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Dokumentenidentifikation DE19735896C2 21.10.1999
Titel Vorrichtung zum Bearbeiten von Rasenflächen
Anmelder Fischer, Adolf, 79331 Teningen, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwaltssozietät Schmitt, Maucher & Börjes-Pestalozza, 79102 Freiburg
DE-Anmeldedatum 19.08.1997
DE-Aktenzeichen 19735896
Offenlegungstag 04.03.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.10.1999
IPC-Hauptklasse A01B 45/00
IPC-Nebenklasse A01B 45/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Rasenflächen, insbesondere zum Vertikutieren, Auskämmen von Filz- oder Schnittgutrückständen, Egalisieren von Wurmkot, Einarbeiten von Sand sowie Zerkleinern von Aerifizier-Erdpfropfen, mit einem über die Rasenfläche bewegbaren Rahmen, der in Gebrauchsstellung etwa horizontal beziehungsweise parallel zu der zu bearbeitenden Rasenfläche angeordnet ist und gegenüber welchem eine Vielzahl von federnden Zinken abwärtsgerichtet ist, deren Spitzen bei der Bearbeitung die Rasenfläche beaufschlagen und insbesondere teilweise in den Rasen eindringen, wobei die Vorrichtung, vorzugsweise als Anbaugerät mit Dreipunktanhängung, zum Befestigen an einem Schlepper oder dergleichen ausgebildet ist und der Rahmen zur Begrenzung seiner Bewegung nach unten mehrere zum Boden gerichtete Abstandshalter hat, wodurch er in gleichbleibendem Abstand zum Boden gehalten und an Bodenunebenheiten anpaßbar ist.

Eine derartige Vorrichtung ist aus dem Prospekt "Fischer-Rasenigel F 224" und aus der Praxis bereits bekannt und hat sich vor allem bei ebenen Rasenflächen bewährt. Die federnden Zinken werden durch die Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges und damit der daran angehängten Vorrichtung immer wieder ausgelenkt, weil sie unter Umständen kurz hängenbleiben, federn dann in Fahrtrichtung und führen somit eine weitgehend oszillierende Bewegung durch, die den Rasen gut bearbeitet und die Rasenoberfläche durcharbeitet.

Wenn die Rasenfläche jedoch nicht eben ist, insbesondere Mulden enthält oder gewölbt ist oder aus einer etwa horizontalen oder schrägen Fläche über eine konkave Krümmung in eine andere, zum Beispiel stärker geneigte Lage übergeht, wie es beispielsweise bei Golfplätzen am Übergang zum "Grün" vorkommt, erreicht eine größere Anzahl der federnden Zinken den Untergrund beziehungsweise die Rasenfläche nicht mehr, so daß Teile der Rasenfläche unbearbeitet bleiben oder aber eine komplizierte und mehrfache Befahrung mit unterschiedlichen Fahrtrichtungen notwendig wird. Dies ist aber wegen der Belastung durch das Fahrzeug für die Rasenfläche ungünstig.

Bei einer konkaven Rasenfläche kommen eventuell nur die äußeren federnden Zinken in Eingriff, während im mittleren Bereich keine Bearbeitung stattfindet, und außerdem kann eine zu starke Bearbeitung des Rasens im Bereich der eingreifenden Zinken erfolgen, was zu einer Beschädigung der Grasnarbe führen kann. Bei solchen unebenen Rasenflächen muß deshalb bisher die Nach- oder die gesamte Bearbeitung weitestgehend mit Handgeräten durchgeführt werden.

Aus GB 554 033 ist eine Vorrichtung zur Bodenbearbeitung bekannt, die drehbare Stachelräder aufweist, welche an zwei Rahmenteilen gelagert sind, welche Rahmenteile relativ zueinander um je eine in Fahrtrichtung verlaufende Achse verschwenkbar sind, so daß eine gewisse Anpassung an solche Bodenunebenheiten möglich ist, bei denen die Bodenfläche zwar in Fahrtrichtung ihr Niveau im wesentlichen beibehält, quer zur Fahrtrichtung aber uneben ist.

Einen vergleichbaren Aufbau zeigt eine Egge gemäß der GB 919 091 und aus GB 2 035 022 A ist eine Vorrichtung für Bodenbearbeitung bekannt, bei der einzelne Bearbeitungswerkzeuge jeweils paarweise an Schwenkhebeln gelagert sind, deren Schwenkachsen ebenfalls in Fahrtrichtung orientiert sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der unebene oder modellierte Rasenflächen, seien sie bereichsweise oder insgesamt konkav, seien sie konvex gewölbt, unabhängig von der Richtung dieser Oberflächenkrümmung bearbeitet werden können.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die eingangs genannte Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen wenigstens einmal unterteilt ist, wobei Trennfugen zwischen den Rahmenteilen etwa in Fahrt- oder Bearbeitungsrichtung verlaufen, daß die Rahmenteile relativ zueinander auf- und abbewegbar oder auf- und abschwenkbar sind, daß sie an einer gemeinsamen Halterung befestigt sind, daß jeweils äußere Teilrahmen, die die Rahmenteile an deren beiden quer zur Fahrtrichtung liegenden Seiten begrenzen, eine Halterung für die Zinken aufweisen, die gegenüber dem jeweiligen Teilrahmen mittels einer Schwenkachse schwenkbar gelagert ist, wobei die Schwenkachse in Fahrtrichtung oder Bearbeitungsrichtung verläuft und dem Rahmenschenkel des unmittelbar benachbarten Rahmenteils am nächsten liegt, und daß jeder Rahmenteil und jeder Teilrahmen zur Begrenzung seiner Bewegung nach unten wenigstens einen zum Boden gerichteten Abstandhalter hat, wodurch der jeweilige Rahmenteil oder Teilrahmen in jeweils gleichbleibendem Abstand zum Boden gehalten ist und unabhängig vom jeweiligen benachbarten Rahmenteil oder Teilrahmen an Bodenunebenheiten anpaßbar ist.

Der bisher starre Rahmen wird also in besonderer Weise mehrfach unterteilt, so daß sich einzelne Rahmenteile oder Teilrahmen je nach Oberflächenform des zu bearbeitenden Rasens unabhängig zueinander bewegen lassen und ausgelenkt werden können, so daß sie sich also der jeweiligen Oberflächen- oder Bodenform anpassen können.

Durch die Anordnung der ihrerseits schwenkbaren Teilrahmen ist die Anpassung der Vorrichtung an unebenes Gelände weiter verbessert, da sich die Außenseite der Vorrichtung vor allem bei einer stärkeren Bodenunebenheit, beispielsweise einer stärkeren Krümmung einer Mulde, im Außenbereich gegenüber dem eigentlichen Rahmenteil hochkippen läßt, so daß mit der gesamten Vorrichtung eine konkav geformte Mulde oder ein konkaves Rasenstück befahren werden kann, weil sich die Zinken der Muldenform noch besser anpassen und der außenseitig größeren Krümmung noch besser anpassen, so daß praktisch die gesamte Oberfläche einer solchen Mulde bearbeitet werden kann. Sind beispielsweise vier Teile vorhanden, können die beiden der Mitte näheren Rahmenteile in normaler Weise ausgebildet sein, während die jeweils dazu benachbarten äußeren Teilrahmen die zusätzlich schwenkbare Halterung für die Zinken haben. Es leuchtet ein, daß durch die gewählte Anordnung eine Muldenform oder eine sonstige konkav gestaltete Rasenfläche befahren und dabei von praktisch allen Zinken erreicht und bearbeitet werden kann.

Durch den oder die Abstandhalter ist dabei die Eingrifftiefe der Spitzen oder Zinken in den Rahmen festgelegt oder vorgewählt und kann unter Umständen auch geändert werden, wobei der jeweilige Teilrahmen oder Rahmenteil in jeweils gleichbleibendem Abstand zum Boden gehalten ist und unabhängig vom jeweiligen benachbarten Teil entsprechenden Bodenunebenheiten anpaßbar ist. Der Abstandhalter kann also einen Teil des Gewichtes des Teilrahmens beziehungsweise der Vorrichtung aufnehmen und in den Boden ableiten, so daß die Zinken mit ihren Spitzen nicht auch noch diese Kraft aufnehmen müssen, sondern ausschließlich zur Bearbeitung des Rasens in einer bestimmten Tiefe, die durch die Länge des Abstandhalters vorgegeben ist, zur Verfügung stehen.

In je mehr einzelne Teilrahmen oder Rahmenteile der gesamte Rahmen der Vorrichtung aufgeteilt ist, um so besser und genauer kann sich die Vorrichtung an Unebenheiten des Geländes anpassen. Es ist deshalb zweckmäßig, wenn der Rahmen in mehr als zwei Rahmenteile aufgeteilt ist und insbesondere drei, vier oder fünf relativ zueinander bewegliche Rahmenteile an der gemeinsamen Halterung relativ zueinander bewegbar oder um eine horizontale, quer zur Fahrtrichtung gerichtete Achse unabhängig voneinander schwenkbar gelagert sind und jeweils Zinken tragen. Somit ergibt sich auch in relativ stark gekrümmten Geländen eine gute Anpassung des gesamten Zinkenfeldes, weil es aufgeteilt ist und somit Teilbereiche jeweils entsprechend der Geländeform mehr oder weniger auf- oder abwärtsbewegt oder geschwenkt werden, so daß die Zinken praktisch alle in Eingriff mit dem Rasen kommen, selbst wenn er beispielsweise in einer flachen Mulde angeordnet ist. Die genannte Zahl von Unterteilungen stellt dabei einen guten Kompromiß zwischen einer möglichst genauen Anpassung an unterschiedliche Oberflächenformen des Rasens einerseits und nicht zu vielen einzelnen Rahmenteilen andererseits dar, denn eine noch stärkere Unterteilung würde zwar die Anpaßbarkeit weiter verbessern, jedoch den konstruktiven Aufwand erhöhen.

Die Schwenkachse der an einem äußeren Teilrahmen angeordneten Halterung kann an demjenigen Rahmenschenkel des Teilrahmens angeordnet sein, der in Fahrt- oder Bearbeitungsrichtung verläuft und dem Rahmenschenkel des unmittelbar benachbarten Teilrahmens am nächsten liegt. Somit verläuft diese Schwenkachse in einem mehr zur Mitte hin befindlichen Bereich und ermöglicht, daß in einer langgezogenen flachen, etwa in Fahrtrichtung sich erstreckenden Rinnenform der zu bearbeitenden Oberfläche die außenliegenden Halterungen um diese in Fahrtrichtung verlaufenden Achsen etwas verschwenkt werden, so daß auch der geneigte Teil einer solchen Mulde oder Geländeform flächig bearbeitet werden kann.

Die an einem oder beiden äußeren Teilrahmen angeordnete Zinkenhalterung kann gegenüber dem Teilrahmen gegen eine Rückstellkraft, insbesondere gegen die Schwerkraft, nach oben verschwenkbar sein. Somit sorgt eine Geländeunebenheit automatisch für die richtige Einstellung einerseits des Teilrahmens und andererseits auch der Zinkenhalterung.

Günstig ist es, wenn die Abstandhalter an ihrem bodenseitigen Ende ein Gleit- oder Rollelement haben. Das Gleitelement an den Abstandhaltern kann zweckmäßigerweise eine Kufe sein.

Dabei kann die Länge des vorzugsweise mit einer Kufe versehenen Abstandhalters und damit die Eingrifftiefe der Zinken in den zu bearbeitenden Rasen einstellbar und festlegbar sein. In manchen Fällen mag eine geringere, in anderen Fällen eine größere Eingrifftiefe erwünscht sein, was auf diese Weise mit einfachen Mitteln vorgewählt und geändert werden kann.

Die Halterung für die Rahmenteile und die Teilrahmen kann einerseits eine Dreipunktanhängung und andererseits eine quer zur Fahrtrichtung gerichtete horizontale Achse aufweisen und auf dieser horizontalen Achse können Hülsenstücke oder Rohrstücke drehbar gelagert sein, die jeweils an einem Arm einen Rahmenteil oder einen Teilrahmen tragen, so daß durch die Verdrehung der Hülsenstücke die Arme und damit die Rahmenteile und die Teilrahmen gegenüber der horizontalen Achse einzeln verschwenkbar sind. Dies gibt eine konstruktiv besonders einfache Lösung, bei welcher der Rahmen der Vorrichtung in Rahmenteile oder Teilrahmen aufgeteilt sein kann, trotzdem aber von einer Dreipunktanhängung eines Fahrzeuges gehalten und mitgeführt werden kann.

Dabei ist es günstig, wenn die Halterung und/oder die horizontale Achse ein Fahrgestell mit wenigstens einem Stützrad aufweist, dessen Abstand von der horizontalen Achse insbesondere höhenverstellbar und an die Eingrifftiefe der Bearbeitungszinken angepaßt oder anpaßbar ist. Während der Bearbeitung kann also dieses Stützrad ebenfalls einen Teil der Gewichts- und Abstützkräfte aufnehmen.

Für die Handhabung und vor allem den Transport der Vorrichtung ist außerdem vorteilhaft, wenn die Rahmenteile und die Teilrahmen mit ihrer Halterung über Zugelemente verbunden sind, die eine Abwärtsverschwenkung der Rahmenteile und der Teilrahmen in vom Boden abgehobener Position beschränken oder verhindern und in abgesenkter Arbeitsstellung insbesondere ungespannt sind. Somit kann die Vorrichtung mittels der Dreipunktaufhängung des Fahrzeuges hochgefahren werden, wenn sie nicht benötigt, sondern nur transportiert werden soll, ohne daß dabei die verschwenkbaren Rahmenteile und Teilrahmen, deren Kufen dann den Boden nicht mehr erreichen würden, zu sehr nach unten geschwenkt werden und ohne daß an der Schwenkachse entsprechende Sperren vorgesehen werden müssen. Wird die Dreipunktanhängung wieder in Arbeitsstellung gebracht, gelangen die Zinken und die Kufen in die gewünschte Lage, so daß dann die Zugelemente, zum Beispiel Seile oder Ketten, wieder gelockert werden und durchhängen können.

Insgesamt ergibt sich eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Rasenflächen, die aufgrund der Unterteilung des die Zinken tragenden Rahmens in mehrere Rahmenteile und Teilrahmen mit jeweils eigenständiger Bewegbarkeit eine automatische Anpassung an Unebenheiten der Rasenfläche ermöglicht, so daß auch solche Rasenflächen weitestgehend ohne zusätzliche Handarbeit bearbeitet werden können, was vor allem zum Beispiel auf Golfplätzen mit den relativ großen Rasenflächen und großen Entfernungen einen erheblichen Vorteil darstellt.

Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit wesentlichen Merkmalen anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt in schematisierter Darstellung:

Fig. 1 eine Seitenansicht und

Fig. 2 eine Ansicht von der Rückseite her einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bearbeiten von Rasenflächen mit einem in vier Teile unterteilten Rahmen, die abwärtsgerichtete Zinken für die eigentliche Bearbeitung des Rasens tragen und jeweils relativ zueinander in ihrer Höheneinstellung bewegbar sind,

Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht, wobei die Rahmenteile oder Teilrahmen relativ zueinander zur Anpassung an Bodenunebenheiten ausgelenkt sind,

Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht der Vorrichtung von der Rückseite her mit gemäß Fig. 3 jeweils relativ zueinander unterschiedlich ausgelenkten Rahmenteilen und Teilrahmen,

Fig. 5 eine Seitenansicht der Vorrichtung, bei welcher an den äußeren Teilrahmen befindliche Halterungen der Zinken zur Anpassung an eine konkave Bodenform verschwenkt sind sowie

Fig. 6 eine Ansicht der Rückseite der Vorrichtung mit in den äußeren Teilrahmen verschwenkten Halterungen der Zinken zur Anpassung an eine muldenförmige oder rinnenförmige Rasenfläche.

Eine im ganzen mit 1 bezeichnete Vorrichtung dient zum Bearbeiten von Rasenflächen, insbesondere zum Vertikutieren, Auskämmen von Filz- oder Schnittgutrückständen, Egalisieren von Wurmkot, Einarbeiten von Sand und/oder Zerkleinern von Aerifizier-Erdpfropfen. Diese Vorrichtung hat einen in Fig. 1 insgesamt mit 2 bezeichneten, über die Rasenfläche bewegbaren Rahmen, der in Gebrauchsstellung etwa horizontal beziehungsweise parallel zu der zu bearbeitenden Rasenfläche angeordnet ist, und der eine Vielzahl abwärtsgerichteter federnder Zinken 3 trägt, deren Spitzen 4 bei der Bearbeitung die Rasenfläche und den Rasen beaufschlagen und insbesondere teilweise in den Rasen eindringen. Die Vorrichtung 1 ist dabei als Anbaugerät mit Dreipunktanhängung 5 zum Befestigen an einem nicht näher dargestellten Schlepper ausgebildet, der die Vorrichtung 1 über die zu bearbeitende Rasenfläche bewegt.

In den Fig. 2, 4 und 6 und dabei vor allem in Fig. 4 erkennt man, daß der Rahmen 2 unterteilt ist, wobei Trennfugen 6 zwischen einzelnen Rahmenteilen 7 und auch Teilrahmen 71 etwa in Fahrt- oder Bearbeitungsrichtung verlaufen. Ferner erkennt man vor allem in Fig. 4, daß diese Rahmenteile 7 oder Teilrahmen 71 relativ zueinander auf- und abbewegbar sind, wobei Fig. 3 verdeutlicht, daß es sich um eine auf- und abwärtsgerichtete Schwenkbewegung handelt und die Rahmenteile 7 und Teilrahmen 71 an einer gemeinsamen Halterung 8 befestigt sind, an welcher auch die schon erwähnte Dreipunktanhängung 5 angreift.

Im Ausführungsbeispiel ist der Rahmen 2 in vier Teile 7, 71 aufgeteilt, die an der gemeinsamen Halterung 8 relativ zueinander bewegbar und um eine horizontale, quer zur Fahrtrichtung gerichtete Achse 9 unabhängig voneinander schwenkbar gelagert sind und jeweils abwärtsgerichtete federnde Zinken 3 tragen.

Eine weitere Besonderheit der Vorrichtung 1 erkennt man vor allem in Fig. 6, in welcher zwar alle Rahmenteile 7 etwa horizontal angeordnet sind, wie dies auch bei der Ausgangsstellung oder einer Arbeitsposition im ebenen Gelände gemäß Fig. 2 der Fall ist, wo aber dennoch eine Anpaßbarkeit an eine konkave Geländeform, beispielsweise eine Mulde oder eine flache Rinnenform möglich ist. Demgemäß ist vorgesehen, daß die jeweils äußeren Teilrahmen 71, die die unterteilten Rahmenteile 7 an deren beiden quer zur Fahrtrichtung liegenden Seiten begrenzen, eine Halterung 10 für die abwärts gerichteten federnden Zinken 3 aufweisen, die gegenüber dem jeweiligen Teilrahmen 71 ihrerseits mittels einer Schwenkachse 11 schwenkbar gelagert ist, wobei die Schwenkachse 11 für diese Halterung 10 an demjenigen Rahmenschenkel des Teilrahmens 71 angeordnet ist, der in Fahrt- oder Bearbeitungsrichtung verläuft und dem Rahmenschenkel des unmittelbar benachbarten Rahmenteils 7 am nächsten liegt, wobei die Schwenkachse 11 für die Halterung 10 der Zinken 3 ebenfalls in Fahrt- oder Bearbeitungsrichtung orientiert ist.

Dadurch ist es möglich, daß bei einer Mulde in der zu bearbeitenden Oberfläche oder einer langgezogenen flachen Rinnenform der zu bearbeitenden Oberfläche die außenliegenden Halterungen 10 gemäß Fig. 6 um die erwähnten, in Fahrtrichtung verlaufenden Achsen 11 etwas verschwenkt werden, so daß sich das von den Spitzen 4 der Zinken 3 an diesen Teilrahmen 71 gebildete Feld etwas schrägstellt und damit den geneigten Teil einer solchen Mulde oder Geländeform dennoch flächig bearbeiten kann.

Ist das Gelände hingegen etwas schräg geneigt, können die einzelnen Rahmenteile 7 und Teilrahmen 71 jeweils unterschiedlich verschwenkt werden, wobei ein äußerer Teilrahmen 71 zusätzlich die erwähnte Verschwenkung der Halterung 10 ermöglicht, wie es Fig. 4 andeutet. Der jeweilige geringe Absatz zwischen den einzelnen von den Zinken 3 gebildeten Feldern kann dabei durch die Eingrifftiefe der Zinken 3 überbrückt werden, so daß auch eine unregelmäßig geneigte oder schräge Rasenfläche vollflächig bearbeitet werden kann.

Die Verschwenkung der Zinkenhalterung 10 gegenüber dem Teilrahmen 71 erfolgt dabei gegen eine Rückstellkraft, nämlich gegen die Schwerkraft, so daß auch bei wechselndem Gelände eine ständige selbsttätige Anpassung der jeweiligen Zinkenposition erfolgt.

Die Beweg- oder Verschwenkbarkeit der Rahmenteile 7 und Teilrahmen 71 nach unten ist im Ausführungsbeispiel begrenzt, damit die Zinken 3, die an sich eine gewisse Beschränkung der Verschwenkung bewirken, nicht zu tief in den Rasen eingraben, insbesondere nicht die in Fahrtrichtung am weitesten hintenliegenden Zinken.

Im Ausführungsbeispiel ist gemäß den Fig. 1, 3 und 5 vorgesehen, daß jeder Rahmenteil 7 und jeder Teilrahmen 71 zur Begrenzung seiner Bewegung nach unten wenigstens einen zum Boden gerichteten Abstandhalter 14 und dort ein Gleit- oder Rollelement, im Ausführungsbeispiel eine Kufe 15 hat, wodurch der jeweilige Rahmenteil 7 oder Teilrahmen 71 in jeweils gleichbleibendem Abstand zum Boden gehalten ist und unabhängig vom jeweils benachbarten Rahmenteil 7 und Teilrahmen 71 an Bodenunebenheiten anpaßbar ist. Man erkennt in Fig. 1 und 2, daß alle Kufen 15 aufgrund des dort vorhandenen ebenen Geländes auf gleicher Höhe liegen. Bei den in Fig. 4 und 6 jeweils angedeuteten Bodenunebenheiten erhalten auch die Abstandhalter 14 und ihre Kufen 15 jeweils entsprechend unterschiedliche Höhenlagen beziehungsweise durch Geländeunebenheiten werden die Kufen 15 auf entsprechende unterschiedliche Höhen gebracht und heben dadurch die mit ihnen verbundenen Rahmenteile 7 oder Teilrahmen 71 entsprechend an.

Die Länge dieser mit einer Kufe 15 versehenen Abstandhalter 14 und damit die Eingrifftiefe der federnden Zinken 3 in den zu bearbeitenden Rasen kann eingestellt und festgelegt werden, indem der Abstandhalter 14 in seiner Länge verändert werden kann, weil er beispielsweise aus zwei relativ zueinander verstellbaren und festlegbaren Teilen besteht, beispielsweise teleskopierbar ist und mittels Langloch oder Querlöchern und Querbolzen in der jeweiligen Längeneinstellung festgelegt werden kann.

Die Halterung 8 weist einerseits die schon erwähnte Dreipunktanhängung 5 und andererseits die ebenfalls schon erwähnte horizontale Achse 9 auf. Auf dieser horizontalen Achse 9 sind nebeneinander in der Zeichnung der besseren Übersicht wegen nicht dargestellte Hülsenstücke oder Rohrstücke drehbar gelagert, die jeweils an einem Arm 16 ein Rahmenteil 7 oder einen Teilrahmen 71 tragen, so daß durch die Verdrehung dieser Hülsenstücke die Arme 16 und damit die Rahmenteile 7 oder die Teilrahmen 71 gegenüber der horizontalen Achse 9 einzeln verschwenkbar sind, falls es die Geländeform erforderlich macht.

Ferner erkennt man in den Fig. 1, 3 und 5, daß die Halterung 8 ein Fahrgestell mit wenigstens einem Stützrad 17 aufweist, dessen Abstand von der horizontalen Achse 9 höhenverstellbar sein könnte, um auch an dieser Stelle die Eingrifftiefe der Bearbeitungszinken 3 anzupassen. Dieses Stützrad 17 und die Kufen 15 übernehmen im wesentlichen die Gewichtskräfte der Vorrichtung 1, so daß die Zinken 3 davon unbelastet ihre federnden und oszillierenden Bewegungen beim Bewegen durch einen Rasen durchführen können.

Wiederum in den Fig. 1, 3 und 5 erkennt man ferner, daß die Rahmenteile 7 und die Teilrahmen 71 mit der Halterung 8 über Zugelemente, beispielsweise Ketten 18, verbunden sind, die eine Abwärtsverschwenkung der Rahmenteile 7 und der Teilrahmen 71 in vom Boden abgehobener Position beschränken oder verhindern und in abgesenkter Arbeitsstellung ungespannt und locker durchhängen. Wird mittels der Dreipunktanhängung 5 und der entsprechenden Dreipunktaufnahme des nicht näher dargestellten Fahrzeuges die gesamte Vorrichtung 1 angehoben, um sie aus ihrer Arbeitsposition in eine Transportstellung zu bringen, verhindern die Zugelemente 18 ein Abwärtsschwenken der Rahmenteile 7 und der Teilrahmen 71 über einen vorgegebenen Winkel hinaus, so daß sichergestellt ist, daß auch das äußerste und hinterste Ende der Vorrichtung 1 vom Boden genügend Freiheit erhält, um mittels des Fahrzeuges transportiert werden zu können. Dabei weist jeder Rahmenteil 7 und jeder Teilrahmen 71 sein eigenes Zugelement 18 auf, da jeder Rahmenteil 7 und jeder Teilrahmen 71 unabhängig von dem anderen verschwenkbar ist, was in Fig. 2, 4 und 6 nicht dargestellt ist.

Die Vorrichtung 1 zum Bearbeiten von Rasenflächen, weist einen über die Rasenfläche bewegbaren Rahmen 2 mit demgegenüber abwärtsgerichteten Zinken 3 auf, der wenigstens einmal, zweckmäßigerweise aber mehrmals, zum Beispiel dreimal in insgesamt vier Rahmenteile 7 und Teilrahmen 71 unterteilt ist. Diese können dabei relativ zueinander auf- und abbewegt und insbesondere gegenüber einer horizontalen und quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Achse 9 verschwenkt werden, um eine Anpassung an unebenes Gelände zu erzielen.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung (1) zum Bearbeiten von Rasenflächen, insbesondere zum Vertikutieren, Auskämmen von Filz- oder Schnittgutrückständen, Egalisieren von Wurmkot, Einarbeiten von Sand sowie Zerkleinern von Aerifizier-Erdpfropfen, mit einem über die Rasenfläche bewegbaren Rahmen (2, 7, 71), der in Gebrauchsstellung etwa horizontal beziehungsweise parallel zu der zu bearbeitenden Rasenfläche angeordnet ist und gegenüber welchem eine Vielzahl von federnden Zinken (3) abwärtsgerichtet ist, deren Spitzen (4) bei der Bearbeitung die Rasenfläche beaufschlagen und insbesondere teilweise in den Rasen eindringen, wobei die Vorrichtung (1), vorzugsweise als Anbaugerät mit Dreipunktanhängung (5), zum Befestigen an einem Schlepper oder dergleichen ausgebildet ist und der Rahmen (2, 7, 71) zur Begrenzung seiner Bewegung nach unten mehrere zum Boden gerichtete Abstandshalter (14) hat, wodurch er in gleichbleibendem Abstand zum Boden gehalten und an Bodenunebenheiten anpaßbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (2) wenigstens einmal unterteilt ist, wobei Trennfugen (6) zwischen den Rahmenteilen (7) etwa in Fahrt- oder Bearbeitungsrichtung verlaufen, daß die Rahmenteile (7) relativ zueinander auf- und abbewegbar oder auf- und abschwenkbar sind, daß sie an einer gemeinsamen Halterung (8) befestigt sind, daß jeweils äußere Teilrahmen (71), die die Rahmenteile (7) an deren beiden quer zur Fahrtrichtung liegenden Seiten begrenzen, eine Halterung (10) für Zinken (3) aufweisen, die gegenüber dem jeweiligen Teilrahmen (71) mittels einer Schwenkachse (11) schwenkbar gelagert ist, wobei die Schwenkachse (11) in Fahrt- oder Bearbeitungsrichtung verläuft und dem Rahmenschenkel des unmittelbar benachbarten Rahmenteils (7) am nächsten liegt, und daß jeder Rahmenteil (7) und jeder Teilrahmen (71) zur Begrenzung seiner Bewegung nach unten wenigstens einen zum Boden gerichteten Abstandhalter (14) hat, wodurch der jeweilige Rahmenteil (7) oder Teilrahmen (71) in jeweils gleichbleibendem Abstand zum Boden gehalten ist und unabhängig vom jeweiligen benachbarten Rahmenteil (7) oder Teilrahmen (71) an Bodenunebenheiten anpaßbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (2) in mehr als zwei Rahmenteile (7) aufgeteilt ist und insbesondere drei, vier oder fünf relativ zueinander bewegliche Rahmenteile (7) an der gemeinsamen Halterung (8) relativ zueinander bewegbar oder um eine horizontale, quer zur Fahrtrichtung gerichtete Achse (9) unabhängig voneinander schwenkbar gelagert sind und jeweils Zinken (3) tragen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (11) der an einem äußeren Teilrahmen (71) angeordneten Halterung (10) an demjenigen Rahmenschenkel des Teilrahmens (71) angeordnet ist, der in Fahrt- oder Bearbeitungsrichtung verläuft und dem Rahmenschenkel des unmittelbar benachbarten Teilrahmens (7) am nächsten liegt.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die an einem oder beiden äußeren Teilrahmen (71) angeordnete Zinkenhalterung (10) gegenüber dem Teilrahmen (71) gegen eine Rückstellkraft, insbesondere gegen die Schwerkraft, nach oben verschwenkbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter (14) an ihrem bodenseitigen Ende ein Gleit- oder Rollelement haben.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitelement an den Abstandhaltern (14) eine Kufe (15) ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des vorzugsweise mit einer Kufe (15) versehenen Abstandhalters (14) und damit die Eingrifftiefe der Zinken (3) in den zu bearbeitenden Rasen einstellbar und festlegbar ist.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (8) für die Rahmenteile (7) und die Teilrahmen (71) einerseits eine Dreipunktanhängung (5) und andererseits eine quer zur Fahrtrichtung gerichtete horizontale Achse (9) aufweist und daß auf der horizontalen Achse (9) Hülsenstücke oder Rohrstücke drehbar gelagert sind, die jeweils an einem Arm (16) ein Rahmenteil (7) oder einen Teilrahmen (71) tragen, so daß durch die Verdrehung der Hülsenstücke die Arme (16) und damit die Rahmenteile (7) und die Teilrahmen (71) gegenüber der horizontalen Achse (9) einzeln verschwenkbar sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (8) und/oder die horizontale Achse (9) ein Fahrgestell mit wenigstens einem Stützrad (17) aufweist, dessen Abstand von der horizontalen Achse (9) insbesondere höhenverstellbar und an die Eingrifftiefe der Bearbeitungszinken (3) anpaßbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenteile (7) und die Teilrahmen (71) mit der Halterung (8) über Zugelemente (18) verbunden sind, die eine Abwärtsverschwenkung der Rahmenteile (7) und der Teilrahmen (71) in vom Boden abgehobener Position beschränken oder verhindern und in abgesenkter Arbeitsstellung insbesondere ungespannt sind.






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