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Dokumentenidentifikation DE69508360T2 18.11.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0716831
Titel Chirurgische Schneidevorrichtung mit Sicherheitsverriegelung
Anmelder Linvatec Corp., Largo, Fla., US
Erfinder Linden, Harry A., Santa Barbara, California 93108, US
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69508360
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 12.12.1995
EP-Aktenzeichen 952034494
EP-Offenlegungsdatum 19.06.1996
EP date of grant 17.03.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.11.1999
IPC-Hauptklasse A61B 17/14
IPC-Nebenklasse B23B 31/22   B23D 51/10   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft allgemein kraftbetriebene chirurgische Schneidvorrichtungen. Insbesondere betrifft die Erfindung chirurgische Klingen bzw. Blätter und Einrichtungen zum Verbinden dieser Blätter mit einem chirurgischen Handstück. Noch spezieller betrifft die Erfindung eine kraftbetriebene Brustbeinsäge, die mit einem Schutz sowie einer Sicherheitsverriegelung versehen ist, um einen Betrieb der Säge zu verhindern, bis alle Teile richtig zusammengebaut sind.

Beschreibung des Stands der Technik

Zum Schneiden verschiedener Gewebearten in operativen Verfahren sind chirurgische Sägen bekannt. Häufig sind die Sägen mit Abschirmungen oder Schutzteilen versehen, um unbeabsichtigte Schäden an Gewebe zu verhindern, das an die Operationsstelle angrenzt. Besonders wichtig sind solche Schutzteile beim Einsatz kraftbetriebener chirurgischer Sägen.

Eine Art bekannter chirurgischer Schneidvorrichtung ist eine Brustbeinsäge, die wie der Name sagt zum Durchtrennen des Brustbeins in einem operativen Verfahren dient. Ein Spannpatronenmechanismus ist vorgesehen, um das hin- und hergehende Sägeblatt am Handstück zu befestigen, und die Spannpatronenmutter wird mit einem Schlüssel oder anderen Werkzeug festgezogen, um die flache "Stichsäge" in einer längs hin- und hergehenden Antriebswelle zu halten. Die Spannpatrone ergreift nicht nur das Sägeblatt, sondern wirkt auch so, daß sie eine Sperrausrichtkugel in ein im proximalen Blattende gebildetes Loch drückt, um zu verhindern, daß das Blatt aus dem Handstück fällt, sollte sich die Spannpatrone lockern. Wegen der empfindlichen Lage des Brustbeins sind solche chirurgischen Sägen allgemein mit einem Sägeblattschutz versehen, um das hin- und hergehende Sägeblatt teilweise einzuschließen und zu verhindern, daß es zufällig ungewolltes Gewebe schneidet. Allerdings schränkt der vorhandene Schutz den Zugang zur Spannpatronenmutter ein und erschwert das Festziehen des Blatts. Daß ein gesondertes Werkzeug oder ein Schlüssel zum Festziehen der Spannpatrone bereitgehalten werden muß, erschwert das Problem zusätzlich. Weitere Hinweise zum Stand dar Technik finden sich in der Beschreibung anhand der Zeichnungen von Fig. 4 und 5 und sind in einem Bedienungshandbuch von Zimmer mit dem Titel "The Hall Versipower® sternum saw", Lit. Nr. HS 22-17446-00, 1991, Hall Surgical, USA veröffentlicht. Erwünscht sind konstruktive Verbesserungen, um den Blattanbau am Handstück zu erleichtern. Neben leichterer Befestigung des Sägeblatts am Handstück ist es stets wünschenswert, zusätzliche Sicherheitsmerkmale in kraftbetriebenen chirurgischen Sägen einzubauen. Folglich besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine kraftbetriebene chirurgische Säge mit einer Einrichtung zum Befestigen des Sägeblatts am Handstück ohne Einsatz eines Sonderwerkzeugs bereitzustellen. Mitunter wird ein solches Handstück als "schlüsselloses" Handstück bezeichnet.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist, eine Brustbeinsäge mit einem Brustbein-Sicherheitsschutz bereitzustellen, der zwangsläufig in der richtigen Position sein muß, damit die Säge betrieben werden kann.

Ferner besteht eine Aufgabe der Erfindung darin, eine Sicherheitsverriegelung bereitzustellen, bei der alle Komponenten der kraftbetriebenen chirurgischen Säge richtig zusammengebaut sein müssen, bevor die Säge wirksam Gewebe schneiden kann.

Noch eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Sicherheitsverriegelung in einer kraftbetriebenen chirurgischen Säge bereitzustellen, die ein Blatt und einen Blattschutz gleichzeitig verriegelt und richtig positioniert.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Diese Aufgaben werden durch die Erfindung gemäß den beigefügten Ansprüchen gelöst, die ein Verfahren zum Verbinden einer chirurgischen Säge und eine chirurgische Säge zur Verwendung mit einem länglichen chirurgischen Blatt mit einem proximalen Ende, einem distalen Ende und mindestens einer Kerbarretierung am proximalen Ende festlegen. Die Säge weist ein Gehäuse oder Handstück mit einer Öffnung und einer Antriebswelle mit einem zur Öffnung benachbarten Ende zum Aufnehmen des chirurgischen Blatts auf. Das Handstück weist eine Einrichtung zum Antreiben der Antriebswelle auf. Eine Blattaufnahmeeinrichtung am Ende der Antriebswelle weist eine an der Antriebswelle angeordnete erste Sperrkugel-Halteeinrichtung zum Halten des proximalen Endes des chirurgischen Blatts auf. Die Kugeln der ersten Sperrkugel-Halteeinrichtung werden in der Kerbe des chirurgischen Blatts durch einen zylindrischen Nockenring gehalten, der an der Basis des Blattschutzes befestigt ist. Eine Außenfläche des Nockenrings ist mit einer ringförmigen Nut versehen, die mit den Kugeln einer am Handstück angeordneten zweiten Sperrkugel-Halteeinrichtung arbeitet. Eine zylindrische Bundeinrichtung am Handstück hält die Kugeln der zweiten Sperrkugel-Halteeinrichtung in der ringförmigen Nut und verriegelt dadurch das Blatt und den Schutz in der richtigen Position.

Das Verfahren zum Verbinden eines chirurgischen Schneidblatts mit einer Kraftquelle zum Antreiben der Vorrichtung weist die folgenden Schritte auf: Bereitstellen einer chirurgischen Schneidvorrichtung mit einer Kerbarretierung an ihrem proximalen Ende, Bereitstellen einer ersten Sperrkugel-Halte einrichtung, um die Vorrichtung an der Kraftquelle zu halten, und Halten der Schneidvorrichtung und der ersten Sperrkugel- Halteeinrichtung in verriegelter Position mit einem Nockenring, der selbst durch eine zweite Sperrkugel-Halteeinrichtung an Ort und Stelle verriegelt ist.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist eine Querschnittansicht einer Brustbeinsäge, die gemäß den Erfindungsgrundsätzen aufgebaut ist.

Fig. 2 ist eine schematische Explosionsansicht des distalen Endes von Fig. 1.

Fig. 3 ist eine Querschnittansicht von Fig. 2 an der Linie 3-3.

Fig. 4 ist eine im Querschnitt gezeigte weggeschnittene Seitenrißansicht eines Abschnitts des distalen Endes einer chirurgischen Säge des Stands der Technik und zeigt einen bekannten Spannpatronenmechanismus zum Halten eines Sägeblatts.

Fig. 5 ist eine Querschnittansicht von Fig. 4 an der Linie 5-5.

Fig. 6 ist eine Ansicht von Fig. 2 und zeigt die Komponenten im teilweise zusammengebauten Zustand.

Fig. 7 ist eine Querschnittansicht von Fig. 6 an der Linie 7-7.

Fig. 8 ist eine Seitenrißansicht des Sägeschutzes von Fig. 1.

Fig. 9 ist eine Draufsicht auf Fig. 8.

Fig. 10 ist eine Ansicht von Fig. 8 an der Linie 10-10.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

In Fig. 1 und 2 ist eine kraftbetriebene chirurgische Säge 1 dargestellt, die aufweist: ein "schlüsselloses" Handstück 2 mit einem Batteriefach 3 (zur Aufnahme einer nicht gezeigten Batterie), einen Motor 4, einen Abzug 5, eine Motorausgangswelle 6, eine Antriebswelle 7 und ein distales Arbeitsende 8, an dem ein Brustbein-Sägeblatt 9 und ein Schutz 10 befestigt sind. Die meisten dieser Komponenten sind herkömmlich und bilden keinen Bestandteil der Erfindung. Die Erfindung betrifft das distale Ende 8 sowie die Art der Befestigung des Blatts 9 und der Schutzes 10 am Handstück 2.

Zum Vergleich und zur Erläuterung ist in Fig. 4 das distale Ende 20 eines Handstücks des Stands der Technik dargestellt. Deutlich ist, daß das distale Ende 8 des Handstücks 2 in Fig. 1 in seiner Funktion mit dem distalen Ende 20 des Stands der Technik vergleichbar ist, weshalb das proximale Ende des Handstücks 2 (rechts vom distalen Ende 8 in Fig. 1) iri einem Handstück des Stands der Technik zum Einsatz kommen kann, um das distale Ende 20 anzutreiben. Das distale Ende 20 des Stands der Technik weist auf: eine Spannpatronen/Ausgangswellenanordnung 22 mit einer Blattaufnahme-Spannpatrone 24, die auf das distale Ende einer Antriebswelle 26 geschraubt ist, eine ringförmige Schutzaufnahmekammer 28, die die Spannpatrone 24 umgibt, und einen Schutzsperrmechanismus 30. Die Blattaufnahme-Spannpatrone 24 weist auf: eine gewindete Spannpatronenspitze 25, die mit einer Mutter 25A versehen ist, eine flache Blattaufnahmeöffnung (in der Ebene des Papiers) und eine Kugel 33, die in einer entsprechenden Ausrichtöffnung 35 eines chirurgischen Sägeblatts aufgenommen werden soll. Wie später deutlich wird, ist ein Vorteil der Erfindung, daß zum Gebrauch mit dem neuen "schlüssellosen" Handstück hergestellte Sägeblätter weiterhin die Ausrichtöffnung 35 zum Einsatz mit einem Handstück des Stands der Technik aufweisen können (je nach Wunsch des Benutzers). Die Spannpatrone 24 wird herkömmlich bedient, indem sie durch Drehen der Mutter festgezogen wird, um das Sägeblatt einzuspannen und reibschlüssig zu ergreifen. Die ringförmige Schutzaufnahmekammer 28 ist vorgesehen, um die Basis eines Brustbeinschutzes aufzunehmen, der dem von Fig. 1 und 2 ähnelt und näher in Fig. 8 bis 10 gezeigt ist. In der Kammer 28 wird der Schutz durch einen Sperrmechanismus 30 festgehalten, der auf der Wechselwirkung dreier beabstandeter Sperrkugeln 33 mit einem Nockenring in Form eines rückziehbaren, federbelasteten, zylindrischen Verriegelungsbunds 34 auf herkömmliche Weise beruht. Eine Feder 37 drückt den Bund 34 distal, um die Kugeln 33 in einer zugeordneten ringförmigen Nut der Basis des Schutzes zu verriegeln. Wie Fig. 4 und 5 am besten zeigen, ist die ringförmige Kammer 28 mit drei Sperrkugeln 32 und einem Paar diametral entgegengesetzter Keile 36 versehen, um den Schutz relativ zum Blatt richtig zu orientieren, was später verständlich wird. Zu beachten ist, daß die Spannpatronen/Ausgangswellenanordnung 22 des Stands der Technik unabhängig vom Sperrmechanismus 30 arbeitet. Wie verständlich wird, macht die später beschriebene Erfindung das ordnungsgemäße Funktionieren einer neuen Spannpatronen/Ausgangswellenanordnung vom Schutzsperrmechanismus abhängig.

Nunmehr wird die Erfindung anhand einer neuen Spannpatronen/Ausgangswellenanordnung 50 beschrieben, die am besten in Fig. 1, 2, 6 und 7 deutlich wird. Durch die Erfindung kommt eine "schlüssellose" Konstruktion zustande, indem ein Schutz und ein Sägeblatt in leichter Abwandlung an einem Handstück befestigt werden können, ohne daß dazu ein Hilfswerkzeug zum Festziehen einer Spannpatrone wie in der Vorrichtung des Stands der Technik zum Einsatz kommt. In Fig. 2 ist das distale Ende 52 einer Spannpatronen/Ausgangswellenanordnung 50 in Zuordnung zu einem Sägeblatt 9 und Schutz 10 explodiert dargestellt. In Fig. 6 sind die Komponenten teilweise zusammengebaut gezeigt, um den Betrieb des Sicherheitssperrmechanismus zu verdeutlichen. Der (nicht gezeigte) proximale Abschnitt der Spannpatronen/Ausgangswellenanordnung 50 ähnelt dem der Spannpatronen/Ausgangswellenanordnung 22 des Stands der Technik und braucht zum Verständnis der Erfindung nicht beschrieben zu werden.

Die Spannpatronen/Ausgangswellenanordnung 50 weist eine hin- und hergehende zylindrische Antriebswelle 60 auf, die mit einem inneren Sperrkugel-Haltemechanismus 62 nahe ihrem distalen Ende 64 versehen ist. Der Sperrkugel-Haltemechanismus 62 weist ein Paar diametral entgegengesetzte Festhaltekugeln 66 auf, die in beschränkten Öffnungen in der Antriebswelle 60 auf herkömmliche Weise angeordnet sind. Ein Kugelfesthalteeinsatz 68 ist vorgesehen, der verhindert, daß die Kugeln in das Innere der Antriebswelle 60 fallen, wenn sich das Blatt 9 nicht an seiner Position befindet. Das distale Ende des Einsatzes 68 ist mit einem diametralen Schlitz 70 versehen, der so gestaltet ist, daß er das proximale Ende des flachen Blatts 9 in ausgerichteter Orientierung relativ zu den Kugeln 66 aufnimmt.

Das Sägeblatt 9 und der Schutz 10 sind etwas abgewandelte Versionen der Komponenten des Stands der Technik, damit sie in der Erfindung arbeiten können. Das Blatt 9 ist ein herkömmliches hin- und hergehendes chirurgisches Stichsägeblatt, das so abgewandelt ist, daß es Kerben 80 hat, die auf gegenüberliegenden Seiten des Blattschafts ausgebildet sind. Eine am besten in Fig. 2 ersichtliche Öffnung 35 wird im Blatt 9 verwendet, obwohl sie in der Erfindung funktionslos und nur vorgesehen ist, damit das Blatt 9 in Handstücken des Stands der Technik verwendbar ist. Die Kerben 80 haben einen vorbestimmten Distalabstand vom proximalen Ende 82 des Blatts 9 und sollen, wie später deutlich wird, die Kugeln 66 aufnehmen, wenn das Blatt 9 richtig in der Spannpatronen/Ausgangswellenanordnung 50 sitzt.

Der in Fig. 8 bis 10 am besten ersichtliche Schutz 10 weist eine Kugelsperrnocke in Form eines zylindrischen Nockenring-Basisabschnitts 90, einen Verbindungsarm 92 und einen geschlitzten, distalen Schutzkopf 94 auf. Die zylindrische Basis 90 hat einen Außendurchmesser, der geeignet ist, sich in die ringförmige Kammer 28a einzupassen, die das distale Ende der Antriebswelle 60 umgibt, und weist in seiner Außenfläche eine ringförmige Nut 96 auf, die geeignet ist, Sperrkugeln 32a eines Sperrkugel-Haltemechanismus 30a aufzunehmen. Ein Paar diametral entgegengesetzte Keilnuten 99 (von denen nur eine in Fig. 8 gezeigt ist) ist zum Eingriff mit den (am klarsten in Fig. 5 gezeigten) Keilen 36 vorgesehen. Ein zylindrischer Einsatz 98 dient zur Abwandlung der Schutzkonstruktion des Stands der Technik, um zu gewährleisten, daß der Innendurchmesser der Basis 90 etwa gleich dem Außendurchmesser der Welle 60 ist. Die Innenfläche des Einsatzes 98 dient als Auflagefläche für die Kugeln 66 beim Betrieb der Säge. Alternativ könnte die Schutzbasis einstückig mit dem geeigneten Innendurchmesser hergestellt sein. Im wesentlichen ist der Sperrkugel-Haltemechanismus 30a der Spannpatronen/- Ausgangswellenanordnung 50 mit dem Sperrkugel-Festhaltemechanismus 30 der Vorrichtung des Stands der Technik gemäß Fig. 4 identisch.

Deutlich ist, daß beim Zusammenbau der Komponenten von Fig. 2, wobei das Blatt 9 zuerst in den Schlitz 70 am Ende der Antriebswelle 60 eingesetzt wird, die Kugeln 66 radial nach außen in die Schutzaufnahmekammer 28a durch die gegenüberliegenden Seitenkanten des proximalen Endes des Blatts 9 geschoben werden, was Fig. 6 und 7 am besten zeigen. Ist das Blatt vollständig in die richtige Position geschoben, die Fig. 1 am besten zeigt, fallen die Kugeln 66 in die Kerben 80. Sobald das Blatt dadurch richtig positioniert ist, kann die Basis 90 des Schutzes 10 in die Schutzaufnahmekammer 28a eingesetzt werden. Ist das Blatt 9 nicht richtig positioniert, stören die Kugeln 66 den Schutz und verhindern, daß die Basis 90 voll in die ringförmige Kammer 28a eintritt. Ist der Schutz 10 vollständig eingesetzt, fallen die Außenkugeln 32a in die ringförmige Nut 96, um den Schutz 10 im distalen Ende 8 zu verriegeln, während sich die Spannpatronen/Ausgangswellenanordnung 50 hin- und herbewegen kann. Verständlich ist, daß durch den Vorgang zum Verriegeln des Schutzes 10 in der Kammer 28a auch das Blatt 9 verriegelt wird, indem die Kugeln 66 in den Kerben 80 eingefangen werden. Daher ist die Basis des Schutzes 10 im wesentlichen eine Zwischennockenfläche, die sowohl auf das Blatt als auch auf den Schutzsperrmechanismus wirkt.

Wenngleich die Erfindung im Hinblick auf eine chirurgische Schneidvorrichtung in Form eines flachen und hin- und hergehenden Stichsägeblatts offenbart wurde, können weitere Abwandlungen der Erfindung vorgenommen werden, damit sie für andere Arten von Schneidblättern mit oder ohne zugeordnete Schutzvorrichtungen geeignet ist. Beispielsweise kann die Erfindung auf arthroskopische Drehschaber mit länglichen, relativ drehenden chirurgischen Schaberklingen anpaßbar sein.

Als zusätzliches Sicherheitsmerkmal (das am besten in Fig. 6 ersichtlich ist) kann der zylindrische Sperring 34a mit einer Kerbe 100 in seiner proximalen ringförmigen Kante 102 versehen sein, und der Körper des distalen Endes 8 des Handstücks könnte mit einem sich radial nach außen erstreckenden Stift 104 versehen sein. Die Längsanordnung des Stifts 104 ist so, daß der Ring 34a gedreht werden muß, um die Kerbe 100 zum Stift 104 auszurichten, damit der Ring 34a zurückgezogen werden kann.

Verständlich ist, daß zahlreiche weitere Verbesserungen und Abwandlungen an der hierin offenbarten bevorzugten Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne vom Schutzumfang der Erfindung gemäß den Festlegungen in den beigefügten Ansprüchen abzuweichen.


Anspruch[de]

1. Chirurgisches Sägensystem mit:

einem länglichen chirurgischen Blatt (9) mit einem proximalen Ende (82), einem distalen Ende und mindestens einer Kerbarretierung (80) am proximalen Ende (82);

einem Gehäuse (2) mit einer Öffnung (8) zum Aufnehmen des chirurgischen Blatts (9);

einer Antriebswelle (60) mit einem zur Öffnung benachbarten Ende (64);

einer Einrichtung (4) zum Antreiben der Antriebswelle (60);

einer Blattaufnahmeeinrichtung am Ende (64) der Antriebswelle (60) zum Aufnehmen des chirurgischen Blatts (9), wobei die Blattaufnahmeeinrichtung aufweist: eine erste Sperrkugel-Halteeinrichtung (62) mit mindestens einer Kugel (66), die an der Antriebswelle (60) benachbart zu ihrem Ende (64) angeordnet ist, zum Eingreifen in die mindestens eine Kerbe (80) an dem proximalen Ende (82) des chirurgischen Blatts;

einer ersten zylindrischen Nockenringeinrichtung (90) zum zusammenwirkenden Eingriff mit der ersten Sperrkugel-Halteeinrichtung (62), wobei die zylindrische Nockenringeinrichtung (90) aufweist: eine Innenfläche zum Drücken der mindestens einen Kugel (66) der ersten Sperrkugel-Halteeinrichtung (62) in die mindestens eine Kerbe (80) des chirurgischen Blatts (9) und eine mit einer ringförmigen Nut (96) versehene Außenfläche;

einer Nockenring-Aufnahmeeinrichtung (28a) zum Aufnehmen der ersten zylindrischen Nockenringeinrichtung (90), wo bei die Nockenring-Aufnahmeeinrichtung (28a) eine zweite Sperrkugel-Halteeinrichtung (30a) mit mindestens einer an dem Gehäuse (2) angeordneten Kugel (32a) zum Eingreifen in die ringförmige Nut (96) aufweist;

einer zweiten zylindrischen Nockenringeinrichtung, die beweglich an dem Gehäuse (2) zum zusammenwirkenden Eingriff mit der zweiten Sperrkugel-Halteeinrichtung (30a) angeordnet ist, wobei die zweite zylindrische Nockenringeinrichtung aufweist: einen Bund (34a) mit einer Innenfläche zum Drücken mindestens einer Kugel (32a) der zweiten Sperrkugel-Halteeinrichtung (30a) in die ringförmige Nut (96); und

einer Einrichtung, um die zweite zylindrische Nockenringeinrichtung fixiert zu halten, um dadurch die mindestens eine Kugel (32a) der zweiten Sperrkugel-Halteeinrichtung (30a) in der ringförmigen Nut (96) zu halten.

2. Chirurgische Säge nach Anspruch 1, ferner mit: einem länglichen Blattschutz (10), der sich distal von der ersten zylindrischen Nockenringeinrichtung (90) erstreckt.

3. Chirurgische Säge nach Anspruch 1, wobei das chirurgische Blatt (9) ein flaches Stichsägenblatt ist und die mindestens eine Kerbe (80) in einer Kante davon proximal zur Schneidkante ausgebildet ist.

4. Chirurgische Säge nach Anspruch 3, wobei das chirurgische Blatt (9) zwei Kerben (80) hat, eine in jeder von zwei parallelen Kanten proximal zur Schneidkante, und wobei die erste Sperrkugel-Halteeinrichtung zwei Kugeln (66) aufweist, die jeweils geeignet sind, sich in eine entsprechende Kerbe (80) einzupassen.

5. Chirurgische Säge nach Anspruch 1, wobei die Antriebswelle (60) mit zwei diametral entgegengesetzten Sperrkugeln (66) und Kugelaufnahmeöffnungen (62) versehen ist.

6. Chirurgische Säge nach Anspruch 1, wobei die zweite Sperrkugel-Halteeinrichtung (30a) aufweist:

mehrere zweite Sperrkugeln (32a) und entsprechende Kugelaufnahmeöffnungen, die um das Gehäuse (2) beabstandet sind; und

eine Kugelaufnahmeeinrichtung (96) an dem zylindrischen Nockensperren-Körperabschnitt (90).

7. Verfahren zum Verbinden einer chirurgischen Schneidvorrichtung (9) mit einer Kraftquelle (4), die eine Antriebswelle (60) zum Antreiben der chirurgischen Schneidvorrichtung (9) hat, mit den folgenden Schritten:

Bereitstellen einer länglichen chirurgischen Schneidvorrichtung (9) mit mindestens einer Kerbarretierung (80) an ihrem proximalen Ende (82);

Bereitstellen einer ersten Sperrkugel-Halteeinrichtung (62) zum Halten der Schneidvorrichtung (9) relativ zur Antriebswelle (60);

Anordnen der mindestens einen Kerbarretierung (80) der Schneidvorrichtung (9) benachbart zu der ersten Sperrkugel-Halteeinrichtung (62), um mindestens eine Kugel (66) davon in die mindestens eine Kerbarretierung (80) einrasten zu lassen;

Sperren der ersten Sperrkugel-Halteeinrichtung (62) an der mindestens einen Kerbe (80) mit einer Sperrnocke (90);

Bereitstellen einer zweiten Sperrkugel-Halteeinrichtung (30a) zum Halten der Sperrnocke (90) relativ zu dem Gehäuse (2); und

Sperren der Sperrnocke (90) mit der zweiten Sperrkugel- Halteeinrichtung (30a).

8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei sich durch den Schritt zum Sperren der ersten Sperrkugel-Halteeinrichtung (62) die mindestens eine Kugel (66) der ersten Sperrkugel- Halteeinrichtung (62) bewegen kann, um eine hin- und hergehende Längsbewegung der Antriebswelle (60) zu erleichtern.

9. Verfahren nach Anspruch 7, wobei der Schritt zum Bereitstellen einer länglichen chirurgischen Schneidvorrichtung (9) mit mindestens einer Kerbe (80) an ihrem proximalen Ende ferner den Schritt zum Bereitstellen eines flachen Blatts mit einem Paar Kerben in gegenüberliegenden, sich längs erstreckenden Kanten aufweist.

10. Chirurgische Säge zur Verwendung mit einer länglichen chirurgischen Schneidvorrichtung (9) mit mindestens einer Kerbarretierung (80) an einem Ende davon, wobei die chirurgische Säge ein Gehäuse (2) und eine Antriebswelle (60) hat, die Antriebswelle mit einer Aufnahmeeinrichtung an einem Ende (64) davon zum Aufnehmen der chirurgischen Schneidvorrichtung (9) versehen ist, mit:

einer radial innenliegenden, ersten Sperrkugel-Festhalteeinrichtung (62) zum lösbaren Festhalten der länglichen Schneidvorrichtung (9) an der Antriebswelle (60) und in Ausrichtung zu ihr, wobei die erste Sperrkugel- Halteeinrichtung mehrere Sperrkugeln (66) und entsprechende Kugelaufnahmeöffnungen aufweist, die um die Antriebswelle (60) beabstandet sind;

einem Schneidvorrichtungsschutz (10) zum Umschließen eines vorbestimmten Abschnitts der länglichen Schneidvor richtung (9), wobei der Schutz mit einem zylindrischen Basisabschnitt (90) versehen ist;

einer radial außenliegenden, zweiten Sperrkugel-Halteeinrichtung (30a) zum lösbaren Festhalten des Schutzes (10) an dem Gehäuse (2), wobei die zweite Sperrkugel- Halteeinrichtung mehrere Sperrkugeln (32a) und entsprechende Kugelaufnahmeöffnungen aufweist, die um das Gehäuse beabstandet sind;

einer dazwischenliegenden zylindrischen Nockenflächeneinrichtung, die zwischen den zylindrischen Basisabschnitt (90) und die Antriebswelle (60) eingefügt ist, zum gleichzeitigen Sperren der ersten Sperrkugel-Halteeinrichtung (62), um die chirurgische Schneidvorrichtung (9) an der Antriebswelle (60) zu befestigen, und Bereitstellen einer mit der zweiten Sperrkugel-Halteeinrichtung zusammenwirkenden Einrichtung, um den zylindrischen Basisabschnitt (90) an dem Gehäuse (2) zu befestigen.







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