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Dokumentenidentifikation DE19817932A1 28.10.1999
Titel Sicherungsring
Anmelder Mannesmann AG, 40213 Düsseldorf, DE
Erfinder Staggl, Roland, Ing.(grad.), 58300 Wetter, DE;
Flaig, Heinz, Dipl.-Ing., 44801 Bochum, DE;
Gievers, Winfried, Dipl.-Ing., 58300 Wetter, DE;
Osthoff, Hans-Hermann, Ing.(grad.), 58300 Wetter, DE;
Steinkopf, Jan-Helge, Dipl.-Ing., 58300 Wetter, DE;
Saeftel, Josef Paul, 44575 Castrop-Rauxel, DE;
Jansen, Gregor, Dipl.-Ing., 46244 Bottrop, DE;
Stöber, Manfred, Dipl.-Ing., 58453 Witten, DE;
Becker, Eberhard, Dipl.-Wirtsch.-Ing., 58093 Hagen, DE;
Düllmann, Thomas, 58099 Hagen, DE
Vertreter P. Meissner und Kollegen, 14199 Berlin
DE-Anmeldedatum 17.04.1998
DE-Aktenzeichen 19817932
Offenlegungstag 28.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.10.1999
IPC-Hauptklasse F16B 39/26
IPC-Nebenklasse F16B 21/18   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Sicherungsring, insbesondere aus Federstahl, mit einer zentralen Ringöffnung und zwei an einer durchgehenden radialen Schlitzöffnung einander gegenüberliegenden Ringenden,
an denen jeweils eine Durchgangsöffnung ausgebildet ist,
wobei die radiale Ringbreite ausgehend von der den Ringenden gegenüberliegenden Ringseite zumindest abschnittsweise kontinuierlich abnimmt.
Um einen Sicherungsring zu schaffen, der mit den üblichen, insbesondere den nicht gekröpften Breitzangen auch dann einsetzbar ist, wenn nur ein schmaler Spalt zum Einbau vorhanden ist, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die beiden Durchgangsöffnungen (9a, 9b) an einem am zugehörigen Ringende (6a, 6b) angeordneten, aus der Ringebene weisenden Vorsprung (8a, 8b) ausgebildet sind und im wesentlichen parallel zur Ringebene verlaufen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Sicherungsring gemäß dem Obergriff des Anspruchs 1.

Sicherungsringe mit einer zentralen, insbesondere zylindrischen Ringöffnung sind allgemein bekannt. Derartige Sicherungsringe sind an einer Stelle durchtrennt, so daß diese zwei einander gegenüberliegende Ringenden aufweisen. Die Durchtrennung ist meist in Form eines radial verlaufenden Schlitzes ausgebildet. Die Ringenden sind häufig radial verbreitert und jeweils mit einer Durchgangsöffnung versehen. Die Durchgangsöffnungen verlaufen dabei parallel zueinander und senkrecht zur Ringebene des flachen Sicherungsringes. Die radiale Ringbreite nimmt in der Regel auf beiden Ringseiten zu den Ringenden hin ab; die Ringdicke ist regelmäßig konstant. In die als zylindrische Durchgangsbohrungen ausgebildete Durchgangsöffnungen sind die oberen Enden einer Spreizzange einsteckbar. Mit Hilfe der Spreizzange werden die Ringenden nach außen gedrückt, so daß der Sicherungsring in eine Radialnut eines Bolzens oder dgl. einsetzbar ist.

Um derartige Sicherungsringe auch dann einsetzen zu können, wenn senkrecht zur Ringebene nur wenig Platz vorhanden ist, werden zum Einsetzen gekröpfte Breitzangen verwendet.

Nachteilig bei derartigen Sicherungsringen ist es, daß diese auch mit gekröpften Breitzangen nicht verwendbar sind, wenn zum Einsetzen des Ringes nur ein schmaler Spalt vorhanden ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sicherungsring zu schaffen, der mit den üblichen, insbesondere den nicht gekröpften Breitzangen auch dann einsetzbar ist, wenn nur ein schmaler Spalt zum Einbau vorhanden ist.

Die Lösung dieser Aufgabe ist gekennzeichnet durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale. Durch die kennzeichnenden Merkmale der Unteransprüche 2 bis 5 ist der Sicherungsring in vorteilhafter Weise weiter ausgestaltet.

Die Lösung sieht vor, daß die beiden Durchgangsöffnungen an einem am dazugehörigen Ringende angeordneten, aus der Ringebene weisenden Vorsprung ausgebildet sind und im wesentlichen parallel zur Ringebene verlaufen. Es handelt sich bei der Lösung also um einen "gekröpften" Sicherungsring, der zum Einbau nur einen Spalt benötigt, der etwas breiter als der Sicherungsring selbst ist. Hierbei reicht eine zugängliche Spaltbreite aus, die der Dicke der üblichen Spreizzangen entspricht. Die Spreizzange selbst braucht hierbei nicht gekröpft ausgeführt sein.

Die Handhabung des Sicherungsringes, insbesondere beim Einsetzen, vereinfacht sich, wenn die beiden Vorsprünge auf derselben Seite der Ringebene angeordnet sind.

Die Herstellung des Sicherungsrings ist relativ einfach, wenn die beiden ohrenartigen Vorsprünge vor dem Härten durch Biegen der Ringenden aus der Ringebene heraus nach oben gebildet sind.

Das Einsetzen des Sicherungsrings bereitet keinerlei Schwierigkeiten, wenn die beiden Vorsprünge in einer gemeinsamen, tangential zur Ringöffnung ausgerichteten Ebene verlaufen.

Die Durchgangsöffnungen sind leicht herstellbar, wenn diese parallel zueinander senkrecht zu den Vorsprüngen verlaufen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Sicherungsringes,

Fig. 2 eine Vorderansicht auf den Sicherungsring gemäß Fig. 1,

Fig. 3 eine Draufsicht auf den Sicherungsring gemäß Fig. 1 und

Fig. 4 eine Seitenansicht des Sicherungsringes gemäß Fig. 1.

Fig. 1 zeigt in einer räumlichen Darstellung einen aus Federstahl gefertigten Sicherungsring 1 mit einer zentralen zylindrischen Ringöffnung 2. Der flache Sicherungsring 1 weist zwei ringförmige Seitenflächen 3, 4 auf, die parallel zueinander angeordnet sind. Wie Fig. 1 ebenfalls zeigt, ist der Sicherungsring an einer Stelle durch eine Schlitzöffnung 5 aufgetrennt, die durchgehend radial von innen nach außen verläuft. An der Schlitzöffnung 5 liegen sich die beiden durch die Schlitzöffnung 5 gebildeten Ringenden 6a, 6b gegenüber. Die Ringenden 6a, 6b sind radial nach außen verbreitert und diese Verbreiterungen 7a, 7b aus der Ringebene heraus nach oben gebogen. Die dabei gebildeten ohrenartigen Vorsprünge liegen auf derselben Seite der Ringebene und sind senkrecht zu dieser ausgerichtet. Fig. 1 zeigt, daß beide Vorsprünge 8a, 8b in einer gemeinsamen Ebene ausgerichtet sind, die tangential zur Ringöffnung 2 verläuft. Tangential heißt hier, daß diese gemeinsame Ebene parallel zu der Tangentialebene an der Zylinderfläche der Ringöffnung 2 angeordnet ist, und zwar an der Schlitzöffnung 5. Selbstverständlich ist das Hochbiegen der radial verbreiterten Enden 6a, 6b nur eine Möglichkeit, um die Vorsprünge 8a, 8b zu bilden. Die Vorsprünge 8a, 8b können selbstverständlich auch in beliebiger anderer Weise gebildet werden.

Gemäß Fig. 1 ist an jedem Vorsprung 8a, 8b eine Durchgangsöffnung 9a, 9b in Form einer Durchgangsbohrung angeordnet. Die Durchgangsöffnungen 9a, 9b verlaufen parallel zueinander und außerdem parallel zur Ringebene. Im Ausführungsbeispiel sind beide Durchgangsbohrungen 9a, 9b parallel zur Schlitzöffnung 5 ausgerichtet.

Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht des Sicherungsringes 1, wobei insbesondere sehr gut erkennbar ist, daß die radiale Ringbreite beidseitig einer Symmetrieachse 10 ausgehend von der den Ringenden 6a, 6b gegenüberliegenden Ringseite kontinuierlich abnimmt. Die radiale Abnahme der Ringbreite kann auch abschnittsweise erfolgen, d. h. an einen Bereich mit konstanter Ringbreite kann sich ein Bereich mit kontinuierlich abnehmender Ringbreite anschließen. Die Ringenden 6a, 6b sind dann wie in Fig. 2 dargestellt ausgebildet.

Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf den Sicherungsring 1, wobei insbesondere die parallel zueinander angeordneten Durchgangsöffnungen zu erkennen sind.

Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht des Sicherungsrings 1. Diese Seitenansicht zeigt insbesondere die aus der Ringebene herausgebogenen Ringenden 6a, 6b. Die Ringebene und die Ebene der Vorsprünge 8a, 8b stehen in Fig. 4 senkrecht aufeinander.

Bezugszeichenliste

1Sicherungsring

2Ringöffnung

3Seitenfläche

4Seitenfläche

5Schlitzöffnung

6aRingenden

6bRingenden

7aVerbreiterungen

7bVerbreiterungen

8aVorsprünge

8bVorsprünge

9aDurchgangsöffnung

9bDurchgangsöffnung

10Symmetrieachse


Anspruch[de]
  1. 1. Sicherungsring, insbesondere aus Federstahl,

    mit einer zentralen Ringöffnung und zwei an einer durchgehenden radialen Schlitzöffnung einander gegenüberliegenden Ringenden, an denen jeweils eine Durchgangsöffnung ausgebildet ist,

    wobei die radiale Ringbreite ausgehend von der den Ringenden gegenüberliegenden Ringseite zumindest abschnittsweise kontinuierlich abnimmt, dadurch gekennzeichnet,

    daß die beiden Durchgangsöffnungen (9a, 9b) an einem am zugehörigen Ringende (6a, 6b) angeordneten, aus der Ringebene weisenden Vorsprung (8a, 8b) ausgebildet sind und im wesentlichen parallel zur Ringebene verlaufen.
  2. 2. Sicherungsring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Vorsprünge (8a, 8b) auf derselben Seite der Ringebene angeordnet sind.
  3. 3. Sicherungsring nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden ohrenartigen Vorsprünge (8a, 8b) durch Biegen der Ringenden (6a, 6b) aus der Ringebene heraus nach oben gebildet sind.
  4. 4. Sicherungsring nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Vorsprünge (8a, 8b) in einer gemeinsamen, tangential zur Ringöffnung (2) ausgerichteten Ebene verlaufen.
  5. 5. Sicherungsring nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Durchgangsöffnungen (9a, 9b) parallel zueinander und senkrecht zu den Vorsprüngen (8a, 8b) verlaufen.






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