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Dokumentenidentifikation DE19623689C2 25.11.1999
Titel Verfahren zur Reduzierung der Anzahl von zum Aufbau einer Verbindung benötigten Rufnummerninformationen
Anmelder DeTeMobil Deutsche Telekom MobilNet GmbH, 53227 Bonn, DE
Erfinder Dennert, Thomas, Dipl.-Ing., 53844 Troisdorf, DE
DE-Anmeldedatum 14.06.1996
DE-Aktenzeichen 19623689
Offenlegungstag 02.01.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 25.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.11.1999
IPC-Hauptklasse H04M 3/44
IPC-Nebenklasse H04Q 3/545   H04M 3/42   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reduzierung der Anzahl von zum Aufbau einer Verbindung innerhalb eines ersten Telekommunikationsnetzes zwischen mindestens zwei beliebigen Endeinrichtungen oder weiteren Telekommunikationsnetzen benötigten Rufnummerninformationen.

Innerhalb der Telekommunikation stellt das Zusammenwachsen von zahlreichen öffentlichen sowie privaten Netzen erhebliche Ansprüche an einen gemeinsam zu benutzenden, öffentlichen Numerierungsplan im Bereich der öffentlichen Telekommunikationsnetze.

Ein Problem stellt hierbei die Durchwahl von einem einzelnen Anschluß oder aus einem privaten (Teil-)Netz über das öffentliche Netz in ein anderes privates (Teil-)Netz dar. Hierbei benötigt das öffentliche Netz in der vom anrufenden Teilnehmer gewählten Zielrufnummer eine Information für die Lenkung und Weiterleitung des Rufes vom privaten Ursprungsanschluß zum privaten Zielnetz, dargestellt entsprechend dem öffentlichen Numerierungsplan des öffentlichen Netzes. Zusätzlich benötigt das private Zielnetz in der Zielrufnummer eine Information zum Ansteuern des Zielendgerätes (z. B. eine Durchwahlnummer), dargestellt entsprechend dem privaten Numerierungsplan des Zielnetzes.

Die Länge der Rufnummer in öffentlichen Netzen ist durch den üblicherweise benutzten E.164 Numerierungsplan beschränkt. Gemäß CCITT E.164 sieht die Planung ab 1997 hierbei maximal 15 Ziffern vor, wobei absehbar ist, daß diese Länge nicht weltweit unterstützt werden wird. Somit ergeben sich Schwierigkeiten bei der Übermittlung der im privaten Zielnetz benötigten Rufnummer, da zunächst etliche Ziffern entsprechend des öffentlichen Rufnummernplans des öffentlichen Netzes benötigt werden, um den Ruf durch das öffentliche Netz zu lenken und zudem die private Rufnummer des Zielanschlusses übertragen werden muß.

Ein weiteres Problem bildet die Tatsache, daß öffentliche Rufnummernpläne typischerweise hierarchisch entsprechend der Netztopologie aufgebaut sein müssen, d. h. für die Vermittlungen der einzelnen Netzebenen werden jeweils einzelne Stellen der Rufnummer verbraucht (Beispiel: Ziffern 1 bis 2 für das Zielland, Ziffern 3 bis 4 für die Vermittlungen der Fernebene, Ziffern 5 bis 6 für die Vermittlungen der Ortsebene und danach kommen die lokalen Zielrufnummern).

Bei diesem Verfahren werden Teile des knappen Rufnummernvolumen nicht ausgenutzt und zwangsläufig entsteht eine Abhängigkeit zwischen geographischem Ort einer Zielanlage und deren Rufnummer.

Aus der Patentschrift US 52 59 026 ist ein Verfahren zur Speicherung eines privaten Rufnummernplanes für einzelne Teilnehmer bekannt. Dabei wird dem Teilnehmer das Wählen einer langen Rufnummer dadurch erspart, daß für bestimmte häufig benutzte Nummern Kurzwahlnummer gespeichert sind. Hierbei werden jedoch keine beliebig lange Rufnummern unterstützt. Außerdem setzt diese Art eine vorherige Speicherung der Kurzwahlnummer im Transitnetz voraus.

Aus der Patentschrift US 51 82 766 ist eine spezielle Datenstruktur sowie eine Kommunikationslogik zwischen Ursprungsvermittlung und zugeordneter Datenbank zwecks Speicherung privater Kurzrufnummern mit Funktionsstrings zum Steuern von Prozeduren am Ziel bekannt. Auch hierbei ist die vorherige Speicherung der Kurzwahlnummern unvermeidbar.

Die Offenlegungsschrift DE 43 29 172 A1 offenbart ein Anrufumlenkungsverfahren, welches aber nicht auf die Reduzierung von Rufnummerninformation zielt, sondern vielmehr dem Anrufer aus einem Netz außerhalb eines virtuellen privaten Netzes die gleichen Verhältnisse bezügliche der zu wählenden Ziffernfolge bietet wie einem Teilnehmer, der innerhalb des virtuellen privaten Netzes anruft.

Die Patentschrift US 53 75 167 beschreibt ein System zur Verteilung eines Numerierungsplanes auf Vermittlungsknoten für ein hierarchisch aufgebautes Vermittlungssystem. Hier wird bei der Initialisierung des hierarchischen Vermittlungssystems eine Umverteilung von Rufnummernkontingenten bewußt durchgeführt, so daß eine gleichmäßigere statische Zuordnung von Rufnummern zum bestehenden Bedarf möglich ist.

Dieses System ist nur auf hierarchisch aufgebaute Vermittlungen anwendbar, eine Anpassung der Rufnummernkontingentverteilung von Verbindung zu Verbindung ist nicht möglich.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren vorzuschlagen, das es erlaubt, Gespräche mit Durchwahlen basierend auf beliebigen privaten Numerierungsplänen über ein Telekommunikationsnetz mit öffentlichem Numerierungsplan (öffentliches Netz) zu vermitteln Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Das Verfahren ermöglicht die Durchwahl aus dem öffentlichen Netz in private Netze oder Nebenstellenanlagen mit einer erheblich größeren Rufnummernlänge als dies bei herkömmlichen Ansteuerungen möglich ist. Ferner erlaubt es dem Netzbetreiber eine erheblich flexiblere Zuteilung von Nummern auf die angeschlossenen Endeinrichtungen unabhängig von Netztopologie oder Standort der Endeinrichtung. Dies bedeutet auch eine effektivere Nutzung des knappen Rufnummernvolumen von öffentlichen Netzen.

Das beschriebene Verfahren basiert auf intelligenten Steuerungsmechanismen innerhalb des öffentlichen Netzes und ist durch geeignete Maßnahmen des Betreibers eines öffentlichen Netzes umsetzbar. Somit sind keine Änderungen oder Ergänzung in der Signalisierung oder Funktionalität der zahlreichen betroffenen privaten Netze oder Nebenstellenanlagen notwendig. Auch benutzte öffentliche Transitnetze werden keiner Modifikation unterworfen.

Das Verfahren unterstützt beliebige öffentliche und private Telekommunikationsnetze und Anlagen bei denen der Aufbau einer Verbindung auf der Übertragung von Zielrufnummern basiert. Beispiel hierfür sind insbesondere private Netze mit Q-SIG oder ISDN (DSS 1) Signalisierung, öffentliche Netze mit ISDN (ISUP) oder TUP Signalisierung, jedoch auch ältere Netze mit z. B. R2, IKZ50 Wahlverfahren sind grundsätzlich geeignet. Öffentliches wie privates Netz können hierbei sowohl analoge wie digitale Übertragungstechnik unterstützen, Telephonie oder Daten übertragen, sowie ein Festnetz wie auch ein Funknetz bilden.

Die Dienstlogik des Verfahren basiert auf einem zentralen Dienstknoten (SCP) und einer Dienstdatenbank (SDP) die mit den Vermittlungen des öffentlichen Netzes kommuniziert und diese steuert. Eine typische Umsetzung einer solchen Basis bildet die IN-(Intelligent Network) Technologie gemäß CCITT Q12XX Serie (siehe auch ETSI CORE INAP Protokoll gemäß ETS 300 374).

Die hier beschriebene Methode löst das eingangs bezeichnete Problem, indem der für das private Zielnetz benötigte Teil der Rufnummerninformation nicht über das Signalisierungssystem des öffentlichen Netzes zwischen den Vermittlungen übertragen wird, sondern über eine zentrale Datenbank zwischen Ursprungs- und Zielvermittlung des öffentlichen Netzes ausgetauscht wird. Beim Aufbau eines Rufes für ein privates Netz (bzw. eine private Nebenstellenanlage) wird dies in der Ursprungsvermittlung des öffentlichen Netzes erkannt. Dies kann entweder anhand von fest für den Ursprung im öffentlichen Netz eingetragenen Daten oder anhand von der Zielrufnummer vorangestellten Zielauswahlziffern geschehen. Die Wahlinformation aus dem privaten Netz wird zunächst in einem zentralen Dienstknoten eines intelligenten Netzes (IN) gespeichert und analysiert.

Über die Logik dieses Dienstknotens wird dann eine Rufnummer entsprechend dem öffentlichen Rufnummernplan des öffentlichen Netzes generiert, mittels der zunächst der Rufaufbau mit dem Schalten der Verbindungswege von der Ursprungsvermittlung zur Zielvermittlung gesteuert wird. Ein erster Teil dieser Rufnummer ist hierbei der Zielvermittlung fest zugeordnet, ein zweiter Teil wird jeweils nur temporär für einen Verbindungsaufbau erzeugt und benutzt. Anhand der speziellen Rufnummer wird in der Zielvermittlung die Notwendigkeit einer erneuten Abfrage des zentralen Dienstknoten erkannt und durchgeführt. Die Dienstlogik erkennt anhand der in der Zielrufnummer enthaltenen temporär vergebenen Bezugskennung die bereits behandelte Transaktion und versorgt die Zielvermittlung mit der bei der ersten Abfrage gespeicherten Zielrufnummer für das private Netz. Mit dieser kann nun der Ruf in das private Netz weiter aufgebaut werden.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor. Dabei zeigt:

Fig. 1: Prinzip eines erfindungsgemäßen Rufaufbaus zwischen privaten Netzen;

Fig. 2: Erster Teil der Dienstlogik;

Fig. 3: Zweiter Teil der Dienstlogik;

Fig. 4: Prinzip eines erfindungsgemäßen Rufaufbaus zwischen einem Endgerät und einer privaten Nebenstellenanlage.

Das Szenario in Fig. 1 zeigt ein Beispiel für den Verbindungsaufbau zwischen zwei privaten Netzen mittels des vorgestellten Verfahrens. Die Vermittlungen 10-12 des öffentlichen Netzes (Gateway-Vermittlungen), welche zwei private Teilnetze bedienen, sind hierbei jeweils zugleich Dienstvermittlungspunkte (Service Switching Point, SSP) eines intelligenten Netzes (IN), welche die Dienste dieses IN- Netzes unterstützen. Das Numerierungsverfahren wird hierbei in den Dienstlogik- (SCP, Service Control Point) und Dienstdatenbank- (SDP, Service Data Point) Komponenten des Intelligenten Netzes abgewickelt. Im folgenden sind die einzelnen Schritte eines Verbindungsaufbaus erläutert:

Schritt 1:

Im privaten Teilnetz I wird von einer automatischen Nebenstellenvermittlung 9 (PABX, Private Automatic Branch Exchange) ein Verbindungsaufbau zum privaten Teilnetz II initiiert der über das öffentliche Netz aufgebaut werden soll. Hierzu wird eine Rufnummer CPN (Called Party Number) verwendet, die z. B. aus den Anteilen N1 . . . Nk und E1 . . . Ep aufgebaut ist. Der optionale Anteil N1 . . . Nk adressiert hierbei das Zielnetz, d. h. das private Netz II, der Anteil E1 . . . EP bildet die private Adresse innerhalb des Zielnetzes, z. B. für den Nebenstellenanschluß 15.

Schritt 2:

Die Ursprungsvermittlung 10 des öffentlichen Netzes 22 erkennt die Notwendigkeit einer speziellen Behandlung der Rufnummerninformation. Diese Erkennung kann sowohl auf der Analyse des Anteils N1 . . . Nk der gewählten Rufnummer basieren als auch anhand von lokal für diesen Netzübergang abgespeicherten Dienstdaten, in welchen z. B. festgelegt ist, daß alle von der anrufenden privaten PABX 9 kommenden Gespräche einem bestimmten Zielnetz zugeordnet werden sollen. Der Rufaufbau wird zunächst unterbrochen und die Informationen aus dem Rufaufbau werden dem IN-Dienstknoten 16 (IN-SCP) mittels einer Meldung (InitialDetectionPoint) gemäß des INAP-Protokolls (Intelligent Network Application Part) übermittelt.

Schritt 3:

Die Dienstlogik 17 (Fig. 2) analysiert die Rufnummerninformation und ermittelt das gewünschte Zielnetz II anhand des mitgelieferten Nummernanteils N1 . . . Nk und/oder anhand von allgemeinen oder auch speziell für das Ursprungsnetz I abgelegten spezifischen Daten (z. B. virtueller privater Rufnummernplan, VPN). Hierbei wird anhand einer in einer Datenbank 18 gespeicherten Zuordnungstabelle die für den Verbindungsaufbau zur Zielvermittlung 12 benötigte Rufnummer R = R1 . . . Rm entsprechend dem öffentlichen Rufnummernplan des öffentlichen Netzes ermittelt, sowie die lokal von dieser Zielvermittlung 12 benötigte Rufnummer L = L1 . . . Ln zur Ansteuerung der Zielnetzes II (z. B. der privaten Vermittlungen PABX 13, PABX 14). Ferner wird eine für den Nutzungszeitraum einmalig existierende temporäre Bezugskennung C = C1 . . . Cq (Correlation Identity) generiert, welche sicherstellt, daß die von der Dienstlogik generierten Daten während des Rufaufbaus von den beteiligten Vermittlungsstellen abgefragt und dem entsprechenden Anrufwunsch zugeordnet werden können. Der Rufnummernanteil E1 . . . Ep, welcher die Zieladresse darstellt, wird während des Rufaufbaus in der Dienstdatenbank 18 des IN-Knotens abgespeichert und nicht über das Signalisierungssystem (Vermittlungen 10-12) des öffentlichen Netzes 22 übertragen. Da die Notwendigkeit der Übertragung der Zielrufnummer E1 . . . Ep des privaten Netzes über das Signalisierungssystem des öffentlichen Netzes entfällt, steht für die Routingummer R eine hohe Ziffernlänge zur Verfügung, welche zur Leitweglenkung durch beliebige, auch dritte, öffentliche Netze benutzt werden kann.

Die Dienstlogik 17 generiert nun einen Eintrag in der Dienstdatenbank 18 und speichert in dieser:

  • a) Informationen über die Rufnummer R = R1 . . . Rm, die für den Verbindungsaufbau zur Zielvermittlung 12 benötigt wird,
  • b) die temporäre Bezugskenung: C = C1 . . . Cq zur internen Datenzuordnung,
  • c) die für die Zielvermittlung 12 geltende lokale Kennung L = L1 . . . Ln zum Verbindungsaufbau mit dem Zielnetz II,
  • d) den Anteil E = E1 . . . Ep der ursprünglich gewählten Rufnummer (CPN), der im privaten Netz die Zielrufnummer des angerufenen Endteilnehmers bestimmt.

Schließlich übermittelt der Dienstknoten 16 (SCP) die Routinginformation R verknüpft mit der temporären Bezugskennung C als neue Zielrufnummer R1 . . . Rm, C1 . . . Cq an die Ursprungsvermittlung 10, mittels eines INAP Befehls (CONNECT).

Schritt 4:

Mittels der vom IN-Knoten übermittelten Rufnummer R wird der Rufaufbau zur Zielvermittlung 12 es öffentlichen Netzes durchgeführt. Der Weg kann hierbei über beliebige Transitknoten 11 des eigenen oder fremden öffentlicher Netze geführt werden.

Schritt 5:

Die Zielvermittlung 12 erkennt anhand der Rufnummer R die Notwendigkeit einer erneuten Abfrage des IN-Dienstknotens 16 (SCP) und sendet an diesen eine INAP Meldung (InitialDetectionPoint).

Schritt 6:

Der IN-Dienstknoten 16 (SCP) ermittelt anhand der Rufnummerninformation R, C in der INAP Meldung den zuvor gespeicherten Eintrag in der Dienstdatenbank 18 (SDP) (Fig. 3). Hierzu dient insbesondere die temporäre Referenz C, welche nach diesem Vorgang gelöscht und wieder zur erneuten Benutzung freigegeben werden kann. Anhand der unter Schritt 3 beschriebenen Daten des Eintrag wird die endgültige Verbindung zum privaten Zielnetzwerk II initiiert (INAP CONNECT Befehl). Hierbei wird die Adresse L aus der für die Zielvermittlung geltenden lokalen Referenz des Netzübergang zum privaten Netz II, sowie der zuvor gespeicherten Zielrufnummer E gebildet: L1 . . . Ln, E1 . . . Ep. Die lokale Referenz L des Netzübergangs bildet hierbei eine kurze Rufnummer zur Adressierung des privaten Netzes II aus dem in der Zielvermittlung 12 eingetragenen Rufnummernplan. Diese Rufnummer ist nur in diesem Knoten für diesen Zweck eingetragen und kann sich innerhalb des Versorgungsbereichs einer anderen Vermittlung wiederholen.

Schritt 7:

Die Vermittlung 12 initiiert mittels der Rufnummer L den weiteren Rufaufbau in Richtung privates Netz II zusammen mit der innerhalb des privaten Netzes angerufenen Zielrufnummer E (Nebenstelle 15).

Schritt 8:

Innerhalb des privaten Netzes wird die Zielrufnummer E anhand des privaten Rufnummernplan ausgewertet und die Verbindung mit dem entsprechenden Telekommunikationsziel (Nebenstelle 15) hergestellt.

Beispiel 2:

Das Szenario in Fig. 4 zeigt ein Beispiel für den Verbindungsaufbau eines Endgeräts zu einer Nebenstelle einer privaten Nebenstellenanlage mittels der vorgestellten Methode. Die Vermittlungen 10-12 des öffentlichen Netzes 22, welche das Endgerät 19 und die Zielanlage 20 bedienen sind hierbei jeweils zugleich Dienstknoten (Service Switching Point, SSP) eines intelligenten Netzes (IN). Der Numerierungsdienst wird hierbei in den SCP- und SDP- Komponenten des Intelligenten Netzes abgewickelt. Im folgenden sind die einzelnen Schritte erläutert:

Schritt 1:

Ein Telekommunikationsendgerät 19 wählt die Rufnummer einer Nebenstellenanlage 20 und der daran angeschlossenen Nebenstelle 21. Die Rufnummer (CPN) setzt sich hierbei z. B. zusammen aus den Anteilen D1 . . . Di, P1 . . . PJ und E1 . . . Ep, mit: D = D1 . . . Di: Dienstkennung innerhalb des öffentlichen Netzes für die Anwahl von Nebenstellenanlagen, P = P1 . . . Pj: Numerierung der im öffentlichen Netz vorhandenen Nebenstellen; das Numerieungsschema ist hierbei Sache des Netzbetreibers, es kann sich z. B. um eine einfache Durchnumerierung aller vorhandenen Systeme handeln, E = E1 . . . Ep: Nebenstellennummer innerhalb der privaten Zielanlage; diese Nummer wird nur innerhalb der Zielnebenstellenanlage verwaltet, nicht innerhalb des öffentlichen Netzes.

Schritt 2:

Die Vermittlung 10 des öffentlichen Netzes 22 erkennt die Anwahl einer Nebenstellenanlage 20 anhand der Analyse der gewählten Rufnummer (Anteil D1 . . . Di). Der Rufaufbau wird zunächst unterbrochen und die Informationen aus dem Rufaufbau dem IN-Dienstknoten 16 (IN-SCP) mittels einer INAP Meldung (InitialDetectionpoint) übermittelt.

Schritt 3:

Die Dienstlogik 17 analysiert die Information über den Rufaufbau und ermittelt anhand des Anteil P = P1 . . . Pj der gewählten Nummer die angerufene Zielanlage 20. Für diese sind in der Datenbank 18 des Dienstknotens 16 alle relevanten Daten gespeichert. Somit kann die Rufnummer R = R1 . . . Rm der Zielvermittlung 12 (Routingnummer), entsprechend dem öffentlichen Rufnummernplan des öffentlichen Netzes ermittelt werden, sowie die lokal in dieser Zielvermittlung 12 geltende Rufnummer L = L1 . . . Ln, zur Ansteuerung der privaten Nebenstellenanlage 20. Ferner wird eine für den Nutzungszeitraum einmalig existierende temporäre Bezugskennung C = C1 . . . Cq (Correlation Identity) generiert. Da die Notwendigkeit der Übertragung der Zielrufnummer des privaten Netzes E1 . . . Ep über das Signalisierungssystem des öffentlichen Netzes entfällt, steht für die Routingnummer R eine hohe Ziffernlänge zur Verfügung, welche zur Leitweglenkung durch beliebige auch dritte öffentliche Netze benutzt werden kann.

Die Dienstlogik 17 generiert nun einen Eintrag in der Dienstdatenbank 18 (SDP) und speichert in diesem:

  • a) die Information/Rufnummer R = R1 . . . Rm, die für die Lenkung der Verbindung zur Zielvermittlung 12 benötigt wird,
  • b) die temporäre Bezugskennung: C = C1 . . . Cq,
  • c) die für die Zielvermittlung 12 geltende lokale Kennung L = L1 . . . Ln des Zielnetzes 20,
  • d) den Anteil E = E1 . . . Ep der ursprünglich gewählten Rufnummer (CPN), der für das private Netz als Zielrufnummer benötigt wird.

Schließlich übermittelt der Dienstknoten 16 (SCP) die Routinginformation R verknüpft mit der temporären Kennung C als neue Zielrufnummer R1 . . . Rm, C1 . . . Cq an die Ursprungsvermittlung 10, mittels eines INAP Befehls (CONNECT).

Schritt 4 bis Schritt 8:

Entsprechend der Handhabung im Beispiel 1 gemäß Fig. 1, 2 und 3.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Reduzierung der Anzahl von zum Aufbau einer Verbindung innerhalb eines ersten Telekommunikationsnetzes zwischen mindestens zwei beliebigen Endeinrichtungen oder weiteren Telekommunikationsnetzen benötigten Rufnummerninformationen innerhalb der für die physikalische Verbindung zwischen den genannten beliebigen Endeinrichtungen oder weiteren Telekommunikationsnetzen verwendeten Vermittlungseinrichtungen (11), dadurch gekennzeichnet, daß die vom Ursprung des Verbindungswunsches an das erste Telekommunikationsnetz übergebene Zielrufnummer (CPN) dynamisch, nämlich für jede Verbindung neu, in eine temporär für diese Verbindung reservierte, beliebig aufgebaute Zwischenrufnummer umgewertet wird, die Zuordnung zwischen übergebener Zielrufnummer (CPN) und Zwischenrufnummer zentral gespeichert wird, wobei für die weitere Fortführung des Verbindungsaufbaus bis zum Übergabepunkt an die Zielendeinrichtung oder das Zieltelekommunikationsnetz die genannte Zwischenrufnummer verwendet wird und wobei die Zwischenrufnummer anhand der zentral gespeicherten Zuordnung wieder rückumgewertet wird in die ursprünglich übergebene Zielrufnummer (CPN), welche dann an die Zielendeinrichtung oder das Zieltelekommunikationsnetz übergeben wird, wobei die Vermittlungseinrichtungen (11) zwischen Ursprungs- (10) und Zielvermittlung des ersten Telekommunikationsnetzes (12) keine Information über die übergebene Zielrufnummer (CPN) für die Fortführung des Verbindungsaufbaus erhalten.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß anhand der übergebenen Zielrufnummer (CPN), welche die Endadresse (E) des gerufenen Endgerätes enthält, eine interne Rufnummer (R, C) des Ziels (12), entsprechend dem Rufnummernplan des ersten Telekommunikationsnetzes und eine lokale Rufnummer (L) der gerufenen Zielendeinrichtung oder des Zieltelekommunikationsnetzes (II) generiert werden und die einzelnen Rufnummern (R, C, L, E) in einer Dienstdatenbank (18) in einem zentralen Dienstknoten (16) des ersten Telekommunikationsnetzes abgelegt werden,

    daß die Zwischenrufnummer (R, C) an die Ursprungsvermittlung des ersten Telekommunikationsnetzes (10) zurückgegeben, und damit zunächst der Rufaufbau von der genannten Ursprungsvermittlung (10) zur Zielvermittlung des ersten Telekommunikationsnetzes (12) gesteuert wird, wobei der erste Teil (R) der Zwischenrufnummer der genannten Zielvermittlung (12) fest zugeordnet ist, und der zweite Teil (C) jeweils nur temporär für den Verbindungsaufbau benutzt wird,

    daß in der genannten Zielvermittlung (12) anhand der Zwischenrufnummer (R, C) die Notwendigkeit einer erneuten Abfrage des genannten zentralen Dienstknotens (16) erkannt und durchgeführt wird,

    daß mittels einer Dienstlogik (17) im genannten zentralen Dienstknoten (16) anhand der in der Zielrufnummer (R, C) enthaltenen temporär vergebenen Bezugskennung (C) die bereits behandelte Transaktion erkannt wird und die genannte Zielvermittlung (12) mit der bei der ersten Abfrage gespeicherten Rufnummer (L, E) für die weitere Zielendeinrichtung oder das weitere Zieltelekommunikationsnetz (II) versorgt wird,

    daß mit der Ausgangsrufnummer (L, E) der weitere Verbindungsaufbau zum Zielendgerät oder dem weiteren Zieltelekommunikationsnetz (II) erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Ursprung des Verbindungswunsches an das erste Telekommunikationsnetz übergebene Zielrufnummer (CPN) beliebig viele Ziffern aufweisen kann.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einer bestimmten Zielvermittlung innerhalb des ersten Telekommunikationsnetzes zugeordnete lokale Rufnummer (L) eines weiteren Telekommunikationsnetzes auch in anderen Vermittlungen des ersten Telekommunikationsnetzes zur Adressierung eines dritten Telekommunikationsnetzes verwendet werden kann.






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