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Dokumentenidentifikation DE19906319A1 21.10.1999
Titel Federgespannter elektromagnetischer Zentralverschluß
Anmelder Heinze, Martin, 52349 Düren, DE;
Heinze, Walter, 52349 Düren, DE
Erfinder Heinze, Martin, 52349 Düren, DE;
Heinze, Walter, 52349 Düren, DE
Vertreter Freischem und Kollegen, 50667 Köln
DE-Anmeldedatum 16.02.1999
DE-Aktenzeichen 19906319
Offenlegungstag 21.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.10.1999
IPC-Hauptklasse G03B 9/22
IPC-Nebenklasse H01F 7/122   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen elektromagnetisch betätigbaren Zentralverschluß für Kameras in einer Ebene angeordneten, aus einer Ausgangsstellung (Verschlußstellung) in ihrer Ebene aus dem Strahlengang des Objektivs heraus schwenkbaren Verschlußlamellen, welche mittels des Ankers des Elektromagneten von der ersten in die zweite Schwenkstellung und mittels einer Spannfeder von der zweiten in die erste Schwenkstellung verschwenkbar sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Zentralverschluß derart weiterzubilden, daß die Gefahr der Lamellenschwingung reduziert und weitgehend ausgeschlossen wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Anker (12) an einem Ende der aus mindestens einer Verbindungsstange (5, 20) und mindestens einer Verschlußlamelle (3) bestehenden Kraftübertragungskette und die Spannfeder (15) an dem anderen Ende dieser Kraftübertragungskette angreift, so daß die Spannfeder (15) eine auf den Anker (12) übertragene Spannkraft ausübt, welche alle kraftübertragenden Verbindungselemente (3, 5, 20) der Kraftübertragungskette gegeneinander vorspannt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen elektromagnetisch betätigbarer Zentralverschluß für photographische Kameras mit im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene angeordneten, aus einer Ausgangsstellung, in der sie einander überlappend schließen, um zu ihrer Ebene senkrecht stehende Schwenkbolzen aus dem Strahlengang des Objektives heraus schwenkbaren Verschlußlamellen, welche mittels des Ankers des Elektromagneten über Verbindungsstangen von der ersten in die zweite Schwenkstellung und mittels einer Spannfeder von der zweiten in die erste Schwenkstellung verschwenkbar sind.

Derartige elektromagnetisch betätigbare Zentralverschlüsse sind beispielsweise bekannt aus der deutschen Patentschrift 25 57 885 C2. Bei dem hier beschriebenen Verschluß wirkt die Federkraft unmittelbar auf den Anker des Elektromagneten, um diesen nach Abschalten des Erregerstroms in seine Ausgangslage zurück zu bewegen.

Bei den bekannten Zentralverschlüssen mit Verbindungsstangen zum Antrieb der Verschlußlamellen ergeben sich Probleme aufgrund des Spiels an den Verbindungsstellen der kraftübertragenden Verbindungselemente. Vom Anker des Elektromagneten wird die Kraft über eine Schubstange oder eine Schwenkstange zu den Lamellen übertragen. Eine übliche Ausführungsform des Verschlusses weist vier Verschlußlamellen auf, wobei die Bewegung jedes der zwei Enden der am Anker befestigten Verbindungsstange zu jeweils zwei Lameilen mittels weiterer Verbindungsstangen (Schub/Zugstangen oder Schwenkstangen) weitergeleitet wird. Die Verbindungsstangen sind untereinander und mit den Lamellen meist über drehbar in Zapfenaufnahmen gehaltenen Verbindungszapfen verbunden. Da mit dem Zentralverschluß kurze Belichtungszeiten von 1/500 sec und weniger realisiert werden müssen, ist es unerläßlich, daß die Verbindungselemente und Lamellen zueinander mit geringem Widerstand bewegbar sind. Die Zapfen müssen daher mit einem gewissen Spiel in der Zapfenaufnahme gehalten werden. Dieses Spiel vergrößert sich durch Verschleiß bei wiederholter Betätigung des Verschlusses. Durch das Spiel haben die Lamellen eine gewisse Bewegungsfreiheit, was dazu führt, daß die Lamellen nachschwingen, wenn sie mit hoher Geschwindigkeit in eine der Schwenkstellungen (Ausgangsstellung oder Öffnungsstellung) bewegt werden. Diese Schwingungen der Verschlußlamellen führen dazu, daß die Lamellen nach der Bewegung in die Öffnungsstellung zurück in einen Randbereich des Strahlengangs des Objektivs schwingen können und nach der Bewegung in die Ausgangsstellung im Zentrum des Zentralverschlusses eine kleine Öffnung für einen kurzen Zeitraum freigeben können. Hierdurch kann die Aufnahmequalität nachteilig beeinflußt werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Zentralverschluß derart weiterzubilden, daß die Gefahr der Lamellenschwingung reduziert und weitgehend ausgeschlossen wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.

Im Gegensatz zum Stand der Technik, bei dem die Spannfeder unmittelbar den Anker in seine Ausgangslage zurückbewegt und diese Bewegung über die Verbindungsstangen auf die Lamellen übertragen werden, ist gemäß der Erfindung mindestens eine Spannfeder am Ende der Kraftübertragungskette, d. h. im Bereich einer Lamelle angeordnet, so daß durch diese Spannfeder alle kraftübertragenden Verbindungselemente der Kraftübertragungskette gegeneinander vorgespannt werden.

Der genaue Angriffspunkt der Spannfeder hängt von der Ausbildung der Verbindungsstellen zwischen den Lamellen und den Verbindungsstangen ab. In jedem Fall muß die Spannfeder unmittelbar an einem starr mit der Lamelle verbundenen Element bzw. am Material der Lamelle selbst angreifen. Die Zugkraft der Feder zieht die Lamelle in die der Zugkraft des Ankers entgegengerichtete Richtung und sorgt dafür, daß alle Verbindungselemente zu jeder Zeit an einer bestimmten Fläche gegeneinander anliegen. Bei den üblicherweise aus in einer Zapfenaufnahme gehaltenen Zapfen bestehenden Verbindungen wird der Zapfen zu jedem Zeitpunkt durch die Spannkraft der Feder gegen eine definierte Seite der Zapfenaufnahme gezogen. Die Federkraft hebt somit ein Spiel in der Lagerung auf.

Ein Nachschwingen der Lamellen am Ende der Bewegung in eine ihrer zwei Schwenkstellungen wird auf diese Weise zuverlässig vermieden.

Bei den üblichen verzweigten Kraftübertragungsketten, bei denen von dem Anker ausgehend zu jeder Lamelle eine eigene Verbindungsstange geführt wird, ist es notwendig, an jeder der Verschlußlamellen eine Spannfeder angreifen zu lassen.

Vorteilhafterweise weist eine geschlossene Kraftübertragungskette zwei Verschlußlamellen auf. Dabei wird die Kraft des Ankers in die erste Lamelle eingeleitet und deren Drehbewegung über eine Schub/Zugstange zu der zweiten Verschlußlamelle übertragen. In diesem Fall kann die Spannfeder an der zweiten Verschlußlamelle angreifen, so daß bei vier Verschlußlamellen nur zwei Spannfedern notwendig sind. Es ist auch möglich, alle Verschlußlamellen eines Zentralverschlusses über Verbindungsstangen miteinander zu koppeln, wobei der Anker mit der ersten Verschlußlamelle gekoppelt ist und nur eine Spannfeder mit der letzten Verschlußlamelle der Übertragungskette verbunden ist. Die Kopplung einer zu großen Anzahl von Verschlußlamellen kann aber zu Problemen führen, da der in einer Kraftübertragungskette auftretende Reibwiderstand sich mit der Anzahl der Lamellen erhöht.

Als besonders vorteilhaft hat sich bei einem Verschluß mit vier Verschlußlamellen und jeweils zwei voneinander getrennten Kraftübertragungsketten eine asymmetrische Anordnung der Verbindungsstangen erwiesen. Bei dieser asymmetrischen Anordnung der Verbindungsstangen liegt die erste Verbindungsstange zwischen dem Mittelpunkt des Verschlusses und den Schwenkbolzen der durch sie verbundenen Verschlußlamellen. Bei der zweiten Kraftübertragungskette liegt die Verbindungsstange auf der dem Mittelpunkt des Verschlusses abgewandten Seite der Schwenkbolzen der Verschlußlamellen. Diese Ausführungsform läßt sich mit einem weiteren vorteilhaften Merkmal koppeln, nämlich daß die Verbindungszapfen starr an der Verschlußlamelle angeordnet sind. An dem Verbindungszapfen der letzten Verschlußlamelle einer Kraftübertragungskette greifen einerseits ein Ende der Verbindungsstange mit einer Zapfenaufnahme und andererseits die Spannfeder an. Die Verbindungsstange ist über die Kraftübertragungskette mit dem Anker verbunden und übt eine Zugkraft in eine erste Richtung aus.

Die Spannfeder übt eine entgegengesetzte Zugkraft aus, so daß sowohl die Spannfeder als auch die Zapfenaufnahme der Verbindungsstange an entgegengesetzten Seiten fest gegen den Verbindungszapfen der Verschlußlamelle anliegen. Hierdurch wird gemäß der Aufgabe der Erfindung das Spiel der Verschlußlamelle in bezug auf den Lamellenantrieb aufgehoben. Andererseits heben sich die Kräfte der Spannfeder einerseits und der Verbindungsstange als letztem Element der Kraftübertragungskette andererseits gegenseitig auf, so daß diese nicht auf die Drehlagerung der Verschlußlamelle an den Schwenkbolzen übertragen werden, sondern lediglich als innere Kraft in den Verbindungszapfen eingeleitet werden. Da die Antriebskraft nicht auf die Lamellenlagerung am Schwenkzapfen übertragen wird, ist die Lagerreibung auch auf ein Minimum reduziert.

Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in

Fig. 1 vergrößert eine schematische Draufsicht auf einen elektromagnetisch betätigbaren Zentralverschluß nach dem Stand der Technik und

Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung eines Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemäßen Zentralverschlusses.

In der Fig. 1 mit einem Lamellenantrieb nach dem Stand der Technik ist eine Platine 1 gezeigt, die mit Schwenkbolzen 2 bestückt ist, durch welche im Ausführungsbeispiel vier Lamellen 3 schwenkbar gehalten sind.

Zur Sicherung der Standzeit der die Schwenkbolzen 2 umgreifenden Lager sind die in Fig. 1 halb geöffneten und damit in einer Zwischenstellung dargestellten Lamellen 3 im Bereich ihrer Schwenkachse durch Scheiben 4 verstärkt. Betrieben werden die Lamellen 3 durch Verbindungsstangen, nämlich Schubstangen 5 und Lenker 6, die mit Verbindungszapfen 7 in exzentrisch angeordnete Bohrungen der die Lamellen 3 versteifenden Scheiben 4 eingreifen. Durch in der Figur nicht dargestellte Niederhalter wird erreicht, daß sowohl die Lamellen 3 als auch die Schubstangen 5 und Lenker 6 etwa in der Ebene der Platine 1 geführt werden.

Im oberen Bereich der Darstellung der Platine 1 ist ein Elektromagnet 8 gezeigt, dessen Joch 9 mittels einer Schraube 10 und eines Distanzblockes (nicht dargestellt) oberhalb der Oberfläche der Platine 1 befestigt ist. Der dazugehörige Anker 12 ist mittels eines Schwenkstiftes 13 schwenkbar gelagert. In seiner geöffneten Stellung wird der Anker 12 durch eine Spannfeder 15 gegen einen mechanischen Anschlag 16 gezogen. Einer der Pole des Joches 9 ist mit einem Permanentmagneten 17 bestückt.

Auf der Schraube 10 ist weiterhin eine Schaltwippe 18 gelagert, die mit einem Schlitz versehen ist, in den ein Stift des Ankers 12 eingreift. Die Schaltwippe 18 bildet eine mittels des Ankers 12 verschwenkbare Verbindungsstange zur Übertragung der Ankerbewegung auf die Lamellen 3.

Zum Betrieb des Verschlusses wird die Magnetspule 19, welche den Anker 12 umgibt, mit einer sie betreibenden elektrischen Steuervorrichtung verbunden. Angenommen, der Anker 12 sei mittels der Spannfeder 15 gegen den Endanschlag 16 geschwenkt. Wird jetzt ein kurzer Öffnungsimpuls auf die Magnetspule des Jochs 9 gegeben, so baut sich ein entsprechendes magnetisches Feld auf und zieht den Anker 12 nach rechts gegen die Pole des Jochs 9. Damit ist ein weitgehend geschlossener Magnetkreis über Joch 9 und Anker 12 entstanden, und der in diesem Magnetkreis liegende Permanentmagnet 17 unterhält einen so starken Magnetfluß, daß die Spannfeder 15 den Anker 12 nicht zurück gegen den Anschlag zu reißen vermag. Das bedeutet, daß mit einem einzigen kurzen Betätigungsimpuls der Verschluß betätigt wurde und er die herbeigeführte Lage der Verschlußlamellen ohne weiteren Stromverbrauch beibehält.

Wird jetzt durch die vorgeordnete Steuervorrichtung ein Öffnungsimpuls umgekehrter Stromrichtung kurzzeitig eingeschaltet, so arbeitet das hierdurch induzierte Magnetfeld dem des Permanentmagneten 17 entgegen und kompensiert ihn, so daß nunmehr die Spannfeder 15 den Anker 12 abzureißen und gegen den Endanschlag 16 zu führen vermag. Zur Beibehaltung der Verschlußstellung ist kein weiterer Stromfluß erforderlich, da die Spannfeder 15 den Anker 12 sicher in dieser seiner Endstellung hält und durch Öffnen des Magnetspaltes der durch den Permanentmagneten 17 bewirkte Magnetfluß so gering ist, daß er keine nennenswerte Kräfte auszuüben vermag.

Mit dem Schwenken des Ankers 12 wird auch die Schaltwippe 18 entsprechend verschwenkt und nimmt hierbei die Schubstangen 5 mit. Diese betreiben zwei der Lamellen 3 direkt. Die anderen beiden Lamellen werden über die Schubstangen 5 durch die an diese angelenkten Lenker 6 betätigt.

Es ist zu erkennen, daß die Spannfeder 15 direkt am Anker 12 angreift und diesen in die von dem Joch 9 entfernte Stellung zieht. Die Kraftübertragung der Ankerbewegung auf die Lamellen 3 erfolgt über die Verbindungsstangen 5, 6, 18, welche durch in zylinderförmigen Zapfenaufnahmen gehaltene Verbindungszapfen 7 mit den Lamellen 3 und untereinander verbunden sind. Jeder Verbindungszapfen 7 ist mit einem gewissen Spiel in der Zapfenaufnahme gehalten, damit die Verbindung leichtgängig ist und die Lamellen 3 durch die Bewegung des Ankers 12 ohne große Widerstände mit hohen Geschwindigkeiten verschwenkt werden können. Durch das Spiel der Verbindungselemente kann jede Lamelle 3 um einen bestimmten Winkel verschwenkt werden, ohne daß der Anker bewegt oder die Spannfeder 15 gestreckt werden muß. Hieraus resultieren Schwingungen der Lamellen 3 nach der Verschwenkung in ihre Endlage, d. h. entweder in die Verschlußstellung oder die Offenstellung.

Durch strichpunktierte Linien ist in Fig. 1 angedeutet, wie durch eine alternative Anordnung der Spannfedern die Lamellenschwingung durch Vorspannen der Kraftübertragungsketten vermieden werden kann. Anstelle der am Anker 12 angreifenden Spannfeder 15 kann an jeder der Verschlußlamellen 3 eine Spannfeder angeordnet werden, die wie die Verbindungsstangen 5, 6 exzentrisch zu Schwenkbolzen 2 an den Lamellen 3 angelenkt sind, die als Zugfedern die Lamellen 3 in ihre Verschlußstellung ziehen. Die strichpunktiert eingezeichnete Wirkrichtung dieser alternativen Zugfedern (Federachse) ist in der Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 21 gekennzeichnet. Mittels der alternativen Zugfedern werden die Kraftübertragungsketten aller vier Lamellen 3 entgegen der Haltekraft des Ankers 12, der die Lamellen entweder bei Anlage gegen den Endanschlag 16 in der Verschlußstellung oder bei Anlage gegen das Joch 9 in der Offenstellung hält, vorgespannt. Alle Elemente der Kraftübertragungsketten zu den Lamellen 3, d. h. die Schaltwippe 18, die Schubstangen 5 und Lenker 6, die jeweils über in Zapfenaufnahmen gehaltene Verbindungszapfen 7 miteinander oder mit den Lamellen 3 verbunden sind, werden aufgrund der Zugkraft der alternativ angeordneten Zugfedern 21 entgegen der Haltekraft des Ankers in allen Bewegungsstellungen in eine Richtung gespannt, so daß zu jedem Zeitpunkt eine definierte Anlage auf einer Seite der durch Zapfen und Zapfenaufnahme ausgebildeten Verbindungspunkte erfolgt. Selbst bei einem Spiel eines Verbindungszapfens 7 in seiner Zapfenaufnahme in unbelastetem Zustand ist dieses Spiel aufgrund der alternativen Zugfedern 21, welche die Verbindungsstellen permanent in eine bestimmte Richtung gegeneinander verspannen ausgeschaltet und ein freies Schwingen der Verschlußlamellen 3 wird vermieden, da die Lamelle 3 mittels der alternativen Zugfeder 21 gegen den über die Kraftübertragungskette mit dem Anker verbundenen Verbindungszapfen 7 gezogen wird.

Der in Fig. 1 gezeigte Aufbau der Verbindungsstangen zur Übertragung der Antriebskraft des Ankers auf die Lamellen 3 erfordert die Anordnung separater Zugfedern 21 an jeder Lamelle 3 zum Spielausgleich an dieser Lamelle.

Der Aufbau läßt sich durch Reduktion der Zahl der erforderlichen Spannfedern vereinfachen und verbessern, wenn eine Ausführung nach Fig. 2 benutzt wird. Zur Vereinfachung der Erläuterung werden bereits bekannte Referenznummern für gleiche Teile wieder benutzt. Ferner ist aus Gründen der Übersichtlichkeit nur die Kontur einer der Lamellen 3 eingezeichnet. Von den anderen Lamellen sind allein die versteifenden Scheiben 4 dargestellt.

In Fig. 2 wird ein mantelförmiges Joch 9 des Elektromagneten 8 in Verbindung mit zwei Permanentmagneten 17 benutzt, und der Anker 12 ist auf einer Schaltstange 20 vorgesehen, die mit den beiden oben dargestellten der Scheiben 4 gelenkig verbunden ist. Der Hub des Ankers 12 wird auch hier durch einen Endanschlag 16 aufgefangen. Im vorliegenden Fall genügen zwei einfache Schubstangen 5. Am Ende der Schubstangen ist jeweils eine Spannfeder 15 angeordnet. Sowohl die Schubstangen 5 als auch die Spannfedern 15 greifen an jeweils einem gemeinsamen Verbindungszapfen 7 an, der starr mit der Scheibe 4 der Lamelle 3 verbunden ist.

Damit ist das ganze Getriebe vom Anker 12 an über die Lager der Schaltstange 20 und der Schubstangen 5 vorgespannt, so daß die jeweiligen Lager trotz weiter Herstellungstoleranzen einen direkten mechanischen Schluß ergeben.

Auch bei den Lamellen 3 nahe des Elektromagneten 8 könnten sowohl das zum Anker 12 führende Verbindungselement als auch die zur entfernt von dem Elektromagneten 8 liegenden Lamelle 3 führende Verbindungsstange 5 an einem gemeinsamen, mit der Scheibe 4 der Lamelle 3 starr verbundenen Verbindungszapfen angreifen. In diesem Fall müßte die Antriebsbewegung des Ankers 12 durch ein geeignetes Umlenkgetriebe derart umgelenkt werden, daß eine parallel zur Längsachse der an der jeweiligen Verbindungsstange 5 verlaufende Bewegung auf den Verbindungszapfen der jeweiligen Lamelle 3 übertragen wird.

Auch bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform wird durch einen relativ starken Impuls der Anker 12 gegen die Kräfte der Spannfedern 15 zum Anliegen gebracht; in dieser Stellung wird er durch den Permanentfluß der Permanentmagnete 17 gehalten. Schwächere Impulse in Gegenrichtung kompensieren den Permanentfluß und geben damit den Anker 12 frei, der unter Einwirkung der Spannfedern 15 gegen den Anschlag 16 gezogen wird.

Damit eine gemeinsam mit einer die Öffnungskraft des Ankers übertragenden Verbindungsstange 5 an einem Verbindungszapfen 7 an der letzten Verschlußlamelle 3 angreifende Zugfeder 15 die Kraftübertragungskette entgegen der Haltekraft des Ankers 12 vorspannen kann, muß genannte Verbindungsstange 5 die Öffnungskraft des Ankers 12 als Zugkraft übertragen. Dies erfordert bei vier in dem gleichen Drehsinn öffnenden Lamellen 3 und zueinander parallelen Verbindungsstangen 5, daß die Verbindungsstangen 5 auf zwei unterschiedlichen Seiten der Drehzapfen 2 der Lamellen 3 angeordnet sind. Bei der ersten, in der rechten Hälfte der Fig. 2 dargestellten Kraftübertragungskette befindet sich die Verbindungsstange 5 auf der dem Mittelpunkt des Verschlusses zugewandten Seite der Schwenkbolzen 2 der Verschlußlamellen 3. Bei der zweiten, in der rechten Hälfte der Fig. 2 dargestellten Kraftübertragungskette befindet sich die Verbindungsstange 5 auf der dem Mittelpunkt des Verschlusses abgewandten Seite der Schwenkbolzen 2 der Verschlußlamellen 3. Beide Verbindungsstangen 5 übertragen bei der Bewegung des Ankers 12 von dem Endanschlag 16 zum Joch 9 eine der Wirkung der Spannfedern 15 entgegengerichtete Zugkraft.

Wie oben erwähnt, ist eine Kopplung von mehr als zwei Lamellen zu einer einzigen Kraftübertragungskette möglich. Beispielsweise könnten durch eine weitere Verbindungsstange in der Anordnung gemäß Fig. 2 alle vier Lamellen 3 miteinander gekoppelt werden. Diese nicht eingezeichnete weitere Verbindungsstange müßte an den beiden unteren Lamellen 3 der Fig. 2 unmittelbar unterhalb der Schwenkzapfen 2 dieser Lamellen angreifen. In diesem Fall müßte der direkte Antrieb der oberen linken Lamelle 3 mittels der Schaltstange entfallen und statt dessen eine Spannfeder an dem Verbindungszapfen 7 dieser oberen linken Lamelle 3 angreifen. Somit würden alle Lamellen 3 über eine Kraftübertragungskette angetrieben, welche mittels einer einzigen Spannfeder vorgespannt und in eine der zwei Endstellungen bewegt würde.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektromagnetisch betätigbarer Zentralverschluß für photographische Kameras mit im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene angeordneten, aus einer Ausgangsstellung, in der sie einander überlappend schließen, um zu ihrer Ebene senkrecht stehende Schwenkbolzen aus dem Strahlengang des Objektives heraus schwenkbaren Verschlußlamellen, welche mittels des Ankers des Elektromagneten über Verbindungsstangen von der ersten in die zweite Schwenkstellung und mittels einer Spannfeder von der zweiten in die erste Schwenkstellung verschwenkbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (12) an einem Ende der aus mindestens einer Verbindungsstange (5, 6, 18, 20) und mindestens einer Verschlußlamelle (3) bestehenden Kraftübertragungskette und die Spannfeder (15) an dem anderen Ende dieser Kraftübertragungskette angreift, so daß die Spannfeder (15) eine auf den Anker (12) übertragene Spannkraft ausübt, welche alle kraftübertragenden Verbindungselemente (3, 5, 6, 7,18, 20) der Kraftübertragungskette gegeneinander vorspannt.
  2. 2. Zentralverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er zwei von einem gemeinsamen Anker (12) betätigte Kraftübertragungsketten aufweist, welche jeweils zwei über eine Verbindungsstange (5) miteinander gekoppelte Verschlußlamellen (3) aufweisen.
  3. 3. Zentralverschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (12) an der ersten und die Spannfeder (15) an der zweiten Verschlußlamelle (3) jeder Kraftübertragungskette angreift.
  4. 4. Zentralverschluß nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstangen (12) der zwei Kraftübertragungsketten im wesentlichen zueinander parallel und bei der ersten Kraftübertragungskette auf der dem Mittelpunkt des Verschlusses zugewandten Seite der Schwenkbolzen (2) der Verschlußlamellen (3) und bei der zweiten Kraftübertragungskette auf der dem Mittelpunkt des Verschlusses abgewandten Seite der Schwenkbolzen (2) der Verschlußlamellen (3) verlaufen.
  5. 5. Zentralverschluß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Spannfeder (15) an einem starr an einer Verschlußlamelle (3) befestigten Verbindungszapfen (7) angreift, wobei an diesem Verbindungszapfen (7) ebenfalls ein Ende einer Verbindungsstange (5) angreift.






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