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Dokumentenidentifikation DE69323626T2 21.10.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0664898
Titel STEUERPEDAL MIT GEBRAUCHERSELEKTIERBAREN ARBEITSGEBIETEN
Anmelder Allergan, Inc., Irvine, Calif., US
Erfinder ZANGER, Frank, Hayward, CA 94541, US
Vertreter G. Koch und Kollegen, 80339 München
DE-Aktenzeichen 69323626
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 06.10.1993
EP-Aktenzeichen 939232443
WO-Anmeldetag 06.10.1993
PCT-Aktenzeichen US9309484
WO-Veröffentlichungsnummer 9409417
WO-Veröffentlichungsdatum 28.04.1994
EP-Offenlegungsdatum 02.08.1995
EP date of grant 24.02.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.10.1999
IPC-Hauptklasse G05B 19/10

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf medizinische Vorrichtungen und bezieht sich insbesondere auf den Betrieb von Fußpedal-Steuerungen bzw. -Kontrollen für einen Phako-Emulsifikator-Apparat.

Ein Phako-Emulsifikator-Apparat wird zur chirurgischen Entfernung der natürlichen Augenlinse von an grauem Star erkrankten Augen in Vorbereitung für die Einfügung einer künstlichen Intraokularlinse verwendet. Typischerweise schließt ein derartiger Apparat ein handgeführtes bzw. tragbares chirurgisches Werkzeug ein, das eine Nadel einschließt, die in ein Patientenauge eingeführt bzw. eingestochen wird, um darin vorliegendes Kataraktmaterial zu entfernen.

Das tragbare chirurgische Phako-Emulsifikator-Werkzeug arbeitet in mehreren Betriebsarten, die ein Spülen des Auges, ein Ultraschall-Zertrümmern der Augenlinse und ein Absaugen der zertrümmerten Linse aus dem Auge (Phako-Emulsifikation), wie im US-Patent Nr. 4,983,901 besprochen, einschließt. Probleme entstehen bei Bereitstellung einer angemessenen Regelung bzw. Steuerung der Vorrichtung durch ihre verschiedenen Funktionen oder Betriebsarten, und diese Schwierigkeiten führten zur Entwicklung von Fußpedal-Steuerungen.

Verbesserte Fußpedal-Steuerungssysteme, wie beispielsweise das, das im US-Patent Nr. 4,983,901 beschrieben ist, sorgen für eine praktisch unbegrenzte Anzahl von Steuerungsvariationen und Betriebsarten zum Betrieb eines Phako-Emulsifikations-Apparates. Während diese Vorrichtung eine beträchtliche Verbesserung des Standes der Technik für Fußpedal-Steuerungen bietet, muß außerdem ein spezielles Betriebsprogramm zur Verstärkung und zur Anwendung der verfügbaren Technologie auf einer praktischen Grundlage zur Verwendung durch den Arzt entwickelt werden.

Die Anforderungen eines Arztes an eine Phako-Emulsifikator- Apparatur sind teilweise von der Erfahrung des Arztes bei der Verwendung der Vorrichtung abhängig. Ein programmierbares Steuerungssystem, wie beispielsweise dasjenige, das im US-Patent Nr. 4,983,901 aufgezeigt wurde, ist vorteilhaft; jedoch ist die spezielle Verwendung des Systems, indem es sowohl erfahrenen als auch unerfahrenen Ärzten einen effektiven Gebrauch der Vorrichtung ermöglicht, aus der Vorrichtung selbst nicht offensichtlich oder von ihr ableitbar.

Die vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zum Betrieb eines Phako-Emulsifikators durch ein Fußpedal bereit, das für einen oder mehrere Endbenutzer, abhängig von dessen Erfahrung, "ausgestaltet" ist. Dies macht es möglich, daß übertragende Chirurgen mit dem Verfahren besser zurechtkommen und geringere Bedenken wegen den Einschränkungen der Apparatur während einer Phako-Emulsifikation haben.

Zusammenfassung der Erfindung

Gemäß der vorliegenden Erfindung ermöglicht ein bei Durchführung einer Phako-Emulsifikation brauchbares Verfahren zum Betrieb eines Phako-Emulsifikator-Apparates die Einstellung verschiedener Betriebsarten der Apparatur. Die für das Verfahren der vorliegenden Erfindung geeignete Apparatur schließt zumindest drei Betriebsarten ein, nämlich: Irrigation bzw. Spülung eines Auges mit einer Salzlösung, simultane Spülung und Absaugung einer Flüssigkeit, und simultane Spülung, Emulsifikation von Gewebe und Absaugung desselben, mit eingestellten Betriebsarten, die durch ein Fußpedal gesteuert werden.

Noch genauer schließt das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung das Einrichten eines Winkelbereichs des Fußpedal- Betriebes für jede der Betriebsarten ein, wobei die Winkelbereiche aufeinanderfolgen und in Kombination eine Gesamtwinkelverschiebung für das Fußpedal definieren. Eine lineare Relationsfläche wird zwischen der Winkelposition des Fußpedales in jedem Bereich und einem Ausgangssignal von dem Fußpedal in jedem Bereich bestimmt bzw. zugeordnet. Bedeutenderweise schließt das Verfahren ein Einstellen der Fußpedal-Steuerungsempfindlichkeit durch Verändern des Positionsbereiches des Fußpedals in ausgewählten Betriebsarten ein.

Noch ausführlicher dargestellt, kann die Gesamtwinkelverschiebung für das Fußpedal bei 15º eingerichtet werden; der Winkelbereich des Fußpedals für die Spülungs-Betriebsart kann bei 2º eingestellt werden, während der Fußpedal-Winkelbereich für die Spülungs-Betriebsart und die simultane Spülungs- und Absaugungs- Betriebsart zwischen ungefähr 5º und 8º eingestellt werden kann.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Die Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden durch die folgende ausführliche Beschreibung besser verständlich werden, wenn sie in Verbindung mit der begleitenden Zeichnung einer Fußsteuerungs-Vorrichtung nach dem Stand der Technik betrachtet wird.

Ausführliche Beschreibung

Die Zeichnung zeigt ein medizinisches Gerätesystem 10 nach dem Stand der Technik, das zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung geeignet ist. Eine vollständige Beschreibung dieser Vorrichtung ist im US-Patent Nr. 4,983,901 zu finden, das hierin in seiner Gesamtheit eingeschlossen ist. Das System nach dem Stand der Technik 10 umfaßt allgemein einen medizinischen Apparat 12, an dem ein digitales, elektronisches Fußsteuerungs- System 14 gemäß der vorliegenden Erfindung betriebsfähig angeschlossen ist. Die medizinische Vorrichtung bzw. Apparat 12 ist ein medizinischer Mehrzweck-Phako-Emulsifikator. Eine Geräte-Konsole oder ein Gehäuse 16 und ein dazugehöriges tragbares medizinisches Gerät oder Werkzeug 18, das an die Konsole durch eine Versorgungsleitung 20 von typischerweise mehreren Fuß Länge betriebsfähig angeschlossen ist, bilden die medizinische Vorrichtung 14.

Die Konsole 16 ist vorzugsweise zur Aufnahme der gesamten Gerätschaft konstruiert, die notwendig ist, um das Funktionieren einer medizinischen Vorrichtung 12 in einer vorgeschriebenen Art und Weise durch ein tragbares Gerät 18 zu ermöglichen. Die Konsole 16 kann beispielsweise einen Netzanschluß, eine Vakuumpumpe, eine Ultraschall-Leistungsquelle, eine Spülfflüssigkeitspumpe, eine Spülflüssigkeitsquelle und verschiedene andere Gerätschaften und elektronische Schaltkreise einschliessen, wobei keines von diesen dargestellt ist, weil es keinen Teil der vorliegenden Erfindung darstellt.

Die medizinische Vorrichtung 14 ist eine Mehrfunktions-Vorrichtung und die Konsole 16 schließt einen handbetriebenen Funktions- oder Betriebsart-Schalter 22 ein, durch den die verschiedenen Betriebsfunktionen oder Betriebsarten ausgewählt werden. Wie vorstehend erwähnt, schließen die Funktionen eines Phako-Emulsifikators Spülung, Linsen-Emulsifikation, Spülung und Aspiration, Kauterisation und Phako-Emulsifikation ein.

Im allgemeinen umfaßt das Fußpedal-Steuerungssystem 14, auf das die vorliegende Erfindung gerichtet ist, und wie es in der Zeichnung und insbesondere nachstehend beschrieben ist, eine Fußpedal-Einrichtung oder -Baugruppe 30, einen digitalen Zähler 32, eine Speicher-Einrichtung 34, eine Datenprozessor- Einrichtung 36 und einen Digital-zu-Analog-(D/A)-Wandler 38. Zusammen können die digitale Speicher-Einrichtung 34 und die Datenprozessor-Einrichtung 36 als ein Logik-Bauteil 40 betrachtet werden.

Die Fußpedal-Baugruppe 30 umfaßt eine Pedalwelle 50, die drehbar in einem Pedalgehäuse oder Pedalfassung 52 befestigt ist, wovon nur ein Teil in der Zeichnung dargestellt ist. Nichtdrehbar an zentralen Bereichen der Pedalwelle 50 befestigt ist ein Fußpedal 54, das beispielsweise durch eine Feder oder Federn 56 auf eine Null-Drehungs-Referenzstellung (d. h., die nicht abgesenkte Stellung) vorgespannt oder gedrückt wird.

Bei Betrieb wird das Fußpedal 54 durch den Fuß des Benutzers abwärts gedrückt (in Richtung von Pfeil A), hin zur Gehäuse- Basis-Platte 58, wobei die Feder 56, wenn sie vom Druck des Fußes auf das Pedal 54 entlastet wird, das Pedal (in der Richtung von Pfeil B) in die Null-Referenzstellung zurückbringt.

Nichtdrehbar an einem Endbereich von Pedalwelle 50 angeschlossen, auf einer Wellendrehachse 60, ist ein zweidirektionaler digitaler Drehstellungsdetektor oder Wellen-Kodierer 62, der aus einem bekannten Typ bestehen kann. Der Wellen-Kodierer 62 kann an die Pedalwelle 50 durch einen Antrieb, beispielsweise an einen 5 : 1 Beschleunigungsantrieb (wie nachstehend beschrieben) angeschlossen sein.

Wenn das Pedal 54 aus der Null-Referenzstellung herabgedrückt wird, liefert der digitale Stellungsdetektor 62 über eine Leitung 66 ein digitales Signal an einen Verstärker 64, wobei das digitale Signal Daten bezüglich der Drehbewegung von Pedalwelle 50 bezüglich der Null-Referenzstellung enthält. Der Detektor 62 kann beispielsweise zur Bereitstellung einer Reihe von Outputs entsprechend N vorgegebenen Winkelstellungen des Fußpedals ausgestaltet sein.

An dem entgegengesetzten Endbereich von Pedalwelle 50, ebenfalls entlang Wellenachse 60, ist eine Motor-Einrichtung 70 angeschlossen, die vorzugsweise einen Schrittmotor eines bekannten Typs umfaßt. Die Motor-Einrichtung 70 ist im wesentlichen zum Antrieb von Pedalwelle 50 in einer Richtung gegen den Uhrzeigersinn oder in einer "rücklaufenden" Richtung (siehe Pfeil C) angeschlossen, wenn die Motor-Einrichtung (wie nachstehend beschrieben) bei einer oder mehreren vorgewählten (gegebenen) Pedalwinkelstellungen bezüglich der Null-Referenz- Stellung, gemäß der speziellen Funktion oder den speziellen Funktionen, die durch das Instrument 18 durchgeführt werden sollen, eingeschaltet wird.

Bei Pedal-Drehstellungen, bei denen die Motor-Einrichtung 70 eingeschaltet wird, ist ein Benutzer erforderlich, um einen zusätzlichen Fußdruck auf Pedal 54 auszuüben, um das Antriebs- Drehmoment auf Welle 50, das durch die Motor-Einrichtung geleistet wird, zu überwinden, wobei der erhöhte Fußdruck, der zum Herabdrücken von Fußpedals 54 erforderlich ist, dazu dient, den Benutzer zu alarmieren, daß ein vorher festgelegtes oder gegebenes Ereignis, wie beispielsweise das Umschalten von einer Betriebsfunktion zu einer anderen, eintreten wird, wenn das Fußpedal weiter herabgedrückt wird.

Wie nachstehend beschrieben ist, kann die Motor-Einrichtung 70 programmiert werden, um bei irgendeiner erwünschten Winkelstellung von Fußpedal 54 eingeschaltet zu werden, und die Winkelstellungen des Fußpedals, bei denen die Motor-Einrichtung 70 eingeschaltet wird, kann für unterschiedliche Funktionen, die durch das Fußpedal-Steuerungssystem 14 gesteuert werden, unterschiedlich sein.

Ein Augenchirurg, der einen chirurgischen Phako-Emulsifikations-Eingriff vornimmt, verwendet üblicherweise die folgende Reihenfolge von Operationen oder Funktionen:

i) Spülung des Auges mit einer Salzlösung;

ii) Kombination einer simultanen Spülung und Aspiration der Spülflüssigkeit; und

iii) Kombination einer Flüssigkeits-Spülung des Patienten-Auges, der Ultraschall-Emulsifikation der Augenlinse und der Aspiration der Spülflüssigkeit und der abgebrochenen Teilchen der Linse.

Während dieses Verfahrens mag der Chirurg jedoch die Option wünschen, nur zur Flüssigkeits-Spülung und Flüssigkeits-Aspiration ohne Linsen-Emulsifikation zurückzuschalten. Diese Funktionen werden als Betriebsarten bezeichnet und werden auf der Frontplatte der Konsole 16 ausgewählt und werden durch den Betriebsart-Schalter 22 zum Fußpedal-Prozessor 40 gelenkt.

Die vorliegende Erfindung liefert die Steuerungsart, die für das Fußpedal-Steuerungssystem 14 erforderlich ist, um den funktionellen Betrieb des tragbaren Gerätes 18 für jede der möglichen Betriebsarten bereitzustellen. Demgemäß ist ein Logik- Bauteil erforderlich, um die notwendigen funktionellen Steuerungs-Signale an die Konsole 16 zu liefern (über eine Leitung bzw. eine Rohrkabel oder eine Gruppe von Leitungen 74), so daß, beispielsweise, bei einer gewissen vorbestimmten (und geeigneten) Winkelstellung von Fußpedal 54, ein Signal durch die Logik- Bauteil 40 "lenkende" Konsole 16 geliefert wird, um eine Strömung von Spülflüssigkeit zum Gerät 18 zu ermöglichen, und um bei einer anderen vorbestimmten Winkelstellung des Fußpedals eine Ultraschall-Emulsifikations-Energie für das Gerät bereitzustellen.

Es sollte natürlich klar sein, daß die Steuerung, die durch das Fußpedal-Steuerungssystem 14 durch Konsole 16 für das Gerät vorgesehen ist, wiederholbar sein sollte. Das heißt, es sollten bestimmte spezielle Steuerungssignale durch das Fußpedal-Steuerungssystem 14 bereitgestellt werden, wann immer sich das Fußpedal 54 in einer speziellen Winkelstellung befindet, und dieselbe Signalfolge sollte bei derselben Stellung geliefert werden, wann immer das Fußpedal herabgedrückt wird.

Die Funktion des Stellungs-Indikators oder -Kodierers 62 der Fußpedalwelle und der Zähler 32 ist es, dem Logik-Baustein 40 genau, exakt und reproduzierbar digitale Output-Signale zur Verfügung zu stellen, die der Winkelstellung des Fußpedals 54 in Bezug auf seine Null-(nicht heruntergedrückte)-Stellung entsprechen und repräsentativ sind. Der Kodierer 62 stellt Signale zur Verfügung, die durch den Zähler 32 in Increment- oder Decrement-Ereignisse entschlüsselt werden. Auf diese Weise stellt der Zähler 32 eine numerische Darstellung der Winkelposition des Fußpedals 54 zur Verfügung, wobei eine derartige Darstellung durch Prozessor 40 als ein Zeiger in der digitalen Speicher-Einrichtung 34 verwendet wird.

Beruhend auf einem "Lernen" der genauen Winkelstellung des Fußpedals 54 von Stellungsindikator 62 der Pedalwelle, ist es eine Funktion des Logik-Bauteils 40, die erforderlichen Steuerungssignale, die mit dieser Fußpedalstellung verbunden sind, an die Konsole 16 zu liefern. Eine weitere Funktion des Logik-Bauteils 40 ist es, Einschaltsignale an die Motor- Einrichtung 70 über eine Leitung 76 zu liefern, wann immer die Pedalwellenindikatoreinrichtung 62 dem Logik-Bauteil signalisiert, daß das Pedal 54 sich bei einer vorbestimmten Winkelstellung befindet, bei der das Einschalten der Motor- Einrichtung erforderlich ist, um einen Rückdruck des Pedals bereitzustellen.

Demgemäß ist die Speicher-Einrichtung 34 zur Speicherung ausgestaltet, welche vorherbestimmten Einstellungen von Steuerungszeichen auch immer an die Konsole 16 geliefert werden müssen, wenn das Fußpedal 54 von seiner Null-(Ruhe-)-Stellung zu seiner vollständig herabgedrückten Stellung herabgedrückt wird.

Vorzugsweise ist die Speicher-Einrichtung 34 zur Speicherung von N Einstellungen von vorgegebenen Steuersignalen ausgestaltet, die der Konsole 16 für N entsprechende Winkelstellungen des Fußpedals 54 (d. h. der Pedalwelle 50) wie durch Stellungsindikator 62 und Zähler 32 erfaßt und bestimmt, bereitgestellt werden. Im allgemeinen zählen zu den N Einstellungen von vorgegebenen Steuerungssignalen, die in Speicher-Einrichtung 34 gespeichert sind, ein oder mehrere Steuerungssignale, die das Einschalten der Motor-Einrichtung 70 bei vorgegebenen Winkelpositionen der Pedalwelle verursachen.

Die Speicher-Einrichtung 34 kann vorteilhafterweise in der Form einer Adresskarte 77 mit N Adressen vorliegen, bei der jede Adresse einer speziellen der N Winkelstellungen des Fußpedals 54 entspricht (d. h. von Pedalwelle 50). Bei jeder der N Adress-Stellungen der Adresskarte 77 ist die Einstellung digitaler Output-Steuerungssignale gespeichert, die für die entsprechende Pedalwellenstellung erforderlich sind. Der Prozessor 36 dient zur Entschlüsselung der Signale vom Stellungsindikator 62 und ergibt in Verbindung mit dem Zähler 34 einen entsprechenden Adressen-"Zeiger" in der Adressenkarte 77.

Somit liefert der Stellungsindikator 62 eine Reihe von Output- Signalen, die durch den Zähler 32 zur Erzeugung von Daten gezählt werden, die zu den Winkeln in Beziehung stehen, durch die die Pedalwelle 50 gedreht wird, wenn das Fußpedal 54 durch einen Benutzer herabgedrückt wird. Diese Output-Signale werden über eine Leitung 78 dem Zähler 32 zur Verfügung gestellt, der in Antwort darauf digitale Zählimpulse über eine Leitung 80 an den Prozessor 36 liefert.

In Antwort darauf liefert der Prozessor 36 eine entsprechende Folge von Adress-"Zeigern" über die Leitung 82 an die Speicher- Einrichtung 34 (das heißt, zu einer Adresskarte 77), wobei jeder dieser Adress-Zeiger einer speziellen Winkelstellung der Pedalwelle 50 entspricht, wie sie durch Stellungsindikator 62 bestimmt wird. Wann immer ein Adress-Zeiger durch die Speicher-Einrichtung 34 empfangen wird, wird eine Gruppe bzw. Einstellung von Steuerungssignalen, auf die in der Adresse "hingewiesen" wird, über eine Leitung 74 an die Konsole 16 abgegeben, wobei die Steuerungssignale verwendet werden, um die Funktionen der Vorrichtung 12 in einer vorgegebenen Weise zu steuern.

Zusätzlich zur Bereitstellung von speziellen Output-Steuerungssignalen an die Konsole 16, stellt die Speichereinrichtung vorzugsweise spezielle digitale Output-Signale (gemäß den zugegriffenen Adressen in der Speichereinrichtung) über eine Leitung 86 an den Digital-zu-Analog-(D/A)-Wandler 38 bereit. Ein entsprechendes analoges Signal wird vom D/A-Wandler 38 über eine Leitung 88 an die Konsole 16 für den Betrieb verschiedener Steuerungen in Vorrichtung 12 geliefert, wie beispielsweise die Emulsifikation-Leistung, die auf ein analoges Spannungssignal anspricht.

Ein Null-Stellungsschalter 90, vorzugsweise des optischen Typs, ist angrenzend an das Fußpedal 54 angebracht und ist an den Prozessor 36 und an den Zähler 32 (durch Verstärker 64) durch eine Leitung 92 zum Rücksetzen des Prozessors angeschlossen, wenn das Fußpedal in seiner Null-Stellung ist. Dies setzt den Zähler 32 zurück, wenn das Pedal 54 sich in der Null-Stellung befindet.

Der Gebrauch einer Vielzahl ähnlicher Adresskarten 77, die die Speicher-Einrichtung 34 umfassen, ist vorteilhaft, weil jede Adresskarte mit N Gruppen vorgegebener Gruppen von Output- Steuerungssignalen (entsprechend N verschiedenen Adressen und N vorgegebenen Fußpedal-Winkelstellungen) versehen werden kann, die für eine spezielle Funktion (oder Gruppe von Funktionen) geeignet sind, die die Vorrichtung 12 braucht, um mittels eines tragbaren Gerätes 18 zu arbeiten. Die geeignete Adresskarte 77 wird, mittels Prozessor 36, durch Funktionsselektor 22 auf der Konsole 16 ausgewählt, wenn eine vorgegebene Funktion (oder Gruppe von Funktionen) der Vorrichtung ausgewählt wird.

Beispielsweise ist im Fall eines Phako-Emulsifikators eine Funktion nur Spülung, eine andere ist Spülung und Aspiration und Emulsifikation, eine weitere ist eine Phako-Emulsifikation und eine noch weitere ist eine Verätzung bzw. Kauterisation. Wenn einmal, eine spezielle Funktion (oder Gruppe von Funktionen) durch Selektor 22 ausgewählt ist, wird die entsprechende Adresskarte 77 in der Speicher-Einrichtung 34 gleichzeitig ausgewählt, so daß die Adress-Zeiger im Prozessor (wie vorstehend beschrieben) erzeugt werden, wobei die Adress-Zeiger auf die ausgewählte Adresskarte gerichtet sind, deren N Gruppen von Output-Steuerungszeichen für die ausgewählte Funktion geeignet sind.

Als eine Folge programmiert die Auswahl einer speziellen Adresskarte 77 in der Speichereinrichtung 34 tatsächlich die durch Fußpedal 54 bereitgestellte Steuerung erneut. Das heißt, die vollständige Bewegung des Fußpedals liefert N spezielle Gruppen vorgegebener Output-Steuerungssignale an die Konsole 16, wenn eine Adresskarte 77 ausgewählt wird; und eine weitere, unterschiedliche Gruppe von Output-Steuerungssignalen der Konsole, wenn eine andere Adresskarte ausgewählt wird; eine noch weitere N Gruppe von Output-Steuerungssignalen, wenn eine noch weitere Adresskarte ausgewählt wird; und so weiter.

Durch ein veranschaulichendes Beispiel wird das erneute Programmieren von Fußpedal 54 für einen Phako-Emulsifikator in der folgenden Tabelle dargestellt, die die verschiedenen Arbeitsgänge darstellt, die durch das Fußpedal als eine Funktion der Fußpedal-Bewegung ermöglicht werden. Obwohl, wie in der Tabelle dargestellt, die Funktionen innerhalb der Arbeitsgänge sich bei denselben Pedal-Stellungen für alle Arbeitsgänge umschalten, ist es klar, daß die Adresskarten 77, wenn erwünscht, so programmiert werden können, daß es keine derartige Einheitlichkeit gibt.

Fußschalter-Stellung

Um die vorliegende Erfindung bezüglich Fußpedal-Steuerungssystem 14 besser zu veranschaulichen, sind der Zähler 32, die digitale Speichereinrichtung 34, der Prozessor 36 und der D/A-Wandler 38 dargestellt und vorstehend als voneinander und von Vorrichtung getrennt beschrieben, wie es manchmal von Vorteil sein kann.

Es sollte jedoch erkannt werden, daß dies nicht notwendigerweise der Fall ist, und daß der Zähler 32, die Speichereinrichtung 34, der Prozessor 36 und/oder der D/A-Wandler alternativ zusammen eingebaut sein können und/oder alternativ vollständig in die Vorrichtung 12 eingebaut sein können, beispielsweise in die Konsole 16.

Es sollte ebenfalls erkannt werden, daß der Verstärker 64, obwohl er in der Zeichnung als von der Fußpedal-Baugruppe 30 getrennt dargestellt ist, vorteilhafter Weise darin eingebaut sein kann, um eine geeignete, kompakte Einheit zu bilden. Die Aufgabe des Verstärkers 64 ist es zu ermöglichen, daß die Leitungen 78 und 92 von beträchtlicher Länge sind, in Anbetracht der Tatsache, daß die Mehrheit der Bestandteile von der Fußpedal-Baugruppe 30 entfernt ist.

Es wird außerdem erkannt werden, daß, obwohl die Leitungen 76, 78 und 92 in der Zeichnung als getrennte Leitungen dargestellt sind, in der Praxis derartige Leitungen zusammen in einer einzigen Kabel-Baugruppe gebündelt sein würden, die an die Fußpedal-Baugruppe 30 angeschlossen ist.

Der herkömmliche Gebrauch der hierin vorstehend erwähnten Vorrichtung sorgt für drei Fußpedal-Betriebsbereiche, die hierin vorstehend festgestellt wurden. Traditionellerweise werden diese drei Bereiche mit gleichen Anteilen der Bewegung oder des Fußpedalbogens eingerichtet. Speziell wurde der Gesamtbetrag des Fußpedalbogens von 15º in gleicher Weise durch gleiche Anteile von 5º Bewegung für jede der drei Betriebsarten unterteilt.

Gemäß des Verfahrens der vorliegenden Erfindung wird ein Winkelbereich des Fußpedal-Betriebes für jede der drei Betriebsarten eingerichtet, nämlich Spülung eines Auges mit einer Salzlösung, simultane Spülung und Aspiration von Flüssigkeit, und simultane Spülung, Emulsifikation von Gewebe und Aspiration desselben. Winkelbereiche werden aufeinanderfolgend eingerichtet und definieren in Kombination eine Gesamtwinkelverdrängung mit dem Fußpedal von vorzugsweise 15º.

Bei Verwendung des hierin vorstehend beschriebenen Systems 14 wird eine lineare Beziehung zwischen der Winkelstellung des Fußpedales in jedem Bereich und eines Ausgangssignals von dem Fußpedal innerhalb jedes Bereiches bestimmt.

Wichtigerweise wird die Fußpedal-Steuerungsempfindlichkeit bestimmt oder eingestellt, indem der Bereich der Fußpedal- Stellung innerhalb jeder der ausgewählten Betriebsarten verändert wird.

Das heißt, der Winkelbereich des Fußpedals für die Spülungs- Betriebsart kann bei 2º eingerichtet werden, und der Winkelbereich des Fußpedals für die simultane Spülung und Aspiration von Flüssigkeit kann bei ungefähr 5º eingestellt werden, wobei der Fußpedal-Winkelbereich zur simultanen Spülung, Emulsifikation und Aspiration bei ungefähr 8º eingestellt wird.

Durch Bestimmung eines größeren Bereiches, nämlich 8º, für den Winkelbereich, der zur simultanen Spülungs-, Emulsifikations- und Aspirations-Betriebsart verfügbar ist, werden dem Benutzer innerhalb des Bereiches ein graduellerer und linearerer Betrieb zur Verfügung gestellt. Dies ist vom Standpunkt der Steuerung aus wichtig, weil es eine graduellere Veränderung des Betriebs innerhalb einer Betriebsart ermöglicht, die für neue Benutzer des Gerätes oder aus persönlicher Bevorzugung eines Benutzers heraus geeignet sein kann.

Somit ist, wie hierin vorstehend dargestellt, der bei der simultanen Spülung, Emulsifikation und Aspiration verwendbare Bewegungsbereich 60% größer, wenn der Bereich bei 8º im Gegensatz zu 5º eingestellt wird. Somit kann die Veränderung der Flüssigkeitsströmung während der Spülung, Emulsifikation und Aspiration gradueller verändert werden, was nicht nur für Ableitungszwecke geeignet ist, sondern was ebenfalls von einen Arzt als Benutzer bevorzugt werden kann, abhängig von den Umständen der Operation.

Alternativ kann, als ein wichtiger Grundgedanke der vorliegenden Erfindung, der Winkelbereich des Fußpedals zur Spülungsbetriebsart bei ungefähr 2º eingestellt werden, der Winkelbereich des Fußpedals zur simultanen Spülung und Aspiration von Flüssigkeit kann bei ungefähr 8º eingestellt werden und der Winkelbereich des Fußpedales zur simultanen Spülung, Emulsifikation und Aspiration kann bei ungefähr 5º eingestellt werden.

Diese Ausgestaltung ermöglicht einen größeren Empfindlichkeitsgrad im 8º-Bereich, der für die simultane Spülung und Aspiration von Flüssigkeit eingerichtet ist. Eine derartige Empfindlichkeitserhöhung kann bevorzugt sein, wenn eine Spülung und Aspiration im Auge in der Nähe kritischer Bereiche, wie beispielsweise der Netzhaut, durchgeführt werden.

Obwohl hierin vorstehend ein Verfahren zum Betrieb einer Phako- Emulsifikator-Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben wurde, um die Art und Weise zu veranschaulichen, in der die Erfindung vorteilhaft verwendet werden kann, sollte es klar sein, daß die Erfindung nicht darauf beschränkt ist.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Ausgestaltung einer Phako-Emulsifikator- Vorrichtung, die zumindest drei Betriebsarten aufweist und folgendes einschließt: Spülung eines Auges mit einer Salzlösung, simultane Spülung und Aspiration von Flüssigkeit, und simultane Spülung, Emulsifikation von Gewebe und Aspiration desselben, wobei die Phako-Emulsifikator-Vorrichtung eine Fuß-Steuerung zur Steuerung der Betriebsarten aufweist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfaßt:

Festsetzen eines Winkelbereichs eines Fußpedalbetriebes für jede der Betriebsarten, wobei die Winkelbereiche aufeinanderfolgen und in Kombination eine Gesamtwinkelverschiebung für das Fußpedal definieren,

Bestimmen einer linearen Beziehung zwischen der Winkelstellung des Fußpedals in jedem Bereich und einem Ausgangssignal von dem Fußpedal in jedem Bereich,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Empfindlichkeit der Fußpedal-Steuerung durch Veränderung des Stellungsbereichs des Fußpedals für ausgewählte Betriebsarten eingestellt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Gesamtwinkelverschiebung für das Fußpedal auf zumindest ungefähr 15 Grad festgesetzt wird, der Winkelbereich des Fußpedales für die Spülungs- Betriebsart auf ungefähr 2 Grad eingestellt wird, der Winkelbereich des Fußpedales zur simultanen Spülung und Aspiration von Flüssigkeit auf ungefähr 5 Grad eingestellt wird, und der Winkelbereich des Fußpedales zur simultanen Spülung, Emulsifikation und Aspiration auf ungefähr 8 Grad eingestellt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Gesamtwinkelverschiebung für das Fußpedal auf 15 Grad festgesetzt wird, der Winkelbereich des Fußpedales für die Spülungs-Betriebsart auf ungefähr 2 Grad eingestellt wird, der Winkelbereich des Fußpedales zur simultanen Spülung und Aspiration von Flüssigkeit auf ungefähr 8 Grad eingestellt wird, und der Winkelbereich des Fußpedals zur simultanen Spülung, Emulsifikation und Aspiration auf ungefähr 5 Grad eingestellt wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Gesamtwinkelverschiebung für das Fußpedal auf 15 Grad festgesetzt wird und jeder der Winkelbereiche des Fußpedals für die drei Betriebsarten auf ungefähr 5 Grad eingestellt wird.

5. Vorrichtung zur Phako-Emulsifikation, die für zumindest drei Betriebsarten geeignet ist, die folgendes einschliessen:

Spülung eines Auges mit einer Salzlösung, simultane Spülung und Aspiration von Flüssigkeit, und simultane Spülung, Emulsifikation von Gewebe und Aspiration desselben, wobei die Phako-Emulsifikator-Vorrichtung eine Fußsteuerung zur Steuerung der Betriebsarten aufweist, wobei die Vorrichtung

ein Festsetzen eines Winkelbereichs des Fußpedalbetriebes für jede der Betriebsarten gestattet, wobei die Winkelbereiche aufeinanderfolgen und in Kombination eine Gesamtwinkelverschiebung für das Fußpedal definieren;

ein Bestimmen einer linearen Beziehung zwischen der Winkelstellung des Fußpedals in jedem Bereich und einem Ausgangssignal von dem Fußpedal in jedem Bereich gestattet,

dadurch gekennzeichnet,

daß die Empfindlichkeit der Fußpedalsteuerung durch Verändern des Stellungsbereiches des Fußpedales für ausgewählte Betriebsarten verändert wird.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei der die Gesamtwinkelverschiebung für das Fußpedal auf zumindest ungefähr 15 Grad festgesetzt ist, der Winkelbereich des Fußpedals für die Spülungs-Betriebsart auf ungefähr 2 Grad eingestellt ist, der Winkelbereich des Fußpedales zur simultanen Spülung und Aspiration von Flüssigkeit auf ungefähr 5 Grad eingestellt ist und der Winkelbereich des Fußpedals zur simultanen Spülung, Emulsifikation und Aspiration auf ungefähr 8 Grad eingestellt ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei der die gesamte Winkelverschiebung für das Fußpedal auf 15 Grad festgesetzt ist, der Winkelbereich des Fußpedals für die Spülungs-Betriebsart auf ungefähr 2 Grad eingestellt ist, der Winkelbereich des Fußpedals zur simultanen Spülung und Aspiration von Flüssigkeit auf ungefähr 8 Grad eingestellt ist und der Winkelbereich des Fußpedals zur simultanen Spülung, Emulsifikation und Aspiration auf ungefähr 5 Grad eingestellt ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei der die Gesamtwinkelverschiebung für das Fußpedal auf 15 Grad festgesetzt ist und jeder der Winkelbereiche des Fußpedals für die drei Betriebsarten auf ungefähr 5 Grad eingestellt ist.







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