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Dokumentenidentifikation DE19523625C2 11.11.1999
Titel In einem zu klimatisierenden Raum installierte lufttechnische Einrichtung
Anmelder Mayer, Georg, 10825 Berlin, DE
Vertreter Gleiss & Große, Patentanwaltskanzlei, 70469 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 29.06.1995
DE-Aktenzeichen 19523625
Offenlegungstag 31.10.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.11.1999
IPC-Hauptklasse F24F 1/01
IPC-Nebenklasse F24F 7/00   F24F 13/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine lufttechnische Einrichtung, die in einem zu klimatisierenden Raum installiert ist.

Lufttechnische Einrichtungen der eingangs genannten Art sind bekannt. Bei der Klimatisierung von beispielsweise Rechenräumen oder Handelsräumen für Banken, in denen Computer aufgestellt sind, sollten im Deckenbereich beziehungsweise Bodenbereich keine Wasserleitungen, beispielsweise für Induktionsgeräte verlegt werden. Da die Kabel für die Stromversorgung und dem Datenaustausch der Computer wasserempfindlich sind, könnte es bei Undichtigkeiten zu Defekten kommen. Dies führt zu einem Ausfall der Computer, was sehr kostspielig ist.

Es ist bekannt, zur Klimatisierung solcher Räume lufttechnische Einrichtungen einzusetzen, die im Deckenbereich angeordnet sind. Einer solchen Einrichtung wird gekühlte Primärluft zugeführt, welche durch Induktionswirkung Sekundärluft aus dem zu klimatisierenden Raum ansaugt. Primärluft und Sekundärluft mischen sich und werden mit einer Auslaßtemperatur von ca. 18°C als Impulsströmung in den zu klimatisierenden Raum nach unten gerichtet eingebracht. Diese Mischluft benötigt einen entsprechend hohen Impuls, um bis in den unteren Bereich des Raumes zu gelangen. Durch die relativ niedrige Auslaßtemperatur von ca. 18°C und die Impulsströmung treten Zugerscheinungen auf.

Aus der WO 86/02710 A1 ist ein Verfahren zum Belüften eines Raumes bekannt, bei dem Raumluft durch Induktionswirkung angesaugt und in einer Mischkammer mit Primärluft vermischt und die Mischluft in den Raum eingeblasen wird.

Die DE 295 01 366 U1 betrifft eine Vorrichtung für die Belüftung von Räumen, die eine in einem Schacht angeordnete Injektordüse für einen Zuluftstrom aufweist, der Raumluft durch eine Einlaßöffnung ansaugt. Es erfolgt eine Vermischung von Raumluft und Zuluft. Zwischen der Einlaßöffnung für die Raumluft und der Auslaßöffnung für die Mischluft befindet sich ein weiterer Schacht, in dem sich ein beheizbarer oder kühlbarer Konvektor befindet.

Aus der DE 42 10 279 A1 geht ein Quelluftdurchlaß für lufttechnische Anlagen hervor. Der Quelluftdurchlaß weist einen Verteilkasten auf, der über mindestens eine im Boden des Verteilkastens angeordnete Zuluftöffnung an einen die Zuluft führenden Hohlraumboden angeschlossen ist. Die Austrittsseite ist mit einem Wabengitter versehen, um einen schräg nach oben gerichteten Luftstrom zu erzeugen. Die ausgeblasene Luft verteilt sich im Bodenbereich des Raumes und steigt im Umfeld von Wärmequellen zur Raumdecke auf.

Schließlich betrifft die DE 38 09 093 A1 ein Quellüftungssystem für Räume, bei dem die Quelluft im Bodenbereich austritt, sich im Bereich von Wärmequellen erwärmt und dort aufsteigt und im Deckenbereich abgeführt wird. Die Deckenkonstruktion ist metallisch glänzend ausgeführt, um den durch Strahlung hervorgerufenen Wärmestrom von der Raumdecke zum Boden hin zu minimieren.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine lufttechnische Einrichtung zu schaffen, die im wesentlichen zugfrei arbeitet und Räume optimal klimatisiert.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die in einem zu klimatisierenden Raum installierte lufttechnische Einrichtung eine Mischkammer aufweist, in die Primärluft eingebracht wird, welche durch Induktionswirkung Sekundärluft des Raumes ansaugt, in dem sich mindestens eine Wärmequelle, insbesondere ein Bildschirmarbeitsplatz, befindet, wobei die Sekundärluft mindestens einen im oberen Bereich beziehungsweise an der Oberseite der Einrichtung befindlichen Einlaß der Einrichtung passiert, in die Mischkammer gelangt und dort mit Primärluft gemischt wird und wobei die Mischluft mittels mindestens eines sich im Seitenbereich beziehungsweise im unteren Seitenbereich der Einrichtung befindlichen Auslasses der Einrichtung in den Raum eingebracht wird, wobei sich die Einrichtung im Bodenbereich des Raumes befindet, die Mischluft als Quelluftstrom aus dem Auslaß austritt und der Wärmequelle eine Abdeckung so zugeordnet ist, daß durch deren Leitfläche die Abwärme der Wärmequelle nicht im Raum aufsteigt, sondern gezielt in den Wirkungsbereich der Einrichtung gelangt. Durch die Anordnung der lufttechnischen Einrichtung am Boden beziehungsweise im Bodenbereich eines zu belüftenden Raumes, beispielsweise zwischen zwei Arbeitsplätzen, wird warme Raumluft (Sekundärluft), die zum Beispiel von Bildschirmen stammt, durch Induktionswirkung angesaugt. Innerhalb der lufttechnischen Einrichtung wird die angesaugte Sekundärluft mit gekühlter Primärluft gemischt und als Mischluft zum Beispiel mit 20°C als Quelluftstrom in den Raum eingebracht. Durch das Einbringen als Quelluftstrom sind Zugerscheinungen optimal vermieden. Die Mischluft "flutet" quasi den Raum und steigt dann aufgrund Erwärmung auf. Dadurch, daß die Austrittstemperatur der Mischluft - bei der erfindungsgemäßen Einrichtung - wärmer als die Auslaßtemperatur der Mischluft von bekannten lufttechnischen Einrichtungen ist und sie als Quelluftstrom austritt, ist ein angenehmes Raumklima gewährleistet. Die Auslaßtemperatur kann deshalb wärmer sein, da ein großer Teil der Wärmelasten im Raum (Computer, Bildschirme) seine Wärmelast an die angesaugte Sekundärluft abgibt und diese Last deshalb nicht mehr aus dem Raum abgeführt werden muß. Der Einlaß befindet sich im oberen Bereich beziehungsweise an der Oberseite der Einrichtung. Hierdurch kann die warme, belastete Raumluft auf direktem, kurzem Wege in die Einrichtung eintreten. Der Auslaß befindet sich im Seitenbereich beziehungsweise im unteren Seitenbereich der Einrichtung. Dadurch sind sich kreuzende Luftströme von zum Einlaß strömender Raumluft und vom Auslaß austretender Mischluft vermieden. Durch diese Anordnung des Auslasses im unteren Seitenbereich der Einrichtung ist auch ein optimales Fluten des Raumes gewährleistet.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Primärluft von unten her in die Einrichtung eingebracht wird. Die Primärluft-Zufuhrleitung für die lufttechnische Einrichtung kann problemlos im Doppelboden verlegt werden. Es ist möglich, ein Netz von Leitungen zu verlegen, um an jedem beliebigen, wählbaren Ort im zu belüftenden Raum eine lufttechnische Einrichtung zu installieren. Die Temperatur und/oder Feuchte der Primärluft wird zentral eingestellt und die so aufbereitete Primärluft über das Netz den einzelnen lufttechnischen Einrichtungen zugeführt.

Ferner kann vorgesehen sein, daß die Primärluftmenge an der Einrichtung einstellbar ist. Insbesondere ist vorgesehen, daß das Induktionsverhältnis einstellbar ist. Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die austretende Mischluft einstellbar ist. Es ist möglich, die lufttechnische Einrichtung hierfür mit entsprechenden Einstellvorrichtungen zu versehen, um alle drei Luftströmungen oder zumindest eine von ihnen einzustellen. Jede einzelne Einrichtung kann somit individuell auf die Bedürfnisse der sich im Wirkungsbereich der Einrichtung befindenden Personen eingestellt werden. Es ist beispielsweise möglich, mittels einer Luftstellklappe oder dergleichen, die Luftmenge pro Zeiteinheit der Primärluft zu steuern/regeln beziehungsweise einzustellen. Zusätzlich oder alternativ ist es möglich, den Querschnitt des Einlasses beispielsweise mittels Klappen zu verändern, um die Luftmenge pro Zeiteinheit der Sekundärluft einzustellen (beziehungsweise zu steuern oder zu regeln). Zusätzlich oder alternativ ist es auch noch möglich, den Querschnitt des Auslasses beispielsweise mittels Klappen einzustellen oder zu regulieren (steuern, regeln), um eine gewünschte Mischluftaustrittsmenge pro Zeiteinheit zu erhalten. An jedem Ein- beziehungsweise Auslaß einer lufttechnischen Einrichtung können noch zusätzlich einstellbare Leitvorrichtungen, insbesondere Lamellen, für die Einzug beziehungsweise Ausstoßrichtung der Sekundärluft beziehungsweise der Mischluft vorgesehen sein.

Nach einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung ist es vorzugsweise vorgesehen, daß die lufttechnische Einrichtung als wasserfreie Ausführung ausgebildet ist. Das heißt, daß die Einrichtung keinen Wasseranschluß für einen Wärmetauscher benötigt. Die vorzunehmende Raumkühlung/Klimatisierung wird daher ausschließlich durch die vorzugsweise besonders tief abgekühlte Primärluft nach dem bekannten Induktionsprinzip vorgenommen.

Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung ist alternativ zur wasserfreien vorstehenden Ausführungsform vorgesehen, daß ein mit gekühltem oder erwärmten Wasser betriebener Wärmetauscher an der lufttechnischen Einrichtung ausgebildet ist. Dieses Induktionsgerät kann in zu klimatisierenden Räumen eingesetzt werden, in denen die Verlegung von Wasserleitungen problemlos möglich ist, also keine Hinderungsgründe, wie beispielsweise im Raum aufgestellte wasserempfindliche EDV-Anlagen, bestehen.

Insbesondere ist vorgesehen, daß die Sekundärluft den Wärmetauscher passiert. Während des Durchströmens des Wärmetauschers wird die Wärmelast der Sekundärluft ganz oder in gewünschtem Umfang abgeführt.

Vorteilhafterweise ist vorgesehen, daß der Wärmetauscher zwischen Einlaß und Mischkammer angeordnet ist. Durch die Anordnung des Wärmetauschers vor der Mischkammer, weist die Sekundärluft beim Eintritt in die Mischkammer keine beziehungsweise nur noch eine geringe Wärmelast auf. Dadurch, daß die Sekundärluft derart heruntergekühlt ist, besteht nicht mehr die Notwendigkeit, die Primärluft, die vom PrimärluftLeitungsnetz in die Mischkammer gelangt, vorzukühlen. Alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, daß die Primärluft konditioniert ist, also zum Beispiel in bestimmtem Umfang vorgekühlt wird.

Die Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand von Zeichnungen näher beschrieben. Und zwar zeigt:

Fig. 1 einen Ausschnitt eines zu belüftenden Raumes,

Fig. 2 eine schematische Darstellung einer lufttechnischen Einrichtung und

Fig. 3 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer lufttechnischen Einrichtung.

Die Fig. 1 zeigt einen zu belüftenden Raum 1, wobei der Raum 1 nach oben hin von einer Decke 3 und nach unten von einem Doppelboden 5 begrenzt ist. Innerhalb des Raumes 1 sind Arbeitsplätze 7 mit Bildschirmen 9 angeordnet. Zwischen zwei Arbeitsplätzen 7, die in einer Rücken an Rücken Anordnung aufgestellt sind, befindet sich eine lufttechnische Einrichtung 11. Eine solche Anordnung ist auf der linken Hälfte der Fig. 1 dargestellt. Auf der rechtsseitigen Bildhälfte der Fig. 1 ist eine Anordnung dargestellt, bei der die lufttechnische Einrichtung 11 nicht zwischen zwei Arbeitsplätzen 7 angeordnet ist, sondern rückseitig eines Arbeitsplatzes 7. Diese beiden erwähnten Aufstellungsbeispiele für die lufttechnische Einrichtung 11 macht deutlich, daß die Einrichtung 11 beispielsweise zwischen oder rückseitig von Arbeitsplätzen 7 angeordnet werden kann. Auch andere Aufstellungsarten sind selbstverständlich möglich. Wichtig ist jedoch stets, daß sich die Einrichtungen 11 im Bodenbereich des Raumes 1 befinden.

Jede lufttechnische Einrichtung 11 weist eine Oberseite 13 und Seitenbereiche 15 auf. Im oberen Bereich der Einrichtung 11, vorzugsweise an der Oberseite 13 ist ein Einlaß 17 angeordnet. In den Seitenbereichen 15 der Einrichtung 11, ist jeweils ein Auslaß 19 vorgesehen. Es ist möglich, an allen Seitenbereichen 15 der lufttechnischen Einrichtung 11 Auslässe 19 vorzusehen oder, wie in der Figur gezeigt, an zwei gegenüberliegenden Seitenbereichen 15 beziehungsweise an einem Seitenbereich 15.

Im Doppelboden 5 ist ein Primärluft-Leitungsnetz 21 ausgebildet, das die einzelnen lufttechnischen Einrichtungen 11 über Anschlüsse mit Primärluft versorgt. Dieses Netz kann so verlegt werden, daß an jeder gewünschten Stelle in dem zu belüftenden Raum 1 eine lufttechnische Einrichtung 11 aufgestellt werden kann und diese über das Netz mit Primärluft versorgt wird.

In Fig. 1 ist überdies eine Abdeckung 40 gezeigt, die als Luftleitelement ausgebildet ist. Sie dient zur Verbesserung der Erfassung der Abwärme der Geräte 9 und bewirkt somit eine Optimierung der Einrichtung 11. Die Abdeckung 40 ist als Gestell 42 ausgebildet, das sich z. B. auf der Tischplatte des Schreibtisches des entsprechenden Arbeitsplatzes 7 abstützt. Die Abstützung 44 der Abdeckung 40 kann entweder als luftdurchlässige Wand 46 ausgebildet sein oder als mit Abstand voneinander angeordnete vertikale Tragsäulen. Die Abdeckung 40 weist eine obere, vorzugsweise horizontale Leitfläche 47 auf, die auf der Abstützung 44 ruht und sich insbesondere über die gesamte Breite (in dieser Darstellung nicht erkennbar) jedes Bildschirmes 9 erstreckt. Die Tiefe t der Leitfläche 47 ist den Erfordernissen angepaßt, das heißt, sie kann sich insbesondere bis zur Mitte der Einrichtung 11 oder aber auch über zwei Rücken-an-Rücken angeordnete Schreibtische hinweg erstrecken.

Die Anordnung der Abdeckung 40 oberhalb der Bildschirme 9 bewirkt, daß die Abwärme der Bildschirme 9 nicht im Raum 1 aufsteigt, sondern gezielt in dem Wirkungsbereich der Einrichtung 11 gelangt, wodurch sich der Wirkungsgrad der Einrichtung 11 erhöht.

Im Betrieb wird aufbereitete, insbesondere gekühlte Primärluft in das Netz eingespeist und den lufttechnischen Einrichtungen 11 zugeführt. Dies wird in Fig. 2 anhand einer schematisch dargestellten Einrichtung 1 erklärt, die nach dem bekannten Induktionsprinzip funktioniert. Die Primärluft P, die eine Temperatur unter den bisher üblichen Primärlufttemperaturen aufweist, gelangt über eine Düse 31 in die Mischkammer 30 der Einrichtung 11, wobei gleichzeitig durch Induktionswirkung Sekundärluft S, angesaugt wird. Diese Sekundärlufts tritt durch den Einlaß 17 der Einrichtung 11 hindurch und gelangt somit in die Mischkammer 30. Dort wird die Sekundärluft S mit der Primärluft P vermischt. Diese Mischluft M tritt als ruhiger Quelluftstrom mit einer Temperatur von zum Beispiel 20°C aus dem Auslaß 19 der Einrichtung 11 aus.

Der Raum 1 wird mittels des Quelluftstromes geflutet, das heißt der Luftstrom breitet sich zunächst auf dem Boden des Raumes 1 aus, um dann aufgrund der Erwärmung nach oben aufzusteigen.

Durch den quellenden Austritt des Luftstroms aus dem Auslaß 19 der Einrichtung 11 treten keine unangenehmen Zugerscheinungen auf.

In Fig. 3 ist eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer lufttechnischen Einrichtung 110 gezeigt. Diese Einrichtung 110 ist als Induktionsgerät ausgebildet. Der Aufbau der in Fig. 3 gezeigten Einrichtung 110 ist nahezu identisch mit der in Fig. 2 gezeigten Einrichtung 11, wobei ein Unterschied jedoch darin besteht, daß zwischen dem Einlaß 17 und der Mischkammer 30 ein Wärmetauscher 34 angeordnet ist. An den Wärmetauscher 34 ist eine Wasserzuführleitung 35 und eine Wasserabführleitung 36 angeschlossen, um einen Wasserkreislauf aufzubauen. In diesem Ausführungsbeispiel soll auf die Wirkungsweise eines Kühlkreislaufes eingegangen werden. Es ist aber auch möglich, das Induktionsgerät mit Warmwasser, also zum Heizen, zu betreiben. Die Leitungen 35 und 36 sind gemeinsam mit dem Primärluft-Leitungsnetz 21 im Doppelboden 5 (hier nicht dargestellt) verlegt.

Im Betrieb der lufttechnischen Einrichtung 110 wird aufbereitete, aber nicht gekühlte Primärluft P das Netz eingespeist und der Einrichtung 110 zugeführt. Die in Fig. 3 gezeigte Einrichtung 110 funktioniert nach dem gleichen Induktionsprinzip, wie dies schon anhand von Fig. 2 erläutert wurde. Die ungekühlte Primärluft P gelangt über die Düse 31 in die Mischkammer 30 der Einrichtung 110. Aufgrund der Induktionswirkung wird die Sekundärluft S durch den Einlaß 17 hindurchtransportiert. Anschließend passiert die Sekundärluft S den wassergekühlten Wärmetauscher 34 und wird abgekühlt. Die abgekühlte Sekundärluft S trifft in der Mischkammer 30 auf die Primärluft P und vermischt sich mit dieser. Es ist daher nicht mehr notwendig, die Primärluft P vorzukühlen, um der austretenden Mischluft M die gewünschte Temperatur zu geben, da dies schon durch die Sekundärluft S gewährleistet ist. Aus dem Auslaß 19 der Einrichtung 110 tritt die Mischluft M mit einer angenehmen Temperatur als Quelluftstrom aus.

Beide erwähnten lufttechnischen Einrichtungen 11 beziehungsweise 110 sind im Bodenbereich des zu klimatisierenden Raumes 1 angeordnet. Sie können damit unmittelbar die warme Luft, die von technischen Geräten, beispielsweise Computern, abgegeben werden, absaugen. Durch die spezielle Anordnung der Einrichtungen 11, 110 ist es möglich, die Sekundärluft wärmer anzusaugen, als es der Durchschnittstemperatur des Raumes entspricht, da die Wärmeabgabe der auf dem Tisch plazierten Geräte größtenteils durch geeignete Absaugungen mittels des Einlasses 17 erfaßt wird. Hierdurch wird die im Raum 1 abzuführende Wärmelast reduziert und kann somit durch reduzierte Lufttemperaturdifferenzen und -geschwindigkeiten mit größerem Komfort abgeführt werden.

Ferner ist es noch möglich, den Einlaß 17 beziehungsweise den Auslaß 19 jeder lufttechnischen Einrichtung 11, 110 mit einer einstellbaren Leitvorrichtung, wie beispielsweise Lamellen, für die Einzugs- beziehungsweise Ausstoßrichtung von Sekundärluft beziehungsweise Mischluft vorzugeben. Da dieses auf bekannte Art und Weise realisierbar ist, wird hier nicht näher darauf eingegangen.

Aufgrund des Vorstehenden wird deutlich, daß diese lufttechnische Einrichtungen 11 beziehungsweise 110, in bezug auf die individuelle Einstellbarkeit des Eintritts beziehungsweise des Austritts der Luftströmungen, ein vielseitiges Gerät ist. Durch die Anordnung im Fußbodenbereich ist es auch einfach möglich, einen zu belüftenden Raum mit der entsprechenden lufttechnischen Einrichtung 11, 110 nachzurüsten.


Anspruch[de]
  1. 1. In einem zu klimatisierenden Raum (1) installierte lufttechnische Einrichtung (11) mit einer Mischkammer (30), in die Primärluft (P) eingebracht wird, welche durch Induktionswirkung Sekundärluft (S) des Raumes (1) ansaugt, in dem sich mindestens eine Wärmequelle, insbesondere ein Bildschirmarbeitsplatz, befindet, wobei die Sekundärluft (S) mindestens einen im oberen Bereich beziehungsweise an der Oberseite (13) der Einrichtung (11) befindlichen Einlaß (17) der Einrichtung (11) passiert, in die Mischkammer (30) gelangt und dort mit Primärluft (P) gemischt wird und wobei die Mischluft (M) mittels mindestens eines sich im Seitenbereich (15) beziehungsweise im unteren Seitenbereich der Einrichtung (11) befindlichen Auslasses (19) der Einrichtung (11) in den Raum (1) eingebracht wird, wobei sich die Einrichtung (11) im Bodenbereich des Raumes (1) befindet, die Mischluft (M) als Quelluftstrom aus dem Auslaß (19) austritt und der Wärmequelle eine Abdeckung (40) so zugeordnet ist, daß durch deren Leitfläche (47) die Abwärme der Wärmequelle nicht im Raum (1) aufsteigt, sondern gezielt in den Wirkungsbereich der Einrichtung (11) gelangt.
  2. 2. Lufttechnische Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärluft (P) von unten her in die Einrichtung (11, 110) eingebracht wird.
  3. 3. Lufttechnische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärluftmenge einstellbar ist.
  4. 4. Lufttechnische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärluftmenge einstellbar ist.
  5. 5. Lufttechnische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der austretenden Mischluft (M) einstellbar ist.
  6. 6. Lufttechnische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Induktionsverhältnis einstellbar ausgebildet ist.
  7. 7. Lufttechnische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Primärluft Tieftemperatur-Primärluft verwendet wird.
  8. 8. Lufttechnische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein mit gekühltem oder erwärmtem Wasser betriebener Wärmetauscher (34).
  9. 9. Lufttechnische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärluft (S) den Wärmetauscher (34) passiert.
  10. 10. Lufttechnische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmetauscher (34) zwischen Einlaß (17) und Mischkammer (30) angeordnet ist.
  11. 11. Lufttechnische Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet als wasserfreie Ausführung.






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