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Dokumentenidentifikation DE19753107C2 11.11.1999
Titel Auslöseeinrichtung für einen Fadenspanner einer Näh- oder Stickmaschine
Anmelder Dürkopp Adler AG, 33719 Bielefeld, DE
Erfinder Scholz, Jörg-Uwe, 32423 Minden, DE
DE-Anmeldedatum 29.11.1997
DE-Aktenzeichen 19753107
Offenlegungstag 02.06.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.11.1999
IPC-Hauptklasse D05B 47/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Auslöseeinrichtung für einen Fadenspanner einer Näh- oder Stickmaschine nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Die gattungsgemäße Auslöseeinrichtung ist von einer Nähmaschine der Anmelderin (Dürkopp Adler Klasse 171, druckschriftlich durch Teileliste und Näheinrichtungen 171-173, Teile-Nr./Part-No.: 079 171807, Tafel 9) her bekannt. Hierbei ist die Auslöseeinrichtung in Form eines Membranzylinders hinter einer Tragplatte angeordnet, an deren Vorderseite die Fadenspannvorrichtung befestigt ist. Die derart ausgebildete Einheit wird mit Hilfe der Tragplatte an der Vorderseite des Armes der Nähmaschine angeschraubt. Zur Erzielung einer Konstruktion, bei der der Fadenspanner in einer günstigen Position hinsichtlich eines reibungsarmen Fadenlaufs bzw. nahe an der Außenwand der Nähmaschine angeordnet ist, ist der Membranzylinder in den Arm der Nähmaschine eingelassen, der zu diesem Zweck mit einer durchgehenden Bohrungen (Freibohrungen) in der Größe von etwa zwei Zentimetern ausgebildet ist.

Bei der Anordnung mehrerer Fadenspanner für die individuelle Einstellung von Spannungen in unterschiedlichen Fäden sind dementsprechend mehrere solcher Einheiten und dementsprechende Freibohrungen in dem Arm der Nähmaschine eingebracht.

Nachteile der bekannten Auslöseeinrichtung sind:

  • - relativ großer Bauraum,
  • - Freibohrung in dem Gehäuse für den Membranzylinder,
  • - zusätzliche Maßnahmen zur Abdichtung des Gehäuses,
  • - im Innenraum des Gehäuses wird ein gewisser Raum für den Membranzylinder beansprucht,
  • - Anzahl der Bauteile (Kosten für die Herstellung und Montage der Teile),
  • - durch Anzahl der Teile bedingte eingeschränkte Betriebszuverlässigkeit,
  • - Mehrfach-Anordnungen wegen des erforderlichen Bauraums nur bedingt möglich,
  • - Umstellung der Fadenspannvorrichtung mit Auslöseeinrichtung nur mit Nacharbeit des Maschinengehäuses möglich.

Aus der DT 25 16 639 A1 ist eine Vorrichtung zum Spannen des Oberfadens einer Nähmaschine bekannt, die mit einer Einrichtung in Form eines Elektromagneten für das Lösen der Spannung versehen ist. Die Vorrichtung weist eine beträchtliche Anzahl von Bauteilen und einen relativ großen Bauraum auf.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Auslöseeinrichtung für einen Fadenspanner einer Näh- oder Stickmaschinen der eingangs genannten Art anzugeben, der einen kleineren Bauraum erforderlich macht und der zu geringeren Kosten herstellbar ist.

Die Lösung der Aufgabe erfolgt bei einer Auslöseeinrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 durch dessen kennzeichnende Merkmale. Diese führen zu folgenden Vorteilen:

  • - kleiner Bauraum,
  • - Freibohrungen an dem Maschinengehäuse entfallen,
  • - Maßnahmen zur Abdichtung des Maschinengehäuses entfallen,
  • - verminderte Anzahl von Bauteilen,
  • - geringere Kosten (Herstell- und Montagekosten der Bauteile),
  • - gesteigerte Betriebszuverlässigkeit.

Die Ausgestaltung der Auslöseeinrichtung mit dem Merkmal nach Anspruch 2 bringt eine weitere Verminderung der Anzahl der Bauteile. Mit der Weiterbildung nach Anspruch 3 wird eine noch mehr Platz sparende Bauweise erzielt.

Die weiteren Ausgestaltungen der Auslöseeinrichtung nach den Merkmalen der Ansprüche 4 bis 11 führen zu besonders einfachen und gut herstellbaren Lösungen. Die Ausgestaltung mit dem Merkmal von Anspruch 12 führt zu einer geringeren Beanspruchung der Membrane und damit zu einer weiter gesteigerten Standzeit der Auslöseeinrichtung.

Die Auslöseeinrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 13 führt zeichnet sich dadurch aus, daß wesentliche Bauteile gleichzeitig für eine Mehrzahl der Auslöseeinrichtungen benutzt/herangezogen werden, so daß die Vorteile wie die reduzierte Anzahl von Bauteilen und die platzsparenden Bauweise noch stärker zur Geltung kommen. Die Weiterbildung nach Anspruch 14 führt zu einer einfachen Ausführungsform des die Druckluft zuführenden Kanals. Das Merkmal von Anspruch 15 gestattet eine unabhängige Ansteuerung verschiedener Gruppen der Auslöseeinrichtungen. Die Weiterbildung der Auslöseeinrichtung mit dem Merkmal von Anspruch 16 führt zu einer weiteren Verschleißminderung.

Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung.

Es zeigt

Fig. 1 einen Teil einer Nähmaschine,

Fig. 2 eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie II-II in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,

Fig. 3 eine Ansicht auf einen in Fig. 2 gezeigten Bereich entsprechend der Schnittlinie III-III in Fig. 2,

Fig. 4 eine Ansicht auf ein Bauteil entsprechend dem Sichtpfeil IV in Fig. 2,

Fig. 5 eine Ansicht auf ein Teil entsprechend einer Schnittlinie V-V in Fig. 2,

Fig. 6 eine Schnittansicht entsprechend der Schnittlinie VI-VI in Fig. 5 in vergrößertem Maßstab,

Fig. 7 eine Schnittansicht entsprechend der Schnittlinie VII-VII in Fig. 4 in vergrößertem Maßstab,

Fig. 8 einen Teil der Auslöseeinrichtung entsprechend der Darstellung in Fig. 2 in einer anderen Schaltstellung in vergrößertem Maßstab,

Fig. 9 eine Ansicht auf ein Bauteil entsprechend dem Sichtpfeil IX in Fig. 8,

Fig. 10 eine Schnittansicht entsprechend der Schnittlinie X-X in Fig. 9 in vergrößertem Maßstab und

Fig. 11 ein Bauteil in verkleinertem Maßstab.

Eine Nähmaschine 1 ist mit einem Arm 2 ausgebildet, der in einem Kopf 3 endet. Im Inneren des Kopfes 3 befindet sich ein Kurbeltrieb für den Antrieb einer Nadelstange, wobei mit dem Kurbeltrieb ein Fadenhebel 4 antriebsmäßig verbunden ist. In dem Übergangsbereich von dem Arm 2 in den Kopf 3 ist an dem Arm 2 eine Fadenspannvorrichtung 5 mit Schrauben 6 befestigt. Gemäß Fig. 1 ist oberhalb der Fadenspannvorrichtung 5 ein Fadenleitblech 7 befestigt, durch das von einem Fadenvorrat zugeführte Fäden 8 und 9 geführt werden. Die Fadenspannvorrichtung 5 weist ein Tragblech 10 auf, an dem Fadenspanner 11, 12, 13 und 14 angeordnet sind. Das Tragblech 10 ist aus einer Blechplatte mit der Dicke von ca. 8 Millimetern hergestellt. Weiter ist auf dem Tragblech 10 eine Fadenumlenkung 15 angeordnet. Gemäß Fig. 1 erstreckt sich der Faden 8 durch das Fadenleitblech 7 zu dem Fadenspanner 11 und von da aus zu dem Fadenspanner 12 und von dort weiter zu der Fadenumlenkung 15 hin. Hierbei bildet der Fadenspanner 12 eine Hauptspanneinrichtung und der Fadenspanner 11 eine Nebenspanneinrichtung. Der Faden 9 läuft durch das Fadenleitblech 7 zu dem Fadenspanner 13 und von da aus zu dem Fadenspanner 14 und von dort weiter zu der Fadenumlenkung 15 hin. Hierbei bildet der Fadenspanner 14 eine Hauptspanneinrichtung und der Fadenspanner 13 eine Nebenspanneinrichtung.

Gemäß Fig. 2 sind die Fadenspanner 11, 12, 13 und 14 auf der Vorderseite, nachfolgend Seite 16 genannt, des Tragblechs 10 angeordnet. Auf der Rückseite des Tragblechs 10, nachfolgend Seite 17 genannt, ist eine Auslöseeinrichtung 18 angebracht.

Das Tragblech 10 ist entsprechend der Fig. 9 mit vier Gewindebohrungen 19, 20, 21 und 22 versehen, die sich jeweils durchgehend in Wänden 23, 24, 25 und 26 erstrecken. Das Tragblech 10 ist weiter mit zylinderförmigen Ausnehmungen 27, 28, 29 und 30 ausgebildet, die sich konzentrisch zu den genannten Gewindebohrungen 19 bis 22 erstrecken. Auf konzentrisch Kreisen zu den Gewindebohrungen 19 bis 22 bzw. zu den Ausnehmungen 27 bis 30 sind in dem Tragblech 10 Gewindebohrungen ausgebildet. Stellvertretend für alle ist eine Gewindebohrung 31 dargestellt. In den Fig. 4 und 9 sind die Gewindebohrungen symbolisch durch Kreuze dargestellt, die die Positionen entsprechender Gewindebohrungen der Ausführung der Gewindebohrung 31 anzeigen.

Das Tragblech 10 ist weiter mit einem Kessel 32 ausgebildet. Wie anhand der Fig. 4 gezeigt ist, weist der Kessel 32 sich jeweils konzentrisch um die Gewindebohrungen 19 bis 22 herum erstreckende bogenförmige Bereiche 33 und sie miteinander verbindende gerade Bereiche 34 auf.

Wie aus den Fig. 4 und 7 ersichtlich ist, ist das Tragblech 10 mit einer kurzen Bohrung 35 und einer langen Bohrung 36 ausgebildet, die sich von einer unteren Kante 37 in das Tragblech 10 hinein erstrecken. Wie anhand der Bohrung 35 in Fig. 7 dargestellt ist, ist die Bohrung 35 mit einer Öffnung 38 verbunden, die in dem Kessel 32 austritt. In gleicher Ausgestaltung ist die Bohrung 36 mit einer Öffnung 39 verbunden, die ebenfalls in dem Kessel 32 austritt. Die Anordnungen der Öffnungen 38, 39 ist derart, daß beide auf einer geradlinigen Verbindungslinie der Gewindebohrungen 19 und 21 bzw. 20 und 22 angeordnet sind. Die Bohrungen 35 und 36 sind in ihrem Ende nahe der Kante 37 jeweils mit einem größeren Durchmesser ausgebildet, in denen winkelförmige Rohrstücke 40, 41 fest aufgenommen sind. Auf den freien Enden der Rohrstücke 40, 41 sind Enden 42, 43 von Schläuchen aufgeschoben, die gemäß der schematischen Darstellung in Fig. 4 anhand strichpunktierter Linien mit einem Ventil 44 und einem Ventil 45 einer pneumatischen Steuerung 46 verbunden sind. Die Ventile 44, 45 sind durch eine Feder bzw. einen Elektromagneten umsteuerbar. Die Ventile 44, 45 sind über eine Leitung 47 bzw. 48 mit einer Druckluftquelle (nicht dargestellt) verbunden.

Wie aus den Fig. 2 und 8 hervorgeht, sind in den Ausnehmungen 27 bis 30 jeweils mit Spiel von etwa einem Millimeter im Durchmesser Scheiben 49 aufgenommen, die aus 2 Millimeter starkem Stahlblech hergestellt sind. Weiter ist die Scheibe 49 mit einer zylindrischen Ausnehmung 50 ausgebildet.

In dem Kessel 32 ist eine Folie 51 als eine Membrane eingelagert, die in der Außenform der des Kessels 32 entspricht und die eine Dicke von etwa 0,5 Millimetern aufweist. Die Folie 51 ist aus ebenem, elastischem und luftundurchlässigem Material, beispielsweise einem gummierten Textilgewebe, hergestellt. Weiterhin ist die Folie 51 mit Bohrungen 52 ausgebildet, die in ihren Positionen denen der Gewindebohrungen 31 entsprechen. Weiter ist die Folie 51 mit Löchern 53, 54 ausgebildet, die in ihren Positionen denen der Öffnungen 38, 39 entsprechen. Gemäß der Fig. 5 und 6 ist eine Deckplatte 55 äußerlich mit einer Form ausgebildet, die mit Ausnahme eines gewissen Spiels von etwa einem Millimeter der Form des Kessels 32 entspricht. Die Deckplatte 55 und die Folie 51 sind hinsichtlich ihrer Dicken etwa entsprechend der Tiefe des Kessels 32 bemessen.

Die Deckplatte 55 ist mit Senkbohrungen 56 versehen, die an den entsprechenden Positionen der Gewindebohrungen 31 vorgesehen sind. In Fig. 5 sind die Positionen ebenfalls durch kleine Kreuze angedeutet.

In dem Kessel 32 sind die Folie 51 und die Deckplatte 55 eingelagert und mit Senkkopfschrauben 57 fest verschraubt, so daß sich die Folie 51 nunmehr zwischen der Deckplatte 55 und dem Kessel 32 in einem eingespannten Zustand befindet.

Weiter ist die Deckplatte 55 mit Vertiefungen 58, 59, 60 und 61 ausgebildet, die sich von einer Seite 62 der Deckplatte 55 her mit einer Tiefe t in die Deckplatte 55 hinein erstrecken. Die Vertiefungen 58 bis 61 haben einen kreisförmigen Querschnitt und sind in dem Durchmesser und in den Position den Ausnehmungen 27 bis 30 entsprechend ausgebildet. Weiter sind an der Deckplatte 55 Kanäle 63 und 64 ausgebildet, die sich von der Seite 62 mit einer Tiefe u in die Deckplatte 55 hinein erstrecken. Es wird angemerkt, daß die Tiefe u etwa einen Millimeter mehr als die Tiefe t beträgt.

Mit der beschriebenen Anordnung der sich zwischen der Deckplatte 55 und dem Kessel 32 eingespannten Folie 51 werden an Ausnehmungen 27 bis 30 eine Mehrzahl der Membranzylinder unter Verwendung einer einzigen Membrane (Folie 51) und eines einzigen Verschlußdeckels (Deckplatte 55) gebildet. In den Fig. 2 und 8 ist der Membranzylinder als Membranzylinder 83 bezeichnet. Membranzylinder werden oftmals als Kurzhub-Zylinder mit einer verhältnismäßig großen wirksamen Fläche hergestellt. Sie zeichnen sich weiter dadurch aus, daß jegliche Leckage vermieden wird, daß sie quasi ohne Reibungsverluste arbeiten.

Nachfolgend wird der Fadenspanner 14 stellvertretend für die übrigen, gleich ausgebildeten Fadenspanner 11 bis 13 anhand der Fig. 2, 3 und 8 beschrieben. Es wird angemerkt, daß derartige Fadenspanner beispielsweise aus der DE-PS 5 59 592 oder der US-PS 1,805,205 bekannt sind. Dementsprechend wird sich nachfolgend auf die Beschreibung wesentlicher Bauteile beschränkt.

In der Gewindebohrung 22 ist ein Bolzen 65 fest eingeschraubt. Auf einem dickeren Teil 66 sind zwei identisch ausgebildete und in seitenverkehrter Lage angeordnete Scheiben 67 und 68 mit Spiel aufgenommen. Die Scheibe 67 liegt axial direkt an der Seite 16 des Tragblechs 10 (Fig. 8) an oder die Scheibe 67stützt sich an einem zusätzlich auf dem Bolzen 65 angeordneten Distanzstück 69 ab. Das letztere dient lediglich als Distanzscheibe zur Positionierung des Fadens 9 in bezug auf die Seite 16 des Tragblechs 10. Das Distanzstück 69 ist insofern für die Arbeitsweise der Auslöseeinrichtung 18 und des sie betätigenden Fadenspanners 14 ohne Bedeutung.

Die Scheibe 68 ist mit einer Filzscheibe 70 beklebt, an der eine Druckplatte 71 anliegt. Diese ist mit einer Öffnung 72 ausgebildet, die von einem Steg 73 durchsetzt ist. Die Öffnung 72 und der Steg 73 sind derart ausgebildet, daß der Steg 73 einen sich quer durch den Bolzen 65 erstreckenden Schlitz 74 durchsetzt, wobei die Druckplatte 71 leicht axial verschiebbar ist. Im Innern des Bolzens 65 schließt sich an dem Schlitz 74 eine Innenbohrung 75 an, in der ein Stift 76 mit Spiel aufgenommen ist. An der Druckplatte 71 liegt ein Ende einer kegelförmigen Druckfeder 77 an, dessen freies Ende sich an einer Stellmutter 78 abstützt. Die Stellmutter 78 ist über ein Gewinde 79 auf dem freien Ende des Bolzens 65 aufgenommen. Mit der Verdrehung der Stellmutter 78 kann die Vorspannung der Druckfeder 77 verändert werden.

Der beschriebene Fadenspanner 14 schließt mit seinen wesentlichen Bauteilen wie den Bolzen 65, den Scheiben 67, 68, die Druckfeder 77 und die Stellmutter 78 eine Bremseinrichtung 80 für den Faden 9 ein.

Mit der Anordnung der Druckfeder 77 zwischen der Druckplatte 71 und der Stellmutter 78 erfolgt ein Zusammendrücken der Druckfeder 77, so daß diese eine Kraft auf die Druckplatte 71 bzw. auf die Stellmutter 78 ausübt. Der in der Innenbohrung 75 aufgenommene Stift 76 ist in seiner Länge derart bemessen, daß in einem Zustand, in dem sich zwischen den Scheiben 67 und 68 kein Faden befindet (Fig. 8), die Scheibe 49 ihre linke Endlage einnimmt. Dabei legt sich der Stift 76 - abgesehen von einem geringen Spiel - einenends in der Ausnehmung 50 und anderenends an dem Steg 73 an. Dementsprechend nimmt die Folie 51 den in Fig. 8 dargestellten Zustand ein, wobei sich die Folie 51 aufgrund ihrer Elastizität in die Ausnehmung 30 hineinlegt. Im Gegensatz hierzu ist die rechte Endlage der Folie 51 in der Fig. 2 dargestellt, wobei hier der Stift 76 die Druckplatte 71 gegen die Kraft der Druckfeder 77 anhebt und somit die Scheiben 67, 68 entlastet.

Gemäß der Darstellung in Fig. 8 ist die Dimensionierung der beschriebenen Bauteile des Membranzylinder 83 derart gewählt, daß die Abmessung v die Hälfte der Abmessung w beträgt. Hieraus folgt, daß die Folie 51 in ihrer rechten und linken Endlage gleich große Ausformungen der Abmessung v einnimmt. Dies führt zu einer schonenden Behandlung der Folie 51.

Die Fadenspanner 12 und 14 bilden eine erste Gruppe 81, und die Fadenspanner 11 und 13 bilden eine zweite Gruppe 82. Die Anordnung der Kanäle 63 und 64 gestatten eine unabhängige Ansteuerung der zugehörigen Fadenspanner.

Die Arbeitsweise der Auslöseeinrichtung ist wie folgt:

In dem in Fig. 2 dargestellten Zustand befindet sich in dem Fadenspanner 14 zwischen den Scheiben 67 und 68 der Faden 9, wobei die Kraft der Druckfeder 77 reibend auf den Faden 9 einwirkt, so daß dieser bei seinem Durchlauf durch die Fadenspannvorrichtung 5 gespannt wird. Hierbei befindet sich die pneumatische Steuerung 46 in einem Zustand, in dem der Bohrung 35 keine Druckluft zugeführt wird.

Bei einer Ansteuerung der Steuerung 46 durch Stromversorgung für die Ventile 44, 45 werden diese umgesteuert, so daß die Bohrung 35, 36 mit Druckluft versorgt werden. Die Druckluft wird über die Öffnungen 38, 39 durch die Löcher 53, 54 in der Folie 51 in die Kanäle 63, 64 geleitet, die sich von hier aus in die Vertiefungen 58 bis 61 verteilt. Mit der Einleitung der Druckluft erfolgt eine Verschiebung der Scheibe 49 nach rechts (Fig. 8), bis sich diese sowie die in den anderen Ausnehmungen befindlichen Scheiben 49 an den Wandungen 23 bis 26 zur Anlage gelangen. Hiermit erfolgt eine axiale Verschiebung des Stifts 76, der sich nun mit seinem freien Ende an dem Steg 73 der Druckplatte 71 abstützt. Hiermit wird die Wirkung der Kraft aufgehoben, so daß Fäden 8, 9 die einzelnen Fadenspanner 11 bis 14 quasi spannungsfrei durchlaufen können.

Wie in Verbindung mit der Fig. 5 beschrieben ist, erfolgt eine Versorgung der Fadenspanner 11, 13 durch den gemeinsamen Kanal 63 und eine Versorgung der Fadenspanner 12, 14 durch den gemeinsamen Kanal 64. Insofern bilden die Fadenspanner 12 und 14 eine erste Gruppe 81 und die Fadenspanner 11 und 13 eine zweite Gruppe 82. Da die den Gruppen 81, 82 zugeordnete Fadenspanner mit unterschiedlich vorgespannten Druckfedern ausgebildet sind, ist es möglich, auf die Fäden 8 und 9 mit unterschiedlichen Kräften einzuwirken, so daß in den Fäden 8 und 9 je nach dem Schaltzustand der Ventile 44, 45 unterschiedliche Spannungen aufgebracht werden können.

Bezugszeichenliste

1Nähmaschine

2Arm

3Kopf

4Fadenhebel

5Fadenspannvorrichtung

6Schraube

7Fadenleitblech

8Faden

9Faden

10Tragblech

11Fadenspanner

12Fadenspanner

13Fadenspanner

14Fadenspanner

15Fadenumlenkung

16Seite

17Seite

18Auslöseeinrichtung

19Gewindebohrung

20Gewindebohrung

21Gewindebohrung

22Gewindebohrung

23Wand

24Wand

25Wand

26Wand

27Ausnehmung

28Ausnehmung

29Ausnehmung

30Ausnehmung

31Gewindebohrung

32Kessel

33Bereich

34Bereich

35Bohrung

36Bohrung

37Kante

38Öffnung

39Öffnung

40Rohrstück

41Rohrstück

42Ende

43Ende

44Ventil

45Ventil

46Steuerung

47Leitung

48Leitung

49Scheibe

50Ausnehmung

51Folie

52Bohrung

53Loch

54Loch

55Deckplatte

56Senkbohrung

57Senkkopfschraube

58Vertiefung

59Vertiefung

60Vertiefung

61Vertiefung

62Seite

63Kanal

64Kanal

65Bolzen

66Teil

67Scheibe

68Scheibe

69Distanzstück

70Filzscheibe

71Druckplatte

72Öffnung

73Steg

74Schlitz

75Innenbohrung

76Stift

77Druckfeder

78Stellmutter

79Gewinde

80Bremseinrichtung

81Gruppe

82Gruppe

83Membranzylinder

tTiefe

uTiefe

vAbmessung

wAbmessung


Anspruch[de]
  1. 1. Auslöseeinrichtung für einen Fadenspanner einer Näh- oder Stickmaschine, wobei die Auslöseeinrichtung (18) auf der einen Seite (17) eines Tragblechs (10) und der Fadenspanner (14) auf der anderen Seite (16) des Tragblechs (10) angeordnet sind, wobei der Fadenspanner (14) einen mit einer Innenbohrung (75) versehenen Bolzen (65) und eine durch die Kraft einer Feder (77) belastete Bremseinrichtung (80) für den Faden (9) aufweist und wobei die Auslöseinrichtung (18) einen in der Innenbohrung (75) des Bolzens (65) aufgenommenen Stift (76) und einen damit antriebsmäßig verbundenen Membranzylinder (83) zur Unwirksammachung der Kraft aufweist, gekennzeichnet durch die Merkmale:
    1. 1. das Tragblech (10) ist mit einer Ausnehmung (30) ausgebildet,
    2. 2. die Ausnehmung (30) ist auf der einen Seite (17) des Tragblechs (10) mit einem ersten Deckel (55) und einer dazwischen eingespannten elastischen luftundurchlässigen Folie (51) verschlossen,
    3. 3. die Ausnehmung (30) ist auf der anderen Seite (16) des Tragblechs (10) mit einem zweiten Deckel (26) verschlossen,
    4. 4. der erste Deckel (55) ist an der der Folie (51) zugewandten Seite (62) mit einem Kanal (64) für die Versorgung von Druckluft ausgebildet,
    5. 5. der zweite Deckel (26) ist an der dem Tragblech (10) abgewandten Seite (16) mit dem Bolzen (65) verbunden, wobei sich der Stift (76) bis an die Folie (51) heran erstreckt.
  2. 2. Auslöseeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Deckel (26) und das Tragblech (10) als ein einstückiges Bauteil ausgebildet sind.
  3. 3. Auslöseeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Deckel (55) an der der Folie (51) zugewandten Seite (62) mit einer Vertiefung (61) ausgebildet ist, die einen der Ausnehmung (30) entsprechenden Querschnitt aufweist.
  4. 4. Auslöseeinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Deckel (26) und der Bolzen (65) durch ein Gewinde (22) miteinander verbunden sind.
  5. 5. Auslöseeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal eine Vertiefung (64) aufweist, die an dem ersten Deckel (55) an der der Folie (51) zugewandten Seite (62) ausgebildet ist.
  6. 6. Auslöseeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (51) in dem Erstreckungsbereich der Vertiefung (64) eine Öffnung (38) aufweist, die mit einer in dem Tragblech (10) vorgesehenen Bohrung (35) verbunden ist.
  7. 7. Auslöseeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (51), das Tragblech (10) und wenigstens der erste (55) der Deckel (55, 26) mit deckungsgleichen Bohrungen (31, 56) zur Aufnahme von Befestigungsmitteln (Schrauben 57) ausgebildet sind.
  8. 8. Auslöseeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß einige der Bohrungen (31, 56) die Ausnehmung (30) umgebend angeordnet sind.
  9. 9. Auslöseeinrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß in den Bohrungen (31, 56) Schrauben (57) angeordnet sind.
  10. 10. Auslöseeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (31) in dem Tragblech (10) als Gewindebohrungen ausgebildet sind.
  11. 11. Auslöseeinrichtung nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (56) in dem ersten Deckel (55) mit Aussenkungen für die Aufnahme von Senkkopfschrauben (57) ausgebildet sind.
  12. 12. Auslöseeinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Membranzylinder (83) derart ausgebildet ist, daß die Folie (51) in der einen oder anderen Endlage eine gleich große Ausformung der Abmessung v einnimmt.
  13. 13. Auslöseeinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Merkmale:
    1. 1. das Tragblech (10) ist mit einer Mehrzahl der Ausnehmungen (27, 28, 29, 30) und entsprechenden Fadenspannern (11, 12, 13, 14) ausgebildet,
    2. 2. die Folie (51) und der erste Deckel (55) sind mit sämtliche Ausnehmungen (27, 28, 29, 30) überspannenden Abmessungen ausgebildet.
  14. 14. Auslöseeinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (35, 36, 63, 64) sich zu Vertiefungen (58, 59, 60, 61) hin erstreckt, die in dem ersten Deckel (55) ausgebildet sind.
  15. 15. Auslöseeinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (27, 28, 29, 30) in wenigstens zwei Gruppen (81, 82) unterteilt sind, für die getrennte Kanäle (35, 64 u. 36, 63) vorgesehen sind.
  16. 16. Auslösevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Ausnehmung (30) zwischen der Folie (51) und dem zweiten Deckel (26) eine Scheibe (49) vorgesehen ist.






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