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Dokumentenidentifikation DE19822030A1 18.11.1999
Titel Zweiteiliger Drückerstift
Anmelder HEWI Heinrich Wilke GmbH, 34454 Bad Arolsen, DE
Erfinder Staigl, Dirk, 34454 Bad Arolsen, DE
Vertreter Frhr. von Schorlemer, R., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 34117 Kassel
DE-Anmeldedatum 15.05.1998
DE-Aktenzeichen 19822030
Offenlegungstag 18.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.11.1999
IPC-Hauptklasse E05B 3/10
IPC-Nebenklasse E05B 3/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Drückerstift mit einer Längsachse (11a, 11b), zwei zu dieser koaxial und hintereinanderliegend angeordneten Stiftteilen (10a, 10b), die je einen mit der Längsachse (11a, 11b) koaxialen Durchgang und einen unrunden Querschnitt aufweisen, und einem in die Durchgänge (12a, 12b) ragenden, mit einem Außengewinde versehenen Bolzen (15), der zur drehbaren Verbindung der beiden Stiftteile (10a, 10b) in einen im Durchgang (12a, 12b) eines der beiden Stiftteile (10a, 10b) ausgebildeten Innengewindeabschnitt (14a, 14b) eindrehbar ist. Erfindungsgemäß weisen die Durchgänge (12a, 12b) beider Stiftteile (10a, 10b) je einen Innengewindeabschnitt (14a, 14b) auf, und das Außengewinde besitzt je einen in die Innengewindeabschnitte (14a, 14b) passenden Außengewindeabschnitt (16a, 16b). Der Bolzen (15) ist an wenigstens einer Stirnseite mit einem Mittel (19) zum Ansetzen eines Werkzeugs (20) versehen (Fig. 2).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen zweiteiligen Drückerstift nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und einen Bausatz nach dem Oberbegriff des Anspruch 8.

Zweiteilige Drückerstifte werden z. B. bei der Anwendung von für Türen od. dgl. geeigneten Spezialschlössern benötigt, die eine aus zwei axial hintereinander liegenden Hälften bestehende Schloßnuß aufweisen. Um die beiden Schloßnußhälften unabhängig voneinander drehen zu können, weist der Drückerstift zwei entsprechend axial hintereinander liegende Stiftteile auf, die je eine zugeordnete Schloßnußhälfte durchragen und in der Regel mittels einer Schraubverbindung so miteinander verbindbar sind, daß sie zwar relativ zueinander gedreht, aber nicht relativ zueinander axial verschoben werden können. Ein Hauptzweck derartiger Spezialschlösser besteht darin, mit den beidseits der Tür angeordneten, an den Stiftteilen befestigten Handhaben, insbesondere Türdrückern, unterschiedliche Schließ- und/oder Öffnungsfunktionen zu realisieren. So sind z. B. Türschlösser bekannt, die bewirken sollen, daß bei der Betätigung einer der beiden Handhaben eine Betätigung auch der anderen Handhabe vermieden wird, wie dies bei Anwendung eines einteiligen Drückerstifts zwangsläufig der Fall wäre. Ein anderes Beispiel sind sogenannte Panikschlösser, die z. B. sowohl eine Falle als auch einen Riegel aufweisen und so ausgebildet sind, daß die bloße Betätigung einer der beiden, meistens der Türinnenseite zugeordneten Handhaben unabhängig davon eine sofortige Öffnung der Tür ermöglicht, ob sich der Riegel gerade in einer Schließ- oder Offenstellung befindet. Dagegen kann dieselbe Tür bei in Schließstellung befindlichem Riegel durch bloße Betätigung der anderen, außen liegenden Handhabe nicht geöffnet werden, wenn nicht zuvor der Riegel mit einem zusätzlichen Werkzeug, z. B. einem Schlüssel, in die Offenstellung bewegt wird.

Bei einem bekannten zweiteiligen Drückerstift (DE 31 07 606 C2) ist das eine Stiftteil mit einem axialen Durchgang versehen, während am anderen Stiftteil ein axial vorstehender, in den Durchgang einführbarer Bolzen befestigt ist. Eine axiale Verbindung der beiden Stiftteile ist dabei dadurch möglich, daß ein nach dem vollständigen Einführen des Bolzens in den Durchgang aus diesem herausragender Bolzenabschnitt mit einem Außengewinde versehen ist, auf das eine Mutter aufgedreht werden kann. Der Drückerstift besteht daher aus vier unterschiedlich geformten Teilen, was die Herstellungs- und Montagekosten beträchtlich beeinflußt. Dies gilt insbesondere angesichts des Umstands, daß für unterschiedliche Türstärken entsprechend unterschiedlich lange Stiftteile und Bolzen benötigt werden.

Ein weiterer bekannter zweiteiliger Drückerstift weist zwei identisch geformte, mit je einem axialen Durchgang versehene Stiftteile und einen mit einem Kopf versehenen Bolzen auf, der im montierten Zustand die Durchgänge beider Stiftteile völlig durchragt. An seinem vom Kopf abgewandten Ende ist der Bolzen mit einem Außengewindeabschnitt versehen, auf den eine Mutter, insbesondere eine Hülsenmutter aufgedreht wird, wobei der Bolzenkopf zusätzlich mit einem Mittel zum Ansetzen eines Werkzeugs, z. B. einer Schraubendreherklinge, versehen ist. Dadurch weist der Drückerstift jeweils nur drei unterschiedlich geformte Teile auf. Zur Anpassung an unterschiedliche Türstärken sind jedoch auch hier sowohl unterschiedlich lange Stiftteile als auch unterschiedlich lange Bolzen erforderlich.

Schließlich ist ein zweiteiliger Drückerstift der eingangs bezeichneten Gattung bekannt, bei dem der Durchgang des einen Stiftteils mit einem Innengewindeabschnitt versehen ist, in den zum Verbinden der beiden Stiftteile der Außengewindeabschnitt eines den Durchgang des anderer Stiftteils durchragenden Bolzens eingedreht wird, der einen an der äußeren Stirnseite dieses Stiftteils abstützbaren, mit einem Mittel zum Ansetzen eines Werkzeugs versehenen Kopf aufweist. Auch bei dieser Variante werden drei unterschiedlich geformte Teile benötigt, die zur Anpassung an verschiedene Türstärken außerdem sämtlich unterschiedlich lang sein müssen.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den mehrteiligen Drückerstift nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und den Bausatz nach dem Oberbegriff des Anspruchs 8 so auszubilden, daß der Drückerstift aus weniger unterschiedlich geformten Teilen hergestellt werden kann, einfach montierbar ist und mit geringerem Aufwand eine Anpassung an unterschiedliche Türstärken oder dgl. ermöglicht.

Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 und 8.

Weitere vorteilhaft Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen grob schematischen Horizontalschnitt durch ein in eine Tür eingesetztes Türschloß mit einer zweiteiligen Schloßnuß;

Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Drückerstift mit zwei Stiftteilen und einem Bolzen, wobei diese drei Teile in auseinander gezogener Darstellung gezeigt sein;

Fig. 3 einen der Fig. 1 entsprechenden Schnitt durch das Türschloß in einem ersten Montagezustand, in dem die beiden Stiftteile noch außerhalb des Türschlosses angeordnet sind, der Bolzen aber bereits in eines der Stiftteile eingedreht ist;

Fig. 4 einen der Fig. 3 entsprechenden Schnitt durch das Türschloß, wobei jedoch eines der beiden Stiftteile bereits in eine zugehörige Schloßnußhälfte eingesetzt ist;

Fig. 5 einen der Fig. 3 entsprechenden Schnitt durch das Türschloß, wobei jedoch beide Stiftteile in je eine zugeordnete Schloßnußhälfte eingesetzt sind; und

Fig. 6 einen der Fig. 3 entsprechenden Schnitt durch das Türschloß im fertig montierten Zustand des erfindungsgemäßen Drückerstifts.

Fig. 1 zeigt einen kleinen Abschnitt einer Tür 1, die eine übliche, zum Schließspalt der Tür 1 hin offene Schloßtasche aufweist, in die ein Schloß 2 eingesetzt ist, das eine drehbar gelagerte Schloßnuß 3 aufweist, deren Drehbewegung über nicht dargestellte, dem Fachmann jedoch allgemein bekannte Mittel auf ein Schließelement, z. B. eine Falle und/oder einen Riegel übertragen werden kann. Die Schloßnuß 3 besteht aus zwei in Richtung einer Drehachse 4 koaxial hintereinander angeordneten, unabhängig voneinander drehbaren Nußhälften 3a und 3b, zwischen denen in der Regel eine stationäre Trennwand 5 in Form eines Trennblechs oder dgl. angeordnet ist.

Die beiden Nußhälften 3a und 3b sind mit je einem zur Drehachse 4 koaxialen, durchgehenden Loch 6a, 6b versehen, das einen unrunden, insbesondere quadratischen Querschnitt besitzt und in der aus Fig. 3 bis 6 ersichtlichen Weise zur Aufnahme eines Drückerstifts mit einem entsprechenden Außenquerschnitt dient. Die Trennwand 5 besitzt dagegen eine zur Drehachse 4 koaxiale, durchgehende Öffnung 7, deren Querschnitt kleiner als der des Drückerstifts ist. Die Tür 1 weist außerdem zwei an die Nußhälften 3a, 3b grenzende, bis zu ihren Breitseiten erstreckte Ausnehmungen 8a, 8b auf, die zum Einsetzen des Drückerstifts in die Nußhälften 3a, 3b dienen und die Halsabschnitte von mit dem Drückerstift zu verbindenden Handhaben in Form von Türdrückern oder dgl. aufnehmen können.

Erfindungsgemäß enthält der Drückerstift 2 Stiftteile 10a und 10b, die je eine Längsachse 11a, 11b und einen zu dieser koaxialen, vorzugsweise zylindrischen Durchgang 12a, 12b aufweisen. Jeder Durchgang 12a, 12b ist in einem mittleren Bereich mit einem Innengewindeabschnitt 14a, 14b versehen, der sich nur über einen Teil der Lage des zugehörigen Stiftteils 10a, 10b erstreckt. Außerdem enthält der Drückerstift einen zylindrischen Bolzen 15, der an seinen beiden Enden je einen Außengewindeabschnitt 16a, 16b aufweist und in seinem mittleren Bereich vorzugsweise mit einem gewindefreien Abschnitt 17 versehen ist. Der Außengewindeabschnitt 16a ist, in Richtung einer Längsachse 18 des Bolzens 15 betrachtet, vorzugsweise länger als der Gewindeabschnitt 16b. Außerdem ist der Bolzen 15 an seiner dem Gewindeabschnitt 16a aufweisenden, endseitigen Stirnfläche mit einem Mittel 19 zum Ansetzen eines Werkzeugs, insbesondere mit einem Schlitz zur Aufnahme einer Schraubendreherklinge versehen. Die Außengewindeabschnitte 16a, 16b sind weiterhin so dimensioniert, daß sie zu den Innengewindeabschnitten 14a, 14b der Stiftteile 10a, 10b passen und in diese soweit eingedreht werden können, bis der gewindefreie Abschnitt 17 den Anfang des jeweiligen Gewindeabschnitts 14a, 14b erreicht. Außerdem entspricht der Außendurchmesser des gewindefreien Abschnitts 17 des Bolzens 15 vorzugsweise im wesentlichen dem Innendurchmesser der Durchgänge 12a, 12b der Stiftteile 10a und 10b, wobei der Bolzen 15 mit beiden Enden in die Durchgänge 12a, 12b eingeführt werden kann, bis sie die Anfänge der Gewindeabschnitte 14a, 14b erreichen.

Die Montage des erfindungsgemäßen Drückerstifts wird nachfolgend anhand der Fig. 3 bis 6 erläutert.

Nach Fig. 3 wird zunächst der längere Gewindeabschnitt 16a des Bolzens 15 mit der Hand bis zum Erreichen des Innengewindeabschnitts 14a in den Durchgang 12a des Stiftteils 10a eingeführt und dann durch Drehen des Bolzens 15 in den Innengewindeabschnitt 14a eingedreht, bis der gewindefreie Abschnitt 17 dessen Anfang erreicht und der Bolzen 17 deshalb nicht mehr weiter gedreht werden kann (Fig. 3). Dabei sind die Längen der verschiedenen Teile- und Gewindeabschnitte so bemessen, daß der Bolzen 15 in diesem Montagezustand noch zumindest teilweise wenigstens mit seinem Gewindeabschnitt 16b aus demjenigen Ende des Stiftteils 10a herausragt, von dem aus er eingedreht wurde.

Gemäß Fig. 4 wird das Stiftteil 10a nun mit dem herausragenden Teil des Bolzens 15a voran von einer Seite der Tür 1 her in das Loch 6a der Schloßnuß 3a gesteckt (Fig. 4), bis seine den Bolzen 15 ringförmig umgebende Stirnfläche an die Trennwand 5 anstößt, wobei die Drehachse 4 und die Längsachsen 11a und 18 koaxial zueinander angeordnet sind. In dieser Lage durchragt gleichzeitig das aus dem Stiftteil 10a herausragende Bolzenteil die entsprechend bemessene Öffnung 7 der Trennwand 5 sowie das Loch 6b der anderen Nußhälfte 3b. Dabei sind die verschiedenen Teile so bemessen, daß der Außengewindeabschnitt 16b des Bolzens 15 entsprechend Fig. 4 noch etwas aus der Nußhälfte 3b heraus- und in die Ausnehmung 8b der Tür 1 hineinragt.

Wie Fig. 5 zeigt, wird nun von der anderen Seite der Tür 1 her das Stiftteil 10b durch die Ausnehmung 8b hindurch der Schloßnuß 3 angenähert und mit einem gewindelosen Abschnitt seines Durchgangs 12b auf das Gewindeteil 16b des Bolzens 15 gesteckt, wobei seine Achse 11b koaxial zu den Achsen 4, 11a und 18 zu liegen kommt. Dabei sind die verschiedenen Abmessungen so gewählt, daß das Stiftteil 10b so weit auf den Bolzen 15 aufgesteckt werden kann, bis sein Vorderende in das Loch 6b der Nußhälfte 3b eintritt und schließlich analog zum Stiftteil 10a, jedoch von der anderen Seite her, an die Trennwand 5 anschlägt. In dieser Position liegt das in Fig. 5 linke Ende des Bolzens 15 vorzugsweise unmittelbar am Anfang des Innengewindeabschnitts 14b des Stiftteils 10b.

Zur axialen Verbindung der beiden Stiftteile 10a, 10b wird jetzt, ausgehend von der Montagestellung nach Fig. 5, ein Werkzeug 20, z. B. ein Schraubendreher, von außen her in den Durchgang 12a des Stiftteils 10a eingeführt, um das Mittel 19 (Fig. 2) des Bolzens 15 zu erfassen und den Bolzen 15 in entgegengesetzter Richtung als bei seiner Einführung in das Stiftteil 10a zu drehen. Dadurch wird sein Außengewindeabschnitt 16a teilweise wieder aus dem Innengewindeabschnitt 14a des Stiftteils 10a herausgedreht, während gleichzeitig am entgegengesetzten Ende sein Außengewindeabschnitt 16b in den Innengewindeabschnitt 14b des anderen Stiftteils 10b eingedreht wird. Da hierbei beide Stiftteile 10a, 10b undrehbar in den zugehörigen Nußhälften 3a, 3b angeordnet sind, kann der Bolzen 15 so tief in das Stiftteil 10b eingedreht werden, bis sein gewindefreier Abschnitt 17 an den Anfang des Innengewindeabschnitts 14b anstößt. Die axiale Länge der verschiedenen Teile ist dabei zweckmäßig so gewählt, daß im zuletzt beschriebenen Zustand zwischen den beiden Stiftteilen 10a, 10b ein vorgewählter Abstand von z. B. 1,5 mm bis 2,0 mm verbleibt, so daß die etwas dünnere Trennwand 5 nicht zwischen den beiden Stiftteilen 10a, 10b festgeklemmt werden kann.

Wie Fig. 6 zeigt, stellt die Trennwand 5 im montierten Zustand des Drückerstifts 15 sicher, daß das Stiftteil 10a nur die Nußhälfte 3a und das Stiftteil 10b nur die Nußhälfte 3b durchragt und der Drückerstift insgesamt nicht axial inherhalb der Nuß 3 hin- und hergeschoben werden kann. Wird daher das Stiftteil 10a oder das Stiftteil 10b gedreht, wird dabei nur die jeweils zugeordnete Schloßnußhälfte 3a bzw. 3b mitgedreht, während die andere Schloßnußhälfte unbeeinflußt bleibt.

Die aus den Schloßnußhälften 3a, 3b herausragenden Abschnitte der Stiftteile 10a, 10b dienen in bekannter Weise zum Aufstecken der Halsabschnitte von Handhaben in Form von Türdrückern od. dgl., wobei die Halsabschnitte mit Querbohrungen zur Aufnahme von Klemmschrauben versehen sein können. In diesem Fall sind die Stiftteile 10a, 10b vorzugsweise mit radialen Nuten 21a bzw. 21b, Bohrungen od. dgl. versehen (Fig. 2 und 6), in die die Klemmschrauben eintreten und dann eine axiale Verschiebung der Handhaben in Richtung der Längsachsen 11a, 11b bzw. 18 relativ zu den Stiftteilen 10a, 10b unmöglich machen. Alternativ ist es aber auch möglich, die Handhaben in bekannter Weise drehbar und axial unverschiebbar in Rosetten, Türschildern od. dgl. zu lagern, die an den Breitseiten der Tür 1 befestigt werden (DE 31 27 151 C2).

Zum Entfernen des Drückerstifts aus der Schloßnuß 3 werden die anhand der Fig. 3 bis 6 beschriebenen Operationen in entgegengesetzter Reihenfolge durchgeführt.

Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, das auf vielfache Weise abgewandelt werden kann. Insbesondere kann der erfindungsgemäße Drückerstift statt auf Türschlösser auch auf die Schlösser von anderen Gegenständen als Türen angewendet werden. Weiter können abweichend von Fig. 1 Schlösser verwendet werden, die zwar zwei Nußhälften, aber keine Trennwand 5 aufweisen, in welchem Fall durch andere Mittel sichergestellt werden muß, daß die Stiftteile 10a, 10b während des Gebrauchs nicht axial verschoben werden und dadurch ungewollt beide Schloßnußhälften 3a, 3b durchragen können. Derartige Mittel könnten in bekannter Weise (DE 31 07 606 C2) z. B. aus an den Außenseiten der Stiftteile angebrachten Anschlägen bestehen, die sich bei der Montage gegen die Nußhälften legen und dann eine weitere axiale Verschiebung der Stiftteile verhindern. Weiter können Bolzen verwendet werden, die durchgehend als Gewindebolzen ausgebildet sind und daher, ausgehend von einem Montagezustand nach Fig. 5, z. B. um eine definierte Anzahl von Umdrehungen zurückgedreht werden. Dabei könnte das Erreichen der Bolzenlage nach Fig. 3 z. B. durch eine Diskontinuität im durchgehenden Außengewinde des Bolzens sichergestellt werden. Auch andere Mittel als die gewindelosen Abschnitte 17 können zur Sicherstellung der beschriebenen Funktion vorgesehen werden. Schließlich kann es zweckmäßig sein, den Außengewindeabschnitt 16b des Bolzens 15 vor seiner Einführung in den Innengewindeabschnitt 14b des Stiftteils 10b mit einem durch einen schwarzen Punkt 22 angedeuteten Klebmittel zu versehen, das nach der Montage aushärtet und dann ein ungewolltes Drehen des Bolzens 15 aufgrund von äußeren Erschütterungen od. dgl. verhindert.

Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, daß die Stiftteile 10a, 10b in besonders bevorzugter Weise völlig identisch ausgebildet und bei Bedarf entsprechend Fig. 3 bis 6 spiegelsymmetrisch zur Schloßmittelebene angeordnet werden können. Daher sind für jedes Türschloß nur zwei unterschiedlich geformte Teile 10a, 10b einerseits bzw. 15 andererseits erforderlich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß zur Anpassung an unterschiedliche Türstärken bzw. Türstärkenbereiche od. dgl. nur unterschiedlich lange Stiftteile benötigt werden, während unabhängig von deren Länge stets dieselben Bolzen 15 verwendet werden können. Das wird z. B. dadurch ermöglicht, daß bei allen unterschiedlich langen Stiftteilen 10a, 10b die Innengewindeabschnitte 14a, 14b immer denselben Abstand a (Fig. 2) von einer Stirnfläche erhalten und eine etwaige Verlängerung oder Verkürzung nur am entgegengesetzten Stiftteilende stattfindet. Dadurch läßt sich die Zahl der Teile innerhalb des für alle gängigen Türstärken auf Lager zu haltenden Bausatzes erheblich reduzieren. Vorteilhaft ist ferner, daß der Bolzen 15 dennoch bei allen Varianten vollständig innerhalb der beiden Durchgänge 12a, 12b zu liegen kommen kann und dabei der gewindelose Abschnitt 17 mit geringem Spiel in gewindelosen Abschnitten der Durchgänge 12a, 12b geführt ist, wodurch eine hohe Biegefestigkeit des gesamten Drückers erreicht wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Drückerstift mit einer Längsachse (11a, 11b), zwei zu dieser koaxial und hintereinander liegend angeordneten Stiftteilen (10a, 10b), die je einen mit der Längsachse (11a, 11b) koaxialen Durchgang (12a, 12b) und einen unrunden Querschnitt aufweisen, und einem in die Durchgänge (12a, 12b) ragenden, mit einem Außengewinde versehenen Bolzen (15), der zur drehbaren Verbindung der beiden Stiftteile (10a, 10b) in einen im Durchgang eines der beiden Stiftteile (10a, 10b) ausgebildeten Innengewindeabschnitt eindrehbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgänge (12a, 12b) beider Stiftteile (10a, 10b) je einen Innengewindeabschnitt (14a, 14b) aufweisen, das Außengewinde je einen in die Innengewindeabschnitte (14a, 14b) passenden Außengewindeabschnitt (16a, 16b) besitzt und der Bolzen (15) an wenigstens einer Stirnseite mit einem Mittel (19) zum Ansetzen eines Werkzeugs (20) versehen ist.
  2. 2. Drückerstift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel (19) aus einem zur Aufnahme einer Schraubendreherklinge bestimmten Schlitz besteht.
  3. 3. Drückerstift nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in Richtung der Längsachse (18) gemessene Länge des Bolzens (15) kleiner als die Gesamtlänge der beiden Stiftteile (10a, 10b) ist und deren Innengewindeabschnitte (14a, 14b) so angeordnet sind, daß der Bolzen (15) im montierten Zustand vollständig innerhalb der Durchgänge (12a, 12b) zu liegen kommt.
  4. 4. Drückerstift nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stiftteile (10a, 10b) identisch ausgebildet sind.
  5. 5. Drückerstift nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Außengewindeabschnitte (16a, 16b) des Bolzens (15) durch einen gewindefreien Abschnitt (17) getrennt sind.
  6. 6. Drückerstift nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die in Richtung der Längsachse gemessene Länge des gewindefreien Abschnitts (17) so gewählt ist, daß die beiden Stiftteile (10a, 10b) im montierten Zustand einen vorgewählten Abstand voneinander haben.
  7. 7. Drückerstift nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Außengewindeabschnitte (16a) eine größere axiale Länge als der andere Außengewindeabschnitt (16b) aufweist.
  8. 8. Bausatz mit einer Mehrzahl von Drückerstiften nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß er identische Bolzen (5) und Stiftteile (10a, 10b) mit in Richtung der Längsachse (11a, 11b) unterschiedlichen längen enthält, wobei die Innengewindeabschnitte (14a, 14b) jeweils so in den Stiftteilen (10a, 10b) angeordnet sind, daß je zwei beliebig ausgewählte Stiftteile (10a, 10b) durch denselben Bolzen (15) miteinander verbindbar sind.






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