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Dokumentenidentifikation DE69033163T2 21.10.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0427862
Titel GENERATOR VON ISOTHIOCYANSÄUREESTERN, VERFAHREN ZUR STERILISIERUNG MIT ISOTHIOCYANSÄUREESTERN UND VORRICHTUNG DAZU
Anmelder Yoshitomi Pharmaceutical Industries, Ltd., Osaka, JP
Erfinder OHAMA, Chiaki, Yokohama-shi Kanagawa 231, JP;
KATO, Keisuke, Inba-gun Chiba 270-14, JP
Vertreter P. Meissner und Kollegen, 14199 Berlin
DE-Aktenzeichen 69033163
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 06.04.1990
EP-Aktenzeichen 909056673
WO-Anmeldetag 06.04.1990
PCT-Aktenzeichen JP9000469
WO-Veröffentlichungsnummer 9011686
WO-Veröffentlichungsdatum 18.10.1990
EP-Offenlegungsdatum 22.05.1991
EP date of grant 16.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.10.1999
IPC-Hauptklasse A01N 47/46
IPC-Nebenklasse A23L 3/3409   A23L 3/3535   A61L 2/20   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Isothiocyanatgas-erzeugende Stoffe und ein keimtötendes Behandlungsverfahren und eine keimtötende Apparatur, die solche Isothiocyanatgas-erzeugende Stoffe verwendet.

Schimmel bildet sich leicht auf verschiedenen Lebensmitteln, Glasprodukten, wie Linsen, Lederprodukten, wie Lederstiefeln, Lederkleidern und Pelzmänteln, sowie Produkten von Anstrich- und Klebstoffen, die aus Stärke oder Zellulose gebildet wurden. Dies vermindert beachtlich die Gültigkeitsdauer der Güter oder erfordert ihre Müllbeseitigung.

Abgesehen vom Schimmel vermindert auch das verstärkte Wachstum schädlicher Mikroorganismen beachtlich die Gültigkeitsdauer der Güter oder erfordert ihre Müllbeseitigung. Zum Beispiel werden im Fall von Lebensmitteln Probleme des Faulens und der Lebensmittelvergiftung durch verstärktes Wachstum von Bakterien verursacht.

Es ist bekannt, einen Gegenstand zusammen mit einem Sauerstoffabsorber, mit einem Packmaterial dicht zu verschließen und die Sauerstoffkonzentration im Innern der Packung unter 1% oder weniger zu halten zum Zweck des Verhinderns des Wachstums von Schimmel auf dem Gegenstand. Während dieses Verfahren das Wachstum von Schimmel durch aerobe. Bakterien wirksam verhindern kann, kann es kein wirksames Mittel zum Verhindern der Zunahme und des Wachstums anaerober Bakterien sein, welche für Lebensmittelvergiftung oder Faulen verantwortlich sind.

Es ist ebenso bekannt, einen Gegenstand zusammen mit einem Ethanol-ausströmenden Mittel dicht zu verschließen und das Innere der Packung mit Ethanoldampf zu füllen zum Zweck des Verhinderns der Erzeugung von Schimmel des Wachstums gewöhnlicher Bakterien. Mit diesem Verfahren kann eine zufriedenstellende Wirkung nur dann erzielt werden, wenn Ethanol, welcher teuer ist, in einer relativ großen Menge verwendet wird.

Ferner sind eine Anzahl schimmelfester Mittel und anitbakterieller Mittel bis jetzt bekannt. Die meisten dieser Chemikalien jedoch sind für den menschlichen Körper toxisch, so daß die Verwendung dieser Chemikalien strengen Beschränkungen unterworfen wird.

Eine Anzahl von Naturerzeugnissen mit antimikrobieller Wirkung sind bis jetzt bekannt. Besonders Eutrema wasabi ist bekannt dafür, eine hervorragende keimtötende Wirkung zu haben. Es ist ebenso bekannt, Lebensmittel einer keimtötenden Behandlung unter Verwendung von Isothiocyanat zu unterziehen, welches die Hauptkomponente von wasabi ist. Zum Beispiel offenbart die veröffentlichte ungeprüfte japanische Patentanmeldungsnummer Sho-57-99182 eine wäßrige Emulsionszusammensetzung, die durch Emulsionsdispergieren erhalten wird, in Wasser in Gegenwart eines Emulgators, eine Lösung von Isothiocyanat, gelöst in einem Öl. Diese wäßrige Emulsionszusammensetzung wird verwendet, indem es in ein Lebensmittel gemischt wird, so daß das Lebensmittel sterilisiert wird. Jedoch wird die Aufnahme solch einer wäßrigen Emulsion in Lebensmitteln nicht bevorzugt, nicht nur, weil der Geschmack der Lebensmittel beeinträchtigt wird, sondern auch, weil sich Isothiocyanat in Lebensmitteln zersetzt. Die veröffentlichte ungeprüfte japanische Patentanmeldungsnummer Sho-58-63348 offenbart ein Verfahren zum Schutz vor dem Verderb von Gemüse und Obst, worin das Gemüse und Obst zusammen mit einem synthetischen Zeolith, welcher einen Porendurchmesser von 5- 10 Å hat und mit Isothiocyanat mit einem Anteil von etwa 5 Gewichtsprozent getränkt ist, in einen Verpackungsbehälter gepackt wird. Der Isothiocyanat-getränkte Zeolith erzeugt an der Luft keine wirksame Menge von Isothiocyanatgas. Er kann an der Luft Feuchtigkeit adsorbieren, wenn er einer hohen Feuchtigkeitsbedingung mit einer relativen Feuchte von 90% oder mehr bei gleichzeitiger Erzeugung von darin adsorbiertem Isothiocyanat ausgesetzt wird. Dieses bekannte Verfahren macht Probleme, weil der synthetische Zeolith mit einem Porendurchmesser von 5-10 Å, der als Absorptionsmittel des Isothiocyanats verwendet wird, teuer ist und weil die Menge an daran adsorbiertem Isothiocyanat sehr gering ist, d. h. etwa 5 Gewichtsprozent. Der bekannte, Isothiocyanat-absorbierende synthetische Zeolith hat auch einen Nachteil, weil es nur dann Isothiocyanatgase erzeugen kann, wenn es einer hohen Feuchtigkeitsbedingung ausgesetzt wird. Folglich wird der Isothiocyanat-absorbierende synthetische Zeolith nicht wirksam als allgemeiner Isothiocyanatgas-erzeugender Stoff verwendet.

Wie im vorhergehenden beschrieben, sind mehrere Verfahren zur Keimabtötung unter Verwendung von Isothiocyanat bekannt, welches ein Hauptbestandteil von wasabi ist. Jedoch ist vom praktischen Standpunkt keines von ihnen zufriedenstellend.

Die Erfinder haben verschiedene Untersuchungen durchgeführt und folglich, auf der Basis des Beachtungschenkens der Tatsache, daß Allylisothiocyanat (nachstehend einfach als ISOTC bezeichnet) eine ölige Flüssigkeit ist, gefunden, daß die Menge an erzeugtem ISOTC vorteilhaft und sehr gut durch Kontrollieren der ISOTC- Konzentration in einer Lösung, die durch Lösen von ISOTC in einer öligen Flüssigkeit mit einem Dampfdruck bei 30ºC von 2 mmHg (2,66 · 10² Pa) oder weniger erhalten wird, kontrolliert werden kann und daß eine keimtötende Behandlung verschiedener Gegenstände wirksam und vorteilhaft durch Inkontaktbringen verschiedener Gegenstände mit ISOTC-Gasen, die aus der Lösung erzeugt wurden, durchgeführt werden kann, ohne auf eine wahrnehmbare Verschlechterung der Arbeitsumgebung zu stoßen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird in einem Gesichtspunkt ein ISOTC-Gas-erzeugender Stoff bereitgestellt, der einen porösen Stoff umfaßt, der die vorstehende ISOTC- Lösung trägt und mit derselben getränkt ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird in einem anderen Gesichtspunkt ein ISOTC-Gas-erzeugender Stoff bereitgestellt, der aus einem gekapselten Körper besteht, der ein Kernmaterial enthält, welches die vorstehende ISOTC-Lösung ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird in einem weiteren Gesichtspunkt ein ISOTC-Gas-erzeugender Stoff bereitgestellt, der einen gelartigen Stoff umfaßt, der die vorstehende ISOTC- Lösung enthält.

Andere Gesichtspunkte der vorliegenden Erfindung werden nachstehend beschrieben und sind in den anhängenden Patentansprüchen definiert.

Der Begriff "keimtötende Wirkung" und ähnliche Begriffe, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, sollen sich auf die "antimikrobielle Wirkung" beziehen, zu welcher sowohl die keimtötende als auch die keimhemmende Wirkung gehören. Zum Begriff "Keim" sollen hierin Bakterien, Pilze, Sporen, Algen und andere schädliche Mikroorganismen gehören.

Die ISOTC-Gas-erzeugenden Stoffe, die gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden, werden auf Grund von starker keimtötender Wirkung von daraus erzeugten ISOTC-Gasen im Lebensmittelbereich und verschiedenen anderen Bereichen angewendet, welche die Probleme des Wachstums schädlicher Mikroorganismen einschließen. Zum Beispiel kann der Stoff zum Verhindern von Schimmel auf Lebensmitteln oder zum Verhindern von Schimmel, welcher auf verschiedenen festen Oberflächen, wie Gläsern und festen Wänden, wächst, verwendet werden. Ferner kann der Stoff zum Verhindern von Fäulnis oder Faulen von Lebensmitteln und zum Verhindern des Frischerückgangs verwendet werden. Ferner kann der Stoff zum Zerstören von Körpergerüchen, wie Achselhöhlen-, Schweiß- und Fußgerüchen, oder zum Verhindern der Erzeugung solcher Gerüche durch die Verhinderung von bakteriellem Abbau von Schweiß und Talg verwendet werden. Wegen seiner fungiziden Wirkung kann der Stoff zur Behandlung von Hautkrankheiten, die durch Pilze verursacht werden, wie nässendes Ekzem oder Ringelflechte, verwendet werden.

Der Begriff "Gegenstand", der in der vorliegenden Patentbeschreibung verwendet wird, soll verschiedene Produkte, wie Lebensmittel, wobei mit Bezug auf die Lebensmittel das Wachstum schädlicher Mikroorganismen Probleme aufwirft, einschließen. In der vorliegenden Erfindung kann Senföl als solches als Allylisothiocyanat-Quelle verwendet werden.

Die vorliegende Erfindung wird nun ausführlicher beschrieben werden.

(1) Herstellung einer ISOTC-Lösung in einer öligen Flüssigkeit:

Die ISOTC-Gase-erzeugende Lösung, die gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist eine Lösung, die durch Lösen von ISOTC in einer öligen Flüssigkeit erhalten wird. Als ölige Flüssigkeit wird eine verwendet, welche bei 30ºC einen Dampfdruck (Sättigungsdampfdruck) von 2 mmHg (2,66 · 10² Pa) oder weniger, vorzugsweise von 1 mmHg (1,33 · 10² Pa) oder weniger hat. Weil eine Lösung von ISOTC, das in einer öligen Flüssigkeit mit solch einem niedrigen Dampfdruck gelöst ist, die Verdampfung von ISOTC merklich unterdrücken kann und weil die Gase, die von solch einer Lösung ausströmen, fast keine Gase der öligen Flüssigkeit enthalten und im wesentlichen aus ISOTC-Gasen bestehen, verursacht das Inkontaktbringen eines Gegenstandes mit solchen Gasen keine Schwierigkeiten, die sich aus den Gasen der öligen Flüssigkeit ergeben. Eine ölige Flüssigkeit mit einem Siedepunkt von wenigstens 180ºC, vorzugsweise von wenigstens 200ºC, stärker bevorzugt von 230ºC, wird im allgemeinen vorteilhafterweise verwendet. Als ölige Flüssigkeit können zum Beispiel erwähnt werden Fette und Öle, wie Oliven-, Sesam-, Seflor-, Sojabohnen-, Tsubaki-, Mais-, Raps-, Rizinus-, Sonnenblumen-, Baumwollsamen-, Erdnußöl, Kakaobutter, Palm-, Nelken-, Kokosnußöl, Rindertalg, Fischöl, gehärtetes Öl, Schildkrötenöl und Wollfett; Wachse, wie flüssiges Lanolin; Kohlenwasserstofföle, wie flüssiges Paraffin, flüssiges Polyisobutylen und Squalen; Öle höherer Fettsäuren, wie Ölsäure, Ricinolsäure und Lysinol; höhere Alkohole, wie Oktylalkohol und Oleylalkohol; Polyalkohole, wie Polyethylenglykol, Polypropylenglykol und Glyzerin; und Esteröle, wie Linolacetat und Hexyllaurat. Es wird bevorzugt, daß die ölige Flüssigkeit, die in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, vorzugsweise geruchlos oder fast geruchlos ist.

Die Menge an ISOTC, die in der öligen Flüssigkeit gelöst wird, beträgt 0,01-50 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,1- 40 Gewichtsprozent, beruhend auf der öligen flüssigen ISOTC- Lösung.

ISOTC erzeugt einen stark reizenden Geruch, selbst wenn es in einer kleinen Menge vorliegt, und ist schwierig zu handhaben. Jedoch wird die Verdampfung von ISOTC wirksam verhindert, wenn es in der Form einer öligen flüssigen Lösung, wie vorstehend beschrieben, verwendet wird, so daß ISOTC ohne Schwierigkeit gehandhabt werden kann. Die ISOTC-Lösung als solche kann als ISOTC-Gas-erzeugender Stoff verwendet werden. Beim Lösen von ISOTC in der öligen Flüssigkeit können verschiedene Hilfskomponenten hinzugefügt werden oder hierin gelöst werden, wie gewünscht. Zu Beispielen für solche Hilfskomponenten gehören ein oberflächenaktives Mittel; ein Stoff hohen Molekulargewichts; ein höherer Alkohol, eine höhere Fettsäure, ein Fettsäureester oder ein Fett und Öl, welche bei Raumtemperatur fest sind; ein Farbstoff; ein Stoff zur Viskositätsregelung; und ein Antioxidans. Ferner kann ein niederer Alkohol, wie Ethanol oder Propylalkohol, oder ein Lösungsmittel mit einem niedrigen. Siedepunkt, wie Aceton, Methylethylketon, Ether, Ethylacetat oder Hexan in einer kleinen Menge als Hilfskomponente hinzugefügt werden, um die Menge an ISOTC, die aus der öligen Flüssigkeit verdampft, zu kontrollieren.

Die ISOTC-enthaltende ölige Flüssigkeit, die gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird, kann durch Dispergieren von ISOTC enthaltenden Keimen oder Zellen als solches oder nach Pulverisierung in einer öligen Flüssigkeit erzeugt werden. Die Menge der Keime oder Zellen, die in der öligen Flüssigkeit dispergiert werden, beträgt 1-80 Gewichtsprozent, vorzugsweise 10-60 Gewichtsprozent, basierend auf der öligen Flüssigkeit. Solche eine ISOTC-enthaltende ölige Flüssigkeit kann unter der Bedingung verwendet werden, wo die Keime oder Zellen vorliegen.

(2) Herstellung eines ISOTC-Gas-erzeugenden Stoffs in fester oder gelartiger Form und von Produkten, die den ISOTC- Gas-erzeugenden Stoff enthalten:

Ein ISOTC-Gas-erzeugender Stoff dieser Erfindung kann durch Tränken eines porösen Stoffs mit der vorstehend erwähnten öligen flüssigen Lösung von ISOTC (nachstehend auch nur als ISOTC-Lösung bezeichnet) erhalten werden. Wenn ein poröser Stoff mit ISOTC allein getränkt wird, wird eine große Menge von ISOTC-Gasen zu der Zeit des Tränkens des porösen Stoffs mit ISOTC wegen der hohen Verdampfungsgeschwindigkeit desselben erzeugt. Folglich wird die Arbeitsumgebung wegen der ISOTC-Gase schlecht. Außerdem wird es für den porösen Stoff schwierig, ISOTC über einen langen Zeitraum dauerhaft zu tragen, weil die Verdampfungsfähigkeit von ISOTC, das von dem porösen Stoff getragen wird, noch immer hoch ist. Gemäß der vorliegenden Erfindung wurden solche Schwierigkeiten durch Tragen des ISOTC als Lösung, die in der vorstehenden öligen Flüssigkeit gelöst wird, von einem porösen Stoff durch Tränken überwunden. Während ISOTC leicht mit Wasser reagiert und eine schlechte Lagerungsbeständigkeit hat, wurde auch dieses Problem durch Verwenden des ISOTC in Form einer Lösung in der vorstehend erwähnten öligen Flüssigkeit gelöst.

Als poröser Stoff kann solcher verwendet werden, welcher allgemein als Absorptionsmittel, Füllstoff, usw. verwendet wird. Zu Beispielen solcher Stoffe gehören Ton oder Tonminerale, wie Kieselgur, Gelberde, Ton, Talk, Zeolith, Palygorskit und Sepiolith, und andere. Stoffe, wie Aktivkohle, Kieselsäureanhydrid, Kieselgel, Aluminium-, Magnesiumoxid Silizium-Aluminiumoxid, Silizium-Magnesiumoxid und synthetisches Aluminosilikat. Als poröser Stoff kann der einer Reihe von Formen, wie in Pulver-, Pellet-, Kugel-, Säulen- und Zylinderform, verwendet werden. Als poröse Stoffe werden vorzugsweise kalzinierte oder getrocknete Materialien verwendet, aus denen die Feuchtigkeit hinreichend entfernt wurde.

Tränken des porösen Stoffs mit der Lösung kann zum Beispiel durchgeführt werden mit einem Verfahren, worin der poröse Stoff mit der ISOTC-Lösung gemischt wird, mit einem Verfahren, worin die ISOTC-Lösung über den porösen Stoff aufgesprüht wird, oder mit einem Verfahren, worin der poröse Stoff in die ISOTC-Lösung getaucht wird. Die Menge der ISOTC- Lösung, die durch Tränken von dem porösen Stoff getragen wird, ist nicht größer als das Sättigungsabsorptionsvermögen des porösen Stoffs und beträgt im allgemeinen 1-100 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteilen des porösen Stoffs. Der bevorzugte Gehalt wird geeigneterweise gemäß der Art der ISOTC-Lösung und der Art des porösen Stoffs bestimmt.

Wenn in der vorliegenden Erfindung der poröse Stoff, der mit der ISOTC-Lösung getränkt ist, in Pulverform ist, ist es möglich, ihn durch ein herkömmliches Formgebungsverfahren zu Tabletten, Kugeln, Säulen, Pellets, usw. zu formen. Die Formgebung kann durch ein Tabletten-Formgebungsverfahren, ein Strangpreßverfahren, usw. bewirkt werden. Bei der Durchführung des Formgebens wird ein Formhilfsmittel verwendet. Zu Beispielen des Formhilfsmittels gehören organische Bindemittel, wie Carboxymethylcellulose, Polyvinylalkohol und Natriumalginat, sowie anorganische Bindemittel, wie Bentonit, Kaolin, Aluminiumoxid-Hydrogel und Kieselsäure-Hydrogel. Als Formhilfsmittel können auch verschiedene kurze Fasern, wie Gipswhisker, verwendet werden. Um die Ausströmung von ISOTC zu kontrollieren; kann der die ISOTC-Lösung enthaltende poröse Stoff mit einem für ISOTC-Gase durchlässigen Harz beschichtet werden. Die Bereitstellung solch eines. Überzugs kann ferner die Ausströmung von ISOTC aus dem porösen Stoff unterdrücken.

Eine andere Art von ISOTC-Gas-erzeugenden Stoff kann durch Einkapseln der vorstehend erwähnten ISOTC-Lösung erhalten werden. Die Einkapselung kann mit verschiedenen bekannten Verfahren durchgeführt werden, zum Beispiel mit einem Verfahren, worin die ISOTC-Lösung und eine Lösung hohen Molekulargewichts gleichzeitig in ein wäßriges Medium durch eine Innen- bzw. Außendüse einer Doppel-Flüssigkeitsdüse entlassen werden, oder mit einem Oberflächenpolymerisationsverfahren, usw. Die Einkapselung kann auch durch ein Verfahren bewirkt werden, worin das ISOTC oder ein poröser Stoff, der mit der ISOTC-Lösung getränkt ist, mit einer Schmelze eines leicht schmelzbaren Materials gemischt wird, welches bei Raumtemperatur fest ist und welches einen Schmelzpunkt von 100ºC oder weniger, vorzugsweise im Bereich von. 40-60ºC hat, und wobei das so erhaltene Gemisch zum Festwerden gekühlt und dann gemahlen wird. In diesem Fall können als leicht schmelzbares Material höhere Alkohole oder Ester von diesen, Fette und Öle, Wachse, usw. erwähnt werden. Die Einkapselung kann auch durch ein Verfahren bewirkt werden, worin das ISOTC oder ein poröser Stoff, der mit der ISOTC-Lösung getränkt ist, mit einer Schmelze einer in Wärme aushärtenden Kunstharzmasse (wie Epoxidkunstharzmasse oder ungesättigte Polyetherkunstharzmasse) gemischt wird, welche bei Raumtemperatur oder einer Temperatur von 100ºC oder weniger flüssig ist, und wobei das so erhaltene Gemisch zum Festwerden gekühlt und dann gemahlen wird. Eine Umsetzung der ISOTC- Lösung mit einem eine Einschlußverbindung bildenden Stoff, wie Cyclodextrin, Harnstoff, usw. kann auch gekapselte Materialien liefern.

In der vorliegenden Erfindung kann die vorstehend erwähnte ISOTC-Lösung, der poröse Stoff, der mit der ISOTC-Lösung getränkt ist, der geformte Gegenstand des ISOTC-Lösung enthaltenden porösen Stoffs oder das gekapselte Material der ISOTC-Lösung in einem Zustand verwendet werden, in welchem es mit einem Packmaterial dicht verschlossen wird. Als Packmaterial kann ein Material verwendet werden, welches wenigstens zum Teil für ISOTC-Gase durchlässig ist. Dünne Folien, dünne Lagen und Gefäße, die für ISOTC-Gase durchlässig sind und die aus Kunststoff, wie Polypropylen, Polyethylen oder Ethylen-Vinylacetat-Copolymer, gebildet werden, veranschaulichen solche Packmaterialien. Packmaterial, das aus Kunststoff gebildet wurde, der für ISOTC-Gase undurchlässig ist, kann durch Erzeugen von feinen Löchern darin, indem zum Beispiel ein Laserstrahl verwendet wird, als Packmaterial verwendet werden, das für ISOTC-Gase durchlässig ist. Außerdem können auch Papier, nichtgewobener Stoff, ein oberflächenbehandeltes Material aus Papier oder nichtgewobenem Stoff oder ein Schichtstoff aus Papier, nichtgewobenem Stoff oder gewobenem Stoff mit einer Kunststofffolie, die für ISOTC- Gase durchlässig ist, verwendet werden.

Ein weiterer ISOTC-Gas-erzeugender Stoff gemäß der vorliegenden Erfindung kann durch Aufnehmen der vorstehend erwähnten ISOTC-Lösung in einen gelartigen Stoff erhalten werden.

Verschiedene Arten von herkömmlich bekannten gelartigen Stoffen können verwendet werden. Agar, Carrageenan, Gelatine, Carboxymethylcellulose, Stärke, Alginsäure, Polyvinylalkohol und Dextrin veranschaulichen diese Stoffe. Die Aufnahme der ISOTC-Lösung in den gelartigen Stoff kann zum Beispiel durch ein Verfahren bewirkt werden, in welchem die ISOTC-Lösung mit einem vorher erzeugten gelartigen Stoff gemischt und in demselben gelöst wird, oder durch ein Verfahren, in welchem die ISOTC-Lösung während der Herstellung des gelartigen Stoffs besonders zu einem Rohmaterial zur Herstellung des gelartigen Stoffs hinzugefügt wird. Der Gehalt des ISOTC im gelartigen Stoff beträgt im allgemeinen 0,05-20 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,5-10 Gewichtsprozent. Ein geeigneter ISOTC- Gehalt wird in jedem Fall gemäß der Aufgabe der Verwendung des gelartigen Stoffs bestimmt. In dem Fall, wo die ISOTC-Lösung in den gelartigen Stoff aufgenommen wird, kann die ISOTC- Lösung in einer vorher gekapselten Form verwendet werden.

Der vorstehend erwähnte ISOTC-Gas-erzeugende Stoff gemäß der vorliegenden Erfindung wird im allgemeinen verwendet, nachdem er in eine Tüte aus Papier gefüllt oder gepackt wurde, welches einer wasser- oder ölabweisenden Behandlung unterworfen worden war, oder in eine Tüte oder ein Gefäß, das aus einer Kunststofffolie gebildet wurde, welche für ISOTC- Gase durchlässig ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung können verschiedene Gegenstände, die keimtötende Aktivität zeigen, durch Verwendung der vorstehend erwähnten ISOTC-Gas-erzeugenden Stoffe erhalten werden. Als ein solcher Gegenstand wird zum Beispiel eine herkömmlich bekannte Überzugmasse, wie Klebstoffmasse, Farbstoffmasse oder Druckfarbstoff, bereitgestellt, die darin als Mischzutat die vorstehend erwähnte ISOTC-Lösung, den pulverförmigen porösen Stoff, der mit der ISOTC-Lösung getränkt ist, oder das gekapselte Material der ISOTC-Lösung aufgenommen hat. Diese Massen können in Form einer Flüssigkeit oder einer dünnen Folie sein. Diese Gegenstände können in einer Vielzahl von Bereichen, wie im Lebensmittel-, Packmaterialien-, Baumaterialenbereich, usw., als Überzugmasse mit keimtötender Aktivität verwendet werden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird auch ein dünne Lage- artiges Material bereitgestellt, bei welchem eine dünne Lage oder eine dünne Folie, wie Papier, nichtgewobener Stoff oder eine Kunststofffolie mit einer Überzugmasse bedeckt wurde, die das vorstehend erwähnte ISOTC enthält. In diesem Fall kann der Überzug auf einer oder beiden Seiten des dünne Lage-artigen Materials oder zwischen verschiedenen mehrfach laminierten dünnen Lagen gebildet werden. Das dünne Lage-artige Material kann als dünne Lage-artiges Material mit keimtötender Aktivität in verschiedenen Bereichen, wie Lebensmittel, Packmaterialien, Baumaterialen, usw., verwendet werden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung können Platten (Hartfaserplatten, halbharte Platten, Dämmplatten, Spanplatten, usw.) mit keimtötender Aktivität durch Mischen des vorstehend erwähnten pulverförmigen porösen Stoffs, der mit der ISOTC-Lösung getränkt ist, mit zellulosematerialien, wie Holzstaub, Holzspäne, usw. zusammen mit einem Klebstoff erhalten werden, gefolgt vom Formen in Platten. Ferner kann eine Gipsplatte mit keimtötender Aktivität durch Mischen des vorstehenden ISOTC enthaltenden pulverförmigen porösen Stoffs mit kalziniertem Gips zusammen mit Pulver, wie Zellstoff- oder Holzstaub, erhalten werden, gefolgt vom Formen in Platten. Eine Kunststoffplatte mit keimtötender Aktivität kann ferner durch Mischen des pulverförmigen porösen Stoffs, der mit der ISOTC-Lösung getränkt ist, mit einer Kunststoffmasse, die bei Raumtemperatur oder einer niederen Temperatur härtbar ist, wie Epoxidkunststoffmasse oder ungesättigter Polyesterkunststoffmasse, erhalten werden, gefolgt vom Formen und Aushärten. Die Gegenstände können im Bereich der Baumaterialien als keimtötende oder schimmelfeste Platte (plattenförmiges Material) verwendet werden.

Weil eine Lösung von ISOTC, das in einer öligen Flüssigkeit mit einem Dampfdruck bei 30ºC von 2 mmHg (2,66 · 10² Pa) oder weniger gelöst ist, eine äußerst unterdrückte ISOTC-Ausströmung zeigt, ist die Handhabung der Lösung sehr einfach. Weil die ISOTC-Lösung außerdem nach und nach über einen langen Zeitraum ISOTC ausströmt, ist die Erhaltung der ISOTC-Gas-erzeugenden Wirkung der Lösung hervorragend. Deshalb kann die Lösung allein als ISOTC-Gas-erzeugender Stoff und außerdem auf Grund der keimtötenden Eigenschaft der ISOTC- Gase, die daraus ausströmen, in verschiedenen Bereichen als keimtötendes, schimmelfestes, frischeerhaltendes Mittel, Luftreiniger, usw. verwendet werden. Ferner kann die Lösung in einer Vielzahl von Bereichen als funktionelles Material mit keimtötender Aktivität, wie bereits beschrieben, verwendet werden.

In dem vorstehend erwähnten porösen Stoff, der mit der ISOTC-Lösung getränkt ist, und in dem vorstehend erwähnten gekapselten Material der ISOTC-Lösung ist die Erzeugung von ISOTC-Gasen viel mehr unterdrückt, so daß sie als ISOTC- ausströmender Feststoff in verschiedenen Bereichen, wie Lebensmittel, Packmaterialien und Baumaterialien, verwendet, werden können.

Die vorstehend erwähnte Überzugmasse, die die ISOTC- Lösung, den ISOTC-Lösung-getränkten porösen Stoff oder das ISOTC-Lösung-gekapselte Mäterial enthält, kann als funktionelle Masse mit keimtötender Aktivität in verschiedenen Bereichen verwendet werden. Ein Überzug der Masse erzeugt nach und nach ISOTC-Gase, wobei eine gewünschte keimtötende Wirkung erzielt wird.

Das vorstehend erwähnte dünne Lage-artige Material, das die Überzugmasse verwendet, erzeugt nach und nach ISOTC-Gase, so daß es in verschiedenen Bereichen, wie Lebensmittel, Packmaterialien, Druckmaterialien und Baumaterialien, als funktionelles dünne Lage-artiges Material mit keimtötender, schimmelfester, frischeerhaltender und luftreinigender Eigenschaft verwendet werden kann.

Das gelartige Material gemäß der vorliegenden Erfindung, das die ISOTC-Lösung enthält, erzeugt ISOTC-Gase in einer äußerst unterdrückten Art und Weise nach und nach über einen langen Zeitraum und ist hervorragend in der Erhaltung der keimtötenden Aktivität. Folglich wird es vorteilhafterweise im Bereich der Lebensmittel, usw. verwendet.

(3) Keimtötendes Behandlungsverfahren und eine Apparatur dafür:

Zum Verfahren zur keimtötenden Behandlung eines Gegenstandes gemäß der vorliegenden Erfindung gehört ein Schritt des Inkontaktbringens des Gegenstandes mit den ISOTC- Gasen, deren Erzeugung durch die Verwendung der vorstehend erwähnten ISOTC-Lösung oder verschiedenen festen Materialien, die die ISOTC-Lösung enthalten, bewirkt wird. Die Konzentration der ISOTC-Gase in einem Gas, das mit dem Gegenstand in Kontakt gebracht wird, beträgt wenigstens 5 ppm (v/v), ist aber geringer als die Sättigungskonzentration in dem Gas. Ganz besonders beträgt die Konzentration im allgemeinen 20-5000 ppm, vorzugsweise 50-1000 ppm und kann geeigneterweise gemäß des Gegenstandes bestimmt werden. Die Kontaktzeit hängt von der ISOTC-Konzentration in dem Gas ab und beträgt 0,1 bis 60 Minuten, vorzugsweise 0,5 bis 30 Minuten, wenn die Konzentration der ISOTC-Gase 20 ppm oder mehr beträgt. Die Behandlungszeit kann gemäß des zu behandelnden Gegenstandes entsprechend bestimmt werden.

In der vorliegenden Erfindung kann der mit den ISOTC-Gasen in Kontakt zu bringende Gegenstand mit Kunststoffpackmaterial, wie Polyethylen, Polypropylen oder Ethylen-Vinylacetat- Copolymer, verpackt werden. Untersuchung durch die Erfinder hat gezeigt, daß die vorstehend erwähnten Kunststoffmaterialien hohe Durchlässigkeit für ISOTC-Gase zeigen und daß solch ein Gegenstand, der mit dem Fackmaterial verpackt und einmal einer keimtötenden Behandlung unterworfen wurde, nicht mehr anfällig für eine Sekundärkontamination mit schädlichen Keimen ist und so lange wirksam gegen Infektion von schädlichen Keimen geschützt ist, wie die Verpackung dranbleibt.

Die Konzentration der ISOTC-Gase in dem Gas, mit welchem der verpackte Gegenstand in Kontakt gebracht wird, ist vorzugsweise größer als die, die beim Behandeln eines unverpackten Gegenstandes verwendet wird, und beträgt im allgemeinen 100-5000 ppm.

Das Packmaterial zum Verpacken eines Gegenstandes sollte weit ausgelegt werden und umfaßt Gefäße verschiedener Gestalt ebenso wie dünne Folien und dünne Lage-artige Materialien. Zu geeigneten Verfahren zum Verpacken eines Gegenstandes gehört ein Verfahren, in welchem der Gegenstand in einer Tüte untergebracht und mit derselben verpackt ist; ein Verfahren, in welchem der Gegenstand in einem offenen Gefäß, wie eine flache Schale, untergebracht wird, wobei das offene Ende nachfolgend mit einer dünnen Folie verschlossen wird; ein Verfahren, in welchem der Gegenstand in einem offenen Gefäß, wie eine flache Schale, untergebracht wird, wobei das Gefäß nachfolgend mit einer dünnen Folie völlig umwickelt wird; ein Verfahren, in weichem der Gegenstand in eine Schachtel gepackt wird, wobei die Schachtel nachfolgend mit einer dünnen Folie umwickelt wird; und ein Verfahren, in welchem der Gegenstand, der eine Flüssigkeit ist, in einem Kunststoffgefäß untergebracht wird, wobei das Gefäß nachfolgend mit einem Deckel verschlossen wird.

Der Begriff "Verpacken eines Gegenstandes", der zum Zweck der vorliegenden Erfindung verwendet wird, soll einen Verpackungszustand einschließen, wo eine Kontamination des Gegenstandes mit schädlichen Keimen verhindert werden kann, und soll sich nicht nur auf einen vollkommen verschlossenen Zustand beziehen, in welchem der Gegenstand in der Verpackung vollkommen von der Umgebungsluft abgeschlossen ist.

Wenigstens ein Bereich des Packmaterials, das für das Verpacken eines Gegenstandes verwendet wird, ist für ISOTC- Gase durchlässig. Solche Packmaterialien können zum Beispiel dünne Filme, dünne Lagen und Gefäße sein, die aus einem Kunststoff gebildet wurden, der für ISOTC-Gase durchlässig ist, wie Polypropylen, Polyethylen, Ethylen-Vinylacetat- Copolymer oder Ethylen-Propylen-Copolymer. Ein Packmaterial, das aus einem Kunststoff gebildet wurde, der für ISOTC-Gase undurchlässig ist (wie Alufolie oder Nylon), kann durch Erzeugen von feinen Löchern, indem zum Beispiel ein Laserstrahl verwendet wird, als Packmaterial verwendet werden, das für ISOTC-Gase durchlässig ist. Außerdem können auch Papier, nichtgewobener Stoff, ein oberflächenbehandeltes Material aus Papier oder nichtgewobenem Stoff oder ein Schichtstoff aus Papier, nichtgewobenem Stoff oder gewobenem Stoff mit einer Kunststofffolie, die für ISOTC-Gase durchlässig ist, verwendet werden.

Beim Durchführen der keimtötenden Behandlung gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein verpackter oder unverpackter Gegenstand mit einem Gas, das ISOTC-Gase enthält, in Kontakt gebracht. Zu Verfahren zum Erreichen dieses Kontaktes gehört zum Beispiel ein Verfahren, in welchem die Packung in einer luftdichten Kammer untergebracht wird, in welche ISOTC in Form von Gasen eingetragen wird, und ein Verfahren, in welchem die Packung in einer luftdichten Kammer untergebracht wird, die vorher mit ISOTC-Gasen beladen wurde, wobei die Packung nach einem vorher bestimmten Zeitraum aus der Kammer herausgenommen wird. Zu einem einfachen Verfahren gehören die Schritte des Einschließens des Gegenstandes in eine große Kunststofftüte und des Hinzufügens eines ISOTC-Gas-erzeugenden Stoffs in die Tüte.

Die Erzeugung der ISOTC-Gase kann durch die Verwendung der vorstehend erwähnten ISOTC-Lösung oder verschiedener fester Materialien, die die ISOTC-Lösung enthalten, bewirkt werden. Bei solch einer ISOTC-Lösung oder festen Materialien, die dieselbe enthalten, strömen ISOTC-Gase in einer kontrollierten Menge langsam aus.

Wenn ein verpackter Gegenstand mit ISOTC-Gasen in einer Art und Weise, wie vorstehend beschrieben, in Kontakt gebracht wird, treten ISOTC-Gase in die Packung ein. Nach Abschluß der keimtötenden Behandlung dringen die eingebrachten ISOTC-Gase durch das Packmaterial und verteilen sich nach und nach aus der Packung. Vom Standpunkt der keimtötenden Wirkung wird bevorzugt, daß die Konzentration von ISOTC-Gasen in der Packung hoch ist und die ISOTC-Gase über einen langen Zeitraum darin bleiben. Im allgemeinen wird bevorzugt, daß ISOTC-Gase in einer Konzentration von 10 ppm oder größer für 10 Minuten oder länger vorliegen. Die Konzentration von ISOTC-Gasen in der Packung nimmt mit der Zeit nach und nach ab, weil sich die Gase aus der Packung verteilen. Die Abnahme der Konzentration von ISOTC-Gasen kann durch vorherige Aufnahme eines Adsorptionsmittels in die Packung kontrolliert werden. Wenn nämlich vorher ein Adsorptionsmittel in der Packung untergebracht wurde, kann das Adsorptionsmittel ISOTC-Gase während der Behandlung des verpackten Gegenstandes durch Inkontaktbringen mit ISOTC-Gasen adsorbieren. Folglich kann nach Abschluß der Behandlung das Adsorptionsmittel noch ISOTC- Gase ausströmen, so daß die Konzentration von ISOTC-Gasen in der Packung und die Verweilzeit der Gase kontrolliert werden können. Das Vorliegen von ISOTC-Gasen über einen langen Zeitraum in der Packung ist wegen des Auftretens von Problemen, daß die Gase übermäßig zum Gegenstand auswandern, wobei eine Verschlechterung der Eigenschaften des Gegenstandes verursacht wird, nicht wünschenswert. Es wird im allgemeinen bevorzugt, die Art des Packmaterials und die Menge des Adsorptionsmittels geeigneterweise auszuwählen; so daß die Konzentration von ISOTC-Gasen auf 10 ppm oder weniger innerhalb von 48 Stunden abnimmt.

Ein Gegenstand, der nicht verpackt ist, kann zuerst einer keimtötenden Behandlung unterworfen werden und danach mit einem Packmaterial verpackt werden, wobei der Gegenstand vor Sekundärkontamination mit schädlichen Keimen geschützt wird. Wenn die Befürchtung besteht, daß ISOTC-Gäse- nach der Behandlung übermäßig zum Gegenstand auswandern, wobei eine Verschlechterung der Eigenschaft des Gegenstandes verursacht wird, ist es wünschenswert, den Gegenstand Vorher zusammen mit einem Absorptionsmittel zu verpacken, um den Überschuß an ISOTC-Gasen durch das Absorptionsmittel absorbieren zu lassen. Als ein solches Absorptionsmittel können verschiedene poröse Stoffe, die vorher erwähnt wurden, verwendet werden.

Die ISOTC-Gase in der Packung des Gegenstandes, welcher der keimtötenden Behandlung unterworfen worden ist, verteilen sich mit der Zeit nach und nach aus derselben und werden während des Umlaufs und dem Verschließen der Packung fast entleert. Deshalb wird eine Person, die die Packung öffnet, den reizenden Geruch von ISOTC nicht wahrnehmen.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können schädliche Keime, welche in einem gasdichten Raum vorliegen, durch Aufnahme eines Gases, das ISOTC-Gase enthält, die aus einer ISOTC-Lösung oder aus einem Gas-erzeugenden Stoff, der ISOTC enthält, erzeugt wurden, in den gasdichten Raum zerstört werden, so daß der gasdichte Raum und Gegenstände, die in dem gasdichten Raum enthalten sind, sterilisiert werden können. Der Begriff "gasdichter Raum", der hierin verwendet wird, soll sich auf einen Raum beziehen, dessen Umgebungsgas (-luft), die darin enthalten ist, sich nicht frei mit der seiner Außenseite austauschen kann. Solch ein Raum kann zum Beispiel ein Raum verschiedener Gebäude, wie Fakriken und Lagerhäuser, Krankenhausräume, Luken von Frachtschiffen, ein Raum, der durch Hauben oder dünnen Lagen festgelegt ist, und verschiedene Container sein.

Gemäß eines bevorzugten keimtötenden Verfahrens der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Behandlung eines Gegenstandes zur Keimabtötung bereitgestellt, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren folgende Schritte umfaßt: Eintragen von ISOTC in Form von Gasen, die aus einer ISOTC- Lösung oder aus einem Gas-erzeugenden Stoff, der ISOTC enthält, erzeugt wurden, in eine keimtötende Behandlungskammer zur Erzeugung einer ISOTC-Gas enthaltenden Atmosphäre in der keimtötenden Behandlungskammer; Eintragen des Gegenstands in die keimtötende Behandlungskammer; Inkontaktbringen des Gegenstands mit Gas der ISOTC-Gas enthaltenden Atmosphäre in der keimtötenden Behandlungskammer, um die keimtötende Behandlung zu bewirken; Austragen des Atmosphärengases aus der keimtötenden Behandlungskammer nach der keimtötenden Behandlung; und Entfernen der ISOTC-Gase aus dem ausgetragenen Gas.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird auch eine Apparatur zur Behandlung eines Gegenstandes zur Keimabtötung bereitgestellt, dadurch gekennzeichnet, daß die Apparatur eine keimtötende Behandlungskammer, die mit einer Eintragsleitung zum Eintragen von ISOTC in Form von Gas in die Behandlungskammer und einer Austragsleitung zum Austragen des Atmosphärengases aus der Behandlungskammer bereitgestellt wird; ein Standgefäß, das mit der Eintragsleitung verbunden ist und in dem eine ISOTC-Lösung oder ein Gas-erzeugenden Stoff, der ISOTC enthält, untergebracht ist; und eine Vorrichtung umfaßt, die mit der Austragsleitung zum Entfernen der Isothiocyanatgase verbunden ist.

Das keimtötende Verfahren und die keimtötende Apparatur werden nachstehend ausführlich erklärt.

In dem vorstehenden Verfahren und in der vorstehenden Apparatur wird eine keimtötende Behandlungskammer (in der vorliegenden Patentbeschreibung auch einfach als Behandlungskammer bezeichnet) verwendet. Als keimtötende Behandlungskammer kann eine verwendet werden, welche einen Innenraum hat, der angepaßt ist, einen gewünschten Gegenstand hierin aufzunehmen, und welcher luftdicht ist, so daß ein Entweichen des Gases im Innern verhindert wird. Die Behandlungskammer wird mit einer Einlaßleitung zum Eintragen von ISOTC in Form von Gasen oder flüssigen Mikrotröpfchen in die Kammer und mit einer Auslaßleitung zum Austragen eines Umgebungsgases in der Kammer aus der Kammer heraus bereitgestellt.

Die Konstruktion der Behandlungskammer wird geeigneterweise gemäß der Art und Weise, in welcher der Gegenstand behandelt wird, bestimmt, d. h. die Behandlung wird entweder in einem kontinuierlichen Verfahren oder in einem diskontinuierlichen Verfahren durchgeführt. Im Fall eines kontinuierlichen Verfahrens wird die Behandlungskammer mit Einlaß- und Ausgangsöffnungen und mit einem Fördermittel bereitgestellt, das im Kreislauf zwischen diesen Öffnungen läuft. In diesem, Fall werden die Einlaß- und Ausgangsöffnungen in einer gasdichten Konstruktion so konstruiert, daß ein Austragen des Umgebungsgases im Innern der Kammer aus der Kammer heraus verhindert wird. Folglich sind diese Öffnungen so konstruiert, daß sie nur dann öffnen, wenn der Gegenstand in die Kammer hereinkommt oder aus ihr herauskommt. Solch ein Eintritt und Austritt der gasdichten Konstruktion kann auf herkömmlich bekannte Weise konstruiert werden. Zum Beispiel können die Einlaß- und Auslaßbereiche der Behandlungskammer mit einem Vorhang verschlossen werden, der aus einer synthetischen Gummiplatte oder Kunststofffolie gebildet wird, um eine gasdichte Konstruktion bereitzustellen. Wenn die keimtötende Behandlung für einen Gegenstand in einem diskontinuierlichen Verfahren durchgeführt wird, wird eine gasdichte Tür, die das Ein- und Austragen eines Gegenstandes zuläßt, in der Behandlungskammer bereitgestellt.

Mit der ISOTC-Eintragsleitung der Behandlungskammer wird ein Reservoir, das ISOTC in Form einer ISOTC-Lösung oder eines flüssigen oder festen Gas-erzeugenden Stoffs enthält, der ISOTC enthält, gegebenenfalls über einen Mischer oder ein Heizgerät verbunden, so daß das ISOTC, das zur keimtötenden Behandlung erforderlich ist, in Form von feinen Tröpfchen oder Gas aus dem Reservoir eingeführt wird.

Zu dem Verfahren zur keimtötenden Behandlung eines Gegenstandes gehören die folgenden Schritte: (A) Eintragen des Gegenstandes in die keimtötende Behandlungskammer und (B) Eintragen von ISOTC in Form von Gas oder feinen Tröpfchen in die Kammer zur Erzeugung einer ISOTC-Gas enthaltenden Atmosphäre. Wenn die keimtötende Behandlung in einem kontinuierlich arbeitenden System durchgeführt wird, folgt dem Schritt (A) zum Eintragen von ISOTC in die Behandlungskammer der Schritt (B) zum Eintragen eines Gegenstandes. Wenn die Behandlung in einem diskontinuierlich arbeitenden System durchgeführt wird, wird dem Schritt (A) zum Eintragen von ISOTC der Schritt (B) zum Eintragen eines Gegenstandes in die Behandlungskammer vorausgeschickt.

ISOTC wird aus dem Reservoir durch die Einlaßleitung in die Behandlungskammer in Form von Gasen oder feinen Tröpfchen eingetragen. Im Fall des Eintragens als Gase wird ISOTC zur Erzeugung eines ISOTC enthaltenden Gases vorher verdampft. Wenn ISOTC als feine Tröpfchen eingetragen wird, wird es zusammen mit einem Gas aus einer Mischdüse in die Behandlungskammer eingesprüht. Als Gas können Luft, Stickstoffgas oder Kohlendioxidgas verwendet werden.

Als Verfahren zum Verdampfen von ISOTC zur Erzeugung eines ISOTC-Gas enthaltenden Gases kann ein Verfahren, in welchem eine ISOTC-Lösung zur Erzeugung von Gasen erhitzt wird, mit welchen nachfolgend ein Gas gemischt wird, oder ein Verfahren erwähnt werden, in welchem ISOTC-Gase aus einem ISOTC-Gas- erzeugenden Stoff gebildet werden, mit welchen nachfolgend ein Gas gemischt wird. Die ISOTC-Konzentration in dem Gas beträgt 5 ppm oder mehr. Die obere Grenze ist die Menge, die dem Sättigungsdampfdruck des ISOTC in dem Gas entspricht. Im allgemeinen beträgt die Konzentration 10-5000 ppm. Wenn ISOTC oder seine Lösung unter Verwendung eines Ejektors mit einem Gas sauggemischt wird, wird ein Gas erhalten, das sowohl ISOTC-Gase als auch feine ISOTC-Tröpfchen enthält. Das Eintragen eines solchen Gases in die Behandlungskammer ist auch ein wirksames Verfahren.

Zu dem Verfahren des Behandelns von Gegenständen zur Keimabtötung gehört auch ein Schritt (C) des Inkontaktbringens des Gegenstandes mit einem Atmosphärengas, das ISOTC-Gase enthält. In diesem Fall variiert die Behandlung mit der Art des Gegenstandes, beträgt aber im allgemeinen 0-100ºC, gewöhnlich 20-60ºC. Im Fall von frischen Lebensmitteln wird Raumtemperatur oder eine niedrige Temperatur von 0-15ºC verwendet. Der Behandlungsdruck wird nicht besonders begrenzt. Es kann ein verminderter Druck bis zu einem erhöhten Druck verwendet werden. Vorzugsweise wird ein verminderter Druck oder Normaldruck verwendet. Wenn die keimtötende Behandlung in einem kontinuierlich arbeitenden System durchgeführt wird, wird die Verwendung eines verminderten Drucks von -5 bis - 50 mm Wassersäule bevorzugt, um ein Entweichen des Atmosphärengases aus der Kammer zum Zeitpunkt des Öffnens und Schließens des Eingangs und Ausgangs zu verhindern. Es wird auch homogenes Rühren des Atmosphärengases im Innern der Kammer durch Drehbewegung eines Lüfters oder durch. Entnehmen des Gases aus einem Bereich der Kammer während des Eintragens des aus einem anderen Bereich der Kammer entnommenen Gases in die Kammer bevorzugt.

Zu dem keimtötenden Behandlungsverfahren gehören ferner die Schritte (D) des Austragens des Atmosphärengases im Innern der Behandlungskammer nach Abschluß der keimtötenden Behandlung des Gegenstandes und (E) des Entfernens des ISOTC- Gases, das in dem ausgetragenen Gas enthalten ist. Die Entnahme des Atmosphärengases aus der Behandlungskammer kann durch Verwendung einer Saugpumpe bewirkt werden, während das Entfernen der ISOTC-Gase aus dem ausgetragenen Gas durch Verwendung eines Kühlers, eines Adsorptionsturmes oder einer ähnlichen Vorrichtung bewirkt werden kann. Der Kühler kann von irgendeiner Konstruktion sein, solange er das Gas auf eine Temperatur unterhalb der der Behandlungskammer kühlen kann, vorzugsweise auf eine Temperatur nahe 0ºC. Als Adsorptionsturm kann einer verwendet werden, welcher mit einem Gasadsorptionsmittel, wie Aktivkohle, Sepiolith, Siliziumdioxid oder Aluminiumoxid, gefüllt wird. Die Verwendung einer Kombination aus Kühler und Adsorptionsturm ist zum vollständigen Entfernen der ISOTC-Gase aus dem Gas wirksam.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen:

Fig. 1 ist eine Ansicht, die die Durchführung der keimtötenden Behandlung eines Gegenstandes erläutert, Fig. 2 ist ein Flußdiagramm einer Apparatur zur Durchführung der keimtötenden Behandlung eines Gegenstandes, und Fig. 3 ist eine Ansicht, die die Durchführung der keimtötenden Behandlung in einem gasdichten Raum erläutert.

Bezugnehmend auf Fig. 1 sind mit 1 und 4 Gebläse, mit 2 eine ISOTC-Gas-erzeugende Kammer, mit 3 eine Keimbehandlungskammer und mit 5 eine ISOTC-Gas adsorbierende Vorrichtung benannt. Die ISOTC-Gas-erzeugende Kammer 2 hat eine Konstruktion, die an die Lagerung von ISOTC angepaßt ist. Das ISOTC liegt in Form einer ISOTC-Lösung oder eines Isothiocyanatgas-erzeugenden Stoffs vor, der ISOTC enthält.

Die ISOTC-Gas adsorbierende Vorrichtung 5 enthält ein Adsorptionsmittel und kann durch Adsorption ISOTC-Gase entfernen, die in einem eingetragenen Gas enthalten sind. Als Adsorptionsmittel können im allgemeinen Aktivkohle, Sepiolith, Kieselgur, Aluminiumoxid, Siliziumdioxid, Kieselgel, Silizium- Aluminiumoxid, Magnesiumoxid oder Zeolith verwendet werden, obwohl jedes Adsorptionsmittel verwendet werden kann, solange es ISOTC-Gase adsorbieren kann.

Die keimtötende Behandlung des Gegenstandes wird durch Betrieb des Gebläses 1 durchgeführt, wobei ein Durchströmen eines Gases über die Leitung 6 durch die Gas-erzeugende Kammer 2 und ein Austragen eines ISOTC enthaltenden Gases durch die Leitung 10 und ein Eintragen in die Behandlungskammer 3, in welcher der Gegenstand untergebracht ist, bewirkt wird. Als Trägergas für ISOTC wird im allgemeinen Luft verwendet. Stickstoff- oder Kohlendioxidgas können auch verwendet werden. Ein Teil des Gases, das aus der ISOTC-Gas- erzeugenden Kammer 2 ausgetragen wird, kann durch eine. Leitung 11 und ein Ventil 12 zu einer Leitung 9 im Kreislauf zurückgeführt werden, wobei die Konzentration der ISOTC-Gase in dem Gas, das durch die Leitung 10 durchströmt, kontrolliert wird.

Wenn die ISOTC-Gase in ein Gas im Innern der Behandlungskammer 3 in einer vorherbestimmten Konzentration gemischt werden, wird das Gebläse 1 angehalten und ein Ventil 13 geschlossen, so daß die Behandlungskammer im verschlossenen Zustand bleibt. Dieser Zustand wird über einen vorherbestimmten Zeitraum beibehalten, wobei die Behandlung des Gegenstandes durch ISOTC-Adsorption bewirkt wird. Es wird die Bereitstellung eines Lüfters in der Behandlungskammer 3 bevorzugt, wobei die Atmosphäre darin gerührt wird, um die Diffusion der ISOTC-Gase darin zu beschleunigen. Die Konzentration der ISOTC-Gase in der Behandlungskammer beträgt 5-5000 ppm (v/v), vorzugsweise 10-2000 ppm (v/v) auf Grundlage des Volumens. Die Behandlung wird über einen Zeitraum durchgeführt, der hinreichend ist, um eine hinreichende keimtötende Wirkung auf den Gegenstand zu erhalten. Die Behandlungszeit variiert mit der Art des Gegenstandes und der ISOTC-Konzentration in der Behandlungskammer und wird nicht nach derselben Regel bestimmt. Im allgemeinen jedoch ist ein kurzer Zeitraum von 1-60 Minuten, vorzugsweise von 5- 20 Minuten hinreichend.

Nach Abschluß der keimtötenden Behandlung wird ein Ventil 15 geöffnet und das Gebläse 4 betätigt, wobei das Gas im Innern der Behandlungskammer über die Adsorptionsvorrichtung 5 durch die Leitung 22 an die Luft ausgetragen wird. Um in diesem Fall zu verhindern, daß das Innere der Behandlungskammer in einem Zustand verminderten Drucks übergeben wird, wird ein Ventil, das zur Luft geöffnet wird, geeigneterweise mit der Behandlungskammer verbunden. In der Adsorptionsvorrichtung 5 werden die ISOTC-Gase, die in dem Gas enthalten sind, wegen der Wirkung des darin enthaltenen Adsorptionsmittels durch Adsorption entfernt. Der Kontakt des Gases in der Adsorptionsvorrichtung wird über einen Zeitraum durchgeführt, der hinreichend ist, das Entfernen durch Adsorption zu erreichen. Die Kontaktzeit kann durch Rückführung eines Teils des Gases, das aus der Adsorptionskammer 5 ausgetragen wird, durch eine Leitung 18 über Leitung 19 und Ventil 20 zu Leitung 17 kontrolliert werden. Die Behandlungskammer 3 und die Adsorptionsvorrichtung 5 können mit Heiz- und Kühlmechanismen bereitgestellt werden, um die Temperaturkontrolle zu bewirken. Wenn das Adsorptionsmittel in der Adsorptionsvorrichtung gesättigt wird, kann ein Heizmittel, wie Dampf, zum Regenerieren dort durchströmen gelassen werden.

In der vorliegenden Erfindung kann das Mischen von ISOTC in das Gas in der Behandlungskammer durch direktes Einsprühen einer ISOTC-Lösung in die Kammer an Stelle des Eintragens von ISOTC, das in der vorstehenden Gas-erzeugenden Kammer verdampft wurde, durchgeführt werden. Das Entfernen und Trennen von ISOTC aus dem Gas kann durch Verwenden einer chemischen Reaktion mit einem Stoff bewirkt werden, der mit ISOTC reagiert, wie ein festes Amin an Stelle der Verwendung des Adsorptionsmittels.

Jede Kammer einer gasdichten Konstruktion kann als keimtötende Behandlungskammer 3 verwendet werden. Das Gas, das ISOTC-Gase enthält, kann in die Behandlungskammer 3 nicht nur periodisch, wie vorstehend beschrieben, eingetragen werden, sondern auch kontinuierlich während des Austragens desselben durch eine Leitung 14. In diesem Fall kann ein Teil des Gases, das aus der Leitung 14 ausgetragen wurde, durch ein Durchflußbegrenzungsventil zur Behandlungskammer im Kreislauf zurückgeführt werden.

Die keimtötende Behandlung in der Kammer 3 kann in einem kontinuierlich oder in einem diskontinuierlich arbeitenden System durchgeführt werden. Im Fall des kontinuierlich arbeitenden Systems wird der Gegenstand mit konstanter Geschwindigkeit durch die Behandlungskammer 3 passieren gelassen.

In Fig. 2 ist mit 1 eine keimtötende Behandlungskammer, mit 2 eine ISOTC-Gas-erzeugende Kammer, mit 3 ein Gebläse, mit 4 ein Gasverteiler und mit 5 eine ISOTC adsorbierende Vorrichtung benannt.

Die keimtötende Behandlungskammer 1 und die ISOTC-Gas- erzeugende Kammer 2 sind durch eine Leitung 6, die mit einem Schaltventil bereitgestellt wird, miteinander verbunden, die keimtötende Behandlungskammer 1 und das Gebläse 3 sind durch eine Leitung 11, die mit einem Schaltventil 12 bereitgestellt wird, miteinander verbunden, und das Gebläse 3 und der Gasverteiler 4 sind durch eine Leitung 14, die mit einem Schaltventil 15 bereitgestellt wird, miteinander verbunden.

Der Gasverteiler kann zum Beispiel von einer Konstruktion (Hauptleitung) mit einer am Ende geschlossenen Röhre großen Durchmessers sein, mit welcher eine Gaseinlaßleitung und Gasauslaßleitungen verbunden sind.

Der Gasverteiler 4 und die ISOTC adsorbierende Vorrichtung 5 sind durch eine Leitung 16 mit einem Schaltventil 17 miteinander verbunden. Der Gasverteiler 4 und die ISOTC-Gas-erzeugende Kammer 2 sind durch eine Leitung 18 mit einem Schaltventil 19 miteinander verbunden. Der Gasverteiler 4 und die keimtötende Behandlungskammer 1 sind durch eine Leitung 20 mit einem Schaltventil 21 miteinander verbunden. Ferner sind die stromaufwärts und stromabwärts gerichteten Enden des Gebläses durch eine Leitung 24 mit einem die Gasdurchflußgeschwindigkeit kontrollierenden Ventil 25 miteinander verbunden, so daß die Gaseintraggeschwindigkeit durch das Gebläse 3 kontrolliert werden kann.

Die Schaltventile werden elektrisch betätigt und über ein Schaltpult bedient.

Die vorstehend beschriebene Apparatur führt die keimtötenden Behandlungen eines Gegenstandes wie folgt durch. Zuerst wird eine Tür 10 der Behandlungskammer 1 geöffnet, um einen zu behandelnden Gegenstand darin unterzubringen. Nach Schließen der Tür 10 wird das Gebläse 3 betätigt, während die Ventile 9, 17 und 21 im geschlossenen Zustand und die Ventile 7, 12, 15 und 19 im geöffneten Zustand bleiben. Durch den Betrieb des Gebläses 3 wird bewirkt, daß das Umgebungsgas (Luft) im Innern der Behandlungskammer 1 strömt und nacheinander durch einen Rückführungsweg, zu dem das Gebläse 3, der Gasverteiler 4, die ISOTC-Gas-erzeugende Kammer 2 und die Behandlungskammer 1 gehören, zirkuliert. Die Folge der Gasrückführung war, daß die ISOTC-Gase, die in der ISOTC-Gas-erzeugenden Kammer 2 verdampft wurden, in dem im Kreislauf zurückgeführten Gas mitgerissen und in die Behandlungskammer 1 eingetragen werden, so daß die ISOTC- Konzentration in der Behandlungskammer 1 mit der Zeit erhöht wird. Wenn die Konzentration der ISOTC-Gase einen vorherbestimmten Wert erreicht, wird, das Ventil 21 geöffnet und werden die Ventile 7 und 19 geschlossen, so daß das Gas, das die vorherbestimmte Konzentration der ISOTC-Gase enthält, im Kreislauf zurückgeführt wird, ohne den Durchstrom durch die ISOTC-Gas-erzeugende Kammer zu verhindern. Die Erfassung der ISOTC-Konzentration in dem Gas kann mit einem Konzentrationsanalysator durchgeführt werden, der in der Behandlungskammer 1 oder in der. Leitung 11 bereitgestellt wird. Als Konzentrationsanalysator kann sich jeder bekannte Typ zu eigen gemacht werden, wie vom Typ eines Gaschromatographen oder vom Typ eines elektrischen Leitfähigkeitsmessers.

Nach Ablauf eines vorherbestimmten Zeitraumes wird das Ventil 17 geöffnet, während die Ventile 19 und 21 geschlossen werden. Die Betätigung des Öffnens und Schließens der Ventile kann unter Verwendung von Uhren automatisch durchgeführt werden. Folglich wird ein Reinigungsgas durch eine Leitung 8 in die Behandlungskammer 1 eingetragen. Als Reinigungsgas kann Luft verwendet werden, obwohl die Verwendung sterilisierter Luft oder sterilisierten Stickstoffgases bevorzugt wird. Das Reinigungsgas strömt durch die Behandlungskammer 1 und wird durch die Leitung 11 daraus entnommen und wird dann durch das Gebläse 3 und den Gasverteiler 4 in die ISOTC adsorbierende Vorrichtung 5 eingetragen. Das Gas, aus welchem ISOTC entfernt worden ist, wird als Abgas durch eine Leitung 30 entnommen und an die Luft ausgetragen. Wenn die Konzentration der ISOTC-Gase im Abgas auf einen vorherbestimmten Wert erniedrigt wird, wird das Gebläse angehalten und die Tür 10 geöffnet, um den behandelten Gegenstand aus der Kammer zu nehmen. Folglich ist das keimtötende Behandlungsverfahren zu Ende. Durch Wiederholen der vorstehenden Durchführungen kann die keimtötende Behandlung weiter fortgeführt werden.

Während in Fig. 2 eine Behandlungsvorrichtung eines diskontinuierlich arbeitenden Systems gezeigt ist, kann sich eine Behandlungsvorrichtung eines kontinuierlich arbeitenden Systems durch Verwendung einer Konstruktion zu eigen gemacht werden, die zum kontinuierlichen Eintragen und Austragen von Gegenständen geeignet ist. Der Grundbetrieb ist in diesem Fall ähnlich zu dem vorstehend beschriebenen. Jedoch ist es notwendig, ein Gas, das eine vorherbestimmte Konzentration von ISOTC-Gasen enthält, kontinuierlich in eine keimtötende Behandlungskammer einzutragen. Zu diesem Zweck kann eine Leitung 20 mit einem Schaltventil 21, das zur Kontrolle der Strömgeschwindigkeit eines Gases geeignet ist, zwischen dem Gasverteiler 4 und der Behandlungskammer 1, wie in Fig. 2 gezeigt, bereitgestellt werden, so daß ein Teil der Luft, die in den Gasverteiler 4 eingetragen wurde, durch die Leitung 20 in die Behandlungskammer 1 eingetragen wird, während das Ausmaß der Strömgeschwindigkeit des Gases, das durch die Leitungen 20 und 18 strömt, kontrolliert wird.

Gemäß der vorstehend beschriebenen keimtötenden Behandlung können verschiedene Gegenstände, wie Lebensmittel, in sicherer Art und Weise wirksam sterilisiert werden. In diesem Fall wird das ISOTC-Gas enthaltende Gas in der Behandlungskammer nach Abschluß der Behandlung zusammen mit einem Reinigungsgas in die ISOTC adsorbierende Vorrichtung eingetragen, wo ISOTC durch Adsorption entfernt wird. Danach wird das Gas an die Luft ausgetragen. Folglich strömt der stark reizende ISOTC- Geruch während des Verfahrens nicht aus, so daß eine Verschlechterung der Arbeitsumgebung verhindert werden kann.

In Fig. 3 wird mit 1 eine ISOTC-Gas-erzeugende Vorrichtung, mit 2 ein gasdichter Raum, mit 3 eine ISOTC-Gas adsorbierende Vorrichtung und mit 4 und 5 werden Gebläse benannt.

Die ISOTC-Gas-erzeugende Vorrichtung 1 wird mit Heiz- und Kühlmechanismen bereitgestellt und ist zum Unterbringen von ISOTC darin konstruiert. Das in der Vorrichtung 1 vorliegende ISOTC kann in Form einer ISOTC-Lösung oder eines Isothiocyanat-Gas-erzeugenden Stoffs, der ISOTC enthält, vorliegen.

Die ISOTC-Gas adsorbierende Vorrichtung 3 enthält ein Adsorptionsmittel und ist an das Entfernen von ISOTC-Gasen, die in einem Eintraggas enthalten sind, durch Adsorption angepaßt. Jedes Adsorptionsmittel kann verwendet werden, solange es die ISOTC-Gase adsorbieren kann.

Beim Behandeln des gasdichten Raums 2 zu keimtötenden Zwecken wird das Gebläse 4 betätigt, um zu bewirken, daß Luft durch die ISOTC-Gas-erzeugende Kammer 1 durch eine Leitung 6 durchströmt und das ISOTC-Gas enthaltende Gas durch eine Leitung 8 in den Raum 2 eintragen gelassen wird. Wenn die Konzentration der ISOTC-Gase im Raum 2 auf einen vorherbestimmten Wert erhöht wird, wird ein Ventil 7 geschlossen, während das Gas im Innern des Raums unter Verwendung von Ventil 10 im Kreislauf zurückgeführt wird, wobei die keimtötende Behandlung des gasdichten Raums bewirkt wird.

Nach Abschluß der Behandlung wird das Gebläse angehalten und das Ventil 10 geschlossen. Die Ventile 15 und 12 werden geöffnet und das Gebläse 13 betätigt. Mittlerweile wurde ein Reinigungsgas durch eine Leitung 14 in den gasdichten Raum 2 eingetragen, so daß ein ISOTC-Gas enthaltendes Gas daraus ausgetragen und in die ISOTC-Gas adsorbierende Vorrichtung 3 eingetragen wird, wo die ISOTC-Gase, die darin enthalten sind, durch Adsorption entfernt werden. Das so erhaltene ISOTC-Gas freie Gas wird durch eine Leitung 16 ausgetragen. In ähnlicher Art und Weise wird der gasdichte Raum sterilisiert und die ISOTC-Gase, die bei der Sterilisationsbehandlung verwendet wurden, werden aus dem Raum entfernt. Deshalb ist der Raum frei von reizendem Geruch, der auf ISOTC-Gase zurückzuführen ist.

Obwohl Luft als vorstehendes Reinigungsgas verwendet werden kann, wird die Verwendung von sterilisierter Luft oder sterilisiertem Stickstoffgas bevorzugt.

In der vorliegenden Erfindung wird der Einbau wenigstens eines Teils der ISOTC-Gas-erzeugenden Kammer 1, der Gebläse 4 und 5 und der ISOTC-Gas adsorbierenden Vorrichtung 3 in den gasdichten Raum gemäß der Größe des Raums bevorzugt. Wenn der gasdichte Raum klein ist, werden sie außerhalb davon aufgestellt.

Die Konzentration der ISOTC-Gase in dem gasdichten Raum beträgt 5-2000 ppm, vorzugsweise 10-500 ppm, und die ISOTC- Gase bleiben für 1 Minute bis zu 12 Stunden in dem gasdichten Raum. Bei Verwendung dieser Bedingungen können schädliche Mikroorganismen in dem gasdichten Raum fast vollständig abgetötet werden.

Gemäß des vorstehend beschriebenen Verfahrens können die Luft im Innern des gasdichten Raums und Oberflächen von Maschinen und Ausrüstungen, die darin angeordnet wurden, wirksam sterilisiert werden. Weil ISOTC Metalle nicht korrodiert, ist ferner Korrosion der Metalle nicht zu befürchten. Außerdem beeinträchtigen ISOTC-Gase, selbst wenn sie nichtentfernt in Spuren zurückbleiben, menschliche Körper nicht nachteilig.

Die vorliegende Erfindung wird durch die Beispiele veranschaulicht, die folgen und in welchen mit Teile- und Prozentangaben Gewichtsteile und -prozent gemeint sind, wenn im wesentlichen, nichts anderes angegeben ist.

Beispiel 1

Allylisothiocyanat wurde in einem Speiseöl (Sojabohnenöl) als ölige Flüssigkeit gelöst, um eine ISOTC-Lösung zu erhalten.

Diese Lösung wurde durch ein Sinnesorgan auf Veränderung des Ausströmungsgrads von Allylisothiocyanat mit der Zeit untersucht. Bei dieser Untersuchung wurden 5 g der ISOTC- Lösung in einer Schale (Abmessung; Durchmesser: 75 mm, Höhe: 20 mm) untergebracht und die Stärke des Geruchs, der bei Raumtemperatur von der Schale ausströmt; wurde beurteilt, beruhend auf den folgenden Bewertungen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.

A: Augen leiden unter dem reizenden Geruch

B: Senfgeruch

C: schwacher Senfgeruch

D: kein Geruch

Tabelle 1

Zum Vergleich wurden 0,05 g Allylisothiocyanat in einer Schale derselben Größe, wie vorstehend, untergebracht, und eine entsprechende Untersuchung wurde durchgeführt. Der reizende Geruch, der ein Leiden der Augen verursacht, strömte 30 Minuten lang aus, aber nach 1 Stunde wurde kein Geruch festgestellt.

Beispiel 2

Allylisothiocyanat wurde in Maisöl gelöst, um eine ISOTC- Lösung verschiedener Konzentrationen zu erhalten. Jade Lösung (etwa 9 g) wurde in einer Schale mit einem Durchmesser von 85 mm (Grundfläche: 56,7 cm²) und einer Höhe von 15 mm untergebracht. Die Schale wurde in einem geschlossenen Gefäß mit konstanter Temperatur (Volumen: 88 Liter) untergebracht, und die Veränderung der Menge der Verdampfung von Allylisothiocyanat wurde untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt. Die Menge der Verdampfung von Allylisothiocyanat, die in Tabelle 2 gezeigt ist, sind Gewichtsteile von Allylisothiocyanat, die pro 100 Gewichtsteile der Lösung verdampft sind, die beim Beginn der Messung in der Schale vorliegt.

Tabelle 2

Beispiel 3

Allylisothiocyanat wurde in Maisöl gelöst, um eine 50%- ISOTC-Lösung zu erhalten. Körnchen (Durchmesser: etwa 1 mm, Länge: etwa 3,5 mm) kalzinierten Kieselgurs (100 Teile) wurden mit dieser Lösung (40 Teile) getränkt, um einen ISOTC-Gas- erzeugenden Stoff zu erhalten. Die Veränderung der Menge der Verdampfung von ISOTC mit der Zeit wurde in derselben Art und Weise wie in Beispiel 2 untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt. Die Menge der Verdampfung von Allylisothiocyanat, die in Tabelle 3 gezeigt ist, sind Gewichtsteile von Allylisothiocyanat, die pro 100 Gewichtsteile der Lösung verdampft sind, die beim Beginn der Messung in der Schale vorliegt.

Tabelle 3

Beispiel 4

Allylisothiocyanat wurde in Maisöl gelöst, um Lösungen mit Konzentrationen von 50% (v/v), 20% (v/v), 10% (v/v) und 5% (v/v) zu erhalten. Schimmelkeime, die zu untersuchen sind, wurden in einem gasdichten Raum (Raumtemperatur) Gasen ausgesetzt, die aus den Lösungen ausströmen. Danach wurden sie bei 28ºC 3 Tage lang inkubiert, um das Wachstum der Keime zu untersuchen. Die Ergebnisse waren, wie in Tabelle 4 gezeigt.

Die Schimmelkeime, die der Untersuchung unterworfen wurden, sind drei Arten von Eumyceten, angegeben in JIS Z 2911-1981 (anti-Schimmel-Untersuchungsverfahren); Penicillium Funiculosum Thom IFO 6345, grüner Schimmel, der als Keim A in Tabelle 4 zugeordnet ist), Chaetomium globosum Kunze ex Fries IFO 6347 (zu Chaetomium gehörend, als Keim B in Tabelle 4 zugeordnet) und Cladosporium cladosporiolides (Fresenius) de Vries IFO 6348 (FERM S-8; IAM F517, zu Kurokawa-Schimmel gehörend, als Keim C in Tabelle 4 zugeordnet).

Für die vorstehenden drei Schimmelkeime wurde gefunden, daß sie bei 15 minütiger Exposition zu Gasen der 50% (v/v)- ISOTC-Lösung und bei 120 minütiger Exposition zu Gasen der 5% (v/v)-ISOTC-Lösung vollständig abgetötet werden.

Tabelle 4

Beispiel 5

In einem Gefäß (etwa 3 Liter) wurde ein getrockneter Fisch (Roßmakrele) untergebracht, während in einem anderen Gefäß im offenen Zustand zusätzlich zu dem getrockneten Fisch (Roßmakrele) 10 cm³ einer 1%-Allylisothiocyanat-Lösung in Sojabohnenöl untergebracht wurden. Die Gefäße wurden verschlossen und bei Raumtemperatur stehen gelassen. Der getrocknete Fisch in jedem Gefäß wurde zum Untersuchen des Geruchs gelegentlich herausgenommen. Folglich wurde für den getrockneten Fisch, der zusammen mit der Allylisothiocyanat- Lösung gelagert wurde, gefunden, daß er seinen fischartigen Geruch, der getrocknetem Fisch eigen ist, auch nach 6 Tagen behält. Im Gegensatz dazu wurde für den für sich allein gelagerten Fisch gefunden, daß er einen verfaulten Geruch erzeugt und die Frische schlecht wurde.

Beispiel 6

Beispiel 5 wurde in derselben Art und Weise, wie beschrieben, wiederholt, außer, daß geschnittener Reiskuchen an Stelle des getrockneten Fischs verwendet wurde. Folglich wurde nach 3 Tagen die Bildung von Schimmel auf dem Reiskuchen gefunden, der für sich allein gelagert wurde, wohingegen auch nach 1 Monat keine Bildung von Schimmel auf dem Reiskuchen gefunden wurde, der zusammen mit der Allylisothiocyanat-Lösung gelagert wurde.

Beispiel 7

Senfkörner (30 Gewichtsteile) wurden mit einem Speiseöl (Sojabohnenöl, 70 Gewichtsteile) gemischt. Das Mischen konnte mühelos durchgeführt werden, ohne eine Verschlechterung der Arbeitsumgebung zu verursachen, weil Senfkörner fast frei sind von reizendem Geruch eines Isothiocyanats.

Diese ISOTC-Lösung wurde durch ein Sinnesorgan auf Veränderung des Ausströmungsgrads von Allylisothiocyanat mit der Zeit untersucht. Bei dieser Untersuchung wurden 20 g der ISOTC-Lösung in einer Schale (Abmessung; Durchmesser: 70 mm, Höhe: 15 mm) untergebracht, und die Stärke des Geruchs, der bei Raumtemperatur von der Schale ausströmt, wurde beurteilt, beruhend auf den folgenden Bewertungen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 gezeigt.

A: Augen leiden unter dem reizenden Geruch

B: Senfgeruch

C: schwacher Senfgeruch

D: kein Geruch

Tabelle 5

Zum Vergleich wurden 0,05 g Allylisothiocyanat in einer Schale derselben Größe, wie vorstehend, untergebracht, und eine entsprechende Untersuchung wurde durchgeführt. Der reizende Geruch, der ein Leiden der Augen verursacht, strömte 30 Minuten lang aus, aber nach 1 Stunde wurde kein Geruch festgestellt.

Beispiel 8

Allylisothiocyanat wurde in einem im Handel erhältlichen Speiseöl (Sojabohnenöl) gelöst, um Lösungen mit Konzentrationen von 1-10% zu erhalten. 10 Teile jeder ISOTC- Lösung wurden homogen gemischt und in 100 Teilen Carrageenan- Gel gelöst, das aus 5% Carrageenan und 95% Wasser erhalten wurde, wobei ein gelartiges Material erhalten wurde, das Allylisothiocyanat enthält.

Jedes der gelartigen Materialien wurde dann durch ein Sinnesorgan auf Veränderung des Ausströmungsgrads von Allylisothiocyanat mit der Zeit untersucht. Bei dieser Untersuchung wurden 5 g des gelartigen Materials in einer Schale (Abmessung; Durchmesser: 75 mm, Höhe: 20 mm) untergebracht, und die Stärke des Geruchs, der bei Raumtemperatur von der Schale ausströmt, wurde beurteilt, beruhend auf den folgenden Bewertungen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 gezeigt.

A: Augen leiden unter dem reizenden Geruch

B: Senfgeruch

C: schwacher Senfgeruch

D: kein Geruch

Zum Vergleich wurden 0,05 g Allylisothiocyanat in einer Schale derselben Größe, wie vorstehend, untergebracht, und eine entsprechende Untersuchung wurde durchgeführt. Der reizende Geruch, der ein Leiden der Augen verursacht, strömte 30 Minuten lang aus, aber nach 1 Stunde wurde kein Geruch festgestellt.

Tabelle 6

Beispiel 9

Das gelartige Mäterial (10 g) der Probennummer 4 von Beispiel 8 wurde in einem Becherglas untergebracht und dieses Becherglas dann wieder in einem im Handel erhältlichen luftdichten Kunststoffgefäß (Abmessung; Länge: 150 mm, Breite: 200 mm, Höhe: 150 mm) zusammen mit einem im Handel erhältlichen geschnittenen Reiskuchen untergebracht. Nach Zudecken mit einem Deckel zum Verschließen wurde das Gefäß bei Raumtemperatur stehen gelassen.

Zum Vergleich wurde eine entsprechende Untersuchung in derselben Art und Weise wiederholt, wie vorstehend beschrieben, außer, daß kein gelartiges Material verwendet wurde.

Die Folge der vorstehenden Konservierungsuntersuchung des Reiskuchens war, daß im Fall der Vergleichsuntersuchung, worin kein gelartiges Material der vorliegenden Erfindung verwendet wurde, Bildung von Schimmel nach drei Tagen vom Beginn der Konservierung gefunden wurde. Im Gegensatz dazu wurde bei der Untersuchung, worin das gelartige Material der vorliegenden Erfindung verwendet wurde, auch nach 30 Tagen Konservierung keine Bildung von Schimmel auf der Oberfläche des Reiskuchens gefunden. Dies legt nahe, daß der gelartige Stoff hervorragende anti-Schimmel, keimtötende und Frische erhaltende Eigenschaften besitzt.

Beispiel 10

Beispiel 9 wurde in derselben Art und Weise, wie beschrieben, wiederholt, außer, daß Brot an Stelle vom Reiskuchen verwendet wurde. Während folglich bei der Vergleichsuntersuchung, in welcher kein gelartiges Material der vorliegenden Erfindung verwendet wurde, nach 3 Tagen Konservierung Bildung von Schimmel gefunden wurde, wurde im Fall der Untersuchung, worin das gelartige Material der vorliegenden Erfindung verwendet wurde, auch nach 30 Tagen Konservierung keine Bildung von Schimmel gefunden.

Beispiel 11 (1) Probenvorbereitung:

Brot wurde in Scheiben mit einer Dicke von 1 cm geschnitten und die folgenden drei Gruppen von Proben (A, B und C) wurden vorbereitet:

Gruppe A: Drei Scheiben Brot wurden in entsprechende Polyethylentüten (Dicke: 100 um) geschoben, und jede der Tüten wurde dann heißgesiegelt.

Gruppe B: Drei Scheiben Brot wurden in entsprechende Polyethylentüten (Dicke: 100 um) geschoben. In jede der Tüten wurde ferner eine Polyethylentüte (Dicke: 30 um) geschoben, die eine ISOTC-Lösung enthält, die aus 20 cm³ Sojabohnenöl und 10% Allylisothiocyanat zusammengesetzt ist. Die so erhaltenen Tüten wurden dann heißgesiegelt.

Gruppe C: Drei Scheiben Brot wurden in entsprechende Polyethylentüten (Dicke: 100 um) geschoben. Jede der Tüten wurde dann luftleer gepumpt und heißgesiegelt. Diese Tüten wurde dann in einem luftdichten Gefäß mit einem Innendurchmesser von etwa 2 Litern untergebracht. Dieses Gefäß enthielt bei 25ºC etwa 5 cm³ Allylisothiocyanat, so daß das Innere desselben mit Allylisothiocyanatgasen gefüllt war. Die Brot enthaltenden Tüten wurden 1 Stunde lang im Gefäß behalten.

(2) Untersuchungsergebnisse:

Drei Tüten von jeder der Gruppen A-C (insgesamt 9 Tüten) wurden bei Raumtemperatur stehen gelassen, wobei gesehen wurde, ob jedes Brot in der Tüte schimmelig wurde oder nicht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 7 gezeigt.

Tabelle 7

Bemerkungen:

-: nicht verschimmelt

+: 1 bis 2 Schimmelflecken gebildet

++: 3 bis 4 Schimmelflecken gebildet.

+++: 5 oder mehr Schimmelflecken gebildet, oder rundherum Schimmel, der zu einem Durchmesser von wenigstens 1 cm ausgebreitet war


Anspruch[de]

1. Isothiocyanatgas-erzeugender Stoff, der einen porösen Stoff umfaßt, der eine Lösung von Allylisothiocyanat trägt und mit einer Lösung aus Allylisothiocyanat getränkt ist, das in einer öligen Flüssigkeit in einer Konzentration von 0,01- 50 Gewichtsprozent der Lösung gelöst ist, wobei die ölige Flüssigkeit bei 30ºC einen Dampfdruck von 2 mmHg (2,66 · 10² Pa) oder weniger hat.

2. Isothiocyanatgas-erzeugender Stoff nach Anspruch 1, worin die ölige Flüssigkeit einen Siedepunkt von wenigstens 180ºC hat.

3. Isothiocyanatgas-erzeugender Stoff nach einem der vorstehenden Ansprüche, worin die Konzentration des Allylisothiocyanat 0,1-40 Gewichtsprozent der Lösung beträgt.

4. Isothiocyanatgas-erzeugender Stoff, der einen Formkörper eines porösen Pulverstoffs umfaßt, der eine Isothiocyanat-Lösung enthält, wie in einem der vorstehenden Ansprüche erklärt.

5. Isothiocyanatgas-erzeugender Stoff, der einen gekapselten Körper umfaßt, der ein Kernmaterial enthält, welches eine Isothiocyanat-Lösung, wie in einem der Ansprüche 1-4 erklärt, ist.

6. Isothiocyanatgas-erzeugender Stoff, der einen gelartigen Stoff umfaßt, der eine Isothiocyanat-Lösung, wie in einem der Ansprüche 1-4 erklärt, enthält.

7. Überzugmasse, die als Mischzutat eine Isothiocyanat- Lösung, wie in einem der Ansprüche 1-4 erklärt, enthält, oder Isothiocyanatgas-erzeugender Stoff, der eine Allylisothiocyanat-Lösung, wie in einem der Ansprüche 1-4 erklärt, enthält.

8. Überzugmasse nach Anspruch 7 und formuliert als Klebstoffmasse, Farbstoffmasse oder Druckfarbstoff.

9. Dünne lageartiges Material, das mit einer Überzugmasse nach Anspruch 7 oder Anspruch 8 bedeckt ist.

10. Plattenförmiges Material, das durch Formen einer Mischung aus Isothiocyanatgas-erzeugenden Stoff nach Anspruch 1, Zellulosematerial und Klebstoff gebildet wurde.

11. Verfahren zur Behandlung eines Gegenstands zur Keimabtötung, worin der Gegenstand mit Gasen in Kontakt gebracht wird, die aus einer Lösung von Allylisothiocyanat, das in einer öligen Flüssigkeit in einer Konzentration von 0,01-50 Gewichtsprozent gelöst ist, wobei die ölige Flüssigkeit bei 30ºC, einen Dampfdruck von 2 mmHg (2,66 · 10² Pa) oder weniger hat, oder aus einem Allylisothiocyanatgas-erzeugenden Stoff, der die Lösung enthält, erzeugt werden.

12. Verfahren nach Anspruch 11, worin der. Gegenstand vorher mit Verpackungsmaterial verpackt wurde, das für die Allylisothiocyanatgase durchlässig ist.

13. Verfahren zur Behandlung eines Gegenstands zur Keimabtötung dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren folgende Schritte umfaßt: Eintragen von Allylisothiocyanat in Form von Gas, das, wie in Anspruch 11 erklärt, erzeugt wurde, in eine keimtötende Behandlungskammer zur Erzeugung einer Allylisothiocyanatgas enthaltenden Atmosphäre in der keimtötenden Behandlungskammer; Eintragen des Gegenstands in die keimtötende Behandlungskammer; Inkontaktbringen des Gegenstands mit Gas der Allylisothiocyanatgas enthaltenden Atmosphäre in der keimtötenden Behandlungskammer, um die keimtötende Behandlung zu bewirken; Austragen des Atmosphärengases aus der keimtötenden Behandlungskammer nach der keimtötenden Behandlung; Entfernen der Allylisothiocyanatgase aus dem ausgetragenen Gas.

14. Verfahren nach Anspruch 13, worin der Gegenstand vorher mit Verpackungsmaterial verpackt wurde, das für die Allylisothiocyanatgase durchlässig ist.

15. Apparatur zur Behandlung eines Gegenstands zur Keimabtötung dadurch gekennzeichnet, daß die Apparatur eine keimtötende Behandlungskammer, die mit einer Eintragsleitung zum Eintragen von Allylisothiocyanat in Form von Gas in die Behandlungskammer und einer Austragsleitung zum Austragen des Atmosphärengases aus der Behandlungskammer bereitgestellt wird; ein Standgefäß, das mit der Eintragsleitung verbunden ist und in dem eine Lösung von Allylisothiocyanat, das in einer öligen Flüssigkeit in einer Konzentration von 0,01- 50 Gewichtsprozent gelöst ist, wobei die ölige Flüssigkeit bei 30ºC einen Dampfdruck von 2 mmHg (2,66 · 10² Pa) oder weniger hat, oder ein Allylisothiocyanatgas-erzeugender Stoff, der die Lösung enthält, untergebracht ist, und eine Vorrichtung umfaßt, die mit der Austragsleitung zum Entfernen der Isothiocyanatgase verbunden ist.

16. Apparatur zur Behandlung eines Gegenstands zur Keimabtötung dadurch gekennzeichnet, daß die Apparatur eine keimtötende Behandlungskammer, eine Allylisothiocyanatgas- erzeugende Kammer, die mit der keimtötenden Behandlungskammer durch ein Schaltventil verbunden ist und eine Lösung von Allylisothiocyanat, das in einer öligen Flüssigkeit in einer Konzentration von 0,01-50 Gewichtsprozent gelöst ist, wobei die ölige Flüssigkeit bei 30ºC einen Dampfdruck von 2 mmHg (2,66 · 10² Pa) oder weniger hat, oder einen Allylisothiocyanatgas-erzeugenden Stoff, der die Lösung enthält, enthält, ein Gebläse, das mit der keimtötenden Behandlungskammer durch ein Schaltventil verbunden ist, eine Gasverteilerdüse, die mit dem Gebläse durch ein Schaltventil verbunden ist, eine Allylisothiocyanatgas-adsorbierende Vorrichtung, die mit der Gasverteilerdüse durch ein Schaltventil verbunden ist, eine Leitung, die mit einem Schaltventil bereitgestellt wird und zwischen einer Gegenstromseite des Gebläses und der Allylisothiocyanatgas- erzeugenden Kammer verbunden ist, und eine Abführgaseinlaßleitung, die mit einem Schaltventil bereitgestellt wird und mit der keimtötenden Behandlungskammer verbunden ist, umfaßt.

17. Verfahren zur Keimabtötung in einem gasdichten Raum, worin ein Allylisothiocyanat enthaltendes Gas in einen gasdichten Raum eingetragen wird, um den gasdichten Raum einer keimtötenden Behandlung zu unterziehen und danach das Gas im Innern des gasdichten Raums durch eine Allylisothiocyanatgas- entfernende Vorrichtung zum Entfernen des Allylisothiocyanats aus dem gasdichten Raum geführt wird, worin das Allylisothiocyanat enthaltende Gas aus einer Lösung von Allylisothiocyanat, das in einer öligen Flüssigkeit in einer Konzentration von 0,01-50 Gewichtsprozent gelöst ist, wobei die ölige Flüssigkeit bei 30ºC einen Dampfdruck von 2 mmHg (2,66 · 10² Pa) oder weniger hat, oder aus einem Allylisothiocyanatgas-erzeugenden Stoff, der die Lösung enthält, erzeugt wird.

Legende zu den Figuren:

Fig. 1: Die Durchführung der keimtötenden Behandlung eines Gegenstandes erläuternde Ansicht.

1 Gebläse

2 ISOTC-Gas-erzeugende Kammer

3 Keimbehandlungskammer

4 Gebläse

5 ISOTC-Gas adsorbierende Vorrichtung

6 Leitung

7 Ventil

8 Ventil

9 Leitung

10 Leitung

11 Leitung

12 Ventil

13 Ventil

14 Leitung

15 Ventil

16 Ventil

17 Leitung.

18 Leitung

19 Leitung

20 Ventil

21 Ventil

22 Leitung

Fig. 2: Flußdiagramm einer Apparatur zur Durchführung der keimtötenden Behandlung eines Gegenstandes

1 keimtötende Behandlungskammer

2 ISOTC-Gas-erzeugende Kammer

3 Gebläse

4 Gasverteiler

5 ISOTC adsorbierende Vorrichtung

6 Leitung

7 Schaltventil

8 Leitung

9 Schaltventil

10 Tür

11 Leitung

12 Schaltventil

13 -

14 Leitung

15 Schaltventil

16 Leitung

17 Schaltventil

18 Leitung

19 Schaltventil

20 Leitung

21 Schaltventil

22 -

23 -

24 Leitung

25 Schaltventil

26 -

27 -

28

29 -

30 Leitung

Fig. 3:Die Durchführung der keimtötenden Behandlung in einem gasdichten Raum erläuternde Ansicht

1 ISOTC-Gas-erzeugende Vorrichtung

2 gasdichter Raum

3 ISOTC-Gas adsorbierende Vorrichtung

4 Gebläse

5 Gebläse.

6 Leitung

7 Ventil

8 Leitung

9 Leitung

10 Ventil

11 Leitung

12 Ventil

13 Leitung

14 Leitung

15 Ventil

16 Leitung







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