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Dokumentenidentifikation DE69700164T2 09.12.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0801999
Titel Verfahren zum Zusammenfügen von Rohren
Anmelder Outokumpu Copper Products Oy, Espoo, FI
Erfinder Rantala, Terho, 29320 Leineperi, FI
Vertreter Zipse & Habersack, 80639 München
DE-Aktenzeichen 69700164
Vertragsstaaten AT, BE, DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 17.04.1997
EP-Aktenzeichen 976600437
EP-Offenlegungsdatum 22.10.1997
EP date of grant 31.03.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.12.1999
IPC-Hauptklasse B21C 1/22

Beschreibung[de]
VERFAHREN ZUM ANSCHLIESSEN VON ROHREN

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Anschließen von Rohren, wobei das Anschließen während des Richtens, vor dem letzten Glühen und dem darauf folgenden Hohlzug, ohne Ziehdorn im Rohr, durchgeführt wird.

Bei der Herstellung von Rohren aus Kupfer und Kupferlegierungen, insbesondere bei halbharten Rohren, wird das Richten, das Glühen und der Hohlzug nach dem eigentlichen Ziehen vorgenommen, eine Behandlung, die dem geglühten Rohr zusätzliche Festigkeit verleiht. Beim Hohlzug beträgt die Reduktion des Rohres lediglich ein paar Prozent, weshalb die Verwendung eines Ziehdorns nicht notwendig ist. Um das Ziehen kontinuierlich durchführen zu können, müssen die Rohre angeschließt werden. Am besten geschieht es während des Richtens, vor dem Glühen.

Es ist eine Vorrichtung zum miteinander Verbinden von Rohren für die Zeit des Hohlzugs bekannt und dazu benötigt man zwei getrennten Maschinen, eine Anspitzmaschine und eine Anschlußmaschine. Das erste Rohr wird während des Richtens zur Haupt-Anschlußmaschine transportiert, wo es bleibt, bis das nächste Rohr ankommt. Das Startende dieses nächsten Rohres wird mit einer separaten Anspitzmaschine angespitzt und durch das Richtwalzwerk zur Anschlußmaschine befördert, wo der Rohrkopf in das erste Rohr geführt wird und die Rohre gemeinsam mit Hilfe von Kompressionsbacken angespitzt werden. Schließlich werden die miteinander angeschlossenen Rohre zum Glühen und zum Hohlzug weitertransportiert.

Ein Verfahren zum Anschließen von Rohren, wonach ein Ende des einen Rohres verringert und das andere Ende eines anderen Rohres eingesetzt wird, ist in US-A-4 856 703 offenbart (nächstkommender Stand der Technik).

Es ist eine Aufgabe mit Hilfe dem erfindungsgemässen Verfahren das oben beschriebene Verfahren zum Anschließen von Rohren zu vereinfachen. Mit dieser Erfindung benötigt die Vorrichtung lediglich eine Anspitz- und Anschlußmaschine anstelle der zwei Maschinen, die bisher verwendet wurden. Die Erfindung basiert auf dem Prinzip, daß das Restende von jedem Rohr angespitzt wird und das Rohr in der Vorrichtung bleibt, um auf das Startende des nächsten Rohres zu warten, das dann über das vorhergehende Rohr gestülpt wird, und dann werden die beiden Rohre anschließend gemeinsam durch ein und dieselbe Maschine angespitzt. Die wesentlichen neuen Merkmale der Erfindung werden aus den anhängenden Patentansprüchen ersichtlich.

In der erfindungsgemässen Methode wird die Anspitz- und Anschlußmaschine, die zum Anschließen von Rohren verwendet wird, zwischen der Vor-Richteinheit, die mit dem Glühen und dem Hohlzug verbunden ist, und der Haupt-Richteinheit installiert. Die Anspitzmaschine besteht zuerst aus Kompressionsbacken, die das Restende des Rohres zusammenpressen und seinen ursprünglichen Durchmesser um etwa die Hälfte verringern, und aus Führungsbacken, die das Startende des nächsten Rohres über das vorhergehende Rohr führen und zentrieren, wonach die Kompressionsbacken die beiden Rohre schließlich zusammenpressen. Nach dem ersten Kompressionsschritt öffnen sich die Kompressionsbacken, bis das nächste Rohr über das vorhergehende gestülpt wurde, und dann folgt der zweite Kompressionsschritt. Die Anspitzmaschine und die Anschlußmaschine sind beides an und für sich bekannte Anlagen, weshalb sie hier auch nicht näher beschrieben werden, aber die vorliegende Erfindung kombiniert diese beiden Maschinen.

Durch das einfache Prinzip dieser Erfindung, - daß anstelle des Startendes das Restende des Rohres angespitzt wird, - kann die Richtanlage deutlich vereinfacht werden, da eine Vorrichtung und dadurch ein zusätzlicher Schritt im Verfahren wegfällt und beide Funktionen, die zuvor getrennt ausgeführt wurden, nun durch ein und dieselbe Vorrichtung verwirklicht werden. Es ist klar, daß dies Zeit spart, da die Vorrichtung während des Anschließens manuell bedient werden muß. Es ist auch wirtschaftlicher, da nun das Anspitzen in einem Schrittstatt in zwei Schritten durchgeführt werden kann.

Die Erfindung wird weiterhin mit Bezug auf die angefügten Zeichnungen beschrieben, wo die verschiedenen Schritte beim Anschließen von Rohren schematisch dargestellt sind:

Fig. 1 zeigt das Restende des ersten Rohres und das Startende des nachfolgenden Rohres vor dem Anspitzen, Fig. 2 zeigt das Restende des ersten Rohres in angespitzter Form, Fig. 3 zeigt, wie das zweite Rohr über das erste Rohr gestülpt wird. Fig. 4 zeigt, wie die beiden Rohre gemeinsam angespitzt werden.

Wie in den Fig. 1 - 4 dargestellt, wird das Restende 2 des Rohres 1 angespitzt, d. h., der Durchmesser des Rohrendes wird verringert. Dann wird das Startende 4 des zweiten Rohres 3 zentriert und über das Restende des ersten Rohres 1 geführt und schließlich werden die Rohre gemeinsam angespitzt.

Das beschriebene Verfahren zum Anschließen von Rohren kann auch zum Anschließen von Rohren, die aus anderen Materialien als Kupfer und Kupferlegierungen bestehen, verwendet werden.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Anschließen von Rohren während des Richtens, vor dem abschließenden kontinuierlichen Ziehen ohne Ziehdorn, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschließen der Rohre (1, 3) in einem Schritt durchgeführt wird, indem das Restende (2) eines jeden Rohres (1) angespitzt wird, das Startende (4) des folgenden Rohres (3) über das angespitzte Rohr geführt wird, und die Rohre gemeinsam in einer und derselben Vorrichtung angespitzt werden.

2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohranschließen zwischen einer Vor-Richteinheit und einer Haupt-Richteinheit stattfindet.

3. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohranschließen während des Richtens, vor dem Glühen durchgeführt wird.

4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, die der angeschlossenen Rohre aus Kupfer oder einer Kupferlegierung bestehen.







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