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Dokumentenidentifikation DE19905912A1 11.11.1999
Titel Telefon, Telefon-Nummer Eingabe
Anmelder Maaßen, Herbert, Dipl.-Ing., 41569 Rommerskirchen, DE
Erfinder Maaßen, Herbert, Dipl.-Ing., 41569 Rommerskirchen, DE
DE-Anmeldedatum 12.02.1999
DE-Aktenzeichen 19905912
Offenlegungstag 11.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.11.1999
IPC-Hauptklasse H04M 1/515
IPC-Nebenklasse H04M 1/00   G06K 7/10   
Zusammenfassung Telefongeräte werden zusätzlich mit einem Lesegerät für optische Codes kombiniert und mit der entsprechenden Elektronik zur Signalübertragung ausgestattet, es kann auch ganz auf die Tastatur- bzw. Wählscheibenmechanik am Telefon verzichtet werden.
Die Telefon-Nummer wird als optischer Code (z. B. Barcode) verschlüsselt und abgedruckt (z. B. im Telefonbuch oder auf einem Briefkopf).
Zum Verbindungsaufbau wird mit dem Lesegerät der Code erfaßt, der die Telefon-Nummernkombination beinhaltet, decodiert und in einen elektrischen Signalfluß dem Telefon zum Verbindungsaufbau zugeleitet.

Beschreibung[de]

Es ist bekannt, dass Telefone mit Wähleinrichtungen (Wählscheibe, Wähltastatur oder Mikrofon) versehen sind, die eine Handeingabe oder Spracheingabe von Telefonnummern zum Verbindungsaufbau ermöglichen. Diese einzugebenden Telefon-Nummern müssen bisher aus einem Telefonbuch oder einem entsprechenden Verzeichnis abgelesen werden und dann über die Wählscheibe, über eine Tastatur oder über ein Mikrofon eingegeben werden um die Verbindung zum Gesprächspartner aufbauen zu können.

Weiterhin ist bekannt, dass Telefon-Nummern gespeichert werden und die gespeicherte Nummer wieder zum Leitungsaufbau aus dem Speicher abgerufen werden kann.

Weiterhin sind optische Verschlüsselungsmethoden bekannt z. B. Barcodeverschlüsselung, die Teile oder Waren eindeutig identifizieren. Zum Eingeben der Telefon-Nummer ist bisher die optische oder akustische Aufnahme der Nummer nötig und anschließend die manuelle Handeingabe oder manuelle Spracheingabe der Telefon-Nummer über die entsprechende Eingabevorrichtung nötig.

Dies hat den Nachteil, dass die Telefon-Nummern erst gelesen werden müssen bzw. gehört werden müssen dann kurz im Gedächtnis behalten werden müssen um dann durch Handeingabe über Tastatur bzw. Wählscheibe oder Spracheingabe über Mikrofon zum Leitungsaufbau oder zur Speicherung eingegeben zu werden. Hierbei können im gesamten Ablauf eine Folge von Fehlern auftreten wie z. B. Fehlaufnahme, Vergessen, Verwechsel, Fehleingabe. Diese hohe Fehlerrate kann den sicheren Aufbau der Verbindung zum gewünschten Gesprächspartner verzögern oder gar falsche Verbindungen mit entsprechenden Kosten verursachen. Weiterhin ist für den gesamten Ablauf von der Telefon-Nummer Eingabe bis zum Aufbau der Verbindung der Abschnitt Erfassen der Nummer und richtiges Eingeben der Nummer der größte Zeitaufwand nötig. In diesem Abschnitt entscheidet sich auch die richtige Verbindung zum gewünschten Gesprächspartner.

Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, die genannten Nachteile zu beseitigen und einen schnellen und sicheren Leitungsaufbau zu gewährleisten.

Dieses Problem wird durch die im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmale gelöst.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass Telefon-Nummern nicht mehr optisch oder akustisch erfasst und kurz im Gedächtnis behalten werden müssen, sondern diese Nummern sind in codierter Form als optischer Code (z. B. Barcode) abgedruckt, mit Hilfe eines entsprechenden Lesegerätes werden die Nummern aufgenommen, dekodiert und dann dem Telefonsystem wieder unverschlüsselt als analoge Zahlenfolge oder direkt binär in digitaler Form zum Verbindungsaufbau zur Verfügung gestellt.

Durch diese Art des Aufbaus der Telefonverbindung bestehen weitere Vorteile durch Zeiteinsparung und in der Sicherheit des Verbindungsaufbaus. Bei der Handeingabe tritt eine Fehlerhäufigkeit von 1 zu 10 bis 1 zu 200 auf. Bei der Eingabe über Barcode wird die Häufigkeit auf 1 zu 5 Milliarden reduziert. Dies bedeutet, bei 5 Mrd.-fachem telefonieren tritt eine Fehlverbindung auf. Dies spart wiederum Kosten ein.

Weiterhin können Sehbehinderte und Körperbehinderte durch dieses Wählverfahren problemloser wählen, wenn in Telefonbüchern die Telefon-Nummern durch Barcode verschlüsselt werden. Auch können diese Telefonbarcodes, die die Telefonnummer des Gesprächspartners enthalten auf Briefköpfen, Visitenkarten usw. abgedruckt werden um bei Bedarf schnell wieder eingelesen werden zu können. Sie können problemlos auf Etiketten gedruckt werden um sich speicherähnliche Register anzulegen, oder um nachträglich aufgeklebt zu werden.

Bei Beschädigung des Codes ist die Einzeleingabe der Nummer möglich, indem ein entsprechendes Zahlenfeld von 1-10 mit den zugehörenden Zahlencodes bedruckt ist (siehe Zeichnung 1) und diese Codes entsprechend der Zahlenfolge mit einem Lesegerät eingegeben werden können.

Auch ist die Möglichkeit der Kombination Lesegerät Tastatur oder Wählscheibe gegeben, so dass bei einem nicht nutzbaren Lesegerät die bisherige Möglichkeit der Zahleneingabe ermöglicht wird.

Ein weiterer Vorteil der Eingabe mittels Lesegerät ist, dass die Eingabe berührungslos durchgeführt wird und somit kein Verschleiß auftritt, der bisher Reparaturen der Tastaturmechanik oder Wählscheibenmechanik erfordert. Es findet kein Verlesen und kein Vertippen mehr statt, dadurch werden Fehlverbindungen mit peinlichen Entschuldigungen vermieden.

Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung 2 dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen

Zeichnung 1 das Zahlenfeld von 0-9 mit dem entsprechenden Code unter der Zahl. Falls es nötig ist, die Telefon-Nummer Zahl für Zahl einzugeben, wird das Lesegerät einzeln auf den zur Zahl gehörenden Code gehalten und die Telefon-Nummer nach dem gleichen Verfahren wie über Tastatur oder Wählscheibe eingegeben. Dieses Zahlenfeld kann jedem Telefon mitgegeben werden.

Zeichnung 2 ein Telefon ohne Wählscheibe aber mit einem Lesestift und einer Sprecheinrichtung. Bei Eingabe der Telefon-Nummer wird der Lesestift über den Code gezogen, der eingelesene Code wird automatisch entschlüsselt und zum Aufbau der Telefonverbindung ins Telefonnetz weitergegeben.

Zeichnung 3 ein Telefon in Kombination mit einem Lesegerät, das die Möglichkeit bietet, die optisch verschlüsselte Telefon-Nummer über Lesegerät aufzunehmen oder wie bisher über Tastatur die Zahlenfolge einzugeben.

Zeichnung 4 eine nach Barcode verschlüsselte Telefonnummer und eine nach Barcode verschlüsselte Vorwahl und eine nach Barcode verschlüsselte Ländervorwahl.


Anspruch[de]
  1. 1. Telefon, Telefon-Nummer Eingabe mit einem Lesegerät zur Entschlüsselung optischer Datenträger, z. B. durch Entschlüsselung eines Barcodes bzw. Strichcodes, in dem die Telefon-Nummer des anzuwählenden Gesprächspartners verschlüsselt ist und die Eingabe der Telefon-Nummer durch ein entsprechendes Lesegerät zum Beispiel Scanner oder Lesestift durchgeführt wird,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass das Telefon fest oder über eine andere Datenübermittlung mit einem Lesegerät verbunden ist, das in der Lage ist, den optischen Code, mit dem die Telefon-Nummer verschlüsselt wurde, zu lesen, zu decodieren und an das Telefon bzw. ins Telefonnetz weiterzuleiten,

    dass ein schnurloses Telefon oder ein Handy fest oder über eine andere Datenübermittlung mit einem Lesegerät verbunden ist, das in der Lage ist, den optischen Code mit dem die Telefon-Nummer verschlüsselt wurde, zu lesen, zu decodieren und an das Telefon bzw. Telefonnetz weiterzuleiten,

    dass zwischen dem Telefonanschluss und dem Lesegerät die verschlüsselte Telefon-Nummer von einer Decodierelektronik entschlüsselt wird und analog ins Telefon zum Verbinden bzw. Herstellen der Verbindung zum Gesprächspartner weitergegeben wird,

    dass zwischen dem Telefonanschluss und dem Lesegerät die verschlüsselte Telefon-Nummer von einer Decodierelektronik entschlüsselt wird und digital ins Leitungsnetz zum Verbinden bzw. zur Herstellung der Verbindung zum Gesprächspartner weitergegeben wird bzw. direkt binär zum Aufbau der Verbindung dem Telefonnetz vom Lesegerät zur Verfügung gestellt wird,

    dass das Telefon nur mit der Lesevorrichtung zum Einlesen verschlüsselter Telefon-Nummern versehen ist (ohne manuelle Wähleinrichtung z. B. Tasten oder Wählscheibe),

    dass das Telefon mit einer Lesevorrichtung zum Einlesen von optischen Datenträgern, die die anzuwählende Telefon-Nummer enthalten und zusätzlich mit einer Tastatur- oder Wählscheibenmechanik ausgestattet ist,

    dass das Telefon mit einem Speicher versehen werden kann der die Möglichkeit bietet, eingelesene Telefon-Nummern zu speichern und diese bei Bedarf wieder abrufen zu können.
  2. 2. Telefon, Telefon-Nummer Eingabe nach Patentanspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Telefon-Nummern entsprechend verschlüsselt als optischer Code in Telefonbüchern zum entsprechenden Namen abgedruckt werden und eingelesen werden können,

    dass die Telefon-Nummern entsprechend verschlüsselt als optischer Code auf Briefbögen, Visitenkarten, Dokumenten, Anschreiben usw. gedruckt werden und eingelesen werden können,

    dass die Telefon-Nummern zum optischen Code auch als Klarschrift gedruckt werden kann um auch eine konventionelle Eingabe über Zahlentastatur zu gewährleisten,

    dass die einzugebende Telefon-Nummer als optischer Code z. B. Strichcode bzw. Barcode verschlüsselt ist und durch Einlesen mit einem Lesegerät z. B. Scanner oder Lesestift zum Aufbau der Telefonleitung zum Gesprächspartner genutzt wird,

    dass zusätzlich zur optischen Verschlüsselung durch eine Klarschriftzeile die Telefon-Nummer lesbar ist und somit gewährleistet wird, dass eine Einzeleingabe der Telefon-Nummer Zahlenkombination erfolgen kann,

    dass in dem Code nur die Teilnehmernummer enthalten ein kann,

    dass zusätzlich zur Teilnehmernummer auch die Vorwahl-Nummer im Code enthalten sein kann,

    dass die Vorwahl-Nummer separat abgedruckt wird,

    dass auch Ländervorwahl-Nummern separat abgedruckt sind,

    dass der die Zahlenkombination der Telefon-Nummer enthaltende optische Code durch einen Scanner, durch einen Lesestift oder durch eine Kamera aufgenommen wird und als digitaler bzw. analoger Signalzug dem Telefon oder direkt zum Aufbau der Verbindung dem Telefonnetz weitergeleitet wird,

    dass die Einzeleingabe der Telefon-Nummer Zahlenkombination auch über ein entsprechendes Zahlenfeld mit optisch verschlüsselten Einzelzahlen oder auch Buchstaben durch Einlesen mit einem Lesegerät anstatt der manuellen Handeingabe durch eine Wählscheibe bzw. Tastatur erfolgen kann,

    dass durch einen anschließbaren Drucker auch die Möglichkeit des Etikettendrucks für verschlüsselte Telefonnummern gegeben ist.






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