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Dokumentenidentifikation DE19901106A1 21.10.1999
Titel Steckbare Gartenwege aus Kunststoff
Anmelder Hammann, Reinhold, 64750 Lützelbach, DE
Erfinder Hammann, Reinhold, 64750 Lützelbach, DE
DE-Anmeldedatum 14.01.1999
DE-Aktenzeichen 19901106
Offenlegungstag 21.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.10.1999
IPC-Hauptklasse E01C 15/00
IPC-Nebenklasse E01C 5/20   

Beschreibung[de]

Üblicherweise sind Gartenwege aus diversen Betonprofilen hergestellt, die entweder auf einem Sandbett oder in Beton verlegt sind (DE 28 46 864). Bei der Verlegung in einem Sandbett ist die Gefahr von Versetzung oder Absenkung der Segmente gegeben, weil keine Verbindung zwischen den Wegsegmenten besteht. Die Verlegung in Beton ist stabiler, aber auch mit einem Mehraufwand an Zeit und Kosten verbunden, und diese Lösung ist endgültig, weil bei Veränderungen der Beton abgestemmt werden muß.

Bei der Verwendung von steckbaren Gartensegmenten aus Kunststoff können Gartenwege auch von Laien ohne aufwendige Maschinen oder Geräte verlegt werden. Die Vielzahl der verschiedenen Segment- Formstücke läßt viel Freiraum für die kreative Gestaltung der Gartenwege. Wenn man nach einigen Jahren den Garten verändern möchte so werden die Segmentteile einfach herausgenommen und können durch andere ersetzt werden.

Alle Wegsegmente sind im Querschnitt wannenförmig, steckbar und haben mindestens eine +-Seite und eine --Seite, die jeweils als +/-- Verbindung wieder zueinander passen. Als Werkstoff kann Recycling- Kunststoff sowie andere Kunststoffe, z. B. PP oder PE usw. genommen werden.

Fig. 1 zeigt eine offene und eine geschlossene Steckverbindung als Seitenansicht und als Draufsicht.

Fig. 2 zeigt einige einzelne Segmentformen, die möglich wären.

Fig. 3 zeigt ein Verlegebeispiel mit den Wegsegmenten, die in Fig. 2 dargestellt sind.

Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch ein im Erdreich verlegtes Wegelement.

Fig. 5 zeigt Verlegebeispiele für die kreative Gestaltung der Einzelsegmente als Gehwege.

In Fig. 1 ist dargestellt, wie die geschlossene Steckverbindung durch den Befestigungsanker 4 verbunden wird. An den Verbindungsstellen sind jeweils Verbindungslaschen 3 an der Seitenwand 1 angebracht, die beim Zusammenschieben eine Deckungsgleichheit der Bohrung 5 mit der Bohrung 8 in der gekröpften Seitenwand 2 ergibt. Durch die vorhandene Stecklasche 7 in der Bodenplatte 6 der Wegsegmente wird die jeweilige Verbindungsstelle zusätzlich stabilisiert.

In Fig. 2 sind die einzelnen Segmentformen a bis i mit ihren Formbezeichnungen und der Anschlußstellenkennzeichnung +/- dargestellt.

Ein Verlegebeispiel zeigt Fig. 3. Hier ist dreidimensional dargestellt, wie ein Gehweg mit Wegelementen 10, nur aus den Segmentformen a, b, c und e zusammengesteckt, aussieht.

In Fig. 4 ist ein Schnitt durch ein Wegsegment 10 dargestellt. Hier ist die gekröpfte Seitenwand 2 zu sehen, durch deren Bohrung 8 der Befestigungsanker 4 gesteckt wird und mittels eines Hammers in das Erdreich 9 getrieben wird. Durch die gekröpfte Ausführung der Seitenwand 2 wird in Verbindung mit dem Befestigungsanker 4 eine hohe Stabilität erreicht, die dem Erddruck der Gartenerde entgegenwirkt.

Verlegebeispiele in Gartenflächen 11 für die Segmentformen a bis i bzw. Wegemuster für die Gartenwege 12 sind in Fig. 5 anhand von Bild A bis H aufgezeigt. Zur näheren Erläuterung ist in Bild F der Gartenweg 12 aus den einzelnen Formstücken a, b, h und i extra gekennzeichnet.

Außer den am Anfang der Beschreibung bereits erwähnten Vorteilen haben die Kunststoff-Steckelemente zur Gartenweggestaltung noch folgende Vorteile:

Die Wegsegmente sind witterungsbeständig. Der Preis ist günstiger als bei Betonsegmenten. Die Kunststoffteile sind leicht zu handhaben (Transport, Montage usw.) und können mit einfachen Werkzeugen (Metallbügelsäge, Bohrmaschine, Handschleifer, Feile usw.) bearbeitet werden. Das Verlegen kann ohne weitere Hilfsmittel, wie z. B. Mörtel, geschehen. Schnelle Montage ist möglich, da sofort ohne weitere Komponenten, wie Sand, Mischer usw. begonnen werden kann. Bei Bedarf können die Gartenwege leicht verändert und die Beetgrößen den Veränderungen im Garten angepaßt werden, ohne diverse Fundamentbereinigungen oder Mörtelabspaltungen. Die Entsorgung von Abfallstücken der Wegsegmente kann durch die Wertstoffsammlung kostengünstig geschehen.

Auch kleinere Gartenabschnitte, die im Normalfall durch Festtreten oder -stampfen von Fußwegen unterteilt werden, können durch das o.g. System leicht begehbar und vor allem sauber erreichbar gemacht werden. Die Bodenplatte 6 der Wegsegmente 10 ist tiefer als die Gartenoberfläche angelegt, so daß man sich beim Bearbeiten des Gartens nicht so bücken muß.

Die Wegsegmente sind nach der Demontage wiederverwendbar. Durch die Befestigungsanker entsteht eine stabile Verbindung der Segmente untereinander. Nach einem Regen ist der Gartenweg schnell abgetrocknet, weil durch die Spalten der Verbindungsstellen das Regenwasser im Erdreich versickern kann. Die Wege sind sauber bzw. leicht sauber zu halten (Feger oder feuchter Lappen). Durch diese Sauberkeit kann der Garten auch in Hausschuhen begangen werden. Auch entsteht kein Grasbewuchs im Bereich der Wegsegmente.

Es wäre auch gut, die Gehflächen abzusanden, um eine bessere rutschhemmende Wirkung zu erreichen, die nach einem Regen ein geringeres Unfallrisiko darstellt.

Man könnte auch unterschiedlich breite Gehwegsegmente verwenden, um Hauptwege und Nebenwege anzulegen.

Die Kunststoffsegmente könnten jeweils durch Versteifungsstege, die senkrecht und waagrecht an den Außenflächen versehen sind, verwindungssteif gemacht werden.

Anstelle der Verbindungslasche 7 wäre auch möglich, eine stabile Verbindung durch die Verwendung von Schrauben sicherzustellen.

Die Montage der einzelnen Teile geschieht durch das Zusammenstecken der Teile und dem Verlegen in vorher vorbereiteten Gräben des Gartens. Wenn alle Wegteile verlegt sind, wird die Resterde von den vorher vorbereiteten Gräben seitlich an den Gartenwegen, bis kurz unter den Rand der Wegteile angedrückt.


Anspruch[de]
  1. 1. Satz von industriell hergestellten, wannenförmigen Wegsegmenten aus Kunststoff, zur Erstellung von Gartenwegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Segmente steckbar ist, mit jeweils einer +-Seite und einer --Seite, die als +/--Verbindung zusammengesteckt werden müssen.
  2. 2. Satz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Seitenwänden der Wegsegmente steckbare Laschen mit Bohrungen angebracht sind.
  3. 3. Satz nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß gekröpfte, steckbare Seitenwände mit Bohrungen vorgesehen sind.
  4. 4. Satz nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände der wannenförmigen Segmente niedriger sind als die Breite der Bodenplatte.
  5. 5. Satz nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß Befestigungsanker aus Stahl zur Verbindung der Stoßstelle und zum Erdreich vorgesehen sind.
  6. 6. Satz nach den Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß es vorgesehen ist, die Gartenwege mit verschiedenen Segmentformen möglichst variabel zu gestalten.
  7. 7. Satz nach den Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß Bogensegmente zur Kreisgestaltung eingesetzt werden.
  8. 8. Satz nach den Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß T-Formsegmente zur Verzweigung von 3 Wegen eingesetzt werden.
  9. 9. Satz nach den Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß Kreuz- Formsegmente zur Verzweigung von 4 Wegen eingesetzt werden.
  10. 10. Satz nach den Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß 90- Grad-Winkel-Formsegmente für abknickende Wege eingesetzt werden.
  11. 11. Satz nach den Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß gerade Formstücke für gerade verlaufende Wege eingesetzt werden.






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