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Dokumentenidentifikation DE19835120C1 21.10.1999
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen des Flüssigkeitsgehalts des aus einer selbstentleerenden Schleudertrommel eines Separators ausgetragenen Feststoffes
Anmelder Westfalia Separator AG, 59302 Oelde, DE
Erfinder Mackel, Wilfried, 59302 Oelde, DE
Vertreter Dipl.-Ing. A. Stracke & Kollegen, 33613 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 04.08.1998
DE-Aktenzeichen 19835120
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.10.1999
IPC-Hauptklasse B04B 11/00
IPC-Nebenklasse B04B 1/14   B04B 1/04   B04B 11/04   B04B 11/06   
Zusammenfassung Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen des Flüssigkeitsgehaltes des aus einer selbstentleerenden Schleudertrommel eines Separators ausgetragenen Feststoffes.
Vor dem Austragen des Feststoffes aus der Schleudertrommel (1) soll der die Konsistenz bestimmende Flüssigkeitsgehalt eingestellt werden.
Vor der Entleerung des Feststoffes aus der Schleudertrommel (1) wird der Separator zum Stillstand gebracht, die im Innern der Schleudertrommel verbliebene Flüssigkeit wird bis auf eine der geforderten Konsistenz des Feststoffes entsprechende Restmenge abgesaugt, und anschließend wird die Entleerung der Schleudertrommel bei geeigneter Drehzahl vorgenommen.
Anwendungsgebiet ist die Trenntechnik, in der unter zentrifugalem Einfluß die Trennung in Feststoff und Flüssigkeitsphasen vorgenommen wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Einstellen des Flüssigkeitsgehalts des aus einer selbstentleerenden Schleudertrommel eines Separators ausgetragenen Feststoffes und betrifft eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 3.

Bei einigen Produkten ist es erwünscht, daß der aus selbstentleerenden Schleudertrommeln ausgetragene Feststoff einen möglichst hohen Trockensubstanzgehalt besitzt. In diesen Fällen muß vermieden werden, daß beim Ausstoß der Feststoffe aus der Schleudertrommel Flüssigkeit mit dem Feststoff entweicht. Um dies zu erreichen, wird mit der sog. "Teilentleerung" gearbeitet, bei der die Schleudertrommel nur so kurzzeitig geöffnet wird, daß der größte Teil der Feststoffe entweichen kann.

Die DE 29 26 237 B1 zeigt einen gattungsgemäßen Separator, mit dem das gattungsgemäße Verfahren durchführbar ist.

Bei manchen Produkten ist es erwünscht, den Feststoff nicht so trocken wie möglich auszustoßen, sondern mit einem Flüssigkeitsgehalt, der die angestrebte Konsistenz bestimmt.

Dies ist mit dem bekannten Separator und seiner Betriebsweise, die Teil- bzw. Totalentleerung ermöglicht, nicht zu erreichen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß vor dem Austragen des Feststoffes aus der Schleudertrommel der die Konsistenz bestimmende Flüssigkeitsgehalt eingestellt werden kann.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch den Anspruch 1 bzw. den Anspruch 3 gelöst.

In vorteilhafter Weise wird beim Verfahren zur Absaugung eines Teils der Flüssigkeit aus dem Inneren der Schleudertrommel das für die Zuführung des Feststoff-Flüssigkeits-Gemisches zur Schleudertrommel vorgesehene Einlaufrohr verwendet, das in der Höhe verstellt werden kann und in der unteren Endstellung sich bis in die Nähe des Trommelbodens erstreckt.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den entsprechenden Unteransprüchen angegeben.

Durch einen nach innen und unten geneigten Trommelboden kann beim Stillstand der Schleudertrommel erreicht werden, daß die vorhandene Restflüssigkeit nach innen läuft und sich im Bereich des unteren Endes des zentral angeordneten Einlaufrohres sammelt.

Aufgrund der axialen Verschiebbarkeit des Einlaufrohres kann das freie Ende bis an die tiefste Stelle des Trommelbodens herangefahren werden, so daß die Flüssigkeit auch nahezu vollständig durch das Einlaufrohr bei abgesperrtem Einlauf abgesaugt werden kann. Ferner ist über den eingestellten Abstand der unteren Öffnung des Einlaufrohres zum Trommelboden eine verbleibende Restflüssigkeitsmenge einstellbar und damit die Konsistenz des ausgetragenen Feststoffes zu beeinflussen.

Durch die Verwendung des Einlaufrohres bei abgeschaltetem Einlauf des Feststoff- Flüssigkeits-Gemisches als Saugrohr ergibt sich eine einfache Konstruktion zur Durchführung des Saugbetriebes, um eine gewünschte Flüssigkeitsmenge aus dem Innern der Schleudertrommel abzuziehen.

Die zeitweise Verwendung des Einlaufrohres als Saugrohr ist sowohl bei ortsfesten als auch bei mitrotierenden Einlaufrohren möglich.

In der Zeichnung ist eine Ausführungsbeispiel, eine Schleudertrommel, mit der auch das Verfahren durchgeführt werden kann, mit ihren wichtigsten Funktionsteilen schematisch im Vertikalschnitt darstellt.

Die Schleudertrommel 1 setzt sich aus dem Unterteil 2, dem Oberteil 3 und einem Verbindungsring 4 zusammen. Im Unterteil 2 ist ein Kolbenschieber 5 gleitbar gelagert und verschließt in der aufgezeigten Betriebslage die auf dem Umfang verteilt angeordneten Austragöffnungen 6 für den Feststoff, der sich während des Betriebs des Separators im Feststoffraum 7 sammelt.

Die Schleudertrommel weist ferner einen Trennraum 8 auf, in dem ein Tellerpaket angeordnet ist.

Die Zuführung des Feststoff-Flüssigkeits-Gemisches erfolgt durch ein Einlaufrohr 9, das im oberen Bereich durch ein Absperrorgan 10 abgesperrt werden kann.

Unterhalb des Absperrorgans 10 zweigt vom Einlaufrohr 9 ein Stutzen 11 ab, in dem ein Absperrventil 12 angeordnet ist und der mit einer nicht dargestellten Saugeinrichtung verbunden ist.

Das Einlaufrohr 9 kann in axialer Richtung verstellt werden, und zwar mittels einer Stelleinrichtung 13, die in der Zeichnung nur angedeutet ist.

Der Boden der Schleudertrommel setzt sich aus einer Ringfläche 14 des Kolbenschiebers 5 und einer Ringfläche 15 des Unterteils 2 zusammen. Aus der Darstellung ergibt sich, daß die Flächen 14 und 15 zum Zentrum 16 hin nach innen und unten, also mit einem Gefälle verlaufen, so daß sich beim Stillstand der Schleudertrommel 1 im zentralen unteren Bereich der Schleudertrommel 1 die Restflüssigkeit sammelt. Der Abstand der unteren Öffnung 17 des zeitweise als Saugrohr wirkenden Einlaufrohres 9 kann exakt eingestellt werden, so daß dadurch die Flüssigkeitsmenge bestimmt wird, die in der Schleudertrommel 1 verbleibt und nach dem Wiederanlauf des Separators bei freigegebenen Austragöffnungen 6 zusammen mit dem Feststoff ausgetragen wird.

Bezugszeichenliste

1Schleudertrommel

2Unterteil

3Oberteil

4Verbindungsring

5Kolbenschieber

6Austragöffnung

7Feststoffraum

8Trennraum

9Einlaufrohr

10Absperrorgan

11Stutzen

12Absperrventil

13Verstelleinrichtung

14Ringfläche

15Ringfläche

16Zentrum

17Öffnung


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Einstellen des Flüssigkeitsgehalts des aus einer selbstentleerenden Schleudertrommel eines Separators ausgetragenen Feststoffes, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Entleerung des Feststoffes der Separator zum Stillstand gebracht, die im Innern der Schleudertrommel (1) verbliebene Flüssigkeit bis auf eine der geforderten Konsistenz des Feststoffes entsprechende Restmenge abgesaugt und anschließend die Entleerung der Schleudertrommel (1) geeigneter Drehzahl vorgenommen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Absaugung eines Teils der Flüssigkeit aus dem Inneren der Schleudertrommel (1) das für die Zuführung des Feststoff-Flüssigkeits-Gemisches zur Schleudertrommel (1) vorgesehene Einlaufrohr (9) verwendet wird, das axial verstellt werden kann und in der unteren Endstellung sich bis in die Nähe des Trommelbodens erstreckt.
  3. 3. Separator zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, mit einer selbstentleerenden Schleudertrommel, deren Austragöffnungen von einem Kolbenschieber geschlossen oder freigegeben werden, die einen Feststoffraum und einen mit einem Tellerpaket ausgerüsteten Trennraum aufweist, sowie mit einem Einlaufrohr zum Zuführen eines Feststoff-Flüssigkeits-Gemisches versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Einlaufrohr (9) sich bis in die Nähe des Trommelbodens Ringfläche 14, Ringfläche 15, Zentrum 16 erstreckt, in axialer Richtung verstellbar ist, der Zulauf für das Flüssigkeits-Feststoff-Gemisch mittels eines Absperrorgans (10) verschließbar ist und unterhalb des Absperrorgans (10) ein Stutzen (11) zum Anschluß einer Saugeinrichtung angeordnet ist.
  4. 4. Separator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem zur Saugeinrichtung führenden Stutzen (11) ein Absperrventil (12) angeordnet ist.
  5. 5. Separator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Einlaufrohr (9) zur axialen Verstellung eine Verstelleinrichtung (13) zugeordnet ist.
  6. 6. Separator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden Ringfläche 14, Ringfläche 15, Zentrum 16 der Schleudertrommel (1) ein Gefälle zum Zentrum (16) hin aufweist, in dem das Einlaufrohr (9) angeordnet ist.






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