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Dokumentenidentifikation DE19917100A1 21.10.1999
Titel Differenzdruckschalter mit einem gesonderten Halleffektsensor
Anmelder Dwyer Instruments, Inc., Michigan City, Ind., US
Erfinder Tylisz, Brian M., La Porte, Ind., US;
Krueger, Ronald R., Michigan City, Ind., US
Vertreter Patentanwälte Wallach, Koch & Partner, 80339 München
DE-Anmeldedatum 15.04.1999
DE-Aktenzeichen 19917100
Offenlegungstag 21.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.10.1999
IPC-Hauptklasse H01H 35/34
IPC-Nebenklasse H01H 36/00   G01F 1/38   
Zusammenfassung Ein Differenzdruckschalter weist ein Gehäuse mit einer Umfangswand und einer massiven, einstückigen, nicht-perforierten Scheidewand auf, die integral an der Umfangswand über dem gesamten Umfang der Scheidewand anschließt. Das Gehäuse weist eine Sensorkammer auf einer ersten Seite der Scheidewand und eine Strömungsmittelkammer auf einer zweiten Seite der Scheidewand auf. Die Scheidewand und die integral hiermit verbundene Umfangswand dichten die Sensorkammer strömungsmitteldicht und leckfrei gegenüber der Strömungsmittelkammer ab. Innerhalb der Strömungsmittelkammer ist eine flexible Membran angeordnet, die eine Niederdruckkammer auf einer Seite und eine Hochdruckkammer auf der anderen Seite der Membran bildet. In der Strömungsmittelkammer ist ein Magnet angeordnet, und mit der Membran derart gekoppelt, daß sich die Lage des Magneten gemäß der Bewegung der Membran ändert. In der Sensorkammer ist ein Hall-Effektsensor angeordnet. Der Sensor dient dazu, die Magnetkraft festzustellen, die durch den Magneten erzeugt wird und dadurch den Abstand zwischen dem Magneten und dem Sensor zu ermitteln. Der Sensor zeigt an, wenn der Magnet an einer vorbestimmten Stelle im Abstand vom Sensor derart liegt, daß eine vorbestimmte Druckdifferenz zwischen dem Druck in der Niederdruckkammer und dem Druck in der Hochdruckkammer besteht.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Differenzdruck-Schalter mit einem Hall-Effektsensor in einer Sensorkammer, der die Lage eines Magneten detektiert, welcher mit einer flexiblen Membran gekoppelt ist, die eine Niederdruckströmungsmittelkammer von einer Hochdruckströmungsmittelkammer trennt, und insbesondere bezieht sich die Erfindung auf einen Differenzdruckschalter, bei welchem der Hall-Effektsensor und die Sensorkammer strömungsmitteldicht von der Niederdruckströmungsmittelkammer und der Hochdruckströmungsmittelkammer durch eine integralgeformte nicht perforierte Wand isoliert und abgedichtet sind.

Differenzdruckschalter gemäß der US-A-3,566,060 weisen eine Membran auf, die zwischen einer Niederdruckströmungsmittelkammer und einer Hochdruckströmungsmittelkammer angeordnet ist. In einer Schalterkammer ist ein mechanischer Schalter angeordnet, der von der Niederdruckströmungsmittelkammer durch eine Scheidewand abgetrennt ist. Die Scheidewand weist jedoch eine Öffnung auf, durch die der Schalter mechanisch mit der Membran gekoppelt ist, so daß das Strömungsmittel innerhalb der Niederdruckströmungsmittelkammer in Berührung mit dem mechanischen Schalter steht. Jede mechanische Dichtung oder Klebeverbindung zwischen dem Schalter und der Scheidewand können ein Leck aufweisen, so daß das Strömungsmittel in die Schalterkammer eindringt. Der mechanische Schalter weist elektrische Kontakte auf, die ein entflammbares Strömungsmittel aus der Niederdruckkammer zünden können und dadurch eine Explosion verursachen können.

Die vorliegende Erfindung schafft die Möglichkeit die Lage der Membran durch einen Sensor und andere elektrisch-betätigte Komponenten zu überwachen, die in einer Sensorkammer angeordnet sind, welche strömungsmitteldicht sowohl von der Niederdruckströmungsmittelkammer als auch von der Hochdruckströmungsmittelkammer durch eine einstückige, nicht-perforierte Scheidewand derart isoliert sind, daß ein Strömungsmittel innerhalb der Niederdruckströmungsmittelkammer oder der Hochdruckströmungsmittelkammer nicht in Berührung mit den elektrischen Komponenten des Schalters kommen kann, so daß keine Explosion verursacht werden kann.

Zusammenfassung der Erfindung

Ein Differenzdruckschalter weist ein Gehäuse mit einer Umfangswand und einer massiven, einstückigen, nicht-perforierten, integral-geformten Scheidewand auf, die integral an der Umfangswand über den gesamten Umfang der Scheidewand festgelegt ist. Das Gehäuse weist eine Sensorkammer auf einer ersten Seite der Scheidewand und einen Strömungsmittel-Hohlraum auf einer zweiten Seite der Scheidewand auf. Die Scheidewand und die integral damit verbundene Umfangswand dichten die Sensorkammer von dem Strömungsmittel-Hohlraum strömungsmitteldicht leckdicht ab, ohne daß irgendwelche mechanischen Dichtungen oder eine Verklebung erforderlich wäre. Eine allgemein ebene flexible Membran ist innerhalb des Strömungsmittel-Hohlraums angeordnet.

Die Membran bildet eine Niederdruckströmungsmittelkammer auf einer Seite der Membran und eine Hochdruckströmungsmittelkammer auf einer zweiten Seite der Membran. Die Membran erzeugt eine Strömungsmitteldichtung zwischen der Niederdruckströmungsmittelkammer und der Hochdruckströmungsmittelkammer. Ein zentraler Abschnitt der Membran bewegt sich gemäß Änderungen im Differenzdruck zwischen dem Druck des Strömungsmittels in der Niederdruckkammer und dem Druck des Strömungsmittels in der Hochdruckkammer.

In dem Strömungsmittel-Hohlraum ist ein Magnet angeordnet, der mit der Membran über einen Hebel verbunden ist, der um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert ist. Der Magnet liegt im Abstand zu der Scheidewand derart, daß der Magnet seine Lage ändern kann, indem eine Schwenkbewegung um die Schwenkachse gegenüber der Scheidewand stattfindet, wenn sich die Membran bewegt. In der Sensorkammer ist ein Hall-Effektsensor angeordnet und mit dem freien Ende eines flexiblen Arms verbunden. Der Sensor und der Magnet sind dadurch auf gegenüberliegenden Seiten der Scheidewand angeordnet. Der Sensor stellt die Magnetkraft fest, die durch den Magneten erzeugt wird, und dadurch wird der Abstand zwischen dem Magneten und dem Sensor detektiert. Der Sensor zeigt an, wenn der Magnet in einem vorbestimmten Abstand vom Sensor entfernt ist, wenn ein vorbestimmter Differenzdruck zwischen dem Druck des Strömungsmittels in der Niederdruckkammer und dem Druck des Strömungsmittels in der Hochdruckkammer besteht. Die Scheidewand und die integral hiermit verbundene Umfangswand halten den Sensor und die anderen elektrischen Komponenten des Schalters strömungsmitteldicht isoliert von der Niederdruckströmungsmittelkammer und der Hochdruckströmungsmittelkammer abgedichtet, derart daß das Strömungsmittel aus der Niederdruckkammer und das Strömungsmittel aus der Hochdruckkammer nicht in die Sensorkammer eindringen und in Berührung mit den darin befindlichen elektrischen Komponenten gelangen kann, so daß eine Explosion verhindert wird, sonst auftreten könnte, wenn die elektrischen Komponenten das Strömungsmittel zünden könnten.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Differenzdruckschalters gemäß der Erfindung,

Fig. 2 ist eine Vorderansicht des Differenzdruckschalters,

Fig. 3 ist ein Schnitt längs der Linie 3-3 gemäß Fig. 2,

Fig. 4 ist ein Schnitt längs der Linie 4-4 gemäß Fig. 2,

Fig. 5 ist ein Schnitt längs der Linie 5-5 gemäß Fig. 4.

Einzelbeschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels

Der Differenzdruckschalter 10 weist eine Verkleidung 11 mit einer Basis 12 auf, die selektiv auf einem stationären Aufbau montiert werden kann. Außerdem umfaßt die Verkleidung ein Gehäuse 14 und einen Deckel 16. Das Gehäuse 14 weist eine allgemein zylindrische äußere Umfangswand 18 auf, die sich in Längsrichtung zwischen einem ersten Ende 20 und einem zweiten Ende 22 erstreckt. Das Gehäuse 14 weist eine massive, einstückige, integral-geformte, nicht-perforierte Scheidewand 24 auf, die innerhalb der Umfangswand 18 angeordnet und integral über den gesamten Umfang an der Scheidewand 24 angeformt ist. Die Scheidewand 24 weist einen allgemein ebenen Abschnitt 25 auf. Die Basis 12 ist selektiv an dem ersten Ende 20 des Gehäuses 14 durch Schrauben befestigt und der Deckel 16 ist selektiv am zweiten Ende 22 des Gehäuses 14 durch Schrauben festgelegt. Der Deckel 16 ist strömungsmitteldicht am ersten Ende 20 des Gehäuses 14 durch einen elastomeren O-Ring 26 abgedichtet. Der Differenzdruckschalter 10 weist eine Sensorkammer 30 auf, die durch die Umfangswand 18, die Scheidewand 24 und den Deckel 16 begrenzt wird. Der Differenzdruckschalter 10 weist eine Strömungsmittel-Hohlraum 31, der von der Umfangswand 18, der Scheidewand 24 und der Basis 12 gebildet wird. Die Verkleidung 11 stellt eine explosionssichere Umhüllung dar, die so ausgebildet ist, daß eine innere Explosion auf die Sensorkammer 30 beschränkt bleibt, wenn ein Strömungsmittel gezündet wird.

Der Differenzdruckschalter 10 weist außerdem eine allgemein ebene, scheibenförmig gestaltete, elastomere, flexible Membran 32 auf, die eine allgemein ringförmige Umfangsrippe 34 besitzt und eine zentrale Achse 36 in der Mitte des Umfangs aufweist. Die Umfangsrippe 34 der Membran 32 ist zwischen der Basis 12 und dem ersten Ende 20 des Gehäuses 14 eingespannt und bildet eine Strömungsmitteldichtung dazwischen. Der Differenzdruckschalter 10 weist eine erste Niederdruckströmungsmittelkammer 38 auf, die durch die Umfangswand 18 und die Scheidewand 24 des Gehäuses 14 sowie die Membran 32 begrenzt ist. Der Differenzdruckschalter 10 weist außerdem eine Hochdruckströmungsmittelkammer 40 auf, die durch die Membran 32 gebildet ist, sowie einen Hohlraum 42, der in der Basis 12 ausgebildet ist. Die Niederdruckströmungsmittelkammer 38 wird dadurch von der Hochdruckströmungsmittelkammer 40 durch die flexible Membran 32 getrennt und strömungsmäßig abgedichtet.

Die Sensorkammer 30 ist strömungsmitteldicht und lecksicher von der Niederdruckströmungsmittelkammer 38 durch die massive, einstückige, nicht-perforierte Scheidewand 34 isoliert, und die Scheidewand 24 ist integral mit der Umfangswand 18 verbunden, ohne das es notwendig wäre, eine Dichtung zwischen den beiden aneinanderstoßenden Teilen vorzusehen. Die nicht-perforierte Scheidewand 24 dichtet und isoliert dadurch die Sensorkammer 30 strömungsmitteldicht gegenüber dem Strömungsmittel in der Niederdruckkammer 38 ab, so daß dieses Strömungsmittel nicht in die Sensorkammer 30 eindringen kann, und es wird eine Abdichtung gegenüber dem Strömungsmittel in der Hochdruckkammer 40 erreicht, so daß dieses Strömungsmittel nicht in die Sensorkammer 30 eindringen kann, wenn die Membran 32 eine Leckstelle bekommen sollte.

Das Gehäuse 14 weist einen Niederdruckeinlaß 44 auf, der mit der Niederdruckkammer 38 in Strömungsmittelverbindung steht. Das Gehäuse 14 weist außerdem einen Hochdruckeinlaß 46 auf, der in Strömungsverbindung mit der Hochdruckkammer 40 steht. Das Gehäuse 14 weist außerdem eine Kondensat-Abzugsöffnung 48 auf, die in Strömungsverbindung mit der Sensorkammer 30 steht. Die Kondensat-Abzugsöffnung 48 ermöglicht einen Abzug des Kondensats, das sich in der Sensorkammer 30 bilden könnte. Ein Schraubstopfen 50 ist lose in die Abzugsöffnung 48 eingesetzt, um ein Abziehen des Kondensats zu ermöglichen, aber es wird eine explosionssichere Integrität der Sensorkammer 30 aufrechterhalten. Das Gehäuse 14 weist außerdem eine daran angeordnete Masseschraube 52 auf. Die Basis 12, das Gehäuse 14, die Wand 24 und der Deckel 16 sind vorzugsweise aus Metall, beispielsweise aus Aluminium hergestellt.

Der Differenzdruckschalter 10 weist einen Mechanismus 60 zur Anzeige der Lage der Membran auf. Dieser Anzeigemechanismus 60 liegt innerhalb der Niederdruckkammer 38 und erstreckt sich nicht in die Sensorkammer 30 hinein. Der Anzeigemechanismus 60 weist einen allgemein L-förmigen Hebel 62 auf, der schwenkbar am Gehäuse 14 angelenkt ist. Der Hebel 62 ist um eine Schwenkachse 63 drehbar. Der Hebel 62 weist einen ersten Schenkel 64 mit einem äußeren Ende 66 und einem zweiten Schenkel 68 mit einem äußeren Ende 70 auf. Die Schenkel 64 und 68 liegen allgemein senkrecht zueinander. Der erste Schenkel 64 ist relativ kurz im Vergleich mit der Länge des zweiten Schenkels 68. In der Nähe des äußersten Endes 70 des zweiten Schenkels 68 ist ein Magnet 72 befestigt, derart daß der Magnet 72 um die Schwenkachse 63 verschwenkbar ist.

Eine drehbare Einstellschraube 76 steht durch die Umfangswand 18 des Gehäuses 14 in die Niederdruckkammer 38 ein. Die Schraube 76 ist drehbar gegenüber der Umfangswand 18 durch einen elastomeren O-Ring 80 abgedichtet. Die Schraube 76 weist einen Gewindeschaft 82 auf, der in eine allgemein rechteckige Platte 84 eingreift, die einen zylindrischen Vorsprung mit schraubenlinienförmigen Nuten besitzt. Die rechteckige Platte 84 liegt benachbart zur Scheidewand 24, derart, daß die Wand 24 eine Drehung der Platte 84 verhindert. Eine Schraubenfeder 86 ist am einen Ende des Vorsprungs der rechteckigen Platte 84 und dadurch mit der Schraube 76 verbunden, und sie ist am anderen Ende mit dem äußeren Ende 66 des ersten Schenkels 64 der Hebels 62 verbundene. Eine selektive Drehung der Einstellschraube 76 stellt die Größe dem Spannkraft ein, die in der Feder 86 erzeugt wird, und die auf das äußere Ende 66 des ersten Schenkels 64 ausgeübt wird. Die Spannkraft, die durch die Schraubenfeder 86 erzeugt wird, verschwenkt den Hebel 62 und den Magneten 72 um die Schwenkachse 63. Die jeweiligen Längsachsen der Schraube 76 und der Feder 86 liegen allgemein koaxial zueinander und allgemein senkrecht zur Querachse 36 der Membran 32.

Eine allgemein kreisförmige starre Metallscheibe 90 liegt innerhalb der Niederdruckkammer 38 allgemein parallel zu der Membran 72 und sie liegt über dieser. Die Scheibe 90 weist einen zentral angeordneten, allgemein spherischen Vorsprung 92 auf, der nach innen in die Niederdruckkammer 38 und nach der Scheidewand 24 vorsteht. Die Schraubenfeder 86 verschwenkt den zweiten Schenkel 68 des Hebels 62 und preßt diesen gegen den Vorsprung 92 der Scheibe 90 und dadurch gegen die Membran 32. Der Magnet 72 wird dadurch mit der Membran 32 in der Weise gekoppelt, daß der Magnet 72 seine Lage gemäß der Änderung der Lage der Membran 32 verändert. Die Größe der Kraft mit der der Hebel 62 gegen die Scheibe 90 und die Membran 32 drückt, kann selektiv durch Drehung der Einstellschraube 76 eingestellt werden.

Der Differenzdruckschalter 10 weist einen flexiblen Arm 98 auf, der ein freies Ende und ein festes Ende besitzt, welch letzteres am Gehäuse 14 festgelegt ist. Ein Hall-Effektsensor 100 ist am freien Ende des Arms 98 angeordnet. Ein für diesen Zweck bevorzugter Hall-Effektsensor 100 ist das Modell Nr. SS441A (unipolar digital position sensor) hergestellt von Honeywell, Inc., Freeport, Illinois. Der Arm 98 und der Hall-Effektsensor 100 liegen innerhalb der Sensorkammer 30, und sie sind vollständig gegenüber den Kammern 38 und 40 durch die integrale Scheidewand 24 isoliert und abgedichtet, und dadurch, daß die Scheidewand 24 integral an der Umfangswand 18 ansetzt. Der Hall-Sensor 100 und der Magnet 72 liegen auf gegenüberliegenden Seiten der Scheidewand 24. Der Hall-Sensor 100 und der Magnet 72 liegen allgemein quer zueinander auf gegenüberliegenden Seiten der Scheidewand 24 und sie sind allgemein aufeinander längs einer Achse 102 ausgerichtet, die im wesentlichen parallel zur Querachse 36 der Membran 32 verläuft. Innerhalb der Sensorkammer 30 ist am Gehäuse 14 ein Leiterplatte 104 befestigt. Eine Plastikschraube 106 mit einem Gewindeshaft ist drehbar in die Leiterplatte 104 eingeschraubt und sie weist einen Kopf 108 auf, der an dem flexiblen Arm 98 angreift. Durch selektive Drehung der Schraube 106 wird der Arm 98 verschwenkt und stellt den Abstand ein, mit welchem der Sensor 100 von der Scheidewand 24 entfernt liegt, und dadurch wird der Abstand des Sensors 100 vom Magneten 72 eingestellt, wenn der Magnet 72 in irgendeiner gegebenen Stellung befindlich ist.

Der Hall-Effektsensor 100 ist elektrisch mit einem elektrischen Relaisstromkreis 110 verbunden, der mehrere Kontakte 112 aufweist. Der Relaiskreis 110 ist eine nicht-isolierte, kapazitiv-reaktive, durch Zenerdioden geregelte Schaltung, die einen Hochspannungs-Wechselstrom-Eingang erhält und einen Niederspannungs-Gleichsstrom-Leistungsausgang zum Erregen des Hall - Effektsensors 100 und des Relaiskreises 110 liefert. Ein bevorzugtes Relais 110 ist das Modell Nr. T9AS5D12-110, hergestellt von Potter & Brumfield Division of Siemens Electromechanical Components, Inc., Princeton, Indiana. Eine geeignete elektrische Verdrahtung ist an die Kontakte 112 angeschlossen, und diese erstreckt sich durch eine Öffnung 114 im Gehäuse 14 zum Anschluß an irgendeine Vorrichtung, die durch den Schalter 10 gesteuert werden soll.

Im Betrieb wird der Niederdruckeinlaß 44 an eine Strömungsmittel-Leitung angeschlossen, die ein Strömungsmittel, vorzugsweise ein Gas, der Niederdruckkammer 38 liefert, und der Hochdruckeinlaß 46 wird an eine Strömungsmittel-Leitung angeschlossen, die ein Strömungsmittel, vorzugsweise ein Gas, nach der Hochdruckkammer 40 leitet. Das Strömungsmittel in der Hochdruckkammer 40 steht unter einem Druck der relativ höher ist, als der Druck des Strömungsmittels in der Niederdruckkammer 38, so daß eine Druckdifferenz zwischen den Strömungsmitteln in den beiden jeweiligen Kammern 38 und 40 besteht. Der Druck der Strömungsmittel in den Strömungsmittelkammern 38 und 40 kann größer oder kleiner als der atmosphärische Druck sein.

Der Magnet 72 und der Hebel 62 schwenken um eine Achse 63, und zwar als Funktion der Druckdifferenz, die auf die Membran 32 einwirkt. Wenn die Druckdifferenz zwischen dem Strömungsmittel in der Hochdruckkammer 40 und dem Druck des Strömungsmittels in der Niederdruckkammer 38 ansteigt, dann drückt das Strömungsmittel in der Hochdruckkammer 40 gegen die Membran und bewegt den Mittelabschnitt der Membran 32 nach außen in die Niederdruckkammer 38 und nach dem zweiten Schenkel 68 des Hebels 62 und nach der Scheidewand 24, und zwar allgemein längs der Achse 36. Wenn sich die Membran 32 nach außen nach der Niederdruckkammer 38 bewegt, drückt die Membran 32 auf die Scheibe 90 und ihren Vorsprung 92 in Eingriff mit dem zweiten Schenkel 68 des Hebels 62 und es wird der Hebel 62 um die Achse 63 verschwenkt, wodurch der Magnet 72 näher an den Hall- Effektsensor 100 herangeführt wird. Wenn die Druckdifferenz zwischen den Strömungsmitteln in der Niederdruckkammer 38 und der Hochdruckkammer 40 absinkt, dann bewegen sich Membran 32 und Scheibe 90 längs der Achse 36 in Gegenrichtung von dem zweiten Schenkel 68 des Hebels 62 und von der Scheidewand 24 und vom Sensor 100 weg. Wenn sich die Membran 32 und die Scheibe 90 von dem zweiten Schenkel 68 und der Scheidewand 24 weg bewegen, dann verschwenkt die Feder 86 den Hebel 62, um eine Berührung zwischen dem zweiten Schenkel 68 und der Scheibe 90 aufrechtzuerhalten, und um dadurch den Abstand zwischen dem Hall-Effektsensor 100 und dem Magneten 72 zu vergrößern.

Die Spannung der Feder 86 ist selektiv durch die Schraube 76 einstellbar. Je größer die Spannkraft, die durch die Feder 86 erzeugt wird, desto größer wird die Kraft, die durch den zweiten Schenkel 68 des Hebels 62 auf die Scheibe 90 und die Membran 32 ausgeübt wird. Je größer die Kraft, mit der der Hebel 62 an der Scheibe 90 und der Membran 32 angreift, desto größer muß die Druckdifferenz zwischen den Strömungsmitteln in der Niederdruckkammer 38 und der Hochdruckkammer 40 sein, damit anfänglich die Membran 32 bewegt und der Hebel 62 mit dem Magneten 72 verschwenkt wird.

Der Hall-Effektsensor 100 fühlt die Magnetkraft ab, die vom 3 Magneten 72 erzeugt wird, und spricht auf diese Magnetkraft an. Der Hall-Effektsensor 100 detektiert somit die Lage des Magneten 72 auf der anderen Seite der Scheidewand 24 gegenüber der Lage des Hall-Effektsensors 100. Wenn der Abstand zwischen dem Hall-Effektsensor 100 und dem Magneten 72 einen vorbestimmten Abstand erreicht, schaltet der Hall-Effektsensor 100. Der Relaiskreis 110, der dem Hall-Effektsensor 100 die Leistung zuführt, stellt die Änderung des Zustandes des Hall-Effektsensors 100 fest und darauf wird ein Relais erregt, das selektiv die Kontakte 112 entweder öffnet oder schließt, um eine elektrische Last entweder an- oder abzuschalten.

Verschiedene Merkmale der Erfindung wurden in Verbindung mit dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Es ist jedoch klar, daß diese Ausführungsbeispiele lediglich illustrativ sind, und daß die Erfindung bestimmt ist durch den Schutzbereich der beiliegenden Ansprüche.


Anspruch[de]
  1. 1. Differenzdruckschalter mit den folgenden Merkmalen:

    ein Gehäuse weist eine Umfangswand und eine einstückige, nicht-perforierte Scheidewand auf, die integral mit der Umfangswand über den gesamten Umfang der Scheidewand verbunden ist, wobei das Gehäuse eine Sensorkammer besitzt, die auf einer Seite der Scheidewand angeordnet ist, und eine Strömungsmittelkammer auf einer zweiten Seite der Scheidewand, wobei die Scheidewand die Sensorkammer strömungsmitteldicht von der Strömungsmittelkammer isoliert;

    eine flexible Membran ist innerhalb der Strömungsmittelkammer angeordnet, und diese Membran bildet eine Niederdruckkammer auf einer ersten Seite der Membran und eine Hochdruckkammer auf einer zweiten Seite der Membran, wobei die Membran strömungsmitteldicht zwischen der Niederdruckkammer und der Hochdruckkammer angeordnet ist, und wenigstens ein Teil der Membran gemäß Änderungen im Differenzdruck zwischen dem Druck in der Niederdruckkammer und dem Druck in der Hochdruckkammer beweglich ist;

    ein Magnet ist in der Strömungsmittelkammer angeordnet und mit der Membran im Abstand zur Scheidewand derart verbunden, daß der Magnet seine Lage gegenüber der Scheidewand bei einer Bewegung der Membran verändert;

    ein Sensor ist in der Sensorkammer angeordnet und der Sensor und der Magnet liegen auf gegenüberliegenden Seiten der Scheidewand und der Sensor detektiert die Magnetkraft, die vom Magneten erzeugt wird, und stellt dadurch den Abstand zwischen dem Magneten und dem Sensor fest;

    dadurch bewirkt der Sensor eine Anzeige, wenn der Magnet in einem vorbestimmten Abstand vom Sensor liegt, und zwar gemäß einer vorbestimmten Druckdifferenz zwischen dem Druck in der Niederdruckkammer und dem Druck in der Hochdruckkammer, wobei die Scheidewand den Sensor strömungsmitteldicht gegenüber der Niederdruckkammer und der Hochdruckkammer isoliert hält.
  2. 2. Differenzdruckschalter nach Anspruch 1, bei welchem der Sensor ein Hall-Effektsensor ist.
  3. 3. Differenzdruckschalter nach Anspruch 2, welcher einen flexiblen Arm aufweist, der in der Sensorkammer angeordnet ist, wobei der Arm ein erstes Ende und ein zweites Ende besitzt, und das erste Ende des Arms mit dem Gehäuse verbunden ist, wobei der Sensor am zweiten Ende des Arms angeordnet ist.
  4. 4. Differenzdruckschalter nach Anspruch 3, mit einem Einstellmechanismus in der Sensorkammer, wobei der Einstellmechanismus selektiv den Arm ausbiegt, um dadurch den Sensor neu zu positionieren und um dadurch den Abstand zwischen dem Sensor und dem Magneten einzustellen.
  5. 5. Differenzdruckschalter nach Anspruch 4, bei welchem der Einstellmechanismus eine selektiv drehbare Einstellschraube ist.
  6. 6. Differenzdruckschalter nach Anspruch 1, bei welchem mehrere elektrische Kontakte in der Sensorkammer angeordnet sind, und die Kontakte gemäß dem Sensor selektiv geöffnet und geschlossen werden.
  7. 7. Differenzdruckschalter nach Anspruch 6, mit Mitteln in der Sensorkammer zum selektiven Öffnen und Schließen der elektrischen Kontakte gemäß dem Sensor.
  8. 8. Differenzdruckschalter nach Anspruch 1, mit einem Hebel, der in der Strömungsmittelkammer angeordnet und schwenkbar am Gehäuse angelenkt ist, zur Verschwenkung um eine Schwenkachse, wobei der Hebel einen ersten Schenkel aufweist, der an der Membran angreift, wobei der Magnet an dem ersten Schenkel derart befestigt ist, daß der Magnet um die Schwenkachse schwenkbar beweglich ist.
  9. 9. Differenzdruckschalter nach Anspruch 8, welcher ein elastisches Vorspannglied aufweist, das in der Strömungsmittelkammer angeordnet ist, und den ersten Schenkel des Hebels in Eingriff mit der Membran vorspannt.
  10. 10. Differenzdruckschalter nach Anspruch 9, bei welchem der Hebel einen zweiten Schenkel aufweist, und das elastische Vorspannglied mit dem zweiten Schenkel gekoppelt ist, wobei der erste Schenkel und der zweite Schenkel zusammen um die Schwenkachse verschwenkbar sind.
  11. 11. Differenzdruckschalter nach Anspruch 8, welcher eine starre Scheibe aufweist, die innerhalb der Strömungsmittelkammer liegt, und an der Membran angreift, wobei die Scheibe zwischen dem ersten Schenkel des Hebels und der Membran derart angeordnet ist, daß der erste Schenkel an der Scheibe angreift.
  12. 12. Differenzdruckschalter nach Anspruch 1, bei welchem der Sensor und der Magnet allgemein längs einer ersten Achse angeordnet sind, die allgemein senkrecht zur Membran verläuft.
  13. 13. Differenzdruckschalter nach Anspruch 12, bei welchem die Membran allgemein parallel und im Abstand von der Scheidewand der angeordnet ist, daß die Bewegung der Membran gemäß einer Änderung des Differenzdruckes längs einer zweiten Achse bewegt wird, die allgemein parallel zur ersten Achse verläuft, und derart daß die Bewegung des Magneten gemäß der Bewegung der Membran allgemein längs der ersten Achse erfolgt.
  14. 14. Differenzdruckschalter nach Anspruch 12, bei welchem die Membran derart orientiert ist, daß die Bewegung der Membran in einer ersten Richtung gemäß einer Änderung im Differenzdruck den Magneten dichter an die Scheidewand und den Sensor heranbewegt, wobei die Bewegung der Membran in einer zweiten Richtung entgegengesetzt zur ersten Richtung gemäß einer Änderung im Differenzdruck den Magneten weiter von der Scheidewand und dem Sensor entfernt.
  15. 15. Differenzdruckschalter nach Anspruch 1, bei welchem das Gehäuse die Umfangswand und die Scheidewand umfaßt, wobei ein,Deckel lösbar an einem ersten Ende des Gehäuses befestigt ist, und der Deckel und das Gehäuse die Sensorkammer bilden, wobei ein Basisteil lösbar an einem zweiten Ende des Gehäuses festgelegt ist und der Basisteil und das Gehäuse die Strömungsmittelkammer bilden.






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