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Dokumentenidentifikation DE19826909A1 23.12.1999
Titel Einrichtung zur kapazitiven Doppelbogenkontrolle
Anmelder KOENIG & BAUER AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Buschmann, Falk, Dipl.-Ing. (FH), 01640 Coswig, DE;
Jentzsch, Arndt, Dipl.-Ing., 01640 Coswig, DE
DE-Anmeldedatum 17.06.1998
DE-Aktenzeichen 19826909
Offenlegungstag 23.12.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.12.1999
IPC-Hauptklasse B65H 7/12
IPC-Nebenklasse G01D 5/24   
Zusammenfassung Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer kapazitiv arbeitenden Einrichtung zur Doppelbogenkontrolle für unterschiedliche Bedruckstoffstärken.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine sich über die Breite des Anlegtisches (1) erstreckende Traverse (4) als Meßwertgeber (5; 7) fungiert und die Gegenelektrode (8) der Traversenabmessung angepaßt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur kapazitiven Doppelbogenkontrolle an Druckmaschinen

Durch die DE 195 49 351 A1 ist eine Vorrichtung zur Kontrolle von Bogen, die von einem Stapel vereinzelt in eine bogenverarbeitende Maschine eingezogen werden, bekannt. An der bogenverarbeitenden Maschine ist wenigstens ein auf die Bogen gerichteter optischer Meßwertgeber an eine Traverse angeordnet, dessen Ausgangssignal hinsichtlich seiner Amplitude auf Vorliegen eines Einfach- oder Mehrfachbogens in einer Auswerteeinheit bewertet wird.

Zusätzlich ist wenigstens ein kapazitiver Meßwertgeber vorgesehen, dessen Ausgangssignal ebenfalls in der Auswerteeinheit hinsichtlich der Amplitude auf Vorliegen eines Einfach- oder Mehrfachbogens bewertet wird.

In der Auswerteeinheit wird in Abhängigkeit der Amplitude des Ausgangssignals des optischen und/oder kapazitiven Meßwertgebers jeweils nur ein Ausgangssignal zur Entscheidung, ob ein Einfach- oder Mehrfachbogen vorliegt, herangezogen.

Dabei ist, da die Auflösung der kapazitiv arbeitenden Einrichtung geringer als die der optischen Einrichtung ist, die kapazitiv arbeitende Einrichtung nur für die Kontrolle von relativ dicken Bedruckstoffen (Karton) verwendbar, d. h. daß diese Einrichtung für dünnere Bedruckstoffe nicht einsetzbar ist. Umgekehrt ist die Verwendung der optischen Einrichtung nur für dünne Bedruckstoffe möglich.

Nachteilig ist die Verwendung von zwei Einrichtungen zur Doppelbogenkontrolle von unterschiedlichen Bedruckstoffenstärken.

Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer kapazitiv arbeitenden Einrichtung zur Doppelbogenkontrolle für unterschiedliche Bedruckstoffstärken.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch das Kennzeichen des ersten Patentanspruches gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen offenbart.

Nachfolgend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.

In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 Anlegtisch Seitenansicht Variante 1,

Fig. 2 Anlegtisch Seitenansicht Variante 2,

Fig. 3 Anlegtisch Vorderansicht.

In den Fig. 1 bis 3 ist der Anlegtisch 1 einer Druckmaschine mit der erfinderischen Einrichtung zur kapazitiven Doppelbogenkontrolle dargestellt. Auf dem Anlegtisch 1 werden die von einem nicht dargestellten bekannten Anleger vereinzelten Bogen 2 in Schuppenformation zu Anlegmarken 3 transportiert.

Die in Schuppenformation über den Anlegtisch 1 transportierten Bogen 2 werden von der Einrichtung zur kapazitiven Doppelbogenkontrolle auf das Vorhandensein von Einfachbogen oder Doppelbogen kontrolliert. Die Einrichtung zur kapazitiven Doppelbogenkontrolle besteht aus einem Meßwertgeber 5; 7, einer Gegenelektrode 8 und einer mit dem Meßwertgeber 5; 7 verbundenen Auswerteschaltung 9.

Die Gegenelektrode 8 ist im Anlegtisch 1 unterhalb der Bahn der geschuppten Bogen 2 angeordnet bzw. der metallische Anlegtisch bildet die Gegenelektrode.

Oberhalb der Schuppenformation der Bogen 2 ist eine über die Breite des Anlegtisches 1 sich erstreckende Traverse 4 angeordnet. Die Traverse 4 fungiert als Meßwertgeber 5 der Einrichtung zur kapazitiven Doppelbogenkontrolle.

Eine umgekehrte Anordnung - Meßwertgeber in Anlegtisch und Gegenelektrode auf Traverse - ist selbstverständlich auch möglich.

Nach einer ersten Variante (Fig. 1) ist die Traverse 4 selbst der Meßwertgeber und wird deshalb nachfolgend als Traversenmeßwertgeber 5 bezeichnet.

Bei dieser Variante ist die Traverse 4 am Maschinengestell 6 isoliert angeordnet (Fig. 3).

Nach einer zweiten Variante (Fig. 2) ist an der Traverse 4 ein Meßwertgeber 7 angeordnet. Ist dieser isoliert gegenüber der Traverse 4 angeordnet, entfällt die Isolierung der Traverse 4 gegenüber dem Maschinengestell 6.

Vorzugsweise ist der Meßwertgeber, bezogen auf die der geschuppten Bahn der Bogen zugewandten Traversenfläche, deckungsgleich. Dies bezieht sich insbesondere auf die Breite (unter Breite wird dabei ein Maß quer zur Bogenlaufrichtung verstanden).

Zur Vermeidung von Einstellhandlungen bei Wechsel des Formates des zu bedruckenden Bogens 2 entspricht die Breite des Meßwertgebers 5; 7 maximal dem minimalen Bogenformat. Bezugszeichenliste 1 Anlegtisch

2 Bogen

3 Anlegmarke

4 Traverse

5 Meßwertgeber

6 Maschinengestell

7 Meßwertgeber

8 Gegenelektrode


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zur kapazitiven Doppelbogenkontrolle an Druckmaschinen mit einem oberhalb der den Anlegmarken über einen Anlegtisch zuzuführenden Bogen angeordneten Meßwertgeber, einer unterhalb der zuzuführenden Bogen, in den Anlegtisch integrierten Gegenelektrode und einer mit dem Meßwertgeber verbundenen Auswerteschaltung, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich über die Breite des Anlegtischs (1) erstreckende Traverse (4) als Meßwertgeber (5; 7) fungiert und die Gegenelektrode (8) der Traversenabmessung angepaßt ist.
  2. 2. Einrichtung zur kapazitiven Doppelbogenkontrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Traverse (4) als Traversenmeßwertgeber (5) ausgebildet und gegenüber dem Maschinengestell (6) isoliert angeordnet ist.
  3. 3. Einrichtung zur kapazitiven Doppelbogenkontrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Traverse (4) ein gegenüber derselben isolierter Meßwertgeber (7) angeordnet ist.
  4. 4. Einrichtung zur kapazitiven Doppelbogenkontrolle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßwertgeber (7) bezüglich den den Bogen zugewandten Flächen mit der entsprechenden Traversenfläche deckungsgleich ist.
  5. 5. Einrichtung zur kapazitiven Doppelbogenkontrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des Meßwertgebers (5; 7) und der Gegenelektrode (8) gleich dem minimal zu bedruckenden Bogenformat ist.






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