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Dokumentenidentifikation DE19806981A1 28.10.1999
Titel Tafel-Türe, Tafel-Deckel, Tafel-Schubfach
Anmelder Friedrich, Hans-Josef, 84069 Schierling, DE
DE-Anmeldedatum 19.02.1998
DE-Aktenzeichen 19806981
Offenlegungstag 28.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.10.1999
IPC-Hauptklasse B43L 1/00
IPC-Nebenklasse E06B 7/28   B60J 5/00   
Zusammenfassung Um das Anbringen von handschriftlichen Notizen auf Türen, Deckel und Schubfächer zu ermöglichen, wird erfindungsgemäß die Verschmelzung einer oder mehrerer Tafeln, vorzugsweise Weißwandtafeln mit Türen, Deckel und Schubfächer, vorgeschlagen. Türen, Deckel, Schubfächer einerseits und beschreibbare Tafel andererseits verschmelzen zu einem neuen Produkt.

Beschreibung[de]

Herkömmliche Türen, Deckel und Schubfächer haben den Nachteil, daß man auf ihnen selbst keine handschriftlichen Notizen anbringen kann, beziehungsweise, sofern diese angebracht werden, sich diese nicht mehr, oder nur noch sehr schwer abwischen lassen.

Aus Schule, Universität, Büro sind Tafeln bekannt, an denen Lehrer, Referenten und dergleichen handschriftliche Informationen anbringen, welche nach einer gewissen Zeit wieder gelöscht werden, so daß die Tafeln einer neuerlichen Beschreibung zugänglich sind.

Bei diesen Tafeln handelt es sich meist um die gute, alte, mit Kreide beschreibbare Tafel oder um Weißwandtafeln, welche mit speziallackierter Oberfläche oder mit emailliertem Stahlblech versehen sind und mit speziellen Tintenschreiben, Tuscheschreibern, Filzstiften oder dergleichen beschrieben werden. Die Schrift letztgenannter Tafeln läßt sich mittels spezieller Fliese, Sprays, Löschpapiere leicht wieder entfernen, so daß die Tafel jahrelang immer wieder auf's Neue beschrieben werden kann.

Diese Tafeln werden meist an Wänden angebracht oder sind als selbsstehend erhältlich. Nun gibt es aber Situationen, in denen beispielsweise kein Platz für herkömmliche Tafeln vorhanden ist, beziehungsweise in denen es ungünstig wäre, diese permanent auf- und abzubauen oder hin und her zu versetzen. Im kleinen Büro stören selbststehende Tafeln. In der Küche würde man permanent über sie stolpern. Türen anzubohren um eine Tafel anzuschrauben ist meist nicht möglich oder zumindest nicht sinnvoll. An Kühlschränken und Gefriertruhen darf nicht gebohrt werden.

Um der Hausfrau, dem Hausmann die flexible Beschriftung seiner Gefriertruhe, seines Kühlschrankes oder Gefrierschrankes, samt einzelner Schubfächer zu ermöglichen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Türen und Schubfächer, ganz oder teilweise als immer wieder beschreibbare Tafeln, vorzugsweise Weißwandtafeln zu konstruieren. So kann der Inhalt dieser Geräte immer wieder neu angeschrieben werden. Kurze Notizen beispielsweise an die Familie (z. B. "Guten Appetit mit dem Eis wünscht Mama") oder beispielsweise Einkaufsinformationen ("Milch", "Fischstäbchen") sind ebenfalls möglich.

Um zu gewährleisten, daß an besagten Geräten auch geeignete Stifte zum Beschreiben vorhanden sind, wird ergänzend vorgeschlagen, Steck- und oder Ablegevorrichtungen für Stifte und Löschmittel zu integrieren.

Eine weitere Möglichkeit die Stifte vorzuhalten besteht darin, diese anzubinden, oder als spezielle anbindbare Stifte zu fertigen. Die Schnüre sollten sehr reißfest ausgelegt werden. Die Schnurlänge sollte in diesem Fall so ausgelegt sein, daß das äusserste Ende der integrierten Tafel gerade noch bequem beschrieben werden kann.

Zusätzlich könnten die, in die Kühlgeräte integrierten Tafeln magnetisiert sein, so daß man unter Zuhilfenahme von Magneten Papierzettel aber auch magnetisierte Stifte anbringen könnte.

Im Haushalt gibt es ferner oft das Problem, wo bringt man einen Wunsch an, den derjenige, der zum Einkaufen geht, in Form von Waren erfüllen soll. Einen Flip-Cart haben die wenigsten Privathaushalte. Kleine Zettel gehen zu leicht verloren. Warum seine Wünsche nicht an die Türe schreiben? Die Zimmertüre, die Haustüre oder auch ein odere mehrere Türen an den Möbeln ganz oder teilweise als immer wieder beschreibbare Tafeln gestaltet könnte hier große Dienste erweisen. Natürlich bietet sich auch hier primär die gegebenenfalls magnetisierte Weißwandtafel an.

Für Büros gilt das Selbe. Auch hier gibt es meist nur wenig Platz, um sich große Notizen zu machen oder sich künstlerisch immer wieder auf's neue zu entfalten. Warum nicht in die Bürotüren eine Tafel integrieren, oder aus den vielen Türen der Aktenschränke viele gegebenenfalls magnetisierte Tafeln machen?

Die Zimmertüren der Büros könnten dabei sogar an den beiden Seiten mit Tafeln versehen werden. Der im Zimmer arbeitende kann sich an der Türe die ganz wichtigen Dinge notieren, die er beim Verlassen des Büros keinesfalls vergessen darf. Andererseits kann der "Büroinhaber" bei als Tafel gestalteten Türen beim Verlassen des Büros kurze Informationen über sein Verbleiben und seine Vertretung anbringen.

Überall wo Türen sind, in Schulen, im Patentamt, in Unternehmen und, und, und, überall sieht man immer wieder Menschen, die mit Tesa Zettel ankleben auf denen beispielsweise steht: "Bitte nicht stören!", "Komme in 2 Minuten wieder!" Bei integrierten, gegebenenfalls magnetisierten Tafeln geht das alles viel schneller und flexibler. Ja, man könnte sogar noch den Besucher auffordern eine kurze Nachricht an der Türe zu hinterlassen, damit man diesen anrufen kann.

Durch Anbringen von angebundenen Stiften, wäre wiederum gewährleistet, daß das geeignete Schreibmittel jederzeit parat liegt.

Um die Stifte nicht anbinden zu müssen, wird vorgeschlagen, das Gehäuse der Stifte so zu magnetisieren, daß diese an den magnetisierten Tafeln angebracht werden können.

Damit auch die bereits vorhandenen Stifte, an magnetisierten Tafeln halten können, wird eine magnetisierte Haltevorrichtung für Stifte vorgeschlagen, in welcher die Stifte ganz oder teilweise, unten oder mittig versenkt oder eingeklemmt werden können.

Die Integration von Tafeln, insbesondere Weißwandtafeln wird nicht nur in Zimmertüren, Haustüren, Schranktüren und dergleichen vorgeschlagen, sondern es bietet sich auch an, diese Tafeln in die Türen von Personen- oder Nutzfahrzeugen zu integrieren. LKW- Fahrer, Taxi-Fahrer, oder Fahrer von Baumaschinen, Mähdreschern und anderen Ernte- oder Arbeitsmaschinen, könnten beispielsweise an ihnen ihren Namen anschreiben, so daß der Kunde sofort weiß, mit wem er es zu tun hat. Hierzu wird der Einsatz wasserfester Stifte vorgeschlagen, um zu verhindern, daß die Schriftzüge bei nassem Wetter weggewaschen werden. Für die Entfernung der Schriften empfielt es sich, die speziellen Löschvorrichtungen/Löschmittel mitzuführen, um an jedem beliebigen Ort, den Personalwechsel mit Änderung der Beschriftung durchführen zu können.

Zur Integration der Tafeln in Türen, Deckel und Schubfächer sei ausdrücklich darauf verwiesen, daß Integration nicht bedeutet, daß Tafeln angeschraubt, angeschweißt oder angeklebt werden müssen, sondern daß primär die Türen, Deckel, Schubfächer selbst die Tafel beziehungsweise die Tafeln Teil derselben sind. Stahlschrankaktenschränke lassen sich leicht mit dem erforderlichen Speziallack versehen. Kühl- und Gefrierschränke ebenfalls. Bei Metall- und Kunststofftüren gibt es auch keine Probleme. Auch auf Holz lassen sich Speziallacke anbringen. Die Türe, der Deckel oder das Schubfach werden zur Tafel, beziehungsweise die Tafel wird zur Türe, zum Deckel oder Schubfach oder Teilen dessen.


Anspruch[de]
  1. 1. Geschützt werden sollen Türen, Deckei und Schubfächer, die dadurch gekennzeichnet sind, daß in sie an mindestens einer Seite, die Türen, Deckel oder Schubfächer ganz oder teilweise abdeckenden, gegebenenfalls magnetisierten Tafeln integriert sind, auf denen mittels spezieller Schreibstifte handschriftliche Notizen so angebracht werden können, daß diese auch problemlos wieder gelöscht werden können.
  2. 2. Türen, Deckel und Schubfächer gemäß Ziffer 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu integrierenden Tafeln aus den verschiedensten Materialien bestehen können, wobei Weißwandtafeln mit speziallackierter Oberfläche, oder Weißwandtafeln aus emailliertem Stahlblech oder Tafeln, welche mit ablöschbaren Neonstiften beschrieben werden, den herkömmlichen Schultafeln, Schiefertafeln, Feinstsandtafeln aber auch Glastafeln, Folien und dergleichen deutlich zu bevorzugen sind.
  3. 3. Türen, Deckel und Schubfächer gemäß Ziffer 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die integrierten Tafeln durch Löschen alter Sachen immer wieder neu beschrieben werden können, und gegebenenfalls in die Türen, Deckel oder Schubfächer Laschen, Nischen, Fächer, Steck-Löcher oder dergleichen Vorrichtungen integriert sind, in, beziehungsweise an denen die Stifte zum Beschreiben der Tafeln, sowie die Löschvorrichtungen platzsparend verstaut werden können.
  4. 4. Selbstklebende Tafeln Weißwandtafeln für Türen, Deckel und Schubfächer dadurch gekennzeichnet, daß sie als Nachrüstsatz für vorhandene Türen, Deckel und Fächer verwendet werden können.
  5. 5. Türen, Deckel und Schubfächer gemäß Ziffer 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tafeln mittels feiner vertikaler und oder horizontaler Linien aufgegliedert sind.
  6. 6. Türen, Deckel und Schubfächer der beschriebenen Art, dadurch gekennzeichnet, daß die beschreibbare Fläche dunkel, oder gar schwarz gehalten ist und dementsprechend helle Schreibstifte oder Neonstifte zum Einsatz kommen.
  7. 7. Türen, Deckel und Schubfächer der beschreibenen Art, dadurch gekennzeichnet, daß die Türen, Deckel, Schubfächer neben der integrierten, gegebenenfalls magnetisierten Tafel auch mit Glasfenstern oder anderen Öffnungen versehen sind, und die Tafel somit nur maximal jene, Teile der Türen, Deckel, Schubfächer umfaßt, die nicht für diese Öffnungen benötigt werden.
  8. 8. Türen und Deckel mit integrierter, vorzugsweise Weißwandtafel, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Personen- oder Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommen.
  9. 9. Schreibstifte für magnetisierte Türen, Deckel und Schubfächer, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte neben ihrer herkömmlichen Schreibfunktion auch noch dergestalt magnetisiert sind, daß sie an den entsprechend magnetisierten Tafeln haften können.
  10. 10. Magnetisierte Steck- oder Klemmvorrichtung für vorzugsweise Weißwandtafel-Schreib-Stifte, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht magnetisierten Schreibstifte leicht in sie gesteckt oder geklemmt werden können und daraus leicht wieder entnommen werden können, und die Steck- oder Klemmvorrichtung jeden beliebigen Ort der magnetisierten Tafel einnehmen kann.






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