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Dokumentenidentifikation DE19757895C2 21.10.1999
Titel Seitenregister-Einstellvorrichtung für Druckplatten
Anmelder KOENIG & BAUER AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Rauh, Volker, 97265 Hettstadt, DE
DE-Anmeldedatum 24.12.1997
DE-Aktenzeichen 19757895
Offenlegungstag 08.07.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.10.1999
IPC-Hauptklasse B41F 13/16
IPC-Nebenklasse B41F 27/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Seitenregister-Einstellvorrichtung für Druckplatten entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Durch die DE 42 41 588 C2 ist eine Seitenregister-Einstellvorrichtung für Druckplatten bekannt, deren abgekantete Enden in einem Schlitz oder in verschiedenen am Umfang des Formzylinders in achsparalleler Richtung verlaufenden Schlitzen befestigt sind. Dazu hat jede der Druckplatten eine Ausnehmung, in welche jeweils ein Registerstift eingreift, welcher wiederum fest mit jeweils einer in achsparalleler Richtung in dem Schlitz bewegbaren Einsatzleiste verbunden ist. Die Einsatzleisten sind übereinander im Schlitz angeordnet und jeweils mit einem gesonderten Verstellsystem in Verbindung.

Die DE 41 32 805 C2 zeigt eine Einstellvorrichtung für ein Seitenregister mehrerer in axialer Richtung eines Formzylinders nebeneinander liegender Druckplatten. Jeder der Druckplatten ist eine Einsatzleiste mit Registerstiften zugeordnet. Die Einsatzleisten liegen in axialer Richtung des Formzylinders gesehen nebeneinander.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Seitenregister-Einstellvorrichtung für Druckplatten mit abgekanteten Enden zu schaffen, welche in Schlitzen des Formzylinders befestigt und mittels Einsatzleisten in achsparalleler Richtung verstellbar sind.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß eine Seitenregister-Einstellvorrichtung für Druckplatten mit abgekanteten Enden geschaffen wurde (Schlitzspannung), deren Einsatzleisten durch einfache Mittel gegen ein Herausschleudern aus dem Schlitz gesichert sind. Darüberhinaus kann der Schlitz auch bei Einsatz stabiler Einsatzleisten schmal gehalten werden. Jeder Druckplattenanfang ist mit einer Seitenregister-Einstellvorrichtung versehen.

Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 einen Querschnitt durch eine schematisch dargestellte Seitenregister-Einstellvorrichtung entsprechend der Linie I-I in Fig. 2 nach einer ersten Ausführungsvariante;

Fig. 2 einen Schnitt II-II nach Fig. 1 auf die Seitenregister-Einstellvorrichtung mit freier Sicht auf die Einsatzleisten;

Fig. 3 eine Seitenansicht B nach Fig. 2 auf eine Einsatzleiste;

Fig. 4 eine Ansicht C der Einsatzleiste nach Fig. 3;

Fig. 5 einen Querschnitt durch eine schematisch dargestellte Seitenregister-Einstellvorrichtung nach einer zweiten Ausführungsvariante.

Ein Formzylinder 1 weist an seinem Umfang sekantenartige und sich in achsparalleler Richtung erstreckende schmale Schlitze 2 mit einer Breite a auf zur Aufnahme der abgekanteten Enden 3; 4 von biegsamen Druckplatten 6; 7. Dabei befindet sich das vorlaufende Ende 3 der Druckplatte 6 im Winkel Alpha von ca. 35° zur Druckplatte 6 und das nachlaufende Ende 4 der Druckplatte 7 im Winkel Beta von ca. 145° zur Druckplatte 7. Beide Enden 3; 4 sind gemeinsam im Schlitz 2 befestigt.

Unterhalb eines jeden Schlitzes 2 befindet sich ein Einsatzleistenkanal 8 mit einem z. B. rechteckigem Querschnitt und einer Breite d, welche größer ist als die Breite a des Schlitzes 2. Der Einsatzleistenkanal 8 verläuft schlitzparallel und symmetrisch zu einer Ebene 9, welche gleichzeitig die Hochachse des Schlitzes 2 ist, und ist mit dem Schlitz 2 verbunden.

In dem Einsatzleistenkanal 8, welcher z. B. mittels Funkenerosion herstellbar ist, sind zwei Einsatzleisten 11; 12 nebeneinander und in axialer Bewegungsrichtung E des Formzylinders 1 hin- und herbewegbar angeordnet.

Jede der Einsatzleisten 11; 12 trägt zumindest einen im Schlitz 2 geführten Registerstift 13; 14, welcher mit der jeweiligen Einsatzleiste 11; 12 fest verbunden oder einstückig ausgebildet ist. Der Registerstift 13; 14 hat eine maximale Dicke, welche der Breite a des Schlitzes 2 entspricht, während jede Einsatzleiste 11; 12 eine maximale Dicke aufweist, welche der halben Breite d des Einsatzleistenkanals 8 entspricht. Dabei kann die Breite d/2 größer sein als die Breite a. Die den stirnseitenfernen Registerstift 14 tragende Einsatzleiste 12 hat an seiner Oberseite bzw. der den Enden 3; 4 zugewandten Seite eine Aussparung 15, welche größer ist als die lichte Abmessung des Registerstiftes 13 der Einsatzleiste 11. Diese Aussparung 15 dient der ungehinderten Bewegung des Registerstiftes 13.

Jeder Registerstiftes 13; 14 greift formschlüssig in eine Aussparung eines abgekanteten Endes einer Druckplatte ein (nicht dargestellt).

Die Einsatzleiste 11; 12 ist jeweils an ihrem Ende mit einer Verstelleinrichtung 16; 17 zur axialen Hin- und Herbewegung E versehen. Diese Verstelleinrichtung 16; 17 kann z. B. so ausgebildet sein, daß jede Einsatzleiste 11; 12 an einem ihrer Enden L-förmig abgewinkelt ist, wobei das Winkelstück 18; 19 mittels einer Schraube 21; 22 auf der Stirnseite 23 befestigt ist.

Zwischen dem Winkelstück 18; 19 und der Stirnseite 23 befinden sich jeweils eine variierbare Anzahl von Zwischenlagen 24; 26, z. B. Federelemente.

Zweckmäßigerweise befinden sich die Verstelleinrichtungen 16; 17 in einer in der Stirnseite 23 befindlichen partiellen Ausfräsung 27. Durch Variierung der Anzahl von Zwischenlagen 24; 26 kann die Druckplatte 6 in axialer Bewegungsrichtung E hin- und herbewegt werden. Nach Vornahme einer Grundeinstellung reicht jedoch ein bloßes Verdrehen der Schraube 21; 22 aus. Es ist natürlich auch möglich, statt des Winkelstückes 18; 19 jeweils einen Klotz am Ende der Einsatzleiste 11; 12 zu befestigen und diesen mit einer axialen Bohrung zur Aufnahme der Schraube 21; 22 zu versehen.

Falls vier Druckplatten nebeneinander auf dem Formzylinder 1 angeordnet sind, so können spiegelbildlich zur ersten Stirnseite 23 auf der zweiten Stirnseite des Formzylinders 1 ebenfalls Verstelleinrichtungen und in der zweiten Zylinderhälfte separate Einsatzleisten angeordnet werden.

Nach einer zweiten Ausführungsvariante (Fig. 5) weist ein Formzylinder 28 einen sekantenartigen Schlitz 29 mit einer Breite f auf, in welchem abgekantete Enden 31; 32 von biegsamen Druckplatten 33; 34 gehalten sind. Im unteren Teil des Schlitzes 29 befinden sich nebeneinander angeordnete Einsatzleisten 36; 37 mit einer maximalen Dicke der halben Breite f des Schlitzes 29.

Jede Einsatzleiste 36; 37 ist fest mit einem Registerstift 38; 39 verbunden, welcher formschlüssig in eine Aussparung einer Druckplatte eingreift (nicht dargestellt). Jeder Registerstift 38; 39 kann maximal die Dicke f aufweisen.

Zur Sicherung der Einsatzleisten 36; 37 gegenüber den Wirkungen der Zentrifugalkraft im Betriebszustand sind die Einsatzleisten 36; 37 an ihrer den Enden 31; 32 zugewandten Seite mittels zylinderfester Stifte 41 gehalten.

Bezugszeichenliste

1Formzylinder

2Schlitz (1)

3Ende (6)

4Ende (7)

5-

6Druckplatte

7Druckplatte

8Einsatzleistenkanal

9Ebene (8; 2)

10-

11Einsatzleiste (8)

12Einsatzleiste (8)

13Registerstift (11)

14Registerstift (12)

15Aussparung (12)

16Verstelleinrichtung (11)

17Verstelleinrichtung (11)

18Winkelstück (11)

19Winkelstück (12)

20-

21Schraube (18)

22Schraube (19)

23Stirnseite (1)

24Zwischenlage (18; 27)

25-

26Zwischenlage (19; 27)

27Ausfräsung (23)

28Formzylinder

29Schlitz (28)

30-

31Ende (33)

32Ende (34)

33Druckplatte

34Druckplatte

35-

36Einsatzleiste (29)

37Einsatzleiste (29)

38Registerstift (37)

39Registerstift (36)

40-

41Stift (36; 37)

EBewegungsrichtung (11; 12)

aBreite (2)

dBreite (8)

fBreite (29)

fDicke

d/2Breite

f/2Breite

AlphaWinkel (3; 6)

BetaWinkel (4; 7)


Anspruch[de]
  1. 1. Seitenregister-Einstellvorrichtung für zwei nebeneinander liegende biegsame Druckplatten (6; 33), deren spitzwinklig abgekantete, vorlaufende Enden (3; 31) in einem schmalen Schlitz (2; 29) eines Formzylinders (1) gehalten werden und jeweils eine Registeraussparung aufweisen, in die jeweils ein an einer ihnen zugeordneten axial verschiebbaren Einsatzleiste (11, 12; 36, 37) befestigter Registerstift (13, 14; 38, 39) in Eingriff bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsatzleisten (11, 12; 36, 37) jeweils auf eine Umfangsrichtung des Formzylinders (1) bezogen hintereinander angeordnet sind.
  2. 2. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsatzleisten (11; 12) in einem unterhalb des Schlitzes (2) befindlichen, schlitzparallel verlaufenden Einsatzleistenkanal (8) angeordnet sind, daß der Einsatzleistenkanal (8) mit dem Schlitz (2) verbunden ist, daß eine Breite (d) des Einsatzleistenkanals (8) größer ist als eine Breite (a) des Schlitzes (2).
  3. 3. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsatzleisten (36; 37) nebeneinander im Schlitz (29) angeordnet sind.
  4. 4. Einstellvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsatzleisten (36; 37) mittels zylinderfester Stifte (41) gegen ungewollte Zentrifugalbewegungen gesichert sind.






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