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Dokumentenidentifikation DE69228689T2 21.10.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0596160
Titel Pflanzenzuchtplatte mit Selbstbewässerung und Luftbeschneidung sowie Pflanzensystem
Anmelder Huang, Barney Kuoyen, Dr., Raleigh, N.C., US
Erfinder Huang, Barney Kuoyen, Dr., Raleigh, N.C., US
Vertreter Abitz & Partner, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69228689
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 06.11.1992
EP-Aktenzeichen 922034129
EP-Offenlegungsdatum 11.05.1994
EP date of grant 17.03.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.10.1999
IPC-Hauptklasse A01G 9/10

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Pflanzen-, Sämlings- und Pfropfen-Behälter und -schalen mit abnehmbaren Gitterböden zum Kultivieren und Handhaben von luftbeschnittenen Pflanzen für hervorragendes Pflanzenwachstum und zur Erhöhung der Landwirtschaftsproduktion einschließlich sowohl von Gewächshaus- als auch Feldfrüchten. Sie betrifft ferner automatisches Umpflanzen von Pflanzen, Sämlingen und Pfropfen, um den Produktionswirkungsgrad zu erhöhen und den großen Arbeitsaufwand eines Umpflanzens zu verringern, um eine Automatisierung von Züchtungs- und Arbeitstechniken sowohl auf dem Feld als auch im Gewächshaus zu erzielen.

Mechanisierung und Automatisierung sind für Pflanzenzüchter und Gärtner ebenso wichtig, wie sie es für einen beliebigen anderen Landwirtschaftsbereich sind. Dies ist der Fall, weil mit dem Betrieb einer Pflanzenschule ein außerordentlicher Arbeitsaufwand verbunden ist und die Züchter mit den Problemen von Arbeitskräftemangel und Gesamtarbeitskosten ebenso wie jeder andere Beruf zu kämpfen haben.

Ein besonders arbeitsintensiver Bereich ist derjenige eines Umsetzens oder Umpflanzens von relativ jungen und kleinen Pflanzen von ihrem anfänglichen Wurzelbildungsbehälter in einen größeren Pflanzenbehälter oder auf das Feld für weiteres Wachstum und weitere Entwicklung. Wie in anderen Landwirtschaftbereichen führen viele Pflanzenschulen und pflanzenerzeugenden Einrichtungen diesen Arbeitsvorgang im allgemeinen von Hand aus. Folglich sind Pflanzenumsetzung und -umpflanzung zeitraubend und sehr ineffizient. Tatsächlich schränkt der Einsatz von Handarbeit zum Umpflanzen solcher Pflanzen die Leistungsfähigkeit eines landwirtschaftlichen Betriebes oder einer Pflanzenschule zur Durchführung solcher Umsetz- oder Umpflanzvorgänge stark ein.

Deshalb gibt es und gibt es ständig einen Bedarf an einem vollständig automatischen Pflanzenumpflanzsystem, das Pflanzen für weiteres Wachstum und weitere Entwicklung von einer anfänglichen Wachstumsschale oder -behälter in einen Umsetzbereich oder zweiten Behälter automatisch umsetzt.

Gesunde Sämlinge von einheitlicher Größe sind zum Umpflanzen erforderlich, um in einem Gewächshaus oder auf dem Feld eine hervorragende Pflanze zu erzeugen. Viele Pflanzenwachstumsbehälter oder -schalen von verschiedenen Materialien, Formen und Größen sind für Pflanzen- oder Sämlingskulturen kommerziell erhältlich, die im Preis, in der Bauweise und Haltbarkeit variieren. Ein größeres Problem, das mit einer herkömmlichen Schale verbunden ist, ist Wurzelverheddern oder -verflechten, das eine Pflanzenwurzelentwicklung im Behälter und nach Umpflanzen der Sämlinge behindert. Ein Beispiel für die Schale mit Luftbeschneidung und ihre wichtige Anwendung als integraler Teil des vollständig automatischen Umpflanzens ist im US-Patent Nr. 3,712,252 und US-Patent Nr. 3,446,164 von Dr. Barney K. Huang offenbart worden.

Das US-Patent Nr. 4,236,350 (Hasselbach) offenbart eine Sämlingsschale, die umfaßt: eine Basis, eine Schicht von Reliefmaterial in der Basis und ein von deren Boden beabstandetes Sämlingsgitternetz, das auf dem Reliefmaterial ruht. Außerdem gibt es einen konkav ausgetieften Deckel, der über der Basis und dem Sämlingsgitternetz liegt. Zusammenbau der Schale erfolgt durch Absenken des Reliefmaterials und Gitternetzes in die Basis, dann Anordnen des Deckels über der Basis.

Zahlreiche Feldversuche zeigen, daß luftbeschnittene Setzlinge und Sämlinge sowohl in den Schalen als auch nach Umpflanzen signifikant in der Wachstumsleistung überlegen sind und das wirkungsvolle vollständig automatische Umpflanzen mit den luftbeschnittenen Sämlingen für verschiedene Früchte durchgeführt werden kann. Jedoch ist die Massenproduktion einer integrierten Schale mit Luftbeschneidung und abnehmbarem Gitterboden zu niedrigen Kosten aufgrund herkömmlicher Kunststofformgebungsverfahren ein Problem gewesen.

Ziele der vorliegenden Erfindung schließen die folgenden ein: Bereitstellen eines Pflanzenwachstums-Schalensystems, das ermöglicht, daß die Pflanzenschale ein wirkungsvolles Wurzel-Luftbeschneiden bewerkstelligt und durchführt, um die Anforderungen eines Kunststofformgebungsverfahrens für eine Qualitätsmassenproduktion zu relativ niedrigen Kosten zu erfüllen; Anpaßbarkeit an ein vollständig automatisches Umpflanzgerät und an ein leichtes Handhaben einer großen Anzahl von luftbeschnittenen Sämlingen; Bereitstellen einer im allgemeinen steifen Pflanzenschalen- und Gitterstruktur zum Selbsttragen und zur leichten Handhabung; Bereitstellen einer Pflanzenschale, die die automatische Umsetzung von Gruppen von Pflanzen von einer Versorgungsschale mit offenem Hoden erleichtert, indem ausgewählte Pflanzen tatsächlich aus und durch den offenen Boden der Versorgungsschale unter Verwendung eines kontinuierlichen, intermittierenden oder Impuls-Unterdrucksystems gedrückt oder gezogen werden; Bereitstellen einer Pflanzenschale, die ein automatisches Pflanzenumsetz- oder -umpflanzsystem fördert, das relativ einfach in der Bauweise ist und das zuverlässig und leicht zu verwenden ist; und Bereitstellen einer Pflanzenschalenstruktur, die einen umgebenden Rand zum Halten von Wasser, das jede Schalenzelle für eine Selbstbewässerung umgibt, erhöhte Schalensteifigkeit und Aufrechterhaltung einer gleichförmigen Wurzelbereichs temperatur und Feuchtigkeitsgehalts überall in der Schale aufweist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Pflanzenschale mit Luftbeschneidung bereitgestellt, umfassend: eine Pflanzenschale mit einer umgebenden Seitenstruktur und einer in der Pflanzenschale integrierten Einrichtung mit einem offenen Boden, um ein Pflanzenwachstumsmedium, wie z. B. Erdboden, Torfkuchen oder Torfmischung, zu halten; ein Bodengitter, das abnehmbar an der umgebenden Seitenstruktur der Pflanzenschale befestigt ist, um das Pflanzenwachstumsmedium in der Pflanzenschale zu halten und um Anlaß zum Luftbeschneiden zu geben; und eine Einrichtung, um das Bodengitter abnehmbar an der umgebenden Seitenstruktur der Pflanzenschale zu befestigen, so daß eine Einheitsstruktur von Pflanzenschale und Gitter gebildet wird, derart daß das Bodengitter leicht an der Pflanzenschale angebracht und von ihr abgenommen werden kann.

Bevorzugte Aspekte der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen dargelegt, auf die nun Bezug genommen werden sollte.

Andere Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus einem Studium der folgenden Beschreibung und der beigefügten Zeichnungen, die für eine solche Erfindung nur veranschaulichend sind, ersichtlich und offenkundig.

Fig. 1 ist eine bruchstückhafte Querschnittsansicht, die eine Pflanzenschale der vorliegenden Erfindung veranschaulicht, die den umgebenden Rand der Schale mit Luftbeschneidung und den umgebenden Rand des abnehmbaren Gitters oder perforierten Bodens darstellt, der auf den Bodenteil der Schale mit Luftbeschneidung durch Pressen gepaßt ist.

Fig. 2 ist eine bruchstückhafte Ansicht der Pflanzenschale und des Gitters von Fig. 1, wobei Teile der Pflanzenschale weggebrochen sind, um das Gitter besser zu veranschaulichen.

Fig. 3 ist eine bruchstückhafte Querschnittsansicht, die eine andere Bauweise der Pflanzenschale der vorliegenden Erfindung veranschaulicht, die den umgebenden Rand der Schale mit Luftbeschneidung und den umgebenden Rand des abnehmbaren Gitters oder perforierten Bodens darstellt, der auf den Bodenteil der Schale mit Luftbeschneidung durch Einrasten gepaßt ist.

Fig. 4 ist eine schematische bruchstückhafte Querschnittsansicht, die einen luftbeschnittenen Sämling zeigt, der aus der Schale von Fig. 3 mit Wasser herausgeschossen wird, um ein vollständig automatisches Umpflanzen zu erleichtern.

Fig. 5 ist eine Perspektivansicht einer Pflanzenschale der vorliegenden Erfindung, wobei ein abnehmbares Gitter zum Einschieben und Herausschieben in einer teilweise vom Schalenboden abgenommenen ausgezo gen Position (mit einer vergrößerten Ansicht einer Ecke) dargestellt ist.

Fig. 6 ist eine Serie von Ansichten, die einen Torfkuchen oder vorbesäten Torfkuchen in einer Pflanzenschalenzelle der vorliegenden Erfindung zeigen, die eine Torfkuchenexpansion und ein Luftbeschneiden verwirklicht.

Fig. 7 ist eine Querschnittsansicht einer Pflanzenschale der vorliegenden Erfindung, die verwendet wird, um einen zusammenhängenden Grasnarbenstreifen zu kultivieren.

Fig. 8 ist eine bruchstückhafte Perspektivansicht der in Fig. 7 veranschaulichten Pflanzenschale, die die einen Gasnarbenbereich enthaltende Pflanzenschale darstellt, wobei ein Teil einer Gasnarbe und deren Pflanzenwachstumsmedium weggeschnitten sind, um die gesamte Schalenstruktur besser zu veranschaulichen.

Fig. 9 ist eine Perspektivansicht eines Pflanzenumsetz- oder -umpflanzsystems, die die Umsetzung von luftbeschnittenen Pflanzen von einer Versorgungsschale in eine Reihe von einzelnen Töpfen zeigt, die einen Teil einer zweiten Schale bilden.

Fig. 10A bis 10D ist eine Folge von Ansichten, die eine Reihe von Matrix-Pflanzenumsetzungen von einer Versorgungsschale in eine darunterliegende Füllschale veranschaulicht, wobei Fig. 10A die Umsetzung eines ersten Satzes von 24 Pflanzen in die darunterliegende Aufnahmeschale veranschaulicht; Fig. 108 die um ein Pflanzen-Inkrement zur linken Seite bewegte Versorgungsschale und die Umsetzung eines zweiten Satzes von 24 Pflanzen veranschaulicht; Fig. 10C die um ein Pflanzen-Inkrement von der in Fig. 10B dargestellten Position nach unten bewegte Versorgungsschale und die Umsetzung eines dritten Satzes von 24 Pflanzen veranschaulicht; und schließlich Fig. 10D die um ein Pflanzen-Inkrement von dem in Fig. 10C Dargestellten zur rechten Seite bewegte Versorgungsschale und die Umsetzung eines vierten Satzes von 24 Pflanzen darstellt.

Fig. 11 ist eine Querschnittsdarstellung eines Pflanzenumsetz- oder -umpflanzsystems einer alternativen Bauweise.

Fig. 11A ist eine bruchstückhafte Perspektivansicht, die einen Teil des Fallrohres, der Unterdruckkammer und Türen des Umpflanzsystems darstellt, das in Fig. 11 gezeigt ist.

Fig. 11B ist eine Querschnitts-Funktionsansicht der in Fig. 11A dargestellten Struktur.

Fig. 11C veranschaulicht eine alternative Bauweise für das Pflanzenumsetz- oder -umpflanzsystem, wobei die in den Fig. 11A und 11B dargestellten Türen durch eine Luftströmungsanordnung ersetzt sind.

Fig. 12 ist eine schematische Veranschaulichung des Pflanzenum setz- oder -umpflanzsystems mit einem intermittierenden oder Impuls- Unterdrucksystem mit einem Diaphragma.

Fig. 12A ist eine schematische Veranschaulichung des Pflanzenumsetz- oder -umpflanzsystems mit einem intermittierenden oder Impuls- Unterdrucksystem mit einem O-Ring.

Mit weiterem Bezug auf die Zeichnungen wird die Pflanzenschale mit Luftbeschneidung der vorliegenden Erfindung in Fig. 1 und 2 darin dargestellt und allgemein mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Die Pflanzenschale 10 schließt einen Haupt-Pflanzenhaltekörper ein, der umfaßt: eine Basis 12, eine Mehrzahl von fluchtenden und gleichförmig beabstandeten kegelstumpfartigen Pyramiden oder konusförmigen Zellen 14 und umgebende Seiten 16, die Wasser zurückhalten, das jede Zelle für eine Selbstbewässerung von der Zelldecke oder aus Mikrolöchern in der Zellwand umgeben. Dieses Bewässerungsvermögen hält in den einzelnen Zellen überall in der Schale 10 eine gleichförmige Temperatur und einen gleichförmigen Feuchtigkeitspegel aufrecht. Um den oberen Teil der Seite 16 ist ein nach außen gerichteter Rand oder Flansch 16a ausgebildet. Das Vorhandensein der Seite 16, die den Außenrand der Schale umgibt, erhöht die Steifigkeit der Schale für eine einfache Handhabung. Die Seite 16 ist konstruiert, um in den Indexrahmen einer vollständig automatischen Umpflanzmaschine für intermittierende Bewegung zu passen. Jede Zelle 14 verjüngt sich vom offenen Boden nach oben, der ein Luftbeschneiden von Pflanzenwurzeln liefert und Wurzelverflechten und Wurzelverheddern beseitigt. Der offene Oberteil jedes Zellenrandes weist eine kleine nach innen gerichtete Biegung 13 auf, um den Durchgang von Pflanzenschüssen während eines Umpflanzens zu erleichtern. Jede Zelle ist in der Praxis mit einem Pflanzenwachstumsmedium gefüllt, wie z. B. Erdboden, loser Torfmischung, zusammengedrücktem Torfkuchen oder dergleichen. Es ist ersichtlich, daß irgendein herkömmliches Pflanzenwachstumsmedium in der Pflanzenschale 10 der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann.

An den Bodenteil der Schale 10 ist ein abnehmbares Gitter oder ein perforierter Boden 20 durch Pressen gepaßt, der wirkt, um das Pflanzenwachstumsmedium in jeder Zelle 14 zu halten und zu begrenzen. Der Boden weist auch eine umgebende Seite 21 auf, die konstruiert ist, um satt anliegend in den Bodenteil der Schale 10 zu passen. Um den oberen Teil der Seite 21 ist ein nach außen gerichteter Rand oder Flansch 21a ausgebildet. Nach Drücken des abnehmbaren Bodens 20 in die Schale 10 steigt die Steifigkeit des integrierten Schalensystems beträchtlich zur einfachen Handhabung und zum einfachen Versand von Sämlingen sowie zum Selbsttragen an, um die Schalenhaltestruktur im Gewächshaus zu minimie ren. Befestigte Gitter 20 wirken, um der Pflanzenschale 10 ein effektives Luftbeschneiden der in den Pflanzenzellen oder Schalenzellen 14 gewachsenen jeweiligen Pflanzenwurzeln zu ermöglichen. Man kann das Gitter 20 leicht von der Pflanzenschale 10 entfernen, indem man den Rand 16a und die Seite 21a auseinanderdrückt. Dies erleichtert eine Entfernung des Gitters 20 von der Pflanzenschale 10.

Aus der obigen Beschreibung und Erörterung ist es ersichtlich, daß das abnehmbare reibschlüssig eingepaßte Gitter 20 zahlreiche Vorteile aufweist, insofern als dasselbe leicht und schnell an die Pflanzenschale 10 angebracht und von ihr abgenommen werden kann. Wie aus den Zeichnungen ersichtlich ist, schließt das Gitter 20 eine aufgebogene Seite 21 ein, die konstruiert ist, um reibschlüssig mit der aufgebogenen Seite 16 der Pflanzenschale in Eingriff zu treten. Um das Gitter 20 vom Boden der Pflanzenschale 10 zu entfernen, ist alles, was erforderlich ist, daß die Reibungskraft überwunden wird, die das Gitter 20 um den Boden der Pflanzenschale 10 hält.

Fig. 3 offenbart eine andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die im Prinzip der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ähnelt. Der grundsätzliche Unterschied besteht darin, daß in der in Fig. 3 veranschaulichten Ausführungsform die Seite des abnehmbaren Bodens 20 in den vorgesehenen Rand der Schale mit Luftbeschneidung durch Einrasten gepaßt (oder "aufgesteckt") ist. Insbesondere schließt die aufgebogene Seite 21 einen nach oben gebogenen Einraster 21b ein, der dazu neigt, über die obere Endseite 16 der Schale 10 unter Vorspannung zu stehen. Folglich ist es ersichtlich, daß der Einraster 21b dazu neigt, das Gitter 20 zwangsweise um den Boden der Schale 10 zu halten.

Fig. 4 veranschaulicht die Verwendung dieser Schale mit Luftbeschneidung für ein vollständig automatisches Umpflanzen. Die mit Pflanzen beladene Schale 10 ist in einen intermittierend bewegbaren Rahmen 234 über der Pflanzentragplatte 202 des Umpflanzgeräts gepaßt. Während die Schalenzelle 14 intermittierend über das Saugfallrohr 206 bewegt wird, werden sowohl Pflanze als auch Wasser gleichzeitig in einen Anpflanzbereich eingespeist, sei es in das Feld, in einen Topf oder in Behältern. Die Anwesenheit des Wassers ist natürlich wichtig, um für das Wohlergehen der Pflanze nach dem Umpflanzen zu sorgen, aber das Wasser liefert auch eine wirksame Dichtung zwischen der Schale 10 und der Tragplatte 202 und trägt folglich zur effizienten Pflanzeninduzierung von der Pflanzenschale während des Umpflanzens bei. Auch muß die nach unten gerichtete Kraft des Wassers aus dem Einspeiserohr ein Loch im Erdreich oder dem anderen Pflanzenmedium liefern, um die Pflanze aufzunehmen. Zusätzlich neigt die nach unten gerichtete Kraft des eingespeisten Wassers dazu, den Pflanzenwurzelbereich zu bedecken, sobald die Pflanze in den Erdboden oder das Pflanzenwachstumsmedium gesetzt worden ist.

Fig. 5 offenbart noch eine andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die im Prinzip der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ähnelt. Der grundsätzliche Unterschied besteht darin, daß in der in Fig. 5 veranschaulichten Ausführungsform beide Seiten 21 des abnehmbaren Bodengitters 20 als Gleitnuten dienen, die in die Seitenränder 16 (Fig. 3) der Schale mit Luftbeschneidung 10 eingepaßt sind, die als Gleitstütze verwendet werden können. Das Gitter 20 schließt auch eine Fangnut 29 ein, die sich mit dem Schalenrand 12b vereinigt, um für die sichere Anbringung des Gitters 20 an der Schale 10 zu sorgen. Folglich ist es ersichtlich, daß das in Fig. 5 dargestellte steife Gitter oder Gitternetz 20 einfach in einen Eingriff mit dem Hauptkörper der Pflanzenschale 10 und aus ihm heraus bewegt werden kann. Das abnehmbare steife Gitter 20 kann mit einem Handgriff 18 versehen sein, wie z. B. in Fig. 5 veranschaulicht.

Fig. 6 offenbart ein Pflanzenwachstumsmedium, wie z. B. Torf oder Torfmischung, das zur Reduktion seines Volumens und für eine einfache Handhabung in eine Tabletten- oder Kuchenform zusammengedrückt ist. Diese Methode oder dieses Verfahren einer Bildung von Torf und Torfmischung hat zur Folge, daß zuerst das Volumen des Wachstumsmediums gemessen wird, das benötigt wird, um eine Schalenzelle nach Expansion zu füllen. Als nächstes wird das Wachstumsmedium mit einem Kompressor zusammengedrückt, um eine gewünschte Kuchenform und -dicke zu bilden, die für eine Schalenzelle geeignet ist und welche Handhabung, Transport und Schalenzellenfüllung leicht macht. Als nächstes macht das Verfahren Nehmen der gebildeten Kuchen und Füllen der einzelnen Zellen der Wachstumsschale erforderlich. Wie in Fig. 6 veranschaulicht, können die jeweiligen zusammengedrückten Kuchen in jede Schalenzelle 14 geladen werden. Als nächstes können die Schalen mit Lufbeschneidung, wobei jede Zelle mit einem Torfkuchen beladen ist, für eine einfache Expansion in ein heißes Bad untergetaucht werden. Auch ist es ersichtlich, daß das heiße Bad dazu neigt, die Schalen und Torfkuchen keimfrei zu machen, und es sorgt deshalb für einen verbesserten Wachstumswirkungsgrad und eine verbesserte Konsistenz ohne Krankheit. Der expandierte Torfkuchen füllt in einer kurzen Zeit automatisch jeden Zellenraum aus, und der expandierte Torfkuchen kann besät werden, wie in Fig. 6 dargestellt.

Das Verfahren oder die Methode schließt auch Auswählen einer Mannigfaltigkeit von Samen ein, die auf den Tabletten oder dem Kuchen vorbesät werden sollen. Als nächstes wird an die jeweiligen zusammenge drückten Tabletten oder Kuchen ein Punktkleber angebracht. Dann werden die mit Punktkleber versehenen Tabletten oder Kuchen zu einer Samenstation gelenkt, und es wird auf jede Tablette oder jeden Kuchen ein Samen übertragen. Es ist ersichtlich, daß dieses Verfahren die Möglichkeit nach sich zieht, einen Samen auf eine zuvor mit Kleber versehene Tablette oder Kuchen unter Verwendung einer herkömmlichen Sämaschine zuzuführen. Eine mit einer vorbesäten Torftablette oder -kuchen in jeder Schalenzelle 14 beladene Wachstumsschale kann in ein Wasserbad mit optimaler Keimbildungstemperatur für eine schnelle Keimung und Torfkuchenexpansion untergetaucht werden.

Sobald die jeweiligen Zellen mit dem Pflanzenwachstumsmedium gefüllt worden sind, kann das Gitter 20 auf irgendeine der oben beschriebenen Weisen oder auf irgendeine gleichwertige Weise an ihrem Boden angebracht werden. Danach kann die Pflanzenschale 10 dorthin zurückgeführt werden, wo die Basis 12 der Pflanzenschalenstruktur und das Gitter 20 eine in Fig. 6 dargestellte Bodenposition einnehmen. In dieser Position kann die gesamte Pflanzenschalenstruktur von einem Ort leicht zu einem anderen transportiert und bewegt werden, ohne daß das Pflanzenwachstumsmedium aus den jeweiligen Zellen 14 herausfällt. Auch können in dieser Position die jeweiligen Zellen besät, zum Keimen gebracht und zu einer Umpflanzgröße kultiviert werden, bei wirksamem Luftbeschneiden von Wurzeln für gesteigertes Wurzelverzweigen und beschleunigtem Pflanzenwachstum (Fig. 6). Sobald die Samen zum Keimen gebracht worden sind und die Pflanzen eine Umpflanzgröße erreicht haben, kann das Pflanzenschalensystem der vorliegenden Erfindung bei einem automatischen Umpflanzvorgang verwendet werden. Um dies zu erreichen, kann das Gitter 20 durch irgendeines der hierin oben beschriebenen Mittel vom Boden des Hauptkörpers der Pflanzenschalenstruktur abgenommen werden, so daß der Boden der Pflanzenschalenstruktur offengelassen wird. Dies ermöglicht, daß eine Schalenstruktur auf eine Weise verwendet wird, bei der die jeweiligen Pflanzen in jeder Zelle 14 durch ein vollständig automatisches Umpflanzsystem aus dem Boden der Pflanzenschalenstruktur extrahiert oder gezogen werden oder einfach von Hand entfernt werden. Die Pflanzen können auch entfernt werden, indem man sie von oben durch eine manuelle, mechanische oder pneumatische Einrichtung drückt, wie von einem herkömmlichen Umpflanzgerät verwendet.

Indem man sich den Fig. 7 und 8 zuwendet, ist darin ersichtlich, daß die Pflanzenschale 10 der vorliegenden Erfindung konstruiert und angepaßt ist, um das Wachsen einer Gasnarbe, die mit dem Bezugszeichen 15 bezeichnet ist, unter Luftbeschneidungsbedingungen aufzunehmen. Im wesentlichen bildet die Pflanzenschale 10 der vorliegenden Erfindung in der in den Fig. 8 und 9 veranschaulichten Ausführungsform eine relativ große Wachstumszelle, die von einer zusammenhängenden Grasnarbenschicht eingenommen wird. Um die Gasnarbe 15 aufzunehmen, ist die Schale konstruiert, um ein Pflanzenwachstumsmedium in Form eines Stücks Schaum, Styropor oder dergleichen, oder irgendeines anderen geeigneten Pflanzenwachstumsmediums aufzunehmen, wie hierin zuvor erörtert. Aber im Fall einer Grasnarbe hat man gefunden, daß ein poröses leichtgewichtiges Material, wie z. B. Schaum, Styropor usw., zu einem Qualitätsmedium führt.

Beim Bepflanzungsvorgang wird das Pflanzenwachstumsmedium, wie z. B. ein Schaumstreifen, über den Boden des abnehmbaren Gitters 20 gelegt und wird in den Seiten 16 der Schale begrenzt. Danach wird der Samen gleichförmig über das Pflanzenwachstumsmedium verteilt, und danach werden die Schale und das Pflanzenwachstumsmedium auf eine herkömmliche Weise behandelt. Die Samen keimen, und danach erstreckt sich eine Wurzelstruktur durch das poröse leichtgewichtige Kunststoff- oder Styropormaterial (oder andere Medium) nach unten, und wegen der Anwesenheit des Gitters wird ein Luftbeschneidungseffekt erzielt, wie z. B. in Fig. 8 dargestellt. Das Gras oder der obere Teil der Grasnarbe erstreckt sich vom Pflanzenwachstumsmedium nach oben, wie in Fig. 8 veranschaulicht.

Sobald das Gras oder die Grasnarbe ausgewachsen ist, wird das Gitter 20, wie hierin zuvor beschrieben worden ist, von der Schale 10 entfernt. Als nächstes wird die Grasnarbe 15 einschließlich des Pflanzenwachstumsmediums 15a ergriffen und aus der Pflanzenschale entfernt. Es ist ersichtlich, daß diese erzeugte Grasnarbe wegen der Beschaffenheit und Bauweise des Pflanzenwachstumsmediums und insbesondere eines Pflanzenwachstumsmediums, wie z. B. eines leichtgewichtigen porösen Schaummaterials, leicht gehandhabt werden kann. Es ist ersichtlich, daß sich, sobald die Grasnarbe auf eine Boden- oder Erdoberfläche gepflanzt ist, das leichtgewichtige poröse Material vom Schaumtyp mit der Zeit in Teile auflöst und in die Erde zersetzt und Teil derselben werden wird.

Indem man sich Fig. 9 zuwendet, ist darin ein Pflanzenumsetz- oder -umpflanzsystem, das mit Vorteil mit Pflanzenschalen der vorliegenden Erfindung verwendet wird, dargestellt und allgemein mit dem Bezugszeichen 200 bezeichnet. Wie aus nachfolgenden Teilen dieser Offenbarung ersichtlich ist, bildet die Pflanzenschale mit Luftbeschneidung 10 einen Teil eines Umpflanzsystems, das konstruiert ist, um eine oder mehrere Pflanzen zugleich von einer Versorgungsschale in einen Aufnahmebereich, wie z. B. Töpfen, Schalen oder einer Feldumgebung, umzusetzen.

Um die Versorgungsschale 10 aufzunehmen und zu steuern, umfaßt das Pflanzenumsetzsystem einen intermittierend bewegbaren Rahmen 234 vom X-Y-Typ, der über der Pflanzentragplatte 202 des Umpflanzgeräts 200 bewegbar ist, um die Versorgungsschale 10 aufzunehmen und zu halten. Der intermittierend bewegbare Rahmen 234 ist bewegbar angebracht und kann sowohl in X- als auch Y-Richtung um die Tragplatte 202 unter Verwendung einer elektrischen, hydraulischen, mechanischen oder pneumatischen Einrichtung intermittierend bewegt werden. Die Tragplatte 202 bildet die obere Seite der gewöhnlichen Unterdruckkammer 210, die eine Seiten- und Endwand 52 und 54 und einen Boden mit einer Reihe von Unterdruckrohren 62 einschließt. Um das untere Ende jedes Unterdruckrohrs ist eine zu öffnende und verschließende Einheit 216 angeordnet. Jedes Unterdruckrohr enthält ein inneres Fallrohr, das mit jeder jeweiligen Öffnung in Verbindung steht, die in der Tragplatte 202 gebildet ist.

Zur Erzeugung eines Unterdrucks in der Unterdruckkammer 210 ist eine kontinuierliche Unterdruckquelle 74 in Form eines elektrischen Motors und einer zugehörigen Gebläseeinheit vorhanden.

Ebenfalls Teil der Pflanzenumsetzeinrichtung bildet ein unterer Förderer oder eine intermittierend bewegbare Einrichtung, die allgemein mit dem Bezugszeichen 76 bezeichnet ist. Sie wirkt, um die jeweilige Pflanzenaufnahmeeinrichtung 140 in eine zweckmäßige Position unter den Unterdruckrohren 62 zu transportieren, wo die Umsetzung von Pflanzen tatsächlich stattfindet. Es ist ersichtlich, daß die Fördereinrichtung 76 in Zeitbeziehung mit dem intermittierend bewegbaren Rahmen 234 betrieben wird.

Indem man sich dem Betrieb des Pflanzenumsetzsystems 200 der vorliegenden Erfindung zuwendet, wird zuerst Bezug auf die Fig. 10A bis 10D genommen. Der Erörterung wegen ist die Versorgungsschale 10 mit sechsundneunzig (96) Pflanzenzellen versehen und ist das Pflanzenumsetzsystem 200 konstruiert, um gleichzeitig vierundzwanzig (24) Pflanzen umzusetzen. Folglich nimmt, wie aus Fig. 10A ersichtlich ist, die Versorgungsschale 10 eine erste Position ein. In dieser Position liegt eine ausgewählte Matrix von vierundzwanzig (24) Pflanzen über vierundzwanzig (24) Öffnungen, die in der Tragplatte 202 über der Unterdruckkammer vorgesehen sind. Die über den vierundzwanzig (24) Öffnungen liegenden Pflanzen fluchten mit vierundzwanzig (24) größeren Aufnahmetöpfen 14a, wie in Fig. 10A veranschaulicht. Sobald sie sich in dieser ersten Position befinden, wird die Unterdruckvorrichtung in Tätigkeit gesetzt, wodurch bewirkt wird, daß alle vierundzwanzig (24) darüberliegenden Pflanzen aus der Versorgungsschale gezogen werden und in die 24 darunter liegenden Töpfe 14a gelenkt werden. Fig. 10A zeigt die vierundzwanzig (24) leeren Zellen, wobei jede leere Zelle die Umsetzung einer einzigen Pflanze von der Versorgungsschale 10 in einen darunterliegenden fluchtenden Aufnahmebehälter 14a darstellt.

An dieser Stelle wird die Transporteinrichtung 76 in Betrieb gesetzt, um die darunterliegenden umgepflanzten Behälter 14a auf eine benachbarte Tragevorrichtung 78 zu bewegen und leere Sätze von Behältern in die Aufnahmeposition zu transportieren, die unter den Unterdruckrohren 62 begrenzt wird.

Zum Fortsetzen der Pflanzenumsetzung wird der intermittierend bewegbare Rahmen 234 in Bewegung gesetzt, um die gesamte Schale 10 um ein Pflanzen- oder Pflanzenzellen-Inkrement zur linken Seite zu bewegen, wie in Fig. 10B veranschaulicht. Dies ermöglicht, daß vierundzwanzig (24) weitere Pflanzen zweckmäßig über den jeweiligen Öffnungen in der Tragplatte 202 ausgerichtet werden, die über den Unterdruckrohren 62 liegen. Durch dasselbe hierin oben beschriebene Verfahren wird ein zweiter Satz von vierundzwanzig (24) Pflanzen in den Satz von vierundzwanzig (24) Behältern 14a gelenkt, die unter den Unterdruckrohren 62 liegen. Danach wird der intermittierend bewegbare Rahmen wieder in Bewegung gesetzt und um ein Pflanzen-Inkrement in die in Fig. 10C veranschaulichte Position nach unten bewegt. Dort ist ein dritter Satz von vierundzwanzig (24) Pflanzen zur Umsetzung zweckmäßig über den vierundzwanzig (24) Unterdruckrohren 62 ausgerichtet. Schließlich wird nach der Umsetzung des dritten Satzes von vierundzwanzig (24) Pflanzen der intermittierend bewegbare Rahmen 234 wieder in Bewegung gesetzt und um ein Pflanzen- Inkrement zur rechten Seite bewegt, wie in Fig. 10D veranschaulicht. In dieser Position wird der letzte oder vierte Satz von vierundzwanzig (24) Pflanzen für eine Umsetzung in die darunterliegenden Pflanzenbehältern 14a zweckmäßig ausgerichtet.

Sobald dieser letzte Satz von vierundzwanzig (24) Pflanzen umgesetzt worden ist, wird dann die leere Pflanzenschale 10 aus dem intermittierend bewegbaren Rahmen 234 entfernt und eine beladene Pflanzenschale 10 wird im intermittierend bewegbaren Rahmen 234 angeordnet.

Es ist ersichtlich, daß das Pflanzenumsetz- oder -umpflanzsystem angepaßt werden kann, um verschiedene Größen von Pflanzenschalen mit variierenden Anzahlen von darin gebildeten Pflanzenzellen aufzunehmen.

Mit Bezug auf Fig. 11 wird darin eine alternative Bauweise für ein Pflanzenumsetzsystem, das mit Vorteil mit Pflanzenschalen der vorliegenden Erfindung verwendet wird, dargestellt und auch allgemein mit dem Bezugszeichen 200 bezeichnet. Wie sich aus nachfolgenden Teilen dieser Offenbarung versteht, ist das alternative Pflanzenumsetzsystem 200 konstruiert, um gleichzeitig sowohl die Pflanze und Wasser zugleich in einen Anpflanzbereich umzusetzen und ist zur Verwendung in einem Feld- Umpflanzvorgang, Topf-Bepflanzungsvorgang oder irgendeinem anderen Typ von Bepflanzungsvorgang konstruiert. Das System schließt auch eine Tragplatte 202 ein, die mit einer oder mehreren Pflanzenfallöffnungen 204 versehen ist. Ein oder mehrere Fallrohre 206 erstrecken sich von der Öffnung 204 nach unten und wirken, um eine fallende Pflanze in einen Anpflanzbereich oder eine Anpflanzhöhlung zu lenken. Das Fallrohr 206 schließt ein Auslaßende 208 ein, durch das die fallende Pflanze hindurchgeht.

Ein Unterdrucksystem, das allgemein mit dem Bezugszeichen 210 bezeichnet ist, erstreckt sich um den unteren Teil des Fallrohres 206 und ist zum Auslaß 208 des Fallrohres kommunizierend offen. Die Unterdruckkammer 214 kann um den Bereich, der den Fallrohrauslaß 208 umgibt, durch eine Türeinheit 216 geöffnet und geschlossen werden. Wie in den Fig. 11, 11A und 11B dargestellt, schließt die Türeinheit 216 ein Paar von zusammenwirkenden schwenkbar angebrachten Türen 218 und 220 ein. Jede Tür 218 und 220 ist um eine Schwenkachse 222 schwenkbar angebracht. Damit die Türen 218 und 220 gleichzeitig zusammen geöffnet und geschlossen werden können, ist ein Paar von schwenkbar verbundenen Querverbindungen 224 und 226 vorgesehen, die sich zwischen gegenüberliegenden Rändern der Türen 218 und 220 erstrecken.

Wenn die jeweiligen Türen 218 und 220 eine offene Stellung einnehmen, wird, wie aus den Zeichnungen ersichtlich ist, eine Luftöffnung 232 zwischen dem oberen Teil der jeweiligen Türen und dem benachbarten Teil der das Unterdrucksystem 210 bildenden Wandstruktur 212 begrenzt. Es ist auch ersichtlich, daß in der geöffneten vertikalen Stellung der obere Teil der Türen 218 und 220 gegen den unteren Teil des Fallrohres 206 anstößt und durch ihn angehalten wird.

Ein Schaltstück 250 oder eine andere Fühleinrichtung, wie z. B. Photosensoren, Drucksensoren usw., ist im Pflanzenfallinnenrohr 206 befestigt und wirksam mit einem Mikroschalter 248 verbunden, der mit einer Magnetspule 230 zusammengeschaltet ist, die durch einen Zieharm oder Verbindungsarm 228 mit mindestens einer Tür verbunden ist. Wenn eine fallende Pflanze durch das Fallrohr 206 hindurchgeht, aktiviert sie den Sensor, der wiederum die Magnetspule 230 erregt, um die Türen 218 und 220 zu öffnen, um die Pflanze hindurchgehen zu lassen. Es ist ersichtlich, daß die Türen mit Federn versehen sein könnten, um sie in einer geschlossenen Stellung zu halten. Aber es ist aus den Fig. 11, 11A und 11B ersichtlich, daß der Differenzdruck, der auf die Türen wirkt, dazu tendieren würde, die Türen in einer geschlossenen Stellung vorzuspannen oder zu halten, wegen des größeren Flächeninhalts, der unter der Schwenkachse 222 der jeweiligen Türen vorhanden ist. D. h., der auf die Türen 218 und 220 wirkende Atmosphärendruck würde die Tendenz haben, die Türen in eine geschlossene Stellung zu drücken.

Es ist ersichtlich, daß an Stelle der Türen 218 und 220 ein Hochdruck-Luftstrahlvorhang vorgesehen sein könnte, der um das Fallrohr 206 nahe der Öffnung 208 nach unten und nach innen gerichtet sein würde. Dieser Luftvorhang würde das System wirkungsvoll abdichten, und zusätzlich würde er aufgrund einer Vorhangwirkung, die die Pflanze und das Wasser nach unten in den Anpflanzbereich lenkt und induziert, die Verstärkung des Saugzugs fördern. Mit Bezug auf Fig. 11C ist das Pflanzenumsetzsystem mit einem Hochdruck-Luftstrom 221 dargestellt, der wirksam ist, um einen Luftvorhang 223 zu bilden. Es ist ersichtlich, daß es bei dieser Bauweise kein Erfordernis für die zusammenwirkenden Türen geben würde.

Indem man sich dem Saugsystem zuwendet, ist es ersichtlich, daß das Saugsystem kontinuierlich oder intermittierend sein könnte. Bei einer intermittierenden Unterdruckanordnung kann ein hin- und hergehender Kolben oder Diaphragma in einem Zylinder verwendet werden, um Unterdruckimpulse zu erzeugen, und diese intermittierenden Unterdruckimpulse würden wirksam sein, um Pflanzen nach unten von der Pflanzenschale 10 durch das Fallrohr 206 zu induzieren.

Indem man sich Fig. 12 zuwendet, ist dort darin eine intermittierende oder Impuls-Unterdruckanordnung und insbesondere ein Unterdrucksystem vom Typ eines hin- und hergehendes Diaphragmas dargestellt. Bezüglich dieser Ausführungsform sei bemerkt, daß die Offenbarung im wesentlichen dieselbe ist wie andere Pflanzenumsetzsysteme, die hierin dargestellt und offenbart sind. Der grundsätzliche Unterschied zwischen der in Fig. 12 dargestellten Ausführungsform und den anderen Pflanzenumsetzsystemen, die hierin offenbart sind, besteht darin, daß die Bauweise von Fig. 12 einen hin- und hergehenden Kolben oder ein Impuls-Unterdrucksystem vom Diaphragmatyp einschließt.

Über dem unteren fernliegenden Ende des Fallrohres 206 ist eine biegsame Türanordnung ausgebildet, die mit dem Bezugszeichen 300 bezeichnet ist. Diese Türkonstruktion kann aus elastischem Material, Kunststoff oder irgendeinem anderen geeigneten Material konstruiert sein, das dicht schließt, wenn der Kolben oder das Diaphragma in Gang gebracht wird, um Unterdruck zu bewirken. Dieser Unterdruck vom Impulstyp zieht sofort den Sämling nach unten, und das Gewicht und die Trägheit der Pflanze bewirken, daß die Pflanze durch die Türe 300 hindurchschießt, um das Umpflanzen vorzunehmen.

Indem man sich nun dem in Fig. 12 dargestellten Unterdrucksystem vom Impulstyp zuwendet, sieht man, daß dasselbe ein Gehäuse 302 einschließt, das um den unteren Teil des Fallrohres am Fallrohr 206 befestigt ist. Die Innenseite des Gehäuses 302 ist zum Inneren des Fallrohres 206 durch eine Öffnung 304 offen. Dies erlaubt, daß das Unterdrucksystem einen Unterdruck im Fallrohr 206 zieht. Eine Kolbeneinheit, die allgemein mit dem Bezugszeichen 210 bezeichnet ist, ist im Gehäuse 302 hin- und herbewegbar befestigt. Die Kolbeneinheit 210 schließt eine Kolbenplatte 308 und ein Diaphragma 310 ein, das an der Kolbenplatte 308 befestigt ist, und sich von derselben dorthin erstreckt, wo ein Ende oder ein Randteil des Diaphragmas mit der Wandstruktur des Gehäuses 302 verbunden ist, um eine luftdichte Einheit im Frontteil des Kolbens zu bilden, wie in Fig. 12 dargestellt. Eine Betätigungsvorrichtung, ein Luftzylinder oder eine elektrische Magnetspule 230 ist am Ende des Gehäuses 302 angebracht und ist mit der Kolbenplatte 308 verbunden. Auch eine Feder 306 ist zwischen der Kolbenplatte 308 und der Rückseite des Gehäuses 302 verbunden und wirkt, um die Kolbenplatte 308 in eine ausgefahrene Stellung vorzuspannen. Das Gehäuse 302 kann zur Umkehr der Kolbenplatte 308 unter Gravitationseinfluß vertikal auf dem Fallrohr 206 angebracht sein, um die Notwendigkeit der Feder 306 zu beseitigen. Es ist ersichtlich, daß die Magnetspule in einer synchronisierten Zeitbeziehung mit der Bewegung der Pflanzenschale 10, die über dem Fallrohr 206 angebracht ist, erregt wird. Im wesentlichen wird direkt vor dem Fallen einer Pflanze die Kolbeneinheit 210 in Tätigkeit gesetzt, um einen Unterdruck im Gehäuse 302 und dem Inneren des Fallrohres 206 zu erzeugen, der effektiv bewirkt, daß die Pflanze nach unten von der Schalenzelle 14 durch das Fallrohr 206 und durch die Türstruktur 300 gezogen oder induziert wird. Sobald die nächste folgende Schalenzelle 14 richtig über dem Fallrohr 206 ausgerichtet ist und das Pflanzenumsetzsystem bereit ist, eine andere Pflanze abzugeben, wird das Impuls-Unterdrucksystem 210 von Fig. 12 noch einmal in Tätigkeit gesetzt, um eine andere Pflanze nach unten durch das Pflanzenfallrohr 206 zu induzieren. Es ist ersichtlich, daß verschiedene Konstruktionen vom Kolbentyp (oder Bauweisen mit kontinuierlichem Unterdruck) eingebaut werden können, um eine Anordnung zu erzielen, die einen Impuls-Unterdruck erzeugt.

Indem man sich nun dem Unterdrucksystem vom Impulstyp zuwendet, das in Fig. 12A dargestellt ist, umfaßt es auch ein Gehäuse 302, das am unteren Teil des Fallrohres 206 vertikal befestigt ist, wobei die Innenseite des unteren Teils des Gehäuses 302 zum Innern des Fallrohres 206 durch eine Öffnung 304 offen ist. Die Kolbeneinheit 210 umfaßt Kolbenplatten 308 mit Luftentweichungsnuten 303 und einem O-Ring 313, um im unteren Teil des Kolbens eine luftdichte Kammer zu bilden, wie in Fig. 12A dargestellt. Der O-Ring ist zwischen der unteren und oberen Kolbenplatte 308 bewegbar. Eine Betätigungsvorrichtung, wie z. B. eine Magnetspule 230, ist oben auf dem Gehäuse 302 angebracht und ist mit den Kolbenplatten 308 verbunden. Die Magnetspule wird in einer synchronisierten Zeitbeziehung mit der Bewegung der Pflanzenschale 10 erregt, die über dem Fallrohr 206 angeordnet ist. Wenn die Magnetspule 230 die Kolbenplatten 308 nach oben zieht, macht die untere Kolbenplatte 308 Kontakt mit dem O-Ring 313, um eine luftdichte Dichtung zu verwirklichen, wodurch ein Unterdruck im Fallrohr 206 erzeugt wird, wodurch bewirkt wird, daß die Pflanze nach unten von der Schalenzelle 14 gezogen oder induziert wird. Wenn die Magnetspule 230 desaktiviert wird, drückt die Rückkehr des Kolbens und Plungers unter Gravitationseinfluß die obere Kolbenplatte 308 in Kontakt mit dem O-Ring 313, legt die Luftentweichungsnuten 303 bloß, um die Luft in das Fallrohr entweichen zu lassen, um ein Rückkehren der Kolbenplatten 308 in die Ausgangsstellung zu erleichtern. Schließlich ist die nächste folgende Schalenzelle 14 richtig über der Fallrohröffnung 204 ausgerichtet, und das Pflanzenumsetzsystem ist bereit, einen anderen Sämling oder eine andere Pflanze abzugeben.

Es sollte betont werden, daß an Stelle der in dieser Erfindung offenbarten Unterdrucksysteme das Pflanzenumsetz- oder -umpflanzsystem mit einer Druckkammer versehen sein könnte, die oberhalb der Pflanzenschale angeordnet sein würde und eine nach unten gerichtete Kraft auf die Pflanzen ausüben würde und als solche die Kraft liefern würde, um die jeweiligen Pflanzen aus den Pflanzenschalenzellen zu lenken oder zu induzieren.

Aus der vorangehenden Beschreibung und Erörterung ist es ersichtlich, daß die vorliegende Erfindung ein Pflanzenschalensystem zur Folge hat, daß sich zum Luftbeschneiden eignet, aber noch mit einem abnehmbaren Bodengitter versehen ist, das das Begrenzen und Halten des Pflanzenwachstumsmediums in der Pflanzenschale unterstützt. Die Schale mit Luftbeschneidung wird Teil eines automatischen Umpflanzsystems, und jede Pflanze wird unter Verwendung eines kontinuierlichen, intermittierenden oder Impuls-Unterdrucksystems wirkungsvoll und effizient herausgezogen und umgepflanzt, alles in dem einen grundlegenden Vorgang.

Die vorliegende Erfindung kann natürlich auf andere spezielle Weisen als denjenigen, die hierin angegeben sind, ausgeführt werden, ohne von den wesentlichen Merkmalen der Erfindung abzuweichen. Die vorliegenden Ausführungsformen sollen deshalb in jeder Hinsicht als veranschaulichend und nicht beschränkend betrachtet werden, und alle Änderungen, die in den Bedeutungs- und Äquivalenzbereich der angefügten Ansprüche fallen, sollen darin eingeschlossen sein.


Anspruch[de]

1. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung umfassend: eine Pflanzenschale (10) mit einer umgebenden Seitenstruktur (16) und einer in der Pflanzenschale integrierten Einrichtung (14) mit einem offenen Boden, um ein Pflanzenwachstumsmedium, wie z. B. Erdboden, Torfkuchen oder Torfmischung, zu halten; ein Bodengitter (20), das abnehmbar an der umgebenden Seitenstruktur der Pflanzenschale (10) befestigt ist, um das Pflanzenwachstumsmedium in der Pflanzenschale zu halten und um Anlaß zum Luftbeschneiden zu geben; und eine Einrichtung (21), um das Bodengitter abnehmbar an der umgebenden Seitenstruktur der Pflanzenschale zu befestigen, so daß eine Einheitsstruktur von Pflanzenschale und Gitter gebildet wird, derart daß das Bodengitter leicht an der Pflanzenschale (10) angebracht und von ihr abgenommen werden kann.

2. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung nach Anspruch 1, bei der die Pflanzenschale (10) eine Mehrzahl von einzelnen Pflanzenzellen (14) einschließt, wobei jede Pflanzenzelle eine umgebende Seitenwandstruktur und ein offenes oberes Ende und einen offenen Boden einschließt.

3. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung nach Anspruch 1 oder 2, bei der das abnehmbare Gitter eine aufgebogene Seite (21) einschließt, die sich um den Umfang des Gitters erstreckt, und bei der die aufgebogene Seite (21) in einem Befestigungsmodus mit der umgebenden Seitenstruktur der Pflanzenschale in Reibungseingriff steht und das Gitter wirkungsvoll an den Boden der Schale koppelt.

4. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung nach Anspruch 3, bei der die aufgebogene Seite (21) des Gitters mit der Außenseite der umgebenden Seitenstruktur (16) der Pflanzenschale in Reibungseingriff steht, derart daß die Pflanzenschale (10) die Tendenz hat, in die aufgebogene Seite des Gitters eingepaßt zu werden.

5. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung nach Anspruch 3 oder 4, bei der die aufgebogene Seite (21) des Gitters (20) einen oberen nach außen vorstehenden Rand (21a) einschließt.

6. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung nach Anspruch 5, bei der die umgebende Seitenstruktur (16) der Pflanzenschale (10) einen nach außen gerichteten oberen Schalenrand (16a) einschließt und bei der es im Befestigungsmodus einen vertikalen Zwischenraum gibt, der zwischen dem oberen Schalenrand (16a) und dem oberen Rand (21a) der aufgebogenen Seite (21) des Gitters definiert ist, der erlaubt, daß Fingerspitzen zwischen ihnen positioniert werden, um das Gitter (20) von der Pflanzenschale zu trennen.

7. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, bei der die umgebende aufgebogene Seite (21) des Gitters (20) mindestens geringfügig biegsam ist, so daß ermöglicht wird, daß die Pflanzenschale (10) leicht und bequem in die aufgebogene Seite (21) des Gitters (20) eingepaßt wird.

8. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung und abnehmbares Gitter (20) nach einem der Ansprüche 3 bis 7, bei denen die umgebende Seitenstruktur (16) der Pflanzenschale (10) einen oberen Endrand (16a) einschließt und bei denen die aufgebogene Seite (21) des Gitters (20) eine nach innen gerichtete Halteeinrichtung (21b) einschließt, die sich über den oberen Endrand der umgebenden Seitenstruktur der Pflanzenschale erstreckt, so daß das Gitter (20) fest an die Pflanzenschale gekoppelt wird.

9. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung nach Anspruch 1, bei der die Einrichtung zum abnehmbaren Befestigen des Bodengitters am offenen Boden der Pflanzenschale Schiebeflansche (12b) einschließt, die um einen gewählten Abschnitt der Pflanzenschalenstruktur herum gebildet sind, und bei der das Gitter eine Gleitnut (29) einschließt, die sich aus dem Gitter (20) erstreckt und so angepaßt ist, daß sie um die Schiebeflansche (12b) herum beschränkt ist, derart daß das Gitter von den Schiebeflanschen getragen werden kann, während auch ermöglicht wird, daß das Gitter (20) von der Pflanzenschalenstruktur entfernt wird, indem man das Gitter von der Schale wegschiebt.

10. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung nach Anspruch 1, bei der die umgebende Seitenstruktur (16) der Pflanzenschale konstruiert ist, um Wasser aufzunehmen.

11. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung nach den Ansprüchen 2 und 10 in Kombination, bei der zum Zweck einer Selbstbewässerung Mikrolöcher in jeweiligen Pflanzenzellen (14) vorgesehen sind.

12. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung nach den Ansprüchen 2 und 10 in Kombination, bei der sich die umgebende Seitenstruktur (16) der Pflanzenschale über die Höhe der Pflanzenzellen (14) erstreckt, so daß jeweilige Pflanzen in den Pflanzenzellen gleichförmig von oben selbstbewässert werden können.

13. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, bei der das in der Schale aufgenommene Wasser überall in der Schale eine im allgemeinen gleichförmige Temperatur und einen im allgemeinen gleichförmigen Feuchtigkeitsgehalt hervorruft.

14. Pflanzenschale mit Luftbeschneidung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, in Kombination mit Anspruch 2, bei der die Pflanzenschale so angepaßt ist, daß Wasser durch eine jeweilige Pflanzenzelle (14) herausgespült wird, wenn die Pflanze dieser Zelle aus der Pflanzenschale entfernt wird, derart daß sich das herausgespülte Wasser mit der entfernten Pflanze nach unten bewegt, wenn sie zu einer Anpflanzungsstelle geleitet wird.







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