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Dokumentenidentifikation DE69229096T2 28.10.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0541145
Titel Überwachungssystem zur Überwachung eines Telekommunikationsnetzwerks enthaltend eine oder mehrere Teilnehmervermittlungsanlagen
Anmelder Koninklijke KPN N.V., Groningen, NL
Erfinder Meijer, Rudolf, NL-1445 PB Purmerend, NL
Vertreter Mayer, Frank und Reinhardt, 75173 Pforzheim
DE-Aktenzeichen 69229096
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 15.10.1992
EP-Aktenzeichen 922031679
EP-Offenlegungsdatum 12.05.1993
EP date of grant 06.05.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.10.1999
IPC-Hauptklasse H04M 3/36
IPC-Nebenklasse H04M 3/22   H04M 7/00   

Beschreibung[de]
A. Technischer Hintergrund der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Überwachungssystem zum überwachen eines Telekommunikationsnetzwerkes mit einer oder mehreren Vermittlungsstellen, mit Mitteln zum Erzeugen oder zum Importieren von Anrufseinträgen von Anrufen, die von Teilnehmern über solche Vermittlungsstellen durchgeführt worden sind, von für solch einen Anruf relevanten Parametern wie Anrufsziel und Anrufsausgangspunkt, oder von Parametern und Variablen wie die Antwortzeit, die in den besagten Anrufseinträgen gespeichert sind, wobei zumindest ein Teil der Anrufseinträge einer Prozessoreinheit zugeführt werden, die die besagten Anrufseintragparameter liest und klassifiziert. Ein Überwachungssystem dieses Typs dient insbesondere zur Überwachung der Qualität des Telekommunikationsnetzwerkes, wie es von den Teilnehmern wahrgenommen wird. Dies steht im Gegensatz zu Überwachungssystemen, die mehr auf das korrekte Management des Netzwerkes selber ausgerichtet sind, um Überlastungspunkte festzustellen, um die Routingmechanismen zu verbessern und um Ausweitungen vorzubereiten.

Teilnehmervermittlungsstellen in einem modernen Telekommunikationsnetzwerk sind häufig SPC-Vermittlungen (SPC = Stored Programmed Control) wie beispielsweise die Systeme PRX/A, AXE, SESS-PRX und das System-12. Schaltsysteme dieses Typs, die als Teilnehmervermittlungen eingesetzt werden, sind häufig mit einer sogenannten "Verkehrsbeobachtungs"-Funktion versehen. Diese Funktion umfasst die Erzeugung, zum Beispiel auf dem Weg des willkürlichen Abtastens von Anrufseinträgen ("Anrufsberichte") in einer Teilnehmervermittlungsstelle nach der Beendigung der Anrufe von Teilnehmern A, die an solch einer Teilnehmervermittlungsstelle angeschlossen sind, in der Anrufsaufzeichnungsdaten in Bezug auf den betreffenden Anruf festgehalten werden. Diese Daten umfassen unter anderem: - die Nummer des Teilnehmers A; - die Nummer des Teilnehmers B; die Identifikationen des Eingangs und des Ausgangs des Anrufs in der Vermittlungsstelle wie die Nummern der Stammgruppe und des Übertragers; - Zeitinformationen, beispielsweise in Bezug auf den Verbindungsaufbau, die Beantwortung und den Verbindungsabbau: - Codes bezüglich auf das Ergebnis des Anrufversuchs wie erfolgreich, überbelegt, Zeitablauf, Signalisierungsfehler und ähnliches. Bis jetzt sind diese Anrufberichte für jede Teilnehmervermittlungsstelle während einer begrenzten Überwachungszeit gesammelt und anschliessend ohne Verbindung verarbeitet worden, um ein Qualitätsbild aus der Sicht des Teilnehmers zu erzeugen. Diese Beobachtung ist entweder zu bestimmten Zeiten zum Zwecke der Wartung der betreffenden Teilnehmervermittlungsstelle und seiner direkten Netzwerkumgebung gestartet worden oder nachdem Teilnehmerbeschwerden aufgetreten sind, um die Gründe für diese zu verfolgen. Derart erhaltene Qualitätsbilder haben sich aber als sehr zufällig herausgestellt und sind häufig nicht aktuell genug, um mit bestehenden Beschwerden in adäquater Weise umzugehen, und sie zeigen keine oder eine zu geringe Korrelation mit denen anderer Teilnehmervermittlungsstellen in der Netzwerkumgebung der betreffenden Teilnehmervermittlungsstelle.

B. Zusammenfassung der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Überwachungssystem, bei dem die von den Teilnehmern wahrgenommene Qualität nicht - wie es bisher üblich gewesen ist - ohne Verbindung und mehr oder weniger ad hoc überwacht wird, sondern in ständiger Verbindung stehend und kontinuierlich überwacht wird, wobei die Möglichkeit geschaffen wird, diese Überwachung für mehrere Teilnehmervermittlungsstellen gleichzeitig zu implementieren, so dass ein besserer Überblick über einen ganzen Bereich als auch eine bessere Korrelati on der gemachten Beobachtungen erhalten werden kann. Zusätzlich können überwachte Kategorien ("Cluster") in sehr flexibler Weise definiert werden.

Ein Überwachungssystem der eingangs genannten Art ist bekannt, insbesondere aus der US 4,959,849. Bei diesem bekannten System können in dem Netzwerk getätigte Verbindungsanrufe selektiv in eine "Ende-zu-Ende" Überwachung aufgenommen werden, indem ein Überwachungsbit, welches spezifisch für diesen Grund vorgesehen ist, in einem Signalisierbericht gesetzt wird, der jeden der ausgewählten Anrufe begleitet. In jedem Netzwerkelement (Vermittlungsstelle) entlang des Verbindungsweges wird der Signalisierbericht mit einem Überwachungsbit dieses Typs kopiert und an ein zentrale Steuerungseinheit übertragen. Durch die Korrelation der aufeinanderfolgenden Signalisierberichte kann der Fortschritt des Verbindungsaufbaus mit solch einem ausgewählten Anruf verfolgt werden. Die empfangenen Signalisierberichte werden alle jeweils behalten, bis der gesamte Verbindungsaufbau vollständig ist. Falls ein Fehler während des Verbindungsaufbaus auftritt, ist somit die gesamte Geschichte bis zu dem Zeitpunkt, in dem der Fehler aufgetreten ist, für eine weitere Analyse verfügbar. Dieses bekannte Überwachungssystem hat jedoch die folgenden Nachteile:

- jedes betroffene Netzwerkelement entlang des Weges des Anrufs erfordert eine getrennte Datenverbindung zu der zentralen Verarbeitungseinheit;

- es ist keine Information über die Länge und die Belastung solch einer ausgewählten Verbindung verfügbar, unabhängig davon, ob der Verbindungsabbruch korrekt oder nicht ausgeführt worden ist;

- obwohl aus technischer Sicht die Anwendung nicht auf Netzwerke beschränkt ist, die einen "gemeinsamen Kanal" zur Signalisierung aufweisen, ist der Einsatz dieses bekannten Überwachungssystems aus wirtschaftlicher Sicht in einem Netzwerk ohne einen "gemeinsamen Kanal" zur Signalisierung nicht attraktiv;

- der Stand der Technik gibt keinen Hinweis auf eine mögliche Signalisierung auf der Basis der statistischen Echtzeitverarbeitung der Historie der zuletzt ausgewählten Anrufe in Bezug auf früher ausgewählte Anrufe, die oder die nicht fehlgeschlagen sind.

Ein Überwachungssystem mit Anrufsaufzeichnungen ist aus der JP- A-61029249 bekannt, die ein Steuersystem für ein Kommunikationsnetzwerk beschreibt, mit Datensammlern, die Daten aus dem Kommunikationsnetzwerk sammeln und diese nach der Speicherung und der Wandlung an Zentren übermitteln. Die Zentren senden die von den Sammlern gesammelten Daten direkt oder über ein Datenübertragungsnetzwerk an eine Datenbasiseinrichtung. Die Einrichtung sortiert die empfangenen Daten und wandelt sie in einer gewünschten Form nach der Typwandlung durch Datenprozessoren um. Diese gewandelten Daten werden übertragen. Die Prozessoren benutzen diese Daten, um Berechnungen der Anzahl der Einrichtungen und verschiedene Arten von statistischen Berechnungen durchzuführen, um die Qualität eines Kommunikationsnetzwerkes zu halten und zu steuern.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Fähigkeit zu schaffen, ausgewählte Netzwerkbereiche ("Netzwerkbetrachten") durch die (online) Zusammenstellung von Anrufsberichtsparametern in Monitorklassen zu überwachen. Durch dieses Parameterzusammenstellen sind Netzwerküberwacher befähigt, in bestimmte Netzwerkbereiche hineinzuzoomen, indem die Parameter auf den zu überwachenden Netzwerkbereich eingestellt werden.

Die besagten überwachten Klassen können beispielsweise durch die Zusammenlegung von aus den Anrufseinträgen herausgelesenen Zielpunkten ("B-Nummern") oder durch herausgelesene Ausgangspunkte ("A-Nummern") gebildet werden. Es ist auch möglich, überwachte Klassen ("Cluster") aus Kombinationen der beiden zu bilden; so ist es möglich, einen Cluster aus einem bestimmten A- Nummernbereich (beispielsweise 070-3320000..070-334999) kombiniert mit einem bestimmten B-Nummernbereich (beispielsweise 06- 000..06-999) zu bilden. Die überwachten Klassen können a priori als solche definiert sein (wie "A = 070-332..-334 in Kombination mit B = 06") oder sie können aus den beobachteten Anrufseinträgen heraus gebildet werden (beispielsweise durch Clusterbildung der ersten vier Stellen der B-Nummer). Falls es gewünscht ist, können andere mögliche Parameter oder Parameterkombinationen eingesetzt werden, um überwachte Cluster zu definieren. In einer näheren Betrachtungsweise wird vorteilhafterweise vorgesehen, das der besagte statistische Wert über eine feste Anzahl p von Anrufseinträgen berechnet wird, die erst kürzlichst in der einschlägigen überwachten Klasse klassifiziert worden sind. In diesem Zusammenhang ist es möglich, dass der statistische Wert sobald nach der letzten Berechnung wieder berechnet wird, wenn erneut p Anrufseinträge in der überwachten Klasse klassifiziert worden sind ("Sprungfenster"), oder dass der statistische Wert immer dann wieder berechnet wird, wenn ein weiterer Anrufseintrag in der überwachten Klasse klassifiziert worden ist ("sich bewegendes Fenster"). Es ist auch möglich, dass für jede überwachte Klasse die Zeit berechnet wird, die zwischen nacheinander klassifizierten Anrufseinträgen abläuft, und dass der statistische Wert in solch einer Weise korrigiert wird, dass die Differenz zwischen dem so korrigierten statistischen Wert und dem besagten Schwellwert je mehr ansteigt, desto grösser die abgelaufene Zeit zwischen den in der überwachten Klasse klassifizierten Anrufseinträgen wird ("leckender Eimer" und ähnliche Modelle).

C. Entgegenhaltung

JP-A-61029249

D. Beispielhafte Ausführungsbeispiele

Die Fig. 1 zeigt ein Telekommunikationsnetzwerk N, zu dem eine Anzahl von Teilnehmervermittlungsstellen A1, A2, B1, B2, B3, B4 gehören. Es wird angenommen, dass die Anrufe von den Teilnehmern ("A-Teilnehmer") erzeugt werden, die an den Vermittlungsstellen A1, A2 angeschlossen sind, und dass die Anrufe mit Teilnehmern ("B-Teilnehmer") geführt werden, die an den Vermittlungsstellen B1, ...B4 angeschlossen sind. Es ist festzuhalten, dass im folgenden der Begriff "Ziel" nicht nur den letztendlichen Zielanschluss eines Teilnehmers des Gesprächs bedeutet, sondern auch "Zwischenziele" umfasst. Es ist selbstverständlich, dass in der Praxis Anrufe nicht nur von "A-Vermittlungsstellen" sondern auch von "B-Vermittlungsstellen" erzeugt werden. Die Vermittlungsstellen A1 und A2 sind mit einer "Verkehrsüberwachungseinheit" TOU (= traffic observation unit) verbunden, die die Anrufe der A- Teilnehmer in Bezug auf die Qualität überwacht, indem die in den besagten A-Vermittlungsstellen erzeugten "Anrufseinträge" gelesen und analysiert werden. Da dies ein durchschnittliches Qualitätsbild ergibt, werden nicht alle Anrufe einzeln überwacht - dies würde eine enorme zusätzliche Rechenkapazität erfordern - sondern immer ein statistisch relevanter Satz von diesen. Es ist bei den meisten SPC-Vermittlungsstellen auch möglich, Anrufseinträge durch Zufallsauswahl auszuwählen. Weil das Netzwerk N in Begriffen des Teilnehmerverkehrs in den verschiedenen Richtungen nicht in homogener Weise arbeitet, wird der Verkehr T1, T2, T3, T4 an die verschiedenen Zieladressen, die durch B1...B4 dargestellt werden, in getrennter Weise durch die TOU überwacht. T1...T4 kann auch einen Verkehrsfluss darstellen, der an mehr als eine Vermittlungsstelle geht, oder einen Verkehrsfluss darstellen, der eine beschränktere Zielklasse aufweist, als die Domäne einer B-Vermittlungsstelle.

Um die Qualität zu messen, ist es möglich, die durchschnittliche Anzahl von Anrufen festzustellen, die aus verschiedenen Gründen (durch die Signalisierungscodes "besetzt", "Zeitablauf", "innere Überlastung", äussere Überlastung", "technischer Fehler" und ähnliches signalisiert) nicht zu einer Verbindung mit dem gewählten B-Teilnehmer geführt haben. Falls die Anzahl von fehlge gangenen Verbindungen einen gewissen Prozentsatz übersteigt, kann dies zu einem Alarmsignal (Fehlermeldung) führen. Für Qualitätsmessungen ebenfalls wichtig sind Antwortzeiten, wie die Beantwortungszeit, d. h. die Zeit zwischen dem Start des A-Anrufs und dem Zeitpunkt, zu dem der B-Teilnehmer den Anruf beantwortet ("Antwort"). In ähnlicher Weise kann die Zeit zwischen dem Beginn des Anrufs und der Beendigung des Anrufs durch den A- Teilnehmer oder den B-Teilnehmer ("A-Freigabe" oder "B- Freigabe") wichtig sein. Das Verfahren und die Mittel, mit denen die Qualität überwacht werden können, sind in der Fig. 2 dargestellt.

Die Fig. 2 zeigt ein beispielhaftes Ausführungsbeispiel einer TOU. In den Vermittlungsstellen A1 und A2 werden Anrufeinträge durch Zufallsauswahl zusammengestellt und einer Sammeleinheit COL zugeführt, in der sie unter anderem auf Vollständigkeit geprüft werden. In dem spezifischen Fall, dass die A- Vermittlungsstellen Anrufsberichte erzeugen, die verschiedene Formate aufweisen, werden diese Anrufsberichte in der COL- Einheit auch in dasselbe Format gewandelt und sind geeignet, in den nachfolgenden Einheiten der TOU verarbeitet zu werden. Von den so in gleichförmiger Weise formatierten Anrufsberichten wird das Anrufsziel in der Ausleseeinheit READ_B ausgelesen, wonach die Anrufsberichte auf der Basis der ausgelesenen Anrufsziele durch die Sortiereinheit SORT_B in Zielklassen klassifiziert werden. Wie bereits oben beschrieben, können diese Zielklassen verschiedenen B-Vermittlungsstellen zugehören, oder es kann eine vollständig andere Klassifikation gewählt werden. Zum Beispiel können alle diese Anrufe zusammengefasst werden, die mit der Anrufszahl 06 beginnen oder alle jene Anrufe, die mit den Zahlen 070-33 beginnen. In diesen Fällen weist einer der zu beobachtenden Verkehrsflüsse T1...T4 die Zieladresse 06 auf (welche verschiedene 06-Vermittlungsstellen umfassen können) oder die 070- 33 (die PABX der Hauptstelle der PTT Nederland NV). In der Fig. 3, die im Nachhinein im Detail beschrieben werden wird, wird auch gezeigt, in welcher Weise der zu beobachtende Verkehrsfluss zusätzlich gemäss einem zweiten Parameter zusammengeführt werden kann, insbesondere seinem Ausgangspunkt. Es ist festzuhalten, dass die verschiedenen Einheiten der TOU vorzugsweise als Softwareeinheiten ("Funktionen") in einem Computersystem implementiert sind und im allgemeinen nicht als getrennte zugewiesene Hardwareinheiten ausgestaltet sind. Die verschiedenen Einheiten stehen unter der Steuerung einer zentralen Computereinheit CPU, die von einer Tastatur KB bedient werden kann. Die in der SORT B-Einheit zusammengestellten Sätze von Anrufsberichten, die dieselbe Bn-Zieladresse für jeden Satz aufweisen, werden anschliessend Satz für Satz in einer Einleseeinheit READ_VAR eingelesen, in der die verschiedenen Variablen, die für die Qualitätsbeobachtung der Anrufsberichte relevant sind eingelesen werden, so dass die Werte der bereits erwähnten Variablen "besetzt", "Zeitablauf", "Antwort", ... etc. in der Figur durch V1...V5 dargestellt werden. Für jede der Variablen V1...V5 wird in einer Einheit STAT-PROC ein statistischer Prozess durchgeführt. Die verschiedenen statistischen Prozesse können gleichzeitig oder Zeit-verteilt durchgeführt werden. Zum Beispiel wird ein statistischer Prozess für die Variable Antwort (V1) ausgeführt, wie beispielsweise die Berechnung des Mittelwertes zwischen dem Beginn eines Anrufs und der Antwort auf diesen über in jedem Fall die letzten 150 Anrufsberichte ("bewegendes Fenster") mit der Zieladresse B4. Der besagte Mittelwert, der durch den Wert S1 festgehalten wird, wird dann mit einem Schwellwert t verglichen, der in einer Schwellwerteinheit THR gebildet worden ist. Solange der Wert S1 nicht eine bestimmte Anzahl von Sekunden T überschreitet, wird der Wert S1 direkt auf die Anzeigeeinheit D übermittelt, auf der auch die anderen relevanten Werte Sn dargestellt sind. Sobald die mittlere Antwortzeit ("Antwort"- Zeit) die Anzahl von Sekunden t überschreitet, wird ein Alarmsignal All zusammen mit dem besagten Wert S1 an die Anzeigeeinheit D übermittelt, wobei der Wert von S1 in einer bestimmten Weise angezeigt wird, beispielsweise unterstrichen, fett oder blin kend: zusätzlich kann ein Geräuschsignal ("beep") erzeugt werden. Ein statistischer Wert wird auch aus den verbleibenden Variablen gebildet, welcher Wert dann mit einem Maximum- oder Minimum-Schwellwert t verglichen wird und dann je nach dem Ergebnis des Vergleichs auf der Anzeige D mit oder ohne eine Alarmanzeige Aln dargestellt wird. Die Anzeige D wird ständig von einem Netzwerkbetreuer beobachtet, der Schritte unternehmen kann, wenn die Qualität absinkt, wobei er von allen neuesten Werten der relevanten Variablen unterstützt wird. Es ist festzuhalten, dass die verschiedenen Variablen, falls notwendig, verschiedenen statistischen Prozessoren unterworfen werden können. Wie bereits erwähnt, ist es möglich in jedem Fall einen Mittelwert über die letzten n Anrufsberichte und auch die Standardabweichung zu bilden. Es ist nicht nur möglich, die statistischen Werte über in jedem Fall letzten n Werte zu berechnen, sondern in jedem Fall über die letzten n Anrufsberichte zu berechnen, sobald diese Anzahl erneut nach der letzten Berechnung ("springendes Fenster") erreicht worden ist. Im Falle der statistischen Auswertung von binären Variablen wie "besetzt" (welche den Wert "besetzt" oder "nicht-besetzt" aufweisen kann) kann es sinnvoll sein, die Zeit in die Berechnung einzubeziehen, die zwischen zwei aufeinanderfolgenden "besetzt"-Nachrichten verstrichen ist. Dies kann beispielsweise durch einen "tropfender-Eimer" Algorithmus erreicht werden, der unter anderem in den "Verhaltens"-Einheiten von ATM (Asynchronous Transfer Mode) Systemen eingesetzt wird, wie sie aus der Europäischen Patentanmeldung EP 0 381 275 der Anmelderin bekannt sind, in der ein Verfahren zum zeitaufgelösten Einsatz solch einer Einheit für eine grosse Anzahl von Kanälen beschrieben ist.

Es ist festzuhalten, dass die in der Fig. 1 dargestellten B- Vermittlungsstellen natürlich im Allgemeinen auch als A- Vermittlungsstellen zum Zwecke der Weiterleitung von Anrufen an an diese angeschlossene Teilnehmer dienen, wobei diese Vermittlungsstellen auch an eine oder mehrere TOU angeschlossen sein können, die dann die von den Teilnehmern wahrgenommene Qualität der Verbindungen überwacht. Falls in den Vermittlungsstellen Anrufsberichte auch für eingehende Anrufe ("INCOMING") erzeugt werden (d. h. von A-Teilnehmern erzeugte Gespräche, die nicht an die besagte Vermittlungsstelle angeschlossen sind), ist es zusätzlich möglich, die Qualität der besagten empfangenen Gespräche in derselben Weise wie bei den oben erwähnten ausgehenden Gesprächen zu überwachen. Es ist ebenfalls festzuhalten, dass Anrufsberichte - beispielsweise über das Signalisiernetzwerk - auch von einer anderen Vermittlungsstelle importiert werden können, anstatt in der in Rede stehenden Vermittlungsstelle selbst erzeugt zu werden.

Die Fig. 3 entspricht der Fig. 2 aber in diesem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist die Ausleseeinheit READ_B durch eine Ausleseeinheit READ_AB ersetzt worden, bei der zusätzlich zu der Zieladresse auch der Ausgangspunkt ausgelesen wird. Dieses beispielhafte Ausführungsbeispiel umfasst ferner eine Sortiereinheit SORT_A. In dieser Einheit SORT_A werden die Anrufsberichte gemäss ihrem Ausgangspunkt in Ausgangskategorien klassifiziert. In dieser Figur sind die besagten Kategorien mit den Bezeichnungen A1, A2 versehen. Es ist aber sicher festzuhalten, dass wie die Zielkategorien nicht notwendigerweise mit den Vermittlungsstellen B1...B4 übereinstimmen müssen auch die Ausgangskategorien nicht mit den Vermittlungsstellen A1...A2 übereinstimmen müssen. Es ist daher möglich, dass Anrufsberichte in mehr Kategorien als die Anzahl von A-Vermittlungsstellen klassifiziert werden, mit denen die TOU verbunden ist. Zum Beispiel können A- Nummern, die mit Computersystemen verbunden sind, eine spezielle Nummernserie bilden, die getrennt beobachtet wird (in ähnlicher Weise können spezielle B-Nummernserien dieses Typs getrennte B- Kategorien bilden, die durch die SORT_B-Einheit in verschiedene Klassen klassifiziert werden). In diesem beispielhaften Ausführungsbeispiel findet eine erste Kategorieklassifikation gemäss dem Ursprung durch die SORT_A-Einheit und eine zweite Kategorie klassifikation gemäss der Zieladresse durch die SORT_B-Einheit statt. Beide Kategorien können vollständig unabhängig von den Managementdomänen der A- und B-Vermittlungsstellen sein. Diese flexible Kategorieklassifikation, die durch die Tastatur KB über die zentrale Steuerung CPU initialisiert werden kann, macht es möglich, dass eine TOU tatsächlich nicht mit einer Teilnehmervermittlungsstelle A+...A2 oder B1...B4 verbunden sein muss, sondern mit einer Umschalt- oder Transitvermittlungsstelle irgendwo im Netzwerk N zwischen den Teilnehmervermittlungsstellen A1...A2 und B1...B4 angeordnet ist. Anrufsberichte sollten dennoch in den besagten Vermittlungsstellen für durchgehende Anrufe (Verbindungen von An nach Bn und umgekehrt) erzeugt oder von anderen Vermittlungsstellen, zum Beispiel Teilnehmervermittlungsstellen, importiert werden. Im Prinzip wäre es sogar ausreichend, dass gerade eine TOU für das ganze Netzwerk N besteht, die die Fähigkeit aufweist, die Qualität von den verschiedenen Teilnehmerverkehrsflüssen T1...T4, die in verschiedene Teilnehmercluster unterteilt sind (gemäss dem Ziel und/oder dem Ausgangspunkt, auszuwählen vom Netzwerkmanager) in einem kontinuierlichen Verfahren zu überwachen.


Anspruch[de]

1. Überwachungssystem zum Überwachen eines Telekommunikationsnetzwerkes mit einer oder mehreren Vermittlungsstellen, mit Mitteln zum Erzeugen oder zum Importieren von Anrufseinträgen von Anrufen, die von Teilnehmern über solche Vermittlungsstellen durchgeführt worden sind, wobei die für solch einen Anruf relevanten Parameter wie Anrufsziel und Anrufsausgangspunkt, oder Parameter und Variable wie die Antwortzeit, in den besagten Anrufseinträgen gespeichert werden, wobei zumindest ein Teil der Anrufseinträge einer Prozessoreinheit zugeführt werden, die geeignet ist, die besagten Anrufseintragparameter zu lesen und zu bearbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessoreinheit Mittel umfasst, um Auswahlparameter einzugeben, dass die Prozessoreinheit ferner Mittel umfasst, um aus den besagten Anrufen nur diejenigen Anrufe auszuwählen, die den besagten Auswahlparametern genügen, wobei die Prozessoreinheit geeignet ist, verbleibende Parameter oder Variable aus den ausgewählten Anrufseinträgen auszulesen und einen statistischen Wert zu berechnen und diesen statistischen Wert mit einem Schwellwert zu vergleichen und eine Nachricht auszugeben, falls ein exzessiver Unterschied zwischen diesem statistischen Wert und dem Schwellwert besteht.

2. Überwachungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der besagte statistische Wert über eine feste Anzahl p der kürzlichst ausgewählten Anrufseinträge berechnet wird.

3. Überwachungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der statistische Wert sofort dann neu berechnet wird, wenn nach der letzten Berechnung die feste Anzahl p von Anrufseinträgen ausgewählt worden sind.

4. Überwachungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der statistische Wert sofort dann neu berechnet wird, wenn ein weiterer Anruf ausgewählt worden ist.

5. Überwachungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeit berechnet wird, die zwischen nacheinander ausgewählten Anrufseinträgen abläuft, und dass der statistische Wert in solch einer Weise korrigiert wird, dass die Differenz zwischen dem so korrigierten statistischen Wert und dem besagten Schwellwert je mehr ansteigt, desto grösser die abgelaufene Zeit zwischen den ausgewählten Anrufseinträgen wird.

6. Überwachungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anrufseinträge gemäss ihren Anrufszielen ausgewählt werden.

7. Überwachungssystem nach Anspruch 1 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anrufseinträge gemäss ihren Anrufsausgangspunkten ausgewählt werden.







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