Mehrzahl von auf Abstand zueinander befindlichen Einstellbohrungen (85) entlang seiner Längsachse aufweist, der zweite Trägerarm einen Einstellstift (86) an seinem Ende umfaßt, der in eine beliebige der Einstellbohrungen (85) eingreift, wobei der Einstellstift selektiv in Einstellbohrungen (85) positioniert werden kann, um die Position der ersten und zweiten Trägerarme einzustellen.
  3. 3. Patientenunterstützendes Diagnosebett nach Anspruch 2, wobei der erste Trägerarm (72) ein Schulterstützteil (76) aufweist, das an einem Ende angebracht ist.
  4. 4. Patientenunterstützendes Diagnosebett nach Anspruch 2, wobei die ersten und zweiten Teleskopabschnitte (68, 70) untere, feste, röhrenförmige Hülsen (78, 80) aufweisen, die fest an dem Bett angebracht sind, und obere Teleskopabschnitte (82, 84), die konzentrisch in den festen, röhrenförmigen Hülsen aufgenommen sind, wobei die oberen Teleskopabschnitte (82, 84) dazu ausgebildet sind, entlang einer vertikalen Achse verschoben zu werden, um die Höhe der ersten und zweiten Trägerarme (72, 74) relativ zum horizontalen Bett einzustellen.
  5. 5. Patientenunterstützendes Diagnosebett nach Anspruch 1, welches weiter eine an dem Bett angebrachte Vorrichtung (24) für körperliche Übungen aufweist.






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