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Wärmebehandlungsanlage zum Lösungsglühen von Aluminium-Legierungsbauteilen in der Luftfahrtindustrie - Dokument DE19600479C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19600479C2 09.12.1999
Titel Wärmebehandlungsanlage zum Lösungsglühen von Aluminium-Legierungsbauteilen in der Luftfahrtindustrie
Anmelder DaimlerChrysler Aerospace Airbus GmbH, 21129 Hamburg, DE
Erfinder Dörsing, Hans, Dipl.-Ing., 27749 Delmenhorst, DE;
Mietrach, Dietmar, Dipl.-Ing., 27777 Bookholzberg, DE
DE-Anmeldedatum 09.01.1996
DE-Aktenzeichen 19600479
Offenlegungstag 10.07.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.12.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.12.1999
IPC-Hauptklasse F27B 9/24
IPC-Nebenklasse C22F 1/04   B65G 49/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Wärmebehandlungsanlage zum Lösungsglühen von Aluminium-Legierungsbauteilen in der Luftfahrtindustrie gemäß bestehender Fertigungsvorschriften, insbesondere von ebenen Platinen oder umgeformten Bauteilen von vorgegebenen Mindest- und Maximalabmessungen, wobei die Bauteile einem Wärmebehandlungs-, Abschreck-, Reinigungs- und einem Trocknungsvorgang unterzogen werden, wobei ein einem Transportband und/oder Transportrollen im Aufgabebereich der Bauteile nachgeordneter Durchlaufofen mit einem die Bauteile durch den Durchlaufofen fördernden Transportband und/oder Transportrollen und mit einer Heizung zur Aufheizung der Bauteile auf Lösungsglühtemperatur ausgerüstet ist, wobei dem Durchlaufofen eine ein flüssiges Abschreckmedium enthaltende Einrichtung zur Abschreckung der Bauteile nachgeordnet ist, und wobei sich an die Abschreckeinrichtung ein Reinigungs- und Trocknungssystem anschließt.

Bei der Metallbearbeitung/-umformung werden u. a. Metalle einem verfestigenden Verformungsvorgang unterzogen. Es ist bekannt, vor bzw. nach einem derartigen Verformungsvorgang ein "Weichglühen" durchzuführen, mit dem die verspannten und deformierten Metallkristallstrukturen aufgelöst und neue Kristalle gebildet werden. Diese verhalten sich dann wieder wie das Gefüge des unverformten Metalls, so daß die Metalle in einem neuen Arbeitsgang weiterverformt werden können. Dieser "weiche" Zustand ermöglicht eine gute Verformung des Metalls.

Es ist weiterhin bekannt, daß bei einem Teil von Aluminium- Legierungen die Festigkeit durch spezielle Warmbehandlungsmethoden wie z. B. das Lösungsglühen nach dem Umformvorgang erhöht werden kann. Hierzu werden die Al-Legierungen beispielsweise in einem Salzbad- oder Luftumwälzofen bei ca. 500°C bis 520°C geglüht. Für die Warmbehandlung ist ein manuelles Aufbinden der Teile auf Gestelle bzw. ein Lagern in Körben notwendig. Nach Durchführung des Glühvorgangs erfolgt ein sofortiges Abschrecken in Wasser von stets unter 20°C oder für dünne Bauteile in einem Luftstrom. Anschliessend kann bei bestimmten Legierungen ein künstlicher Alterungsprozeß durch Lagerung in einem Ölbad oder in einem elektrisch beheizten Luftumwälzofen bei ca. 100°C bis 200°C für 1/2 bis 24 Stunden durchgeführt werden. Die dem Metall aus dem Salzbadofen anhaftenden Salzreste sind sorgfältig zu entfernen, da sie das Metall angreifen.

In der DE 40 35 155 C1 ist eine Anlage zum Vergüten von Kleinteilen aus Metall beschrieben. Diese Anlage besteht aus einer Vorrichtung zum Abschrecken der Kleinteile, welche aus einem Wärmebehandlungsofen kommen, aus einem Behälter zum Aufnehmen eines Salzwarmbades, einem Fallschacht zum überführen der Kleinteile vom Wärmebehandlungsofen in den Behälter, einer in dem Behälter angeordneten Auffangeinrichtung für die Kleinteile, einer Umwälzeinrichtung für das Salzwarmbad, einem Hebezeug zum Herausheben der abgeschreckten Kleinteile aus dem Behälter und einer Nachbehandlungsvorrichtung, in welche die Kleinteile durch das Hebezeug überführt werden. Als Auffangeinrichtung ist eine drehbare Anordnung aus wenigstens drei Körben vorgesehen, die durch einen schrittweise arbeitenden Drehantrieb aufeinanderfolgend mit ihrer Einfüllöffnung unter dem Fallschacht positioniert werden. Mit dieser bekannten Anlage wird ein blasenfreies Eintauchen der Metall-Kleinteile nicht erzielt, da die Kleinbauteile durch den Fallschacht praktisch senkrecht in einen der im Salzbad befindlichen Körbe überführt werden. Um zu verhindern, daß durch die in das Bad fallenden Metallteile Salzspritzer bis zum Durchlaufofen gelangen, ist zur Bildung eines Schleiers im Fallschacht dieser von einem durch einen Kranz von Öffnungen mit dem Fallschacht in Verbindung stehenden Ringkanal umgeben. Es handelt sich somit um ein undefiniertes Eintauchen, welches an den Bauteilen zu einer sogenannten "Weichfleckigkeit" führt.

Aus dem "DE-B.: Aluminium-Taschenbuch" der Aluminium-Zentrale, 14. Auflage, Aluminium-Verlag Düsseldorf 1983, S. 431 bis 432 und 492 bis 500 sind verschiedene Bedingungen für die Wärmebehandlung zum Aushärten von Knetlegierungen, Anhaltswerte für die Lösungsglühdauer von Blechen, Bändern und Platten aus aushärtbaren Knetlegierungen sowie Abschreckzeiten für aushärtbare Aluminiumlegierungen ersichtlich.

Verschiedene Ofenanlagen für die Wärmebehandlung von Massenkleinteilen sind in DE-Z.: "Draht 39 (1988) 3, S. 417 bis 421" beschrieben, und zwar beispielsweise Drahtgliederband- Durchlauföfen oder Guß-Plattenband-Durchlauföfen. Bei diesen bekannten Ofenanlagen erfolgt der Transport der Massenkleinteile mittels Transportbändern.

In der DE-OS 15 08 399 ist eine Vorrichtung zum Härten von Stahlringen, vorzugsweise von Lagerringen mit Härtungen von im Durchlaufofen erwärmten Ringen beschrieben, wobei der Ofen eine in Form von Rollen gestaltete Sohle aufweist. Diese Rollen dienen als Transportrollen für die Lagerringe durch den Durchlaufofen.

Weiterhin ist aus der EP 0 684 318 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abschrecken von Werkstücken mittels einer wässrigen Polymerlösung bekannt. Hierbei soll - unter Beibehaltung aller Vorteile der Abschreckung durch wässrige Lösungen polymerer Substanzen - der Ofenraum und evtl. Vorkammern sehr wirksam gegen das Eindringen von Wasserdampf geschützt werden. Dieses wird dadurch erreicht, daß der Abschreckbehälter außerhalb der Abschreckphase in einen Vorratstank entleert wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wärmebehandlungsanlage der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der ein blasen- und verzugsfreies Lösungsglühen von Aluminium-Legierungsbauteilen fehlerfrei nach vorgegebenen Fertigungsvorschriften bei minimalen Prozeßzeiten unter reproduzierbaren Prozeßbedingungen mit minimalen bzw. keinen Verzug automatisch durchführbar ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,

  • - daß im Durchlaufofen eine Aufheizung der Bauteile auf eine von der verwendeten Legierung abhängige Lösungsglühtemperatur von 470°C bis 570°C bei einer vorgegebenen Heiz-Haltezeit von 10-25 min erfolgt,
  • - daß die Transportbänder und/oder Transportrollen Bestandteile eines Fördersystems zur unbefestigten Aufnahme und zum Transport der Bauteile durch die gesamte Anlage sind,
  • - daß zum blasenfreien Eintauchen der Bauteile unter einem vorgegebenen Winkel in das Abschreckmedium der Abschreckeinrichtung das Transportband des Durchlaufofens in seinem Endbereich unter einem vorgegebenen Winkel von etwa 15° gegenüber seiner horizontalen Lage verläuft sowie das nachgeordnete Transportband im Übergabebereich vom Durchlaufofen und Abschreckeinrichtung eine Schräge mit einem einstellbaren Winkel von 45° bis 75° gegenüber der Horizontalen bildet,
  • - daß die Bauteile mittels eines Förderbandes durch das Reinigungs- und Trocknungssystem führbar sind,
  • - und daß ein Prozeßsteuersystem zur Steuerung und Überwahhung aller für eine einwandfreie Wärmebehandlung der Bauteile erforderlichen Parameter und Verfahrensabläufe vorgesehen ist.

Erfindungsgemäße Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen 2 bis 17 beschrieben.

Ein besonderer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß die (vorzugsweise) als Durchlaufofen mit integrierter Abschreckung konzipierte Wärmebehandlungsanlage in räumlicher Nähe einer Presse zur Verformung der Bauteile angeordnet werden kann. Damit ist u. a. ein bedarfsgerechtes Warmbehandeln der Teile mit minimalem Aufwand und durch das Pressenpersonal möglich. Ein weiterer erfindungsgemäßer Vorteil besteht in einer verzugsarmen Abschreckung der erhitzten Bauteile. Die Zeitspanne, von der die Bauteiltemperatur an einer Stelle die Lösungsglühtemperatur unterschreitet bis zum völligen Eintauchen des Bauteiles in das Abschreckbad wird Abschreckverzögerungsdauer genannt. Die maximal zulässige Abschreckverzögerungsdauer von beispielsweise 7 sec. darf nicht überschritten werden. Vielmehr ist die Anlage so auszulegen, daß diese Zeitspanne möglichst deutlich unterschritten wird, womit eine Qualitätsverbesserung erzielt wird. Ein großer Vorteil ist auch der Entfall des manuellen Aufbindens vor der Warmbehandlung und des Abbindens nach dem Abschrecken.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1: eine Wärmebehandlungsanlage mit Angabe der für die Teil-Anlagensysteme wesentlichen Prozeßparameter,

Fig. 2: den Übergabebereich von Durchlaufofen und Abschreckeinrichtung der Wärmebehandlungsanlage in vergrösserter Darstellung, und

Fig. 3: ein Blockschaltbild eines für die Anlage verwendbaren Prozeßrechners.

In Fig. 1 ist im Aufgabebereich von Aluminium-Legierungs- Bauteilen ein Transportband 2 dargestellt, welches ebenso wie weitere Transportbänder 3 bis 7, die den einzelnen Teil- Anlagensystemen zugeordnet sind, Bestandteil eines die Bauteile aufnehmenden und diese durch die Wärmebehandlungsanlage transportierenden Fördersystems 1 ist. Die Transportgeschwindigkeiten und Haltezeiten der Transportbänder werden durch einen in Fig. 3 dargestellten Prozezßrechner zueinander synchron gesteuert, wobei die zugehörigen Motoren mit 8 und die Regler mit 9 bezeichnet sind.

Dem Transportband 2 ist ein Durchlaufofen 10 nachgeordnet, dessen zugehöriges Transportband 3 unter einer von dem Prozeßsteuersystem gesteuerten elektrischen Heizung 11, vorzugsweise einer elektrischen Widerstandsheizung, zur Aufheizung der auf dem Transportband 3 lose aufliegenden Bauteile auf eine Lösungsglühtemperatur von 470°C-570°C in Abhängigkeit von der Legierung bei einer vorgegebenen Heiz-Haltezeit von 10 bis 25 min vorbeigeführt ist.

Der Durchlaufofen 10, dessen Ofennutzbreite 2500 mm, dessen Ofennutzraumhöhe mindestens 160 mm betragen kann und dessen Ofennutzraumlänge vom Bauteildurchsatz, der Temperaturhaltezeit und vom Fördersystem abhängt sowie dessen Betriebstemperatur in einem Bereich von Tmin = 300°C bis Tmax = 600°C regelbar ist, weist weiterhin eine vorgegebene Anzahl von nicht näher bezeichneten Wärmeregelzonen zur Erzielung einer vorgeschriebenen Wärmebehandlungs-Güteklasse für die Bauteile auf. Auch können im Ein- und Ausgangsbereich des Durchlaufofens 10 Ofentüren oder andere Mechanismen zur Vermeidung von Wärmeverlusten vorgesehen sein, die von dem Prozeßsteuersystem ereignisgesteuert sind. Ferner ist die Anordnung von Thermoelementen, deren gemessene Temperaturwerte dem Prozeßsteuersystem zur Auswertung zugeführt werden, und von einer von dem Prozeßsteuersystem gesteuerten Gebläseeinrichtung 12 im Durchlaufofen 10 vorgesehen.

Dem Durchlaufofen 10 ist eine Wasser-Glykol-Lösung, deren Glykolanteil z. B. 25 bis 30 Volumenprozente betragen kann, oder ein anderes flüssiges Abschreckmedium 13 wie beispielsweise eine Wasser enthaltende Einrichtung 14 zur Abschreckung der Bauteile nachgeordnet. Die Abschreckeinrichtung 14 kann mit einer Umwälzanlage 15 zur Badbewegung, einem Befüllungs- und Entleerungssystem 16, einem Temperaturüberwachungsgerät 17 und mit einer Rückkühlanlage 18 ausgerüstet sein, deren Betriebsabläufe von dem Prozeßsteuersystem steuerbar sind.

Aus Fig. 2 ist zu entnehmen, daß das Fördersystem 1 im Übergabebereich zwischen Durchlaufofen 10 und Abschreckeinrichtung 14 derart ausgebildet ist, daß die Bauteile unter einem vorgegebenen Winkel blasenfrei in das Abschreckmedium 13 eintauchen. Hierzu verläuft das Transportband 3 des Durchlaufofens 10 in seinem Endbereich unter einem vorgegebenen Winkel von etwa 15° gegenüber seiner horizontalen Lage. Ein nachgeordnetes eine Rutscheinrichtung darstellendes Transportband 4 bildet im Übergabebereich eine Schräge mit einem einstellbaren Winkel von 45° bis 75° gegenüber der Horizontalen.

Gemäß Fig. 1 schließen sich an die Abschreckeinrichtung 14 ein Reinigungssystem 19 und ein Trocknungssystem 20 an, durch welche die Bauteile mittels eines Transportbandes 7 zum zeichnerisch nicht dargestellten Entnahmebereich geführt werden. Das Reinigungssystem 19 weist eine Wassersprüheinrichtung 21 zur Wasserbesprühung der zu reinigenden Bauteile und ein Auffangbecken 22 mit einem nachgeordneten Glykolabscheider 23 auf. Der Volumenstrom und die Sprühzeiten des Sprühwassers sowie die Glykolkonzentration im Wasser des Auffangbeckens 22 auf einen vorgegebenen Mindestwert werden durch das Prozeßsteuersystem geregelt. Es kann vorgesehen sein, daß die Versorgung der Wassersprüheinrichtung 21 mit Wasser aus dem Auffangbecken 22 erfolgt. Die Trocknung der Bauteile in dem Trocknungssystem 20 wird mit einer Luftgebläseeinrichtung 24 durchgeführt, wobei der Luftvolumenstrom und die Trocknungszeiten von dem Prozeßsteuersystem gesteuert werden.

Das in Fig. 3 in Blockschaltbildform dargestellte Prozeßsteuersystem ermöglicht einen vollautomatischen Betrieb der Wärmebehandlungsanlage, nämlich eine Steuerung, Prozeßvisualisierung, Regelung, Überwachung und Prozeßfehlerdiagnose sowie eine Prozeßdokumentation. Das System weist hierzu einen Prozeßleitrechner 25 auf, der mit einem Programmspeicher 26 mit beispielsweise 20 Speicherplätzen für die Wärmebehandlungsprozesse verbunden ist. Weiterhin sind ein einer Eingabe- und Ausgabeeinheit 27 nachgeordneter Prozeßrechner 28 und Bedienungselemente für das Bedienungspersonal, wie z. B. eine Tastatur 29, ein Barcodeleser 30, ein Bildschirm 31 und ein Protokolldrucker 32, vorhanden. Bezugszeichenliste 1 Fördersystem

2bis 7 Transportbänder (Transportrollen)

8 E-Motor

9 Regler für E-Motor 8

10 Durchlaufofen

11 E-Heizung des Durchlaufofens 10

12 Gebläseeinrichtung des Durchlaufofens 10

13 Abschreckmedium

14 Abschreckeinrichtung

15 Umwälzeinrichtung

16 Befüllungs- und Entleerungssystem

17 Temperaturüberwachungsgerät

18 Rückkühlanlage

19 Reinigungssystem

20 Trocknungssystem

21 Wassersprüheinrichtung

22 Auffangbecken

23 Glykolabscheider

24 Luftgebläseeinrichtung

25 Prozeßleitrechner

26 Programmspeicher

27 Ein- und Ausgabeeinheit

28 Prozeßrechner

29 Tastatur

30 Barcodeleser

31 Bildschirm

32 Protokolldrucker






Anspruch[de]
  1. 1. Wärmebehandlungsanlage zum Lösungsglühen von Aluminium- Legierungsbauteilen in der Luftfahrtindustrie gemäß bestehender Fertigungsvorschriften, insbesondere von ebenen Platinen oder umgeformten Bauteilen von vorgegebenen Mindest- und Maximalabmessungen, wobei die Bauteile einem Wärmebehandlungs-, Abschreck-, Reinigungs- und einem Trocknungsvorgang unterzogen werden, wobei ein einem Transportband und/oder Transportrollen im Aufgabebereich der Bauteile nachgeordneter Durchlaufofen mit einem die Bauteile durch den Durchlaufofen fördernden Transportband und/oder Transportrollen und mit einer Heizung zur Aufheizung der Bauteile auf Lösungsglühtemperatur ausgerüstet ist, wobei dem Durchlaufofen eine ein flüssiges Abschreckmedium enthaltende Einrichtung zur Abschreckung der Bauteile nachgeordnet ist, und wobei sich an die Abschreckeinrichtung ein Reinigungs- und Trocknungssystem anschließt, dadurch gekennzeichnet,
    1. 1. daß im Durchlaufofen (10) eine Aufheizung der Bauteile auf eine von der verwendeten Legierung abhängige Lösungsglühtemperatur von 470°C bis 570°C bei einer vorgegebenen Heiz-Haltezeit von 10-25 min erfolgt,
    2. 2. daß die Transportbänder (2-7) und/oder Transportrollen Bestandteile eines Fördersystems (1) zur unbefestigten Aufnahme und zum Transport der Bauteile durch die gesamte Anlage sind,
    3. 3. daß zum blasenfreien Eintauchen der Bauteile unter einem vorgegebenen Winkel in das Abschreckmedium (13) der Abschreckeinrichtung (14) das Transportband (3) des Durchlaufofens (10) in seinem Endbereich unter einem vorgegebenen Winkel von etwa 15° gegenüber seiner horizontalen Lage verläuft sowie das nachgeordnete Transportband (4) im Übergabebereich vom Durchlaufofen (10) und Abschreckeinrichtung (14) eine Schräge mit einem einstellbaren Winkel von 45° bis 75° gegenüber der Horizontalen bildet,
    4. 4. daß die Bauteile mittels eines Förderbandes (7) durch das Reinigungs- und Trocknungssystem (19 und 20) führbar sind,
    5. 5. und daß ein Prozeßsteuersystem zur Steuerung und Überwachung aller für eine einwandfreie Wärmebehandlung der Bauteile erforderlichen Parameter und Verfahrensabläufe vorgesehen ist.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fördersystem (1) ein Transportband (2) für den Aufgabebereich, zwei weitere Transportbänder (5, 6) in der Abschreckeinrichtung (14) und ein Transportband (7) für das Reinigungs- und das Trocknungssystem (19 und 20) sowie für den Entnahmebereich aufweist.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeiten der Transportbänder (2-7) entsprechend den vorgegebenen Verfahrensabläufen von dem Prozeßsteuersystem synchronisiert sind.
  4. 4. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beheizung des Durchlaufofens (10) durch eine indirekte von dem Prozeßsteuersystem gesteuerte elektrische Widerstandsheizung (11) erfolgt.
  5. 5. Anlage nach Anspruch 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchlaufofen (10) einen geregelten Betriebstemperaturbereich von Tmin = 300°C bis Tmax = 600°C aufweist.
  6. 6. Anlage nach Anspruch 1, 2, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchlaufofen (10) eine vorgegebene Anzahl von Wärmeregelzonen zur Erzielung einer vorgeschriebenen Wärmebehandlungs-Güteklasse für die Bauteile aufweist.
  7. 7. Anlage nach Anspruch 1, 2, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchlaufofen (10) im Ein- und Ausgangsbereich für die Bauteile Ofentüren oder andere Mechanismen zur Vermeidung von Wärmeverlusten aufweist, die von dem Prozeßsteuersystem ereignisgesteuert sind.
  8. 8. Anlage nach Anspruch 1, 2, 4, 5, 6 oder 7, gekennzeichnet durch eine vorgegebene Anzahl von im Durchlaufofen (10) angeordneten Thermoelementen, deren gemessene Temperaturwerte dem Prozeßsteuersystem zur Auswertung zuführbar sind.
  9. 9. Anlage nach Anspruch 1, 2, 4, 5, 6, 7 oder 8, gekennzeichnet durch eine im Durchlaufofen (10) angeordnete und von dem Prozeßsteuersystem gesteuerte Gebläseeinrichtung (12).
  10. 10. Anlage nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschreckeinrichtung (14) als Abschreckmedium (13) eine Wasser-Glykol-Lösung enthält.
  11. 11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Glykolanteil in der Wasser-Glykol-Lösung etwa 25 bis 30 Volumenprozente beträgt.
  12. 12. Anlage nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Wasser in der Abschreckeinrichtung (14) als Abschreckmedium (13) dient.
  13. 13. Anlage nach Anspruch 1, 2, 3, 10 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschreckeinrichtung (14) mit einer Umwälzanlage (15) zur Badbewegung, einem Befüllungs- und Entleerungssystem (16), einem Temperaturüberwachungsgerät (17) und mit einer Rückkühlanlage (18) ausgerüstet ist, deren Betriebsabläufe von dem Prozeßsteuersystem steuerbar sind.
  14. 14. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Reinigungssystem (19) eine Wassersprüheinrichtung (21) zur Wasserbesprühung der zu reinigenden Bauteile und ein Auffangbecken (22) mit einem nachgeordneten Glykolabscheider aufweist, und daß der Volumenstrom und die Sprühzeiten des Sprühwassers sowie die Glykolkonzentration im Wasser des Auffangbeckens (22) auf einen vorgegebenen Mindestwert durch das Prozeßsteuersystem regelbar sind.
  15. 15. Anlage nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch eine Versorgung der Wassersprüheinrichtung (21) mit Wasser aus dem Auffangbecken (22).
  16. 16. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknersystem (20) eine Luftgebläseeinrichtung (24) aufweist, dessen Luftvolumenstrom und dessen Trocknungszeiten von dem Prozeßsteuersystem steuerbar sind.
  17. 17. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Prozeßsteuersystem einen mit einem Programmspeicher (26) verbundenen Prozeßleitrechner (25), einen einer Eingabe- und Ausgabeeinheit (27) nachgeordneten Prozeßrechner (28) und Bedienungselemente für das Bedienungspersonal aufweist.






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