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Dokumentenidentifikation DE19810739C1 25.11.1999
Titel Gehäuse für Nähmaschinen
Anmelder G. M. Pfaff AG, 67655 Kaiserslautern, DE
Erfinder Daunderer, Hans, 67685 Weilerbach, DE;
Raffel, Oswald, 67659 Kaiserslautern, DE
DE-Anmeldedatum 12.03.1998
DE-Aktenzeichen 19810739
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 25.11.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.11.1999
IPC-Hauptklasse D05B 73/00
Zusammenfassung Es soll ein Gehäuse für Nähmaschinen geschaffen werden, das vielfältig variabel und trotzdem stabil ausgebildet ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Gehäuse (1) aus einem Gehäuseskelett (38) und einer Abdeckhaube (39) gebildet ist, wobei das Skelett (38) aus austauschbaren Plattenelementen (2, 11, 13, 15, 27-31) zusammengesetzt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für Nähmaschinen, das aus einem Skelett als Träger für die Nähwerkzeuge und deren Antriebsteile und aus einer Abdeckhaube besteht.

Durch die DE-OS 16 85 006 ist ein Gehäuse für Nähmaschinen bekannt, das als Skelett einen C-förmigen massiven Träger aufweist. Am oberen freien Ende des Trägers ist ein vormontiertes Nadelstangenaggregat, am unteren freien Ende ein vormontiertes Greiferaggregat und am vertikalen Mittelsteg des Trägers ein gleichfalls vormontiertes Antriebs- und Steueraggregat befestigt. Bei diesem Baukonzept soll es genügen, daß der Träger nur insgesamt zwei maßgenau bearbeitete Montageflächen aufweist und zwar an den beiden freien Enden des Trägers. Für die übrigen Montageflächen wird eine geringere Genauigkeit gefordert. Der besondere Vorteil dieses Baukonzeptes soll darin liegen, daß das übliche Gußgehäuse wegfällt und damit auch die maßgenaue Bearbeitung eines solchen Gehäuses bei der Herstellung von Montageflächen und Bohrungen zur Lagerung verschiedener Wellen der Antriebsmechanismen für die Nadel, den Fadengeberhebel, den Greifer und die Vorschubelemente. Ein weiterer Vorteil werde dadurch erzielt, daß die vormontierten Anbauaggregate verhältnismäßig einfach gegen andere Anbauaggregate für andere Maschinentypen ausgewechselt werden können.

Diesen Vorteilen stehen aber zwei wesentliche Nachteile gegenüber. Zum einen dürfte es schwierig sein, die in der DE-OS 16 85 006 zwar nicht geoffenbarte, jedoch zwingend notwendige Abdeckhaube so stabil auszubilden und am Träger zu befestigen, daß die erst nach Anbringung der Abdeckhaube komplette Maschine ohne besondere Probleme transportiert werden kann. Zum anderen ist zu befürchten, daß sich der C-förmige Träger aufgrund des durch die vergleichsweise kleine Querschnittfläche bedingten geringen Trägheitsmomentes beim Auftreten größerer senkrecht wirkender Kräfte aufbiegt und bei bestimmten Drehzahlen in größere Schwingungen gerät, die nicht nur die Bedienungsperson erheblich stören, sondern auch das genaue Zusammenspiel von Nadel und Greifer beeinträchtigen.

Aus der DE-PS 445 594 ist ein Gehäuse bekannt, das ein Traggerüst bzw. Skelett in Form eines mehrfach gebogenen einstückigen Trägers aufweist, an dem mittels Einstellkeilen sogenannte Ansatzstücke befestigt sind. Auf den Ansatzstücken sind Getriebeteile vormontiert, bei denen es sich um den Nadelstangenantrieb, das die Arwelle mit der Greiferwelle verbindende Getriebe und den Greifer handelt. Die Ansatzstücke bilden somit gemeinsam mit den entsprechenden Getriebeteilen ein vormontiertes Nadelstangenaggregat, ein Antriebs- und Steueraggregat sowie ein Greiferaggregat.

Das bekannte Gehäuse ist mit Ausnahme der Einstellkeile direkt mit dem aus der vorstehend gewürdigten DE-OS 16 85 006 bekannten Gehäuse vergleichbar, da auch dieses ein als Gestell bezeichnetes Trägergerüst bzw. Skelett aufweist, an dem ein jeweils vormontiertes Nadelstangenaggregat, ein Greiferaggregat und ein Antriebs- und Steueraggregat befestigt sind. Da die beiden bekannten Gehäuse im wesentlichen gleich aufgebaut sind, gelten die bezüglich der DE-OS 16 85 006 aufgeführten Nachteile daher auch für das Gehäuse aus der DE-PS 445 594.

Die DE 195 26 222 A1 offenbart einen Nähautomat mit einer C-förmigen Halterung für ein anschraubbares Oberteil, in dem die Nadelstange und der Fadengeberhebel gelagert sind, und ein anschraubbares Unterteil, in dem ein oder mehrere Greifer angeordnet sind. Das Ober- und das Unterteil lassen sich gegen andere Ober- und Unterteile auswechseln, wodurch der Nähautomat auf unterschiedliche Sticharten umrüstbar ist. Der Nähgutvorschub erfolgt hierbei ähnlich wie bei einer Armaufwärtsnähmaschine parallel zur Längsrichtung der Schenkel der C-förmigen Halterung, wobei das Nähgut in einer Klammer aufgenommen ist, die auf einer horizontalen Führungsschiene läuft und von einem separaten Motor angetrieben wird. Aufgrund dieser nur bei Nähautomaten gebräuchlichen Transportart ist der bekannte Nähautomat nicht mit solchen Nähmaschinen vergleichbar, die im Bereich der Stichbildestelle befindliche Transportwerkzeuge aufweisen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gehäuse für Nähmaschinen zu schaffen, das vielfältig variabel und trotzdem stabil ausgebildet ist. Die Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 dadurch gelöst, daß das Gehäuse in an sich bekannter Weise aus einem Skelett und einer Abdeckhaube gebildet ist, wobei das Skelett aus austauschbaren Plattenelementen zusammengesetzt ist. Dies ermöglicht es, das Gehäuse nicht nur hinsichtlich verschiedener Sticharten, sondern insbesondere auch hinsichtlich unterschiedlicher Transportarten variabel zu gestalten, indem auch all diejenigen Gehäuseplatten austauschbar sind, die Lagerstellen für spezifische, bestimmten Transportarten zugeordnete Wellen aufweisen. Durch die Unterteilung des Gehäuses in ein Skelett und eine Abdeckung wird ferner die Möglichkeit geschaffen, die Montage der Maschinenelemente und Ein- und Anbauaggregate einer Nähmaschine leichter durchzuführen als bei herkömmlichen gegossenen und damit weitgehend geschlossenen Gehäusen.

Die US 4 429 650 offenbart ein Nähmaschinengehäuse, das aus einer Vielzahl von Hohlkörpern zusammengesetzt ist, die durch Strangpressen hergestellt wurden. Nach dem Zusammenbau des Gehäuses weist es ähnlich wie ein herkömmliches einstückig gegossenes Gehäuse einen zusammenhängenden weitgehend geschlossenen Hohlraum auf, so daß die Montagebedingungen für längere, sich über mehrere Gehäuseabschnitte erstreckende Maschinenelemente wie Wellen, Stangen und Antriebsriemen ähnlich umständlich sind wie bei den herkömmlichen einteiligen Gehäusen.

Durch die FR 1 185 877 ist ein Gehäuse bekannt, das aus einer Grundplatte und einer einzigen Trägerplatte besteht. Die Trägerplatte hat die Umrißform eines Nähmaschinengehäuses und wird mittels biegsamer Laschen denen entsprechende Aufnahmeöffnungen in der Grundplatte zugeordnet sind, auf der Grundplatte angeordnet. Die endgültige Befestigung erfolgt sodann durch Verschweißen oder Löten dieser Laschen mit der Unterseite der Grundplatte. Die DE 37 19 188 A1 betrifft eine Nähmaschine, deren Gehäuse im Ständerbereich extrem schmal ausgebildet ist, um auf diese Weise das Zusammennähen großflächiger Textilerzeugnisse zu vereinfachen. Gemäß Fig. 3 ist der Ständer dabei zur Aufnahme von Wellen oder Garnführungen hohl ausgebildet. Da bei keinem dieser bekannten Gehäuse austauschbare Gehäuseelemente vorgesehen sind und daher keine Herstellungsvielfalt ermöglicht wird, konnten sie auch keinen Beitrag zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe leisten.

Durch die Weiterbildung nach Anspruch 2 wird ein offenes und frei zugängliches Gehäuseskelett geschaffen, das eine einfache Montage der verschiedenen Getriebeteile und Ein- bzw. Anbauaggregate einer Nähmaschine ermöglicht. Durch die Verwendung einer auf der Grundplatte lösbar befestigten L-förmigen Trägerplatte, die im wesentlichen der hinteren Gehäusewand eines herkömmlichen Obergehäuses entspricht, wird zugleich auch eine große Biegesteifigkeit bezüglich senkrecht wirkender Kräfte erzielt, die z. B. von Transporteurhebebewegungen oder alternierend arbeitenden Drücker- und Obertransportfüßen verursacht sein können. Der die Nadelstange, die Drückerfußstange, ggf. Obertransportelemente und den Fadengeberhebel aufnehmende Kopf wird zweckmäßigerweise - wie an sich bekannt - als vormontiertes Aggregat an der Trägerplatte lösbar befestigt, wobei das Gehäuse des Kopfes ebenfalls aus einzelnen Platten aufgebaut oder aber auch als Gußgehäuse ausgebildet sein kann.

Die Ausbildung nach Anspruch 3 ermöglicht nicht nur eine die Steifigkeit des Gehäuseskeletts weiter verbessernde formschlüssige Verbindung der verschiedenen Platten, sondern erhöht auch die Paßgenauigkeit von miteinander in funktioneller Verbindung stehenden Platten, die z. B. miteinander fluchtende Lagerbohrungen zur Aufnahme von zwischen zwei Platten angeordneten Wellen aufweisen. Ähnliches gilt auch für die Weiterbildungen gemäß den Ansprüchen 4 bis 6.

Bei den mit durchgehenden Nuten versehenen Platten - nämlich der Trägerplatte, der Lagerplatte und den beiden Längsplatten - besteht die Möglichkeit, diese von entsprechend gestalteten Profilplatten passend abzulängen, wodurch die sonst notwendigen Arbeitsgänge des Nutenfräsens eingespart werden. Sofern die Platten nicht aus einem Werkstoff mit hoher Festigkeit, z. B. Stahl, sondern aus einem Werkstoff geringerer Festigkeit, wie z. B. einer Aluminiumlegierung, gefertigt sind, kann es zur Verbesserung der Steifigkeit des Gehäuseskeletts zweckmäßig sein, die in den Ansprüchen 7 bis 9 vorgeschlagenen Maßnahmen einzeln oder auch gemeinsam durchzuführen.

Die Erfindung ist anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine auseinandergezogene schaubildliche Darstellung der Plattenelemente und der Abdeckhaube eines Gehäuses;

Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung des zusammengesetzten Gehäuses;

Fig. 3 eine auseinandergezogene schaubildliche Darstellung der Plattenelemente und der Abdeckhaube des Gehäuses eines zweiten Ausführungsbeispieles;

Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung des zusammengesetzten Gehäuses des zweiten Ausführungsbeispieles.

Das Gehäuse 1 (Fig. 2) enthält als Basiselement eine Grundplatte 2. Diese weist die übliche Aussparung 3 für eine nicht dargestellte Stichplatte und einen ebenfalls nicht dargestellten Grundplattenschieber auf. Die Grundplatte 2 enthält ferner eine mit geringem Abstand zur Hinterkante 4 parallel zu ihr verlaufende flache Nut 5 und eine rechtwinklig zu dieser verlaufende flache Nut 6, die einen geringen Abstand zur rechten Seitenkante 7 der Grundplatte 2 hat. An der Unterseite der Grundplatte 2 sind zwei parallel zueinander verlaufende flache Nuten 8 und 9 ausgebildet, von denen die vordere Nut 8 einen geringen Abstand zur Vorderkante 10 der Grundplatte 2 und die hintere Nut 9 einen geringen Abstand zur Hinterkante 4 aufweist.

In die Nut 5 ist eine im wesentlichen L-förmige Trägerplatte 11 passend eingesetzt und festgeschraubt. Mit "passend eingesetzt" ist gemeint, daß die Dicke der Trägerplatte 11 und die Breite der Nut 5 so aufeinander abgestimmt sind, daß die Trägerplatte 11 innerhalb der Nut 5 formschlüssig aufgenommen und somit zusätzlich zur Verschraubung gegen Verdrehen und Verkanten gesichert ist. Die Trägerplatte 11 entspricht hinsichtlich ihrer Form und Lage der hinteren Gehäusewand eines herkömmlichen Obergehäuses. Sie weist daher an ihrem freien Ende einen kurzen nach abwärts ragenden Ansatz auf, wodurch der Endbereich der Trägerplatte 11 die Umrißform eines Gehäuseskopfes hat. Auf der Innenseite der Trägerplatte 11 ist eine flache, horizontal verlaufende Nut 12 ausgebildet.

In die Nut 6 ist eine quer zur Trägerplatte 11 verlaufende Lagerplatte 13 passend eingesetzt und festgeschraubt. Die Lagerplatte 13 enthält ihrerseits eine flache, vertikal verlaufende Nut 14. Die Trägerplatte 11 greift passend in die Nut 14 ein und ist mit der Lagerplatte 13 fest verschraubt. Auf diese Weise stützen sich die Trägerplatte 11 und die Lagerplatte 13 gegenseitig und bilden gemeinsam mit der Grundplatte 2 einen formstabilen Verbund mit verhältnismäßig hoher Biege- und Verwindungssteifigkeit.

Am freien Ende der Trägerplatte 11 ist ein Kopf 15 angeordnet, der von einem aus vier zusammenhängenden Wandteilen bestehenden Gußgehäuse gebildet ist. Der Kopf 15 weist eine in die Nut 12 einsetzbare Führungsrippe 16 sowie eine seitlich abstehende Lasche 17 auf, mit deren Hilfe der Kopf 15 an die Trägerplatte 11 anschraubbar ist. Zum Verschließen des Kopfes 15 dient ein anschraubbarer Deckel 18.

In der Lagerplatte 13 ist eine Bohrung 19 zur Aufnahme der nicht dargestellten Armwelle enthalten. Die Bohrung 19 fluchtet mit einer entsprechenden, gleichfalls zur Aufnahme der Armwelle dienenden Bohrung 20 im Kopf 15. In der Lagerplatte 13 ist ferner eine Bohrung 21 enthalten, die mit einer entsprechenden Bohrung 22 im Kopf 15 fluchtet. Die beiden Bohrungen 21, 22 dienen zur Aufnahme einer nicht dargestellten Antriebswelle eines Nadeltransportantriebes. Die Bohrung 23 korrespondiert mit einer in einem Lagerböckchen 24 enthaltenen Bohrung 25. Das Lagerböckchen 24 weist eine in die Nut 12 einsetzbare Führungsrippe 26 auf.

Durch die Maßnahme, sowohl den Kopf 15 als auch das Lagerböckchen 24 mit Hilfe der jeweiligen Führungsrippen 16 bzw. 26 in der Nut 12 der Trägerplatte 11 zu positionieren, wird erreicht, daß diese Teile bei der Montage zwangsläufig paßgenau ausgerichtet werden und die einander zugeordneten Bohrungen stets exakt miteinander fluchten.

In die Nuten 8, 9 ist je eine Längsplatte 27, 28 eingesetzt und mit der Grundplatte 2 fest verschraubt. Zwischen den Längsplatten 27, 28 sind drei verschieden ausgebildete Stegplatten 29, 30, 31 angeordnet. Die Stegplatten 29, 30, 31 sind in entsprechende flache Nuten 32, 33, 34 der Längsplatten 27, 28 eingesetzt und mit der Grundplatte 2 und den Längsplatten 27, 28 fest verschraubt.

Die Stegplatten 29, 30, 31 enthalten verschiedene nicht näher bezeichnete Bohrungen für die nicht dargestellte Greiferantriebswelle sowie die Transporteurschub- und hebewelle.

An der Trägerplatte 11 ist ein Lagerbock 35 befestigt, der als Träger für einen nicht dargestellten Spulermechanismus dient. Der Lagerbock 35 weist eine in die Nut 12 einsetzbare Führungsrippe 36 sowie eine Bohrung 37 zum Durchtritt der Armwelle auf.

Die Grundplatte 2, die Trägerplatte 11, die Lagerplatte 13, der Kopf 15, die beiden Längsplatten 27, 28 und die zwischen ihnen angeordneten Stegplatten 29, 30, 31 bilden gemeinsam ein Gehäuseskelett 38. Dieses dient als Träger für die vorgenannten nicht dargestellten Wellen und die übrigen Antriebsteile und Ein- und Anbauaggregate einer Nähmaschine. Da die Lagerstellen für die Getriebeteile und die Montageflächen für die Ein- und Anbauaggregate der Nähmaschine frei zugänglich sind, wird eine vergleichsweise leichte und einfache Montage der Nähmaschine erzielt.

Da das Skelett 38 aus austauschbaren Plattenelementen besteht, kann es für die Realisierung unterschiedlicher Maschinentypen, d. h. für Maschinen anderer Sticharten und/oder anderer Transportarten jeweils spezifisch angepaßt aufgebaut werden, indem eine mit entsprechenden Bohrungen versehene Lagerplatte 13, ein dazu passender Kopf 15 sowie entsprechend ausgebildete Stegplatten 29, 30, 31 verwendet werden.

Nach der Montage wird am Skelett 38 eine Abdeckhaube 39 befestigt, die aus einer oberen Platte 40, einer L-förmigen Frontplatte 41, einer unteren Platte 42 und einer vertikal verlaufenden Seitenplatte 43 mit einer rechtwinklig abgebogenen Anschraubleiste 44 besteht. Die Abdeckhaube 39 verschließt die offenen Seiten des Skeletts 38 und bildet somit gemeinsam mit diesem oberhalb der Grundplatte 2 ein geschlossenes Gehäuse.

Je nach Bedarf kann der Raum zwischen den Längsplatten und zwei oder drei der Stegplatten 29, 30, 31 durch nicht dargestellte Deckel verschlossen werden, wodurch eine oder zwei staub- und öldichte Kammern gebildet werden.

Beim ersten Ausführungsbeispiel sind die Plattenelemente des Gehäuseskeletts aus einem Werkstoff hoher Festigkeit, z. B. Stahl gefertigt. Sofern die Plattenelemente des Gehäuseskeletts aus einem Werkstoff geringerer Festigkeit z. B. aus einer Aluminiumlegierung hergestellt werden, kann es zweckmäßig sein, wenn zusätzliche Maßnahmen zur Versteifung des Gehäuseskeletts bzw. des gesamten Gehäuses getroffen werden. Derartige Maßnahmen wurden beim zweiten Ausführungsbeispiel verwirklicht.

Das in Fig. 4 dargestellte Gehäuse 50 setzt sich ebenfalls aus einem Gehäuseskelett 51 und einer Abdeckhaube 52 zusammen.

Das Skelett 51 besteht wie das Skelett 38 aus einer Grundplatte 53, einer Trägerplatte 54, einer Lagerplatte 55, einem Kopf 56 und zwei unterhalb der Grundplatte 53 angeordneten Längsplatten 57, 58, zwischen denen drei Stegplatten 59, 60, 61 angeordnet sind. Die vorgenannten Plattenelemente sind wie beim ersten Ausführungsbeispiel in entsprechende, nicht näher bezeichnete Nuten der jeweils angrenzenden Plattenelemente eingesetzt und fest verschraubt.

Eine Maßnahme zur Versteifung des Skeletts 51 besteht darin, einen kastenförmigen Gehäuseständer auszubilden, so wie er bei Gußgehäusen bekannt ist. Zu diesem Zweck sind auf der Grundplatte 53 eine Frontplatte 62 und eine quer zu ihr verlaufende Seitenplatte 63 befestigt, die miteinander sowie mit der jeweils angrenzenden Lagerplatte 55 bzw. der Trägerplatte 54 fest verschraubt sind.

Als eine andere oder auch zusätzliche Maßnahme zur Versteifung des Skeletts 51 werden der Kopf 56 und eine quer zur Trägerplatte 54 verlaufende Platte mit einer Zugstange 64 miteinander verbunden. Bei dieser quer verlaufenden Platte kann es sich um die Lagerplatte 55 handeln. Sofern jedoch wie beim zweiten Ausführungsbeispiel vor der Lagerplatte 55 die Seitenplatte 63 angeordnet ist, wird man zweckmäßigerweise diese mit dem Kopf 56 verbinden.

Die Zugstange 64 weist an ihren Enden Gewindeabschnitte 65 auf. Diese werden durch entsprechende Durchgangsbohrungen 66, 67 im Kopf 56 und in der Seitenplatte 63 hindurchgesteckt und durch je zwei Gewindemuttern 68 mit dem Kopf 65 bzw. der Seitenplatte 63 fest verbunden.

Eine dritte Maßnahme zur Versteifung des Skeletts 51 bzw. des gesamten Gehäuses 50 besteht darin, daß die obere Platte 69 der Abdeckhaube 52 so breit ausgebildet ist, daß sie die Oberseite der Lagerplatte 55 und die Oberseite des Kopfes 56 überdeckt und an der Lagerplatte 55, dem Kopf 56 und der dazwischen liegenden Seitenplatte 63 festgeschraubt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Gehäuse (1; 50) für Nähmaschinen bestehend aus einem Skelett (38; 51) als Träger für die Nähwerkzeuge und deren Antriebsteile und einer Abdeckung (39; 52), dadurch gekennzeichnet, daß das Skelett (38; 51) zur Erzielung einer Herstellungsvielfalt aus mehreren austauschbaren unterschiedlich gestalteten Plattenelementen (2, 11, 13, 15, 27-31; 53-61) zusammengesetzt ist, und daß jeweils mindestens zwei der einander berührenden Plattenelemente in einem im wesentlichen rechten Winkel zueinander stehend und sich gegenseitig stützend angeordnet sind.
  2. 2. Gehäuse (1; 50) nach Anspruch 1, bei dem das Skelett (38; 51) aus folgenden Elementen aufgebaut ist,
    1. 1. einer Grundplatte (2; 53),
    2. 2. einer auf dieser aufgesetzten, im wesentlichen L-förmigen Trägerplatte (11; 54),
    3. 3. einer quer zu dieser verlaufenden Lagerplatte (13; 55), die auf der Grundplatte (2; 53) aufgesetzt und mit der Trägerplatte (11; 54) verbunden ist,
    4. 4. einem am Ende der Trägerplatte (11; 54) angeordneten Kopf (15; 56),
    5. 5. zwei an der Unterseite der Grundplatte (2; 53) angeordneten Längsplatten (27, 28; 57, 58) und
    6. 6. mehreren zwischen den Längsplatten (27, 28; 57; 58) angeordneten Stegplatten (29-31; 59-61).
  3. 3. Gehäuse (1; 50) nach Anspruch 2, bei dem die Grundplatte (2; 53) zur formschlüssigen Aufnahme der Trägerplatte (11; 54) und der Lagerplatte (13; 55) zwei rechtwinklig zueinander verlaufende Nuten (5, 6) und zur formschlüssigen Aufnahme der Längsplatten (27, 28; 57, 58) zwei parallel zueinander verlaufende Nuten (8, 9) aufweist und bei dem zur formschlüssigen Verbindung der Trägerplatte (11; 54) mit der Lagerplatte (13; 55) eine der beiden Platten mit einer entsprechenden, vertikal verlaufenden Nut (14) versehen ist.
  4. 4. Gehäuse (1; 50) nach Anspruch 2 oder 3, bei dem die Trägerplatte (11; 54) eine in Längsrichtung horizontal verlaufende Nut (12) aufweist und der Kopf (15; 56) mit einer hierzu passenden Rippe (16) versehen ist.
  5. 5. Gehäuse (1; 50) nach Anspruch 4, bei dem sich die horizontale Nut (12) der Trägerplatte (11; 54) im wesentlichen über deren gesamte Länge erstreckt, wodurch sie zur Aufnahme zusätzlicher Gehäuseteile (Lagerböckchen 24) und/oder Aggregate der Nähmaschine dient.
  6. 6. Gehäuse (1; 50) nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, bei dem die Stegplatten (29-31; 59-61) in entsprechenden Nuten (32-34) der Längsplatten (27, 28; 57, 58) aufgenommen sind.
  7. 7. Gehäuse (50) nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6, bei dem der Lagerplatte (55) und dem mit ihr verbundenen Bereich der Trägerplatte (54) zwei rechtwinklig zueinander ausgerichtete Stützplatten (62, 63) zugeordnet sind.
  8. 8. Gehäuse (50) nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, bei dem der Kopf (56) und eine quer zur Trägerplatte (54) verlaufende Platte (63 oder 55) durch eine parallel zur Trägerplatte (54) verlaufende Zugstange (64) miteinander verbunden sind.
  9. 9. Gehäuse (50) nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 8, bei dem die obere Platte (69) der Abdeckhaube (52) den Kopf (56) und die Oberseite der Lagerplatte (55) überdeckt und sowohl am Kopf (56) als auch an der Lagerplatte (55) lösbar befestigt ist.






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